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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 2 Jahren

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Ich heiße Jimmy und bin acht Jahre alt. Jimmy ist nicht mein richtiger Name, meine Eltern nennen mich Hendrik. Aber jeden Tag den gleichen Namen zu haben, ist mir viel zu langweilig. Letzte Woche hieß ich Barack, so wie ein Mann aus den Nachrichten. Doch meine Freunde wollten Barack als Namen nicht durchgehen lassen. Ich glaube, sie gucken einfach nur zu wenig Fernsehen. Jedenfalls heiße ich seit gestern Jimmy. Genau genommen bin ich auch nicht acht Jahre alt, sondern acht Jahre und dreiundzwanzig Tage. An meinem achten Geburtstag habe ich beschlossen, all die wunderbaren Ideen aufzuschreiben, die mir in den Kopf kommen, und die meine Eltern gar nicht verstehen. Aber nach meinem Geburtstag sind wir drei Wochen in den Urlaub gefahren, und danach brauchte ich zwei Tage, um meinen Koffer wieder auszupacken. Deswegen bin ich jetzt genau dreiundzwanzig Tage zu spät. Die hänge ich einfach hinten dran.

Die Sommerferien sind vorbei und wenn ich am Küchentisch sitze und schreibe, glaubt Mama, ich mache Hausaufgaben, und lässt mich stundenlang in Ruhe arbeiten. Manchmal bringt sie mir sogar ein Stück Kuchen, da ich so fleißig bin. Sie stellt es ganz leise neben mich auf den Tisch, um mich nicht zu stören. Früher dachte ich, wir wären arm, weil Mama immer erst meinen benutzten Teller wieder abgeholt hat, um darauf später ein neues Stück zu bringen. Ich dachte, wir könnten es uns nicht leisten, mehr als einen Teller zu benutzen. Doch dann hat Mama mir erklärt, dass es nicht gut für die Umwelt ist, so viel Geschirr schmutzig zu machen. Das habe ich verstanden. Denn mache ich mehr Teller mit meinem Kuchen dreckig, sind weniger saubere für andere Menschen in meiner Umwelt übrig. Vielleicht möchte jemand eine Geburtstagsparty feiern, und nur weil ich für jedes Stück Kuchen neues Geschirr gebraucht habe, ist keines mehr für die Gäste da und die Party muss abgesagt werden. Deshalb esse ich jetzt alle meine Mahlzeiten vom gleichen Teller. Manchmal lasse ich Fridolin, unseren Hund, darüber lecken, damit er wieder sauber ist. Doch das ist eine andere Geschichte ...

Jedenfalls möchte ich von euch gerne wissen, was ihr von meinem Buch haltet. Deswegen könnt ihr an meiner Leserunde teilnehmen und auch ein gedrucktes Buch von mir bekommen.  Also, macht einfach mit! Immerhin geht es um so spannende Dinge wie Zirkusse, Eiskekse und Riesenhandschuhe!

Bis bald!
Jimmy

Autor: Raphael Schaffarczik
Buch: Tagebuch über die Entdeckung der Welt

Mrs. Dalloway

vor 2 Jahren

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Hallo :) Das klingt nach einem unterhaltsamen Buch! Ich versuche gerne mal mein Glück und bewerbe mich (:

dirk67

vor 2 Jahren

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hi-speedsoul

vor 2 Jahren

Tag 24 bis Ende
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Imoagnet schreibt:
Die Geschichte mit der Kloverstpfung war eigentlich lustig, weil hier endlich mal Gedankengänge von Kindern zum Vorschein kommen. Schade nur, dass Jimmy wieder aus dieser Situation abhauen wollte und nicht zu seinem Fehler stand. Die Ich glaube, wenn Jimmy bei uns in der Grundschule wäre, würde er schon längst auf die E-Schule versetzt worden.

Genau den gleichen Gedanken hatte ich such oft beim Lesen...also ich weiß nicht genau was eine E-Schule ist. ..aber bei uns benehmen sich die schwer erziehbaren Kinder so...sprich die Integrationskinder unserer Schule.

Imoagnet

vor 2 Jahren

Tag 24 bis Ende
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hi-speedsoul schreibt:
Genau den gleichen Gedanken hatte ich such oft beim Lesen...also ich weiß nicht genau was eine E-Schule ist. ..aber bei uns benehmen sich die schwer erziehbaren Kinder so...sprich die Integrationskinder unserer Schule.

E-Schule ist bei uns in Sachsen eine Schule für Erziehungshilfe.
Im ersten Abschnitt, als Jimmy mit seiner Lehrerin diskutiert hatte, hatte ich geschrieben, dass ich auch so ein Kind kenne.
Dieses "lief" bei mir in der Kindergartengruppe eigentlich gut, aber gewisse Auffälligkeiten hatte er schon. Ein Merkmal war u.a., dass er auch Aufforderungen nicht einfach hinnehmen konnte. Er hat immer diskutiert und wollte damit der Aufforderung aus den Weg gehen.
Jetzt, nach ca. 6 Wochen Schule, verhält er sich ungefähr so, wie Jimmy. Und das Ende vom Lied ist, dass er wahrscheinlich die Schule wechseln muss und in die E-Schule muss.
Aber die Eltern sehen keinen Handlungsbedarf. Ist ja nicht so schlimm, wenn das Kind aufgeweckt uns und tolle Lösungen für seine Probleme findet.
ZB ist er einfach von der Schule weggelaufen, weil es ihm zu lang gedauert hat. Das klingt alles nach Jimmy. Könnte sich echt lustig anhören. Aber das Thema ist echt ernst. Denn leider verhalten sich immer mehr Kinder so wie Jimmy. (Was ja kein Wunder ist, weil viele Eltern, wenn man was sagt, noch hinter ihren Kindern stehen und diese ja sowieso Recht haben)

hi-speedsoul

vor 2 Jahren

Tag 24 bis Ende
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@Imoagnet

Aja okay, jetzt kenn ich mich aus.
Ich unterrichte an einer Volksschule in Salzburg/Österreich...also Grundschule. Wir haben Klassen, in denen Kinder mit Behinderungen und eben auch Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten unterrichtet werden - in diesen Klassen sind um die 18-20 Volksschulkinder und eben 3-4 Kinder mit speziellen Bedürfnisse än. Da kenn ich das auch, dass Kinder sich teilweise so benehmen wie Jimmy. Keine Grenzen kennen/wahrnehmen und sich immer im Unrechr sehen,...

Imoagnet

vor 2 Jahren

Tag 24 bis Ende
@hi-speedsoul

Der Kindergarten, in dem ich arbeite, ist auch ein Integrativkindergarten, deshalb sind "solche Kinder" mit in den Gruppen drin. Das finde ich eigentlich schön, weil sie dadurch nicht ausgegrenzt werden. Natürlich ist das Arbeiten manchmal etwas schwierig. Aber in so einer Klasse, wo nur verhaltensauffällige Kinder sind, ist es wahrscheinlich ein "Kampf gegen Windmühlen" ;-)

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 2 Jahren

Gesamteindruck
@Sabriiina_K

Vielen Dank, Sabrina!

hi-speedsoul

vor 2 Jahren

Tag 24 bis Ende
@Imoagnet

Ich finde diese Schulsysteme auch super! :)

hi-speedsoul

vor 2 Jahren

Gesamteindruck

http://www.lovelybooks.de/autor/Raphael-Schaffarczik/Tagebuch-%C3%BCber-die-Entdeckung-der-Welt-1187302438-w/rezension/1200427690/

Hier ist nun auch meine Rezension. Ich habe lange zwischen einem und zwei Sterne überlegt, aber für mich war dann vor allem die Meerschweinchen-Geschichte ausschlaggebend für den einen Stern. Auch habe ich einigen Freunden und Arbeitskollegen von dem Buch erzählt und merkte, dass ich eigentlich immer grantiger auf Jimmy geworden bin.

Ich möchte mich trotzdem bedanken, dass ich das Buch geschenkt bekommen habe und lesen durfte. Die Rezension habe ich unter gleichem Namen auch auf amazon.de gepostet.

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