Ralph Giordano

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Autor von Die Bertinis, Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte und weiteren Büchern.

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Ralph GiordanoDie Bertinis
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Die Bertinis
Die Bertinis
 (37)
Erschienen am 17.12.2009
Ralph GiordanoMein irisches Tagebuch
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Mein irisches Tagebuch
Mein irisches Tagebuch
 (14)
Erschienen am 22.08.2007
Ralph GiordanoWenn Hitler den Krieg gewonnen hätte
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Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte
Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte
 (16)
Erschienen am 15.08.2000
Ralph GiordanoErinnerungen eines Davongekommenen
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Erinnerungen eines Davongekommenen
Erinnerungen eines Davongekommenen
 (12)
Erschienen am 06.03.2008
Ralph GiordanoOstpreussen ade
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Ostpreussen ade
Ralph GiordanoMorris
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Morris
Morris
 (2)
Erschienen am 15.08.2000
Ralph GiordanoDie Traditionslüge
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Die Traditionslüge
Die Traditionslüge
 (1)
Erschienen am 01.08.2000
Ralph GiordanoSizilien, Sizilien!
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Sizilien, Sizilien!
Sizilien, Sizilien!
 (0)
Erschienen am 22.09.2004

Neue Rezensionen zu Ralph Giordano

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Yolandes avatar

Rezension zu "Die Bertinis" von Ralph Giordano

Ein Buch, das man sich hart erarbeiten muss
Yolandevor einem Monat

Ralph Giordano wurde 1923 in Hamburg geboren und starb 2014 in Köln. Sein Vater war Sohn eines Italieners und einer Deutschen, seine Mutter Jüdin. Besuch des Johanneums. Schulverweisung nach Erlass der Nürnberger Gesetze. Verfolgung. Folter. Flucht. Versteck. Mai 1945 Befreiung. 1946 Beginn der journalistischen Arbeit. Ab 1964 Fernsehdokumentationen für den Westdeutschen Rundfunk und den Sender Freies Berlin und das Erscheinen zahlreicher Reportagen, Essays und Erzählungen. (Klappentext)


Inhalt (Klappentext):
(...) Die Vorgeschichte beginnt Ende des letzten Jahrhunderts, die eigentliche Handlung setzt vor 1933 ein und führt in die ersten Nachkriegsjahre. Ihr Schauplatz: Hamburg - von den Elbvororten bis zum Stadtpark, von Barmbek im Norden bis zum Hafen im Süden, mit unvergesslichen, in den dramatischen Ablauf verwobenen Gestalten, Bildern, Situationen. Der Autor hat mit seiner Phantasie die Realität überhöht; es ist ihm gelungen, eine Zeit zurückzurufen, die mit überwältigender Macht in das Leben aller eingegriffen hat. Er hat das Geschehen und die Figuren frei gestaltet. (...)

Es handelt sich hier um eine beeindruckende Familiensaga und sie wäre wirklich lesenswert, wenn es nicht diesen schwer zu lesenden sperrigen Schreibstil gäbe. Meist sind es ausufernde Sätze, die immer wieder ins Nebensächliche abschweifen und keinen Lesefluss zulassen. Ich musste mich regelrecht durch das Buch durchkämpfen. 
Der Autor beschreibt eigene Erlebnisse in diesem Buch und hat sich die literarische Freiheit genommen, vieles zu verfremden, allerdings sind viele der Figuren so extrem dargestellt, dass sie fast wie Karikaturen wirken, vor allem die Mitglieder der Familie wirken so manches Mal wie ein Haufen Irrer. Die Geschichte an sich ist, obwohl leider in vielen Punkten wahr, schon für sich allein total irrwitzig, da hätte es diese Überhöhungen nicht gebraucht  und es hat leider dazu geführt, dass das Buch viel von seiner Eindringlichkeit verliert.
Ich habe gelesen, das Ralph Giordano 40 Jahre an diesem Buch geschrieben hat und kann mir gut vorstellen, dass er diese Verfremdung auch gebraucht hat, um besser mit diesen Erinnerungen umzugehen und klar zu kommen. Das ist aber nur eine Spekulation meinerseits.

Fazit: 
Inhaltlich top, aber der sperrige Schreibstil lässt keinen Lesefluss zu. Dieses Buch muss man sich erarbeiten. 

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Mayks avatar

Rezension zu "Ostpreussen Ade" von Ralph Giordano

Ein leidenschaftliches, sprachlich vollkommenes Buch
Maykvor einem Jahr

Aufgrund meiner masurischen Wurzeln war ich bei der Lektüre etwas vorbelastet und überdies der Meinung, bereits recht viel über das Land meiner Ahnen zu wissen. Aber dieses Buch — eigentlich eine einzige Liebeserklärung an Ostpreußen — ist das vollkommenste, das ich je zu dem Thema las. In sprachlich überwältigend schönen Bildern wird die Landschaft Masurens sicht-, fühl- und riechbar. Und auch die portraitierten Bewohner lernt man so plastisch kennen, als säße man mit ihnen am Tisch. Hinzu kommen sauber recherchierte Fakten mit vielen spannenden Details. All das getragen von einer wunderbar heiteren Melancholie, die noch lange nach Ende der Lektüre nachwirkt. Nicht nur für Ostpreußen interessant, sondern für alle Menschen, die sich für die Schicksale von ethnischen Minderheiten und Vertriebenen interessieren — oder die einfach mit einem Buch "verreisen" möchten. 

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Ulenfluchts avatar

Rezension zu "Mein irisches Tagebuch" von Ralph Giordano

Encyclopædia Irlandica
Ulenfluchtvor 5 Jahren

Irland ist wohl das Sehnsuchtsziel aller Deutschen, deren Sehnsuchtsziel nicht der Süden ist. Man denkt, der Regen wäre in Irland leichter zu ertragen, wo die Landschaft weit und offen ist und die Bars das Zentrum der Gesellschaft. Dass Irland aber - oh Wunder - viele Seiten hat und einige davon auch gar nicht schön sind, zeigt dieses umfassende, fast 500 Seiten starke Buch. Wo Heinrich Böll anekdotenhaft sein Irland in einem schmalen Bändchen darstellte, holt Giordano weit aus und hat nicht den Anspruch, Literatur zu schaffen. Es ist das Protokoll eines mehrmonatigen Aufenhalts, eine Reise durch Irland, wo mal einfach nur Autofahrten beschrieben werden, die etwas einschläfernd wirken für denjenigen, der kein Bild vor Augen hat, und mal die Tragödie des Landes erzählt wird. Die großen Hungersnöte, die Abgründe des Katholizismus, das Drama Nordirlands und die Auswanderung. Aber dem entgegen steht immer auch die Liebe für Irland, die den Autor überhaupt erst dazu getrieben hat, sich umfassend mit der grünen Insel zu beschäftigen und sie nicht zu verklären.

Alles wirkt gut recherchiert und verblüfft vor allem in den Details. Dass es in Irland keine Maulwürfe gibt etwa und überhaupt nur etwa 30 Säugetierarten statt 150 wir auf den Kontinent. Gut für den Tourismus der grünen Wiesen. Oder die Begegnung mit dem Taxifahrer Neill in Dublin, der behauptet, die Iren können Ländernamen in männlich und weiblich unterteilen, England aber schlicht "nothing" sei. Sehr lang geworden ist der Part um Nordirlandkonflikt. Bewundernswert ist, wie sich Giordano einem Kriegreporter gleich zwischen den Fronten bewegt und wohl keine Demontration auslässt. Gerade hier merkt man dem Buch aber auch an, dass es tief in den 90ern verwurzelt ist und man sich schon beim Lesen fragt, wie sehr sich heute wohl alles verändert haben mag. Das macht das Buch nicht weniger reizend für Irlandliebhaber, zeigt aber auch, was es letztlich ist: Ein Tagebuch von vor 20 Jahren, das auffordert, den Aktualitätsgrad selber zu prüfen.

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