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Hurra, endlich ein Buch, was uns zu vermitteln vorgibt, wie Manager angeblich wirklich ticken. Das hat uns gerade noch gefehlt. Trotzdem hat der Rezensent drei Anläufe gebraucht, bis er das Buch nach wenigen Zeilen nicht wieder in die erstbeste Ecke geworfen hat. Es war ihm zu anstrengend, wirklich zu anstrengend dem verbindlich-unverbindlichen Manager-Blabla zu folgen, ohne dass eine Armee von literarischen Antikörpern heftigste Abwehrreaktionen einleitete.

Nein, das Buch ist weder indirektuell verschachtelt noch durch Metapherngebirge verschlüsselt - ganz im Gegenteil, denn der Herr Dr. phil. Ralf Lisch hat seine "paradigmatischen" Geschichten in überaus lockerer und allgemeinverständlicher Wortwahl verfasst. Was sauer aufstößt ist lediglich die besondere Ausdrucksweise, die in leitenden Kreisen durchaus Usus zu sein scheint - in Verbindung mit bestimmten Erwartungshaltungen und Voraussetzungen für jenen gehobenen Berufsstand - und die sich haarscharf an der Grenze des Unerträglichen bewegt.

So auch für jene "Hoffnungsträger", welche in der gleichnamigen Geschichte um die verantwortlichen Herren eines traditionsreichen Handelshauses auf Herz und Nieren geprüft werden. Man sucht Managernachwuchs und bemüht sich in diesem Zusammenhang um die Auswahl eines geeigneten Personenkreises. Aus eigenem Haus, versteht sich, denn mit Quereinsteigern hatte man so seine Probleme gehabt. 

Eigene Ideen zu entwickeln war nun wirklich nicht das, was die alten Herren sich vorstellten. Allerdings auch nicht das Ergebnis des "Assessment Center", wo man die "High Potentials" einmal so richtig "durch die Mangel" zu drehen gedachte. Wie auch, denn wer sollte ahnen, dass in dieser erlauchten Runde einmal jemand den Spieß herumdrehen würde ...

Lernen kann man von diesem unterhaltsamen Buch sehr viel, doch wer nach Beendigung der Lektüre tatsächlich verstanden haben sollte, wie Manager wirklich ticken, dem sei herzlich gratuliert. Wie auch immer, ein erfolgreiches Unternehmen zu führen ist ganz einfach: Man sollte "nie zu hoch fliegen und auch niemals zu niedrig". Ha, so einfach ist das. Alsdann den verstaubten Anzug aus dem Schrank holen und rasch das Hemdchen bügeln. Vielleicht sollte man doch noch mal versuchen, die oberen Etagen zu erreichen. Inkompetent sind schließlich immer die anderen.

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