Milch und Kohle

von Ralf Rothmann 
3,9 Sterne bei41 Bewertungen
Milch und Kohle
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Positiv (29):
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Man fühlt sich gut in die Lage der Nachkriegszeit hineinversetzt; die Charaktere sind perfekt konstruiert.

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Furchtbar

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Inhaltsangabe zu "Milch und Kohle"

Deutschland, Ende der sechziger Jahre: Der fünfzehnjährige Simon lebt mit Eltern und jüngerem Bruder in einer Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet. Alltagssorgen und die Enge des Milieus lassen nur wenig Raum für das Glück, um das hier jeder auf seine Weise kämpft. Die Mutter näht sich jede Woche ein neues Kleid und vergißt samstags beim Tanz die Tristesse ihrer Ehe. Simons Freund Pavel, ein melancholischer Rebell, durchstreift die Gegend auf seiner Zündapp, immer auf der Suche nach Mädchen und Abenteuern. Simon selbst ist mit dem Erwachsenwerden beschäftigt und versucht nebenbei, seinen halb verwilderten Bruder zu bändigen. Als eines Tages zwei italienische Gastarbeiter auftauchen, fällt ein Hoffnungsschimmer in das Dunkel - ein Erlebnis, das die mürbe gewordenen Beziehungen auf eine harte Probe stellt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518398098
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:210 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:15.12.2001

Rezensionen und Bewertungen

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    abschaffels avatar
    abschaffelvor 12 Jahren
    Rezension zu "Milch und Kohle" von Ralf Rothmann

    Durch die Tristesse der schlackegrauen Arbeitersiedlung schiebt sich die 60er-Jahre Adoleszenz des Protagonisten, der die kleinen Träume und Enttäuschungen seiner Eltern protokolliert, fernab vom Klischee der Aufbaujahre und allen politischen Implikationen. Fast zärtlich schildert der Erzähler die hilflos wortkargen Bemühungen des Bergmanns um seine Frau, die vor den kleinen Komplimenten des italienischen Gastarbeiter-Kumpels aufzublühen scheint und den Sohn in ödipale Wirrungen fallen lässt.
    Rothmann schafft es mit bewundernswerter Leichtigkeit den Mikrokosmos des Reviers auferstehen zu lassen, von der Milchkanne aus Alu, mit der man als Kind die Milch vom Eckladen holte und anschreiben ließ, bis zur Kohleschlacke in der Badewanne, die den Vater zum Wesen aus der Unterwelt macht; eine untergegangene Welt, die begrenzt wurde vom Förderturm der Zeche, der trüben Bar vor dem Ort und den unausgesprochenen Träumen der Jungen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Furchtbar
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    Bananenhunter93vor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Man fühlt sich gut in die Lage der Nachkriegszeit hineinversetzt; die Charaktere sind perfekt konstruiert.
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