Ralf Jörg Raber Wir sind wie wir sind

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wir sind wie wir sind“ von Ralf Jörg Raber

Das „Lila Lied“ (1920) wird noch heute als schwul-lesbische Hymne gesungen. Die erste „schwule Platte“ aber war ein Couplet Otto Reutters: „Und jeder kriegt 'nen Schreck, kommt Hirschfeld um die Eck.“ Schallplatten waren das erste Massenprodukt der modernen Unterhaltungsindustrie. Ralf Jörg Raber stellt selbstbewusste Stimmen und Texte vor, die den Sprung in dieses Medium schafften. Er zeigt, wie sich dort auch Klischees, Hohn und Spott breit machten, wie Schwule in die Camouflage auswichen. Später eroberten Liedermacher und Schlager, Lesbenbands und schwule Formationen das Terrain, und gerade in jüngster Zeit holt der Hiphop zum homophoben Gegenschlag aus. Mit viel Herzblut erzählt Raber die Kulturgeschichte der Homosexualität im Echo der Schallplatte, liefert eine Fundgrube, die noch den kuriosesten Erscheinungen nachgeht und sie kenntnisreich einordnet.

Stöbern in Sachbuch

Green Bonanza

Viele neue Gerichte mit bekannten Gemüse

Lindenblomster

Freundinnen

Eröffnet neue Sichtweisen zu Freundschaften, die für jeden wertvoll sind/nützlich sein können. Eine interessante Lektüre!

Tankrastra

Mein Kind ist genau richtig, wie es ist

Ein lesenswertes Sachbuch über die Entwicklung des eigenen Wesens- Nicht nur für Eltern Lesenswert!

Diana182

Glück besteht aus Buchstaben

Letztlich eher enttäuschend. Die Autobiographie nahm mehr Raum ein als die Bücher. Außerdem ein paar Taktlosigkeiten.

rumble-bee

Gemüseliebe

Kochbuchliebe!

kruemelmonster798

Was das Herz begehrt

Tolles Buch mit vielen Erklärungen über unser Herz.

Linda-Marie

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Wir sind wie wir sind" von Ralf J Raber

    Wir sind wie wir sind
    TheSaint

    TheSaint

    19. October 2010 um 22:34

    Alles zum Thema "Homosexualität auf Tonträger" begann im April 1908, als die andauernden Prozesse um den größten Sittenskandal des Kaiserreichs - die Eulenburg-Affäre (ein Journalist hatte den Fürsten zu Eulenburg und dessen Freund Kuno Graf Moltke als homosexuell geoutet) - die Öffentlichkeit beschäftigte und den Sexualforscher Dr. Magnus Hirschfeld als Sachverständigen ins Rampenlicht rückte, der Moltke "ein von den Gefühlen der Mehrheit abweichenden Zustand... wider die Norm... aber nicht wider der Natur" attestierte und somit für den Freispruch des Journalisten sorgte, Inhalt eines Spottliedes des Gesellschaftshumoristen Reutter wurden. Reutter's Lied vermittelte, daß überall wo Hirschfeld auftauche, nichts mehr "normal" bleibe... Der Titel des Liedes: "Der Hirschfeld kommt". Der Autor Raber nimmt uns von jenem April 1908 kurzweilig und höchst informativ mit auf eine interessante Reise durch die Welt der Schellacks, des Vinyl's bis herauf zu den CD's. Ausholend, ausleuchtend und akribisch werden die Geburtswehen, die Stolpersteine, die kleinen Erfolge aber auch die Rückschläge bis in die heutigen Tage und den Veröffentlichungen zum Thema Schwulen-Bashing der fragwürdigen Musiker Bushido, G-Hot & Co. erörtert. Der Leser erfährt von Beiträgen solch namhafter Größen wie Udo Lindenberg, André Heller, Nina Hagen oder Herbert Grönemeyer zum Thema Homosexualität. Und man ist erstaunt über die Tatsache, dass in der ehemaligen DDR der Homosexuellen-Paragraph 1988 gestrichen wurde - 1994 erst in der BRD! Das Buch ist ein Fundus für den Liebhaber solcher Lieder wie "Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehn", "Das bleibt immer ein Geheimnis" oder den Georg Kreisler-Texten - wunderbar interpretiert von Tim Fischer - oder einfach für den Freund von Musik generell!

    Mehr