Raymond Chandler

 4.2 Sterne bei 461 Bewertungen
Autor von Der große Schlaf, Der lange Abschied und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Raymond Chandler

Raymond Chandler ist ein US-amerikanischer Autor von Hardboiled Detective Stories und der Schöpfer des Privatdetektivs Philip Marlowe. 

Am 23. Juli 1888 als Raymond Thornton Chandler in Chicago, Illinois geboren, verbrachte er seine Jugend mit seiner irischen Mutter in England. Obwohl er amerikanischer Staatsbürger war, diente Chandler im ersten Weltkrieg in der kanadischen Armee und später in der Royal Air Force. Nachdem er nach Kalifornien zurückgekehrt war, arbeitete Raymond Chandler in den 1930er Jahren zunächst als Manager einer Mineralölgesellschaft. Erst während der Weltwirtschaftskrise wendete sich Chandler dem Schreiben zu. Seine erste veröffentlichte Kurzgeschichte erschien 1933 in der „Pulp“ -Magazin Black Mask. Ab 1943 war er Drehbuchautor in Hollywood. Zu seinen bekanntesten Drehbüchern gehören die Filme Frau ohne Gewissen (Double Indemnity, 1944),  Die blaue Dahlie (The Blue Dahlia, 1946) und Der Fremde im Zug (Strangers on a Train, 1951).

Chandler vollendete sieben Romane, alle mit Philip Marlowe als Held. Chandler bezeichnete Marlowe selbst als einen armen, aber ehrlichen Idealisten in einer opportunistischen und manchmal brutalen Gesellschaft in Los Angeles. Außerdem veröffentlichte Chandler zahlreiche Kurzgeschichten und Essays. Die beliebtesten Filmversionen von Chandlers Werk waren Murder, My Sweet (1944) mit Dick Powell und The Big Sleep (1946) mit Humphrey Bogart, beide Film Noir-Klassiker.

Raymond Chandler starb nach schwerer Krankheit am 26. März 1959 in La Jolla, Kalifornien. Sein letzter Roman Poodle Springs blieb unvollendet.

Neue Bücher

Das Gesetz der Straße. Philip Marlowe & Co ermitteln

Neu erschienen am 21.09.2018 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Alle Bücher von Raymond Chandler

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Der große Schlaf

Der große Schlaf

 (87)
Erschienen am 24.02.2009
Der lange Abschied

Der lange Abschied

 (64)
Erschienen am 24.02.2009
Die Tote im See

Die Tote im See

 (37)
Erschienen am 24.02.2009
Lebwohl, mein Liebling

Lebwohl, mein Liebling

 (38)
Erschienen am 24.02.2009
Das hohe Fenster

Das hohe Fenster

 (33)
Erschienen am 24.02.2009
Die kleine Schwester

Die kleine Schwester

 (31)
Erschienen am 24.02.2009
Playback

Playback

 (28)
Erschienen am 24.02.2009

Neue Rezensionen zu Raymond Chandler

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cosima73s avatar

Rezension zu "Die simple Kunst des Mordes" von Raymond Chandler

Raymond Chandler ganz persönlich
cosima73vor 2 Jahren

In Briefen, Essays und Notizen beschreibt sich Raymond Chandler selber, schreibt über den Kriminalroman und dessen Stellung in der Literaturwelt und referiert über das Handwerk des Schreibens allgemein und sein eigenes im Speziellen.

    "Ich arbeite ziemlich sprunghaft, ohne feste Zeiten, was heissen soll, dass ich überhaupt nur arbeite, wenn mir danach ist."

Er zeigt dem Leser auf, wie es in der Filmwelt und im Verlagswesen abläuft, äussert sich über Katzen und berühmte Verbrechen sowie über seine eigenen Romane und Kurzgeschichten. Er tut dies auf eine humorvolle Weise, so dass man immer denkt, ihn vor sich zu sehen, wie er sein Gesicht zu einem Lächeln verzieht beim Schreiben.

Abgerundet wird das Buch durch den Essay Die simple Kunst des Mordes sowie das Romanfragment Die Poodle Springs Story. Wer Raymond Chandlers Krimis liebt, der wird von diesem Buch begeistert sein: Chandler so privat und persönlich wie selten. In seinem unzähligen Briefen zeigt er sich von allen Seiten, beleuchtet dabei auch die eigenen Schwächen.

    "Wenn eine Sammlung von Briefen überhaupt einen Wert haben soll, dann muss sie alle Seiten im Charakter eines Menschen enthüllen, nicht nur die liebenswürdigen und hellen."

Seine Briefe sind durchdrungen von polemischen Äusserungen – Chandler bezeichnete sich selber als „streitlustigen Burschen“, legen Abneigungen wie zum Beispiel gegen Agenten, Berufskritiker und Plagiatoren offen, zeigen ihn aber auch als belesenen und gebildeten Menschen, der die Literatur, die Welt und sich selber messerscharf beobachtet und analysiert.

Fazit:
Ein sehr persönliches, humorvolles, mitreissendes Buch – Raymond Chandler, wie er denkt, schreibt und lebt. Sehr empfehlenswert.

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Wassollichlesens avatar

Rezension zu "Der große Schlaf" von Raymond Chandler

Die Mutter aller Krimis
Wassollichlesenvor 2 Jahren

Endlich habe ich es geschafft, diesen Klassiker der Kriminalliteratur zu lesen.

 Nachdem ich besonders im letzten Jahr so richtig auf das Buch aufmerksam geworden bin, und zwar durch die Empfehlung von niemand geringerem als Declan Burke, der beimirischen Leseabend mit Sam Millar verraten hat, dass er ohne Raymond Chandler nicht zu dem geworden wäre, was er jetzt ist; nämlich Autor. „Der große Schlaf“ hat ihn sehr geprägt.

Neben Burke schwärmen auch Blogs, denen ich folge, durchweg von diesem Meilenstein. Man muss sich mal vor Augen führen, dass das Buch von 1939 (!) ist. Wahnsinn.

„Der große Schlaf“ hat also vor fast 80 Jahren schon alles gehabt, was einen guten Krimi auszeichnet: einen verschlagenen Plot, Mord, Gewalt, Alkohol, Knarren, Geld, Verfolgungsjagden, Sex und einen abgefuckten Detektiv, der nichtsdestotrotz bzw. besonders deshalb die coolste Sau ist, die man sich vorstellen kann (besonders 1939!!), trockener Humor inklusive.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und kann euch nur empfehlen, trotz des Überangebots von Krimis, das wir heutzutage haben, diesem Werk einen Platz in eurem Bücherregal bereitzustellen.

 

"Was machte es schon, wo man lag, wenn man tot war? In einem schmutzigem Tümpel oder in einem Marmorturm oben auf einem hohen Berg? Man war tot, man schlief den großen Schlaf, man brauchte sich um solche Dinge nicht mehr zu kümmern."

 

Fazit

 

Die Mutter aller Krimis!

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miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Farewell, My Lovely" von Raymond Chandler

Raymond Chandler - Philip Marlowe: Farewell my Lovely
miss_mesmerizedvor 3 Jahren

In einem Nachtklub wird Philip Marlowe Zeuge einer tödlichen Suchaktion: Moose Malley versucht Velma Valento zu finden. Die Polizisten, die das Blutbad untersuchen haben wenig Interesse an dem Fall und beauftragen Marlowe, die genannte Velma aufzuspüren. Die Ermittlungen laufen nach typischen Muster für Marlowe ab, es kommt zu weiteren Morden, einem scheinbar davon völlig losgelösten zweiten Fall um ein entwendeten Halsband und einer Reihe von Erpressungen. Marlowe gerät immer wieder in Hinterhalte, kann sich am Ende aber retten und die ominöse Velma taucht ebenfalls wieder auf.

Man merkt, dass Philip Marlowe inzwischen etwas aus der Zeit geraten ist und dich die Leseerwartungen an Krimis und Ermittler doch etwas gewandelt haben. Bisweilen kam mir die Handlung etwas verwirrend vor und auch nicht alles scheint mir wirklich schlüssig zu sein, aber es ist und bleibt ein typischer Chandler, der in seiner Zeit Maßstäbe gesetzt hat.

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Zusätzliche Informationen

Raymond Chandler wurde am 23. Januar 1895 in Vereinigte Staaten von Amerika geboren.

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