Raymond A Scofield

 3.7 Sterne bei 15 Bewertungen

Alle Bücher von Raymond A Scofield

Der Jadepalast

Der Jadepalast

 (22)
Erschienen am 01.01.2007
Die Tibet-Verschwörung

Die Tibet-Verschwörung

 (1)
Erschienen am 01.05.2007

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Der Jadepalast" von Raymond A Scofield

Auf der Suche nach dem Jadepalast ...
Bellis-Perennisvor 7 Monaten

Drei Mädchen aus der chinesischen Provinz werden Anfang des 20. Jahrhunderts nach Shanghai verkauft. Die beiden Schwestern MA Li und ihre jüngere Schwester Lingling, die zwergenwüchsig, krank und auch ein wenig geistig zurückgeblieben ist, werden in den Haushalt eines reichen, wenn auch kriminellen Ehepaars aufgenommen.

 

Das dritte Mädchen, Zhang Yue, wird an ein Bordell weitergegeben, wo es als "Blumenmädchen" arbeiten muss und schwört Ma Li ewige Rache, da sie sich von ihr verraten fühlt. Das weitere Schicksal der drei Mädchen bleibt miteinander verbunden. Immer wieder gibt es Berührungspunkte.

 

Die Lebensgeschichte(n) der drei Mädchen bildet den roten Faden durch Chinas Geschichte. Beginnend mit der Zeit kurz nach dem Ersten Weltkrieg, in der Shanghai noch von imperialistischen Ausländern und kriminellen Banden „verwaltet“ wird, über die Revolution der Kuomintang und das Wirken von Chiang Kai-shek bis hin zum Bürgerkrieg und der japanischen Invasion und Besetzung. Anschaulich ist dann auch die Machtübernahme durch Mao Tsetung, die Kulturrevolution und das Massaker vom Tian’anmen-Platz von 1989 geschildert. Ein versöhnlicher Ausklang scheint die Öffnung gegenüber dem Kapitalismus und dem Westen zu sein.

 

Meine Meinung:

 

Als Europäer ist es oft schwer, in die Gedankenwelt der Menschen im Fernen Osten einzudringen. Daher lassen sich nicht alle Gedankengänge und Handlungen der beteiligten Personen nachvollziehen. Daher ruft manches allerdings Skepsis und Kopfschütteln hervor. Trotzdem gelingt es dem Autor große Gefühle hervorzurufen.

 

Der Roman lässt sich leicht und flüssig lesen.

 

Raymond A. Scofield ist das Pseudonym des Journalisten Gert Anhalt, der für diverse deutschsprachige TV-Sender in Asien unterwegs ist.

 

Fazit:

 

Ein Roman, der einem die Geschichte Chinas in groben Zügen etwas näherbringt. 4 Sterne.

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Rebel_Hearts avatar

Rezension zu "Der Jadepalast" von Raymond A Scofield

Überraschend..
Rebel_Heartvor 5 Jahren

Von diesem Buch habe ich schon viel Gutes gehört und als es bei der letzten und auch für mich ersten Medimops - Bestellung verfügbar war, habe ich es natürlich mitgenommen.
Das Cover hat mich durch das schlichte Auftreten auch recht gut angesprochen, auch wenn es nun wirklich nicht in den Farben gehalten ist, die mich persönlich ansprechen. Aber darum geht es ja eh nicht, lest einfach selbst, was ich von diesem Buch gehalten habe.
Wer allerdings nicht zuviel erfahren will, sollte wie immer nicht weiterlesen. 

Ma Li und ihre Schwester werden im Jahr 1919 zu einem Mädchenhändler gebracht. Ihre Schwester, die an Zergenwuchs leidet und zudem sehr auf Ma Li fixiert ist, ist ihr das Wichtigste auf der Welt. Ihr und einem anderne jungen Mädchen, welches mit den beiden Schwestern verkauft wurde, erzählt Ma Li die Geschichte vim Jadepalast. Einen Ort, den ihr ihre Mutter oft beschrieb, bevor sie starb.
Ma Li und ihre Schwester Ling Ling haben es später besser, als sie von einer reichen und scheinbar liebesnwerten Frau und ihrem Mann aufgenommen werden. Während es ihnen an nichts fehlt, muss das andere Mädchen - Zhang Yue - muss sich ihr Geld als Blumenmädchen verdient, als Prostituierte. Dennoch sind die beiden Mädchen und Schicksale weiterhin miteinander verbunden und keine von ihnen scheint an dem, was sie erlebt, zugrunde zu gehen.

Der Roman von Raymond A. Scofield, von welchem ich bereits Gelber Kaiser gelesen habe, beschäftigt sich hauptsächlich mit der Geschichte Chinas, der sich als sehr weit gefächert entpuppt. Man merkt an einigen Stellen, obgleich sich die Geschichte manchmal durchaus etwas hinsieht, dass sich der Autor Gedanken über das gemacht hat, was er schreibt, dass der Autor bereits selbst mehrere Jahre in China verbracht hat.

Ma Li war ein Charakter, den ich oft genug einfach nicht einschätzen konnte. Manchmal wirkte sie derart kindlich und ihrem Alter in den jeweiligen Passagen angemessen, manchmal jedoch wieder so erwachsen, dass ich nicht wusste, ob sie mir sympatisch sein soll, ob ich eher Respekt oder doch lieber Angst vor ihr haben sollte.
Wer mir allerdings wirklich am unsympatischten war, war Zhang Yue. Sie hat Ma Li von Anfang an um ihr Glück, um ihr besseres Leben beneidet und lässt nichts unversucht, um ihr das kaputt zu machen, egal wie weit sie dafür gehen muss. Nichts ist ihr schlimm genug, nichts lässt sie unversucht, um Ma Li zu schaden, welcher - ihrer Meinung nach - das Leben aller in ihrer Umgebung zerstört hat. Sogar den eigenen Sohn ihrer einstigen Freundin versucht sie auf ihre Seite zu ziehen.. mit Erfolg. Ohne Rücksicht auf Verlust nimmt sie sich das, was sie will und was, ihrer Meinung nach, das Beste ist.

Gerade der geschichliche Aspekt, auf welchen sich das Buch bezieht, hat mir recht gut gefallen. Auch wenn man sich mit der Thematik nicht auskennt, fühlt man sich nicht ganz fehl am Platz.
Ab der Mitte hin hat das Buch deutlich an Fahrt aufgenommen und ich konnte mich viel besser in die einzelnen Protagonisten hineinversetzen. Ich konnte nachvollziehen, warum sie in der Vergangenheit so gehandelt haben, warum sie die Dinge anders sahen. Einzig und allein bei Zhang Yue und ihrem Streben nach Macht konnte ich so manches Mal nur mit dem Kopf schütteln.
Das Ende jedoch hat mich zwar nicht wirklich richtig überrascht, aber ich fand es passend und auch ein Stück weit berührend.
Für jeden, der sich für die Geschichte Chinas und eine kleine Romanze mit ein wenig, viel Drama interessiert, ist Der Jadepalast ein zu empfehlendes Buch.

4/5 Schneeflöckchenbäume.

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