Rebecca Abe

 3.9 Sterne bei 48 Bewertungen
Autor von Im Labyrinth der Fugger, Das Gedächtnis der Lüge und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Rebecca Abe

Rebecca Abe wurde 1967 in Bayern, geboren. Nach einer Ausbildung zur Grafikdesignerin lebt sie mit ihrer Familie am Starnberger See. Wenn sie nicht schreibt, illustriert sie und umgekehrt. Nach Veröffentlichungen von Krimikurzgeschichten in Anthologien schrieb sie "Das Gedächtnis der Lüge", der Roman erschien 2008. Im März 2011 erscheint ihr erster historischer Roman "Im Labyrinth der Fugger"; als Spitzentitel im Gmeiner Verlag.

Alle Bücher von Rebecca Abe

Cover des Buches Im Labyrinth der Fugger (ISBN:9783839211441)

Im Labyrinth der Fugger

 (41)
Erschienen am 07.03.2011
Cover des Buches Das Gedächtnis der Lüge (ISBN:9783940695024)

Das Gedächtnis der Lüge

 (6)
Erschienen am 01.08.2008
Cover des Buches Im Labyrinth der Fugger (ISBN:9783839224403)

Im Labyrinth der Fugger

 (1)
Erschienen am 13.03.2019
Cover des Buches Mein Prinzessinnenbuch zum Träumen (ISBN:9783867754781)

Mein Prinzessinnenbuch zum Träumen

 (0)
Erschienen am 15.09.2009

Interview mit Rebecca Abe

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Schon in der Schule habe ich geschrieben, Hasengeschichten, Detektivgeschichten. In der sechsten Klasse dann einen „Roman“ mit dem bedeutungsschweren Titel: Der Brief. Aber bewusst, um zu veröffentlichen, habe ich am Schreibhandwerk seit 2001 gearbeitet. Meine erste Veröffentlichung war eine Krimikurzgeschichte, die ich für einen Wettbewerb zu einer Anthologie geschrieben hatte. Die Geschichte hieß „Almtanz“ und landete in der Anthologie „Tatort Berg“ im Vertigo Verlag.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Karl Valentin und Voltaire sind mir in Fleisch und Blut übergegangen, aber auch Michael Ende, Isabel Allendes „Geisterhaus“, John Irving „Witwe für ein Jahr“, Umberto Ecos „Name der Rose“, Peter Hoegs „Fräulein Smilas Gespür für Schnee“ und viele, viele andere und täglich werden es mehr.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Aus meinen Erlebnissen, aus Dokumentationen, aus Geschichten, die mir Leute erzählen. Am meisten inspirieren mich die Gespräche mit meinem Mann Thomas, mit dem zusammen plotte ich all meine Romane.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Ich gebe Lesungen, beantworte alle Anfragen, mache Leserunden usw.

Wann und was liest Du selbst?

Wenn ich nicht schreibe oder male (ich bin auch Illustratorin), lese ich meistens Krimis, auch Gegenwartsromane und Kinder- und Jugendbücher. Während der Arbeit an einem neuen Roman vertiefe ich mich in Sachbücher zum Thema.

Neue Rezensionen zu Rebecca Abe

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Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

Die Familie Fugger
HEIDIZvor 3 Tagen

 Taschenbuch: 466 Seiten

Verlag: Gmeiner-Verlag

ISBN-13: 978-3839211441

PREIS: 12,90 Euro

 

Die Fugger interessieren mich - ich wollte auch schon immer mal nach Augsburg - nun habe ich den Renaissance-Thriller von Rebecca Abe gelesen, in dem es um Augsburg zur Zeit Ende des 16. Jahrhunderts geht. Anton Fugger war verstorben. Sein Millionenvermögen wurde an die Hinterbliebenen aufgeteilt. Da sind z. B. Christoph, der egoistische Fugger, der vorhat, die Kinder Georgs - seines Bruders - ins Kloster zu bringen. Er nimmt Kontakt mit dem Jeuiten Petrus Canisius auf, allerdings hat er nicht mit Anna gerechnet, mit der Tochter Georg Fuggers, die ahnt, was der Augsburger Domprediger vorhat.

 

Die Figur der Anna stellt die bekannte Anna Jakobäa Fugger dar, die Frau, die so vielfältig war, einerseits träumerisch, andererseits aber wiederum eigenwillig und stark, die wusste, was wollte.

 

Im Anschluss an die Handlung werden die historisch belegten Personen aufgelistet und auch Worterklärungen und Literaturangaben werden hintenan gestellt.

 

Leseprobe:
========

 

"Dann in den Karzer mit dir. Wenn du Gehorsam geübt hast, bekommst du Wasser, und wenn du Gehorsam verinnerlicht hast, bekommst du eine Suppe, und wenn du gehorsam bist, bekommst du ein Stück Brot. Erst dann darfst du an unserer Gemeinschaft teilnehmen." Anna wurde wieder hochgehoben und vorwärtsgezerrt.

 

Das Buch ist in vier Bücher gegliedert:

 

Adams Rippe Augsburg und Venedig 1560 - 1561

Teufelsapfel Augsburg und Kühbach 1562 - 1564

Tollkäfig Augsburg 1581 - 1582

Paradiesvogelfeder Augsburg und Heidelberg 1582

 

Vorangestellt ist eine ganzseitige Karte Augsburgs mit Symbolen und Erklärungen zu Sehenswürdigkeiten und Gebäuden, die im Roman thematisiert werden.

 

Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, er passt zum historischen Roman dieser Zeit, spiegelt die Zeit im Geschriebenen wider und der Inhalt war für mich von Beginn bis Ende absolut spannend, lebendig und glaubwürdig. Ich sah die Handlung vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen. Extrem authentisch ließ sich die Geschichte lesen. Hat mir rundherum gefallen, wie die Autorin Spannung aufbaut, weiter ausbaut und ständig hält. Super Geschichte an der Historie orientiert.

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Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

Wer sind die Fuggers wirklich?
Bluesky_13vor 2 Jahren

INHALT

Das Buch beginnt 1560 in Augsburg und Venedig.

Kellenbenz war mit seiner 5 jährigen Tochter Bianka zur Siedlung von Jakob Fugger unterwegs. Jakob Fugger war ein reicher Mann, der die Siedlung für arme unbescholtene Augsburger Tagelöhner geschaffen hat. Der Mietzins betrug einen Monatslohn im Jahr und ein tägliches Gebet für die Fuggerfamilie.


Kellenbenz hatte seine 2 Söhne durch die Pest verloren, kaum hatte er das verwunden, starb seine Frau im Kindbett. Nun war er mit Bianka allein.


Damals haderte Kellenbenz laut mit Gott und fluchte viel, dafür wurde er vom Malefizgericht verurteilt. Er zog seine Tochter alleine auf, er konnte nicht sprechen, da man ihm einen Teil der Zunge abgeschnitten hatte, aber seine Tochter verstand seine Lalltöne.

Die Kleine ahmte die Stimmen von Tieren nach, denn sie war ja nur mit ihrem Vater zusammen und der konnte ihr das Sprechen nicht lehren.


Kellenbenz war Kürschner und sollte für Christoph Fugger ein mächtiges Gehörn fertigen. Christoph Fugger war ein Egoist und nach dem Tod von seinem Vater Anton Fugger wollte er seinen Bruder Georg und seine Familie ins Kloster bringen lassen um so die Zahl der Erben zu dezimieren.

Er hatte für diesen Plan den Jesuiten Petrus Canisius an seiner Seite.


Als Kellenbenz seine Ware dem Grafen übergab, war Bianka verschwunden. Er hatte sie vorher versteckt, denn er wusste, dass diese Leute Kindermörder waren.

Und doch war sie jetzt weg. Er machte sich auf den Weg nach Hause auf in der Hoffnung, dass er dort Bianka finden würde. Aber auch dort war sie nicht.


Georg Fugger war mit Ursula Lichtenstein verheiratet und sie gebar ihm 12 Kinder, wovon 11 lebten. Das war für Christoph Fugger eindeutig zuviel, denn das schmälerte sein Erbe. Nachdem Anton Fugger gestorben war, rätselten die Augsburger Bürger, wer wohl sein Nachfolger wurde. Er hatte immerhin 6 Millionen Goldkronen und etliche Ländereien hinterlassen.

Da war der Neid sehr groß.

Anna war zu dem Zeitpunkt 13 Jahre und sie war sehr vernünftig und erwachsen für ihr Alter. Sie war eine von den 12 Kindern von Georg.



MEINE MEINUNG

Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt, weil ich Augsburg gut kenne.

Erstmal hab ich Verwandte dort und zum anderen bin ich im Ries aufgewachsen, was ja nicht so weit von Augsburg entfernt ist.


Ich musste aber sehr aufmerksam sein beim lesen, weil das Buch doch etwas komplex und leicht verwirrend geschrieben ist. Es hat sehr viele Begriffe von Augsburg dort drin und die waren 1560 doch etwas anders als jetzt. Zum anderen hab ich auch ein paar Rechtschreibfehler entdeckt, die das ganze nicht einfacher machen. Dafür ziehe ich erstmal eine Stern ab, denn das ist sehr hinderlich beim lesen.


Nichts desto trotz ist die Geschichte gigantisch und sehr gut recherchiert.

Wenn man so nahe an Augsburg aufwächst, dann kennt man natürlich die Fuggerstadt, wie das Viertel heute noch genannt wird. Deswegen fand ich natürlich die Geschichte total interessant und auch spannend.


Dieses Buch zeigt und zwei Schichten von Menschen. Die reichen und die armen und auch die geächteten. Hier wird die Klassentrennung sehr deutlich, denn früher war es auch noch so, dass die reichen mit den armen spielten. Sie benutzen und quälten sie, weil es ihnen Spaß machte.


Sie hatte ja viel Geld, doch für die Abwechslung und den Spaß der reichen mussten die armen herhalten. Traurig, aber leider wahr.


In dieser Zeit glaubte man noch extrem an Hexen und an den Teufel und man praktizierte noch die Teufelsaustreibung.

Manchmal mehr oder weniger um bestimmte Personen los zu werden. Das war zu der damaligen Zeit ein einfacher Weg. Das Buch ist sehr schön und man bekommt hier viel mitgeteilt von der Fugger Familie.


Ein sehr gut recherchierter Roman, den man durchaus lesen kann.

Ich fand ihn sehr gut und auch interessant, weil es die Fugger ja tatsächlich gibt und weil dies auch eine sehr sozial engagierte Familie war. Auch später noch zogen in dieses Viertel sozial benachteiligte Familien, weil die Miete nach wie vor günstig war. Wie das heute ist, weiß ich leider nicht.



Eure Bluesky_13

Rosi     

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Rezension zu "Das Gedächtnis der Lüge" von Rebecca Abe

Rezension zu "Das Gedächtnis der Lüge"
ElkeKvor 3 Jahren

Inhaltsangabe:

Miriam ist gerade über 40, lebt in München und hat eine kleine Schneiderei. Mit Orhan, dem türkischen Tischler, ist sie schon eine Weile befreundet, als der Arzt bei ihr eine Schwangerschaft feststellt.

Sie sagt sofort, sie will es nicht und macht sich auf den Weg nach Steinhöring, wo sie bei ihrer Oma, Maria, aufgewachsen ist. Ihre Mutter verschwand, als sie drei Jahre alt war und der Vater spricht mehr dem Alkohol und seinen Affären als seiner Tochter zu. Ihre Oma, längst 1997 verstorben, war im Krieg einst SS-treu und Heinrich Himmler ergeben. Und so zog sie auch ihre Enkelin auf, mit Strenge und Kaltherzigkeit.

Doch es gibt Geheimnisse in dieser Familie und Miriam will nun endlich wissen, was es mit der Puppe Lailatonka aufsich hat, mit dem Löffelchen und mit dem Kästchen, das sie versehentlich mal gefunden hat. Miriam will nun mehr über ihre Herkunft erfahren, wer sie ist und wo ihre Mutter ist. Und sie entdeckt dabei, das ihre Großmutter der SS und Heinrich Himmler treuer war als man ahnte konnte.

Mein Fazit:

Mit Spannung habe ich dieses Buch erwartet, wußte aber nicht, was mich da wirklich erwartete. Und so tauchte ich immer tiefer in die Geschichte um Miriam, Maria und Tonka ein. Die Autorin hat dabei das Thema der Lebensbornheime aufgegriffen. Von den Nazis unterstützte Kinderheime, die eigentlich nur dem Zweck diente, arische Kinder großzuziehen.

Ich hatte vorher von diesen Heimen nicht gehört und umso mehr versuchte ich, über diese Heime in Erfahrung zu bringen, die Vorgänge zu verstehen. Aber es ist aus heutiger Sicht schwer verständlich. Teils sprachlos, teils schockiert habe ich mich dann mit diesem Thema befaßt.

In Miriams Fall ist die Aufarbeitung von tragender Bedeutung, da sie ein Kind erwartet und -obwohl sie es erst ablehnt- diesem Kind und auch sich selbst eine Identität geben möchte. Desweiteren interessiert sie sich brennend, was mit ihrer Mutter geschehen ist. Da Marias und Miriams Schicksal nur bedingt und dennoch wieder erheblich miteinander verwoben sind, muss sie in tief insich gehen und die Zeichen der Zeit deuten.

Ein Buch, das den Leser bewegt. Die Figuren sind authentisch und in ihren Handlungen menschlich und glaubwürdig. Zuweilen habe ich die eine oder andere Seite zweimal lesen müssen, um den Sinn zu begreifen, weil es einfach -für mich- unglaublich oder unfassbar war.

Empfehlenswert, mit jeder Seite.

Anmerkung: Die Rezension stammt aus November 2008.

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