Rebecca Abe Das Gedächtnis der Lüge

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(3)
(2)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Gedächtnis der Lüge“ von Rebecca Abe

Eine Familie, in der nichts ist, wie es scheint. Eine Lüge, die langsam in Vergessenheit gerät. Und eine Vergangenheit, die dunkler nicht sein kann. Miriam ist vierzig und schwanger, als sie beginnt, die Geschichte ihrer Familie zu hinterfragen. Wohin verschwand die Mutter, als Miriam drei Jahre alt war? Warum ließ der Vater das kleine Mädchen bei der allzu strengen Großmutter zurück? Welche Verbindung hatte die Großmutter zum nahen Lebensbornheim, und welches Geheimnis nahm sie mit ins Grab? Die Vergangenheit, die gemeinsame Geschichte unserer Familie, bestimmt unsere Identität. Miriams Entdeckungen bringen ihr Weltbild ins Schwanken, aber jetzt will sie endlich erfahren, wer sie wirklich ist.

Stöbern in Romane

Die Geschichte der getrennten Wege

Fesselnd und langatmig, mal begeisterte mich der Roman, mal las ich quer. Ein gemischtes Leseerlebnis.

sunlight

Wie der Wind und das Meer

Liebesgeschichte, die auch einen Teil der deutschen Geschichte wiederspiegelt - mir fehlten die Emotionen

schnaeppchenjaegerin

Zeit der Schwalben

Einer toller, berührender Roman ... ein Ereignis, das man keinem Mädchen wünscht!

engineerwife

Eine allgemeine Theorie des Vergessens

Aufgrund des Schreibstil und der komplexen Geschichten Angolas nicht mein Buch.

Hortensia13

Damals

Jahrzehntelanges Über-die-Schulter-Schauen. Trotz des gekonnten Stils empfand ich dieses Buch als überaus anstrengend.

TochterAlice

Töte mich

Ein leichtes und doch doppelbödiges Kabinettstück, unterhaltsam und grazil-heftig.

Trishen77

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Das Gedächtnis der Lüge"

    Das Gedächtnis der Lüge
    ElkeK

    ElkeK

    05. January 2017 um 06:05

    Inhaltsangabe: Miriam ist gerade über 40, lebt in München und hat eine kleine Schneiderei. Mit Orhan, dem türkischen Tischler, ist sie schon eine Weile befreundet, als der Arzt bei ihr eine Schwangerschaft feststellt. Sie sagt sofort, sie will es nicht und macht sich auf den Weg nach Steinhöring, wo sie bei ihrer Oma, Maria, aufgewachsen ist. Ihre Mutter verschwand, als sie drei Jahre alt war und der Vater spricht mehr dem Alkohol und seinen Affären als seiner Tochter zu. Ihre Oma, längst 1997 verstorben, war im Krieg einst SS-treu und Heinrich Himmler ergeben. Und so zog sie auch ihre Enkelin auf, mit Strenge und Kaltherzigkeit. Doch es gibt Geheimnisse in dieser Familie und Miriam will nun endlich wissen, was es mit der Puppe Lailatonka aufsich hat, mit dem Löffelchen und mit dem Kästchen, das sie versehentlich mal gefunden hat. Miriam will nun mehr über ihre Herkunft erfahren, wer sie ist und wo ihre Mutter ist. Und sie entdeckt dabei, das ihre Großmutter der SS und Heinrich Himmler treuer war als man ahnte konnte. Mein Fazit: Mit Spannung habe ich dieses Buch erwartet, wußte aber nicht, was mich da wirklich erwartete. Und so tauchte ich immer tiefer in die Geschichte um Miriam, Maria und Tonka ein. Die Autorin hat dabei das Thema der Lebensbornheime aufgegriffen. Von den Nazis unterstützte Kinderheime, die eigentlich nur dem Zweck diente, arische Kinder großzuziehen. Ich hatte vorher von diesen Heimen nicht gehört und umso mehr versuchte ich, über diese Heime in Erfahrung zu bringen, die Vorgänge zu verstehen. Aber es ist aus heutiger Sicht schwer verständlich. Teils sprachlos, teils schockiert habe ich mich dann mit diesem Thema befaßt. In Miriams Fall ist die Aufarbeitung von tragender Bedeutung, da sie ein Kind erwartet und -obwohl sie es erst ablehnt- diesem Kind und auch sich selbst eine Identität geben möchte. Desweiteren interessiert sie sich brennend, was mit ihrer Mutter geschehen ist. Da Marias und Miriams Schicksal nur bedingt und dennoch wieder erheblich miteinander verwoben sind, muss sie in tief insich gehen und die Zeichen der Zeit deuten. Ein Buch, das den Leser bewegt. Die Figuren sind authentisch und in ihren Handlungen menschlich und glaubwürdig. Zuweilen habe ich die eine oder andere Seite zweimal lesen müssen, um den Sinn zu begreifen, weil es einfach -für mich- unglaublich oder unfassbar war. Empfehlenswert, mit jeder Seite. Anmerkung: Die Rezension stammt aus November 2008.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Gedächtnis der Lüge" von Rebecca Abe

    Das Gedächtnis der Lüge
    Bokmask

    Bokmask

    08. August 2009 um 21:28

    Autor: Abe. Rebecca Titel: Das Gedächnis der Lüge Originaltitel: Verlag: Skalding Original: Erschienen: 2008 /09 Original Erschienen: Seiten: 262 ISBN-10: 3940695025 ISBN-13: 978-3940695024 Cover: HC Preis: 14,80 € [b]Inhaltsangabe:[/b] [quote] Eine Familie, in der nichts ist, wie es scheint. Eine Lüge, die langsam in Vergessenheit gerät. Und eine Vergangenheit, die dunkler nicht sein kann. Miriam ist vierzig und schwanger, als sie beginnt, die Geschichte ihrer Familie zu hinterfragen. Wohin verschwand die Mutter, als Miriam drei Jahre alt war? Warum ließ der Vater das kleine Mädchen bei der allzu strengen Großmutter zurück? Welche Verbindung hatte die Großmutter zum nahen Lebensbornheim, und welches Geheimnis nahm sie mit ins Grab? Die Vergangenheit, die gemeinsame Geschichte unserer Familie, bestimmt unsere Identität. Miriams Entdeckungen bringen ihr Weltbild ins Schwanken, aber jetzt will sie endlich erfahren, wer sie wirklich ist. [/quote]Quelle: Amazon de [b]Meine Meinung[/b] Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Lese Runde an einem Tag gelesen. Der Klappentext hatte mich sehr angesprochen, da es unter anderem auch um ein heikles Thema aus dem 2. Weltkrieg ging von dem man so fast nichts hört. Mir mein Großvater aber einiges drüber erzählen konnte. Und es war endlich auch mal ein Klappentext der mit dem Inhalt der Geschichte konform läuft. Der Schreibstil der Autorin fesselte mich schon nach den ersten Seiten. Flüssig, spannend und auch emotional geschrieben. Ich wurde regelrecht durch die Seiten gezogen und konnte mir die Protagonisten sehr gut bildlich Vorstellen. Ich habe dies Buch nur aus der Hand gelegt wenn es nicht andres ging, weil ich unbedingt wissen wollte wie sich dies Geflecht auflöst. Bis kurz vorm Ende konnte ich nicht sagen wie alles zusammenhängt, hatte so das eine ums andere Mal meine Gedanken in bestimmte Richtungen, aber das Ende war alles andere als erwartet. Durch die drei Abschnitte wurden mir die Hauptprotagonisten immer ein Stück mehr vertraut. Und auch wenn einige Personen einem doch etwas merkwürdig vorkommen, muss man bedenken zu welcher Zeit das ganze spielte. Etwas kurios habe ich im dritten Teil empfunden, das die Puppe auf einmal mit Miriam sprechen konnte. Schade eigentlich welches Ende Lilatonka gefunden hat. Hätte mir gewünscht das sie weitergereicht wurde in der Familie. Das Ende war mir dann ein Stückchen zu weit offen, was wurde nun aus dem ungeborenen Baby und aus Orhan? Na vielleicht gibt es ja noch einen zweiten Teil, den ich dann ganz bestimmt auch lesen werde. 4,5 Sterne von 5 von mir für diese klasse Geschichte.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Gedächtnis der Lüge" von Rebecca Abe

    Das Gedächtnis der Lüge
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. February 2009 um 10:50

    ACHTUNG, REZENSION ENTHÄLT SPOILER! Ich tu mich schwer mit einer Rezi zu diesem Buch, muss ich sagen. Der Schreibstil und die Erzählweise haben mir gefallen, mit der Umsetzung des Stoffes hatte ich meine Schwierigkeiten. Gerade der mittlere der drei Teile hat sich mir bis kurz vor seinem Ende kaum erschlossen und ich hab lange gerätselt, wie er wohl in die Geschichte passt. Auch die Art und Weise, wie er dem Leser vermittelt wird:durch die Puppe LailaTonka, die eine Art Eigenleben entwickelt und Miriam die Geschichte ihrer Mutter erzählt, sodass Miriam im Anschluss völlig genau und bis ins kleinste Detail weiß, woher ihre Mutter kommt und was damals im Krieg passiert ist,fand ich ziemlich befremdlich. Ich habe das Verhalten von Miriams Großmutter gegenüber Miriam nicht als so krass empfunden wie manch anderer Leser, lieblos vielleicht, aber nicht mit Gewalt behaftet. Zudem war mir nicht klar, woher das abweisende Verhalten letztendlich kam. Ich kann nur vermuten, dass es entweder auf der Tatsache beruhte, dass die Großmutter irgendwann herausgefunden hat, dass das von ihr gestohlene Kind zur Hälfte Norwegerin war oder aber weil es nicht der gewünschte Junge sondern ein Mädchen war. Die Oma selbst fand ich von ihrem Verhalten her eher grotesk und ich hatte den Eindruck, sie wäre - vorsichtig ausgedrückt - etwas simpel gestrickt. Auch blieb offen, warum sich Miriams Mutter vor den Zug geworfen hat. Weil sie herausgefunden hat, wer sie wirklich ist, oder weil ihr Mann sie ständig betrogen hat? All das hat mich nach dem Lesen doch recht unbefriedigt zurückgelassen. Das Grundthema selbst finde ich sehr interessant. So ganz wird sich das Geheimnis um die Lebensborn-Heime wohl nie lüften.

    Mehr