Ralph Stieber 111 Gründe, Hipster zu hassen

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Inhaltsangabe zu „111 Gründe, Hipster zu hassen“ von Ralph Stieber

Ein intimer Einblick in die schillernde Scheinwelt des Hipsters, bei seinem täglichen Kampf um Follower, Bart-Styling und die Jagd nach dem perfekten Selfie Wer oder was ist ein Hipster? Wie sieht er aus? Was zieht er an? Was denkt er? Was isst er? Was empfindet er? Hat er eine lange Lebenserwartung? Verträgt er sich mit Artgenossen? Können Hipster und Non-Hipster eigentlich heiraten? Darf man Hipster klonen? Ist der Hipster ansteckend? Wer war der erste Hipster? Und wie konnte er sich so schnell verbreiten? Fragen über Fragen, und der Letzte, der sie beantwortet, ist der Hipster selbst. Fragt man ihn, ob er sich selbst zu dieser Spezies zähle, antwortet er auf seine typisch ironische Art: »I’m not a fucking Hipster. Ich hasse Hipster!« Man sieht also, der Hipster wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet, und am Ende bleibt vor allem eine Frage: Sind wir nicht alle ein wenig Hipster? Dieses Buch erzählt von den Abenteuern des jungen Hipsters Jonas aus Berlin-Neukölln, der ein Leben zwischen mariniertem Tofu, isländischem Hardcore, Craft Beer, skandinavischen Vintage-Möbeln, Urban-Gardening, Bartpflege, Ezra Pound, Hashtags und Instagram führt. EINIGE GRÜNDE Weil der Nerd von gestern der Hipster von heute ist. Weil wir nicht wissen, wovon wir reden, wenn wir vom Hipster reden. Weil Jesus der erste und wahre Hipster war. Weil der Hipster uns alle überleben wird. Weil der Hipster deinen würdevoll abgefuckten Kiez in einen seelenlosen Ponyhof verwandelt. Weil auch der Hipster Hipster hasst. Weil Hipster die neuen Spießer sind. Weil der Hipster der moderne Narziss ist. Weil der Hipster zur falschen Zeit geboren wurde. Weil der Hipster ein verklärtes Bild von Nostalgie mit sich herumschleppt. Weil der Hipster den Geist seiner Großmutter mit einem Eintopf heraufbeschwört. Weil der Hipster in einer Retro-Vintage-Scheinwelt lebt. Weil der Hipster sogar seinen Eltern peinlich ist. Weil es den Hipster nicht gibt. Weil jeder ein bisschen Hipster ist. Auch du. Weil Hipster aussehen wie H&M-Schaufensterpuppen. Weil das Fixie für den Hipster eine Art Zeitmaschine ist. Weil der Hipster seine Unsicherheit hinter einem Rauschebart versteckt.

Ein nervenaufreibendes, witziges Buch über Hipster! Man kann ihn hassen, aber auch lieben :3 Beides vermittelt dieses tolle Leseabenteuer!

— Raven
Raven

Holy Hipster?

— kruemelmonster798
kruemelmonster798

Alltag mit Jonas- einem Hipster

— milchkaffee
milchkaffee

Lustige Einblicke in die Welt einer der größten Plagen unserer Zeit

— ech
ech

Vom Hipster für Hipster. Großartig für zwischendurch

— DamlaBulut
DamlaBulut

Ich hab dieses amüsante, satirische Buch mit seiner nachdenklich stimmenden Botschaft sehr genossen. Ralph Stiebers bisher bestes Buch

— MelaKafer
MelaKafer

Liefert einen Einblick in die Gedankenwelt eines Hipsters, aber was ihn wirklich ausmacht, weiß man nach der Lektüre trotzdem nicht.

— MrsFraser
MrsFraser

Das Buch, um Hipster zu werden!!!

— nicekingandqueen
nicekingandqueen

Ein tolles Buch, dass auf den zweiten Blick nicht nur lustig, sondern auch tiefsinnig ist und zum Nachdenken anregt.

— querleserin_102
querleserin_102

Don't fear the Hipster, but don't trust him either!

— Alienonaut
Alienonaut

Stöbern in Sachbuch

Glück besteht aus Buchstaben

Letztlich eher enttäuschend. Die Autobiographie nahm mehr Raum ein als die Bücher. Außerdem ein paar Taktlosigkeiten.

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Informativ, interessant & nützlich-nur leider wieder mal ohne Angaben v.Kcal/BE/KH/EW & F, dafür m.entbehrl. Fotos irrelevanter Leute!

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  • Für Hipster und solche, die es werden wollen!

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    Raven

    Raven

    05. September 2017 um 11:44

    Das Buch "111 Gründe, Hipster zu hassen" von Ralph Stieber ist 256 Seiten lang und bei Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienen.Das Buch kommt in einer mittelguten Softcoverqualität mit glänzendem Einband, schönen dicken Leseseiten und sehr kreativen und absolut passenden schwarz-weiß Illustrationen im Innenteil. 111 Gründe Hipster zu hassen ist unterteilt in 111 Leseabschnitte, die uns in die Welt des Hipsters Jonas entführen. Durch seine Geschichten lernt man den Hipster kennen und hassen/lieben. Der ironische und sarkastische Schreibstil des Autors ist wunderbar unterhaltsam und treibt einem immer wieder ein fettes Lächeln ins Gesicht. Ob man nun Hipster ist, Hipster werden möchte oder man vielleicht sogar beim Lesen in sich den Hipster entdeckt, auch für Hipsterinteressierte, ist dieses Buch absolut geeignet. Ich selbst hab eine regelrechte Wandlung beim Lesen durchlebt und das Buch hat mich tatsächlich dauerhaft beeinflusst. Wunderbar! Jonas kann im Buch schon ganz schön nervig sein, aber auch total liebenswert. Es gibt sicherlich einige Gründe um Hipster zu hassen, aber auch viele Gründe um Hipster zu lieben. Grandios fängt der Autor die Eigenarten und den Stil des Hipster ein von Craftbeer, über Retro- und Vintagemöbel und Kleidung, den Manbun, zeitintensive Bartpflege bis hin zu Farbfiltern und Eigeninszinierung in den sozialen Medien. Ich liebe dieses Buch! Fazit: Unterhaltsame, witzige, sarkastische, ironische Lektüre, die das Leben des Hipsters perfekt auf ihre eigene Art und Weise einfängt. Absolut Lesenswert!

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  • Leserunde zu "111 Gründe, Hipster zu hassen" von Ralph Stieber

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    ralph_stieber

    ralph_stieber

    Endlich ist sie da: die längst überfällige, autorisierte Hipster-Autobiografie! Begleitet den Hipster Jonas bei seinen Großstadt-Abenteuern und Gedankengängen. Werft einen ungefilterten Blick in die schillernde Scheinwelt des Hipsters während unserer LeserundeDer Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag und der Autor Ralph Stieber laden zur hipsten Leserunde ever ein!Zum Buch: Geständnisse eines Hipsters: Mein Leben zwischen Vintage-Möbeln, isländischem Hardcore und Bartpflege. Ein intimer Einblick in die schillernde Scheinwelt des Hipsters, bei seinem täglichen Kampf um Follower, Bart-Styling und die Jagd nach dem perfekten SelfieUm einen Hipster wirklich zu verstehen, helfen kein nächster Witz, kein neuer Spruch, keine Schubladen mehr, man muss dem Hipster in den Kopf und mitten ins Herz blicken. Genau das macht dieses Buch: Es ist die erste autorisierte Autobiografie des Hipsters, den der Leser bei seinen Großstadt-Abenteuern und Gedankengängen begleitet.Ähnlich wie im Film Being John Malkovich befindet sich der Leser im Kopf von Jonas und betrachtet die wunderbare Welt der Hipster durch dessen Augen, teilt sich mit ihm die Bio-Mahlzeit und stößt gemeinsam mit ihm bei einem Craft Beer an.​Danach werden wir den Hipster vielleicht mit anderen Augen sehen oder vielleicht noch mehr hassen – beides ist gut. Willkommen in der Welt von Jonas, dem Hipster-Helden!Darum müsst ihr dabei sein:  Die überfällige Hipster-Autobiografie Ein ironisches Leseerlebnis, 100 % biologisch abbaubar Ein ungefilterter Einblick in die Welt des Hipsters Ein Buch für alle Hipster und die, die einer werden wollen Hier geht's zur kurzen, knackigen Leseprobe!Eine hippe Leserunde für alle Hipster, Hipster-Hasser und die, die gerne mal einen intimen Blick in die schillernde Scheinwelt des Hipsters werfen wollen. Wer mit dabei sein will beantwortet einfach folgende Frage: Was hasst oder liebst Du am Hipster am meisten? Viel Glück!Wir freuen uns auf eine mega Leserunde!Euer Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag und Ralph Stieber.

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  • Ich hasse Hipster!

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    kruemelmonster798

    kruemelmonster798

    01. September 2017 um 23:54

    Das behauptet Jonas (unser Hipster) zumindest immer, wenn er darauf angesprochen wird und verneint seinen Hipsterstatus vehement. Je mehr ich in die Tiefen und Abgründe des Hipsterdaseins hinabgestiegen bin, desto mehr kann ich ihm zustimmen. Hassen ist zwar ein klein wenig too much, aber nerven, ja, das trifft es. Jonas hat mich stellenweise ganz schön genervt. Das Buch selbst zeigt sehr humorvoll alle (?) Facetten des Hipsterdasein, gerade für mich, die ich nicht einmal einen Katzenkalender auf dem Klo aufgehängt habe, war das eine einmalige Chance, einen echten Hipster näher kennenzulernen. Mein Fazit: eine sehr vergnügliche Reise in eine fremde Welt, garniert mit witzigen Illustrationen aus der Hipster-Tierwelt.

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  • Lustig und etwas überzogen

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    milchkaffee

    milchkaffee

    26. August 2017 um 22:06

    Was ist eigentlich ein Hipster und warum sollte man ihn hassen. Anders als erwartet sind die 11 Gründe nicht aufgelistet sondern in Geschichten um den Hipster Jonas verpackt. Dies finde ich sehr gelungen. Ich musste mehrfach lachen. Ich glaube, dass in jedem von uns etwas Hipster steckt. Teilweise fand ich das Buch aber etwas übertrieben.

    Nette Lektüre, die auch zum Nachdenken anregt.

  • Lustige Einblicke in die Welt einer der größten Plagen unserer Zeit

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    ech

    ech

    17. August 2017 um 15:21

    "Es gibt viele Bücher, und es gibt so viele schlechte und nichtige Bücher. Das Buch hier ist eines der wenigen, die dich wirklich herausfordern, die etwas mit dir machen, die dich verändern und ... die dich bereichern. Wenn es ein Buch gibt, das man mit auf eine einsame Insel nehmen sollte, dann das hier. Es ist die einzig wahre Bibel. Die Bibel unserer Generation. Alter, du solltest das Buch lesen, es ist das Buch der Bücher. Alle anderen Bücher sind nichts dagegen. ALLES steckt in diesem Buch."   So würde der Hipster Jonas, der uns hier an seinem spannenden und abwechselungsreichen Leben teilhaben lässt, dieses Buch rezensieren, und er hätte es dabei vorher natürlich nicht gelesen, denn Bücher sind für ihn ja wie Möbelstücke, dienen nur der Dekoration und sollen ihm vor allem möglichst viele Likes seiner Follower bescheren.Da ich aber nun kein Hipster bin und das Buch zum Glück auch komplett gelesen habe, muss ich nicht auf hipstermäßige Standardfloskeln zurückgreifen, sondern kann meine Meinung zum Buch frei formulieren.Der Autor Ralph Stieber breitet hier in einem lockeren Schreibstil die gesamte Welt der Hipster vor uns aus und bietet amüsante Enblicke in den kompletten Wahnsinn dieser Plage unserer Zeit. Dabei beherrscht er den ironischen Unterton fast so gut wie ein echter Hipster.Unterteilt wird das Ganze in sechs große Themenblöcke, die am Ende von der ultimativen Anleitung "Beeing a Hipster", die für mich allerdings eher die Funktion einer Not-To-Do-Liste erfüllt, abgerundet werden. Auch wenn das Buch keine durchgehende Geschichte liefert, sondern eher einzelne Episoden aus Jonas Leben erzäht, zieht sich ein gewisser roter Faden durch die Handlung und es ergibt sich am Ende ein schlüssiges und umfassendes Gesamtbild.   An einigen Stellen wirkt der Text allerdings so, als wäre er ein wenig in das vorgegebene 111-Gründe-Format hineingepresst worden, dies schmälert den Lesegenuss des Buches aber in keinster Weise.Lustiger Einblick in die Welt der Hipster, die ihrem Titel aber nicht so ganz gerecht wird. Am Ende hätte ich das Buch nämlich doch gerne in "111 Gründe, Hipster zu bedauern" umbenannt.

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  • The life of a Hipster

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    DamlaBulut

    DamlaBulut

    12. August 2017 um 16:25

    "111 Gründe, Hipster zu hassen!,, von einem waschechten Hipster für waschechte Hipster- eventuell auch für Möchtegern-Hipster Jonas, ein ''sogenannter'' waschechter Hipster, versucht uns in diesem Buch zu explizieren, warum er Hipster hasst/wir alle Hipster hassen sollten. Dieses Buch ist quasi eine Einleitung, wie man ein ''Bilderbuch-Hipster'' wird.Von Vintage Möbeln bis hin zu farbrigen skinny Jeans... In diesem Buch hat man die Möglichkeit, einen kurzen aber überschaubaren Blick, hinter die Kulissen des ''Hipster-Daseins'' zu werfen.Begleitet von Jonas, lernt man in 111 Kapiteln, den Hipster und alles drumherum, auf eine liebevolle Art und Weise, kennen.Dieses Buch ist großartig für zwischendurch. Ich bin mir sicher, dass viele Leser, sehr viel Spaß beim lesen dieses Buch haben wedern.

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  • Der Hipster, das unbekannte Wesen

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    MelaKafer

    MelaKafer

    11. August 2017 um 22:08

    Ralph Stieber ist in seinem neuen Buch „111 Gründe, Hipster zu hassen“ ganz neue Wege gegangen. Er stellt den Leser an die Seite von Hipster Jonas und lässt ihn so hautnah erfahren, wie das Leben eines Hipsters so abläuft. Wer war der erste Hipster, wie kleidet sich der Hipster, was fühlt er, was isst er, wie sieht es mit seinem Liebesleben aus. Zu guter Letzt gibt es noch die ultimative Anleitung „Wie du ein echter Hipster wirst“ Auch nach der Lektüre des Buches weiß ich immer noch nicht so recht, was ich von Hipstern, im speziellen von Jonas halten soll oder was oder wer ein Hipster überhaupt ist. Ich konnte über ihn lachen, manchmal sogar mit ihm. Er hat mich unglaublich genervt, ich hab mich für ihn fremd geschämt, ihn bedauert, ihn gehasst. Aber am meisten bemitleide ich ihn dafür, dass er es so nötig hat, sich so cool und überheblich zu geben. Im Austeilen groß, bricht er doch zusammen, wenn er einstecken muss. Irgendwie ein ziemlich kleines Persönchen und das schlimmste von allem ist, das wohl so ein kleiner Jonas in fast allen von uns steckt. Ich hab dieses amüsante, satirische Buch mit seiner nachdenklich stimmenden Botschaft sehr genossen. Ralph Stiebers bisher bestes Buch !!!

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  • Jonas blickt durch die Hipster Brille

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    berka

    berka

    11. August 2017 um 15:33

    Der Titel ist etwas irreführend: 'ein paar Tage mit Jonas dem Hipster, der seine Hipster-Identität verleugnen muss denn sonst wäre er ja keiner' wäre passender - aber auch viel zu lang! Die Einteilung in 111 Kapitel ist oft willkürlich, man liest aber schnell darüber hinweg.Und wird stattdessen prächtig unterhalten mit Episoden aus Jonas' Alltag, von - Getränken (viel Craft Beer aber auch andere Getränke von Soja Latte über Club Mate bis Soja Espresso Macchiatoüber- Literatur (von Kerouac über Hemingway bis zu David Foster Wallace auch wenn der nicht gelesen wird)- Brillen (vorzugsweise Ray Ban)- Möbeln (im Oma-Stil mit vielen Geweihen)bis zu- Musik (erstaunlich wenig, isländischer Hardcore)reicht die Vielfalt der Themen. Das ist nur ein kleiner Auszug!Manche Aspekte des Hipstertums (Whisky, Anstandsregeln) können nur angerissen werden, verständlich angesichts der Themenfülle. Platz für einen Nachfolgeband?Es entwickeln sich immer wieder skurrile Episoden z. B. über ebay-Auktionen, Kunst-Events, Jagd-Erlebnisse oder Liebes-Affären die in eine Foto-Ausstellung münden.Einiges erkannte ich aus eigenem Erleben, vieles aber eher aus meinen Einblicken in die Welt meiner Neffen. Für die wäre das Buch sicher auch geeignet.250 Seiten die Spaß machen wenn man das Thema nicht zu ernst nimmt.Für alle die dem Thema nahe stehen: heimlich lesen. Denn zugeben darf es ja keiner.

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  • Dieses Buch wird dir sagen, ob du Hipster bist oder nicht.

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    MrsFraser

    MrsFraser

    10. August 2017 um 11:44

    Hipster. Ein Wort, ein Menschenschlag. Ein Modetrend? Eine Einstellung? Man weiß es nicht so genau. Jeder kann sich unter einem Hipster etwas vorstellen, aber genau abgrenzen kann man ihn auch nicht. Oder mit anderen Worten 'Sind wir nicht alle ein bisschen hipster?'. Medienaffin, trendbewusst, lässig, selbstverliebt, naiv. Das sind die Hauptattribute, die ich der Hauptfigur des Buches, dem Hipster Jonas, zuschreiben möchte. Er lässt sich gnädigerweise dazu herab, obwohl ein Hipster ja angeblich nie zugibt, einer zu sein, mit uns seine Gedanken zu teilen. Jonas hat viele Pläne, verwirklicht aber kaum welche davon. Er hat tiefschürfende Gedanken, macht aber nichts daraus. Das wichtigste ist für ihn die Suche nach dem nächsten literarisch anmutenden Gedankenschnipsel, den er twittern könnte. Die Kapitelüberschriften sind die titelgebenden Gründe einen Hipster zu hassen, scheinen aber nicht von Jonas, sondern von einem außenstehenden Beobachter vergeben worden zu sein. Das gibt der Sache zusätzlichen Witz, aber an sich ist der Text bzw. Jonas auch Anlass zum Amüsieren genug. Hier scheiden sich naturgemäß die Geister: Ist es Fremdschämen oder Selbsterkenntnis, was einen schmunzeln lässt? Kann man sich mit Jonas identifizieren oder findet man ihn unmöglich? Hat man Verständnis für seine Leidenschaften, oder möchte man permanent mit den Augen rollen ob seiner Fixierungen? Für die Sympathisanten ist Jonas wohl Identifikationsfigur und die 111 Gründe, Hipster zu hassen werden für die nächsten Twitter-Nachrichten gespeichert, denn wir lernen: Gerade Hipster hassen Hipster! Für die anderen, die sich nicht mit Jonas identifizieren können, ist das Buch eine durchgehende Bestätigung all' ihrer Vorurteile und sie dürfen sich versichert fühlen: Hipster sind nervig. Der Versuch einer Charakterisierung des Hipsters ist kurzweilig, doch unbefriedigend. Das liegt aber offensichtlich am Hipster an sich, denn der windet sich wie ein Aal, wenn es daraum geht, sich festzulegen und zu entscheiden. Ob man nun selbst ein Hipster ist, wird einem nicht die Check-Liste am Ende des Buches sagen, sondern die Reaktion beim Zuklappen des Buches. Bedauern, dass es schon zuende ist oder Erleichterung, dass man endlich wieder was anderes lesen kann?

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  • Die Anleitung, wie man Hipster wird!!

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    nicekingandqueen

    nicekingandqueen

    06. August 2017 um 12:04

    "111 Gründe Hipster zu hassen!" ist ein Buch für Hipster geschrieben. Denn darin beschreibt der Hipster Jonas, der Hipster hasst und niemals zugeben würde ein Hipster zu sein, warum man Hipster hasst/hassen sollte. Also das ultimative Buch mit Anleitung in 8 Kapiteln, wie man zum Hipster wird.Der Schreibstil ist liebevoll gewählt. Manchmal erscheint es, als ob er tiefen Einblick in seine tiefe Seele freigibt, da er die schlimmste Kindheit überhaupt hatte - er war ein Nerd!!! Aber es hat sich ja alles zum Positiven gewandelt. Das Leben eines Hipsters ist zudem gezeichnet von übermütiger Konsequenz. Man lebt so gesund wie möglich - kein Sport, höchstens Yoga, aber niemals rennen! Das ist uncool. Vegan, aber der Traum eines Grills mit Kamin für porked beef bleibt bestehen... Fahrrad fahren, weil Autos der Umwelt schaden und man durch das Atmen die ganzen Schadstoffe in die Lunge pumpt...und gleichzeitig immer eine Kippe im Mund...Das Buch ist zu empfehlen für:Menschen mit Humor,Menschen, die Hipster sind,Menschen, die keine Hipster sind, aber so aussehen undMenschen, die alles kritisieren, aka Hipster...

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  • Hip- hip- Hipster

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    Alienonaut

    Alienonaut

    06. August 2017 um 10:36

    Vorweg: Das Buch "111 Gründe, Hipster zu hassen" von Ralph Stieber ist keine Allgemeinanleitung, wie man mit dem heute überall anzutreffenden Hipster umzugehen hat. Es ist vielmehr eine liebevolle Ansammlung von (zum Teil erfundenen, zum Teil sicherlich erlebten) Szenarien oder Sequenzen aus dem Leben des fiktiven Hipsters Jonas, der versucht, als titelgebende Modeerscheinung mit seiner Umwelt zu interagieren.Dass dies nicht ohne "Fremdschämen" des Lesers auskommt, ist spätestens seit Entstehung des Hipsters klar. Mit viel Witz und Charme beschreibt Ralph Stieber Jonas' Versuche, als Weinkenner, Jäger, Koch, Kraft-Beer-Trinker udgl., sein Leben trendig im Hipster-Style zu bestreiten, was den Spaßfaktor des Buches generell weit oben hält. Blickt man allerdings hinter die Fassade von Jonas (und stellt Vergleiche oder Verbindungen zu realen Hipstern auf), so meint man, eventuell Angst und Sorge zu erkennen, nirgends dazu zu gehören (und somit in die Vollen zu greifen), die überhaupt zu dem Trend geführt haben. Was dann bleibt ist eine witzige Ansammlung von Szenen mit nachdenklichem Beigeschmack (also am besten im Hipster-Style lesen und nicht drüber nachdenken)!

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  • Humorige Betrachtung einer zunehmenden Spezies :-)

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    seschat

    seschat

    01. August 2017 um 18:32

    "111 Gründe, Hipster zu hassen" ist das zweite Buch aus der Feder des Autors Ralph Stieber, das ich bisher lesen durfte. Und zum wiederholten Male musste ich feststellen, wie grandios unterhaltsam Stiebers ironische, bisweilen sarkastische Schreibe doch ist. Seine durchaus mit einem Augenzwinkern verfasste Schrift über das urbane Hipstertum konnte mich vollends von sich überzeugen, weil sie das damit verbundene Lebensgefühl eins zu eins einfängt. Dies gelingt ihm so überzeugend, dass selbst der Leser, der bisher noch keinen Kontakt zur Spezies "Hipster" hatte, einen detailreichen Einblick in die Materie bekommt.Am Beispiel des Berliner Hipsters Jonas arbeitet sich Stieber an allen erdenklichen Eigenheiten und -arten des Hipsterdaseins, angefangen von der Vorliebe für Gin und Tattoos über die obligatorische Brille, auch für Hipster ohne Seheinschränkungen, bis hin zur zeitintensiven Bartpflege, ab. Zudem gewinnt der Leser die Erkenntnis, dass beim Hipster mehr Schein als Sein herrscht. Will heißen, des Hipsters Hauptaugenmerk liegt auf der eigenen Außenwirkung. Keine Alltagsepisode bleibt in den sozialen Medien, vor allem auf Twitter und Instagram, unkommentiert. Das Schlimmste, was den Hipster neben einem Fleck auf dem blütenweißen Designerhemd treffen kann, ist nämlich ein unkommentierter Post, der zeigt, wie uninteressant man doch ist. Stiebers Einschätzung des Hipsters als moderner Narziss ist einfach nichts hinzuzufügen. Seltsam fand ich vor allem die Unart, Bücher nur als Einrichtungsgegenstände anzusehen, die zur Schau und nicht zur eigenen Lektüre dienen.Stiebers Buch erreicht das Gegenteil, von dem, was der Titel vorgibt. D.h., nach der Lektüre ist einem der Hipster sympathischer als gedacht und alles andere als verhasst. Denn in jedem von uns steckt doch ein klein wenig Hipster. Ich bin gespannt, inwiefern sich dieser Lifestyle-Trend langfristig etablieren oder ob er nur ein kurzfristiges Intermezzo bleiben wird.FAZITEin durch und durch unterhaltsames Buch, das den Hipster allseitig betrachtet und dabei nicht an Ironie spart. 

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  • Sind wir nicht alle ein wenig Hipster?

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    querleserin_102

    querleserin_102

    31. July 2017 um 13:00

    Inhalt:Ein intimer Einblick in die schillernde Scheinwelt des Hipsters, bei seinem täglichen Kampf um Follower, Bart-Styling und die Jagd nach dem perfekten Selfie Wer oder was ist ein Hipster? Wie sieht er aus? Was zieht er an? Was denkt er? Was isst er? Was empfindet er? Hat er eine lange Lebenserwartung? Verträgt er sich mit Artgenossen? Können Hipster und Non-Hipster eigentlich heiraten? Darf man Hipster klonen? Ist der Hipster ansteckend? Wer war der erste Hipster? Und wie konnte er sich so schnell verbreiten? Fragen über Fragen, und der Letzte, der sie beantwortet, ist der Hipster selbst. Fragt man ihn, ob er sich selbst zu dieser Spezies zähle, antwortet er auf seine typisch ironische Art: »I’m not a fucking Hipster. Ich hasse Hipster!« Man sieht also, der Hipster wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet, und am Ende bleibt vor allem eine Frage: Sind wir nicht alle ein wenig Hipster? Dieses Buch erzählt von den Abenteuern des jungen Hipsters Jonas aus Berlin-Neukölln, der ein Leben zwischen mariniertem Tofu, isländischem Hardcore, Craft Beer, skandinavischen Vintage-Möbeln, Urban-Gardening, Bartpflege, Ezra Pound, Hashtags und Instagram führt. EINIGE GRÜNDE Weil der Nerd von gestern der Hipster von heute ist. Weil wir nicht wissen, wovon wir reden, wenn wir vom Hipster reden. Weil Jesus der erste und wahre Hipster war. Weil der Hipster uns alle überleben wird. Weil der Hipster deinen würdevoll abgefuckten Kiez in einen seelenlosen Ponyhof verwandelt. Weil auch der Hipster Hipster hasst. Weil Hipster die neuen Spießer sind. Weil der Hipster der moderne Narziss ist. Weil der Hipster zur falschen Zeit geboren wurde. Weil der Hipster ein verklärtes Bild von Nostalgie mit sich herumschleppt. Weil der Hipster den Geist seiner Großmutter mit einem Eintopf heraufbeschwört. Weil der Hipster in einer Retro-Vintage-Scheinwelt lebt. Weil der Hipster sogar seinen Eltern peinlich ist. Weil es den Hipster nicht gibt. Weil jeder ein bisschen Hipster ist. Auch du. Weil Hipster aussehen wie H&M-Schaufensterpuppen. Weil das Fixie für den Hipster eine Art Zeitmaschine ist. Weil der Hipster seine Unsicherheit hinter einem Rauschebart versteckt.Meinung:Vorneweg gleich mal ein Danke an Ralph Stieber, dass ich das Buch im Zuge einer Leserunde lesen durfte.Der Hipster, jeder kennt ihn, keiner Versteht ihn und alle hassen ihn. Oder etwa nicht? Das es immer mehr Hipster gibt ist nun wirklich nicht schwer zu erkennen, doch was macht eben so einen Hipster aus, wie denkt er und was macht er denn so. Alles Fragen, die wir „Nicht Hipster“ nicht wirklich beantworten können, geschweige denn wollen. Doch genau diesen Fragen hat sich der Autor Ralph gewidmet.Das Buch ist nicht im typischen Aufzählstil gehalten. Viel mehr begleitet man den Hipster durch sein Leben und seine Gedanken. Die Gründe sind dabei lediglich kleine Unterüberschriften. Vom Style, über das Essverhalten bis hin zum überaus witzigen Paarungsverhalten erfahren wir so einiges über den Hipster. Krönung des ganzen sind die sehr gut gelungen Illustrationen, die am Anfang jedes neuen Kapitels und ab und an auch während eines Kapitels vorkommen. Nicht nur das Gesamtpaket der Geschichte, wenn man es denn so nennen kann, stimmt, sondern auch der Schreibstil. Dieser ist sehr ansprechend, niemals langweilig und trifft den Nagel stets auf den Kopf. Wer jetzt aber denkt, dass das Buch oberflächlich ist und einfach nur für den kurzen lustigen Zeitvertreib taugt, der irrt. Denn auch der „tiefere Sinn“ kommt nicht zu kurz. Für einige mag dieser zwar nicht auf den ersten Blick erkennbar sein, jedoch ist er im Buch definitiv vorhanden. Je länger man das Buch nämlich liest, desto bewusster wird einem, dass der Hipster an sich eigentlich nur ein sehr unsicherer und schüchterne Kerl ist, der durch sein Getue eine Art Fassade aufzubauen. Und irgendwann hab ich mir dann doch die Frage gestellt, ob wir denn nicht alle ein bisschen wie der Hipster sind. Nicht wegen den Klamotten, nicht wegen den seltsamen Gewohnheiten oder die Art wie er redet, sondern wegen seiner Gefühlswelt. Denn wollen wir denn nicht eigentlich alle jemand sein, der gemocht wird? Jemand, der akzeptiert und respektiert wird. Das man hierbei dann doch einigen auf die Füße tritt ist Nebensache.Ein tolles Buch, dass auf den zweiten Blick nicht nur lustig, sondern auch tiefsinnig ist und zum Nachdenken anregt.  

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  • Humorvolle, teils sarkasitsche Unterhaltung

    111 Gründe, Hipster zu hassen
    MaschaH

    MaschaH

    26. July 2017 um 15:36

    Der Schreibstil spricht absolut aus dem wahren Leben ist wunderbar humorvoll, teils sarkastisch und sorgt beim Lesen für die eine oder andere Lachträne. Mir hat es unglaublichen Spass gemacht Jonas bei seinen urbanen Hipsterabenteuer zu begleiten. Im Buch werden die unterschiedlichsten Bereiche aus dem Leben eines Hipsters unter die Lupe genommen. Man ist im wahrsten Sinne des Wortes beim Leben des Titelhelden mit dabei. Im Laufe der Geschichte ist er mir so wirklich ans Herz gewachsen. Aus 111 Gründen einen Hipster zu hassen entwickeln sich einige (wenn vielleicht auch nicht 111) Gründe einen Hipster sympatisch zu finden. Die Geschichte unterhält von der ersten bis zur letzten Seite durch ihren lockeren, zeitgemäßen Erzählstil.Ein wirklich gelungenes Werk um beim Lesen mal wieder schmunzeln oder auch herzhaft lachen zu können.

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