Raymond Chandler Das hohe Fenster

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Inhaltsangabe zu „Das hohe Fenster“ von Raymond Chandler

Mrs. Murdock, eine reiche Witwe aus Pasadena, hat einen doppelten Auftrag für Philip Marlowe: Ihre Schwiegertochter, eine ehemalige Nachtklub-Sängerin, ist verschwunden, und mit ihr eine alte, wertvolle Münze – die sogenannte ›Brasher-Dublone‹. Beides soll der Privatdetektiv wiederfinden. Wie sich herausstellt, kommen Erpressung, Lügen und Mord in den besten Familien vor.

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  • Philip Marlowe's 3. Fall

    Das hohe Fenster

    Shunya

    28. July 2013 um 13:29

    Privatdetektiv Philip Marlowe besucht das Wohnhaus der Murdocks im Oak-Noll-Viertel in Pasadena, Kalifornien. Dort erfährt er von der unablässig Portwein trinkenden Mrs. Mudock, dass ihr eine wertvolle Goldmünze, eine Brasher-Dublone entwendet worden ist. Mrs. Murdock verdächtigt ihre Schwiegertochter, doch scheinbar ist die ganze Familie in diesen Fall verwickelt. Marlowe geht dem Rätsel um die Goldmünze auf die Spur und wird unfreiwillig Zeuge von drei Morden, die ebenfalls alle scheinbar etwas mit der verschwundenen Goldmünze zu tun haben. Das hohe Fenster ist mein erstes Buch von Raymond Chandler. Mein älterer Bruder hat es mir geschenkt und ich bin wirklich begeistert. Chandler hat einen sehr anschaulichen Schreibstil, geht auch auf scheinbar nebensächliche Aspekte in der Geschichte ein, aber nie so, dass es unpassend wirkt. Der Fall nimmt immer größere Ausmaße an und auch wenn die Handlung teilweise vorhersehbar war, so gab es doch auch einige Aha-Momente für mich. Die Charaktere sind interessant gestaltet und sorgen für genug Abwechslung. So trinkt Mrs. Murdock Portwein, angeblich wegen ihrem Asthma. Marlowe geizt natürlich nicht mit bissigen und auch amüsanten Bemerkungen und treibt so auch mal die Polizei zur Weißglut. Papa Grandy hat mir auch sehr gut gefallen. Bei einigen Nebencharakteren hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten und bin ab und an durcheinander gekommen, aber je mehr man liest, umso schneller kann man die Figuren problemlos zuordnen. Mrs. Murdock fand ich am Anfang noch recht amüsant, aber im Verlauf der Handlung merkt man erst so richtig, was sie eigentlich für eine Person ist. Ihre Sekretärin Merle Davis mochte ich, auch wenn sie ein sonderbares Verhalten an den Tag gelegt hat, zeitweise war sie kindisch oder gar hysterisch, was sich allerdings erklärt, als ihre Vergangenheit zutage kommt. Marlowe selbst fand ich einfach nur klasse! Ich mag seinen frechen Humor und auch seine Denkweise. Es war klasse zu lesen, wie er an den Fall heran gegangen ist und mit den Personen um sich herum interagiert hat. Der Fall an sich war sehr interessant aufgebaut. Kommt er am Anfang eher gemächlich in Gange, folgt bald schnell ein Ereignis auf das nächste. Man lernt einiges über die Herstellung von Goldmünzen, was auch sehr interessant ist. Marlowe's Aufklärung am Ende war sehr ausführlich, hat mir aber auch sehr gut gefallen und soweit ich mich entsinnen kann, gibt es am Ende keine offenen Fragen. Ein sehr spannender Fall mit einem sympathischen Detektiv und kuriosen Nebenfiguren. Das wird auf jeden Fall nicht mein einziger Chandler-Roman bleiben!

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