Ralf Rothmann Milch und Kohle

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Inhaltsangabe zu „Milch und Kohle“ von Ralf Rothmann

Deutschland, Ende der sechziger Jahre: Der fünfzehnjährige Simon lebt mit Eltern und jüngerem Bruder in einer Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet. Alltagssorgen und die Enge des Milieus lassen nur wenig Raum für das Glück, um das hier jeder auf seine Weise kämpft. Die Mutter näht sich jede Woche ein neues Kleid und vergißt samstags beim Tanz die Tristesse ihrer Ehe. Simons Freund Pavel, ein melancholischer Rebell, durchstreift die Gegend auf seiner Zündapp, immer auf der Suche nach Mädchen und Abenteuern. Simon selbst ist mit dem Erwachsenwerden beschäftigt und versucht nebenbei, seinen halb verwilderten Bruder zu bändigen. Als eines Tages zwei italienische Gastarbeiter auftauchen, fällt ein Hoffnungsschimmer in das Dunkel - ein Erlebnis, das die mürbe gewordenen Beziehungen auf eine harte Probe stellt.

Furchtbar

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Man fühlt sich gut in die Lage der Nachkriegszeit hineinversetzt; die Charaktere sind perfekt konstruiert.

— Bananenhunter93
Bananenhunter93

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  • Rezension zu "Milch und Kohle" von Ralf Rothmann

    Milch und Kohle
    abschaffel

    abschaffel

    28. January 2007 um 23:53

    Durch die Tristesse der schlackegrauen Arbeitersiedlung schiebt sich die 60er-Jahre Adoleszenz des Protagonisten, der die kleinen Träume und Enttäuschungen seiner Eltern protokolliert, fernab vom Klischee der Aufbaujahre und allen politischen Implikationen. Fast zärtlich schildert der Erzähler die hilflos wortkargen Bemühungen des Bergmanns um seine Frau, die vor den kleinen Komplimenten des italienischen Gastarbeiter-Kumpels aufzublühen scheint und den Sohn in ödipale Wirrungen fallen lässt. Rothmann schafft es mit bewundernswerter Leichtigkeit den Mikrokosmos des Reviers auferstehen zu lassen, von der Milchkanne aus Alu, mit der man als Kind die Milch vom Eckladen holte und anschreiben ließ, bis zur Kohleschlacke in der Badewanne, die den Vater zum Wesen aus der Unterwelt macht; eine untergegangene Welt, die begrenzt wurde vom Förderturm der Zeche, der trüben Bar vor dem Ort und den unausgesprochenen Träumen der Jungen.

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