Ralf Prestenbach Heiliger Bimbam

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Inhaltsangabe zu „Heiliger Bimbam“ von Ralf Prestenbach

Drei Vaterunser für eine Erbsenpistole
Was wird aus einem Jungen, der in Deutschlands katholischer Provinz aufwächst? Ganz klar: ein Messdiener. Mit himmelschreiender Komik beschreibt Ralf Prestenbach seine Jugend in Chorhemd und Talar, bei der er so allerhand erlebt hat: Waffengeschäfte im Namen des HERRN, Evas Erbsünde auf dem Spielplatz, Glaubenskriege im Zeltlager und eine gruselige Begegnung mit Adolf Hitler inklusive. Denn mit bestechend kindlicher Logik erkennt der kleine Ralf schon früh: Wenn der HERR der Hirte ist, dann muss man sich mit den Schäferhunden gut stellen.
Witziger und scharfsinniger Rückblick auf eine Kindheit in der katholischen Provinz.

Humorvoll inszinierte Erzählungen aus dem Leben eines jungen Messdieners.

— melli_2897

Witzige Abrechnung mit der katholischen Kirche.

— rallus

Ein wirklich tolles Buch, wenn auch stellenweise etwas zäh. Es gibt einen tollen Einblick in den Katholischen Glauben! Echt nicht schlecht!

— mrsmalu

Eine kurzweilige, urkomische und dabei vor allem kritische Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche - einfach köstlich

— Svenjas_BookChallenges

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  • Richtig lustig und unterhaltsam

    Heiliger Bimbam

    melli_2897

    25. March 2016 um 14:57

    In diesem Buch begleitet der Leser Ralf Prestenbach auf einer Reise, die mit dessen Geburt in einer streng katholische Umgebung beginnt und schließlich mit dem Abwenden vom kirchlichen Einfluss endet. Gut die ersten 2/3 des Buches sind eine Aneinanderreihung urkomischer Geschichten über das Aufwachsen in der katholischen Provinz und dem Leben als Messdiener. Schon hier zeigen sich einige seiner Zweifel an der kirchlichen Institution und ihren Vorschriften. Diese Zweifel Prestenbachs werden in jungen Jahren von kindlicher Naivität und dem religiösen Umfeld verdeckt, kommen aber immer mehr zum Vorschein. Mit einer rebellischen Teenager-Phase gewinnt Prestenbach eine eigene Identität, die auch die Kirche nicht mehr erschüttern kann. Das Buch muss zwar gegen Ende die humorvollen Schilderungen des kleinen Ralf einbüßen, gewinnt dadurch aber immens an Tiefgang und Bedeutung. Der Höhepunkt hinsichtlich dieser Qualitäten liegt definitiv im Schluss des Buches - besonders im Nachwort, das mir persönlich aus der Seele sprach. Was mir besonders an "Heiliger Bimbam" gefällt, ist, dass der Leser den Sinneswandel vom Kind zum rational denkenden Erwachsenen miterlebt. Ralf Prestenbach hat sich schon früh mit seiner Religion beschäftigt und sich nach und nach von ihr distanziert. Dabei wird der Glaube als solcher aber immer mit Respekt behandelt und nicht wahllos gegen das Christentum oder eine andere Glaubensrichtung gehetzt. Und genau das finde ich wirklich gut, weil sich der Humor dieses Buches auf die Irrsinnigkeiten der Kirche stützt, anstatt sich einfach über Gläubige lustig zu machen, was für mich ein eher platter Humor ist. Ob ein eingefleischter Katholik so viel Spaß mit "Heiliger Bimbam" haben wird, wie ich, als bekennender "Ungläubiger" kann ich nicht sagen. Aber empfehlen würde ich diese kleine Biographie in jedem Fall!

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  • Heiliger Bim Bam

    Heiliger Bimbam

    rallus

    18. February 2016 um 12:22

    Beim Anblick des Buchcovers öffneten sich in meinen Gedankengängen sofort etliche Türen und Bilder. Bei dem Wort 'Bim Bam' ging bei mir die Assoziationskette Glocken -> Genitalien -> Missbrauch -> Messdiener -> Heilige geweihte Kirche (bzw. ihre schwarzen Schafe) los. Ein Buch über Missbrauch? Mitnichten, es ist eine Biographie mit der glaubhaften Erzählung von Ralf Prestenbach, wie die Kirche es geschafft hat ihn vom Glauben abzubringen. Und es hat mich positiv überrascht, weil es einfach lustig ist, auch ohne die abgenutzten Vorurteile über die Kirche zu bedienen. Ralf Prestenbacher wurde 1970 geboren und schnell schon ist sein Leidensweg klar - er soll Pater werden. Seine Eltern nennen ihn schon in der Wiege Pater, was ihm nicht ganz recht ist. "Schon wieder hatte mich Mama Pater Ralf genannt - aber wenigstens blieb mir dieses eine Mal der Triumph über Eva. Ich war ein Mann. Die Krone der Schöpfung. Ein angehender Messdiener." Schon früh bekommt er mit, der Herrgott sieht alles: "Na klasse. In was für einen Schlamassel war ich hier geraten? Die Welt meiner Eltern war ein totalitärer Überwachungsstaat, regiert von einem unsichtbaren Despoten. Oder anders ausgedrückt: Willkommen bei den Katholiken." Als Junge geboren worden zu sein, war doch schon was anderes als so ein blödes Mädchen, wie seine ältere Schwester Jutta. Schon die Bibel lehrt einen, das Mädchen oder Frauen alles schlechter können als Männer. Autofahren, Rülpsen, Angeben oder Schubsen. Deshalb bekam Mama auch so wenig Haushaltsgeld von Papa. Als Junge und Messdiener aufzuwachsen hat doch so seine Vorteile. Doch so ganz gefiel es den Menschen um Ralf nicht, wenn dieser die Bibel wortwörtlich zitierte. So sollte das doch auch nicht gemeint sein. Doch nur wenn man selber seinen Vorteil daraus ziehen kann. Und so lernt Ralf schnell, wie verlogen und kleinkariert die Menschen in der katholischen Kirche sind. Eben keine Diener Gottes: "Ich glaubte nur nicht mehr, dass ausgerechnet Priester, Bischöfe und der Papst einen besseren Draht zu diesem Wesen haben sollten als ich. Was bildeten sich diese Pfaffen eigentlich ein? Die meisten von ihnen kamen doch selbst nicht klar. Gut es gab Ausnahmen, aber der große Rest? Chronische Besserwisser oder feiste Kleingeister, die das Leben nach dem Tod für wichtiger hielten als das Leben davor. Duckmäuser, die lieber vom himmlischen Frieden predigten, anstatt gegen irdische Ungerechtigkeiten anzukämpfen." Die kirchlich gelebte Auslegung der Schrift des HERRN ist Ralf Prestenbacher doch zu sehr dem Vorteil manch weniger zugeschnitten und hat nichts mit Vergebung oder Gleichheit zu tun: "Angeblich waren vor dem HERRN ja alle Menschen gleich - doch für Punks, Andersdenkende, Anderslebende und all jene, die Fragen stellten, schien das in der katholischen Kirche nicht zu gelten." Auch die Frage nach dem Glauben an den einzigen Gott, die ja vehement seitens der katholischen Kirche (und auch anderer Kirchen) als eindeutig zu beantworten ist (und alle fallen der Verdammung anheim, die anders glauben), ist letztendlich dem Zufall der Geburt geschuldet. "Ob jemand an einen oder mehrere Götter glaubte, ob er Jesus Christus als Messias betrachtete oder Mohammed als Propheten - all das hing in erster Linie davon ab, wo er herkam und mit welchen Vorstellungen und Werten er erzogen wurde." Wie gesagt, alles Erkenntnisse, die er 'inside' der Kirche gemacht hat und die aber auch viele von uns sicher bestätigen können. Dabei kritisiert der Autor zwar in mancher Schärfe die Kirche, wird aber nie ausfallend. Witzig, aber nie hetzend führt uns Ralf Prestenbacher durch seine Jugend und die Erkenntnis, die ihm letztendlich für sein Leben geblieben ist. Leben und leben lassen! Da das die Kirche bis heute nicht versteht, ist er dann doch kein Pater geworden. "Ralf Prestenbacher wäre um ein Haar katholischer Priester geworden. Doch als ihm dämmerte, dass der Mensch sich nicht durch seinen Glauben, sondern durch seinen Verstand an die Spitze der Nahrungskette gekämpft hatte, wählte er die dunkle Seite der Macht und eröffnete einen Musikclub und eine Strandbar in Koblenz am Rhein", erfährt man am Anfang des Buches. Recht so! Ein humoriges, ironisches Buch, das nie den Zeigefinger erhebt, sondern nur die Erlebnisse des Autors schildert. Wichtig, dass es Menschen mit Verstand in der heutigen Zeit gibt. Buchdetails:   

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  • Buchverlosung zu "Love Letters to the Dead" von Ava Dellaira

    Love Letters to the Dead

    Svenjas_BookChallenges

    Hallo ihr Lieben =) Anlässlich unseres 4-monatigen Blog-Bestehens verlosen wir 2x1 Buch eurer Wahl - zur Auswahl stehen neben "Love Letters to the Dead" noch 17 andere Titel, die wir im letzten Monat gelesen und rezensiert haben. Diese werde ich unten anhängen :)  Wer teilnehmen möchte, hinterlässt entweder hier oder direkt auf unserem Blog unter diesem Post: http://svenjasbookchallenge.blogspot.de/2015/06/gewinnspiel-4-monate-svenjas.html einen Kommentar mit der Antwort auf diese Frage: Was gefällt dir an unserem Blog und was könnten wir noch besser machen? Außerdem solltet ihr natürlich angeben, welches Buch ihr gerne gewinnen möchtet (es können auch mehrere sein). Wer über lovelybooks teilnimmt, sollte zudem Leser unseres Blogs sein (Facebook, Google+, Google Friend Connect) Wir wünschen euch viel Glück und geben die Gewinner direkt am 12.6. gegen Nachmittag bekannt ;) http://svenjasbookchallenge.blogspot.de/

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  • Heiliger Bimbam - darum fällt ein Messdiener vom Glauben ab

    Heiliger Bimbam

    Svenjas_BookChallenges

    10. May 2015 um 18:24

    Ich als Atheist und durch und durch kirchenkritischer Mensch war natürlich sofort begeistert vom Titel und vom Cover des Buchs Heiliger Bimbam. Erwartet habe ich mir eine witzige und dabei kritische Auseinandersetzung mit dem Glauben und der Institution Kirche an sich - und wurde nicht enttäuscht. Ralf Prestenbach schildert seine Kindheit und Jugend in einer erzkatholischen Gemeinde von der Geburt an und das vor allem spitzzüngig und schonungslos. Dabei zeichnet er insbesondere sprachlich und erzähltechnisch seine eigene Entwicklung gelungen nach. Während er im ersten Teil der Geschichte noch ein unschuldiger und gutgläubiger Junge ist, der sich zwar über so einige Dinge in der katholischen Kirche wundert und sich fragt, wieso er eigentlich an einen Herrgott glauben und für alles Rechenschaft ablegen soll, sich allerdings als guter Christ, zu dem er erzogen wurde, an die Regeln hält, mausert er sich im zweiten Teil zu einem rebellischen Teenager, der mehr und mehr hinterfragt und schließlich entscheidet, dass da zwar vielleicht ein höheres Wesen ist, er es aber nicht einsieht, seine sogenannten Diener als seine direkten Stellvertreter anzuerkennen.Mehrmals musste ich bei diesen Schilderungen herzhaft lachen, was vor allem an Prestenbachs Erzählweise liegt. Schon als kleiner Junge sammelte er eifrig Bibelzitate, um sie bei Bedarf zum Besten geben und für seine eigenen Zwecke auslegen zu können. Wie raffiniert und geschickt er dabei vorgeht und damit so manchen Priester oder Pater zum Verstummen bringt, ist einfach urkomisch. Zwar gab es zwischendurch auch einige Stellen, ich nicht ganz so interessant fand, die meiste Zeit über jedoch habe ich Seite für Seite vor mich hin geschmunzelt :)  Heiliger Bimbam ist eine kurzweilige und urkomisch erzählte Geschichte voller Ironie, Sarkasmus und Kritik an der katholischen Kirche. Mehrmals lässt sie einen herzhaft auflachen und bringt einen fast immer zum Schmunzeln, auch wenn einige Abschnitt für meinen Geschmack etwas zu langatmig waren. Besonders gut gefallen hat mir Prestenbachs Nachwort, in dem er - wieder voller Ironie und Sarkasmus - das ausspricht, was mir selbst auch auf der Seele brennt: Die Zahl der Konfessionslosen in Deutschland steigt, also wieso um alles in der Welt übt die Kirche als Institution in staatlichen Dingen noch immer eine so große Macht aus? Kirchliche Traditionen mögen für Gläubige wichtig sein, für Prestenbach, mich und viele andere sind sie es jedoch nicht, und deswegen gehe ich völlig konform mit seiner Forderung nach dem Recht, doch bitte dann tanzen zu dürfen, wann man es will ;) Damit sage ich viele Dank an den blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar - es war das reinste Vergnügen =)

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  • Kurzweiliges & sehr lustiges Lesevergnügen

    Heiliger Bimbam

    bieberbruda

    30. April 2015 um 08:29

    Ich bin zwar evangelisch, aber mein bester Kumpel in der Kindheit war auch Messdiener. Von ihm habe ich immer mal wieder einige witzige Geschichten erzählt bekommen und wusste, was mich hier erwarten würde."Heiliger Bimbam: Ein Messdiener fällt vom Glauben ab" geht auf sehr lockere Weise an das Thema heran und überzeugt durch viel Humor und Denkanstößen. Die Story: Ralf Prestenbach ist in einem katholischen Dorf bei Koblenz aufgewachsen. Seine Familie ist streng gläubig, deshalb nimmt der christliche Glaube einen großen Teil seines Lebens ein: Gottesdienst, Firmung, Beichte und später wird er sogar Messdiener und katholische Schule. Ralf und seine Freunde nehmen es mit dem Glauben aber nicht so ernst und lernen schnell, wie sie ihn für ihren Vorteil nutzen können - beispielsweise, wenn es um Trinkgeld bei besonderen Gottesdiensten oder Süßigkeiten beim Sternsingen geht. Meine Meinung: Im Buch geht es um das Heranwachsen eines Kindes in einer gläubigen Umgebung. Der Autor beschreibt das auf lockere, sehr satirische Art und Weise und versetzt sich immer wieder in den naiven Kopf des kleinen Ralf zurück. Die Dorfjungs versuchen aus ihrer Situation das beste zu machen und nutzen den Glauben zu ihren Vorteilen aus - ironischerweise wird dieser Einsatz bei den Erwachsenen oft als besonderen Einsatz für die Belange der Kirche missverstanden. Aber ganz im Gegenteil: Man darf im christlichen Glauben ja offensichtlich alles machen, wenn man anschließend um Vergebung bittet...diese und andere Kritikpunkte an die Kirche und unsere Gesellschaft finden vor allem Nachwort ihren Höhepunkt. Bravo, Herr Prestenbach - ihre Anmerkungen kann ich genauso unterschreiben. Fazit: Ein kurzweiliges und sehr lustiges Lesevergnügen mit einigen Denkanstößen. Ich vergebe 5 Sterne!

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