Ralf Rothmann Junges Licht

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Inhaltsangabe zu „Junges Licht“ von Ralf Rothmann

<p>Ralf Rothmann erzählt in der ihm eigenen, eindringlichen Sprache von den letzten Wochen der Kindheit, ihren leisen Schrecken und dem erhellenden Trost: »Wenn du dich für die Freiheit entschieden hast, kann dir gar nichts passieren. Nie.«</p>

Toll geschrieben, ich hätte gerne weiter gelesen und das Erwachsenwerden des zwölfjährigen Julian im Ruhrpott mitverfolgt.

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  • Die 60er als Jugendlicher?

    Junges Licht
    dominona

    dominona

    28. October 2014 um 09:13

    Diese Geschichte wird größtenteils aus der Sicht eines Jungen erzählt und im Grunde begleitet man ihn auf seinen Touren. Er steht kurz vor der Pupertät und verguckt sich in die 15jährige, die mit im Haus lebt. Sein Vater arbeitet unter Tage und ist selten zuhause und dann sind Ferien und die Mutter fährt mit der kleinen Schwester zu den Großeltern. Vater, Sohn und das Mädel sind alleine zuhause und dann läuft im Leben einfach nicht immer alles so glatt, wie man es gerne hätte. Ich mochte die Atmosphäre, aber am Ende war es mir auf eine merkwürdige Weise zu unvollständig, im Grunde weiß man kaum etwas über die Personen, was aber nicht an fehlender Tiefe liegt. Es ist kurzweilig geschrieben und manchmal hat man das Gefühl, dass vieles nur Beiwerk ist.

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  • Rezension zu "Junges Licht" von Ralf Rothmann

    Junges Licht
    GreenTea

    GreenTea

    08. February 2012 um 18:53

    "Junges Licht" ist die Geschichte von Julian und seiner Kindheit in den 60er Jahren - als Adoleszenzroman aufgezogen. Julian erlebt die Entwicklung vom Kind zum jungen Erwachsenen und die Dinge, die damit zusammenhängen: Sexualität, Eigenständigkeit und Verantwortung. Viel Konfliktpotenzial entfaltet sich im Roman: Julians Eltern streiten wegen der Fehltritte von Julians Vater ständig. Julians Mutter richtet ihre Aggressionen gegen den Vater auf Julian, weil er seinem Vater äußerlich ähnlich sieht. Auch der Kontrast zur im selben Haus lebenden Familie Gorny wird deutlich, deren Familienoberhaupt pädophile Züge trägt. Und auch die frühe Adoleszenz der Lolita Marusha wird mit all dem anderen Konfliktpotenzial im Roman auf sehr subtile Weise verdichtet. Julians Vater arbeitet - für das Ruhrgebiet zu dieser Zeit typisch - im Bergwerk. Und gerade die Bergwerksszenen unterstreichen die Eindringlichkeit des Geschilderten und weisen eine verblüffende Detailgenauigkeit auf. Das liegt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit daran, dass Ralf Rothmanns Vater selbst Bergarbeiter war, was dem Buch ungeheuer Leben einhaucht! Als Symbole für die Entwicklung hin zum Erwachsenen sind der Tierclub und sein langsamer Verfall, außerdem Julians steigendes Interesse an Frauen zu sehen. Ein wunderbarer Roman, kunstvoll in der Handlung verdichtet, spannend bis zum Schluss und fesselnd durch die Lebendigkeit, die der Erzähler seinem Protagonisten einhaucht. Sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Junges Licht" von Ralf Rothmann

    Junges Licht
    FlorianTietgen

    FlorianTietgen

    02. January 2009 um 22:04

    Besonders gefällt mir die Sprache bei diesem Buch, gerade, weil der Autor entgegen dem herrschenden Trend trotz eines zwölfjährigen Icherzählers nicht versucht, die Sprache eines Zwölfjährigen zu benutzen, sondern einfach erzählt, fabuliert und dadurch die Atmospähre der Region und der Zeit trifft. Sehr sparsam fließen landschaftstypische Ausdrücke und Idiome in die Geschichte ein, da wo es nötig wird, lassen sie Autenzität zu. Die Geschichte selbst fand ich zu Beginn etwas richtungslos. Manchmal fragte ich mich, warum sie mir erzählt würde, doch zum Ende landete sie am Ziel und auch die Erzählmotivation wurde klar. Es ist kein Buch, das man vor Spannung nicht aus der Hand legt, aber eine wunderbar und stimmig erzählte Geschichte.

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  • Rezension zu "Junges Licht" von Ralf Rothmann

    Junges Licht
    chriesl

    chriesl

    18. September 2008 um 20:10

    Auch wenn die Sprache sehr schön ist, hat es mich nicht wirklich mitgerissen.

  • Rezension zu "Junges Licht" von Ralf Rothmann

    Junges Licht
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 19:22

    Ein "sommerheller" und "subtiler Ruhrgebietsroman . Wie Ralf Rothmanns bisherige Romane auch, beschreibt "Junges Licht" eine "Ruhrgebietskindheit". Und nicht irgendeine Kindheit, sondern Rothmanns eigene ist es, an der er entlang schreibt, gewissermaßen stromaufwärts, denn seine Helden werden zunehmend jünger. Diese Geschichte, die aus der Sicht des zwölfjährigen Ich-Erzählers Julian geschrieben ist, hat mir sehr gefallen. Julian ist wie alle Helden Rothmanns ein Beobachter, ein "Danebensteher", der versucht, den Geschehnissen aus dem Weg zu gehen. Wenn sie ihn dann doch einholen, wehrt er sich nicht, sondern erduldet sie als "schweigsamer Held des Ertragens". Besonders gelungen finde ich, wie Rothmann gleichsam "aus dem Innern der Vorstellungswelt des Kindes" schreibt, umso mehr als Julian vieles erspürt, ohne es wirklich zu verstehen. Dazu gehört auch die "kaum begriffene Sexualität", die überall im Roman "vibriert". Einfühlend erzählt ist die Armut der Bergarbeiter, sie wird nicht verkitscht oder verklärt, dafür wird aber ein regelrechtes "Museum der Arbeitswelt" in seine Erzählung eingeflochten, das mit seinen Beschreibungen der Welt unter Tage und ihrer "tektonischer Spannungen" zum Echo des rissigen Familienlebens über Tage wird. Ein "sommerheller" und "subtiler Ruhrgebietsroman".

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