Ralf Rothmann Im Frühling sterben

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Inhaltsangabe zu „Im Frühling sterben“ von Ralf Rothmann

Im Frühling sterben ist die Geschichte von Walter Urban und Friedrich – »Fiete« – Caroli, zwei siebzehnjährigen Melkern aus Norddeutschland, die im Februar 1945 zwangsrekrutiert werden. Während man den einen als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS einsetzt, muss der andere, Fiete, an die Front. Er desertiert, wird gefasst und zum Tod verurteilt, und Walter, dessen zynischer Vorgesetzter nicht mit sich reden lässt, steht plötzlich mit dem Karabiner im Anschlag vor seinem besten Freund ... In eindringlichen Bildern erzählt Ralf Rothmann vom letzten Kriegsfrühjahr in Ungarn, in dem die deutschen Offiziere ihren Männern Handgranaten in die Hacken werfen, damit sie noch angreifen, und die Soldaten in der Etappe verzweifelte Orgien im Angesicht des Todes feiern. Und wir erleben die ersten Wochen eines Friedens, in dem einer wie Walter nie mehr heimisch wird und noch auf dem Sterbebett stöhnt: »Die kommen doch immer näher, Mensch! Wenn ich bloß einen Ort für uns wüsste ...«

Endlich ein Buch, welches weder beschönigt noch dramatisiert.

— Elfeliya

Dieses Buch schenkt tiefe Einblicke in eine verstörende Zeit und doch konnte es mich nicht richtig packen

— Cleo15

Fazit: Ein leiser und in so vielen Sätzen wirklich bewegender Roman, den ich empfehlen kann.

— SomeBody

Ein wunderbares Buch über eine grauenvolle Zeit und entsetzliche Geschichte. LESEN!

— Xirxe

Eine kurze Geschichte, ein Einblick in die Welt des 2. WK, beklemmend.

— ClaraOswald

Aufwühlend und glaubwürdiger Roman über die letzten Kriegsmonate

— Karin_Koch

Fesselnd, begeisternd, mitreißend – ein grandioser Roman über die letzten Kriegstage 1945.

— Buecherherbst

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Ein ruhiges Buch

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  • Ein lesenswerter Roman über Freundschaft im 2. Weltkrieg

    Im Frühling sterben

    Elfeliya

    03. August 2017 um 20:49

    Walter und Friedrich sind gute Freunde. Beide arbeiten als Melker in Norddeutschland. Am Ende des Krieges werden die beiden noch zwangsrekrutiert. Während Walter einen eher ruhigeren Job bekommt, kämpft Friedrich an vorderster Front für einen Krieg, der schon fast verloren ist und für Überzeugungen, die nicht seine sind. Eine ehrliche Geschichte, die nichts beschönigt, aber auch nichts dramatisiert. Ich bin von diesem Buch begeistert und es fällt mir schwer, dass ganze in Worte zu fassen. An vielen Stellen leidet man mit und kommt immer wieder an den Punkt nachzudenken, wie grausam es gewesen sein muss. Trotz allem ist die Geschichte sachlich geschrieben und ich kann sie jedem and Herz legen, der sich gerne mit Literatur beschäftigt, welche im 2. Weltkrieg spielt. Da keine Liebesgeschichte oder Romanze im Mittelpunkt steht, sondern die Freundschaft der beiden Jungen, kann ich das Buch uneingeschränkt an Männer und Frauen empfehlen.

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  • Die letzten Monate einer sehr grausamen Zeit

    Im Frühling sterben

    Cleo15

    16. June 2017 um 14:51

    Im Frühling sterben von Ralf Rothmann ist ein Roman, der vom zweiten Weltkrieg und seinen Grauen erzählt. Bei Kriegsberichten muss ich immer vorsichtig sein, weil ich dann gerne mal drei Nächte heulend im Bett liege. Doch irgendwie lese ich solche Bücher auch gerne mal, weil sie einem verdeutlichen, wie gut wie es heute haben. Und damit ich ein bisschen besser verstehen kann, was meine Großmutter alles ertragen musste. Bei dem Roman „Im Frühling sterben“ fand ich den Titel so interessant, dass ich es mir gleich geholt hatte. Inhalt:Im Frühling sterben ist die Geschichte von Walter Urban und Friedrich – »Fiete« – Caroli, zwei siebzehnjährigen Melkern aus Norddeutschland, die im Februar 1945 zwangsrekrutiert werden. Während man den einen als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS einsetzt, muss der andere, Fiete, an die Front. Er desertiert, wird gefasst und zum Tod verurteilt, und Walter, dessen zynischer Vorgesetzter nicht mit sich reden lässt, steht plötzlich mit dem Karabiner im Anschlag vor seinem besten Freund. In eindringlichen Bildern erzählt Ralf Rothmann vom letzten Kriegsfrühjahr in Ungarn, in dem die deutschen Offiziere ihren Männern Handgranaten in die Hacken werfen, damit sie noch angreifen, und die Soldaten in der Etappe verzweifelte Orgien im Angesicht des Todes feiern. Und wir erleben die ersten Wochen eines Friedens, in dem einer wie Walter nie mehr heimisch wird und noch auf dem Sterbebett stöhnt: »Die kommen doch immer näher, Mensch! Wenn ich bloß einen Ort für uns wüsste ...« Dies ist der Klapptext, des Buches. Er klingt sehr interessant, verrät mir persönlich aber leider schon zu viel, weil das im Grunde genommen die komplette Zusammenfassung von dem Buch ist. Charaktere:Walter ist der Protagonist. Ich kann ihn nicht richtig beschreiben. Zum einen rettet er jemandem in einer extrem gefährlichen Situation das Leben, zum anderen halte ich ihn auch für unglaublich feige. Vielleicht habe ich es auch nicht richtig verstanden, weil er eigentlich nur um sein Leben kämpft. Er hätte viele Chancen gehabt abzuhauen, scheint aber nie auf die Idee gekommen zu sein. Er war für mich das ganze Buch über nicht richtig greifbar. Fiete fand ich besser, nur leider hat man von ihm so wenig gelesen. Seine beschriebenen Emotionen kamen viel besser rüber und haben mich wirklich gerührt. Bei ihm hat man zu jeder Zeit gespürt, wie sehr er diese Situation hasst, welche Sehnsucht er nach seinem zu Hause hat. Er war für mich das Highlight in dem Buch. Fazit:Die Geschichte gibt viele der Grausamkeiten des zweiten Weltkrieges realistisch wieder. Die Emotionen und Intentionen der Menschen konnte man als Leser spüren und  nachvollziehen. Und trotzdem konnte der Funke bei mir nicht richtig überspringen. Auch das Ende fand ich sehr verstörend. Daher vergebe ich für dieses Buch drei Sterne.

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  • Rezension zu "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann

    Im Frühling sterben

    SomeBody

    13. June 2017 um 15:32

    "Im Frühling sterben" ist ein ernster und wirklich düsterer Roman, der mich in seiner eindringlichen Thematik und Sprache bewegt hat. Die Grauen des Krieges, was ein solcher aus den Menschen macht und wieviel Schuld am Ende bleibt werden vom Autor kraftvoll und ohne viel künstlich erzeugte Aufregung vermittelt. Doch neben dem emotionalen Höhepunkt – der Exekution des Freundes durch den Freund – und der verstörend bedeutungsschwangeren Abbildung der Birkenzweige auf dem Buchcover fehlte es mir in Bezug auf den Hauptprotagonisten Walter ein klein wenig an Charaktertiefe, was aber der Dramatik der Handlung nicht schadet.Fazit: Ein leiser und in so vielen Sätzen wirklich bewegender Roman, den ich empfehlen kann.

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  • Eindringlicher Roman über die letzten Wochen des 2. Weltkrieges

    Im Frühling sterben

    UteSeiberth

    11. June 2017 um 15:43

    Die Geschichte der beiden Freunde Walter Urban und Friedrich Caroli hat mir ganz schön zugesetzt.Die beiden 17-jährigen Freunde und Melker werden in den letzten Wochen des Krieges noch zwangrekrutiert.Die Schilderungen ihrer Erlebn isse kommen mir sehr realistisch vor und ich konnte immer nur kurze Teile des Romans lesen,weil sie mir zu eindringlich waren.Auch die SS-Soldaten werden mit ihrer grausamen Art geschildert und von den beiden Freunden kommt leider nur einer zurück und zwar Walter.Als Friedich "Fiete" dessertieren will wird er erschossen.

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  • Ein wunderbares Buch mit schrecklichem Inhalt

    Im Frühling sterben

    Xirxe

    10. June 2017 um 17:41

    Deutschland, Frühling 1945, das Ende des Krieges ist bereits zu ahnen. Doch die Waffen-SS rekrutiert gnadenlos jeden, dessen sie habhaft werden kann. So müssen die beiden 17jährigen Melker Walter und Fiete, beste Freunde, in die Kommandantur in Hamburg-Langenhorn einrücken, von wo aus sie nach drei Wochen Ausbildung nach Ungarn abkommandiert werden. Walter, der einer der Wenigen mit Führerschein ist, landet als Fahrer bei einer Versorgungseinheit der Waffen-SS, während es Fiete an die Front verschlägt.Der Inhalt dieses Buches ist so grauenvoll, dass es mir nicht möglich war, mehr als 40 bis 50 Seiten am Stück zu lesen; danach musste das Gelesene erst mal verdaut werden. Das bedeutet nicht, dass hier die Grausamkeiten des Krieges bis ins kleinste Detail beschrieben werden - es existieren Krimis, die wesentlich blutrünstiger und brutaler sind. Es ist eher das Gegenteil: Fast schon poetisch (Ist das nicht ein Widerspruch? Kann man Entsetzliches poetisch erzählen?) wird Walters Leben in dieser Kriegszeit geschildert, so präzise und sorgfältig, als würde man neben ihm stehen. Gefühle oder Stimmungen werden ausgespart, was keinen Mangel darstellt, denn der Autor verfügt über eine derart ausdrucksstarke Sprache, dass es keine zusätzlichen Beschreibungen braucht, um zu wissen, wie es in Walter aussieht. Rothmann nutzt eigene Wortkreationen (‚Überdunkelt von seiner Vergangenheit, …‘) und Begriffe, die so selten genutzt werden, dass sie wohl nur den Wenigsten geläufig sein dürften, dafür aber umso präziser sind (beispielsweise Vulkanfiber = Werkstoff, der auch beim Schild der Mützen der Waffen-SS zum Einsatz kam; oder Kalvarienhügel = religiöse Andachtsstätten der Katholiken, die umfangreiche Nachbildungen der Kreuzigung Christi und seines Leidensweges darstellen.).Ein wirklich grandioses Buch, das den Krieg in all seiner Schrecklichkeit zeigt, ohne dass dazu in irgendeiner Form irgendwelche Extreme genutzt werden mussten.

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  • Im Frühling sterben.

    Im Frühling sterben

    ClaraOswald

    04. June 2017 um 11:39

    ‚Im Frühling sterben‘ handelt von zwei Jugendlichen, die gerade eine Ausbildung zum Melker machen, als sie zwangsrekrutiert werden. Walter Urban, Ata, wird als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS eingesetzt und sein Freund Friedrich Caroli, Fiete, muss an die Front.Kurz vor Kriegsende werden die neuen Rekruten nur kurz ausgebildet und sofort eingesetzt. Sie verlieren sich kurz aus den Augen, schreiben Briefe an die Freundinnen und Familie, die nicht unbedingt ankommen. Walters Vater fällt, er sucht dessen Grab und kann es nicht finden. Fiete wird verwundet, soll zurück an die Front und desertiert. Doch er wird gefangen genommen und soll hingerichtet werden. Walter versucht seinen Freund zu retten – doch muss am Morgen auf ihn schießen.Walter wird von den Amerikaner gefangengenommen, kommt schließlich nach Hause. Er besucht seine Mutter und seine Schwester – und zieht dann weiter nach Norddeutschland, wo sein Arbeitgeber auf ihn gewartet hat. Dort wird er herzlicher aufgenommen, er versucht sein Leben wiederzubekommen.Das Buch beginnt an Walters Sterbebett, wo klar wird, dass er die Kriegserlebnisse noch immer nicht überwunden hat. Und es endet damit, dass Walters Sohn das Grab seiner Eltern sucht.Dieses Buch lieh ich spontan aus der Onleihe und las es ausgerechnet nach Anthony Doerrs ‚Alles Licht, das wir nicht sehen‘ – thematisch ähnlich; zwei sehr junge Menschen kommen in die Hände der Nationalsozialisten und müssen in den Krieg ziehen. Im direkten Vergleich hat Doerr den besseren Schreibstil, doch auch Rothmann konnte mit Details bewegen. Das Thema macht sehr nachdenklich und traurig, denn natürlich denkt auch der Leser an seine eigene Familie, was die (Groß-) Eltern im Krieg erleben mussten – oder was man selbst erlebt hat. Ich glaube, dass sehr wenige wirklich wissen, was ihre Angehörigen erleben mussten. Wie soll man auch damit zurechtkommen oder darüber sprechen? Man ist so jung und erlebt diese Grausamkeiten und moralische Konflikte. Und dann kommt man zurück, hat überlebt und kann sich nicht darüber ‚freuen‘. Man hört von Menschen, die ihr Leben lassen mussten. Und über alles andere wird geschwiegen. Das wird auf den letzten Seiten des Buches sehr klar. Die Erlebnisse sollen vergessen werden, alles was war ist passiert – weiter geht’s. Jeder muss mit sich selbst klarkommen.Der andere Aspekt des Buches, der Rothmann sehr wichtig war, war diese Erbtheorie, das hat mich persönlich nicht ganz überzeugt und ich äußere mich jetzt nicht weiter dazu.Der Titel hat mir gut gefallen, die Geschichte als solche auch, doch es gibt Bücher zum Thema, die sind besser geschrieben.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Die letzten Kriegsmonate des 2. Weltkrieges

    Im Frühling sterben

    Ambermoon

    15. April 2017 um 16:55

    Im Frühling sterben ist die Geschichte von Walter Urban und Friedrich – »Fiete« – Caroli, zwei siebzehnjährigen Melkern aus Norddeutschland, die im Februar 1945 zwangsrekrutiert werden. Während man den einen als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS einsetzt, muss der andere,Fiete, an die Front. Er desertiert, wird gefasst und zum Tod verurteilt, und Walter, dessen zynischer Vorgesetzter nicht mit sich redenlässt steht plötzlich mit dem Karabiner im Anschlag vor seinem besten Freund ...In eindringlichen Bildern erzählt Ralf Rothmann vom letzten Kriegsfrühjahr in Ungarn, in dem die deutschen Offiziere ihren Männern Handgranaten in die Hacken werfen, damit sie noch angreifen, und die Soldaten in der Etappe verzweifelte Orgien im Angesicht des Todes feiern. Und wir erleben die ersten Wochen eines Friedens, in dem einer wie Walter nie mehr heimisch wird und noch auf dem Sterbebett stöhnt: »Die kommen doch immer näher, Mensch! Wenn ich bloß einen Ort für uns wüsste ...«...(Klappentext)                                  ----------------------------------------Mein Großvater, dazumals selbst als junger Bursch als letzte Hoffnung an die Front geschickt, hat mir einiges aus dieser Zeit erzählt und ich habe auch schon vieles an Biographien und Geschichtsbücher gelesen, aber es ist immer wieder erschreckend wie brutal und grausam in dieser Zeit agiert und reagiert wurde - selbst in den eigenen Reihen.In diesem Buch wird die Geschichte von Walter erzählt - ein junger SS-Soldat, der, wie so viele, nichts mit dem Krieg zu tun haben wollte und noch am Ende zwangsrekrutiert wurde, um den erhofften Endsieg doch noch zu erlangen.Dabei hat er es als Versorgungsfahrer noch mehr oder weniger gut getroffen, da ihm somit die Front erspart blieb. Man durchlebt mit ihm Fliegeralarme, Bombeneinschläge, die Angst vor dem näherrückenden Iwan, kroteske Besäufnisse, Grausamkeit und Kaltblütigkeit gegenüber sog. Partisanen und selbst in den eigenen Reihen, den Zwang mitmachen zu müssen, um nicht selbst an die Wand gestellt zu werden, etc.Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, der Erzählstil schonungslos und ergreifend. Ohne Beschönigung und Glorifizierung wird einem hier die Sicht eines Soldaten beschrieben.Der Autor schafft es dieses Buch spannend und facettenreich zu gestalten und schlägt auch mal ruhige und nachdenkliche Töne an. So beschreibt dieser Roman nicht nur Gräueltaten, sondern auch was damals Hoffnung, Freundschaft, Kameradschaft und auch Mut bedeuteten.Durch diesen Roman wird wieder einmal mehr bewusst, dass diese Zeit nicht nur für die sog. "Feinde" und die Zivilbevölkerung grausam und beängstigend war, sondern auch für die Soldaten. Denn viel zu oft wird vergessen, dass nicht alle der Soldaten (egal ob SS oder Wehrmacht) von Hitlers Ideologie überzeugt waren, mit Freuden in den Krieg zogen, Feinde aus dem Weg räumten oder zu Gräueltaten fähig waren.Dieser Roman ist keineswegs leicht zu lesen, aber welches Buch mit dieser Thematik ist das schon? - egal, ob aus Soldatensicht, aus der Sicht eines jüdischen Überlebenden oder aus der Sicht der Zivilbevölkerung.Das sollte einem jedoch nicht daran hindern dieses Buch zu lesen, denn nichtsdestotrotz ist dieses Buch gute Literatur die auf jeden Fall Aufmerksamtkeit verdient. Fazit:Für schwache Nerven und Mägen ist dieser äußerst authentische Roman nichts und auch mit starken Nerven ist dieser Roman nicht leicht zu lesen - erschreckend, ergreifend, traurig, schonungslos. Der Autor schafft es trotzdem diese Thematik in einen spannenden Roman zu verpacken. Denn so erschreckend und bedrückend vieles ist, so interessant und aufschlussreich ist es auch.Dieser Roman ist bis jetzt eines meiner wenigen Lesehighlights dieses Jahres und bekommt daher eine absolute Leseempfehlung.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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    • 2391
  • Die "Im Westen nichts Neues"-Variante für den zweiten Weltkrieg. Nur leider in nicht ganz so gut.

    Im Frühling sterben

    Marina_Nordbreze

    21. February 2016 um 16:19

    Im Sommer des vergangenen Jahres sorgte Ralf Rothmann für ein kleines Erdbeben im Feuilleton. Anstatt sich standesgemäß in den Medienrummel rund um den Deutschen Buchpreis einspannen zu lassen, ließ sich Herr Rothmann von seinem Verlag gar nicht erst für die Auszeichnung nominieren. Ob dies eine reine PR-Entscheidung war (denn für Gesprächsstoff sorgt man auf diese Art und Weise auf jeden Fall), darf gerne diskutiert werden, heimlich muss sich der Gewinner (wir erinnern uns: Frank Witzel mit dem extralangen Buchtitel ""Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969") wohl mit Rothmanns Buch messen lassen. Das dürfen auch gerne andere Menschen machen, denn die RAF-Erfindung habe ich nicht gelesen. "Im Frühling sterben" schon und deswegen folgt in den nächsten Zeilen nun eine Einschätzung. Rothmann umrahmt seine Geschichte der beiden Freunde, die sich am Ende des zweiten Weltkriegs unerwartet wieder gegebenüberstehen, der eine an der Wand, der andere mit dem Gewehr in der Hand, mit einer kurzen Vater-Sohn-Beziehung, die man meiner Meinung nach auch einfach hätte weglassen können. Diese 13 Seiten erklären für mich nicht die verwirrende Erbtheorie, die Ralf Rothmann in "Im Frühling sterben" aufzustellen versucht. Aber dazu gleich. Februar 1945. Walter und Fiete sind zwei junge Buben (das Wort wollte ich unbedingt mal benutzen), 17 Jahre alt und lebten bisher als Melker auf einem Bauernhof in Norddeutschland. Der Krieg ist verloren, nein, natürlich nicht, deswegen sucht die SS auch die allerletzten verbliebenen, kriegstauglichen Männer und schickt sie als Kanonenfutter an die Front. So landen Walter und Fiete in Ungarn. Der Weg der beiden Freunde trennt sich aber schnell, Walter wird Fahrer in der Versorgungseinheit, Fiete muss als einfacher Soldat ganz nach vorne. Während Walter es mehr schlecht als recht schafft, sich aus dem Gröbsten rauszuhalten (sofern das mit einer SS-Uniform überhaupt geht), wird Fiete bei einem Angriff schwer verletzt und landet im Lazarett. Statt nach Hause geschickt zu werden, soll er aber wieder an die Front. Kanonenfutter, wir erinnern uns. Und da macht Fiete nicht mit. Er will fliehen, er desertiert, wird gefasst und entsprechend bestraft. Ein Erschießungskommando steht bereit. Und in eben jenem Erschießungskommando steht nun plötzlich Walter und weiß nicht, was er tun soll. Er kann doch nicht seinen Freund erschießen! Oder? "Aus Menschlichkeit, natürlich. Weil du sein Freund bist, wie du sagst. Da wirst du gut zielen, damit er nicht leidet." Dieser moralische Konflikt hinterlässt laut Ralf Rothmann Spuren. Nicht nur bei Walter selbst. Sondern auch in seinen Genen. Das Gedächtnis der Zellen wird sich auf ewig daran erinnern, wird diese Erinnerung sogar weitergeben. Die Spermien von Walter tragen dieses Leid an all die Kinder weiter, die Walter zeugen wird. Und darum auch die Rahmenhandlung, in der er Sohn Walters leidet und nicht weiß warum. Wenn diese eigenartige, verschwubbelte Erbtheorie nicht wäre, wäre "Im Frühling sterben" ein sehr viel besseres Buch. Eigentlich will ich gar nicht ein Buch aufgrund eines einzigen Aspektes so negativ bewerten, aber wenn Ralf Rothmann gerade diesen sogar selbst so herausstellt (wie bei "Titel, Thesen, Temperamente"), scheint ihm dies wichtig zu sein. Und damit kann ich leider gar nichts anfangen. Ja, Kinder werden von ihren Eltern beeinflusst. Aber nicht durch traumatische Erinnerungen, die sich in den Genen speichern und durch Spermien und Eizellen weitergegeben werden. Sondern durch Verhaltensmuster. Und ich glaube nicht, dass Rothmann hier nur ein plastisches Bild dafür schaffen will, sondern an diese Vererbungslehre wirklich glaubt. Abschließend: "Im Frühling sterben" zeigt ausschnittsweise die Grausamkeiten des Krieges auf Seiten der Soldaten. Der Vergleich mit "Im Westen nichts Neues" drängt sich hier unwillkürlich auf. Für mich ist Remarques Buch aber das prägnantere, direktere Buch zum Thema.

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  • Ein Meisterwerk

    Im Frühling sterben

    Himmelfarb

    Erst einmal vorweg: Dieses Buch ist ein Meisterwerk! Hätte Ralf Rothmann seinen Suhrkamp Verlag nicht gebeten, das Buch nicht zum Deutschen Buchpreis 2015 einzureichen, es hätte - und da sind sich fast alle Literaturkritiker und --kenner des Landes einig- den Preis bekommen müssen! Wenn man, wie ich, Kind eines Wehrmachtssoldaten ist, dann könnte " Im Frühling sterben" so etwas wie eine Bibel werden, denn der Roman macht deutlich, wie das Grauen des Krieges auch noch die folgende Generation belastet. So ist denn " Im Frühling sterben" vergleichbar mit " Die Brücke" von Manfred Gregor, der ebenfalls den Irrsinn des militärischen Gehorsams kurz vor dem Zusammenbruch thematisiert. Rothmann aber ist der bessere Schriftsteller. In einer leisen, poetischen Sprache erzählt er vom Schicksal zweier 17- jähriger Melker aus Norddeutschland, Walter und Fiete, die noch kurz vor Kriegsende, im Frühjahr 1945, zwangsrekrutiert werden, an die ungarische Front müssen, und dort den ganzen Wahnsinn dieses längst verlorenen Krieges erleben. Rothmann findet apokalyptische Bilder des Grauens, die gemischt sind mit den fast poetischen Naturbeobachtungen Walters. Dieser Walter, offensichtlich ein alter ego von Rothmanns Vater, ist ein guter Mensch, der bis zum bitteren Ende versucht, das Richtige zu tun. Immer wieder hatte ich beim Lesen einen Kloß im Hals, wenn dieser einfache junge Mann als einziger in diesem Irrsinn moralisch handelt. Ich hoffe, als Kind der Nachkriegsgeneration, das mein Vater ähnlich gehandelt hat, aber ich weiß es nicht... In meiner Familie wurde das, was der Vater während des Dritten Reichs erlebte, nie angesprochen. Was in Rothmanns umwerfenden Buch sehr deutlich wird, ist das Schweigen in den Familien, über das, was geschah, und welche Erblast auf den Nachkommen derer liegt, die den Krieg durchlebt und mitberantwortet haben. "Im Frühling sterben" ist somit der wichtigste Roman der letzten Jahre!

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  • Blick zurück ins Grauen

    Im Frühling sterben

    Babscha

    13. December 2015 um 22:21

    Weit geht das Buch zurück. In die Welt der letzten Kriegsmonate im Frühjahr 1945, als die Auflösungserscheinungen des deutschen Reiches bereits unverkennbar waren und die Schlinge sich auf allen Seiten langsam zuzog. In genau diese Zeit versetzt der Autor seine Geschichte um zwei siebzehnjährige Jungen, Walter und Friedrich, die in Schleswig-Holstein als Melker auf einem Gutshof arbeiten und über Nacht von der Waffen-SS zwangsrekrutiert und nach Ungarn in die Nähe der Front verfrachtet werden. Was sie dort an Gräueln und Kriegswahnsinn erleben, davon handelt dieses Buch. Bis eines Tages der sensible Friedrich noch kurz vor Kriegesende desertiert, aufgegriffen und wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt wird. Rothmann legt ein absolut authentisches, so brutal wie eindringlich geschriebenes Buch vor, das in seinem ganzen Facettenreichtum und mit seiner so einfachen wie unglaublichen Sprachgewalt tief unter die Haut geht. Es hebt über seine beiden Protagonisten und deren Einbindung in einen unmenschlichen Staatsapparat mit willfährigen Dienern nochmal den ganzen Irrsinn der damaligen Endzeit und beleuchtet deren Menschen in ihren verschiedensten charakterlichen Schattierungen. Über die Figuren von Walter und Friedrich wird absolut transparent, wie sehr der einzelne Mensch Spielball äußerer Lebensumstände werden kann, ohne jede Möglichkeit, diese im geringsten zu beeinflussen. Nämlich immer dann, wenn es nur noch ums nackte Überleben geht und sich zeigt, wie jeder Einzelne mit so einer Situation dann umgeht. Äußerst gelungen und damit diesem Meisterwerk den genau richtigen Rahmen gebend blendet Rothmann im Vorwort und im Epilog aus dem Hauptthema, den Erlebnissen von Walter in seinem achtzehnten Lebenjahr, um in die neuere Zeit aus dem Blickwinkel seines Sohnes, der die Geschichte seines Vaters damit vollständig und zu Ende erzählt. Ein berührendes, kluges, beeindruckendes Buch und damit eine absolute Leseempfehlung.

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel

    Daniliesing

    10. December 2015 um 10:37

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Ein fantastischer bewegender Roman über die letzten wahnsinnigen Monate des 2. Weltkrieges

    Im Frühling sterben

    TheBook

    14. November 2015 um 18:38

    Ralf Rothmann's fantastischer Roman "Im Frühling sterben" beschreibt auf nüchterne Art mit einer grandiosen Sprache, was an Wahnsinn in den letzten Monaten des 2. Weltkriegs vorgefallen ist. Ich hab schon relativ viel über den 2. Weltkrieg gelesen und gesehen, aber hier wurden Sachen beschrieben, die einen erschüttern. Die Zwangrekrutierung von 17/18jährigen z.B. in die Waffen-SS war ein Unding. Dieses Buch ist eines der besten, die ich zu letzt gelesen habe. Und, das sage ich nicht oft, ich werde dieses Buch irgendwann nochmals lesen. Und mir zeitnah ein anderes Werk von R. Rothmann zur Hand lesen. Vielen Dank für dieses Buch!!!!!

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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