Bärenklau

von Ralf Waiblinger 
4,8 Sterne bei22 Bewertungen
Bärenklau
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Schroeflandis avatar

Erinnert mich an die Kultserie Mike Hammer, hier nur als Hund. Tierisch spanned und eine Mords-Gaudi

buecherwurm1310s avatar

Die Figuren sind sehr gut dargestellt mit ihren Besonderheiten und Eigenarten. Bösenschreck ist clever und gewitzt.

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Inhaltsangabe zu "Bärenklau"

Gefangen in einer Zweckehe in der feinen Gesellschaft, flieht Ex-Kommissar Bösenschreck - ein Hund - aus seinem goldenen Käfig, als der Familienschatz seines Vaters entwendet wird. Durch einen Mord wird aus dem vermeintlichen Diebstahl eine Affäre von enormem öffentlichen Interesse. Bösenschrecks unkonventionelle Ermittlungen machen den Wadenbeißer selbst zum Gejagten. Gelingt es ihm, die Übeltäter zu entlarven und sich aus der Schusslinie zu bringen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839217504
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:375 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:01.07.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Die Figuren sind sehr gut dargestellt mit ihren Besonderheiten und Eigenarten. Bösenschreck ist clever und gewitzt.
    Bösenschreck kann’s nicht lassen

    Ex-Kommissar Bösenschreck ist ungewöhnlich, denn welcher Kommissar gehört schon zur Gattung Hund. Da sitzt er nun in seinem Zwinger, selbst wenn es durch die Hochzeit mit der wohlhabenden Barbarella ein goldener ist. Einerseits schlimm, dass er sich auf die Jagd nach dem „Familienschatz“ machen muss, andererseits raus dem goldenen Käfig – yippieh, ein guter Grund rückfällig zu werden. Kommissar Butscher zeigt nicht genug Engagement, da kann nur Bösenschreck sich auf die Jagd machen. Dann aber wird er selbst zum Gejagten.

    Die Geschichte ist so wundervoll erfrischend geschrieben und hat mich begeistert. Daher werde ich mit jetzt auch den Vorgängerband "Hasenpfeffer" zulegen. Die tollen Zeichnungen im Buch unterstreichen die Geschichte sehr humorvoll. Den Dieb hatte ich recht schnell ausgemacht, aber es passieren ja auch noch Morde und die Geschichte wird doch vertrackter als vermutet, so dass ich menschlicher Leser mich durch den tierischen Ex-Kommissar auf die Spur bringen lassen musste. Dass alles geht natürlich nicht hundeernst zu, sondern ist sehr witzig, denn allzu gerne werden menschliche Unzulänglichkeiten auf die Schippe genommen.

    Die Figuren sind sehr gut dargestellt mit ihren Besonderheiten und Eigenarten. Bösenschreck ist clever und gewitzt.

    Ich habe mich sehr gut unterhalten und freue mich auf neue Fälle mit Bösenschreck.

    Witzig und spannend.

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    Zsadistas avatar
    Zsadistavor 3 Jahren
    Rezension zu "Bärenklau"

    Ex-Kommissar Bösenschreck könnte es so schön haben. Da er aus kriminellen Gründen seinen Dient quittieren musste lebt er jetzt mit seiner Frau in Ruhe und Wohlstand. Müsste er nicht immer mit ihr auf jede kulturelle Veranstaltung, die seine Frau Barbarella finden kann. Doch dann geschieht das unfassbare. Bösenschrecks Eltern wird ein immens wertvolles Buch gestohlen. Doch da Kriminalkommissar Butscher keine Einbruchsspuren findet, hackt er den Fall einfach ab. So etwas passiert doch nicht Bösenschrecks Eltern! Der Ex-Kommissar riecht die Lunte und macht sich selbst auf den Weg, das Buch wieder zu finden. Und dann passiert auch schon der erste Mord.

    „Bärenklau“ ist ein sogenannter Hundekrimi. Und der zweite Krimi aus der Hand des Autors Ralf Waiblinger. Die Protagonisten sind allesamt Tiere. Zum Anfang des Buches findet man eine Auflistung „Der Mitspieler“. Dort sind die Namen, Eigenschaften und ein Bild gelistet. Bis ich alleine da durch war, hatte ich schon ein Grinsen ins Gesicht gemeißelt. Herrlich, darauf muss man erst einmal kommen. Im Buch selbst befinden sich dann auch weitere Illustrationen. Ich fand dies sehr gelungen. Am Ende findet man dann auch noch ein kleines Wörterbuch „Kastalonisch für Anfänger und Fortgeschrittene“.

    Der Autor hat es geschafft, tolle Protagonisten mit Fell und Federn zu erschaffen. Der Krimi war spannend und flott geschrieben. Der Humor kam natürlich auch nicht zu kurz. Spekulatius Bösenschreck war einfach einmalig. Auch über die ganzen Wortspiele musste ich ständig schmunzeln.

    Das Buch ist zwar in große Kapitel geteilt, hat aber sehr viele Unterpunkte. Daher lässt sich das Buch recht schnell und flüssig lesen.

    Wer einen Krimi mit Humor und schrägen Protagonisten mag, liegt hier 100%ig richtig! Ich kann „Bärenklau“ nur weiter empfehlen. 

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    dorlis avatar
    dorlivor 3 Jahren
    Rezension zu "Bärenklau" von Ralf Waiblinger

    Ex-Kommissar Spekulantius Bösenschreck ist seit einem halben Jahr nur noch Vorzeigeehemann - seine Frau Barbarella Piepenbringts schleppt ihn von einer kulturellen Veranstaltung zur nächsten.
    Als seinen Eltern ein wertvolles Backbuch gestohlen wird und Kriminaloberkommissar Butscher, Bösenschrecks Nachfolger bei der Kripo, wegen fehlender Einbruchsspuren keinen Handlungsbedarf sieht, erwacht Bösenschrecks Ermittlerherz zu neuem Leben. Er bricht aus seinem goldenen Käfig aus und macht sich auf die Suche nach dem gemeinen Dieb. Als einige Rezepte aus dem gestohlenen Buch in einer Kochshow präsentiert werden und kurz darauf ein Mord geschieht, nimmt der ganze Fall richtig Fahrt auf…

    „Bärenklau“ ist bereits der zweite Fall für den ehemaligen Kriminalhauptkommissar Spekulantius Bösenschreck, dieser Krimi ist aber auch ohne Kenntnis des ersten Bandes bestens verständlich.

    Ralf Waiblinger erzählt den Hundekrimi mit viel Schwung. Es geht in diesem Buch frisch, locker und lebhaft zu, der Autor beschreibt detailreich und mit viel Humor Bösenschrecks einfallsreiche Ermittlungen. Die Dialoge sind mit ganz viel Wortwitz gespickt, den Protagonisten wurden viele lockere Sprüche in den Mund gelegt und es gibt reichlich Situationskomik. Darüber hinaus wartet die sprachlich ausgefeilte Geschichte mit zahlreichen Anspielungen und allerlei Doppelsinnigem auf und die gut durchdachte Krimihandlung lädt zum Miträtseln und Mitraten ein - das Lesen macht einfach Spaß.

    Der Clou in diesem Buch sind ganz eindeutig die wunderbaren und zum Teil recht skurrilen tierisch-menschlichen Figuren. Ich habe mich über die humorvoll dargestellten Eigenarten und Besonderheiten der Akteure und ihr lebhaftes Zusammenspiel köstlich amüsiert.

    Sehr gut gefallen haben mir auch die in lockeren Abständen eingestreuten Illustrationen, die die turbulente Szenerie ganz herrlich veranschaulichen. Ein vorangestelltes Mitspieler-Verzeichnis inklusive Profilzeichnungen und ein kleines Wörterbuch Kastalonisch – Deutsch im Anhang runden das Buch perfekt ab.

    „Bärenklau“ ist ein äußerst spaßiger Krimi, der wunderbar kurzweilige Unterhaltung bietet.

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    Wildponys avatar
    Wildponyvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Tierischer Ermittlungs-Krimi-Spaß - sehr zu empfehlen!
    Bärenklau - humorvoller Krimi - sehr zu empfehlen!

    Bärenklau  -  Ralf Waiblinger

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Gefangen in einer Zweckehe in der feinen Gesellschaft, flieht Ex-Kommissar Bösenschreck - ein Hund - aus seinem goldenen Käfig, als der Familienschatz seines Vaters entwendet wird. Durch einen Mord wird aus dem vermeintlichen Diebstahl eine Affäre von enormem öffentlichen Interesse. Bösenschrecks unkonventionelle Ermittlungen machen den Wadenbeißer selbst zum Gejagten. Gelingt es ihm, die Übeltäter zu entlarven und sich aus der Schusslinie zu bringen?

    Mein Leseeindruck:

    Zuerst einmal muss ich sagen das die Idee eines "tierischen" Krimis super ist und ich diese Art sehr humorvoll und toll finde.

    Das habe ich schon im Vorgängerbuch "Hasenpfeffer" feststellen können und daher habe ich noch mit viel größerem Vergnügen nun "Bärenklau" gelesen.

    (Es ist aber nicht zwingend nötig erst den Vorgängerband zu lesen, Bärenklau kann auch problemlos einzeln gelesen werden).

    Ich mag den Hauptprotagonisten, den Ex-Kommissar Bösenschreck sehr gerne. (Genialer Name, oder nicht?). Und auch seine Art zu ermitteln hat mir viele humorvolle und spannende Stunden bereitet.

    Ich möchte jedoch nicht zu viel verraten - am besten ihr lest das Buch selbst :-) 

    Fazit: 

    Super spannender, humorvoller tierischer Krimi - den ich jedem interessierten Leser nur von Herzen empfehlen kann!

    (Natürlich auch Band 1 Hasenpfeffer).

    Der Autor  Ralf Waiblinger hat mit diesen Büchern eine ganz besondere Art von Krimi geschaffen. Großes Lob! 

    Von mir gibt es dafür 4 Sterne und eine große Leseempfehlung!  

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wenn offene Rechnungen durch die Mafia beglichen werden!
    Ein saustarker Hundekrimi mit skurrilen Figuren und ausgezeichneter Story

    In diesem Hundeleben hat sich der Expolizist Bösenschreck etwas mehr Ruhe und ein beschaulicheres Leben dank seiner wohlhabenden Ehefrau Barbarella erhofft. Doch dann wird ausgerechnet ein bekannter Fernsehkoch ermordet und seine Eltern geraten in Verdacht, da sein Nachfolger Butscher von seinem Job überhaupt keine Ahnung hat. Einzig Fitzelkrams, seine verbliebene Informationsquelle in der Forensik scheint ihm wohlgesonnen und unterstützt ihn bei seinen eigenen Ermittlungen. Doch hier geht es nicht nur um Mord, es geht um die gute alte Mafia, offene Rechnungen, Rache und um viel Geld!

     

    Ein saustarker Hundekrimi mit skurrilen Figuren, ausgezeichneter Story und verblüffenden Ähnlichkeiten!

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    Taluzis avatar
    Taluzivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Listige Wendungen, verwirrende Verfolgungen und kriminelle Machenschaften machten das Lesen spannend.
    Tod eines Promibäckers

    Bösenschreck ist verheiratet und nicht mehr im Polizeidienst aktiv. An der Seite seiner reichen Frau Barbarella besucht er jede Menge kulturelle Veranstaltungen. Das Leben könnte so friedlich sein, wenn nicht das Rezeptbuch seiner Eltern verschwunden wäre. Seine Eltern betreiben eine alte Familienbäckerei und hüteten-schnurrend das Familien-Rezeptbuch wie einen Schatz. In Bösenschreck ist der Jagdinstinkt geweckt. Bösenschrecks Ermittlungen führen ihn zu alten Bekannten, zürnen den Unmut seiner Frau und bringen ihn in illegale Machenschaften.

    Ergebnis: Mord an einen Promibäckers!

    Das alles wegen einem alten Familien-Rezeptbuch? Oder steckt mehr dahinter?

    Endlich ist „Bärenklau“, der Nachfolger von „Hasenpfeffer“ da! Man muss nicht unbedingt „Hasenpfeffer“ zuerst lesen, aber ich kann mir vorstellen, das es hilft, schneller mit den Charakteren vertraut zu werden (außerdem ist „Hasenpfeffer“ einfach lesenswert!).

    Am Anfang des Buches „Bärenklau“ gibt es aber auch ein Personen- äh Tierregister, damit der Leser sich vertraut machen kann mit den Charakteren oder zwischendurch noch mal nachschlagen kann. Das tolle daran, waren die Bilder, so dass man den Namen gleich mit dem Bild verbinden konnte und beim Lesen diese Figur vor Augen hatte.

    Die Illustrationen in Bärenklau stammen alle aus der Feder des Autors Ralf Waiblingers. Besonders gut gefallen hat mir das Bild auf Seite 293: Fitzelkram und Bösenschreck treffen sich am Brunnen. Eine Szene, die inhaltlich übrigens nicht nach meinen Vorstellungen verlief. ;-) Aber das müsst ihr selber lesen.

    Der Schreibstil ist amüsant, intelligent und abwechslungsreich. Da musste ich als Leser hellwach sein, z. B. bei Iwan dem Nuschler, Seite 65: „Hör schu. Vorscheeschtern isch scho´n schniesche auschehender Kerl ausch Kaschtalonien hier anscheschommen.“

    Oder ich amüsierte mich über Redewendungen, wie „... dass Sie hinterlistiger Fuchs mich hinters Licht geführt haben“ oder Wortkreationen, wie „Eichellikör“ und Namengebungen, wie Dietrich Riegelein für einen Mitarbeiter des städtischen Schlüsselnotdienstes.

    Mein Kopfkino kannte beim Lesen keine Grenzen.

    Bei dem Gespräch zwischen den Gerichtsmedizinern Messerschmitt und Fitzelkrams ab Seite 244 musste ich an die Gerichtsmediziner Boerne und Heller aus der Sendung Tatort denken: zu köstlich!

    Durch Schokues Kochsendung und Anspielungen zu anderen Sendungen oder bekannten Namen war es ein spaßiger Wiedererkennungsfaktor.

    Die Geschichte in Bärenklau ist spannend konsturiert. Mir ging es ähnlich wie Kriminaloberkommissar Butscher, ich hatte einen Verdächtigen und ein Motiv nach dem anderen, aber der wahre Täter glitt mir lange durch die Finger.

    Listige Wendungen, verwirrende Verfolgungen und kriminelle Machenschaften machten das Lesen spannend.

    Ein Lesemuss!!!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine gelungene kriminalistische Tierfabel!
    Eine gelungene kriminalistische Tierfabel!

    Die Story:

    Der Krimi handelt von Ex-Kommissar Spekulantius Bösenschreck, der in ziemliche Schwierigkeiten gerät. Grund dafür ist der Diebstahl des Familienschatzes seiner Adoptiveltern, die eine bekannte Konditorei führen. Bei dem Diebesgut handelt es sich um das Backbuch, mit den geheimen Rezepturen für die Leckereien. Bösenschrecks Nachfolger Butscher spielt den Diebstahl hinunter und verweigert die Ermittlungen. Er ist er Ansicht, dass das Buch schlichtweg verlegt wurde und sicher wieder auftaucht.

    Infolge des Diebstahls ereignen sich einige Mordfälle. Es ist kaum zu glauben, welche Turbulenzen ein „einfaches“ Backbuch auslösen kann! Kann Spekulantius das Backbuch wieder finden? Wer ist an den zahlreichen Mordfällen schuld?

     

    Meine Meinung:

    Der „Hundekrimi“ bringt frischen Wind in die sonst klassische Krimilandschaft. Durch einige Zeichnungen des Autors wird die Vorstellungskraft der Handlung beim Leser gefördert. Die Szenen bleiben länger und intensiver in Erinnerung. In meinen Augen ist das Werk eine kriminalistische Tierfabel, da die Protagonisten sprechen und stellendweise auch belehrend wirken.

    Das „Who is who“ am Anfang des Romans erleichtert dem Leser den Einstieg in die Handlung. Die wichtigsten Personen werden charakterisiert und es stellt sich heraus, dass es sich nicht nur um Hunde dreht. Es kommen auch Pferde, Hasen oder Hamster vor.

    Besonders gut gelungen finde ich die zahlreichen Wortspiele. Der Hamster wird beispielsweise als „hamsternder Messie“ dargestellt.

     

    FAZIT:

    Ein besonderer Krimi, der sich in vielerlei Hinsicht von seinen klassischen „Artgenossen" abhebt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wer auf den dritten Band der "Bösenschreck"-Reihe spekuliert, tut das nicht ohne Grund: der zweite Teil war wieder "fabelhaft". Weiter so!
    Bärenstarker Hund zurück auf der Krimi-Bühne.

    Wäre Spekulantius Bösenschreck nicht ein Malheur passiert, als er den Luggeleskäskuchen für seine Gattin Barbarella backen wollte, hätte er sich nicht in sein Auto schwingen müssen, weil er zum Stammhaus der Zuckerbäcker Koriander fahren musste, um Ersatz für die missglückte Torte zu holen. Und dort erschien er zur rechten Zeit, denn was er vorfand, war selbst für ihn, den harten Hund, eine zutiefst erschütternde Situation. Die Katzen, Margarina und Oblabert Koriander, seine Adoptiveltern, saßen innerlich gebrochen und in Tränen aufgelöst vor ihrem geöffneten Safe. Auf den ersten Blick schien es ihm, als sei alles Wichtige noch vorhanden, bis seine grauen Zellen eine entsetzliche Wahrheit registrieren mussten: es fehlte der Schatz der Familie, das Werk, auf dem die ganze Dynastie aufgebaut war. Das Koriandersche Familienbackbuch war Opfer eines schnöden Diebstahls geworden, das Geheimnis zur Herstellung duftender, süßer Spezialitäten war jäh der Exklusivität entrissen und nun vermutlich in den respektlosen Händen gewinnsüchtiger Banausen, eine hundsgemeine Tragödie unabsehbaren Ausmaßes. Der elterliche Katzenjammer griff Spekulantius ans Herz, und die beleidigende Gleichgültigkeit, mit der sein Nachfolger, Kommissar Butscher, dieses Verbrechen registrierte, sorgte für die Auferstehung aller kriminalistischen Instinkte, die während seiner Ehe mit Barbarella Piepenbringts im tatenlosen Wohlstand vor sich hingedümpelt hatten. Seine Spürnase hatte schnell wieder Witterung aufgenommen, sein Jagdinstinkt war immer noch ungebrochen, wie zu der Zeit, als er einer verbrecherischen Hasenbande eine gepfefferte Breitseite geboten hatte. Seine Methoden waren auch jetzt wieder ungewöhnlich, wenn auch ab und zu sogar legal. Als dem dreisten Raub allerdings noch ein Mord folgte, der offensichtlich in enger Verbindung zu der entwendeten „Feinschmecker-Bibel“ stand, hatte der furchtlose Ermittler im Handumdrehen selbst die Meute im Genick, die ihm das Fell über die Ohren ziehen wollte, und das würde er sicher nicht unbeschadet überleben. Gehört er, wenn am Ende das „große Halali“ erklingt, auf die Seite der Sieger oder haben die Bösewichte ihn „zur Strecke“ gebracht?
    Wieder einmal ist hier im Waiblingerschen Atelier ein besonderer Tierkrimi entstanden, dessen kunterbunte Personen – so möchte ich sie einfach gerne bezeichnen – in Worten und Bildern für absolut unterhaltsamen Lesegenuss sorgen.
    Abgesehen von der passenden Namensgebung für die Protagonisten, die sich den Lesern ironisch, intelligent und ausgezeichnet beobachtet erschließt, überzeugt der flüssige, gewandte Schreibstil des Autors. Die flott angelegte Handlung ist voll Spannung, Humor und schlagfertigem Witz, der den liebenswerten Hauptdarstellern – wie uns die phantastischen Skizzen zeigen - wunderbar zu Gesicht steht.
    Um im literarisch-fabulierenden Metier des Buches zu bleiben, möchte ich zum Schluss sagen, dass es nicht das geringste Fitzelchen in diesem Roman herauszukramen gibt, das mir nicht gefällt – ich fände selbst dann keines, wenn ich es mit der Lupe suchen würde.
    Aber diese Erfahrung sollten Sie selbst machen. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen.

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    Mrs. Dalloways avatar
    Mrs. Dallowayvor 3 Jahren
    Tiere als Protgonisten


    Der Inhalt:

    Ex-Kommissar Bösenschreck, bei dem es sich um einen Hund handelt, muss wieder zur Tat schreiten, als seinem Vater, einem Bäcker, der Familienschatz entwendet wird.Durch einen Mord wird aus dem vermeintlichen Diebstahl eine Affäre von großem öffentlichen Interesse.Gelingt es unserem Ermittler, den Übeltäter zu überführen?

    Meine Meinung:
    Im Großen und Ganzen hat mich dieser Hundekrimi leider nicht auf ganzer Linie überzeugen können.
    Als positiv erwähnen möchte ich aber schon mal die vielen Illustrationen im Buch, von denen es gerne mehr hätte geben dürfen, und die Personenauflistung am Anfang.
    So kann man dann immer nachgucken, wenn man nicht mehr weiß, wer wer ist.
    Leider hat mir das trotzdem nicht allzu viel gebracht. Denn diese Liste ist nochmals auf mehrere Seiten verteilt und so war ich nur am Blättern. Merken konnte ich mir die vielen Personen (Tiere) und ausgefallenen Namen nicht alle.
    Das finde ich sehr schade, es waren einfach ein paar Charaktere zu viel.
    Beim Lesen habe ich dann gemerkt, dass ich nicht richtig mit dem Buch warm wurde.

    Meine Empfehlung richtet sich an Leser, die ausschließlich Krimis bevorzugen, teilweise auch dem Genre Fantasy nicht abgeneigt sind und ein Faible für Tiere haben.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Tierisch humorvoller Krimi mit vielen schönen Einfällen!
    Kopfkino pur

    Pane ist aus dem Gefängnis ausgebrochen. Er hat einen neuen Plan, zu dem er Blume, der sich jetzt van Easterhazy nennt, braucht.

    Ex-Kommissar Spekulantius Bösenschreck soll für die Party seiner Frau Barbarella einen Kuchen backen. Leider geht das schief. Deshalb macht er sich auf den Weg zu seinen Pflegeeltern, die eine Bäckerei führen. Doch sein Vater Oblabert Koriander ist tief getroffen. Sein geheimes Kochbuch wurde aus dem Safe entwendet. Der neue Polizeikommissar Butscher interessiert sich nicht für den Fall. Da es keinerlei Einbruchspuren gibt, weder am Haus, noch am Safe, wird der Bäcker das Buch wohl verlegt haben. Bösenschreck nimmt deshalb allein die Ermittlungen auf.

    Die Geschichte wird zum großen Teil aus der sich von Bösenschreck erzählt. Der Autor hat einen humorvollen tierischen Krimi geschrieben. Die Protagonisten sind alle Tiere. Bösenschreck ist ein Hund, seine Pflegeeltern Katzen. Schon diese Konstellation sorgt für eine abwechslungsreiche Geschichte.

    Das Buch lässt sich flott lesen. Ursache dafür sind die vielen ungewöhnlichen Einfälle, die komplexen Beziehungen zwischen den Protagonisten und der besondere Schriftstil.

    Die sprachliche Umsetzung ist ein Hochgenuss. Das geht schon damit los, dass die Namen der Protagonisten nicht zufällig gewählt wurden, sondern Programm sind. Manche der Namen erinnern gekonnt an wirkliche Personen, besonders wenn es um das Thema Fernsehen geht. Hier werden einige Sendungen gezielt auf die Schippe genommen. Es zeigt sich, dass der Grat zwischen fast „berühmt“ und „rausgeschmissen“ sehr schmal ist.

    Bösenschrecks Ehe mit Barbarella, einem Seehund, offenbart auch immer mehr ihre Schattenseiten. Wer das Geld hat, bestimmt, wo es langgeht!

    Trotz der ungewöhnlichen Protagonisten ist die Geschichte ein spannender Krimi. Wilde Verfolgungsjagden und spitzfindige Irrwege lassen das Mitraten zum Vergnügen werden. Butscher ist heillos überfordert. Seine Halbbildung führt außerdem dazu, dass ich als Leser meine Kenntnisse von Zitaten und Sprichwörtern eifrig überprüfen konnte. Neben Bösenschreck gibt es einen weiteren Protagonisten, der mit Pane noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Und auch Panes Freunde und Helfer trauen ihm nicht über den Weg.

    Der Schriftstil sorgt für abwechslungsreiches Kopfkino. Immer neue Kleinigkeiten am Rande der Ermittlungen zaubern ein Schmunzeln auf die Lippen. Einerseits treiben ausgefeilte Dialoge das Geschehen voran, andererseits wird in Gesprächen mehr angedeutet als ausgesprochen. Das sorgt für Abwechslung im Sprachstil..

    Im Buch befinden sich einige Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Sie veranschaulichen das Geschehen auf humorvolle Weise und geben das besondere Flair der Geschichte ausgezeichnet wieder. Auf den ersten Seiten werden sämtliche Protagonisten mit Zeichnung und kurzem Steckbrief vorgestellt.

    Das Cover weist gekonnt auf einen Schwerpunkt der Handlung hin.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dazu hat neben der vielschichtigen Handlung auch der ironische Stil beigetragen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    RalfWaiblingers avatar
    Gefangen in einer Zweckehe in der feinen Gesellschaft, flieht Ex-Kommissar Bösenschreck - ein Hund - aus seinem goldenen Käfig, als der Familienschatz seines Vaters entwendet wird. Durch einen Mord wird aus dem vermeintlichen Diebstahl eine Affäre von enormem öffentlichen Interesse. Bösenschrecks unkonventionelle Ermittlungen machen den Wadenbeißer selbst zum Gejagten und Underdog. Gelingt es ihm, die Übeltäter zu entlarven und sich aus der Schusslinie zu bringen?

    EIn Ausflug in die Haute-Cuisine der B-Promibäcker entwickelt sich zu einem amüsanten und hemdsärmeligen Katz- und Mausspiel um den verschrobenen Ermittler Bösenschreck.

    Eine tierische Krimisatire, genial illustriert - irgendwie regional und doch ganz anders. Ein gefundenes Fressen für Freunde von verbalen Leckerbissen und subtilem Humor.

    Der Gmeiner-Verlag stellt für diese Leserunde insgesamt 20 Rezensionsexemplare zur Verfügung.

    Bewerbt euch bis zum 11.07.2015!
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