Ramona Ambs

 4.1 Sterne bei 29 Bewertungen

Alle Bücher von Ramona Ambs

Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter

Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter

 (24)
Erschienen am 07.03.2013
Kranke Geschichten

Kranke Geschichten

 (5)
Erschienen am 15.03.2013
Mrozek

Mrozek

 (0)
Erschienen am 23.10.2015

Neue Rezensionen zu Ramona Ambs

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Schnutsches avatar

Rezension zu "Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter" von Ramona Ambs

Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter
Schnutschevor 4 Jahren

~Erster Satz~

Manche Leute werden schon als Junkies geboren.

~Meine Meinung~

Tja, was soll man sagen. Eine traurige Geschichte, so irrwitzig erzählt, dass man an Stellen lachen muss, die eigentlich eher zum Heulen sind. Super Schreibstil. Obwohl es ein ziemlich dünnes Buch ist, habe ich mir Zeit gelassen es zu lesen. Es gibt eine Menge Sätze in diesem Buch, in denen man sich wiederfinden kann. (...auch, wenn man kein Junkie ist!) Besonders sprachlos machte mich die Tatsache, dass das Buch bei Kapitel 135 beginnt, mit der Begründung, dass kein Buch bei Kapitel eins beginnen sollte, da es auch vorher schon etwas gab. Bäm. Das hat mich erstmal geflasht! Auf der ersten Seite. Während des Lesens gab es immer mal wieder kleine Flashs, bis zum Schluss. Mehr kann ich auch gar nicht dazu sagen, ohne das halbe Buch zu verraten. Wer eine Geschichte mit jüdischem Hintergrund nach dem Krieg, Schicksalsschlägen und falschen Entscheidungen, gepaart mit einem seltsam komischen Humor und ein bisschen Liebe lesen möchte, der sollte es lesen. 

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MelEs avatar

Rezension zu "Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter" von Ramona Ambs

Völlig unerwartet anders
MelEvor 4 Jahren

Mich sprach der Titel des Buches sehr an und ich war gespannt, was sich dahinter verbirgt. Dem Klappentext und der eher geringen Seitenzahl hatte ich wenig Beachtung geschenkt und war daher erstaunt das sich hier eher ein Büchlein verbirgt Ein Büchlein mit recht großer Schrift und daher von mir viel zu schnell gelesen. Leider hat mich die Story nicht so begeistern können wie ich es erwartet hätte. Romy als Person ist mir zu oberflächlich und wenn ich bedenke, das sie mit 13 Jahren schon sexuell sehr aktiv ist, Drogen konsumiert und überhaupt keinen Sinn im Leben hat, werde ich eher sauer, als das ich Mitleid empfinde. Hatte sie in ihrer Mutter nicht das beste Beispiel wie ein Leben enden könnte? Das Judentum wird immer mal wieder angerissen und natürlich kann ich nachvollziehen, das die Erfahrungen im KZ sehr prägen, aber dennoch hätte Romy etwas anderes gebraucht, damit sich ihr Leben anders entwickeln könnte.

Leider hat es für mehr als 3 Sterne nicht gereicht, denn meine Erwartungshaltung war sehr hoch und nun habe ich das Buch eher als enttäuschend empfunden.  Schade!

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Kerrys avatar

Rezension zu "Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter" von Ramona Ambs

Noch immer fordert der Holocaust Opfer
Kerryvor 5 Jahren

Romy Marzimek hatte nicht unbedingt das, was man eine unbeschwerte Jugend nannte. Ihre Mutter gab sie in die Obhut ihrer Großmutter, da ihr das Heroin wichtiger war, als ihr eigenes Kind. Nicht lange nach Romys Geburt starb ihre Mutter. Zwar hatte die kleine Romy Kontakt zu ihrem Vater, einem Hausmeister, doch ein wirklich inniges Verhältnis hatte sie zu ihm nicht. So wuchs die kleine Romy, die den gleichen Namen trägt wie ihre Mutter, bei ihren Großeltern auf.


Es war eine traurige Kindheit, denn ihre Großeltern waren Überlebende des Holocaust und gerade ihre Großmutter hat diesen nie wirklich verarbeiten können. So hatte die Kleine zwar Spielzeug, durfte damit aber nicht spielen, es könnte ja was kaputt gehen. Dass Romy Halbjüdin ist, machte es ihr nicht leichter, denn in ihrer Umgebung wurde sie mit "Kanaken" gleichgestellt oder sogar als schlimmer angesehen. Von daher waren Freundschaften für das Kind fast unmöglich zu pflegen.


Romy wurde als Süchtige geboren und schon früh bemerkte sie, dass sie anders ist als andere Menschen. Schon als Kind berauschte sie sich gerne an den Farben im Keller ihres Großvaters. Mit zwölf Jahren machte sie erste Erfahrungen mit Alkohol, kurze Zeit später mit Heroin. Die Droge, die sie ihre Mutter gekostet hat, wird immer bedeutender in ihrem Leben. Sie hat "Glück", verliebt sich und verliert an diesen Jungen ihre Unschuld, anstatt auf den Straßenstrich, doch dieser ist nicht mehr weit, denn als erst ihr Großvater und dann auch noch ihr Freund sterben, verliert sie fast jeden Halt, den sie noch hatte ...



Noch immer fordert der Holocaust Opfer! Der Plot des Buches wurde sehr authentisch und realistisch erarbeitet. In diesem Buch erzählt die Figur der Romy ihre Lebensgeschichte und warum sich ihr Leben so entwickelte, wie es geschah und warum alles mit dem Holocaust begann. Die Figur der Romy wurde sehr empirisch erarbeitet, so, als wäre sie es tatsächlich selbst, die dem Leser ihre Lebensgeschichte erzählt, ohne etwas zu beschönigen, ohne unnötige Emotionen. Den Schreibstil empfand ich als sehr rational gehalten und dennoch, das Buch hat etwas, das mich nicht losgelassen hat.

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Gespräche aus der Community

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ramona-ambss avatar

weil morgen Buchstabenparty ist....


Ihr Lieben,

zum Welttag des Buches verlose ich drei -auf Wunsch auch signierte- Exemplare meiner radioaktiven Marmelade...

In dem Buch geht es um Romy, die bei ihren vom Holocaust traumatisierten Großeltern aufwächst. Der Vater, zu dem sie nur ab und an Kontakt hat, spielt keine größere Rolle, die Mutter ist an Heroin verstorben. Das Buch erzählt vom Leben und Heranwachsen unter diesen Spezialbedingungen. Romys kindliche Neugier und Lust auf das Leben wird immer wieder ausgebremst durch die Traumatisierung der Großeltern und deren Ängste, die stets durch aktuelle politische Konflikte, neu genährt werden. Romy fixt sich das Leben schön mit allerlei Drogen, geht dafür anschaffen und versucht doch immer wieder in ein normales Leben zurückzufinden... 


Zu Romys Eigenheiten gehört es, Menschen mit einer Ziffer zu versehen. So empfindet sie ihre Großmutter als 4, weil alles an ihr so weich und rund ist und nach Erdbeerpudding duftet, ihren Freund Grove als 7, weil er ein Gesicht hat, das mehr ist als nur Augen, Nase und Mund, also ein Bild ist, zwischen seinem dunklen struppigem Haar... nun meine Gewinnfrage: Romys  Neigung Personen als Zahlen wahrzunehmen liegt im Grenzbereich zur Synäathesie, also der Verknüpfung zweier Dinge in der eigenen Wahrnehmung, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben (also beispielsweise Ziffern als Farben „sehen“, Töne „riechen“ oder Buchstaben „schmecken“ können etc..). Diese unwillkürliche „Fähigkeit“ haben nur sehr wenige Menschen, dennoch glaub ich, dass Ihr genügend Phantasie habt, Menschen mit einer Ziffer oder Zahl zu verbinden. Deshalb konkret: Mit welche Zahl würdet Ihr Euch oder einen Euch nahestehenden Menschen am ehesten identifizieren und warum? 


Postet Eure Antwort bis zum 1. Mai 2014  und mit ein bissel Massel gewinnt Ihr ein Exemplar der radioaktiven Marmelade... 

- auf Wunsch mit Signatur! 

Zur Buchverlosung
Daniliesings avatar
In dieser Woche dürfen wir beim Fragefreitag eine vielversprechende junge Autorin begrüßen. Ramona Ambs hat unter dem spannenden Titel "Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter" in diesem Jahr ihren Debütroman veröffentlicht. Wie es zu diesem Titel kam, wie es sich anfühlt, zum ersten Mal ein Buch zu veröffentlichen und noch viel mehr könnt ihr hier von der Autorin selbst erfahren!

Mehr zur Autorin:

Ramona Ambs wurde 1974 in Freiburg geborgen. Nach Ihrem Abitur studierte sie in Heidelberg Pädagogik und Germanistik. Erste Gedichte und Essays veröffentlichte sie bereits während ihres Studiums. Als Autorin und freie Journalistin arbeitet sie seit 2003.

Mehr zum Buch:

Romy wächst nach dem Tod ihrer Mutter bei ihren vom Holocaust traumatisierten jüdischen Großeltern auf. Gefangen in diesem Käfig aus Erinnerungen, die nicht ihre eigenen sind, sucht sie nach einem Ausweg. Sie schnüffelt an den Lacken im Keller, probiert die Tabletten der Großmutter und schließlich auch den Stoff, der bereits ihrer Mutter den Tod brachte: Heroin. Romy landet schließlich auf der Straße. Sie lässt sich treiben, verdingt sich eine Weile in Istanbul, bevor sie sich verliebt und das Leben nicht mehr gelb, sondern golden strahlt. Aber auch das goldene Strahlen der Liebe kann die Schatten über Romys Leben nicht vertreiben.

Seid ihr neugierig geworden auf Ramona Ambs und ihren außergewöhnlichen Roman? Dann stellt hier beim Fragefreitag eure Fragen an sie. Mit etwas Glück könnt ihr dabei sogar eins von 3 Exemplaren von "Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter" gewinnen.

Viel Spaß!


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