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NiWa

vor 2 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden
Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen. 

Wichtig: Bei dieser Leserunde lesen wir unsere eigenen Bücher, es werden keine Exemplare verlost!

Für den April haben wir uns Fahrenheit 451 von Ray Bradbury ausgesucht.

Klappentext:
Der große Klassiker der Weltliteratur 451 Grad Fahrenheit oder 232 Grad Celsius – die Temperatur, bei der Papier verbrennt. Guy Montag ist Feuerwehrmann. Es ist seine Aufgabe, Bücher zu beschlagnahmen und zu verbrennen. Denn Bücher sind die Quelle allen Unglücks ... Mit "Fahrenheit 451" hat Ray Bradbury Literaturgeschichte geschrieben – neben Orwells "1984" und Huxleys "Schöne neue Welt" gibt es nichts Vergleichbares. Zum 90. Geburtstag von Ray Bradbury – einer der bedeutendsten Romane der Literaturgeschichte in einer einzigartigen Sonderausgabe.
Die Leserunde beginnt am 1. April und die Klassiker-Leserunden-Gruppe freut sich über jeden, der mit uns an „Fahrenheit 451“  lesen will.:-)

Wichtig ist, dass es auch von diesem Klassiker verschiedene Ausgaben gibt.

Sollten hier markante Unterschiede auffallen, gebt bitte in der Rubrik Meine Ausgabe Bescheid, damit wir die Einteilung dementsprechend anpassen können. Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist natürlich jede Version in Ordnung.
Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen!

  • Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit  die Leserunde übersichtlich bleibt.
  • Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen!

Autor: Ray Bradbury
Buch: Fahrenheit 451

Buchgespenst

vor 2 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Oh, die Erste - na sowas. Also, Buch gefunden und entstaubt. Da bin ich mal neugierig. Ich hoffe, ich habe eine ungekürzte Ausgabe. Leider steht mal wieder nichts näheres dazu drin.

BrittaRoeder

vor 2 Jahren

Danke NiWa für's Einrichten der Runde!
Bei mir ist das Buch inzwischen auch eingezogen. Es kann losgehen, ich freue mich!!!

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Buchgespenst

vor 2 Jahren

Das Sieb und der Sand
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Montag taucht tiefer und weiß nicht, dass er auf diesem Weg alles verlieren wird, wenn er ihn zu Ende geht. Seine Frau hat er schon verloren. Diese leere leblose Hülle, da ist fraglich, ob er sie je hatte. Wären die beiden in der Lage Liebe zu empfinden?

Das Buch birgt viele Wahrheiten in sich - Sätze, die in Stein gemeißelt gehören. Ich wünschte nur, mehr Leute würden sie sich beherzigen und danach handeln. Mögen uns nie die Leute ausgehen, die sich trauen den Mund zu öffnen. Wenn zu viele schweigen, reden die falschen umso lauter.

Buchgespenst

vor 2 Jahren

Helles Feuer
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Apfelgruen schreibt:
Mich hat der Beatty ja an diesen Ober-Chief in der schönen neuen Welt erinnert, wie hieß der nochmal? Der auch alles gelesen hatte und wusste, sich dann aber doch für die schöne neue Welt entschieden hatte und dafür, die Regeln durchzusetzen... aber DA machte es ja noch irgendwie Sinn, denn die Menschen waren ja, zumindest oberflächlich betrachtet, wenn auch mit der Hilfe von Pillen, alle glücklich, also alle bis auf ein paar Ausnahmen. Aber die Welt von Bradbury war ja furchtbar düster und gewalttätig, also ich meine, kein Mensch kann sich doch ernsthaft dafür entscheiden?

Vielleicht hat sich Beatty gar nicht richtig für die Welt entschieden, hat aber in den Texen verdrehte Wahrheiten gelesen, die zu dieser Welt, die er wollte, passten. Woher kenne ich noch den Satz? "Wenn man will, kann man aus Moby Dick, das Gleiche herausinterpretieren wie aus der Bibel".
Man kann Texte auf verschiedene Arten lesen. Wenn man seine Meinung unterstützt sehen will, findet man dafür immer Argumente. Vielleicht ist der angedeutete Selbstmord mit Hilfe ja ein Hilfeschrei seines Verstandes gewesen, der es leid war, alles immer so zu drehen, dass es passt , während alles, was ihm begegnet, dem widerspricht.

Buchgespenst

vor 2 Jahren

Helles Feuer
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Ein Ende, das Hoffnung macht. Das Bild vom Menschen als Phönix gefällt mir. Es ist bitter und scvhmerzhaft und trifft es nur zu gut. Leider werden wir wohl noch sehr lange warten müssen bis der Krieg tief begraben wird.

BrittaRoeder

vor 2 Jahren

Helles Feuer
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Buchgespenst schreibt:
Vielleicht ist der angedeutete Selbstmord mit Hilfe ja ein Hilfeschrei seines Verstandes gewesen, der es leid war, alles immer so zu drehen, dass es passt , während alles, was ihm begegnet, dem widerspricht.

In diese Richtung geht auch meine Interpretation dieser Textstelle. Obwohl das natürlich nicht wirklich handfest zu packen ist, es ist eher ein Gefühl. Aber vielleicht hat Bradbury diesen Punkt bewusst so formuliert, damit es Raum für Spekulationen gibt.

BrittaRoeder

vor 2 Jahren

Das Sieb und der Sand
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Buchgespenst schreibt:
Das Buch birgt viele Wahrheiten in sich - Sätze, die in Stein gemeißelt gehören. Ich wünschte nur, mehr Leute würden sie sich beherzigen und danach handeln. Mögen uns nie die Leute ausgehen, die sich trauen den Mund zu öffnen. Wenn zu viele schweigen, reden die falschen umso lauter.

Das mag ich gerne so unterschreiben. Darum finde ich auch das Zitat von Jimenez am Anfang so treffend: Wenn man dir liniertes Papier gibt, schreibe quer über die Zeilen. Ein wunderschöner Satz, der an den unabhängigen Verstand appelliert und an den Mut unbequem zu sein.

lysala_stern

vor 2 Jahren

Fazit/Rezensionen
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Meine Rezension. Ich bin schlecht im Rezensionen schreiben, aber ich probiere mich daran...
Ich freue mich, dass ich das Buch mit euch lesen konnte und durfte, auch wenn ich durch die neue Arbeit länger gebraucht habe. Es ist für mich wahnsinnig erschreckend gewesen, was von Bradburys dunklen Prophezeiungen schon alles eingetroffen ist! Ich hoffe, dass wir uns nicht weiter in diese Richtung entwickeln!

http://www.lovelybooks.de/autor/K%C3%B6hn.-Norbert/Fahrenheit-451-Fremdsprachentexte-von-K%C3%B6hn-Norbert-1991-Taschenbuch-1139816773-w/

lysala_stern

vor 2 Jahren

Helles Feuer
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Mir war es beim Lesen gar nicht aufgefallen, dass die Todesszene im passiv geschrieben war, aber es stimmt.
Warum hat sich Beatty für diese Welt und gegen die Literatur entschieden? Weil es Menschen gibt, denen die Macht gefällt, die sie über andere haben. Beatty konnte so Häuser zerstören, Welten, Wünsche, Träume, sogar Menschen töten. Was ist daran nicht real und greifbar? Sehen wir das nicht in hundert Ländern dieser Erde auch gerade?
Ich mochte die Flucht, auch wenn es viel war, gerade weil es auch viel für den Protagonisten war. Was uns erschlägt, erschlägt auch Montag in dem Moment. Jeder Einzelne ist wichtig und auch wieder nicht, denn was zählt, ist, dass die Kultur der Menschheit erhalten bleibt, nicht der einzelne Mensch selber.
Ich finde es auch so schön, wie genau dieser Gedanke sehr ausführlich durch den Tod von Gardeners Großvater beschrieben wird. Die Analogie mit dem Phoenix hat mir auch sehr, sehr gut gefallen. Auch die Vehemenz mit der Gardener klar macht, dass man die Menschen nicht überzeugen kann. Sie müssen selbst dahinter kommen. Wie Recht er hat!

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