Ranka Nikolić

 3.6 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Mord mit Meerblick, Mord im Olivenhain und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ranka Nikolić

Mord im Olivenhain

Mord im Olivenhain

 (6)
Erschienen am 16.04.2018
Mord mit Meerblick

Mord mit Meerblick

 (7)
Erschienen am 20.03.2017
Mord im Felsenmeer

Mord im Felsenmeer

 (0)
Erschienen am 18.06.2019
Mord mit Meerblick

Mord mit Meerblick

 (0)
Erschienen am 20.03.2017

Neue Rezensionen zu Ranka Nikolić

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Rezension zu "Mord im Olivenhain" von Ranka Nikolić

Mörderisches Kroatien II
Svanvithevor 23 Tagen

Ein neuer Fall für Sandra Horvat und ihre Kollegen: Der bekannte und erfolgreiche Wunderheiler Damjan Martinović ist in dem in der Nähe von Rijeka gelegenen Dorf Malnari ermordet worden. Für Sandra gestalten sich die Ermittlungen schwierig, hat sie doch so gar nichts für Menschen wie Damjan übrig, die mit Handauflegen und anderen angeblichen Heilkünsten viel Geld verdienen.

Zwar hat Damjan diversen Mitbewohnern in seinem Haus ein kostenfreie Unterkunft gewährt, sich aber andererseits nicht nur Freunde gemacht, weil sich einige seiner Versprechungen als falsch erwiesen. Auf sein Konto scheint sogar ein Toter zu gehen, weil dieser die Schulmedizin ablehnte und den Heilmethoden von Damjan vertraute, der tatsächlich geglaubt hat, er könne Menschen durch Berührung heilen.

Da Damjan eine lokale Berühmtheit ist, interessiert sich die Presse außerordentlich für den Fall. Der Druck, der dadurch entsteht, erschwert die Ermittlungen für Sandra, zumal auch die Beziehung zu ihrem Kollegen Danijel Sedlar zu keiner Klarheit gefunden hat.


In „Mord im Olivenhain“ wird dem Leser der Einstieg in das Geschehen im kroatischen Rijeka mit einem Stadtplan und einem Personenregister erleichtert. Ranka Nikolić knüpft an die Handlung von „Mord mit Meerblick“ an und behält ihre Grundlinie bei: Sie bietet dem Leser eine atmosphärische Darstellung der kroatischen Gegebenheiten in einer geruhsam, schnörkellos erzählten Geschichte, in der neben bekannten nun neue Protagonisten agieren, deren Zahl an Umfang zugenommen hat

Ranka Nicolić hat nicht nur die neu auftretenden Personen mit unterschiedlichen Wesenszügen ausgestattet, sondern auch ihre Hauptfiguren weiterentwickelt. Besonders Zelinka fällt auf. Er ist seit ein paar Wochen trockener Alkoholiker, woraus manchmal extreme Stimmungsschwankungen und Kratzbürstigkeit resultieren, die er an seinem Kollegen Milić auslässt. Auf den überempfindlichen Sarkasmus von Zelenika reagiert Milić mit derben Humor. Nach wie vor verbindet die beiden eine Art Hassliebe, was sie natürlich niemals zugeben würden. Erneut bringen die Dispute der beiden Männer eine heitere Leichtigkeit in die Geschichte, die die Ernsthaftigkeit bei den Mordermittlungen allerdings nicht unterläuft.

Sandra Horvat und ihre männlichen Kollegen arbeiten intensiv und effektiv zusammen. Das müssen sie auch, da die Liste der Verdächtigen umfangreich ist. Danijel Sedlar fügt sich inzwischen besser in die Gruppe, macht aber immer noch typische Anfängerpatzer. Allerdings bringen seine nicht im konformen Denkansätze die Ermittlungen durchaus voran. Indes sind die unterschwelligen Gefühle zwischen ihm und Sandra nach wie vor vorhanden, doch Sandra möchte keine Flirtereien mehr.

Die Beschäftigung mit Wunderheilern nutzt die Autorin zudem zur Thematisierung von Glaubensfragen – Sandra beispielsweise ist „mittelgläubig“, keine Atheistin, eher eine ewig Suchende – und zudem Einblicke in Familienkonstellationen.

Insgesamt überzeugen die Schilderung des lokalen Umfeldes und der darin handelnden Personen auf angenehme Art und Weise und verführen den Leser dazu, den Ort des Geschehens einmal selbst aufzusuchen.

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Rezension zu "Mord mit Meerblick" von Ranka Nikolić

Mörderisches Kroatien
Svanvithevor 24 Tagen

Auch in einer Urlaubsidylle wie der kroatischen Hafenstadt Rijeka wird gemordet. Doch der Mann, der inmitten seines Blutes von dem Mitarbeiter der städtischen Reinigung während der nächtlichen Tour gefunden wird, gibt der Mordkommission um Inspektorin Sandra Horvat Rätsel auf. Die zeitnahe Befragung der Nachbarn des Toten und die Suche nach Zeugen bringt zunächst keine Ergebnisse. Erst die genaueren Ermittlungen im Umfeld des Ermordeten versprechen einen Hoffnungsschimmer auf ein Tatmotiv. Hingegen bleiben die Gründe für eine weitere Bluttat – eine 75-jährige Frau wurde mit ihrem Schnellkochtopf erschlagen – im Dunkeln.

Während Sandra Horvat nicht nur ihre mit eigenen Querelen beschäftigten Kollegen Jakov Milić und Mihajlo Zelenika unter Kontrolle halten muss, hat sie zudem noch einen neuen Mitarbeiter anzuleiten. Danijel Sedlar, ungemein gutaussehend, aber auch meinungsfest, stellt sich als Gefahr für Sandras Seelenfrieden heraus, fühlt sie sich doch zu ihm hingezogen. Wäre Danijel nicht verheiratet...


„Mord mit Meerblick“ gehört zu den ruhigen „Cosy-Crime“-Geschichten, die neben der klassischen chronologisch verlaufenden Ermittlungsarbeit ohne spektakuläre Effekte auskommen und dafür mehr Augenmerk auf die zwischenmenschlichen Beziehungen richten. Gleichwohl gelingt es der in Kroatien geborenen Ranka Nikolic, die als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland kam, in ihrem Debüt einen Kriminalroman zu erzählen, in dem die Suche nach dem Täter und das Prüfen von Indizien, Verdachtsmomenten und Motiven auch dem Leser die Möglichkeit für eigene Vermutungen und damit ausreichende Spannungsmomente beschert.

Ranka Nikolic hat mit Rijeka, der drittgrößten Stadt Kroatiens in der Kvarner-Bucht, eine pulsierende Urlaubsmetropole in den Mittelpunkt gerückt, die mit beispielloser Kulisse aufwartet. Die Autorin gewährt nicht nur Eindrücke in die multikulturelle Vielfalt der Bevölkerung und deren Mentalität und Lebensweise, sondern ebenso einen Blick in die durchaus als bewegende Landeshistorie. Denn die bereits in der Antike von Römern besiedelte, strategisch günstig gelegene Stadt musste sich später wechselnden Mächten wie den Habsburgern und Italienern beugen. Dass der eine oder andere Satz geringfügig nach Reiseführer klingt, sei der Autorin nachgesehen, weil dies auf eine sympathische Art geschieht und den Leser nicht langweilt.

Daneben hat Ranka Nikolic mit Sandra Horvat und „ihren Männern“ eine illustre Protagonistenschar geschaffen, die mit ihren unterschiedlichen Vorzügen und Macken der Handlung gewisse Reize versetzt. Eine minimal stereotype Beschreibung und Überzeichnung ihrer Charaktere mag vorhanden sein. Beispielsweise wenn die Autorin die siebenunddreißigjährige Sandra als tüchtige und zielstrebige, ansonsten immer wieder in der sie umgebenden Männerwelt um Anerkennung ringende Frau darstellt, die sich trotzdem der Attraktivität ihres neuen Kollegen Danijel nicht entziehen kann. Danijel fällt anfangs durch Selbstbewusstsein und seine rationale Denkweise, aber mangelndes Einfühlungsvermögen auf, das sich erst im Verlauf der Ereignisse entwickelt. Der unter Liebeskummer leidende Jakov Milić wohnt noch zu Hause bei seiner Mutter und steht dazu. Das bietet allerdings seinem Kollegen Zelenika, der auch nach mehreren Versuchen sein Alkoholproblem nicht im Griff hat, Gelegenheit für Frotzeleien und bissige Kommentare.

Überhaupt sind die Dialoge - gerade zwischen Milic und Zelenika - mit Augenzwinkern versehen und verleihen der Geschichte oft eine heitere Unbeschwertheit, weil sie ohne wirkliche Boshaftigkeit auskommen. Lediglich bei der Schilderung des Hin und Hers in der Beziehung von Sandra und Danijel verliert sich die Autorin ein wenig.

„Mord mit Meerblick“ erweist sich als Kriminalroman im gemächlichen Fahrwasser, dem etwas mehr Tempo gut getan hätte, der indes mit dem Geschehen in reizvoller Umgebung und lebensechten Protagonisten unterhält.

3,5 Sterne

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Rezension zu "Mord mit Meerblick" von Ranka Nikolić

Ein ruhiger Krimi ohne größere Spannung
Jisbonvor 24 Tagen

"Mord mit Meerblick" ist ein eher ruhiger Krimi, der sehr detailorientiert ist und sich viel Zeit dafür nimmt, das Setting - eine Hafenstadt in Kroatien - vorzustellen. Das fand ich wirklich interessant, da nebenbei so einige Fakten und Gepflogenheiten über das dortige Leben und das Land an sich eingearbeitet wurden und auch die Schilderungen der Landschaft ansprechend waren. Die Geschichte selbst lässt sich ebenfalls gut lesen und es gab ein paar Momente zum Schmunzeln, wobei ein Großteil des Humors von den Wortgefechten zwischen den verschiedenen Ermittlern kam, die gelegentlich ein wenig ausgeartet sind. Sehr gefallen hat mir, wie unterschiedlich die Figuren sind und dass sie alle ihre Eigenarten und weniger positive Eigenschaften haben. Man lernt die Charaktere schon schnell sehr gut kennen und man entwickelt rasch Sympathien für sie, sodass man Interesse daran hat, wie sie ihre Probleme werden lösen können.

Aus der Inhaltsangabe geht bereits hervor, dass es zwischen der Protagonistin und ihrem neuen Kollegen knistern wird und dies wird von der ersten Begegnung der beiden an deutlich. Die Autorin hat gut hervorgehoben, dass eine gewisse Chemie besteht und sie einander attraktiv finden, doch zugleich sprühen auch die Funken, da sie oftmals in Diskussionen verwickelt sind. Ich muss sagen, dass mir dieser Handlungsstrang nicht hundertprozentig zugesagt hat; ich hatte ein paar Schwierigkeiten damit, eine Verbindung zu Sedlar aufzubauen, was unter anderem daran lag, wie er zu Beginn aufgetreten ist und sich verhalten hat. Dafür hat die Zusammenarbeit der beiden für mich definitiv funktioniert, selbst wenn ich die Dynamik zwischen Horvat und den älteren Teammitgliedern interessanter fand.

Da der Fokus auf den einzelnen Charakteren und ihren Interaktionen liegt, tritt der Fall oft eher in den Hintergrund, obwohl die Geschichte dennoch zu Spekulationen über die Identität des Täters einlädt. An sich hat mich dies nicht gestört, da die Ermittler starke Persönlichkeiten haben und man sie auf diese Weise kennen lernen konnte, allerdings war der Fall mir nicht spannend und fesselnd genug. Wie bereits erwähnt ist "Mord mit Meerblick" ein eher ruhiger Krimi und es waren keine Schießereien oder actionreiche Szenen nötig, die auch nicht zum Rest der Erzählung gepasst hätten, doch die Morduntersuchung ging teilweise ziemlich langsam voran und war manchmal beinahe nur die Rahmenhandlung, vor der die Protagonisten miteinander agiert haben, was ich schade fand. Aus diesem Grund habe ich einen halben Stern abgezogen, aber ich habe das Buch gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt.
3,5/5 Sternen

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