Langatmig, weitschweifend und dermaßen unfesselnd, dass ich mich frage, ob das wirklich von Isau ist.
Inhalt: Bar-Hazzat droht Nechan in den Untergang zu führen. Alles in dieser Welt wäre dann verloren.
Jonathan Jabbock, siebter Richter von Nechan, ist der einzige, der dem Widersacher noch Einhalte gebieten kann. Er bricht seine Ausbildung ab und geht auf die gefährliche Reise durch Nechan, um Bar-Hazzat Stück für Stück zu schwächen und ihn dann im Zweikampf gegenüber zu treten.
Mein Leseerlebnis: Gleich zu Anfang musste ich erst einmal damit klar kommen, dass ich mal wieder auf eine Trilogie hereingefallen bin, die einfach auf dem Cover nicht mehr ersichtlich ist. – ich persönlich finde diesen Trend sowas von unterirdisch, dass ich meine Wut gerade nicht in Worte fassen kann.
Ich habe dann also versucht, mich auf die Story einzulassen. Ich habe die Wesen, die Welt ja auch den Protagonisten so genommen, wie es war und bin doch nicht wirklich in die Handlung rein gekommen. – Kein Kopfkino, kein Aha-Effekt. Nichts als eine viel zu ausführlich beschriebene Handlung, die sinnlos erschien. Gefühlt habe ich gelesen und gelesen und bin doch nicht voran gekommen. Irgendwann habe ich nur noch überflogen und Absätze übersprungen. Immer in der HOffnung, dass das alles vielleicht irgendwann mal einen Sinn ergibt und die Reise einen anderen Zweck hat, als Namen von Orten und Personen um die Ohren zu bekommen.
Im Laufe der Kapitel entwickelt sich eine Heldenreise voller Klischees. Der obligatorische Drache darf nicht fehlen, der natürlich als Reittier herhalten muss und reden kann. Später noch eine Riesenschnecke, wo ich das Gefühl hatte, dass er sich die aus der unendlichen Geschichte abgekuckt hat. Der Protagonist trifft auf alle möglichen Widerstände und Rätsel. Eins ist abstruser als das andere und jede Situation so ausführlich beschrieben, dass ich entnervt aufgeben wollte. Immer wieder war Abbruch ein Gedankengang, der gar nicht so weit weg war.
Ich habe mich durch das Buch sprichwörtlich durch gekämpft. Es gab nicht einen Zeitpunkt, an dem es mich zu einhundert Prozent gepackt hat. Kein Kopfkino, kein Wunder. – einfach nur ein stures Runterlesen, um es geschafft zu haben und das Buch vom SuB nehmen kann. - Nicht mal das heiß ersehnte Finale, der große Kampf, konnten mich vom Hocker hauen.
Fazit: Ein Buch aus dem Jahr 2007. Es war dick, es war unhandlich und es war ein Taschenbuch, welches dick fett den Stempel vom preisreduzierten Mängelexemplar zierte. – Im Nachhinein habe ich mich gefragt, was für ein Teufel mich seinerzeit geritten hat, das Buch überhaupt erst käuflich zu erwerben. Ich denke, es war der Name des Autors, denn er hat schon bessere Sachen geschrieben, als er hier abgeliefert hat.
Die Seitenaufteilung insgesamt war sehr augenfreundlich und der Beginn jedes Kapitels sogar ausgesprochen augenfreundlich. Eine Bleistiftzeichnung und ein Initialbuchstabe zierten jeden Kapitelanfang.
Leider hat mich die Handlung zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise gefesselt. – Ich habe gelesen, um es gelesen zu haben, bin aber in keinster Weise ergriffen oder gefesselt gewesen. Das ganze Geschehen hat mich absolut null gejuckt. Die Handlung besteht aus Klischees und abgekupferten Ideen aus anderen Büchern.
Erschwerend kamen hier die Namen von Personen und Orten hinzu, die mich aus der Handlung immer wieder raus katapultiert haben und die ich absolut null zuordnen konnte. Ich war lediglich in der Lage den Protagonisten von einem Nebencharakter zu unterscheiden, der dann sowieso beizeiten wieder in der Versenkung verschwinden würde.
Die ganze Zeit bin ich in absolut überhaupt keinen Lesefluss rein gekommen. Ich bin von einem Namen zum anderen gestolpert, habe seitenlange Erklärungen übersprungen und beschlossen, dass dieses Buch in den öffentlichen Bücherschrank geht. – Ich traue mich nicht, es unserer Ortsbilbiothek zu spenden.
Nein, ich kann das Buch so gar nicht empfehlen. Es war nichts weiter als eine Heldenreise voller Klischees und ich werde das Gefühl nicht los, dass er bei den Wesen und Kreaturen zu sehr aus anderen guten Büchern geklaut hat.






































