Ramona Ambs

 4.2 Sterne bei 35 Bewertungen
Autorenbild von Ramona Ambs (©)

Lebenslauf von Ramona Ambs

Ramona Ambs wurde 1974 in Freiburg geboren. Sie studierte in Heidelberg Germanistik und Pädagogik, später Psychologie und interkulturelle Kommunikation und war jahrelang als freie Journalistin und Autorin tätig. Seit 2019 arbeitet sie als Poesietherapeutin in ihrer eigenen Praxis.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Manifest mit Vogel

Neu erschienen am 17.05.2020 als Taschenbuch bei BoD – Books on Demand.

Alle Bücher von Ramona Ambs

Cover des Buches Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter9783939239468

Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter

 (28)
Erschienen am 07.03.2013
Cover des Buches Kranke Geschichten9783939239512

Kranke Geschichten

 (5)
Erschienen am 15.03.2013
Cover des Buches Beinah eine Blume9783748178347

Beinah eine Blume

 (1)
Erschienen am 25.02.2019
Cover des Buches Mrozek9783738642643

Mrozek

 (1)
Erschienen am 23.10.2015
Cover des Buches Manifest mit Vogel9783751931557

Manifest mit Vogel

 (0)
Erschienen am 17.05.2020

Neue Rezensionen zu Ramona Ambs

Neu

Rezension zu "Beinah eine Blume" von Ramona Ambs

Dieses Buch wirkt tief im Puls
AnkeWebervor einem Jahr

„Beinah eine Blume“ (ein wirklich vielschichtiger Titel) ist der dritte Roman von Ramona Ambs, den ich gelesen habe. Ich war bereits Fan von „Die radioaktive Marmelade meiner Grossmutter“ und „Mrozek“. Mit „Beinah eine Blume“ hat Ramona Ambs nun den Dauer-Fan-Status bei mir erreicht, den ich nur wenigen Schriftstellern (Nick Hornby, Mirjam Pressler, Philippe Djian und vielleicht noch ein oder zwei anderen) zugestehe. Das sind die Autorinnen und Autoren, von denen ich mindestens drei Bücher in meinem Regal stehen und für hervorragend befunden habe. Ramona Ambs gehört nun für mich dazu. 


In „Beinah eine Blume“ hat Ramona Ambs erneut voller Wärme unverwechselbare Charaktere gezeichnet, die gleichermaßen schräg und liebenswert sind. Und so authentisch, dass es wehtut. Man möchte ihre Protagonisten kennenlernen, in den Arm nehmen, sie trösten und mit ihnen lachen und vor allem mit ihnen all die erstaunlichen Gedanken austauschen, die sie umtreiben. Die zwölfjährige Lumi hat davon sehr viele:

 

„Mangelnde Impulskontrolle.. das klingt nach etwas im Herzen. Der Arzt misst ja auch immer den Puls. und die Psychologen messen wohl das, was im Puls ist.“


„Mein Herz fühlt sich an wie kaputter Sperrmüll.“


Die oft kurzen und klaren Sätze von Ramona Ambs sind voller Inhalt und ebenso gewaltig wie poetisch. Manchmal wie abgehackte Gefühle. Manchmal wie die ausufernden Kreise, die in Wasser geworfene Steine hinterlassen. Manchmal verstörend, manchmal wärmend.


„Beinah eine Blume“ ist eine Geschichte, die vor der Kulisse eines Heimes spielt und das Leben der Kinder und Jugendlichen dort, insbesondere das der Protagonistin Lumi, so unaufgeregt wie schmerzhaft beschreibt. Ramona Ambs nimmt die Welt mit außergewöhnlichem Tiefgang wahr und gibt diesen sowie die authentische Weltauffassung ihrer Protagonisten an ihre Leserinnen und Leser weiter. 


Übrigens: Wer auf Mariana Lekys „Was man von hier aus sehen kann“ steht, wird Ramona Ambs „Beinah eine Blume“ höchstwahrscheinlich ebenfalls lieben. 

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Rezension zu "Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter" von Ramona Ambs

Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter
Schnutschevor 5 Jahren

~Erster Satz~

Manche Leute werden schon als Junkies geboren.

~Meine Meinung~

Tja, was soll man sagen. Eine traurige Geschichte, so irrwitzig erzählt, dass man an Stellen lachen muss, die eigentlich eher zum Heulen sind. Super Schreibstil. Obwohl es ein ziemlich dünnes Buch ist, habe ich mir Zeit gelassen es zu lesen. Es gibt eine Menge Sätze in diesem Buch, in denen man sich wiederfinden kann. (...auch, wenn man kein Junkie ist!) Besonders sprachlos machte mich die Tatsache, dass das Buch bei Kapitel 135 beginnt, mit der Begründung, dass kein Buch bei Kapitel eins beginnen sollte, da es auch vorher schon etwas gab. Bäm. Das hat mich erstmal geflasht! Auf der ersten Seite. Während des Lesens gab es immer mal wieder kleine Flashs, bis zum Schluss. Mehr kann ich auch gar nicht dazu sagen, ohne das halbe Buch zu verraten. Wer eine Geschichte mit jüdischem Hintergrund nach dem Krieg, Schicksalsschlägen und falschen Entscheidungen, gepaart mit einem seltsam komischen Humor und ein bisschen Liebe lesen möchte, der sollte es lesen. 

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Rezension zu "Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter" von Ramona Ambs

Völlig unerwartet anders
MelEvor 6 Jahren

Mich sprach der Titel des Buches sehr an und ich war gespannt, was sich dahinter verbirgt. Dem Klappentext und der eher geringen Seitenzahl hatte ich wenig Beachtung geschenkt und war daher erstaunt das sich hier eher ein Büchlein verbirgt Ein Büchlein mit recht großer Schrift und daher von mir viel zu schnell gelesen. Leider hat mich die Story nicht so begeistern können wie ich es erwartet hätte. Romy als Person ist mir zu oberflächlich und wenn ich bedenke, das sie mit 13 Jahren schon sexuell sehr aktiv ist, Drogen konsumiert und überhaupt keinen Sinn im Leben hat, werde ich eher sauer, als das ich Mitleid empfinde. Hatte sie in ihrer Mutter nicht das beste Beispiel wie ein Leben enden könnte? Das Judentum wird immer mal wieder angerissen und natürlich kann ich nachvollziehen, das die Erfahrungen im KZ sehr prägen, aber dennoch hätte Romy etwas anderes gebraucht, damit sich ihr Leben anders entwickeln könnte.

Leider hat es für mehr als 3 Sterne nicht gereicht, denn meine Erwartungshaltung war sehr hoch und nun habe ich das Buch eher als enttäuschend empfunden.  Schade!

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Die radioaktive Marmelade meiner Großmutterundefined

weil morgen Buchstabenparty ist....


Ihr Lieben,

zum Welttag des Buches verlose ich drei -auf Wunsch auch signierte- Exemplare meiner radioaktiven Marmelade...

In dem Buch geht es um Romy, die bei ihren vom Holocaust traumatisierten Großeltern aufwächst. Der Vater, zu dem sie nur ab und an Kontakt hat, spielt keine größere Rolle, die Mutter ist an Heroin verstorben. Das Buch erzählt vom Leben und Heranwachsen unter diesen Spezialbedingungen. Romys kindliche Neugier und Lust auf das Leben wird immer wieder ausgebremst durch die Traumatisierung der Großeltern und deren Ängste, die stets durch aktuelle politische Konflikte, neu genährt werden. Romy fixt sich das Leben schön mit allerlei Drogen, geht dafür anschaffen und versucht doch immer wieder in ein normales Leben zurückzufinden... 


Zu Romys Eigenheiten gehört es, Menschen mit einer Ziffer zu versehen. So empfindet sie ihre Großmutter als 4, weil alles an ihr so weich und rund ist und nach Erdbeerpudding duftet, ihren Freund Grove als 7, weil er ein Gesicht hat, das mehr ist als nur Augen, Nase und Mund, also ein Bild ist, zwischen seinem dunklen struppigem Haar... nun meine Gewinnfrage: Romys  Neigung Personen als Zahlen wahrzunehmen liegt im Grenzbereich zur Synäathesie, also der Verknüpfung zweier Dinge in der eigenen Wahrnehmung, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben (also beispielsweise Ziffern als Farben „sehen“, Töne „riechen“ oder Buchstaben „schmecken“ können etc..). Diese unwillkürliche „Fähigkeit“ haben nur sehr wenige Menschen, dennoch glaub ich, dass Ihr genügend Phantasie habt, Menschen mit einer Ziffer oder Zahl zu verbinden. Deshalb konkret: Mit welche Zahl würdet Ihr Euch oder einen Euch nahestehenden Menschen am ehesten identifizieren und warum? 


Postet Eure Antwort bis zum 1. Mai 2014  und mit ein bissel Massel gewinnt Ihr ein Exemplar der radioaktiven Marmelade... 

- auf Wunsch mit Signatur! 

115 BeiträgeVerlosung beendet
D
In dieser Woche dürfen wir beim Fragefreitag eine vielversprechende junge Autorin begrüßen. Ramona Ambs hat unter dem spannenden Titel "Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter" in diesem Jahr ihren Debütroman veröffentlicht. Wie es zu diesem Titel kam, wie es sich anfühlt, zum ersten Mal ein Buch zu veröffentlichen und noch viel mehr könnt ihr hier von der Autorin selbst erfahren!

Mehr zur Autorin:

Ramona Ambs wurde 1974 in Freiburg geborgen. Nach Ihrem Abitur studierte sie in Heidelberg Pädagogik und Germanistik. Erste Gedichte und Essays veröffentlichte sie bereits während ihres Studiums. Als Autorin und freie Journalistin arbeitet sie seit 2003.

Mehr zum Buch:

Romy wächst nach dem Tod ihrer Mutter bei ihren vom Holocaust traumatisierten jüdischen Großeltern auf. Gefangen in diesem Käfig aus Erinnerungen, die nicht ihre eigenen sind, sucht sie nach einem Ausweg. Sie schnüffelt an den Lacken im Keller, probiert die Tabletten der Großmutter und schließlich auch den Stoff, der bereits ihrer Mutter den Tod brachte: Heroin. Romy landet schließlich auf der Straße. Sie lässt sich treiben, verdingt sich eine Weile in Istanbul, bevor sie sich verliebt und das Leben nicht mehr gelb, sondern golden strahlt. Aber auch das goldene Strahlen der Liebe kann die Schatten über Romys Leben nicht vertreiben.

Seid ihr neugierig geworden auf Ramona Ambs und ihren außergewöhnlichen Roman? Dann stellt hier beim Fragefreitag eure Fragen an sie. Mit etwas Glück könnt ihr dabei sogar eins von 3 Exemplaren von "Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter" gewinnen.

Viel Spaß!


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