Raphael M. Bonelli

 4,2 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Perfektionismus, Männlicher Narzissmus und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Raphael M. Bonelli

Raphael M. Bonelli, geboren 1968, ist Neurowissenschaftler an der Sigmund Freud Universität Wien sowie Psychiater und systemischer Psychotherapeut in eigener Praxis. Forschungsaufenthalte an der Harvard-Universität, der University of California (Los Angeles) und der Duke University mit zahlreichen Publikationen im Bereich der Gehirnforschung und Habilitation im Fach Neuropsychiatrie.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Raphael M. Bonelli

Cover des Buches Perfektionismus (ISBN: 9783426301456)

Perfektionismus

 (7)
Erschienen am 01.10.2019
Cover des Buches Männlicher Narzissmus (ISBN: 9783570553794)

Männlicher Narzissmus

 (2)
Erschienen am 17.12.2018
Cover des Buches Frauen brauchen Männer (und umgekehrt) (ISBN: 9783466346875)

Frauen brauchen Männer (und umgekehrt)

 (1)
Erschienen am 03.09.2018
Cover des Buches Selber schuld! (ISBN: 9783426300930)

Selber schuld!

 (0)
Erschienen am 11.01.2016
Cover des Buches Psychotherapie und Spiritualität (ISBN: 9783642025228)

Psychotherapie und Spiritualität

 (0)
Erschienen am 01.03.2014

Neue Rezensionen zu Raphael M. Bonelli

Cover des Buches Perfektionismus (ISBN: 9783426301456)Rose75s avatar

Rezension zu "Perfektionismus" von Raphael M. Bonelli

Hinter der Maske der Perfektion versteckt sich ein ängstliches Wesen
Rose75vor einem Monat

"Perfektionisten mögen keine Therapie - und schon gar keine Therapeuten" -  In diesem Satz steckt schon eine der wichtigsten Kernaussagen des Buches.  Der Perfektionist sieht sich nicht als krank oder behandlungsbedürftig, sondern als stark und an hohen Zielen orientiert.   Das ist leider ein großer Irrtum, wie zahlreiche  Patientenbeispiele in diesem Buch belegen. 


Ich kenne Raphael Bonelli vor allem von seinen sehr wertvollen  Videobeiträgen auf youtube.  Seine Art gefällt mir und seine Sicht der Dinge bereichert mich immer wieder. 


In diesem Buch geht es sehr tief ins Detail, um das Thema 'Perfektionismus' von vielen Seiten zu beleuchten.  Er macht deutlich, dass Perfektionismus weit verbreitet und die Betroffenen sich selten bewusst sind, welche inneren Muster sie zu Höchstleistungen treiben wollen. 


Das Buch ist kein Alltagsratgeber, sondern eher ein Angebot für Betroffene, die sich anhand der Fallbeispiele wiedererkennen und sich für eine Therapie oder Reflexion öffnen könnten.    

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Cover des Buches Perfektionismus (ISBN: 9783629130563)SagMals avatar

Rezension zu "Perfektionismus" von Raphael M. Bonelli

Kein Lobgesang auf den Perfektionismus.
SagMalvor 6 Jahren

Mit Raphael Bonnellis "Perfektionismus - Wenn das Soll zum Muss wird" tat ich mich zu Beginn schwer. Zwar hatte ich kein Loblied auf den Perfektionismus erwartet, auf einen Text mit durchgängig erhobenem Zeigefinger war ich gedanklich jedoch auch nicht vorbereitet.

Bonelli, von Beruf Psychiater in Wien, legt mit seinem 333-seitigen Buch sprichwörtlich den Finger in die Wunde aller Perfektionisten. Er versucht in Form gut portionierter Texte und mit Hilfe von Patientengeschichten eindringlich zu verdeutlichen, dass Perfektionismus nicht als Tugend angesehen werden sollte. "Ein Perfektionist strebt Perfektion nicht an, weil er sich an der Vollkommenheit erfreut, sondern weil es ihm um die damit verbundene Unangreifbarkeit geht."

Perfektionismus ist laut Bonelli im Kern reines Vermeidungsverhalten, geprägt von Unfreiheit und darüber hinaus auch noch idealer Nährboden für Krankheiten wie Depressionen oder Burn-out. Der psychische Apparat des Perfektionisten wird permant angetrieben von der Angst, z. B. Angst vor Liebesentzug oder totaler Ausgrenzung bei Fehlleistung. Im Kopf des Perfektionisten rattern außerdem sinnbildlich sieben Zahnräder "Denkfehler", "Fehlersensibilität", "kompetitives Vergleichen", "Ungeordnete Organisiertheit", "Inflexibles sowie verfehltes Lebensziel", "Stolz und Hochmut" sowie "Schwarz-Weiß Denken" und prägen dessen Leben.

Um die festgefahrenen Denkansätze und Verhaltensmuster zu korrigieren, empfiehlt Bonelli eine Psychotherapie. Leider geht er auf etwaige Alternativen nicht ein. Er lässt jedoch durchblicken, dass Perfektionisten u. a. ihre Ichhaftigkeit, ihre inneren Dogmen überwinden müssen und lernen sollten, Manches auch einmal mit Humor zu nehmen. Nur so könne im Zeitverlauf das selbst verschriebene "Muss" des Perfektionisten wieder zum "Soll" werden.

Fazit
Aus meiner Sicht ein gutes Buch, um sich dem Thema "Perfektionismus" zu nähern. Es regt eindeutig zum Nachdenken an und lässt einen die eigenen Handlungen sowie Ansichten näher beobachten und so manches mal sogar in Frage stellen.

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