Ralph Ellison

 4 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Der unsichtbare Mann, INVISIBLE MAN und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ralph Ellison

Der unsichtbare Mann

Der unsichtbare Mann

 (6)
Erschienen am 01.08.2003
Invisible Man (Penguin Modern Classics)

Invisible Man (Penguin Modern Classics)

 (3)
Erschienen am 31.03.2016
Unsichtbar

Unsichtbar

 (0)
Erschienen am 01.09.1987

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HarIequins avatar

Rezension zu "Invisible Man (Penguin Modern Classics)" von Ralph Ellison

Furios und rasant, aber auch zum Nachdenken anregend
HarIequinvor einem Jahr

I am invisible, understand, simply because people refuse to see me.“ (S.3)

Der namenlose Protagonist, ein Afro-Amerikaner in den USA der 50er Jahre, widmet sein Leben der Bildung und versucht sich so vorbildhaft wie nur möglich zu verhalten. Als er zu Unrecht von seinem College ausgeschloβen wird, schlägt er sich in New York durch.                                  

„Invisible Man“ ist mir schon öfter als „wichtige“ Literatur in  irgendwelchen Listen und Empfehlungen untergekommen (auch durch den Gewinn des National Book Awards 1953) und trotzdem hat es mich bis jetzt nie gereizt dieses Werk anzugehen. Völlig zu Unrecht, denn letzten Endes gehört es wirklich zu den besseren Romanen, die ich in letzter Zeit gelesen habe.      

Schon der Anfang hat mich umgehauen. Die Eröffnungsszene zählt zu den besten, die ich jemals gelesen habe und ich kann jedem empfehlen, zumindest einmal reinzulesen. Gleich zu Beginn, als er einen Joint raucht und beginnt zu erzählen, wirft sich die Frage auf, was von dieser Geschichte denn nun real ist und was nicht. Das zieht sich durch das ganze Buch, denn manche Gegebenheiten erscheinen mehr oder weniger absurd, werden allerdings auch durch einen Alkohol- oder Medikamentennebel erzählt.                                            

Es ist definitiv kein fast-read für zwischendurch und braucht seine Zeit (für mich war es ein Monat). Die Sprache (bzw. das Englisch) ist etwas anspruchsvoller, aber wirklich machbar. Meine Erwartung, dass dies ein weitere American Dream/Work Hard-Buch sein würde, hat sich nicht ganz bewahrheitet, denn im Verlauf wird die Story eher abgedreht (im positiven Sinn) als klassisch optimistisch. Angesprochene Themen sind vorwiegend Bildung für Afroamerikaner, Unterdrückung / Ausbeutung und die Wichtigkeit von Sprache und groβen Reden. Damit verbunden ist es eine coming-of-age-Story (oder ein Bildungsroman) mit wirklich interessantem Protagonisten. Die Geschichte erzählt rückblickend, wie der „Invisible Man“ zu seiner Isolation und Unsichtbarkeit kam. Es fängt mit einem naiven College-Studenten an, der nichts in Frage stellt und entwickelt sich zu jemandem, der die Dinge selbst in die Hand nimmt und für sich selbst denkt. Das Buch ist furios, klug und unvorhersehbar. Ralph Ellison verbindet ernste Themen mit Unterhaltung und Surrealismus, ohne dass es jemals lächerlich wirkt. Ganz gepackt hat es mich dann doch nicht; vielleicht war manches zu dick aufgetragen oder ich konnte mich nicht mit den Figuren identifizieren. Trotzdem eine klare Empfehlung von mir, vor allem wer sich für Klassiker oder etwas anspruchsvollere Romane interessiert.

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genihakus avatar

Rezension zu "Invisible Man (Penguin Modern Classics)" von Ralph Ellison

Unsichtbarkeit von Menschen
genihakuvor 2 Jahren

“Invisible Man” ist ein Buch, für das man Zeit einplanen sollte, denn man wird viel Zeit brauchen. Die Lektüre ist harte Arbeit, aber am Ende lohnt es sich.
Der Hauptprotagonist muss erstmal lernen, dass er als Schwarzer „unsichtbar“ ist. Er wird von der Schule geschmissen und muss nun zusehen, wie es weiter geht. Es handelt sich um einen namenlosen Ich-Erzähler, den wir in verschiedenen Lebenslagen begleiten.
Am stärksten und beeindruckendsten sind die Dialoge und der wellenförmige Handlungsverlauf. Das ständige Scheitern und das Ende des Protagonisten sind erschütternd. Jedes Kapitel muss überdacht werden. Das Buch ist seinem Status als eines der bedeutendsten US-amerikanischen Romane gerecht geworden. Ich empfinde die Lektüre als bereichernd und empfehle es jedem, der sich für Identitätssuchen interessiert, die speziell auch die Gefühlsempfindungen der Schwarzen wiederspiegelt.

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michella propellas avatar

Rezension zu "Invisible Man" von Ralph Ellison

Rezension zu "Invisible Man" von Ralph Ellison
michella propellavor 8 Jahren

yes it was a bit of a struggle to finfish that book (and to get started as well).
200 pages less and the message would have come across just the same. this blatant way of showing the protagonist's mental and physical development was a little too much for my taste - but then it might have been appropriate at the time to understand the struggle of african americans during separation in the US.

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