Rana Dasgupta

 3.2 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor von Solo, Die geschenkte Nacht und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rana Dasgupta

Rana DasguptaDie geschenkte Nacht
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Die geschenkte Nacht
Die geschenkte Nacht
 (11)
Erschienen am 08.02.2008
Rana DasguptaDelhi
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Delhi
Delhi
 (1)
Erschienen am 06.10.2014
Rana DasguptaDelhi - Im Rausch des Geldes
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Delhi - Im Rausch des Geldes
Delhi - Im Rausch des Geldes
 (0)
Erschienen am 05.12.2015
Rana DasguptaSolo
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Solo
Solo
 (15)
Erschienen am 22.02.2012
Rana DasguptaTokyo Cancelled
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Tokyo Cancelled
Tokyo Cancelled
 (1)
Erschienen am 10.05.2005
Rana DasguptaCapital: The Eruption of Delhi
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Capital: The Eruption of Delhi
Capital: The Eruption of Delhi
 (0)
Erschienen am 28.04.2015
Rana DasguptaCapital
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Capital
Capital
 (0)
Erschienen am 01.03.2014

Neue Rezensionen zu Rana Dasgupta

Neu
Bluesky_13s avatar

Rezension zu "Solo" von Rana Dasgupta

Bräuche sollte man erhalten
Bluesky_13vor einem Jahr

INHALT:

Ulrich, ein fast hundertjähriger Mann, der durch gewisse Umstände erblindet ist, erzählt uns hier sein Leben.

Seine Rente, die vor Jahren noch ausreichend war, reichte nun bei weitem nicht mehr.

Dank seiner Nachbarn hatte er immer was zum Essen. Er war auf die Großzügigkeit seiner Nachbarn angewiesen.

Seine Wohnung lag im vierten Stock und das war eine große Hürde für ihn. Er saß sehr viel vor dem Fernseher, obwohl er nichts mehr sehen konnte.

Wenn er an seinem Fenster saß, nach draußen hörte, sah er vor seinem inneren Auge sein vergangenes Leben.


Seine Großmutter hatte in seiner Kindheit immer die Lebensgeschichte von den Verstorbenen an einem Baum vor ihrem Haus befestigt.

Die Zettel hingen da an einer Schnur, doch sie wurden nach und nach vom Regen aufgelöst. Im Jahr darauf erneuerte sie die Zettel dann.

Ulrich fragte sie immer wieder, wie sie sich daran erinnern kann. Es war ein schöner alter Brauch, doch der Vater von Ulrich hielt nichts davon, deswegen hing auch nie irgendwas von der Großmutter in irgendeinen Baum.


Ulrich dachte über sein langes Leben nach und er wollte es nicht in Ignoranz beenden. Deswegen wollte er hier noch mal alles erzählen.


Ulrich war in Sofia geboren und sein Vater hatte eine schwäche für das Deutsche. Deswegen hatte er diesen alten deutschen Namen. Sein Vater war wohlhabend und entsprechend wurde auch das Haus gebaut, im Wiener Stil.


Sein Vater war Eisenbahningenieur und er baute mir an den Strecken. Ulrich war mit seinen Eltern sehr viel unterwegs in Zügen und Hotels.

Das alles war für ihn als Kind sehr schwierig und er wollte seine Mutter nur für sich haben.

Seinen Vater ärgerte es sehr, dass Ulrich so verschlossen war, er wollte keinen Versager großziehen.




MEINE MEINUNG:

Dieses Buch ist sehr emotional geschrieben. Es geht um einen Mann, der dem Tod näher war als dem Leben und der schwelgte in Erinnerungen.

Da ist ein kleiner Junge, der nur die Aufmerksamkeit seiner Eltern, mit Vorliebe die seiner Mutter will.

Doch Wohlstand hatte schon immer einen hohen Preis.


Elizaweta hörte ihren Sohn Ulrich einmal singen und es gefiel ihr. Sein Vater hoffe ja immer, dass er sich für Maschinen oder für die Forschung interessierte.

Die Mutter war überrascht, was ihr Sohn mit sechs Jahren für eine erstaunliche Stimme hatte. Immer wenn Ulrich hörte, dass Zigeuner in der Stadt waren, dann ging er dorthin.

Er liebte die Musik der Zigeuner.

Als die Mutter merkte, wie sehr er an der Musik hing, kaufte sie ihm eine Geige.

Ulrich wollte seinem Vater bei der Heimkehr einen Walzer vorspielen. Doch der Vater reagierte nicht so, wie Ulrich und die Mutter sich das erhofften.

Er nahm Ulrich die Geige weg und warf sie ins Feuer.


Diese Zeit war für Kinder nicht sehr einfach.

Die Väter bestimmten über die Zukunft ihrer Kinder und über das Familienleben. Wenn der Vater, so wie bei Ulrich, wohlhabend war, war der Weg schon vorbestimmt. Der Sohn sollte in die Fußstapfen des Vaters treten.


Die Zeit war für Ulrich nicht leicht, er musste mit zu sehen, wie sein Vater in den Krieg zog.

Von dort kam er mit nur einem Bein und total verändert zurück.

Ulrich provozierte ihn mit der Musik, weil er enttäuscht war.

Dann verloren seine Eltern auch noch das Haus, sein Vater zog sich immer weiter zurück.


Das Buch zeigt uns, das Ulrich nichts so wichtig war, wie seine Mutter. Alles hatte er für sie aufgegeben und das musste ihm sein Freund Boris sagen.

Freunde, wahre Freunde sehen oft die Hintergründe von manch Handeln und Tun.

Selbst nimmt man das nicht so recht war, die eigene Wahrnehmung ist getrübt, aber dafür hat man ja Freunde.

Ulrich wollte Chemie studieren, brach aber ab, als kein Geld mehr da war und seine Mutter nach ihm rief.


Dieses Buch zeigt uns sehr deutlich, die schwere und auch schreckliche Zeit in der die Länder untereinander im Krieg lagen.

Bulgarien wurde mit in den Krieg hineingezogen und Menschen wurden wegen der falschen politischen Meinung verhaftet und hingerichtet.

Menschen, egal ob jung oder alt, ob männlich oder weiblich wurden in Arbeitslager geschickt, wo viele starben.


Das Leben war nicht einfach in dieser Zeit. In diesem Buch werden uns zwei Geschichten erzählt. Ulrich unternimmt eine Reise durch sein Leben, auch eine kleine Wunschreise erzählt er uns hier.


Dieses Buch ist wunderbar und sehr emotional geschrieben.

Ich weiß, dass dieser Bericht vielleicht an manchen Stellen sehr verwirrend klingt, aber das ist der Inhalt dieses Buches. 

Ich hoffe dennoch ich konnte euch das Buch ein klein wenig näher bringen, denn es ist ein kleiner literarischer Leckerbissen.

Es zeigt uns hier das Schicksal eines Menschen, der sein Leben gerne anders gelebt hätte, als er es leben musste.

Eine Geschichte die ans Herz geht und die in dieser Zeit ganz normal war. Heute kann man sich das nicht mehr vorstellen, dass man nicht seinen Weg gehen kann und darf. Doch leider war es häufig so, dass die Umstände es nicht anders zuließen. Um sich eine sorgenfreie Zukunft zu sichern, war der Weg nicht immer einfach und der Weg, den man selbst anstrebt.

Traurig aber wahr.



Eure Bluesky_13

Rosi        

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Stephanuss avatar

Rezension zu "Solo" von Rana Dasgupta

Ein schwieriges Leben in Bulgarien - wenig gelungen
Stephanusvor 2 Jahren

Die Lebensgeschichte des das 100jährigen Ulrich ist zugleich die Geschichte Bulgariens, dem Land in er aufwächst und Zeit seines Lebens verbleibt. Als Junge erlebt er die Unabhängigkeit des Landes mit, an der sein Vater zerbricht. Mit dem Abstieg der Familie und seinem eigenen, gehen die turbulenten Zeiten Bulgariens bis zum Ende des 2. Weltkriegs einher, bevor der Kommunismus Einzug hält und Ulrich sein Leben als Staatsangestellter einer Blausäurefabrik verlebt. Letztlich kommt der Zusammenbruch des Kommunismus und die Schattenseite des Kapitalismus, die er nun ebenfalls als alter Greis erlebt und erleidet.

Der zweite Teil handelt dann vom Ausbruch Ulrichs aus seinem Leben. An seinem hundertsten Geburtstag beginnt er mit dieser Fantasie, die Ihn schließlich über Sehnsuchtsorte und eine imaginäre Handlung bis nach New York und seinem inneren Frieden führt.

Mit knapper, aber wohl durchdachter Sprache und in einem schönen Erzählton schreibt der Autor sein Buch über ein Land und ein Leben. Besonders gut gelungen sind die Lebensschilderungen von Ulrich, wohingegen der Teil 2, die Phantasie von einem Leben in New York, so einige Schwächen offenbart. Unlogische Konstruktionen und ein weitgehend fehlender Bezug zu Teil 1 kommen hinzu. Beim Lesen kam mir immer der Gedanke, dass es besser gewesen wäre, aus diesem Buch zwei separate Bücher zu machen, da die beiden Teile für meinen Geschmack zusammen nicht überzeugen. Daher für mich keine Empfehlung.

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Morellas avatar

Rezension zu "Die geschenkte Nacht" von Rana Dasgupta

außergewöhnlich
Morellavor 5 Jahren

Jede Geschichte ist absolut außergewöhnlich!!!

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