Ralf König Barry Hoden - Im Weltall hört dich keiner grunzen

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Inhaltsangabe zu „Barry Hoden - Im Weltall hört dich keiner grunzen“ von Ralf König

Jenseits des Schlurchlochs

In Konrad und Paul - Raumstation Sehnsucht tippte Freizeitautor Paul Niemöser seinen ersten Science-Fiction-Roman in den Laptop. Am Ende rast Astronaut Barry Hoden mit seinem Raumschiff «Libido XL» ungebremst und steuerlos ins tiefe, unbekannte All. Doch damit fängt die Story erst an!
Weil sein Freund Konrad ihm rät, es ausnahmsweise mal mit «literarischem Anspruch» statt mit «Pimmelgeschichten» zu versuchen, schickt Paul die «Libido» zähneknirschend auf eine eher ungeile Odyssee ins Weltall: Durch ein kosmisches Schlurchloch stürzt das Raumschiff durch eine Raum-Zeit-Schleuse in ein fremdes Sonnensystem. Dort ist der Homo Sapiens ausgestorben, Barry begegnet nur Nacktschnecken, Schuppenflechten und anderen gewöhnungsbedürftigen Aliens. Die erschreckende Erkenntnis: Es gibt keine behaarten, geilen Kerle mehr! «Evolution ist ein Arschloch!», brüllt Barry verzweifelt und irrt einsam durch ein testosteronverödetes Universum. Da kreuzt plötzlich Edelnutte Trulla seinen Weg, und mit ihr Schlurchloch-Wissenschaftler Gon Rath, Techniker Schlamm Bratz und schließlich PIN, das erste Navigationssystem mit Penisneid! Es kommt wie geahnt: Spätestens nach der dramatischen Notlandung auf dem Planeten Prepution hat Paul die Nase voll von «Anspruch»: Was hier auf allen Vieren herumstapft, ist tierisch behaart und verhält sich auch sonst wenig kultiviert. Jetzt heißt es: GRUNZ!
Folgen Sie Weltraumheld Barry Hoden und seiner «Libido» in unendliche Weiten unterhalb jeder Gürtellinie! Paul Niemöser setzt neue Tiefpunkte in der Science- Fiction-Literatur, kritisch kommentiert von Konrad, Brigitte und Schwester Edeltraut – die sich in Pauls Roman wenig erfreut als Gon Rath, Frigitte und Trulla wiederfinden.

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    Barry Hoden - Im Weltall hört dich keiner grunzen

    thursdaynext

    Nach Lektüre von Ralf Königs „Barry Hoden“ bin ich erneut im Zwiespalt. Einerseits gibt es da Tom den TAZ Comiczeichner, dem ich tiefste Verehrung entgegebringe. Dann wäre da auch noch Saga , die abgefahrene neuentdeckte SciFi Comic Serie des Herzens. Reiser ist leider verstorben, Zits wiederholt sich. Uli Stein ist ein Konservativer dessen Hang zum Absurden in seinen Tagebüchern nichtsdestotrotz teils grandiose Anklänge zeigt , doch nur König wagt sich zugleich in die unendlichen Weiten des Weltalls und der Beziehungsdarstellungen und wird damit seinem Nachnamen wieder einmal mehr als gerecht. Niemand geringeren als Perry Rhodan, den starken und gerechten *gacker* Herrscher des Universums und der Schundscifis schickt er dazu auf Reisen. Noch dazu gespielt von Paul, „ Barry Hoden bin ich auch nicht.“ „Der hat aber einen großen, dicken, wohlgeformten.“ Naja, irgendwelche Charkterzüge des Autors fliessen immer mit ins Werk.“ dem virilen kleinen Schwulen mit Hang zu behaarten Männern und Schriftstellerischen Ambitionen. Eine Paraderolle. Und wieder überrascht, wie schon in Traumstation Sehnsucht (unbedingt zuvor lesen!), wie sich der SciFi Jargon in das leicht pornographisch inspirierte Königcomic integriert. Auch die Dialoge sind einzigartig. : „Boah, das ist ja wohl mit Abstand das Versauteste was ich je gehört habe.“ „Man kann was draus machen. Stimmt.“ Und König macht. Einen Comic über die Verwirklichung des geheimen Traums aller in langjährigen Beziehungen glücklich vor sich hin existierenden Individuen. Paul, alias Barry darf diesen Traum leben. Eine waschechte Space Opera in buntesten Farben und Ideen. Sicher mag es Frauen, oder Männer, oder Transsexuelle geben die wie Frigitte aus dem Buch der Meinung sind: „Es ist sexistischer, frauenfeindlicher, sinnfreier Bockmist.“ Das muss frau/man als ihre freie Meinung akzeptieren. Die lesen dann bitte was anderes. Ich hab mich bei Lektüre weggeschmissen vor Lachen. Als SciFi Liebhaberin und Menschin die dem männlichem Genital im fröhlich winkendem Unruhezustand zugetan ist, bin ich sowohl illustratorisch, als auch intellektuell und Plotmässig auf meine Kosten gekommen. „Welchen Unterhaltungswert hat Science Fiction ohne geile Kerle?“ EBEN ! Noch dazu, wenn so schamlos gut aus allen SciFi Filmen geklaut , äh, zitiert wird. Und es einen Copiloten und Chefmechaniker namens „Schlamm Bratz“ der der „Libido XL“ (Barrys antiquiertem Raumschiff) wieder auf die Sprünge hilft und über in- wie externe Qualitäten verfügt. Fazit: Humor: prallsatt, bis zum Anschlag. Anspruch: durchaus vorhanden. Space Opera Potential : Hoch. Schnapfgacken: vorhanden! Farbig: Yepp! Evolution: „...ist ein Arschloch.“ Einziges Manko : Keine Paul Lyrik. Nicht mal Vogonenlyrik. Nada niente. Egal! 5 Sonnen und meinen Dank an R. für den Verleih, ich muss es allerdings zur Sammlungskomplettierung doch noch käuflich erwerben. ;)

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  • Evolution ist ein Arschloch!

    Barry Hoden - Im Weltall hört dich keiner grunzen

    rallus

    "Evolution ist ein Arschloch". Das ist die Quintessenz von Barry Hoden, der nach einem Fall in ein kosmisches Schlurchloch (und das auch noch während eines fantastischen Blowjobs mit Brick Hunter) in einem Paralleluniversum landet, wo er bald in einem Alienpornokino einen Job findet. Das hindert seine Mutter aber nicht daran, ihn zu finden und ihn telefonisch per Ferngespräch an den Muttertag zu erinnern. Turbulent wird es erst, als sich Trulla mit einem heiligen Liebhaber in sein Pornokino verirrt. Nur der Wissenschaftler Gon Rath kann Barry vor den Alien retten und verliebt sich unrettbar in ihn. Doch hier kommt die Evolution wieder ins Spiel, denn die Männer von morgen haben weder Haare, Hodensack noch Brustwarzen. Nur Paul Niemöser kann sich so etwas ausdenken, doch ist dieses SF-Werk so wirklich nach seinem Geschmack? Er, der sich nach dem großen, schwitzenden, behaarten Mann seiner Schwester im ersten Band (Raumstation Sehnsucht) verzehrte und der geläutert zurück zu seinem Ehegatten Konrad kam, möchte, nein soll jetzt, kunstvolle, erhabene SF-Literatur schreiben. So jedenfalls die Idee seines Gatten Konrad. Doch lange lässt er die Haare nicht raus aus seinem Roman und so wird der zweite Teil seines SF Schmachfetzen, nach dem direkten Flug unter die Gürtellinie mit Libido XL auf den Planeten Prepution, doch recht deftig. König wildert ungeniert in SF-Klassikern wie Alien oder 2001 Odyssee im Weltraum, dessen neurotischer Computer HAl auch bei Barry vorkommt - nur hier mit Penisneid versehen. Dabei sind alle Personen des Buches im Buch auch die näheren Verwandten und Bekannten von Paul Niemöser, in satirischer Übertreibung. Einmal losgelassen und dem Piepsen seines Gayradars folgend, stürzt sich Barry, gleich nach der Landung, auf die haarigen Ureinwohner von Prepution, die gleich mehrere Penisse haben. "Ja ich habe Bewusstsein und den Astronautenschein, aber doch stehe ich noch mit einem Bein im Urschlamm." König ist gar nicht mehr zu bremsen, nach einem halben Buch voller Schmalspur-Hormoneinlagen wird das ganze aufgestaute Testosteron auf den Leser ausgeschüttet.  Barry verausgabt sich "...als auch noch bordellrot der Mond aufging und die Landschaft in puffiges Licht eintauchte" war der Himmel nahe, doch besser wird es noch: "Diesen Griff hier, befand Barry Hoden (übrigens noch viele Jahrzehnte später im Rückblick auf sein abenteuerliches Leben im All) diesen kurzen Griff sollte jeder wirkliche Kerl einmal erlebt haben! Dieser Griff hier war der Schlüssel gleichzeitig zu metaphysischem Seelenheil, allgemeinem Weltfrieden und unterste Schublade! Dieser Griff war schlichtweg.... der Hammer!!" Und so langsam versöhnt sich Barry wieder mit der Evolution:  "Vielleicht sind Hodensäcke und Sahnebolzen die sinnvollere Alternative" Ein prallvoller bunter Band von über 220 Seiten, der auch zeichnerisch wieder voll überzeugt. Eine ziemliche deftige Fortsetzung von Raumstation Sehnsucht, die nicht mit soviel Subtilität und Wortwitz wie der erste Band aufwarten kann, dafür aber mit mehr Haaren.  

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    thursdaynext

    19. November 2014 um 16:49
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