Ralph Bollmann

 4 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Walküre in Detmold, Lob des Imperiums und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ralph Bollmann

Ralph BollmannWalküre in Detmold
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Walküre in Detmold
Walküre in Detmold
 (2)
Erschienen am 11.02.2017
Ralph BollmannLob des Imperiums
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Lob des Imperiums
Lob des Imperiums
 (1)
Erschienen am 31.08.2006
Ralph BollmannReform
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Reform
Reform
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Erschienen am 13.10.2008
Ralph BollmannDie Deutsche: Angela Merkel und wir
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Die Deutsche: Angela Merkel und wir
Die Deutsche: Angela Merkel und wir
 (0)
Erschienen am 24.07.2013
Ralph BollmannDie Deutsche
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Die Deutsche
Die Deutsche
 (0)
Erschienen am 24.08.2013

Neue Rezensionen zu Ralph Bollmann

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Rezension zu "Walküre in Detmold" von Ralph Bollmann

Rezension zu "Walküre in Detmold" von Ralph Bollmann
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Die Oper und Deutschland – das ist ein ganz besonderes Verhältnis. Auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es in Deutschland nahezu achtzig Opernhäuser, mit den dazugehörigen Ensembles und Orchestern. Es gibt sie natürlich in den großen Städten, aber auch in der Provinz. Und alle versuchen sie sich mehr oder minder erfolgreich auch an den großen Stoffen.

Es gibt seit langem eine Debatte darüber, ob es gerecht und sozial- und kulturpolitisch vertretbar sei, diesen Fleckenteppich an Opernhäusern aus öffentlichen Mitteln noch länger zu unterhalten, denn ohne die Millionen der jeweiligen Bundesländer könnte keine einzige Bühnen wirklich überleben. Und natürlich wird immer wieder jenes uralte Argument aus der Mottenkiste geholt, dass die Oper nur von wenigen Reichen und Gebildeten genutzt wird. Der Rezensent, der es genießt, 15 Kilometer von seinem Wohnort mit dem Staatstheater in Darmstadt eine respektable Oper zu haben, und diese etwa einmal im Monat besucht, hat bei seinen unzähligen Opernbesuchen in den letzten zehn Jahren da andere Beobachtungen gemacht. Die Oper ist eben nicht mehr der Treffpunkt allein der Arrivierten, auch nicht mehr ein Schaulaufen der neuesten Konfektionen, auch wenn ich mir bei manchen Besuchern doch eine etwas angemessenere Kleidung wünschen würde. Tatsache ist jedenfalls, dass ich niemals einmal im Monat bis nach Frankfurt etwa fahren würde.

Der Journalist Ralph Bollmann, lange Jahre bei der taz und nun bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, ist nicht nur oft unterwegs, sondern er liebt auch Opern. Deshalb hat vor vielen Jahren schon begonnen, auf seinen Reisen durch Deutschland Opernhäuser zu besuchen. Zwischen 1997 und 2009 hat er sie alle gesehen, auch die „Walküre in Detmold“. Und er hat notiert, was er dort erlebt und beobachtet hat. Herausgekommen ist eine nun bei Klett-Cotta erschienene „Entdeckungsreise durch die deutsche Provinz“, bei man nicht nur viel über Opern, Opernensembles, gelungene und auch missratene Aufführungen lesen kann, sondern auch sehr aufschlussreiche und unterhaltsame Beobachtungen über unser Land und seine Kultur.

Wer sich für die Oper interessiert und für Literatur, den möchte ich an dieser Stelle auf zwei wunderbare Bücher hinweisen. Lea Singer hat mit dem Roman „Der Opernheld“ im Frühjahr 2011 nicht nur eine Hommage an die Oper, insbesondere die italienische, geschrieben, sondern auch ein Psychogramm eines Mannes, der sich in seiner Begeisterung für die Oper regelrecht verliert.

Ende August 2011 erscheint bei Residenz der neue Roman von Peter Henisch unter dem Titel „Grosses Finale für Novak“, in dem er die Geschichte eines biederen Mannes erzählt, dessen stumpfes und langweiliges kleinbürgerliches Leben mit dem Kontakt zur Opernmusik eine dramatische Wendung nimmt. Ich habe es vorab gelesen und halte es für eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr bisher in der Hand hatte.

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