Kopf oder Zahl

von Ralf Kurz 
4,4 Sterne bei32 Bewertungen
Kopf oder Zahl
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clary999s avatar

Spannend mit einem brisanten Thema!

katze267s avatar

toller Krimi mit mathematischem Hintergrund

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Inhaltsangabe zu "Kopf oder Zahl"

Wenn ihr alles über mich wisst, dann gibt es auch jemanden, der alles über euch weiß. Der Freiburger Professor Baer wird grausam zugerichtet aufgefunden. Schneller, als es Bussard und seinem Team lieb sein kann, entwickelt der Mordfall eine internationale Brisanz. Unterhielt der undurchsichtige Professor, der seine Freizeit gerne an Pokertischen verbrachte, doch enge Kontakte in den Mittleren Osten. Eine E-Mail-Korrespondenz zu einem iranischen Atomphysiker führt schließlich dazu, dass die international in Verruf geratene National Security Agency (NSA) im beschaulichen Freiburg ihre Aufwartung macht - auf ihre Weise, versteht sich. Als der brisante Fall an das BKA übergeben wird, erfahren Kommissar Bussard und seine neue Kollegin Anja Hill, dass auch die Telefone und PCs der Freiburger Ermittler von der NSA überwacht werden. Aus der Ermittlung ausgebootet, macht Bussard den Fall zu seiner eigenen Angelegenheit. Denn längst geht es nicht nur für ihn um viel mehr, als um Schuld und Gerechtigkeit in einem Mordfall. Kopf oder Zahl, Bussards vierter Fall, wirkt beklemmend, weil er viel näher an der Wirklichkeit liegt als uns allen lieb sein kann. Ralf Kurz hat sich in Sachen Thriller wohl endgültig in die erste Liga der Spannungsautoren katapultiert. (Schwarzwälder Bote)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783954281572
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:320 Seiten
Verlag:Wellhöfer, Ulrich
Erscheinungsdatum:22.09.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    cvcoconutvor 3 Jahren
    Welt der Zahlen

    Mal wieder ist ein Mord geschehen, wobei es mehr wie eine Hinrichtung aussieht. Ein Mathematiker wird durch einen Genickschuss getötet. Bussard sein Team wird aufgestockt und so langsam kommt Leben in das Ganze. Sie sind recht schnell auf einer heißen Spur, werden dann aber recht schnell von der NSA ausgebremst. Die Geschichte beleuchtet ein bisschen die Welt der Mathematik und wie viel in unserem Leben eigentlich damit zusammen hängt. Auch die ganzen Problematik der Spionage und dem Abhören ist ein wichtiger Punkt. Es ist teilweise schlimmer, als man sich vorstellen kann. Um ein bestimmtes Weltbild zu wahren, ist alles möglich, egal wie hoch der Preis ist.

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    Kopf-Kinos avatar
    Kopf-Kinovor 3 Jahren
    »Menschen lügen, Zahlen nicht.«

    Jeder von uns schuldet dem Tod ein Leben.

    Die Putzfrau des Freiburger Professors Dr. Baer macht einen grausamen Fund: Ihr Arbeitgeber wurde in seiner eigenen Wohnung an einen Stuhl gefesselt und erschossen. Die Todesursache, ein Genickschuss, lässt rasch auf einen Racheakt schließen. Der erste Verdächtige ist rasch gefunden.

    Weshalb jedoch wurde das Opfer vor seiner Hinrichtung verhört? Hängt dieser Mord etwa mit dem rätselhaften Tod der 68-jährigen Frau Steiert, die eigentlich kerngesund war, zusammen?

    Dies sind einige der vielen Fragen, mit denen Kommissar Bussard samt seiner neuen Kollegin Anja Hill, die gegen ihren Willen von der Gruppe Wirtschaftskriminalität zur Gruppe Gewaltverbrechen versetzt wurde, konfrontiert wird. Als sich unerwartet sowohl ein US-Geheimdienst als auch das BKA einschaltet, überschlagen sich die Ereignisse , deren Fangarme bis in die Wirtschaft, zu den Großbanken greifen . Die Tragweite des Mordfalls scheint somit kein Ende zu finden...

    »Weißt du eigentlich, was totale Kontrolle bedeutet? Wenn ihr alles über mich wisst, dann gibt es auch jemanden, der alles über euch weiß. Ist dir das schon einmal durch den Kopf gegangen?«

    Vorab möchte ich noch erwähnen, dass 'Kopf oder Zahl', Bussards vierter Fall, mein erster war. Da der Roman jedoch eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte präsentiert, konnte ich den Krimi problemlos - sprich ohne Vorkenntnisse - lesen.

    Kurz hat mit diesem brisanten Fall einen beklemmenden Roman geschaffen, dessen hochaktuelle Thematik näher an der Realität liegt, als mir lieb ist. Wenn Orwell wüsste... Grundsätzlich finde ich großes Gefallen an Büchern, die mir Einblicke in diverse Themenbereiche bieten. Somit konnte der Roman mit seinen geschickt eingefügten Wissenshäppchen bei mir punkten.

    Die Nummerierung der Kapitel, die zunächst an ein Mängelexemplar erinnern, fand ich sehr kreativ gewählt. Aufmerksame Leser werden somit bereits erahnen, in welche Richtung der Kriminalfall gehen könnte. Mehr möchte ich jedoch dazu nicht sagen. Hier sollte jeder selbst knobeln und mitfiebern. Ach so: Selbst wenn man diesen „Code“ geknackt hat, bekommt man nicht leicht heraus, wer der Täter war. Mit möglichen Fährten wurde hier wahrlich nicht gegeizt.

    Die mathematischen Inhalte des Romans sind verständlich und dank lebendigen Dialogen sehr gut dargestellt. Am Punkt angelangt, bei dem der Laie der höheren Mathematik nicht mehr folgen kann, steigen selbst die Kommissare aus.

    Obwohl ich kein vielseitiger Krimileser, sondern ein auf Sherlock Holmes eingeschossener Doyle-Fan bin, wage ich jedoch zu behaupten, dass ein Kriminalfall mit dieser interessanten Thematik Seltenheitswert besitzt.

    Sprachlich fand ich die ersten Seiten mit ihren gut gewählten Analogien und Wortspielen am stärksten – gerne hätte ich in diesem Stil weitergelesen, was aber (zugegeben) nicht sinnvoll gewesen wäre. Der Schreibstil des Romans ist flüssig und einfach, jedoch keinesfalls primitiv, sondern solide gehalten. Die Schauplätze sind detailliert umschrieben, sodass man sich gut zurechtfinden kann. Hier und da lassen sich schöne Gedankengänge und Bilder finden, wie beispielsweise:

    Das zwölfstöckige Hochhaus war funktional, schlicht und schnörkellos und die Farben, mit denen die Balkone gestrichen waren, übertünchten kaum die Tristesse des Betonbaus, in dem es viele Wohnungen, aber kaum ein Zuhause gab.

    Die Kommissare agieren authentisch und wirken dem wahren Leben entsprungen. Besonders Bussard, der „einsame Wolf“, war mir mehr als sympathisch. Für seine teilweise trockenen Sprüche á la »Natürlich kann ich kochen. Ich kann ja auch essen.« hätte ich ihn manchmal am liebsten knutschen können! Sein Privatleben wird lediglich grob skizziert, was ich angesichts des momentanen (?) Hypes 'abgefuckter Cop' ganz angenehm fand. Bei Bussard läuft gewiss nicht alles glatt; dennoch ist er eine bodenständige Person, dessen Charakter eine gute Mischung aus 'normal' und 'ein wenig eigen' aufweist.

    Tja, bei seiner neuen Arbeitspartnerin Hill hege ich gemischte Gefühle... einerseits hat sie Potenzial, da sie ein kluges Köpfchen und leidenschaftliche Teetrinkerin ist, aber andererseits mäkelt sie sogleich am ersten Arbeitstag an Bussards langen Haaren und lässigen Kleidungsstil herum. Dass ihr anfangs noch Fehler unterlaufen, macht sie jedoch sehr menschlich. Bussard kommentiert dies zum Glück keinesfalls altmeisterlich, sondern steht ihr helfend zur Seite.

    Der Rest des Teams fand ich einfach amüsant und sympathisch. Da wären zum einen der Pathologe Münchrath, der beim Sezieren der Leichen bevorzugt Blues hört, und zum anderen die Leiterin des Polizeiarchivs, Gaby Tröger – auch „das Gedächtnis“ genannt – mit ihrer fanatischen Ordnungsliebe.

    An sich ist der Roman nicht reißerisch oder gar arg blutig geschrieben, sondern bietet zum Finale hin ein paar 'Actionszenen', wenn sich die Lage mehrmals zuspitzt. Somit lässt sich der Krimi auch jenen mit eher schwachen Mägen (wie mich) empfehlen.

    Ein nettes Bonbon stellen die versteckten Erwähnungen der Titel der bisherigen Bussardromane dar. Diese wirken jedoch - im Vergleich zu Houllebeques 'Karte und Gebiet' - nicht aufdringlich, sondern eher wie ein Augenzwinkern für Kenner der Krimireihe. Wer diese entdecken möchte, sollte wie ich die Titel im Kopf haben.

    Das Ende war für mich übrigens überraschend und meiner Meinung nach gut gewählt.

    Schade fand ich, dass mir der Ermordete eher fremd blieb, aber das ist wohl Geschmackssache.

    Nun ist Krimi, wie bereits erwähnt, weniger meine bevorzugte Lesesparte (außer Holmes!). Somit wird wohl kaum ein zeitgenössischer Krimi das Podest, auf das ich Doyle setzte, erreichen können. Zusammengefasst unterhielt mich Kurz' Roman gut und vergegenwärtigte mir aktuelle und mir noch unbekannte Themen. Spannend fand ich den mathematisch angehauchten Krimi auf jeden Fall.

    Auf den Autor stieß ich übrigens dank seines historischen Romans 'Der Diplomat', der mir aufgrund des Genres mehr zusagte als der Krimi. 

    PS: Sollte der Autor diese Rezension lesen, habe ich im Zuge des Gemunkels anderer Rezensionen, Bussard und Hill könnten irgendwann mal eine Beziehung aufbauen, eine bescheidene Bitte: Bitte nicht! :)

    Kommentare: 8
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    katze267s avatar
    katze267vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: toller Krimi mit mathematischem Hintergrund
    Rätselhafter Mord an einem Mathematikprofessor

    Der Freiburger Mathematikprofessor Bär wird grausam ermordet. Kommissar Bussard und seine neue Kollegin, Anja Hill, frisch vom Wirtschaftsdezernat in sein Team versetzt, beginnen zu ermitteln.
    Wo liegt das Motiv für diese Tat?
    Ein Verdächtiger ist der vorbestrafte Sohn des Toten, doch auch eifersüchtige Kollegen geraten ins Visier derErmittler. Da tauchen weitere Opfer auf, auch der Assisstent des Professoers wird ermordet aufgefunden. Bald steht sogar ein Spionageverdacht im  Raum.
    Immer verwickelter gestalten sich die Ermittlungen, zumal auch mathematische Forschungsergebnisse relevanter zu werden scheinen.
    Mir hat der Krimi sehr gut gefallen, mit seinen immer neuen Wendungen und mit dem tollen, weil sehr unterschiedlichem Ermittlerteam, dem sehr aktiven Bussard und der mehr intellektuellen Anja.
    Ausgezeichnet werden auch die mathematischen Grundlagen und deren wirtschaftliche und informationstechnische Relevanz  allgemein verständlich erklärt und damit möglche Mordmotive plausibel gemacht.
    Mir hat das Lesen dieses aussergewöhnlichen Krimis ein spannendes Lesevergnügen beschert und ich würde gern mehr von diesem Ermittlerteam lesen.

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    unclethoms avatar
    unclethomvor 4 Jahren
    Spannende Unterhaltung

    Der Klappentext:

    „Wenn ihr alles über mich wisst, dann gibt es auch jemanden, der alles über euch weiß.“
    Der Freiburger Professor Baer wird grausam zugerichtet aufgefunden. Schneller, als es Bussard und seinem Team lieb sein kann, entwickelt der Mordfall eine internationale Brisanz. Unterhielt der undurchsichtige Professor, der seine Freizeit gerne an Pokertischen verbrachte, doch enge Kontakte in den Mittleren Osten. Eine E-Mail-Korrespondenz zu einem iranischen Atomphysiker führt schließlich dazu, dass die international in Verruf geratene National Security Agency (NSA) im beschaulichen Freiburg ihre Aufwartung macht – auf ihre Weise, versteht sich.
    Als der brisante Fall an das BKA übergeben wird, erfahren Kommissar Bussard und seine neue Kollegin Anja Hill, dass auch die Telefone und PCs der Freiburger Ermittler von der NSA überwacht werden.
    Aus der Ermittlung ausgebootet, macht Bussard den Fall zu seiner eigenen Angelegenheit. Denn längst geht es nicht nur für ihn um viel mehr, als um Schuld und Gerechtigkeit in einem Mordfall.

    „Kopf oder Zahl“, Bussards vierter Fall, wirkt beklemmend, weil er viel näher an der Wirklichkeit liegt als uns allen lieb sein kann.

    Ralf Kurz hat sich in Sachen Thriller wohl endgültig in die erste Liga der Spannungsautoren katapultiert. (Schwarzwälder Bote)
    Quelle: http://www.wellhoefer-verlag.de/index.php?Baden/Kopf_oder_Zahl



    Der Autor:

    Den geborenen Pfälzer, Jahrgang 1961, verschlug es nach dem Abitur nach Freiburg, wo es ihm so gut gefiel, dass er die Stadt zu seiner Wahlheimat erkor. Er erlernte den Kaufmannsberuf, spielte jedoch nebenbei viele Jahre als Gitarrist und Bassist in Rock- und Bluesbands, bevor er mit dem Schreiben begann.
    Seine ersten beiden Romane „Sdaiv – die Entführung der Fußball-Nationalmannschaft“ (Krimi, 2005) und „Die Ziege im Anzug“ (Liebeskomödie, 2008) sowie einige Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien veröffentlichte er unter seinem Pseudonym FREEMAN. Im Jahr 2008 erschien unter seinem eigenen Namen der große, historische Portraitroman „Der Diplomat“ über den Staatsmann und Minister Johann Christian von Hofenfels (1744 – 1787). Mittlerweile ist Kurz zum Krimigenre zurückgekehrt.
    Quelle: http://www.wellhoefer-verlag.de/index.php?Ralf_Kurz


    Die Rezension:

    Ich habe Bussard erst jetzt, im vierten Teil der Buchreihe entdeckt. Der Autor war mir ebenfalls bisher nicht bekannt, aber nach der Lektüre kann ich klar sagen, dass es sicher nicht das letzte Buch aus seiner Feder sein wird welches ich lese.
    Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen, selbst dann wenn man wie hier vom Buch gefesselt wird und die letzten 200 Seiten am Stück liest. Manche Bücher liest man auch so durch aber, irgendwann ermüdet das Buch. Dies war hier nicht gegeben, denn die Spannung kam langsam auf und steigerte sich bis zum Finale immer mehr. Genau das erwarte ich bei einem Krimi, gut gemacht.
    Die Figuren waren gut durchdacht und glaubhaft, die Schauplätze waren ebenso bildhaft, so dass man sich an den Schauplätzen gut zurechtfinden würde.
    Als besonders gut gelungen finde ich die Dialoge, die ich mir durchaus so im realen vorstellen könnte.
    Lobend zu erwähnen auch, dass der Autor geschickt falsche Fährten legte, so dass einem das mitermitteln wirklich nicht leicht fiel und letztlich erst auf den letzten Seiten zu einem Ergebnis kam. Das mag ich bei einem Krimi, wenn man nicht zu leicht herausbekommt wer der Täter war und in welchem Bezug er zum Opfer stand.
    Von mir gibt es hierfür 4 von 5 Sternen

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    G
    GoldHasivor 4 Jahren
    Freiburg-Krimi auf internationalem Parkett

    Zwar ist „Kopf oder Zahl“ Kommissar Bussards vierter Fall, jedoch wie die meisten der großen Fälle literarischer Detektive in sich abgeschlossen und so auch für mich nachvollziehbar, da dies mein erster Bussard-Krimi war.


    Die beiden Hauptcharaktere Bussard und Anja Hill wirken sehr menschlich, was sie sympathisch macht. Auch ihre Vorgehensweise ist nachvollziehbar, das Buch scheint dadurch sehr nah am Leben.

    Die Ermittlungsarbeiten werden spannend geschildert, auch die Verwicklungen auf internationaler Ebene sorgen für zusätzliche Spannung (und lassen das große Ganze für den Leser wieder präsent werden).

    Allerdings bin auch ich der Meinung, dass ein gewisses Ungleichgewicht dahingehend besteht, dass die Opfer recht unpersönlich bleiben, was durch die Geschichte als solche wieder wettgemacht wird.

    Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch.

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    Zsadistas avatar
    Zsadistavor 4 Jahren
    Rezension zu "Kopf oder Zahl"

    Anja Hill, ehemals bei der Wirtschaftskriminalität eingesetzt, wird zum Morddezernat versetzt. Sie ist mit ihrer neuen Situation sehr unzufrieden und kommt Anfangs nicht damit klar. Kommissar Bussard übersieht ihre Abneigung zu seinem Team und nimmt sie willkommen auf. Schon am ersten Tag passiert ein Mord und das Team muss die Ermittlungen aufnehmen. Mathematik Professor Baer wird durch einen Genick Schuss getötet. Das Ganze gleicht schon einer Hinrichtung. Doch lange ermittelt das Team von Bussard nicht in der Sache. Sie bekommen den Fall abgenommen und die NSA mischt sich ein. Doch Baer bleibt nicht die einzige Leiche. Schnell darauf folgt der Tod einer alten Dame, der sich ebenfalls ein Mord heraus stellt. Können Bussard und Hill den Fall zusammen lösen? Wer oder was steckt dahinter? Und kann sich Anja mit der neuen Stelle anfreunden?

    Zum Glück muss man nicht immer alle Protagonisten leiden können. Ich tat mir bei der Figur Anja Hill sehr schwer. Sie ist eine Person, mit der ich persönlich überhaupt nicht zu Recht kommen würde. Leider war mir Anja auch am Ende des Romans noch nicht sympathisch. Bussard hingegen fand ich richtig sympathisch. Er erinnerte mich sehr an „Mick“ Brisgau aus „Der letzte Bulle“.

    Den Aufbau der Geschichte fand ich gut gelungen. Der Spannungsbogen steigerte sich beständig. Der Schreibstil war fliesend und ich konnte kaum aufhören. Dazu kam, dass ich mal wieder gerne mit ermittelte. Auch sind die Kapitel recht kurz gehalten und ich beim Lesen immer noch ein Kapitel nachschieben musste, obwohl ich eigentlich schon aufhören wollte.

    Was man vielleicht extra erwähnen sollte, ist die komische Nummerierung der Kapitel. Am Anfang könnte man meinen, man hat ein Mängel-Exemplar, weil schon Kapitel 1 fehlt. Die Zahlen werden zwar immer seltsamer, haben aber einen Sinn. Auf den man vielleicht am Ende selbst drauf kommt. Ich war in Mathe zwar immer sehr gut, wäre ohne Hilfe aber erst einmal nicht drauf gekommen. Mehr sage ich dazu aber nicht.   

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    Rheinmaingirls avatar
    Rheinmaingirlvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Kopf oder Zahl ist hier die Frage, denn mathematische Elemente spielen mal eine größere Rolle und ist dadurch mal etwas komplett anderes.
    Mathematischer Kriminalroman, der angenehm zu lesen ist.

    Der Freiburger Professor Baer wird ermordet aufgefunden. Der Mordfall entwickelt schnell eine internationale Bedeutung und Bussard und sein Team sind nicht mehr wirklich dafür zuständig. Der Professor hatte vor seinem Tod Kontakte in den Nahen Osten. Besonders eine E-Mail zu einem iranischen Atomphysiker erweckt das Interesse der NSA und der Fall wird an das BKA übergeben. Bussard und seine Kollegin Anja Hill stellen fest, dass sie von der NSA überwacht wurden, und so ermittelt Bussard auf eigene Faust weiter. Ihm geht es bei dem Fall um mehr als nur den Mordfall.

    Bei diesem Fall handelt es sich bereits um den 4. Fall für Bussard und mir gefällt gut, dass der Fall so nah an der Wirklichkeit ist, denn Überwachungen sind an der Tagesordnung.

    Besonders haben mir  die Charaktere von Bussard und Anja Hill gefallen und da der Autor spannend geschrieben hat, hat es mir Freude bereitet mit zu lesen. Die Idee mit den mathematischen Zahlen und schon dem Titel „Kopf oder Zahl“ ist mal etwas anderes und eine schöne Idee. Das Mordmotiv steht mehr im Vordergrund als der Mensch, der  eher weiter im Hintergrund angeordnet ist. Mir gefällt, dass Bussard und sein Team weiter ermitteln und nicht durch den Abzug den Fall komplett auf  Eis legen. Die Nummerierung der Kapitel ist mal etwas komplett anderes und passt perfekt zum Buchtitel.

    Insgesamt ein interessanter Kriminalroman, der etwas für Leser ist, die es spannend mögen und einen Bezug zur Mathematik haben.

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 4 Jahren
    Primzahlen

    Kommissar Bussards Team wird verstärkt. Anja Hill hat sich bereits im Bereich Wirtschaftskriminalität bewährt. Nun muss sie vom Schreibtisch hinaus an den Tatort und den gibt dann auch gleich. Professor Baer unterrichtete und forschte im Bereich Mathematik. Man hat ihn mit einem Schuss ins Genick getötet. Wo ist das Motiv?

    Es dauert nicht lange, bis der Fall von oben zu den Akten gelegt wird. Doch Bussard behält  die Geschichte im Auge. Aber da gibt es ja noch die tote ältere Dame, die so unverhofft starb. Für Arbeit ist also gesorgt.

    Bussard ist ein besonnener Ermittler vom „Typ einsamer Wolf“. Trotzdem mögen ihn die Kollegen und akzeptieren ihn. Anja hat in ihrem alten Job gute Arbeit geleistet und weiß, was sie kann. Ihre Überlegungen sind logisch sie bringt die Ermittlungen voran. Sie prescht aber auch gleich vor und kritisiert ihren neuen Chef wegen seines ungepflegten Aussehens. Hill und Bussard sind ein tolles Team, auch wenn beide so ihre Ecken und Kanten haben. Anja lernt viel bei Bussard, ohne dass dieser überheblich wirkt.

    Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte spannend. Es war schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Alles was mit Mathematik zu tun hatte, war gut und verständlich erklärt. Das auch die NSA ihre Finger im Spiel hat, macht die Geschichte sehr aktuell.

    Eine komplexe und spannende Geschichte.

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    Nicky_Gs avatar
    Nicky_Gvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Wer sich mal so richtig von einem regionalen Krimi überraschen lassen möchte, sollte zu diesem Buch greifen!
    Kopf oder Zahl - ein deutscher Thriller? Aber gerne!

    Der Mathematikprofessor Baer wird regelrecht in seinem Haus hingerichtet. Kommissar Bussard und seine neue Partnerin Anja werden auf den Fall angesetzt, da entdecken sie einen weiteren Toten und die Kreise ziehen sich immer weiter bis die NSA im beschaulichen Freiburg auftaucht.

    Ich war erst ein wenig skeptisch, als ich den Klappentext gelesen hatte und der neue Thriller-Star Ralf Kurz in die erste Liga der Spannungsautoren hebt. Doch schon nach den ersten Seiten mochte ich die Figuren, allen voran den kauzigen Bussard. Für jeden nimmt sich der Autor Zeit, so dass der Leser sie näher kennenlernen kann und das gelingt ihm schon mit wenigen Sätzen oder gezielten Aktionen, z. B. dass Anja ihren Tee immer mitbringt, weil sie keinen Beuteltee mag. Das sind so diese kleinen Spitzen, die diesen Roman lesenswert machen. Auch die Szene, in der Susanne Bach hört, während sie an der Verschlüsselung arbeitet, ist gut durchdacht, gab es doch vor einigen Jahren eine Analyse, inwieweit Bach die Mathematik in seiner Musik angewandt hat. Die sehr hohe Aktualität macht das ganze Geschehen noch greifbarer, und die hohe Komplexität der Mathematik ist auch für einen Laien gut verständlich, so dass man sich nicht verloren vorkommt.

    Am Ende fühlt man sich so, als würde man gute Freunde verlassen, weil man sich ihnen durch die Aktion gegen die NSA verbunden fühlt und auch ein wenig hofft, dass es in der Wirklichkeit ebenfalls Menschen gibt, die sich nicht von der totalen Überwachung und der immer schneller voranschreitenden Technisierung und Computerisierung einschüchtern lassen.

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    sinsas avatar
    sinsavor 4 Jahren
    Mathematische Verwicklungen

    Inhalt:

    Wenn ihr alles über mich wisst, dann gibt es auch jemanden, der alles über euch weiß. Der Freiburger Professor Baer wird grausam zugerichtet aufgefunden. Schneller, als es Bussard und seinem Team lieb sein kann, entwickelt der Mordfall eine internationale Brisanz. Unterhielt der undurchsichtige Professor, der seine Freizeit gerne an Pokertischen verbrachte, doch enge Kontakte in den Mittleren Osten. Eine E-Mail-Korrespondenz zu einem iranischen Atomphysiker führt schließlich dazu, dass die international in Verruf geratene National Security Agency (NSA) im beschaulichen Freiburg ihre Aufwartung macht - auf ihre Weise, versteht sich. Als der brisante Fall an das BKA übergeben wird, erfahren Kommissar Bussard und seine neue Kollegin Anja Hill, dass auch die Telefone und PCs der Freiburger Ermittler von der NSA überwacht werden. Aus der Ermittlung ausgebootet, macht Bussard den Fall zu seiner eigenen Angelegenheit. Denn längst geht es nicht nur für ihn um viel mehr, als um Schuld und Gerechtigkeit in einem Mordfall. Kopf oder Zahl, Bussards vierter Fall, wirkt beklemmend, weil er viel näher an der Wirklichkeit liegt als uns allen lieb sein kann. Ralf Kurz hat sich in Sachen Thriller wohl endgültig in die erste Liga der Spannungsautoren katapultiert. (Schwarzwälder Bote)

     

    Meine Meinung:

    Insgesamt sind die beiden Hauptcharaktere Bussard und Anja Hill sehr sympathisch, auch wenn ich High-Heels als Arbeitskleidung etwas unpassend finde. Der Fall hat mich nicht so sehr mitgerissen, wie ich mir von dem Titel erhofft hatte. Die mathematischen Inhalte sind zwar sehr gut und verständlich dargestellt, insgesamt hat mich die Spannung aber nicht wirklich gepackt. Dafür bleibt das Mordopfer einfach zu unpersönlich. Man kommt ihm nicht nahe. Außerdem steht das Motiv weit mehr im Mittelpunkt als der Mensch. Das Bussard und sein Team nach dem Eingreifen der NSA von dem Fall abgezogen werden, nur um dann doch weiterzuvermitteln, ist mittlerweile auch nicht unbedingt eine neue Erfindung. Wirklich kreativ fand ich die Nummerierung der Kapitel, besser wäre noch gewesen, wenn man dadurch auch einen versteckten Hinweis auf die Lösung bekommen hätte.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    RalfKurzs avatar
    Frisch von der Frankfurter Buchmesse: KOPF oder ZAHL, der neue Kriminalroman von Ralf Kurz (bei Lovelybooks gibt es wohl schon den Klappentext, aber leider kein Foto des Covers).

    Der Mord an einem Mathematikprofessor, verschlüsselte Texte auf einem alten PC und der überraschende Tod einer älteren Dame sind die Variablen, die sich zu diesem Wissenschaftskrimi summieren. Mit den Ermittlungen beauftragt, müssen Kommissar Bussard und seine neue Partnerin Anja Hill bald einsehen, dass sie selbst nur Figuren im Spiel der Großen und Mächtigen sind, denn der lange Arm der NSA reicht weit ...
    Wer an der Leserunde teilnehmen möchte, melde sich bitte unter "ich möchte mitlesen" an. Bei mehr als 30 Anmeldungen entscheidet das Los.
    "KOPF oder ZAHL" ist der vierte Band der Kommissar-Bussard-Reihe.




    katze267s avatar
    Letzter Beitrag von  katze267vor 4 Jahren
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