Ray Bradbury Das Böse kommt auf leisen Sohlen

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Inhaltsangabe zu „Das Böse kommt auf leisen Sohlen“ von Ray Bradbury

Schausteller kommen mit einem Zirkus und Jahrmarktsbuden nach Greentown, Illinois, und schlagen ihre Zelte auf. Jim und Will sind dreizehn und können es kaum erwarten. Doch irgendetwas stimmt nicht. Einer der Direktoren, Mister Dark, trägt am ganzen Körper Tätowierungen, die ein Eigenleben entwickeln. Und alle Menschen, die auf das Karussell steigen, zahlen dafür einen zu hohen Preis. Die beiden Freunde kommen Dark auf die Schliche und müssen nun selber um ihr Leben fürchten. Das Böse ist ihnen auf der Spur.

Eine abenteuerliche und unheimliche Geschichte, in der viel über das Leben selbst zu lernen ist! In einer großartigen Sprache erzählt! 4.5*

— Aleshanee

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  • Abenteuerlich, unheimlich und tiefgründig = großartig!

    Das Böse kommt auf leisen Sohlen

    Aleshanee

    31. January 2018 um 07:10

    Das Cover für diese Neuauflage ist einfach großartig geworden finde ich! Ich war sofort fasziniert von dieser düsteren Atmosphäre und dem dunklen Geheimnis des Jahrmarkts, der sich hinter den Seiten verbirgt.Richtig gruselig wird es nicht, aber es hat schon einige sehr spannende Momente gegeben, trotzdem weiß ich nicht, ob die Empfehlung ab 13 Jahren so sinnvoll ist, denn es werden einige philosophische Fragen aufgeworfen, die wirklich nicht einfach nachzuvollziehen waren. Dabei ist es auch anspruchsvoll geschrieben, ja teilweise schon fast poetisch und ich hab mich von Anfang an total in dem Schreibstil verloren - im positiven Sinn. Großartig, wie der Autor hier die Menschen und was in ihnen vorgeht beschreibt und sich dabei so ganz anderen Metaphern als gewohnt bedient: stilvoll, ausdrucksstark, ja fast schon pathetisch, aber auf eine beschwingte Art, die einem Spaß macht und die Sätze auf der Zunge zergehen lässt.Allerdings kann man durchaus von Jugendlichen erwarten, diesen Blick hinter das Leben verstehen zu lernen und sich auch an diese Art von Sprache zu gewöhnen. Die beiden 13jährigen Protagonisten Will und Jim jedenfalls müssen der Wahrheit ins Auge sehen, dem Bösen, das ganz scheinheilig mitten in der Nacht in der unscheinbaren Verkleidung eines Zirkus in ihre kleine Stadt Greentown gekommen ist.Man merkt dabei, dass diese Geschichte schon älter ist, aber es sind die gleichen Verlockungen, die gleichen Versuchungen wie heute, die jeden verführen wollen und die es uns nicht leicht machen, ihnen zu widerstehen. Auch den beiden Jungs fällt es schwer, dem Zauber der besonderen Attraktionen in diesem Zirkus fernzubleiben, auch wenn sie sehr genau merken, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht, ja dass sie regelrecht Angst haben und spüren können, dass Böses am Werk ist.Unerwartete Hilfe bekommen sie von Charles Halloway, Wills Vater, und gerade seine Sicht auf die Menschen, das Leben und den Tod, war eine absolut beeindruckende Vorstellung! Leicht wegzulesen ist diese Geschichte nicht, ich musste mich schon konzentrieren, um den ganzen Gedankengängen und Ereignissen genau folgen zu können. Bei ein - zwei Szenen war ich mir sogar gar nicht sicher, ob ich alles tatsächlich richtig verstanden habe, aber die zunehmende Spannung und der mysteriöse, schaurig makabere Hintergrund hat mich völlig in den Bann gezogen.Dieses Ensemble aus gruseligen Gestalten, die hinter den Zirkusleinwänden lauern, hat es wirklich in sich, und breitet sich schleichend und mit schamloser Offenheit in der ganzen Stadt aus.Will und Jim stehen vor einer wirklich harten Herausforderung: Sich nicht niederringen zu lassen, nicht nur von dem Bösen, das Gestalt annimmt, sondern auch von den vielen kleinen Ängsten und Zweifeln, die sie jeden Tag begleiten und deren Belang oft überschätzt wird. Dem Schicksal ins Gesicht lachen zu können ist eine Gabe, von der wir vielleicht öfter mal Gebrauch machen sollten.Ein wundervoll intensives und spannendes Abenteuer, ein Ausflug in eine vergangene Zeit, in der die Gefahren und Sehnsüchte nicht anders waren als heute, aber mit einer etwas anderen Sicht wahrgenommen wurden. Zumindest von den Protagonisten, deren Freundschaft eine ganz spezielle Leichtigkeit und Intensität aufweist, wie sie meist (leider) nur Kinder haben; aber auch die Beziehung zwischen Will und seinem Vater gewährt einen bemerkenswerten Einblick und lässt tief hinter die Fassade blicken.Großartig sind auch die vielen schwarz-weiß Zeichnungen im Comic-Stil, die perfekt die Atmosphäre unterstreichen.Fazit: 4.5 Sterne© AleshaneeWeltenwanderer

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