Rayda Jacobs

 3.7 Sterne bei 6 Bewertungen
Autorin von Bekenntnisse einer Spielerin, The Slave Book und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Rayda Jacobs

Rayda Jacobs wurde 1947 in Kapstadt geboren. Bereits als Kind schrieb sie ihre ersten Erzählungen. Im zarten alter von zwölf Jahren schickte sie ihre ersten Texte an das „Springbok Radio”. 1968 musste sie mit gefälschten Papieren aus Südafrika fliehen, da ihr eine Haftstrafe drohte. Sie emigrierte nach Kanada, wo Sie 1994 ihr erstes Buch „The middle Children”, eine Sammlung autobiographischer Kurzgeschichten, veröffentlichte. Nach dem Ende der Apartheid 1995 kehrte Rayda Jacobs nach Südafrika zurück. Dort fing sie an sich intensiv mit der Vergangenheit und Gegenwart des Landes zu beschäftigen. Sie publizierte mehrere Romane und wird für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet. So erhält sie zum Beispiel den „Herman Charles Bosman Award” für „Augen des Himmels“ (Orig. Titel: „Eyes of the Skys”). Rayda Jacobs wirkte bei der Verfilmung ihres Buches „Confessions of a Gambler” sogar in der Hauptrolle mit. Zurzeit lebt und arbeitet Rayda Jacobs in Kapstadt. Dort dreht sie Dokumentarfilme, moderiert Radiosendungen und schreibt Artikel für Zeitungen und Magazine. Nach „Augen des Himmels” und „Die Tochter des Sklaven” (Orig. Titel: „The Slave Book“ erschien 2009 mit „Bekenntnisse einer Spielerin” (Orig. Titel: „Confessions of a Gambler“) ein weiteres Werk in deutscher Übersetzung.

Alle Bücher von Rayda Jacobs

Bekenntnisse einer Spielerin

Bekenntnisse einer Spielerin

 (6)
Erschienen am 05.01.2009
Die Tochter des Sklaven

Die Tochter des Sklaven

 (0)
Erschienen am 01.01.2000
The Slave Book

The Slave Book

 (0)
Erschienen am 01.10.2010
Confessions of a Gambler

Confessions of a Gambler

 (0)
Erschienen am 10.07.2007
Postcards from South Africa

Postcards from South Africa

 (0)
Erschienen am 31.03.2004
Augen des Himmels

Augen des Himmels

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Erschienen am 01.01.1999

Neue Rezensionen zu Rayda Jacobs

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Rezension zu "Bekenntnisse einer Spielerin" von Rayda Jacobs

Rezension zu "Bekenntnisse einer Spielerin" von Rayda Jacobs
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Beeda ist gläubige Muslimin, 49 Jahre alt, gehört zur Volksgruppe der Malaiien und lebt in Kapstadt. Beeda hat ihr Leben gut im Griff, obwohl es nicht immer leicht war. Ihr Mann hat sie vor 20 Jahren, wegen einer anderen Frau verlassen und Beeda musste ihre 4 Söhne alleine grossziehen. Beeda findet jedoch halt in ihrem Glauben und lässt sich von den Stürmen des Lebens nicht unterkriegen. Aber ein neues Unglück zieht auf, als Beeda von einer Freundin überredet wird ins Casino zu gehen. Im Islam sind Glücksspiele verboten, aber Beeda hat sich im Griff, schliesslich ist sie keine Spielerin! Sie will einfach nur ein bisschen Spass haben, sie will nicht darüber nachdenken, dass ihr jüngster Sohn schwul ist und an AIDS erkrankt ist. Sie will vergessen, dass sie einen Mann liebt, der für sie unerreichbar ist. Sie flüchtet sich in die schillernde Casinowelt und rutscht langsam tiefer und tiefer in ihre Glücksspielsucht.

"Bekenntnisse einer Spielerin" ist ein warmherziger Familienroman, der einen interessanten Einblick in die Welt der südafrikanischen Muslime verschafft. Man lacht, weint, bibbert mit der Familie und hofft das am Ende alles gut kommt. Inscha' Allah!

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Rezension zu "Bekenntnisse einer Spielerin" von Rayda Jacobs

Rezension zu "Bekenntnisse einer Spielerin" von Rayda Jacobs
Dilbertinevor 8 Jahren

2:219 „Sie befragen dich über Berauschendes und Glücksspiel. Sprich: In beiden liegt Übel und Nutzen für die Menschen. Doch ihr Übel ist größer als ihr Nutzen.“ (Sure:Vers - Koran)
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Abbeeda Ariefdien, 49 Jahre alt, gläubige Muslima, alleinerziehende und mutige Mutter, in Kapstadt lebend, ist gefangen in ihrer eigenen Welt, zwischen religiöser Tradition und den Verlockungen der einarmigen Banditen.
Das Spiel scheint ihr ein probates Mittel, Problemen zu entkommen, ihr jüngster Sohn ist schwul, mit dem HIV Virus infiziert, seine Prognosen sind schlecht.
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„Es war als würde ich eine Welt außerhalb der wirklichen Welt betreten, ein Ort, wo ich allem entfliehen kann.“
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Sie macht die typischen Phasen eines pathologischen Spielers durch und entwickelt sich in kürzester Zeit zu einer krankhaften Zockerin.
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„Erst als ich im Auto saß und mein Geld zählte – sechstausenachthundert Rand- fiel mir ein, dass ich gegessen hatte und das Ramadan noch nicht vorbei war. Mein Sohn war keine vierundzwanzig Stunden unter der Erde. Meine Tasche quoll über vor schmutzigem Geld. Hinter dem Lenkrad sitzend, brauch ich zusammen.“
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„Bekenntnisse eine Spielerin“, geht über die Geschichte einer Sucht nach dem Glücksspiel und ihres progressiven Verlaufs hinaus. Der Roman, der in zwei Zeitebenen (Gegenwart und Vergangenheit der Beeda) erzählt wird, spricht über eine unglückliche, nicht erfüllte Liebe, über die Geschichte und Verwicklungen innerhalb einer Familie, über Freundschaft, Geheimnisse die eigentlich keine sind, Moralvorstellungen, Verrat, Betrug, Schuld und Vergebung, Kulturen und Religionen. Äußerst spannend ist der dargestellte Spagat der Protagonistin zwischen islamischer Religion und modernem Leben, denn weder ihr homosexueller Sohn, noch ihre Sucht nach dem Glückspiel, lassen sich mit der Lehre des Islam vereinen.
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„So modern ihre Anschauungen auch sein mochten, sie lebten doch nach dem Buch. Doch das Buch spricht von Barmherzigkeit. Ich bin eine Mutter.“
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Die muslimische Autorin Rayda Jacobs, die Beeda selbst erzählen lässt, schreibt mit viel Sinn für Humor und Tragik. Aber keine Angst, es ist weder ein alberner noch ein kitschiger Roman. Ein Bewertungssternchen ziehe ich für das m.E. etwas überfrachtete Ende der Geschichte ab, manchmal ist weniger mehr, aber das ist Geschmackssache. Mehr als den Hinweis auf die alte Volksweisheit: „Pech im Spiel, Glück in der Liebe“ kann ich leider nicht geben.
„Bekenntnisse einer Spielerin“ ist ein toller Roman, ohne jegliche Längen, dafür aber mit vielen Tiefen, der neugierig auf die Widersprüche der modernen muslimischen Frau macht und der m.E. zurecht mit dem „Sunday Times Literary Award“, Südafrikas renommiertestem Literaturpreis ausgezeichnet, wurde. Schade, dass er offensichtlich noch nicht allzuviel Beachtung unter uns Lesenden gefunden hat. Ich habe das Buch auch mehr durch Zufall entdeckt.

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