Ray Celestin

 4,2 Sterne bei 159 Bewertungen
Autor von Höllenjazz in New Orleans, Todesblues in Chicago und weiteren Büchern.
Autorenbild von Ray Celestin (©Nick Redman)

Lebenslauf von Ray Celestin

Perfekte Mischung aus Fakten und Fiktion: Der britische Autor hat Asiatische Kunstgeschichte und Sprachen studiert und arbeitet als Drehbuchautor für verschiedene Film- und Fernsehproduktionen. Nach einigen publizierten Kurzgeschichten veröffentlicht der Schriftsteller 2014 seinen Debütroman „The Axeman’s Jazz“. Der auf einer wahren Begebenheit beruhende Roman erschien 2018 in Deutschland unter dem Titel „Höllenjazz in New Orleans“ und thematisiert den mit einer Axt mordenden Serienkiller New Orleans’ von 1919. Die Crime Writer’s Association belohnte sein Erstlingswerk mit dem John-Creasey-New-Blood-Dagger-Award und auch die Fortsetzung „Dead Man’s Blues“ (2016) erfreut sich zahlreicher positiver Kritiken. Ray Celestin lebt in London und arbeitet an weiteren Romanen.

Alle Bücher von Ray Celestin

Cover des Buches Höllenjazz in New Orleans (ISBN: 9783492060868)

Höllenjazz in New Orleans

 (122)
Erschienen am 01.03.2018
Cover des Buches Todesblues in Chicago (ISBN: 9783492316385)

Todesblues in Chicago

 (19)
Erschienen am 06.04.2020
Cover des Buches Gangsterswing in New York (ISBN: 9783492061650)

Gangsterswing in New York

 (10)
Erschienen am 06.04.2020
Cover des Buches Todesblues in Chicago (ISBN: B07Q1JTD26)

Todesblues in Chicago

 (1)
Erschienen am 02.04.2019
Cover des Buches The Axeman's Jazz (ISBN: 9781492609162)

The Axeman's Jazz

 (4)
Erschienen am 01.09.2015

Neue Rezensionen zu Ray Celestin

Cover des Buches Höllenjazz in New Orleans (ISBN: 9783492060868)Jethros avatar

Rezension zu "Höllenjazz in New Orleans" von Ray Celestin

Spannende Mischung aus Fiktion und Wahrheit
Jethrovor 16 Tagen

„Höllenjazz in New Orleans“ beschreibt die Ereignisse um den (realen) Axeman-Mörder, der im Jahr 1919 mehrere vorwiegend italienischstämmige Händler brutal ermordet und sich dabei wie ein Phantom durch New Orleans bewegt. Die Jagd nach dem Axeman wird dabei aus drei Sichtweisen beschrieben. Zum einen ermittelt Detective Lieutnant Michael Thalbot unterstützt vom jungen Iren Kenny. Thalbot ist wenig beliebt bei seinen Kollegen, nachdem er vor einigen Jahren ihren Kollegen Luca D’Andrea wegen seiner Beziehungen zur Mafia in Gefängnis gebracht hat. Dieser Luca D’Andrea wurde nun gerade aus dem Gefängnis entlassen und soll im Auftrag der Mafia den Axeman suchen. Außerdem stößt die junge Ida Davis, die den undankbaren Job einer Sekretärin bei Pinkertons Detektivagentur hat, auf eine Spur des Axemans, die sie zusammen mit ihrem Freund Louis „Lewis“ Armstrong verfolgt. Alle stoßen am Ende auf den Axeman, jeder auf seine Weise …

Was wie ein Krimi oder Thriller klingt, ist vielmehr ein Roman, denn Ray Celestin schafft es aufbauend auf der realen Mordserie des Axeman im Jahr 1919 ein faszinierendes Bild des frühen New Orleans und seiner vielfältigen Bewohner, Kreolen, Schwarze, Weiße, …  entstehen zu lassen. „In New Orleans ist alles anders …“, sagt der Bürgermeister, ein Satz, der heute noch genauso gilt wie damals. Auf jeder Seite spürt man die durch viel Detailwissen angereicherte Atmosphäre dieser besonderen Stadt. Das Vergnügungsviertel Storyville wurde geschlossen, das Gesetz zur Prohibition wurde erlassen und in der Stadt herrschen die Mafia und die Korruption. Dazwischen sind all die Menschen, die nach Abwechslung und Vergnügen suchen, die ihnen besonders der neu entstandene Jazz liefert. 

Eigentlich gibt es im ganzen Roman keinen einzigen glücklichen oder zufriedenen Menschen, alle stehen an einem Scheidepunkt in ihrem Leben und die Richtung, die ihr Leben nehmen soll, ist unklar. Dennoch wirkt das Buch oftmals auch erstaunlich positiv. Besonders gut wurde die Figur des jungen Jazz-Trompeters (damals noch mit dem Kornett) Lewis Armstrong mit seinen schwierigen Lebensverhältnissen und seiner Liebe zur Musik, die für ihn aber auch oft harte Arbeit bedeutet, gelungen. Ein oft trauriges, melancholisches Bild, das aber auch immer wieder Hoffnung auf Veränderung mit sich bringt. 

Fazit: Der Roman bietet ein spannendes mit vielen historischen Details angereichertes Bild einer faszinierenden Stadt. Sehr gut zu lesen, obwohl eine große Anzahl von Personen auftreten (wobei das vierseitige Personenverzeichnis gut hilft, die Übersicht zu behalten). Auch die zahlreichen historischen Begriffe (von den Po’Boy-Sandwiches bis zum French Market) werden am Ende des Buches in einem Glossar erklärt. 

Dieser Auftakt lässt mich mit Sicherheit bald auch zu den weiteren Bänden greifen. Also dann: Auf zum Blues nach Chicago.   

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Cover des Buches Gangsterswing in New York (ISBN: 9783492061650)Lesemietzes avatar

Rezension zu "Gangsterswing in New York" von Ray Celestin

Es war nicht ganz meins
Lesemietzevor einem Monat

Dieser Teil hat mir nicht so gut gefallen. Allgemein war die Reihe für mich etwas holprig. Auf der einen Seite finde ich das Setting nicht schlecht, aber einen guten Lesefluss hatte ich nie so recht.


So geht es mir auch wieder in diesen Teil auch. Der Kriminalfall war interessant, aber so recht rein gekommen bin ich in die Geschichte nicht so recht. Ich empfand zwar die Charaktere gut und authentisch dargestellt. Nur gab es doch die ein oder andere Länge und konnte mich daher nicht wirklich überzeugen. 

Fiktion und wahre Begebenheiten, sowie Personen, werden zwar gut mit einander verwoben, aber für mich war es dann Teils zu sehr von der eigentlichen Handlung weg.

Über die Jahre konnte man die Entwicklung der Protagonisten verfolgen, etwas was ich ganz gut gelungen empfand.


Insgesamt hat die Reihe interessante Cover und Titel und das Setting hat was, aber so ganz begeistern konnte mich leider keins.

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Cover des Buches Gangsterswing in New York (ISBN: 9783492061650)Pappbechers avatar

Rezension zu "Gangsterswing in New York" von Ray Celestin

Die Mafia der 40er Jahre
Pappbechervor 5 Monaten

  • Buchtitel: Gangsterswing in New York
  • Autor: Ray Celestin
  • Verlag: Piper Verlag
  • ISBN: 9783492995610 
  • Ausgabe: E-Book
  • Erscheinungsdatum: 06.04.2020 


Inhalt:

"New York 1947. Gabriel, der Manager des berüchtigten Copacabana-Clubs, plant seit Jahren seinen Ausbruch aus dem unerbittlichen Griff der Mafia. Er will seinen eigenen Tod vortäuschen und nach Mexiko verschwinden. Doch zehn Tage vor seiner geplanten Flucht stellt Mafiaboss Costello ihm eine schier unmögliche Aufgabe: Entweder Gabriel spürt zwei Millionen Dollar wieder auf, die dem Herrscher der Unterwelt gestohlen wurden, oder er wird bis an sein Lebensende gejagt. Auch Privatdetektivin Ida kommt nach New York, um ihrem ehemaligen Partner Michael Talbot zu helfen: Sein Sohn Thomas wurde wegen eines brutalen Vierfachmordes angeklagt. Ida und Michael wissen, dass Thomas unschuldig sein muss, doch offenbar verschweigt er ihnen etwas … "


Meinung:

Zuerst möchte ich mich bei NetGalley, dem Verlag und dem Autor für dieses Rezensionsexemplar bedanken!

Ich muss direkt gestehen, dass ich einmal wieder verpeilt habe, dass es von einem Buch auch einen ersten, und diesmal sogar auch einen zweiten, Teil gibt und ich wohl das dritte Buch zuerst gelesen habe. Die vorherigen Teile werde ich aber vermutlich auch noch nachholen, da mich dieses Buch so begeistern konnte.

Was ich besonders toll an diesem Buch fand, war das Zusammenfügen von anfangs haltlosen Behauptungen und Mutmaßungen, welche wie lose Fäden in der Luft herumgeschwirrt sind. Immer und immer mehr fügen sich eben jene Fäden zusammen, bis am Ende ein großes Netz entsteht. Dadurch, finde ich, wurde das Werk umso spannender.

Ebenso faszinierend fand ich aber das Zusammenspiel zwischen Fiktion und Fakten, was dem Autor wirklich unfassbar gut gelungen ist. Am Ende des Buches hat dieser nämlich sogar noch einmal zusammengefasst, welche historischen Fakten und Ereignisse er in sein Buch mit eingebunden hat und was er verändern musste.

Auch die detailreichen Beschreibungen, die trotzdem in keinster Weise Langeweile aufkommen ließen, waren meiner Meinung nach ziemlich gut. Dadurch konnte man sich die Szenerie regelrecht vor seinem inneren Auge vorstellen.

Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die ersten zwei Teile und im Anschluss auch auf das neuste Buch. 


Fazit:

Dieses Buch ist von vorne bis hinten einfach nur empfehlenswert. Ich würde es jedem ans Herz legen, der historische Romane, aber auch etwas Spannung, liebt!

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