Raymond Queneau Sonntag des Lebens

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Inhaltsangabe zu „Sonntag des Lebens“ von Raymond Queneau

Die heiratslustige Inhaberin eines Weißwarengeschäfts hat sich den fünfzehn Jahre jüngeren Soldaten Valentin Brü ausgesucht. Dass sie ihn nur vom Sehen kennt, dass die Verwandtschaft protestiert, dass der Bräutigam noch nichts von seinem Glück weiß, kümmert sie nicht. »Keiner wird mich daran hindern, ihn zu heiraten und er schon gar nicht«, sagt sich Julia. Gesagt. Getan. Das frischgebackene Ehepaar erlebt allerhand Unmögliches miteinander: Die Hochzeitsreise tritt Valentin ohne sie an, weil Julia den Laden nicht allein lassen will, bei einer Beerdigung in Paris treffen sie sich zufällig wieder und zuletzt arbeiten sie beide verkleidet als Wahrsagerinnen.
Eine wunderbar absurde Ehe- und Gesellschaftskomödie des hinterlistigen französischen Surrealisten in der kongenialen Übersetzung Eugen Helmlés.

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  • Rezension zu "Sonntag des Lebens" von Raymond Queneau

    Sonntag des Lebens

    Ferrante

    15. September 2007 um 14:28

    Um einen Euro bei der Buchlandung in Wien konnte ich nicht Nein sagen, und der Wagenbach-Verlag scheint allgemein interessante, unbekanntere satirische Texte in schön gestalteten Auflagen zu veröffentlichen. Leider fand ich nirgends im Buch eine Angabe, wann dieser Roman entstanden ist. Die Handlung spielt jedenfalls im Frankreich vor und während des Zweiten Weltkriegs. Ein junger Soldat namens Valentin wird von einer älteren Ladenbesitzerin zur Heirat auserkoren und wird damit Teil ihres skurrilen Familienlebens. Der Humor des Buches schwankt zwischen grotesk-derben Dialogen ("Na, du Schlampe, hast du wieder den Rock angehoben?") und satirischer Milieustudie. Besonders am Ende, als der als Wahrsagerin arbeitende Valentin merkwürdige religiöse Züge an den Tag legt und der Krieg als harmlose Spielerei vorübergegangen ist, fand ich den Text surreal. Gespenstisch erschienen mir die vorhergehenden Spekulationen der Figuren, warum Hitler doch keinen Krieg anzetteln würde. Wer auf etwas trashigen, aber auch intelligenten Humor steht, sollte jedenfalls keinen Bogen um dieses Buch machen!

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