Ray Robinson Lily

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Inhaltsangabe zu „Lily“ von Ray Robinson

' Du guckst dir die Flächen an. Du achtest auf jede Kante. Und überlegst, wie es sein wird, wenn du mit dem Schädel draufkrachst. ' Sie nimmt die Welt in Ecken und Kanten wahr: Lily O’Connor ist 30 und hat Epilepsie. In einem Küstenort im Norden Englands arbeitet sie in einem Spielkasino; selbstbewusst, sexy und mit einem flotten Mundwerk gesegnet, braucht sie niemanden und macht das Beste aus ihrem Leben. Nach dem Tod ihrer Mutter taucht Barry auf, einer ihrer Brüder, ein großspuriger, unerschrockener Pokerspieler, der es eilig hat, das Haus der Mutter zu verkaufen, um an Geld zu kommen. Mit ihrem Anteil des Geldes macht Lily sich auf, den anderen Bruder zu suchen, Mikey, den sie, genau wie den Rest der Familie, seit Jahren nicht gesehen hat. Die Suche führt sie nach London. Doch Lily ist nicht vorbereitet auf den Tumult, den Lärm und den Gestank der Metropole, und auch nicht auf die Erinnerungen an dunkle Familiengeheimnisse, die sie mit aller Macht einholen. In seinem ausdrucksstarken und von der britischen Presse gefeierten Debüt hat Ray Robinson eine Heldin geschaffen – leidenschaftlich, kompromisslos und von unbestechlichem Witz –, die Sie nicht vergessen werden.

Das Buch ist schon starker Tobak. Man bekommt einen Einblick in das Leben mit der Krankheit Epilepsie. Absolute Leseempfehlung !

— Felidae65
Felidae65

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  • Rezension zu "Lily" von Ray Robinson

    Lily
    Thaila

    Thaila

    01. March 2011 um 12:53

    "Lily" von Ray Robinson ist wirklich harter Tobak. Die Protagonistin Lily wurde von ihrer Mutter als Kleinkind die Treppe runtergeworfen und leitet seither an Epilepsie. Die Anfälle brechen regelmäßig über sie ein, so dass sie am ganzen Körper Narben und Spuren von Verletzungen trägt. Auch sonst spielt ihr Gehirn immer wieder verückt, so dass sie an Wahrnehmungsstörungen leidet. Als erwachsene Frau lebt Lily im Norden Englands und arbeitet in einem Spielcasino. Eines Tages taucht ihr lang vermisster Bruder wieder auf, der mittlerweile spielsüchtig geworden ist und sein Geld mit nebulösen Geschäften verdient. Lily versucht auch ihren zweiten Bruder, Mikey wiederzufinden - die Geschwister wurden als Jugendliche getrennt, als sie in unterschiedlichen Heimen untergebracht wurden. Lily geht nach London und macht sich auf eine hofnungslos erscheinende Suche. In Rückblicken erzählt Lily immer wieder aus ihrer Kindheit. Ihre Mutter war Alkoholikerin, schlug und vernachlässigte ihre Kinder. Lily machte sie beispielsweise für ihre epileptischen Anfälle verantwortlich und zwang sie mit den Kleidern, die sie bei ihren Anfällen vollgepinkelt hatte, zur Schule zu gehen. Natürlich wird Lily in der Schule zur Außenseiterin. Der Freund der Mutter nutzt die Liebesbedürfdigkeit des Kindes aus und mißbraucht es sexuell. Trotz der schwierigen Thematik ist "Lily" eine erfrischende Lektüre. Die Stimme der Heldin ist frech, direkt und trotz allem hoffnungsvoll. Obwohl Lily schon oft verletzt worden ist, findet sie immer noch die Stärke Menschen zu vertrauen und wird dafür belohnt. Immer wieder findet sie Menschen, die ihr helfen und sie lieben. Der Autor hat für Lily eine authetische Sprache gefunden, die auch in der Übersetzung gut übertragen wurde. Lilys ganz eigene Wahrnehmung der Welt, die zum Teil durch ihre Epilepsie bedingt ist, finden sich in sehr gelungenen Sprachbildern wieder. Auch typographisch ist das schön gestaltete Buch vom Mare-Verlag etwas besonderes.

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