Raul Krauthausen

 4.6 Sterne bei 30 Bewertungen
Raul Krauthausen

Lebenslauf von Raul Krauthausen

Raúl Aguayo-Krauthausen ist in Berlin aufgewachsen und hat sich schon früh dazu entschieden, in seinem Leben in der Welt etwas zu verändern. Raul war an der Universität der Künste eingeschrieben, studierte Design Thinking, entwickelte eine Kampagne für den »Alternativen Nobel Preis« und moderierte eine Radioshow, wo Menschen mit Problemen anrufen konnten. So wurde er selbst mit Armut, Missbrauch und Einsamkeit konfronierte, wie man es viel in den Nischen unserer Gesellschaft findet. Von diesen sozialen Themen beeinflusst kam Raul mit Freunden zusammen auf die Idee, die SOZIALHELDEN ins Leben zu rufen. Die SOZIALHELDEN sind ein soziales Unternehmen, bestehend aus einer Gruppe außergewöhnlicher Umdenker, welches bis heute schon viele Preise gewonnen hat. Raul ist einer dieser kreativen Köpfe. Die SOZIALHELDEN verzeichnen bereits eine große Erfolgsgeschichte. Zu diesen erfolgreichen, nachhaltigen und innovativen Projekten zählen »Pfandtastisch helfen!«, eine in Deutschland bekannten Pfandspenden-Aktion für soziale Projekte sowie »Deutschland sucht den SuperZivi«, eine Radio Casting Show zur Suche des besten Zivis. Momentan konzentriert sich Raul voll und ganz auf Wheelmap.org und den Aufbau einer Community um Wheelmap.org herum. Im April 2013 wurde ihm vom deutschen Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Alle Bücher von Raul Krauthausen

Dachdecker wollte ich eh nicht werden

Dachdecker wollte ich eh nicht werden

 (30)
Erschienen am 02.01.2014
Dachdecker wollte ich eh nicht werden

Dachdecker wollte ich eh nicht werden

 (0)
Erschienen am 08.06.2015

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Neue Rezensionen zu Raul Krauthausen

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Mrs_Nanny_Oggs avatar

Rezension zu "Dachdecker wollte ich eh nicht werden" von Raul Krauthausen

Bin ich ein Berufsbehinderter?
Mrs_Nanny_Oggvor 2 Jahren


Ich kannte Raúl Krauthausen bereits durch einen sehr interessanten und seriösen Fernsehbeitrag zum Thema Behinderung. Ich wusste also schon einiges über sein Leben, doch in seiner Autobiografie "Dachdecker wollte ich eh nie werden" gewährt er sehr intime Einblicke in sein Leben und zeigt auch seine Entwicklung im Bezug zu seiner Behinderung (Osteogenesis imperfecta, Glasknochenkrankheit) auf.
Raúl Aguayao-Krauthausen hat sich in diesem Buch auf sehr persönliche Weise mit sich und seiner Behinderung auseinandergesetzt. Sieht man Raúl in seinem Rollstuhl auf der Straße, sieht man tatsächlich zuerst seine Behinderung, nicht einen jungen, engagierten Mann, einen Studenten, einen liebenden Partner. 
Raúl erzählt in seiner Lebensgeschichte über Situationen, in denen ihm bewusst geworden ist, dass er behindert ist. Er hatte meiner Meinung nach das Glück, Eltern zu haben, die ihn trotz seiner Glasknochen nicht in Watte gepackt haben. Er besuchte einen integrativen Kindergarten und auch eine integrative Grundschule in Berlin. Doch spätestens im Sportunterricht oder den Bundesjugendspielen wurde im klar, dass er anders war, als seine Mitschülerinnen und Mitschüler. Auch bei pubertären Kuschelpartys erfuhr er seine Andersartigkeit. Wie geht ein junger Mensch damit um? Raúl erzählt über seine persönliche Auseinandersetzung damit. Er wollte nicht, dass man wegen ihm Ausnahmen macht oder Umstände hat, seine Behinderung sollte nicht in den Vordergrund gerückt werden. Er lebt in einer WG, zunächst unterstützt von Zivis, heute von persönlichen Assistenten. Er ist Initiator von Sozialhelden und einer Website, auf der man sich über barrierefreie Lokale und Geschäfte weltweit erkundigen kann (http://sozialhelden.de/). Zusammen mit Roger Willemsen hat er schon als Jugendlicher eine Show der Aktion Mensch (damals noch Aktion Sorgenkind) moderiert. Doch immer wieder stellte sich die Frage, wie er persönlich zu seiner Behinderung steht. ob er trotz oder wegen seiner Behinderung Dinge in Bewegung setzen kann, ob er "Berufsbehinderter" ist oder gerade das vermeiden will.
Ich war sehr überrascht, welch intime Einblicke Raúl Krauthausen in sein Leben gewährt hat. An manchen Stellen haben sich mir auch die Augen geöffnet, zum Beispiel war es mir nicht bewusst, dass schon das Schieben eines Rollstuhles für manche behinderte Menschen ein Eingriff in die Intimzone ist. Da ich selbst als Jugendliche eine sehr gute Freundin mit Glasknochen hatte, kannte ich die Problematik. Allerdings geht eben jeder anders damit um.
Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert die Inklusion behinderter Menschen in unsere Gesellschaft. Mit diesem Buch kann man einen persönlichen ersten Schritt tun.

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melli.die.zahnfees avatar

Rezension zu "Dachdecker wollte ich eh nicht werden" von Raul Krauthausen

Ein K(l)ick fehlt dem Buch
melli.die.zahnfeevor 3 Jahren

Menschen tätscheln ihm den Kopf oder starren ihn an – Raul Krauthausen, der aufgrund seiner Glasknochen im Rollstuhl sitzt und kleinwüchsig ist, weiß, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, mit Behinderten unverkrampft umzugehen. Dabei ist jeder zehnte Deutsche behindert, da sollten wir uns doch eigentlich an den Umgang mit jenen gewöhnt haben, die nicht «normal» sind. Doch das Gegenteil ist der Fall. Raul Krauthausen sieht seine Behinderung als eine Eigenschaft von vielen. Er beschreibt mit Witz und Sachkenntnis, wie sein Alltag wirklich ist und wie ein Miteinander von Behinderten und Noch-nicht-Behinderten aussehen kann. Ich hatte eine Leseprobe dieses Buches begonnen und es hat mich so berührt dass ich es ganz lesen musste. Ein beeindruckendes Leben, dass Herr Krauthausen lebt. Ohne große Jammertiraden gibt er Einblick in einen Lebensstil der ganz außergewöhnlich sein muß, da er im Rollstuhl sitzt. Und trotzdem ( oder gerade deshalb ) hat er in seinem Leben soviel erreicht. da können sich viele Menschen mal eine Scheibe von abschneiden. Ich als " Kinderwagenschieberin" und vor zwei Wochen "fünftagenacheinemunfallrollstuhlfahrerin"War zutiefst erschüttert wie schwierig, schrecklich und unbequem es ist auf einen Rolli angewiesen zu sein. Armes Deutschland !!! Hier ist ja kaum etwas behindertengerecht.Angefangen bei Bordsteinkanten die nicht zueinander passen und man erst Kilometerlang auf der Straße fahren muß um einen abgesenkten Bordstein auf der Gegenfahrbahn zu finden der zu dem Abgang passt . Oder das megaschicke neue Kopfsteinpflaster auf dem Marktplatz....hier geht mir Herr Krauthausen genau passend en detail. Er erklärt die Problematik und hat ja auch mit der wheelmap.eine tolle Idee gehabt es Rollifahrern einfacher zu machen. Ansonsten hätte ich mir in dem Buch etwas mehr Hintergrundwissen gewünscht. Über die Sozialhelden zB.Da hat er meiner Meinung nach bescheiden zuviel versteckt. Außerdem hat mir ein wenig die Reflexion gefehlt. Oder evtl ergänzende Erklärungen für Nichtbehinderte Herr Krauthausen erwähnt zwar dass die Behinderung nicht im Vordergrund steht und stehen soll, aber dennoch tut sie es unvermeidlicherweise. Sonst wäre er ja auch nicht der Mensch der er ist. Ich als nichtbehinderter Mensch kann es mir z.b nicht vorstellen mich nicht tagtäglich aufs genaueste mit einer vorhandenen Krankheit auseinanderzusetzen sondern damit zu leben,sie auch manchmal zu ignorieren? Ohne dabei depressiv zu werden....weil ich anders bin als ein Großteil meiner Mitmenschen?bzw die Mitmenschen anders sind als ich....RESPEKT für dieses Leben Fazit: eine absolut lesenswerte Biografie ! Der ein wenig Erklärung und manchmal auch Tiefgang fehlt

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CanYouSeeMes avatar

Rezension zu "Dachdecker wollte ich eh nicht werden" von Raul Krauthausen

Dachdecker wollte ich eh nicht werden
CanYouSeeMevor 4 Jahren


Menschen tätscheln ihm den Kopf oder starren ihn an – Raul Krauthausen, der aufgrund seiner Glasknochen im Rollstuhl sitzt und kleinwüchsig ist, weiß, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, mit Behinderten unverkrampft umzugehen. Raul Krauthausen sieht seine Behinderung als eine Eigenschaft von vielen. Er beschreibt mit Witz und Sachkenntnis, wie sein Alltag wirklich ist und wie ein Miteinander von Behinderten und Noch-nicht-Behinderten aussehen kann.
 
‘Dachdecker wollte ich eh nicht werden‘ verspricht ein Buch zu sein, in welchem Raúl Krauthausen über sein Leben mit «Osteogenesis imperfecta», der Glasknochenkrankeit, berichtet. Es ist allerdings mehr als nur das: Vielmehr zeichnet Raúl Krauthausen einen breitgefächerten Einblick in das Leben von Menschen mit Behinderung in Deutschland. 
Die Lektüre ist nicht chronologisch gestaltet, es arbeitet eher Stationen in seinem Leben ab, die von Wichtigkeit für ihn und dem Akzeptieren seiner Behinderung geprägt sind. Dennoch verliert das Buch nie seinen humorvollen Beiklang, denn der Schreibstil ist im Allgemeinen zwar sehr sachlich, aber auch mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Humor gespickt.
Es werden Sorgen und  Nöte, sowie Freude und Glück mit dem Leser geteilt doch ein gewisser Abstand bleibt - für mich völlig verständlich, denn ich glaube noch mehr Tiefe, beziehungsweise noch mehr Fokussierung auf das Thema Behinderung hätte gut und gern nach hinten losgehen können. So ist es Raúl Krauthausen gelungen einen ausgezeichneten Einblick in sein Leben zu geben, dass grade Nicht-Behinderte Menschen zum Nachdenken anregt. 
Das Buch macht deutlich, dass eine Behinderung ein glückliches und erfülltes Leben auf keinen Fall ausschließt, aber Tücken mit sich bringt, die von der Gesellschaft leider immer noch übersehen werden. 

Kommentare: 3
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Gespräche aus der Community

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raulkrauthausens avatar

Wollt ihr auch einen Einblick in Raul Krauthausens Leben aus der Rollstuhlperspektive erhalten?

Dann bewerbt euch bis zum 20. Januar 2014 für eines von 10 Freiexemplaren (Printausgaben) von „Dachdecker wollte ich eh nicht werden: Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“!

Wer sich bewerben möchte, der kann einfach in der Rubrik Bewerbung/ Ich möchte mitlesen folgende Frage beantworten:
"Welchen Beruf wolltest / konntest du nie werden und warum?"

Zur Leserunde sind natürlich nicht nur die Gewinner der Buchverlosung, sondern auch alle anderen interessierten Buchbesitzer eingeladen!


Zum Buch:

Menschen tätscheln ihm den Kopf oder starren ihn an – Raul Krauthausen, der aufgrund seiner Glasknochen im Rollstuhl sitzt und kleinwüchsig ist, weiß, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, mit Behinderten unverkrampft umzugehen. Dabei ist jeder zehnte Deutsche behindert, da sollten wir uns doch eigentlich an den Umgang mit jenen gewöhnt haben, die nicht «normal» sind. Doch das Gegenteil ist der Fall. Raul Krauthausen sieht seine Behinderung als eine Eigenschaft von vielen. Er beschreibt mit Witz und Sachkenntnis, wie sein Alltag wirklich ist und wie ein Miteinander von Behinderten und Noch-nicht-Behinderten aussehen kann.

Eine Leseprobe findet ihr auf raul.de/buch


Über Raúl Aguayo-Krauthausen:

Raúl Aguayo-Krauthausen, 1980 in Peru geboren, ist in Berlin aufgewachsen. Er hat «Osteogenesis imperfecta», sogenannte Glasknochen, und sitzt im Rollstuhl. Der 33-Jährige studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation und Design Thinking, war Programmmanager beim RBB-Radiosender Fritz, entwickelte eine Kampagne für den «Alternativen Nobel Preis» und gründete 2004 den gemeinnützigen Verein SOZIALHELDEN e.V.. 2010 ging sein Projekt wheelmap.org online, eine interaktive Landkarte für rollstuhlgerechte Orte. 2013 bekam er das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein Engagement mit den Sozialhelden verliehen.


Voraussetzung, um an der Verlosung teilzunehmen, ist die Bereitschaft zu einer aktiven Teilnahme an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension!

MelEs avatar
Letzter Beitrag von  MelEvor 4 Jahren
Zur Leserunde
raulkrauthausens avatar
raulkrauthausen
Bitte gebt mir Eure Stimme!Ich bin in der letzten Abstimmungsrunde vom Amazon Autoren-Preis. Noch bis zum 30. September kann auch für mein Buch abgestimmt werden. Es wäre großartig, wenn ihr für mich voten würdet!

http://www.amazon.de/entdeckt
Zum Thema
raulkrauthausens avatar
Zum Welttag des Buches verlose ich 2 Exemplare von "Dachdecker wollte ich eh nicht werden"!

Zum Buch:

Menschen tätscheln ihm den Kopf oder starren ihn an – Raul Krauthausen, der aufgrund seiner Glasknochen im Rollstuhl sitzt und kleinwüchsig ist, weiß, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, mit Behinderten unverkrampft umzugehen. Dabei ist jeder zehnte Deutsche behindert, da sollten wir uns doch eigentlich an den Umgang mit jenen gewöhnt haben, die nicht «normal» sind. Doch das Gegenteil ist der Fall. Raul Krauthausen sieht seine Behinderung als eine Eigenschaft von vielen. Er beschreibt mit Witz und Sachkenntnis, wie sein Alltag wirklich ist und wie ein Miteinander von Behinderten und Noch-nicht-Behinderten aussehen kann. 

Eine Leseprobe findet ihr auf raul.de/buch


Über den Autor:

Raúl Aguayo-Krauthausen, 1980 in Peru geboren, ist in Berlin aufgewachsen. Er hat «Osteogenesis imperfecta», sogenannte Glasknochen, und sitzt im Rollstuhl. Der 33-Jährige studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation und Design Thinking, war Programmmanager beim RBB-Radiosender Fritz, entwickelte eine Kampagne für den «Alternativen Nobel Preis» und gründete 2004 den gemeinnützigen Verein SOZIALHELDEN e.V.. 2010 ging sein Projekt wheelmap.org online, eine interaktive Landkarte für rollstuhlgerechte Orte. 2013 bekam er das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein Engagement mit den Sozialhelden verliehen.


Ich freue mich auf eure Bewerbungen und drücke die Daumen, dass der Lostopf euch gut gesinnt ist!


Viele Grüße,
Raúl Aguayo-Krauthausen
LimaKatzes avatar
Letzter Beitrag von  LimaKatzevor 5 Jahren
Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!!! :-)
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Raul Krauthausen wurde am 15. Juli 1980 in Lima (Peru) geboren.

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