Ralph Edenhofer

 5 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von ex vitro, per ignem: c23 - Band 2 und weiteren Büchern.
Ralph Edenhofer

Lebenslauf von Ralph Edenhofer

Ich: - Kind der 70er (geboren) - Kind der 80er (gefühlt) - Physiker (Dipl.) - Ingenieur (Dr.) - Rollenspieler (pen & paper) - Motorradfahrer (Suzuki LS 650) - American Football-Fan (Go Steelers!) - Sterngucker (70 mm Dobson) - Autor (Science Fiction)

Alle Bücher von Ralph Edenhofer

Ralph Edenhoferper ignem: c23 - Band 2
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per ignem: c23 - Band 2
per ignem: c23 - Band 2
 (3)
Erschienen am 22.05.2017
Ralph Edenhoferex vitro
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ex vitro
ex vitro
 (3)
Erschienen am 17.01.2018
Ralph Edenhoferin abyssum
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in abyssum
in abyssum
 (2)
Erschienen am 27.04.2018
Ralph Edenhoferper ignem
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per ignem
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 (0)
Erschienen am 09.03.2018

Neue Rezensionen zu Ralph Edenhofer

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Rezension zu "in abyssum" von Ralph Edenhofer

Ich hoffe, Edenhofer wird eines Tages in einem Atemzug mit den ganz großen der Sci-Fi genannt.
Serkalowvor 2 Monaten

Meine Meinung über die ersten beiden Bände der Trilogie kann man bei meinen Rezensionen oder auf meinem Blog  nachlesen.

Wie immer stellt sich für mich, und damit hoffentlich für Sie lieber Leser meines Blogs, die Frage:

Lohnt es sich, die gesamte Trilogie zu lesen?
»Sie wollen die Freiheit? Dazu gehört es, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen und die Konsequenzen zu tragen.«

Ich fange diesmal mit einem Zitat aus der Geschichte an, welches erst kurz am Ende auftaucht, dass ich aber als gelungenes Beispiel sehe, warum die »c23« Trilogie so eine verdammt gute Sci-Fi-Unterhaltung ist.

Als großer Fan der 3-Akt-Struktur befindet sich »in abyssum« Anfangs am Ende des 2. Aktes und damit dem großen »all is lost«.

Die Hauptfiguren haben an diesem Punkt der Geschichte wirklich alles verloren, was sie bisher ausgemacht hat und man merkt als Leser schnell, warum diese Erzählstruktur sinnvoll ist.

Denn ansonsten wäre nach dem Ende von Band 2 eigentlich nur belangloses »Blablabla« drin gewesen, dass vielleicht noch die ein oder andere Frage aus den ersten Bänden beantwortet hätte aber nicht für einen kompletten dritten Band ausreichend gewesen wäre.

Aber Ralph Edenhofer, den ich mittlerweile neidlos als ganz großen Handwerker bezeichnen kann, ist ein wirklich viel zu guter Autor, als dass er in diese Falle tappt.

Sein dritter Band ist ein fulminantes Finale mit ein paar (manchmal sogar schmerzhaften) Überraschungen für das Setting, die Figuren und den Leser. Ein Showdown in dem er noch einmal aufzeigt, dass Weltraumschlachten nicht nur auf der Kinoleinwand funktionieren, in dem er sie einfach aus der Sicht seiner wichtigsten Protagonisten erzählt.
Es gibt Wendungen und Weiterentwicklungen, das gesamte Szenario wird aufgelöst, alle Fäden sauber zum Ende hin verknotet und die Geschichte zu einer guten Auflösung gebracht.

Im Nachwort kündigt der Autor an, dass noch weitere Geschichten aus dieser Welt erzählt werden wollen. Für den Freund von intelligenter, unterhaltsamer Science-Fiction stellt sich damit also nur die Frage, was er bis zum nächsten Buch aus Edenhofers Feder lesen soll.

Ich bereue keine einzelne Sekunde, die ich in den letzten Wochen mit der »c23«-Trilogie verbracht habe, wo ja Sci-Fi nicht mein bevorzugtes Lesegenre ist. Aber es hat sich gelohnt. Und der vorläufige Abschluss genügt mir völlig, um mich ohne vor Neugier zerfetzt zu werden, jetzt erst einmal anderen (von mir eher prefärierten) Genres zu widmen.

Hut ab Herr Edenhofer und ich hoffe, dass man Sie eines Tages in einem Atemzug mit den großen Namen des Science-Fiction nennen wird. Verdient hätten Sie es!

Weiterhin 5 begeisterte Sterne.

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Rezension zu "per ignem: c23 - Band 2" von Ralph Edenhofer

Noch besser als Teil 1!
Serkalowvor 2 Monaten

Meine Meinung über den ersten Band »ex vitro« kann man auf meinem Blog ja noch mal nachlesen.

Obwohl dieser nicht mit einem Cliffhanger endete, also gut und gerne erst einmal als eigenständiges Werk stehen bleiben könnte ... obwohl ich oft auch gerne mal eine Pause zwischen mehreren Teilen mache, da mich das Verweilen in den gleichen Sujets oder Genres doch manchmal langweilt ...

Begann ich dennoch sofort nach Abschluss von »ex vitro« mit dem Nachfolger »per ignem« und wie immer lautet die Frage:

Hat es sich gelohnt?

Ganz klar: Ja!

Ralph Edenhofer macht auch im zweiten Band alles richtig, was man in einem zweiten Band richtig machen kann.
Sein handwerkliches Können als Autor steht für mich mittlerweile erhaben über jedem Zweifel.
Edenhofer bringt dezent einige neue Protagonisten in die Geschichte, damit durch den Fokus auf die bisherigen Hauptfiguren auch gar keine Langweile auf kommen kann. Dies ist oft der Tod einer Serie. Beim TV heißt es: »Wenn es den Autoren nicht mehr gelingt, die Story voran zu treiben, werden neue Figuren eingeführt.« (Bestes bzw. in diesem Fall schlechtestes Beispiel dafür ist die zweite Staffel von »Twin Peaks«.)
Der Autor von »c23« tut dies allerdings so geschickt, dass der Leser nicht nur das Gefühl hat, dies wäre absolut notwendig – was es auch ist, da sie entscheidend zur Geschichte beitragen – nein, es fühlte sich sogar so an, als wären die auch im ersten Band schon vorhanden gewesen. (Gut, eine wurde sogar erwähnt.)
Allein aber dies ist in meinen Augen ein absoluter Beweis für die goldene Schriftstellerhand von Herrn Edenhofer.

Ansonsten gibt es die, für den zweiten Teil plottechnisch wirklich wichtigen Veränderungen und Entwicklungen. Es werden große (kinoreif erzählt) Raumschlachten geschlagen.
Erste Siege werden wieder zu Niederlagen.
Es gibt große Verluste an Leib und Seele.
Vieles wird zerstört und die Figuren werden Konflikten ausgesetzt, die sie auf jeden Fall verändern.

Nun bleibt nur noch, mich auf ein fulminantes Finale zu freuen.

Edenhofer schafft in »per ignem« Verschwörungen und Intrigen auf politischer Ebene, die uns nur zu bekannt vorkommen, nur dass sie in seiner Welt eben das gesamte Sonnensystem bedrohen.
Er inszeniert kleine Kämpfe, wie aus einem guten Actionfilm und cineastische Raumschlachten, die man sonst nur von »Star Wars« (als Film!!) kennt.
Er kreiert Figuren, deren Motivation er uns immer wieder nahe bringt, so dass er den Leser des Öfteren mit dem Durchbrechen des Gut-Böse-Schemas überrascht, bzw. ihn mit seinen Erwartungen an der Nase herumführt.

Für mich war der Lesegenuss tatsächlich noch um einiges höher als beim ersten Band, obwohl das mathematisch auf Grund meiner Sternvergabe gar nicht möglich ist.

»per ignem« schafft es »ex vitro« erzähltechnisch, sprachlich handwerklich, unterhaltsam spannend und emotional wuchtig tatsächlich noch zu toppen.

5 begeisterte Sterne(nsysteme).


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Rezension zu "ex vitro" von Ralph Edenhofer

Sehr gute, unterhaltsame und intelligente Science Fiction
Serkalowvor 3 Monaten

Irgendwo auf Facebook tauchte mal der Satz von jemandem auf, dass er keine deutschen Autoren lese, da die keine Science Fiction können. (Vielleicht denken viele so, da es eine Menge deutscher Autoren gibt, die Science Fiction unter angloamerikanischen Pseudonymen schreiben.)

Ich sehe das anders.

Hinter dem Eisernen Vorhang aufgewachsen, las ich in meiner Jugend sehr viele, sehr gute Werke eines Genres, das dort konsequenter Weise als »wissenschaftlich fantastisch« betitelt wurde. Anglizismen waren verpönt, da es die Sprache des »Klassenfeindes« war. Daneben machte diese Benennung allerdings auch Sinn.

Denn in all den Geschichten stand durchaus ein wissenschaftlicher Aspekt, ähnlich dem, was Jule Verne einst kreierte, im Vordergrund. Die Autoren griffen meist Entwicklungen und Errungenschaften auf, die es bereits gab, entwickelten (sponnen) sie einfach weiter und kombinierten sie oft mit einer Menge philosophischen Gedankenansätzen.
Verpackt in einer meist simplen aber handwerklich sauberen Abenteuergeschichte, in der es nicht nur um das Entdecken ferner Welten, sondern eben auch um die Erkundungen der inneren Welt ging.
(Ich will nicht abstreiten, dass einige dieser Werke durch die herrschende Gesellschaftsform ihrer jeweiligen Herkunftsländer stark beeinflusst waren ... aber das ist Literatur immer.)
Meine Lieblingsautoren aus dieser Zeit waren natürlich die großartigen Strugatzki-Brüder, Stanislav Lem aber auch die deutschsprachigen Vertreter wie Klaus Frühauf und Michael Szameit (Dessen »Sonnenstein-Trilogie« ich nur jedem Fan von anspruchsvoller und unterhaltender Science Fiction empfehlen kann).

Nach der Wende stürzte ich mich dann voller Neugier auf die englisch-amerikanische Science-Fiction und ... war schnell enttäuscht. Ich stellte fest, dass fast alles nur eine Art »Western« oder »Fantasy« im Weltraum war. Etwas, was mich in keiner Weise antriggerte, weshalb ich lieber wieder zu meinen (oben genannten) alten Klassikern griff und sie erneut las.

Ich hielt allerdings weiterhin Ausschau nach Science Fiction und (meiner Vorliebe entsprechend) natürlich nach deutschsprachiger und stieß dabei irgendwann auf Ralph Edenhofer. (Der auch noch kackfrech verweigert, sich ein englisches Pseudonym zu verpassen. Dafür schon einmal: Glückwunsch, Herr Kollege!)

Da ich müde von begonnenen und nie fortgeführten Serien bin (was unter Selfpublishern leider auch immer wieder verbreitet ist) wartete ich trotz vielversprechendem Klappentext und haufenweise guten Rezensionen ab. Nun, wo zumindest 3 Bänder der »c23« Reihe erhältlich sind und ich grad mal wieder Lust auf »wissenschaftliche Fantastik« hatte, begann ich mit »ex vitro«.

Für sein Setting verwendet Ralph Edenhofer einfach das, was wir heute schon kennen und spinnt es eben etwas weiter. Statt ständig Smartphones mit ununterbrochenen Internetzugang in der Hand zu halten, haben die Menschen ein Implantat im Kopf. Wo wir (gut: Einige von uns) noch vor kurzem über »Freihandelsabkommen« diskutiert haben, haben in »c23« längst die Konzerne die Herrschaft übernommen und das, was dort von der EU übrig ist, benimmt sich nicht viel anders als heute. (Grenzen dicht, alles was fremd ist, soll draußen bleiben, es sei denn, es nützt.)

So greift Edenhofer viele aktuelle (und ewige) Themen (Rassismus, Angst vor Flüchtlingen, Allmacht der Konzerne, unberechenbare KI, Wert des menschlichen Lebens ...) auf und kreiert aus ihnen ein überzeugendes, in sich plausibles Setting. Das ist für mich »Science Fiction«. Ich mag es z.B., dass der Autor mir zeigt, dass Flüge von einem Planeten zu einem anderen auch in Zukunft mit bestimmten Beschwerlichkeiten verbunden sind, weil der menschliche Körper dem eben nicht gewachsen ist.

Sicher halfen dem Autor beim Entwickeln seines Settings zwei Erfahrungen. Die seiner Ausbildung in Physik und Ingenieurwissenschaften und seine Leidenschaft als Rollenspieler.

Natürlich ist kaum etwas, was dem Leser hier präsentiert wird, wirklich neu. Nicht die ständige Verbindung mit dem Internet, nicht die Raumflüge, nicht die Kolonisierung des Weltalls, nicht die »Mutanten-Thematik« (vergleichbar mit dem philosophischen Überbau bei »Blade Runner«) aber alles ist verdammt gut umgesetzt.

Ralph Edenhofer hat eine coole, actionreiche und spannungsgeladene Abenteuerstory geplottet, die zwei tief ausgearbeitete Hauptakteure aufweist, so dass am Ende meiner Rezension nur eins bleibt:

Ich war jede einzelne Sekunde, ich mit diesem Buch verbracht habe, begeistert und fühlte mich gut (intelligent) unterhalten. Wer also das oben ausgeführte, mit dem Begriff »Science Fiction« assoziiert, sollte unbedingt zugreifen!

Auf de letzten Seite lässt Herr Edenhofer den Leser nicht mit einem übertriebenen Cliffhanger zurück. Das Ende von »ex vitro« ist ein runder und würdiger Abschluss der Geschichte, der genügend Möglichkeiten für Fortsetzungen beinhaltet, den man aber auch so stehen lassen kann.

Ein Punkt noch, den ich bei einem Selfpublisher nicht unerwähnt lassen möchte:

Handwerklich ist das Buch über jeden Zweifel erhaben. Es ist sprachlich auf einem guten Niveau (die Verwendung von »unbekannten« Worten oder Fremdworten bei Adjektiven und Substantiven ist dem Sujet entsprechend sehr angemessen), sehr gut geschrieben, sauber korrigiert und lektoriert. Ich habe in der ganzen Geschichte nur einen einzigen Tippfehler bemerkt. Hut ab!


5 verdiente Sterne.


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