Rasha Khayat Weil wir längst woanders sind

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Inhaltsangabe zu „Weil wir längst woanders sind“ von Rasha Khayat

Layla und Basil waren immer eine untrennbare Einheit, Geschwister, die zusammengehören, zwischen die nichts kommt. Bis Layla eine Entscheidung trifft, die alles verändert und die niemand versteht: Sie beschließt zu heiraten. Einen Mann in der alten Heimat, Saudi-Arabien. Keine Entscheidung aus Liebe, sondern aus Prinzip. ›Weil wir längst woanders sind‹ erzählt die Geschichte von Basils Reise nach Jeddah zur Hochzeit seiner Schwester. Er möchte ein letztes Mal die alte Nähe spüren. Zugleich führt ihn sein Besuch mitten hinein in die eigene Vergangenheit: in den liebevoll-skurrilen Kosmos der saudischen Verwandtschaft, die in seinem »deutschen Leben« nie anwesend war und doch immer da in der Erinnerung. Was treibt Layla – eine nicht religiöse, freiheitsliebende junge Frau – dazu, sich für ein Land zu entscheiden, in dem Frauen alles andere als frei sind? Wie soll man umgehen mit einem Gefühl von Fremdheit, das unauflösbar scheint? Rasha Khayat stellt schmerzhafte Fragen. Und sie findet Antworten, die ebenso irritieren wie im Innersten berühren. »Mit Rasha Khayat kommt eine starke, neue Stimme in die Literatur. Mit großer Klugheit, Witz und unendlicher Schönheit erzählt sie eine Welt, von der wir so noch nie gehört haben. Einfach nur großartig.« OLGA GRJASNOWA

Tolle, kurzweilig erzählte Geschichte. Hat mir sehr gefallen!

— Readrat

Das Buch bedient Exotismen, Klischees und Oberflächen. Eine Enttäuschung!

— FranzHelle

Ein sehr stilles, wahrhaftiges und kluges Buch ... und überraschenderweise auch noch richtig spannend

— Elwe

Dieser Roman erlaubt einem Mitzuerleben wie Zerrissen Menschen mit Wurzeln in zwei verschiedenen Kulturen sein können.

— Nil

Auf jeden Fall ein Glücksgriff

— Milagro

Fragmente und Bruchstücke ergeben kein vollständiges Bild und es bleiben viele Fragen offen

— Tammy1982

Enttäuschend oberflächlich.

— alasca

Die Suche nach Heimat, so magisch und poetisch wie ein Märchen aus 1001 Nacht.

— Chrischan

Wunderschön erzählt!

— Monika58097

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    Weil wir längst woanders sind

    Readrat

    06. March 2017 um 22:16

    Eckdaten: „Weil wir längst woanders sind“ von Rasha Khayat  Dumont Verlag; Hardcover, 187 Seiten Inhalt: Layla trifft eine Entscheidung, die alles verändert und die niemand versteht: Sie beschließt zu heiraten, einen Mann aus der alten Heimat, Saudi-Arabien. Nicht aus Liebe, aus Prinzip. Ihr Bruder Basil macht sich von Hamburg auf den Weg, um bei dem Fest dabei zu sein und um zu begreifen, was seine bisher sehr freiheitsliebende Schwester bewegt. Seine Reise wird zu einer Begegnung mit der eigenen Vergangenheit und einem anderen möglichen Leben. Schreibstil: Äußerst angenehm und unkompliziert. Meinung: Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Zunächst einmal ist der Schreibstil sehr leicht, man kommt umgehend, ohne Schwierigkeiten in die Geschichte rein.  Das ist Buch ist mit seinen 187 Seiten sehr kurz, das Thema dafür relativ „groß“. Aber die Autorin hat es dennoch geschafft, diese Geschichte wunderbar darzustellen und Basil, aus dessen Sicht das Buch erzählt wird, gut zu beschreiben.  Natürlich hätte man detaillierter und sehr viel tiefer in die verschiedenen Religionen und Unterschiede beider Länder (Deutschland-Saudi Arabien) gehen können. Hätte, hätte, hätte… Mir hat es jedoch gereicht. Schön schnurstracks durch erzählt.  Auch das Cover finde ich „cool“, alles andere als kitschig.  Fazit: Ein kurzer, aber sehr gelungener schöner, kurzweiliger Roman über zwei unterschiedliche Länder und Lebensentscheidungen.  Klare Leseempfehlung!

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  • Eine wunderschöne Geschichte über die Fremde in der Heimat und die Heimat in der Fremde

    Weil wir längst woanders sind

    Calantha

    30. January 2017 um 22:50

    Basil macht sich auf den Weg nach Jeddah in Saudi Arabien, weil seine Schwester bald heiraten wird. Was sich erst anhört nach einer typischen arabischen Familiengeschichte, geht jedoch viel tiefer. Denn Layla und Basil sind in Deutschland aufgewachsen. Als Kinder, kaum dass sie in die Schule gingen, kamen Sie mit dem arabischen Vater, welcher Arzt war und der deutschen Mutter, die Krankenschwester war, nach Deutschland. Hier werden sie komplett Deutsch erzogen, so sehr dass Basil nicht einmal mehr Arabisch spricht und sich nur an Wortfetzen erinnert. Sie wachsen absolut liberal auf, fahren nicht einmal auf Besuch nach Saudi Arabien. Der Kontakt zu diesem Land, wurde komplett abgebrochen. Layla macht eine Ausbildung als Buchhändlerin und ist schon Mitte Zwanzig, als ihr plötzlich alles zuviel wird. Sie haut aus der WG mit dem Bruder und ihrem Ex-Freund ab und meldet sich erst ein Jahr später. Sie wäre in Saudi Arabien und würde heiraten, in einem Land was sie das letzte Mal gesehen hatte, als sie ein kleines Kind war und einen Mann, den sie gar nicht richtig kennt. Basil macht sich auf den Weg nach Jeddah um herauszufinden, was in die Schwester gefahren ist. Die große Frage, die immer im Hintergrund steht ist: Warum? Das Buch ist ein Mosaik der Gefühle und Eindrücke. Wir begleiten Basil auf seiner Entdeckungsreise nach Saudi Arabien und nehmen aus seiner Sicht wahr, wie fremd alles ist. Fremd, aber auch beeindruckend. Das Buch lebt auch von den Rückblenden, wo Basil sich an die gemeinsame Kindheit erinnert und zeigt, wie es sich für ein Kind anfühlt, plötzlich die Heimat zu verlieren. Besonders in diesen kindlichen Episoden bekommt man nochmal einen ganz unvoreingenommen Blick präsentiert. Dem älteren Basil, ist die Sache nicht ganz geheuer. Er sucht nach der Antwort, warum seine Schwester dieses Leben in Saudi Arabien bevorzugen möchte, obwohl sie doch alle Freiheiten in Deutschland hatte. Zwischen den Zeilen, kann man ganz viele dieser Gründe finden. An manchen Stellen konnte man förmlich die herzliche Atmosphäre spüren und den duftenden Kardamom-Kaffee riechen. Dies liegt auch an der fantastischen bildreichen Sprache, die Rasha Khayat verwendet. Sie streut auch immer wieder arabische Ausdrücke oder Satzstücke ein, die jedoch in der deutschen Umschrift sind und einen schönen Eindruck vom Klang der Sprache vermitteln und das Buch sehr authentisch gestalten. Wir erleben in der Geschichte die Gegensätze des Landes und sehen Prunk und Luxus. Wir beobachten, dass die Gesellschaft privat wesentlich liberaler ist, als in der Öffentlichkeit und Layla auf kaum etwas verzichten muss. Gemessen am Reichtum Saudi Arabiens, kommt einem das deutsche Leben sogar bettelarm vor. Fest steht auf jeden Fall: Layla ist kein Mädchen, dass auf den Kopf gefallen ist. Tatsächlich scheint sie in Jeddah, glücklicher und freier, als sie es je zuvor war. Es scheint an manchen Stellen sogar, dass Basil etwas neidisch ist, auf die Schwester, die eine so gute Verbindung zu ihrer Heimat und Kultur hat, während er sich mit allem schwer tut und sich auch dieses Gefühl der Verwurzelung und Identifikation, beim ihm nicht einstellen will. Während Basil sich komplett von seiner Vergangenheit distanziert hat, liegt für Layla alles darin, was sie immer vermisst hat. Während man am Anfang noch denkt, Basil und seine Mutter würden einfach nicht hinter der Entscheidung von Layla stehen, merkt man mit der Zeit, dass es noch einen ganz anderen Grund gibt, warum sich Basil und seine Mutter so sehr von Saudi Arabien distanzieren, was aber überhaupt nichts mit diesem Land zu tun hat. Es ist fast so, als würde ein Teil der Familie krampfhaft versuchen, die Vergangenheit auszublenden, während Layla eine beherzte Offenheit an den Tag legt, die sogar dazu führt, dass sich Teile der Familie wieder vereinen. Mit Liebe und Offenheit versucht sie die Wunden der Vergangenheit zu heilen und somit wohl auch sich Selbst. Das Buch ist einer beeindruckenden Sprache geschrieben, die die selbe Liebe und Leichtigkeit vermittelt, die Layla wohl fühlen muss. Für mich ist es das Buch-Highlight 2016. Das liegt daran, dass mich diese Geschichte in ihrer Wärme und Herzlichkeit tief berührt hat.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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  • Exotismen, Klischees und Oberflächen

    Weil wir längst woanders sind

    FranzHelle

    13. September 2016 um 15:36

    Das Cover sah schon verdächtig nach Kitschstory aus, dennoch hat mich der Plot gereizt und ich war gespannt auf das Buch, da die Autorin - wie ihre Protagonisten - einen saudi-arabischen Background hat. Da das Buch sehr gut besprochen wurde, habe ich also zugegriffen - und wurde enttäuscht. Die Entortung der Geschwister Basil und Layla - die in Deutschland aufgewachsen sind - wird sehr oberflächlich erzählt, die Figuren bleiben Schablonen, die Rückblenden auf Kindheitserinnerungen sind vor allem kitschig geschrieben. Der Teil der Geschichte, der in Saudi-Arabien spielt, strotzt vor Exotismen und bedient weitere Klischees. Das Kulturgefälle soll durch die Figur der Layla erzählt werden, die Wärme und menschliche Nähe in Deutschland vermisst und nach Saudi Arabien zurückkehrt um zu heiraten, weil sie dort „bedingungslos angenommen wird“ und ebendiese Wärme im Schoß der Familie findet. Ihre Perspektive bleibt sprachlich und inhaltlich eine Behauptung, schwammig formuliert wie hier, wenn sie über Deutschland sagt „ ... da ist zu wenig Platz für Schönes Basil, zu wenig Platz für Wärme, da ist Abstand und Filter, Basil. Ich habe die Filter so satt ...“ (?) Auch der „suchende“ Slacker-Typ Basil ist ein Protagonist, der dem Leser nichts neues oder interessantes vermittelt. ... Zu unrecht gehypter Roman.

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  • Wo ist Heimat? Vielleicht an gar keinem bestimmten geographischen Ort

    Weil wir längst woanders sind

    WinfriedStanzick

    15. June 2016 um 10:02

    Rasha Khayat, die hier ihren bemerkenswerten Debütroman vorlegt, ist in Dortmund geboren und lebte dann bis zu ihrem elften Lebensjahr in Saudi-Arabien. Mit elf kehrte sie mit ihrer Familie  nach Deutschland zurück. Was bedeutet es, in zwei so unterschiedlichen Ländern und Kulturen aufzuwachsen? Was ist Heimat und wo ist sie? Mit ihren beiden Hauptfiguren Layla und Basil, einem Geschwisterpaar, dem sie viel eigene Erfahrungen unterlegt, versucht sich die Autorin an der schwierigen Antwort.Lange haben die beiden Geschwister im Ruhrgebiet gelebt, dann gemeinsam in einer WG in Hamburg. Doch dann entschließt sich Layla quasi über Nacht, nach Saudi-Arabien zurückzukehren und dort zu heiraten.Sowohl die Mutter als auch der Bruder sind entsetzt über diese Entscheidung. Während Basil an der Hochzeit teilnimmt, weigert die Mutter sich. Warum hat Layla ihre Freiheit aufgegeben und wieso will sie in einem Land leben, in dem die Frauen überhaupt keine Rechte haben und noch nicht einmal Auto fahren dürfen? Wo die Religionspolizei über alles wacht?Basil begibt sich auf die Suche nach Antworten. Sie werden schwierig, weil sich alles komplexer herausstellt, als es sich von Deutschland aus angefühlt hat. Rasha Khayat schildert junge Menschen zwischen zwei Kulturen, hin- und hergerissen, gespalten in der Seele und mit der Sehnsucht, ihre Wurzeln zu finden und eins zu werden mit ihnen.An einer Stelle, nachdem sie sehr erregt ihr Lebensgefühl in Deutschland mit ihrem jetzigen verglichen hat und die Zäsur von 9/11 beschreibt, sagt Layla zu ihrem Bruder:„Hier habe ich ein echtes Zuhause, Basil, einen Ort, von dem aus ich überall hingehen und an den ich zurückkommen kann und wo niemand will, dass ich mich gegen etwas anderes entscheide.“Und ebenso wie bei Basil beginnen auch beim Leser die bisherigen selbstverständlichen  Gewissheiten zu bröckeln. Auf der Suche nach Antworten für diese zunächst unerklärliche Entscheidung seiner Schwester stellen sich nicht nur ihm immer wieder neue Fragen, Fragen mit denen die Autorin ihre Figuren und Leser alleine lässt.Es ist ein bewegender Roman über die Fremdheit. Wo ist Heimat? Vielleicht an gar keinem bestimmten geographischen Ort, suggeriert die Autorin, sondern in den einzelnen Menschen selbst. Eine tröstende, den Einzelnen aber auch mit einer großen Belastung konfrontierende Einsicht.Denn Heimat und Zuhause wären dann nichts mehr Gegebenes, Selbstverständliches, mir sozusagen in die Wiege Gelegtes, sondern ich müsste es selbst herstellen und erhalten. Ein großer Preis für eine große Freiheit. 

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  • Zerrisen zwischen zwei Kulturen

    Weil wir längst woanders sind

    Nil

    09. June 2016 um 13:25

    Wieder mal eine wunderbare Romanentdeckung in diesem Frühsommer! Rasha Khayat schrieb ihren ersten Roman ‚Weil wir längst woanders sind‘ und hat den Zeitgeist getroffen! Der Roman wurde zum Teil hochgelobt, zum Teil stark angegriffen. Mich hat das Sujet interessiert und ich habe es gewagt und habe gewonnen! Ich finde den Roman gut. Die Geschichte handelt von zwei Geschwistern, Layla und Basil. Sie haben einen saudischen Vater und eine deutsche Mutter, sind in Saudi-Arabien geboren und auch dort in die Grundschule gegangen bevor sie nach Deutschland kamen. Dieses Fundament in beiden doch sehr unterschiedlichen „Welten" aufgewachsen zu sein, macht die beiden aus und genau das ist auch der Kern dieses Romans. Die Zerrissenheit weder so recht in die eine Welt zu gehören noch in die andere. Die beiden sind von außen betrachtet einzigartig und „Reich" an Kulturen, aber im Grunde sehnen sie sich nach Zugehörigkeit und Halt. Die Autorin schöpft sicherlich stark aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz für diesen Roman, was es so wahnsinnig authentisch macht. Klar, es geht nicht sonderlich weit in die Tiefe, aber es öffnet einem doch die Augen. Der Plot in dem diese Meta-Eben eingebaut ist, ist die anstehende Hochzeit von Layla in Saudia-Arabien zu der Basil reist. Hört sich nach wenig Handlung an, hat aber Gehalt. Da meine Erfahrung auf persönlicher Ebene mit Saudi-Arabien gering ist, fand ich auch die Beschreibungen wie die Familie beieinander ist, wie dort ein „Junggesellenabschied" gefeiert wird sehr interessant. Empfehlenswert zu diesem Roman ist auch das Interview mit der Autorin auf dem blauen Sofa (ZDF) von der diesjährigen Leipziger Buchmesse (2016): http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2661208/Rasha-Khayat-auf-dem-blauen-Sofa#/beitrag/video/2661208/Rasha-Khayat-auf-dem-blauen-Sofa Ich muss auch sagen, dass ich die Autorin wahnsinnig charmant finde, eine echte Powerfrau! :0) Fazit: Ich fand den Roman horizonterweiternd, dabei unterhaltsam und gut geschrienen. Was will man mehr?

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    • 2
  • Fremd

    Weil wir längst woanders sind

    Milagro

    Der Autorin gelingt es auf wunderbare Weise den jungen Mann, der sich auf den Weg von Hamburg nach Jeddah in Saudi-Arabien macht, um an der Hochzeit seiner Schwester teilzunehmen, in den Mittelpunkt zu rücken. Ihm ist unverständlich, wie eine junge Frau, Tochter einer Deutschen und eines Saudis freiwillig ihre Freiheit und Selbstbestimmtheit aufgeben will, um Teil einer arabischen Welt zu werden. Ihm bleiben auch die Familienmitglieder fremd, die er nach langer Zeit dort wiedertrifft, in dem von Hamburg so unterschiedlichen Ort, den seine Schwester als Zuflucht gesehen und sich für ihr weiteres Leben ausgesucht hat. Er stößt auf eine fremde Welt, sie trifft eine vertraute Welt. Der Bruder wertet nicht, er nimmt wahr, er beobachtet und reflektiert, genau wie die Leserin. Die nicht mitgereiste Mutter dagegen bleibt in ihrer Entscheidung fremd, bleibt für sich, ihre Beweggründe ahnt man nur. Alles an der Geschichte erscheint mir nachvollziehbar, Schmerz, Aufbruch, Neuanfang, Familie, Verdrängung, alles ist für sich genommen wichtig und richtig. Die tatsächliche Entscheidung trägt jeder für sich. Eine schöne Geschichte, die lange nachhallt.

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    • 2
  • Interessanter Inhalt, jedoch zu bruchstückhaft und es bleiben zu viele Fragen offen

    Weil wir längst woanders sind

    Tammy1982

    02. May 2016 um 21:35

    Layla und Basil sind in Saudi-Arabien geboren, ihre Mutter eine Deutsche und als Kinder gemeinsam mit den Eltern zurück nach Deutschland gekommen. Als Erwachsene beschließt Layla zurück nach Saudi-Arabien zur Familie des Vaters zu gehen und auch dort zu heiraten. Basil versteht seine Schwester nicht und reist zu ihrer Hochzeit in der Hoffnung einige Antworten auf seine Fragen zu bekommen.Das Buch wird entgegen meiner Erwartungen komplett in der Ich-Perspektive von Basil erzählt und so seltsam diese Sicht für mich zu Beginn war, so lässt sie auch viele Fragen, die sich mir gestellt haben, unbeantwortet zurück. Als Leser erfährt man in Fragmenten Auszüge aus der Familiengeschichte von Basil und Layla, kurze Einblicke aus ihrer Kindheit und in kurzen Gesprächen Hinweise auf die Gründe von Layla's Entscheidung und den zum Teil vorhandenen Problemen innerhalb der Familie. Aber alles bleibt bruchstückhaft und unvollständig und am Ende blieb ich mit vielen offenen Fragen und ungelösten Themen zurück.Schön gefällt mir, dass hier kein Roman vorgelegt wurde, der in die Richtung "Nicht ohne meine Tochter" und ähnlicher Bücher geht, sondern fast schon rein objektiv die verschiedenen Kulturen beleuchtet und überall die guten und die schlechten Seiten zeigt. Dabei hat mich der Roman auch zum Nachdenken darüber angeregt, wie wir aus dem "Westen" zum Teil auf andere Kulturen blicken und wir die Menschen behandeln. Das finde ich sehr gut an diesem Buch. Jedoch hätte ich mir auch hier sogar noch mehr Inhalte und mehr Details gewünscht und nicht immer nur dieses Kratzen an der Oberfläche.Alles in allem ist damit dieses kleine Buch sehr gut umschrieben: Es hat einen guten Ansatz und stellt gut die schönen und unschönen Seiten der verschiedenen Kulturen dar. Jedoch bleibt es dabei meist zu stark bruchstückhaft, liefert nur kurze Einblicke und lässt mich als Leser "hungrig" nach mehr Tiefe und Details zurück. Ein paar Seiten mehr hätten dem Buch auf keinen Fall geschadet.Dafür vergebe ich insgesamt drei Sterne.

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  • 'Fast mühelos wirkt sie hier, wie eine stärkere, mutigere Version ihrer selbst.'

    Weil wir längst woanders sind

    sabatayn76

    25. March 2016 um 18:51

    Inhalt:Basil und seine Schwester Layla haben als Kinder zusammen mit ihren Eltern die saudische Heimat verlassen und fortan in Deutschland gelebt. Nach 20 Jahren kehrt Layla schließlich nach Saudi-Arabien zurück, in ein Land, das sie kaum kennt, und um einen Mann zu heiraten, den sie kaum kennt.Ihr Bruder Basil, zu dem Layla stets ein sehr inniges Verhältnis hatte, reist für ihre Hochzeit nach Jeddah und versucht zu verstehen, was der treibende Motor hinter Laylas wenig nachvollziehbarer Entscheidung ist.Mein Eindruck:Ich fand 'Weil wir längst woanders sind' schlichtweg wunderbar.Die Rückblenden, die Perspektiven- und Ortswechsel haben beim Lesen viel Spannung erzeugt und dafür gesorgt, dass dem Leser auf wenigen Seiten eine komplexe Geschichte um Heimat und Integration, Heimatlosigkeit und Sehnsucht erzählt und nahegebracht wurde.Die detailgetreuen Beschreibungen der Personen, der Handlungsorte, der Situationen und der Ereignisse haben mir besonders gut gefallen, da sie mich beim Lesen vor Ort versetzen und eine authentische Stimmung erzeugen konnten. Gelungen fand ich zudem, dass Saudi-Arabien weniger schwarz/weiß geschildert wurde, als man es für gewöhnlich liest, und dass man als Leser zwischen den Zeilen viel über das Land und seine Bewohner erfahren kann.Auch sprachlich hat mir der Roman gefallen, denn er lässt sich flüssig lesen, und der einnehmende Erzählstil sorgt dafür, dass man das Buch fast ohne Unterbrechung durchliest.Meiner Meinung empfiehlt es sich, ein bisschen Arabisch zu verstehen, denn im Buch sind immer wieder einfache Sätze auf Arabisch (in Umschrift) eingestreut. Diese sind zwar nicht essentiell für das Verständnis der Geschichte, aber sie tragen meiner Meinung nach durchaus dazu bei, ein besseres Gespür für die Kultur, die sprachlichen Besonderheiten und die Mentalität der Saudis zu bekommen.Mein Resümee:Ein Roman, der auf fesselnde und anschauliche Weise die Zerrissenheit zwischen zwei Kulturen zeigt.

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  • Wunderschön erzählt!

    Weil wir längst woanders sind

    Monika58097

    23. March 2016 um 16:57

    Layla, Tochter einer deutschen Mutter und eines saudischen Vaters, lebte die längste Zeit ihres Lebens in Deutschland, als sie plötzlich den Entschluss fasst, einen saudischen Mann zu heiraten und auch dort zu leben. Zu leben in einer Welt, die so gar nichts mit ihrer Freiheitsliebe zu tun hat. Ihr Bruder Basil versteht die Welt nicht mehr. Warum? Warum will seine Schwester zurück nach Saudi Arabien, das Land, in dem sie lediglich die ersten Kindheitsjahre verbracht haben? In ein Land, in dem sie sich verschleiern muss? Ein Land, in dem sie kein Auto fahren darf. Doch Layla bleibt bei ihrem Entschluss. Deutschland ist ihr zu eng, zu grau geworden. Sie hat es satt, immer wieder erklären zu müssen, wieso sie um Beispiel so gut Deutsch kann. Layla hat Sehnsucht nach ihrem anderen Ich, nach ihrem arabischen Ich. "Weil wir längst woanders sind" - die Autorin Rasha Khayat schafft es hervorragend, Laylas Beweggründe darzustellen. Natürlich fragt sich der Leser, was kann eine junge Frau, die hier aufgewachsen ist, dazu bewegen, in ein Land zu gehen, in dem sie keine oder kaum Rechte hat. Doch als ihr Bruder Basil zur Hochzeit nach Saudi Arabien kommt, kann ich Layla immer besser verstehen. Die Autorin schildert das uns eher fremde Land in den hellsten Farben. Alles strahlt, leuchtet. Und dann ist da die Familie, laut und bunt und immer präsent und immer füreinander da. Layla fühlt sich nach den Anschlägen des 11. September nicht mehr wohl in Deutschland. Immer wieder muss sie sich für etwas rechtfertigen, für das sie nichts kann, sie, die selbst so gar nicht religiös und so sehr freiheitsliebend ist. "Weil wir längst woanders sind" - mitreißend, bezaubernd, poetisch. Wunderschön erzählt. Unbedingt lesen!

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  • "Irgendwo muss man ja mal reinpassen, ohne sich so wahnsinnig anzustrengen"

    Weil wir längst woanders sind

    R_Manthey

    Diesen Satz liest man erst auf Seite 171. Vielleicht grübelt man bis dahin, warum in aller Welt eine junge saudische Frau, die den größten Teil ihrer Jugend in Deutschland verbracht hat, plötzlich auf die Idee kommt, zurück in ein Land zu gehen, in dem es keine Freiheiten gibt, in dem Frauen bevormundet werden und noch nicht einmal alleine Auto fahren dürfen. Layla macht es dennoch und schreibt ihrem Bruder, der das nicht wirklich versteht, einen Abschiedsbrief, aus dem dieser Satz stammt.Jeder Mensch hat seine ganz eigene Realität und seine Wahrnehmung. Dazu gehört auch das Gefühl angenommen zu sein und sich wohl zu fühlen. Man kann nicht aus seiner Haut. Und wenn man das nicht akzeptiert, wird man unglücklich werden und bleiben. Layla hatte genau dieses Gefühl eines latenten Unwohlseins in Deutschland. Trotz deutscher Mutter.Dieser Roman erzählt nicht nur die Geschichte des Geschwisterpaares von ihrer Kindheit in Saudi-Arabien, ihrer Übersiedlung nach Deutschland bis hin zu den Erwachsenenjahren, sondern auch die unterschiedlichen Empfindungen von Bruder und Schwester. Layla heiratet in Saudi-Arabien. Ihr Bruder besucht sie, empfindet sein Vaterland aber anders als seine Schwester. Man glaubt als Leser gerne, dass dies eigentlich kein Roman ist, sondern eher eine wahre Geschichte. Sie zeigt, dass selbst gemeinsam aufgewachsene Geschwister ganz unterschiedliche Wahrnehmungen und Empfindungen darüber besitzen können, wo sie eigentlich hingehören.Man wird keine Begründungen oder Erklärungen dafür in dieser Geschichte finden, erst recht keine rationalen. Layla hat einfach auf ihre innere Stimme gehört. Und das ist gut so, auch wenn andere das nicht verstehen können. Sie müssen es auch nicht.

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    Bella5

    21. March 2016 um 17:31
  • Leben in unterschiedlichen Welten..

    Weil wir längst woanders sind

    Clari

    15. March 2016 um 16:59

    Wie mag es sich anfühlen, wenn man als Kind aus Saudi- Arabien nach Deutschland verpflanzt wird?Das ist das Thema des neuen Romans von Rasha Kayat.Rasha Khayat nimmt uns mit in eine Saudi-Arabische Familie, in der es zauberhaft, bunt und blumig zugeht. Der große Clan der Familie mit fast unüberschaubaren Familienzweigen bietet einen Eindruck vom Leben in einem Land, das uns fern und fremd ist. Doch die beiden Hauptfiguren, Layla und Basil, müssen sich entscheiden, welchem Leben sie den Vorzug geben wollenBarbara, die Mutter von Layla und Basil, hat als deutsche Krankenschwester den Saudischen Arzt Tarek geheiratet. Zunächst leben sie in seiner Heimat, um dann eines Tages nach Deutschland umzusiedeln. Die Kinder gehen in Hamburg in die Grundschule. Tarek will in Deutschland eine Facharztausbildung machen.Gab es womöglich auch politische Gründe für den Umzug nach Deutschland?Die Kinder wurden nicht gefragt und sind zunächst einigermaßen sprachlos, als sie in der nun neuen Umgebung in die Schule gehen sollen und aus dem Urlaub nicht nach Saudi-Arabien zurückkehren werden.Nach dem frühen und unerwarteten Tod des Vaters muss seine Frau Barbara sehr bald schon das Leben der Familie in ihre Hände nehmen.Wir erfahren nicht viel über die Vorgeschichte, denn zwanzig Jahre nach der Auswanderung entschließt sich Layla, nach Saudi-Arabien zurückzukehren und einen Saudischen Mann zu heiraten. Basil kommt zur Hochzeit. Weder seine Mutter noch er selbst verstehen so recht, warum sich Layla auf dieses Abenteuer einlässt. Schließlich erwartet sie dort ein Leben nach den strengen Regeln Saudischer Gesetze. Und das, obwohl sie ein Freigeist und ungläubig ist.Mit zarten Tönen, einer wunderbar poetischen Erzählweise und dem Nymbus traditionsgebundener Saudis bezaubert uns Rasha Khayat mit ihrer Geschichte, die fast wahr zu sein scheint. Man fühlt sich als Leser fasziniert von den orientalischen Gebräuchen, der Vielfarbigkeit des Lebens und der Landschaft mit ihren Gerüchen und der flimmernden Hitze. Das ferne Deutschland erscheint dagegen zwar politisch freizügig dabei aber ärmlich und nüchtern. Warum aber wagt Layla diesen Spagat aus einer Heimat, in der sie zuletzt wohnte, hin zu den Wurzeln ihrer Geburt?Sie hat beide Lebenswelten kennen gelernt und entscheidet sich für die Arabische.Die Schilderungen von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft in der großen arabischen Familie ist hinreißend und macht plausibel, warum es jemandem dort gefällt.In diesem Roman kann man erfahren, dass die äußere und innere Wärme des Lebens in Saudi-Arabien so bestrickend sein kann, dass man dafür das trübe, oftmals graue und nüchterne Leben in Deutschland aufgeben möchte. Und Layla hat sich dazu entschieden!Die Geschichte ist wertfrei und treffend in der feinen Beobachtung der lebhaften Gewohnheiten in Saudi-Arabien. Eine wunderschöne Erzählung erwartet den Leser. Das ist kein dumpf verschlossenes Leben hinter Mauern, sondern eines, das von Liebe, Zuwendung, Heiterkeit und Lebensfreude zu berichten weiß.

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