Raymond Carver Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden

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Inhaltsangabe zu „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden“ von Raymond Carver

'Ein Mann ohne Hände kam an die Tür und wollte mir ein Foto von meinem Haus verkaufen.' So lakonisch wie fesselnd beginnen die meisten Geschichten Raymond Carvers in ›Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden‹, seinem wohl bekanntesten Buch, das wie seine anderen Erzählungssammlungen schon längst zum modernen Klassiker geworden ist.

Carver beweist, dass die Liebe so unglaublich zeitlos sein kann. Tolle Geschichten!

— Zeilenromantik

Wunderbar lakonische Geschichten, die die oberflächliche Tristesse des Alltags entlarven.

— NicolasDierks

Das Beste was ich seit langem an Kurzgeschichten gelesen haben, ich würde 6 Sterne geben.

— Taja

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  • Rezension zu "Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden" von Raymond Carver

    Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden

    Lax

    01. July 2011 um 15:59

    In dem Band „Wovon, wir reden, wenn wir von Liebe reden“, finden sich siebzehn melancholische, manchmal nichtssagende, doch stets verstörende Kurzgeschichten über Menschen aus der amerikanischen Mittelschicht. „Ich hege große Sympathien für arme arbeitende Menschen. Ich bin ein Teil von ihnen“, sagte Raymond Carver (1938-1988) in einem Interview. Er selber hatte mehrere Jobs, war oft sehr arm. litt unter einer Alkoholsucht, war zwei Mal verheiratet, zuletzt mit der Künstlerin Tess Gallagher, der viele seiner Werke gewidmet sind, und ähnliches erleben auch seine Figuren in dem Band „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden.“ Es sind siebzehn Einblicke in die Amerikanische Mittelschicht, voller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, oft ähneln sich die Protagonisten oder Orte, dann sind sie doch völlig anders und schließlich sind sie doch alle gleich. Zeigen uns die Sprachlosigkeit und Lähmung, wenn es um Liebe geht. Die Sätze sind oft sehr banal, enthalten oft nicht mehr als Subjekt-Prädikat-Objekt, „Wir gingen nach draußen. Er änderte die Blende. Er sagte, wo ich mich hinstellen sollte, und wir fingen an“, ebenso sind die Dialoge oft sehr simpel, manchmal scheinen die Personen gar aneinander vorbeizureden, und dennoch entwickeln die Geschichten eine schreckliche Faszination. Sie fressen sich im Gedächtnis fest. „Da war noch mehr an der Geschichte, und dse versuchte, es sich ein für alle Mal von der Seele zu reden. Nach einiger Zeit gab sie den Versuch auf.“ So wird es auch manchen Leser gehen, da nicht alle Kurzgeschichten verständlich sind. Manchmal muss man sie noch einmal lesen, entdeckt in den kurzen Sätze, die entscheidende Stelle oder überliest sie, sie bleiben unverständlich, wie die Beziehung von Mann und Frau. „Er sagte: ‘ Ich will nur noch eins sagen.’ Aber dann fiel ihm nicht ein, was in der Welt das sein könnte.“ Der Lektor Gordon Lish hatte viel Anteil an dem besonderen Stil von Carver, da er vieles kürzte, änderte. Im Dezember 2007 veröffentlichte The New Yorker eine Carvers Originalfassung von der Titelgeschichte als „Beginners“, indem man Lish Einfluss gut nachvollziehen kann.

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  • Rezension zu "Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden" von Raymond Carver

    Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden

    Xirxe

    13. March 2010 um 09:28

    Die Liebe - welch gutes Gefühl und freudige Gedanken schon allein das Wort vermittelt. Schmetterlinge im Bauch, Glück, Sicherheit und Kraft. Doch Carvers Erzählungen zeigen eine andere Seite der Liebe auf, eine Seite bei der es wohl niemanden auf Anhieb einfallen würde, dies miteinander in Verbindung zu verbringen. Carvers 'Helden' sind normale Amerikaner die sich in einer Krise bzw. Problemsituation befinden. Ein Kind verunglückt, ein junger Ehemann und Vater fühlt sich eingesperrt, Andere wurden verlassen, betrogen oder vor die Tür gesetzt. Die Figuren sind häufig nicht in der Lage miteinander zu kommunizieren, sie haben es nicht gelernt oder vielleicht schon wieder vergessen. Doch in allen Geschichten war (ist?) die Liebe vorhanden, man war (scheinbar) glücklich mit Partnern, Kindern oder Fischen, aber irgendwann stürzte einen genau diese Liebe in die Krise. Den einen macht sie verrückt (Dummy mit den Fischen), andere sind untreu, brutal, aggessiv, oberflächlich. Der Titel des Buches könnte über jeder der Geschichten stehen. Carver schreibt knapp und karg, seine Sprache scheint die kümmerliche Gefühlswelt seiner Protagonisten widerzuspiegeln. Es gibt kein Happy- oder Nicht-Happy-End, die Erzählungen enden und man fragt sich: Und jetzt? Und hat noch eine ganze Weile etwas zum Nachdenken.

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