Seit 2014 wird der Allgäu-Reiseführer immer wieder aktualisiert aufgelegt, das ist sicher kein Zufall. In einem sehr ausgewogenen Mix aus Kultur und Natur, mit gut recherchierten Hintergrundinformationen, die kompakt aber aussagekräftig aufgearbeitet sind, hat das handliche Buch alles zwischen seinen Seiten, was man braucht, um einen abwechslungsreichen Urlaub zu planen. Aufgeteilt nach den Regionen Unter-, Ost- und Oberallgäu gibt es Unterkapitel der größeren Orte im jeweiligen Gebiet, die als fiktiver Standort dienen, von dem aus man Ausflüge in die Umgebung machen kann. Natürlich lassen sich die Ausflugsziele auch von anderen Stationen erreichen, aber so wird das gesamte Gebiet systematisch erfasst.
Bei den Hauptorten findet man zunächst Informationen zur Stadtgeschichte, bevor man einen auf das Wesentliche konzentrierten Stadtrundgang macht. Darauf folgen die reisetechnischen Details wie Unterkunft, Verpflegung, Einkaufen, sportliche Aktivitäten, Wandern etc.. Im Anhang gibt es übrigens auch 12 GPS-Touren (kostenlos downloadbar, teilweise mehrtägig), die aber alle eher für Bergwanderer konzipiert sind und nichts für den Höhenängstlichen. Ebenfalls im Anhang findet man eine kurze Zusammenfassung zum Thema Geschichte, Kultur und Architektur mit den absoluten Höhepunkten der Region. Auf die Auswahl kann man sich verlassen. Die schmale Auswahl der empfohlenen Unterkünfte und Restaurants (manchmal durchaus mit kritischen Randbemerkungen) gibt zwar einen Überblick, angesichts der buchstäblich zehntausenden Alternativen vor Ort, sollte man aber auch selber auf die Suche gehen. Auf den üblichen Plattformen gibt es genügend Bewertungen, auf die man sich mit etwas Vorsicht auch verlassen kann.
An diesem Reiseführer hat mir besonders die systematische Herangehensweise gefallen, die die Orientierung leicht macht und bei der man stets den Eindruck hat, nichts zu übersehen. Thematisch ist er breit aufgestellt und befriedigt sowohl kulturelle als auch sportliche Interessen. Das Kartenmaterial ist zwar begrenzt auf die Übersichtskarten der Regionen und ihrer wichtigsten und größten Orte, aber in der Regel ist man ja heute mit dem Navi unterwegs, so dass das keinen richtigen Nachteil darstellt. Außerdem sind viele Dörfer wirklich klein und man erkundet sie ganz intuitiv.











