Messias

von Ralf Isau 
3,7 Sterne bei80 Bewertungen
Messias
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (55):

Messias ist mein unterweges Buch, irgendwie komme ich nicht so recht ins Buch rein.

Kritisch (12):
QueenDebbys avatar

Gute Idee, schlechte Umsetzung.

Alle 80 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Messias"

Ein nackter Mann mit blutenden Wundmalen. Ein silbernes Kruzifix, dessen Jesusfigur verschwunden ist. Bizarre Todesfälle in einem irischen Dorf. Ist der Messias in die Welt zurückgekehrt? Hat das Jüngste Gericht bereits begonnen? Der vatikanische Sonderermittler Hester McAteer soll das Wunder aufklären, ehe es die römische Kirche spaltet – und unsere Geschichte neu geschrieben werden muss. Ein trügerisches Spiel um Glauben, Macht und Tod.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492267779
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:11.02.2011

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,7 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne19
  • 4 Sterne36
  • 3 Sterne13
  • 2 Sterne8
  • 1 Stern4
  • Sortieren:
    Themistokeless avatar
    Themistokelesvor 4 Jahren
    Messias

    Allein da mich das Cover und der Klappentext neugierig machten, habe ich zu diesem Buch gegriffen, welches in meinen Augen zunächst ein Thriller war, machte es doch auf mich von außen und durch seine Beschreibung her diesen Eindruck. Diese Einschätzung musste ich jedoch sehr schnell revidieren, war es doch so, dass dieses Buch eindeutige Fantasy-Aspekte aufweist, die auch nicht von der Hand zu weisen waren, so dass man es eigentlich nicht mehr als Thriller bezeichnen kann, da einfach zu viel, dafür teils zu wunderliches bis absurdes geschieht.

    Zunächst muss ich sagen, dass ich die Kombination aus den Thriller- und Fantasyelementen allgemein nicht schlecht finde, auch wenn es immer angenehmer ist, wenn man schon darauf vorbereitet ist, dass in einem Buch deutlich auch Fantasyaspekte enthalten sind, da ich, wenn ich wirklich einen Thriller lesen will, so etwas nicht unbedingt dabei haben will. Allgemein ist das Buch jedoch durchaus spannend, wenn auch manchmal doch auch ein wenig sehr abgehoben, auch wenn genau aus diesem Grund teilweise wieder neue Fragen auftauchen. Jedoch merkt man auch, dass alles ein wenig zu konstruiert wirkt, es einfach etwas zu viele Zufälle und übersinnliche Ereignisse gibt, was für meinen Geschmack etwas zu dick aufgetragen war und dem Ganzen einfach die Glaubwürdigkeit, selbst wenn man sich darauf eingestellt hat, ein Fantasybuch zu lesen, zu sehr untergraben hat. Es war selbst für ein solches Buch nämlich teils einfach ein bisschen zu viel.

    Interessant fand ich aber vor allen Dingen den Protagonisten McAteer, der in seine Rolle für mich so gar nicht recht passen wollte. Zum einen, da er bei der Kirche ist, aber in sein geistliches Amt einfach nicht so richtig passen will. Zumindest kam dies bei mir so an. Sowohl von seinem Verhalten, als auch seinen Gedankengängen her und wie er sich zu gewissen Dingen in seinem und dem Leben im Allgemeinen stellt. Dazu kommt dann noch, dass seine familiäre Situation eh eher ungewöhnlich ist. Ebenso wie die Handlung, ist also auch der Protagonist ein bisschen zu sehr konstruiert, um wirklich glaubhaft zu sein. Gemocht habe ich ihn aber trotzdem irgendwie, denn hätte man ihn nicht in diese Rolle und diese Geschichte gesteckt, wäre er, denke ich, ein sehr guter Charakter.

    Allgemein ein Buch, das sich sehr flüssig lesen lässt, aber bei dem man sich darauf gefasst machen muss, dass es wirklich eher Fantasy und weniger Thriller ist. Wenn man das nicht mag oder eher unvorbereitet davon getroffen wird, dann kann es nicht mehr stimmig für einen werden, da die Handlung einfach etwas zu konstruiert ist.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    marion_galluss avatar
    marion_gallusvor 6 Jahren
    Die Wiedergeburt Christi?

    In dem kleinen irischen Dorf Graiguenamanagh erscheint ein greller Blitz und plötzlich liegt vor dem silbernen Kruzifix ein nackter Mann auf dem Boden, der blutende Wundmale an Händen und Füssen hat. Neben ihm eine blutige Dornenkrone. Der Mann erwacht benommen und spricht hebräisch.

    Der Pfarrer der Duiske Abbey und der 104-jährige Seamus werden Zeuge dieses offensichtlichen Wunders. Der wiedergeborene Gottessohn wird zunächst einmal in das nächste Krankenhaus gebracht.

    Der Vatikan sendet seinen Sonderermittler in das irische Dorf. Hester McAteer ist für die Aufklärung und den Nachweis angeblicher Wunder zuständig. Zufällig ist das Dorf Graiguenamanagh, kurz Graig, McAteers Heimatdorf und er reist mit mehr als zwiespältigen Gefühlen dorthin zurück. Denn dort wird er nicht nur auf seinen Vater treffen, sondern auch auf seine große Liebe, die er vor vielen Jahren für die Kirche verlassen hat.

    Neben dem angeblichen Wunder geschehen in dem kleinen Ort mysteriöse Todesfälle und McAteer steht vor keiner leichten Aufgabe. Denn offensichtlich scheint der vom Kreuz gestiegene Jeschua nicht so leicht als Betrüger oder Schauspieler zu entlarven zu sein. Hester McAteer ist sehr skeptisch, doch es lassen sich keine Beweise finden. Außerdem ist da noch sein rüstiger Vater Seamus. Auch der scheint immer wieder Wunder zu vollbringen. Weitaus weniger spektakulär zwar, doch zu denken geben Sie McAteer allemal.

    Der kirchliche Sonderermittler ist für seinen „Biss“ bekannt und gibt so leicht nicht auf. Als dann auch die alte Liebe im Laufe seiner Ermittlungen wieder aufflammt, kommen zu den geschäftlichen Problemen nun auch noch private, welche seine Einstellung zur Kirche ein wenig ins Wanken bringt ….

    ***

    Dies ist mein zweiter „Thriller“ von Ralf Isau. Hauptsächlich schreibt der Autor fantastische Geschichten, sowohl für Erwachsene, als auch für Jugendliche. Doch wieder muss ich sagen, Ralf Isau kann sehr wohl auch nicht-fantastische Romane schreiben.

    Mit „Messias“ hat der Autor einen fesselnden, spannenden und rasanten Roman geliefert, der auf den ersten Blick eher als Krimi zu bezeichnen ist. Wobei die Grenzen zwischen den Genres Krimi und Thriller sicher schwer zu ziehen sind. Und da hier sehr wohl relativ heftige Morde geschehen und es teilweise brutal zur Sache geht, ist die Bezeichnung Thriller gerechtfertigt.

    Für die Namenswahl des kleinen Ortes hätte der Autor zunächst eine Abmahnung verdient, denn hier ist definitive Knotengefahr der Zunge beim Lesen gegeben  . Aber wenn man sich im Kopf immer nur die Kurzform denkt, dann geht es. Außerdem liefert ein Protagonist zu Anfang des Romans die Aussprache in Lautschrift.

    Der Schreibstil ist gewohnt gehoben und gut ausformuliert. Der Spannungsbogen ist sehr gut gespannt und immer wieder auftauchende Verwicklungen sorgen für eine schöne verzwickte Handlung.

    Sehr gut gefallen hat mir der (zum Teil schöne schwarze) Humor in diesem Buch, oft musste ich schmunzeln oder besonders gute amüsante Szenen sogar laut vorlesen. Diese Gratwanderung zwischen den dramatischen, auch gewalttätigen Szenen und den humorvollen Momenten ist wirklich gut gelungen.

    Die Charaktere der Personen sind gut ausgearbeitet und mir ist im Laufe der Geschichte nicht nur der Protagonist McAteer sehr ans Herz gewachsen, sondern auch der alte Seamus, mit seiner besonderen Gabe und liebenswerten und schlagfertigen Art.

    Was sind Wunder? Gibt es Wunder? Glauben wir Menschen heute noch daran oder verschließen wir unsere Augen vor Dingen, die einfach nicht sein können? Hierzu schreibt Ralf Isau noch ein gutes und ausführliches Nachwort.

    Eine kleine Anmerkung noch zu den „Crossovers“, die der Autor immer wieder gerne verwendet. Auch hier hat Ralf Isau eine Figur aus einem anderen Roman aufgegriffen. Diesmal hat diese Person sogar aktiv an der Handlung teilgenommen. Es passte sehr gut zur Geschichte und mir hat es gefallen, wobei ich gerade diesen eigenen Roman des Charakters noch gar nicht gelesen habe, erkannt habe ich ihn trotzdem sofort.

    Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für Messias, einen spannenden und fesselnden Roman über Wunder, Mord, Liebe, Glauben, Hass und vieles mehr. Wieder einmal beweist Ralf Isau, dass Autoren sich keinesfalls in eine Schublade stecken lassen sollten, weil sie nämlich sehr vielseitig sind!

    © Buchwelten 2013


    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Curculios avatar
    Curculiovor 6 Jahren
    Rezension zu "Messias" von Ralf Isau

    Der betagte Pfarrer O’Bannon und der „Moses von Graiguenamanagh“, Seamus Whelan, der das 100. Lebensjahr schon überschritten hat, sind Zeugen, wie in der Kirche des irischen Ortes plötzlich ein fremder Mann wie aus dem nichts auftaucht. An seinen Händen befinden sich Wundmale und auf seinem Kopf eine Dornenkrone. Schnell spricht sich dieses Wunder herum und Graiguenamanagh wird von Gläubigen und Medien nur so überrannt. Hester McAteer wird vom Vatikan zur Untersuchung des Wunders an den Ort des Geschehens geschickt, wo ihn so einige Überraschungen erwarten und er sich zudem seiner Vergangenheit stellen muss.
    .
    Wie die Kurzbeschreibung schon vermuten lässt, ist der Roman ein ordentlicher Religionsthriller mit allerhand Verschwörungen, einer ordentlichen Portion Mystik, geheimnisvollen Vergangenheiten und jeder Menge Spannung, so wie es sein sollte. Meine Erwartungen haben sich also schon mal erfüllt. An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, aber dann hat sich der Roman sehr flüssig und rasant gelesen. Der Autor hat sehr geschickt seine Geschichte um die ganzen Wunder gesponnen, worauf ich leider nicht näher eingehen kann, ohne zu viel zu verraten. Es gibt einige überraschende Wendungen, was natürlich in so einem Thriller nicht fehlen darf. Auch die Darstellung im Umgang mit dem Wunder von Seiten der Medien, Vatikan usw. fand ich sehr interessant, da wüsste ich gerne mal, in wie weit das der Realität entspricht. Mit Hester hat der Autor außerdem einen Protagonisten geschaffen, der an alles und jedem zweifelt, was ich schon ein wenig ungewöhnlich fand für jemanden mit so einem Amt. Aber er war mir sympathisch und auch die anderen Personen fand ich gut dargestellt.
    .
    Fazit: Alles in allem ein sehr spannender Roman mit vielen überraschenden Wendungen, einer ordentlichen Portion an Geheimnissen und gut dargestellten Protagonisten. Ich lese gerne solche Thriller und wurde auch hier nicht enttäuscht.

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    kleineroteHexes avatar
    kleineroteHexevor 6 Jahren
    Rezension zu "Messias" von Ralf Isau

    Es ist das Jahr 2009 - Ostern in Graiguenamanagh, kurz Graig, in Irland. In der Duiske Abbey liegt plötzlich ein nackter, aus Stigmata blutender Mann vor dem 103jährigen Seamus Whelan (dem "Moses" von Graig), neben ihm eine Dornenkrone.

    Ist dies wirklich der wiedergekehrte Messias oder ein raffinierter Schwindler?

    Um die Sache aufzuklären, schickt der Vatikan Hester McAteer in sein Heimatdorf. Er ist Sonderermittler in Sachen Wunder - und Seamus' unehelicher Sohn.

    Plötzlich geschehen seltsame Todesfälle und weitere "Wunder"... was ist los in Graig?

    Und dann kommt auch noch ein Familienfluch ins Spiel...

    Der Grundgedanke der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, ebenso die kritischen Äußerungen zur Kirche. Aber das gewisse Etwas fehlte mir dann doch, um dem Buch die volle Punktzahl zu geben. 3,5 von 5 Sternen.

    Das Hauptaugenmerk bei dem Buch liegt übriens nicht auf dem "Messias", sondern auf der Familiengeschichte Whelan/McAteer.

    Die Charaktere gefallen mir ausnehmend gut, die Dialoge sind witzig, der Schreibstil leicht und flüssig zu lesen. Dennoch... ich kann nicht genau benennen, was mir fehlte.
    Schade fand ich, dass Isau die Spannung nicht durchgängig halten konnte. Mit ein Grund, warum es nicht zur vollen Punktzahl gereicht hat.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Leseratte88s avatar
    Leseratte88vor 6 Jahren
    Rezension zu "Messias" von Ralf Isau

    Irland im Jahre 2009. Pater O’Bannon will den steinalten Hausmeister Seamus dazu überreden, seinen Gottesdienst zu besuchen. Plötzlich ein blendendes Licht in der Kirche der kleinen irischen Stadt Graig, und im nächsten Moment eine am Boden liegende nackte Gestalt mit Dornenkranz und Löchern in Händen und Füßen.
    Ein Blick zum Altar zeigt, die Jesus-Statue ist verschwunden.
    Der Mann am Boden erwacht und ruft in hebräischer Sprache nach Hilfe. Nachdem man ihn ins Krankenhaus überführt hat, wo er völlig verwirrt von den technischen Apparaten und Vorgängen höchstes Erstaunen bei den Medizinern hervorruft, erfährt das ganze Dorf und schon bald darauf auch der Vatikan vom geheimnisvollen Mann, der der wiedergekehrte Jesus sein könnte.
    Doch es gibt da ein Problem. Dieser „Jesus“ ist in Wirklichkeit der Sohn Seamus, des alten Hausmeisters also. Während sich alle möglichen Leute und Instanzen darum bemühen das Rätsel um den „Heilland“ zu lösen, ereignen sich im Dorf immer neue Wunder, was regelrechte Pilgerscharen nach Graig lockt.
    Mystische Religionsgeschichten üben seit jeher eine geheimnisvolle Anziehungskraft auf uns verzivilisierte Menschen aus, wünschen wir uns insgeheim doch, unsere Welt wäre etwas weniger rational, ließe hin und wieder etwas mehr Platz für Wunder.
    Genau solche Wunder sind es, von denen es in „Messias“ so zahlreiche gibt. Hin und wieder fand ich die Dinge überzogen, was wohl an mir selber liegt. Denn genauso wenig, wie ich mich für den redenden Vogel in Ralf Isaus „Messias“ begeistern konnte, mag ich die laufenden Bäume in „Herr der Ringe“.
    Vergnüglich war die zeitweise Unschärfe zwischen Realität und Fiction (Wunder) aber allemal. Liebenswert die schrägen Vögel im irischen Dorf. Interessant und Lebensnah die Familiengeschichten.
    Als sich der Schleier endlich zu lüften beginnt, erhoffte ich mir etwas mehr Tempo, was der Autor leider nicht zustande brachte. Vom „großen“ Finale war ich enttäuscht. Zuviel ungelöste Rätsel, zuviel Fantasie. Auch wusste ich nicht, dass man, um „Messias“ zu verstehen, zuerst „Die Dunklen“ von Isau gelesen haben sollte.
    Es ist immer schwierig, ein gerechtes Urteil über ein Buch zu fällen, vor allem dann, wenn einem das Genre nicht tief ins Herz gewachsen ist. Meine Bewertung müsste eigentlich drei Sterne umfassen. Doch der spannenden und immer wieder überraschenden Handlung wegen, gebe ich Ralf Isau für „Messias“ dann doch noch einen Stern mehr.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Toschi3s avatar
    Toschi3vor 7 Jahren
    Rezension zu "Messias" von Ralf Isau

    Das Wunder von Graig
    In einer irischen Kleinstadt ereignet sich die Wiederauferstehung Jesus’ – ein Wunder oder doch nur gut gemachte Scharlatanerie? Der vatikanische Gesandte, der die Geschehnisse aufklären soll, wird an den Schauplatz seiner eigenen Vergangenheit geschickt ...
    Mit diesem Buch legt Ralf Isau eine spannende Mischung zwischen religiöser Geschichte und Kriminalfall vor. In einem flüssigen Schreibstil führt er den Leser durch die Entwicklungen und überraschenden Wendungen des Romans. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und damit sehr leicht zu lesen. Die Aktualität der einbezogenen tatsächlichen Ereignisse geben dem Fall zusätzlichen Reiz.
    Leider schafft es der Autor nicht, die Spannung über das gesamte Buch aufrecht zu erhalten, manche Handlungsabschnitte ziehen sich etwas in die Länge. Dennoch ist die Geschichte gut aufbereitet und viele Leser werden gespannt mitverfolgen, wie sich die wundersamen Geschehnisse entwickeln.

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    Auroras avatar
    Auroravor 8 Jahren
    Rezension zu "Messias" von Ralf Isau

    Am Anfang war ich dem Buch gegenüber sehr skeptisch, obwohl ich schon mehrere Fantasy-Bücher von Ralf Isau gelesen habe. Aber so ganz konnte ich mir einen Thriller von ihm nicht wirklich vorstellen. Zumal es dann auch noch um eine mehr oder weniger kirchliche Handlung beinhaltete - ich bin alles andere als gläubig.

    Je mehr ich dann allerdings von dem Buch las, desto besser gefiel mir dessen Handlung und ich konnte mich gut in Hester McAteer hineinversetzen, der - so wie ich - nicht an wahre Wunder glaubt.

    Auch dass erst im letzten Kapitel alles einen wirklich Sinn ergibt und alles noch einmal gründlich auf den Kopf gestellt wird, gefiel mir sehr gut. Deshalb bekomm dieses Buch von mir - trotz der anfänglicher Skepsis - volle fünf Sterne!

    Kommentieren0
    11
    Teilen
    steffisiesss avatar
    steffisiessvor 8 Jahren
    Rezension zu "Messias" von Ralf Isau

    Als echter Isau Fan fand ich natürlich auch dieses Buch sehr lesenswert. Schön, dass er mal wieder was für Erwachsene geschrieben hat. Die Religion fließt in die Geschichte ein ohne zu aufdringlich zu sein. Ein bisschen Fantasy und Liebesgeschichte und fertig ist ein wunderbarer Roman.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    anushkas avatar
    anushkavor 8 Jahren
    Rezension zu "Messias" von Ralf Isau

    Interessante Einblicke in die Wunder-Industrie

    In einer Kirche in Graignamanagh - kurz: Graig - in Irland haben der 103jährige Hausmeister und der alte Pfarrer eine Vision. Danach liegt ein nackter Mann vor ihnen auf dem Boden, mit Verletzungen an Händen und Füßen und einer Dornenkrone neben dem Kopf. Auf Hebräisch bittet er um Hilfe. Er erwacht erst wieder im Krankenhaus. Da hat die Wunder-Maschinerie der Kirche jedoch schon begonnen ...
    Währenddessen sendet der Vatikan seinen "Bluthund" aus, der das Wunder prüfen und nötigenfalls demontieren soll, denn eine Anerkennung des Wunders kann weitreichende Folgen haben. So kehrt also Hester McAteer nach Irland zurück, wo ihn eine bewegte Vergangenheit erwartet. Als jedoch Leute wie beim jüngsten Gericht vom Blitz erschlagen werden, wird die Aufdeckung des vermeintlichen Betrugs immer dringender.

    Isaus Idee an sich ist ziemlich provokant und für einen Dan-Brown-Fan wie mich sehr spannend. Allerdings wurde die beim Lesen in mir entstehende Andächtigkeit und Neugier zunächst immer wieder durch flapsige Bemerkungen und wenig komische (bzw. teilweise unangebrachte) "Witze" und Metaphern gebremst. Der Sprachstil war für mich anfangs mehr als gewöhnungsbedürftig und lies bei mir den Gedanken an eine Satire aufkommen, da man genau zu merken glaubt, der Autor würde die Geschichte selbst nicht ernstnehmen. Doch mit aufnehmender Fahrt der Geschichte konnte ich mich auch immer mehr mit dem Schreibstil des Autors anfreunden und fand schließlich einige Dinge doch sehr witzig. Besonders hat mir der Charakter des Seamus gefallen, der trotz seines Alters noch ziemlich fit und schlagfertig war. Allerdings nervte mich dann wiederum etwas, dass der Autor versuchte, englische Sprachwitze einzubauen, die jedoch so in einem deutschen Buch nicht funktionieren und in den nachfolgenden Sätzen extra erklärt werden mussten. Das wirkte auf mich ungeschickt.
    Die Geschichte an sich konnte mich jedoch fesseln und ich war mir lange nicht sicher, in welche Richtung sie sich schließlich entwickeln wird. Die Aufschrift "Thriller" ist da etwas kontraproduktiv. Viel faszinierender fand ich, dass das Buch auch auf der Piper Fantasy Webseite geführt wird, was dann doch verunsichert hinsichtlich der Auflösung. Denn das Buch lebt durchaus vom Glauben. Handelt es sich nun um einen Betrug oder doch um himmlische Intervention? Mystik ist in diesem Buch auf jeden Fall enthalten. Gleichzeitig zeigt der Autor jedoch auch die (fiktiven) Machenschaften im Vatikan, aber auch die wirtschaftliche Seite der Wunderindustrie auf. Man kann leicht nachvollziehen, dass die Kirche durchaus eine Kontrollinstanz benötigt.
    Unsympathisch fand ich hingegen Teile des Nachwortes, in dem der Autor sich entschuldigt, falls einige Dinge im Sinne der Geschichte übertrieben und unglaubwürdig wirken sollten. Diese sollte man dann einfach nicht hinterfragen, sondern doch einfach mal an Wunder glauben. Sorry, aber so plump hat noch keiner Fehler herunterzuspielen versucht. Ich lege beim Lesen Wert auf gewisse Dinge und versuche immer, bei allen Büchern den gleichen Maßstab anzulegen. Da jetzt in einem Buch über grobe Schnitzer hinwegzusehen, bloß weil es sich um ein Buch über Wunder handelt, finde ich eine anmaßende Forderung.

    Alles in allem hat mich das Buch jedoch gefesselt und die Geschichte war innovativ, wenn letztlich dann doch etwas hollywood-mäßig beendet. Ich habe es aber innerhalb kürzester Zeit fertiggelesen und habe mich auch des Öfteren gefragt, ob das Wunder nun echt ist oder nicht. Insgesamt konnte mich dieses Buch also überzeugen.

    Kommentieren0
    22
    Teilen
    Leelas avatar
    Leelavor 9 Jahren
    Rezension zu "Messias" von Ralf Isau

    In dem irischen Dorf Graiguenamanagh geschieht ein vermeintliches Wunder: In einer Kirche taucht wie aus dem Nichts ein Mann auf dem Altar auf, der sich an nicht zu erinnern, nur Hebräisch zu sprechen scheint und zudem auch noch die für Jesus typischen Kreuzigungsmale aufweist. Er selbst behauptet auch noch, sein Name wäre Jeshua, was ein anderer Name für "Jesus" ist. Die Kirche riecht einen großangelegten Betrug - und natürluch ist ihr daran gelegen, dass der Betrüger als ein solcher entlarvt wird und im Gefängnis landet. Glücklicherweise hat sie einen irischen Ehrenkaplan in ihren Reihen, der aus besagtem Dörfchen stammt und als effektiver Ermittler in Sachen falschen Wundern geschätzt wird. So fällt es Hester McAteer zu, noch einmal zu seinem Geburtsort zurückzureisen, obwohl ihm gar nicht viel daran gelegen ist. Auch für ihn scheint es jedoch klar zu sein, dass der plötzlich aufgetauchte Jesus ein ein Betrüger sein muss, so glaubt er doch nicht an so etwas wie Wunder.
    Während er in Graiguenamanagh seine Ermittlungen aufnimmt, geschehen jedoch weitere "Wunder" in der Dorfkirche, zwei Kleinkriminelle scheinen von einem göttlichen Blitz dahingerafft worden zu sein und die Gläubigen werden langsam immer hysterischer, denn für sie scheint klar zu sein, dass es sich bei Jeschua um den auf die Erde zurückgekehrten Jesus zu handeln scheint. Was steckt dahinter?

    Als ich zuerst das Titelbild des Buches und den Namen gesehen habe, war ich etwas skeptisch, denn ich glaube nicht an Gott oder Wunder. Den Namen 'Ralf Isau' kenne ich jedoch für Thriller und Fantasy-Romane, auch wenn ich vor "Messias" noch keines seiner Bücher gelesen habe. Letztendlich stellte sich auch bereits auf den ersten Seiten des Buches Entwarnung ein, denn man muss nicht religiös oder abergläubig veranlagt sein, um diese Geschichte zu mögen. Was bereits am Anfang auffällt, ist, dass Ralf Isau eine wirklich eindrucksvolle Art, zu erzählen, sein Eigen nennt: Er erzählt zwar eine ernsthafte Geschichte, schafft es jeodhc immer wieder, ein wenig Humor und Ironie in die Erzählung einzustreuen, ohne das Buch zu einer Art Komödie zu machen (was nicht angemessen wäre). So begegnet man am Anfang allerhand Witzen über die Iren und die irische Sprache (u.a. wird auf sehr sympathische Weise erzählt, wie man "Graiguenamanagh" ausspricht) und vor allem die Einstellung der Kirche zu vermeintlichen Wundern, neigt immer wieder dazu, dem Leser ein Schmunzeln zu entlocken. Gelgentlich eingestreute Witze tragen ihr übriges dazu bei, um Isaus Erzählweise schlichtweg unwiderstehlich zu machen und es fällt schwer, irgendeinen Charakter nicht zu mögen.
    Was mir im Nachhinein auch wirklich positiv auffiel ist, dass Isau u.a. Fantasyelemente nur sehr dosiert verwendet, man kann dieses Buch also gut als Thriller ansehen - und beim Rest hatte Gott eben seine Finger ein wenig im Spiel.
    Und zu guter Letzt hat Isau es geschafft, einige, wirklich einzigartige Charaktere für sein Buch zu erschaffen: Erst einmal wäre da natürlich Hester McAteer, der wohl sympathischste und bodenständigste Priester, dem man in einem Buch begegnen kann. Sollte Isau jemals ein weiteres Buch schreiben, in dem er eine Rolle spielt, wäre ich prompt dabei (anscheinend spielt er in "Die Dunklen" immerhin eine Nebenrolle). Auch die Nebencharaktere werden wirklich gut beschrieben und haben eine eigene Persönlichkeit, blass oder farblos beschrieben wird hier niemand und vor allem Charaktere wie Kardinal Avelada fallen durch eine wirklich gelungene Charakterzeichnung auf (gut, der Zyniker in mir fühlte sich bei Avelada sowieso gleich angesprochen).

    Isau schafft es wirklich perfekt, eine spannende und undurchschaubare Handlung mit exzellent beschriebenen Charakteren und einer Prise Humor zu verbinden. Dabei ist er auch noch wirklich originell - was will man also mehr? Da gibt es eine klare Antwort: Eine Fortsetzung, und zwar zackig!

    Kommentieren0
    23
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks