Rebecca Abe Im Labyrinth der Fugger

(39)

Lovelybooks Bewertung

  • 33 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 23 Rezensionen
(14)
(14)
(6)
(2)
(3)

Inhaltsangabe zu „Im Labyrinth der Fugger“ von Rebecca Abe

Augsburg, Ende des 16. Jahrhunderts. Nach dem Tod des mächtigen Anton Fugger wird dessen Millionenvermögen gleichmäßig auf alle Nachkommen verteilt. Christoph Fugger, ein Egoist und Frauenfeind, will die Kinder seines Bruders Georg Fugger ins Kloster bringen lassen, um die Zahl der Erben zu dezimieren. Dazu verbündet er sich mit dem Jesuiten Petrus Canisius. Nur Georg Fuggers Tochter Anna ahnt, welch perfides Spiel der Augsburger Domprediger treibt …

Es gibt jetzt eine Leseprobe zu "Im Labyrinth der Fugger" auf: http://www.r-abe.de/Im-Labyrinth-der-Fugger.htm

— rebecca_abe
rebecca_abe

Stöbern in Historische Romane

Das Ohr des Kapitäns

Wenig Handlung, lange Gespräche zum Erinnerungsaustausch. Wie in einem guten Geschichtsunterricht. Der Schluß kurz und unglaubwürdig.

Wichella

Die Salbenmacherin und die Hure

Mord im mittelalterlichen Nürnberg - und Olivera mittendrin!

mabuerele

Möge die Stunde kommen

Wieder einmal ganz wunderbar geschrieben.

Popi

Die schöne Insel

Ein packender, kurzweiliger und sehr abenteuerlicher Roman, der noch Raum für eigene Fantasien und Schlußfolgerungen läßt

Tulpe29

Das Lied der Seherin

Hat mir leider nicht ganz so gut gefallen wie die ersten Bände. Die irischen Namen und vor allem nicht übersetzten Sätze waren zu verwirrend

hasirasi2

Zeiten des Aufbruchs

Auch für diesen Band eine Leseempfehlung aus vollem Herzen und mit Überzeugung fünf Sterne. Mehr geht ja leider nicht.

IlonGerMon

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

    Im Labyrinth der Fugger
    kubine

    kubine

    Augsburg, 16. Jahrhundert: Der stumme Kürschner Kellenbenz erhält von einem hochgestellten Herren einen sonderbaren Auftrag. Als er sein fertiges Produkt abliefert, verschwindet seine kleine Tochter Bianka, die ihn zum Treffpunkt begleitet hatte, spurlos. Was ist nur mit ihr geschehen? Die Suche nach ihr, führt ihn zu Augsburgs mächtigsten Patriziergeschlecht: den Fuggern. Diese haben aber gewaltige Probleme: Das Oberhaupt der Familie, Anton Fugger, ist verstorben, das Erbe soll gleichmäßig verteilt werden. Das ist so manchen Familienmitglied ein Dorn im Auge. Davon nichtsahnend wächst die kleine Anna mit ihren Geschwistern im Fuggerschen Anwesen in der Kleesattlergasse auf. Am liebsten hilft sie ihrem Vater bei seinen alchemistischen Experimenten oder verfolgt ihre künstlerischen Ambitionen. Eines Nachts wird sie unfreiwillig Zeuge eines Ereignisses, das ihr Leben und das ihrer Geschwister und Eltern für immer verändern wird: Der Teufel triebt im Fuggerschen Anwesen sein Unwesen! Pater Canisius nimmt sich sofort der Sache an und nach und nach wird aus dem lebensfrohen Haushalt eine düstere Umgebung, in der jegliche Art von Zerstreuung und Spaß verboten werden. Natürlich alles zum Wohle der Familie. Plötzlich werden Anna und ihre jüngeren Geschwister in ein Kloster verbannt. Wird es Anna gelingen, die wahren Gründe dafür herauszubekommen und ihr Glück zu finden? Rebecca Abe nimmt uns in ihren neuem Roman mit in das Deutschland des religiösen Umbruchs. Der Katholizismus kämpft verbissen um seine Machtposition, während die Protestanten immer mehr Anhänger gewinnen. Und auch die Fugger, für die Geld stets an erster Stelle stand, wurden davon nicht verschont. Der Roman beruht auf wahren Tatsachen und erzählt die Geschichte der Anna Jakobäa Fugger. Innerfamiliäre Streitigkeiten und Machtansprüche nach dem Tod des Familienoberhauptes Anton Fugger bilden die Grundlage für ein perfides Spiel, die Annas Leben und das ihrer Geschwister für immer ändern wird. Unter dem Deckmantel der Religion wird eine ganze Familie auseinandergerissen, familiäre Bande unwiderruflich zerstört. Schonungslos wird dem Leser Annas Geschichte erzählt. Doch kann man sich dem nicht entziehen. Kurze Kapitel,sehr unterhaltsam geschrieben und die meisten mit Cliffhängern versehen, lassen einem das Buch kaum aus der Hand legen. Die Charaktere sind realitätsnah gezeichnet. Man merkt, dass Rebecca Abe dafür nicht nur gut recherchiert hat, sondern auch versucht hat, sich in die Personen hineinzuversetzen. Als Leser baut man sofort Sympathie für Anna, ihre Schwestern,dem kleinen Ortenburg, Kellenbenz, Bianka und Schellebelle auf, während Pater Canisius, Philipp, Annas Bruder und die Oheime ganz eindeutig den unsympathischen Part übernehmen. Die Rolle der Frau in der damaligen Zeit wird wunderbar aufgezeigt. Anna ist ein wissbegieriges intelligentes Mädchen, während ihr Bruder Philipp schon in jungen Jahren nur an der Macht interessiert ist. Ihn wurmt es gewaltig, dass Anna immer alles weiß und besser kann als er – ist sie doch nur ein Mädchen. Das diese Haltung auch von Pater Canisius unterstützt wird, der ganz klare Vorstellungen von der Stellung der Frau in der Gesellschaft hat, kommt ihm gerade recht. Die ganze Geschichte ist stellenweise sehr detailliert beschrieben, andere Sachen bleiben der Fantasie des Lesers überlassen. Ich mag das zwar sehr, nur hätte ich mir bei ein, zwei Ereignissen eine Aufklärung gewünscht, zumal bestimmte Sachen eine wichtige Rolle im Roman spielen. Das tut aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Kleine Illustrationen der Autorin, ein Personenverzeichnis, eine historische Karte von Augsburg, Worterklärungen und ein Nachwort der Autorin zum realen Hintergrund runden das ganze perfekt ab. Für alle Liebhaber historischer Romane absolut empfehlenswert!

    Mehr
    • 3
    lord-byron

    lord-byron

    17. May 2015 um 01:18
  • Im Labyrinth der Intrigen

    Im Labyrinth der Fugger
    MissJaneMarple

    MissJaneMarple

    Inhalt: Anton Fugger ist tot und nun wird sein Vermögen auf seine drei Söhne Georg, Ulrich und Christoph aufgeteilt. Ulrich und Christoph, beide kinderlos und unglaublich verschwenderisch und Georg, der Vater von insgesamt 14 Kindern und verheiratet mit einer Lutheranerin. Schon Anton Fugger hat sich darum bemüht, dass Georgs Familie zum katholischen Glauben konvertiert, dazu hat er Pater Canisius als Familienbeichtvater eingesetzt. Und auch einer von Georgs Brüdern verbündet sich mit dem radikalen Prediger, allerdings um die vielen Kinder los zu werden. Durch einen perfiden Trick konvertiert Ursula Fugger zum katholischen Glauben und überlässt es Petrus Canisius sich um ihre Kinder zu kümmern. Genau dies tut er auch und schickt die großen Jungs auf „Kavalierstour“ und die Mädchen mit ihren jüngeren Geschwistern ins Kloster. Doch Anna kommt dem Pater bald auf die Schliche, doch solange sie jung ist, kann sie nichts gegen ihn tun. Meinung: Rebekka Abe entführt den Leser ins Augsburg des endenden 16. Jahrhunderts. Wissenschaft, Weltpolitik, neue Kontinente und Handelswege auf der einen Seite, konservativer Glauben, Gegenreformation und alte Traditionen auf der anderen Seite. Anfangs fand ich die vielen Namen und Verwandtschaftsgrade der Fugger ziemlich verwirrend, doch nach ein paar Kapiteln fand ich mich doch gut zurecht. Anna verkörpert, wie viele Frauengestalten in historischen Romanen, die starke Frau, die versucht auszubrechen und es dann doch erst sehr spät schafft, sich von der Herrschaft der Männer zu befreien. Wirklich sympathisch war mir keiner der Familiencharaktere. Meistens war jeder nur mit sich selber beschäftigt und nur selten kamen wirkliche Gefühle auf. Auch die Person Petrus Canisius war extrem exzentrisch und radikal und dabei immer nur selbstgefällig. Der Schreibstil ist durchgehend flüssig und gut zu lesen. Eigentlich bin ich ein Freund von kurzen Kapiteln, allerdings fand ich die Kapitel in diesem Buch oft zu kurz und zu abgehackt. Immer wenn ein Erzählstrang an Fahrt gewann, wurde er abrupt abgebrochen und an einer anderen Stelle weitererzählt. Fazit: Ein gut recherchierter historischer Roman aus dem schönen Augsburg! 

    Mehr
    • 4
    Arun

    Arun

    01. July 2014 um 22:58
  • Leserunde zu "Hendlmord" von Ida Ding

    Hendlmord
    IdaDing

    IdaDing

    • 694
  • Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

    Im Labyrinth der Fugger
    Mika2003

    Mika2003

    18. September 2011 um 09:44

    Für dieses Buch eine Rezension zu schreibe, fällt mir sehr schwer. Ich hatte mich sehr auf die Leserunde und das Buch gefreut, da es mir vom Thema her sehr zugesagt hat. Positiv zu erwähnen ist, dass sich das Buch sehr eng an die damaligen historischen Gegebenheiten hält und man dem Buch auch die gründliche Recherche durch die Autorin auf jeder Seite anmerkt. Das Buch setzt aber auch beim Leser ein sehr fundiertes Wissen über die Fugger-Familie voraus - ansonsten fällt es schwer, alles Zusammenhänge und Gegebenheiten wirklich zu verstehen. Mir ist es von der ersten Seite an sehr schwer gefallen, das Buch zu lesen und auch zu verstehen. Das lag in meinen Augen zum einen an der Sprache, die der damaligen Zeit angepasst war, mir aber dadurch das Lesen und damit teilweise auch das Verstehen sehr schwer gemacht. Und zum anderen lag es für mich gesehen auch an den Persönlichkeiten im Buch. Hier bin ich mit keinem wirklich "warm" geworden und konnte mich mit keinen wirklich identifizieren bzw. mich in einen hineinversetzen.

    Mehr
  • Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

    Im Labyrinth der Fugger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. September 2011 um 09:54

    IM SPIEGEL DES TEUFELS Augsburg, Ende des 16. Jahrhunderts. Nach dem Tod des mächtigen Anton Fugger wird dessen Millionenvermögen gleichmäßig auf alle Nachkommen verteilt. Christoph Fugger, ein Egoist und Frauenfeind, will die Kinder seines Bruders Georg Fugger ins Kloster bringen lassen, um die Zahl der Erben zu dezimieren. Dazu verbündet er sich mit dem Jesuiten Petrus Canisius. Nur Georg Fuggers Tochter Anna ahnt, welch perfides Spiel der Augsburger Domprediger treibt … Die Fugger. Mächtigste Familie ihrer Zeit. Seit langem fasziniert sie mich und ich kann und darf behaupten Kennerin der Fakten und Hintergründe zu sein. Auf dem wunderschönen Umschlag des Romans aus dem Gmeiner Verlag prangen vorne die Worte Roman und auf der Rückseite der Hinweis : Historischer Thriller. Daher lag das Buch eine zeitlang auf dem Stapel der noch zu lesenden Bücher. Thriller habe ich ja bekanntlich nicht so gerne. Gott sei Dank überwog die Neugier. Gelesen habe ich dann ein höchst unterhaltendes und inhaltlich sehr gut recherchiertes Buch. Es war spannend die Entwicklung der Hauptprotagonistin Anna zu verfolgen. Man hält immer wieder inne weil das Schicksal zum nachdenken und nachfühlen anregt. Der Autorin, Rebecca Abe , ist es sehr gut gelungen ein mitfühlendes und leicht melancholisches Klima zu erzeugen ohne in Gefühlsduselei zu verfallen. Manchmal schweift der Roman ab und die Frage entsteht, wo bin ich und wie geht es weiter. Hat man sich jedoch einmal daran gewöhnt das der Ausgang nicht unbedingt vorausschaubar ist, beginnt der Lesegenuss. Die nahende Reformation und die Auseinandersetzung der beiden Kirchen wir sehr gut dargestellt. Exzellent ist der Schreibstil. Einem historischen Roman angemessen und sehr elegant. Insgesamt ein zu empfehlendes und unterhaltendes Buch. Ich gebe diesem sehr schönen Buch gerne 5 Pfoten

    Mehr
  • Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

    Im Labyrinth der Fugger
    allegra

    allegra

    26. August 2011 um 14:28

    Historisch informativ und spannend! In dem Buch „Im Labyrinth der Fugger“ erlebt der Leser das Leben im Augsburg des 16. Jahrhunderts an der Seite von Anna Jakobäa Fugger. Dabei lernt man sowohl das Leben der weniger privilegierten Bevölkerung aus der Sicht eines armen Kürschers, das Familienleben der wohlhabenden Familie Fugger sowie auch das Leben hinter Klostermauern kennen. Der Jesuitenpater Canisius treibt ein teuflisches Spiel. Er verbündet sich mit Annas kinderlosem Onkel Christoph, der die Anzahl der Fugger-Erben dezimieren will. Christoph Fugger stellt Pater Canisius die Anerkennung des Jesuitenordens und Gründung eines Jesuitenkollegs in Augsburg in Aussicht. Canisius gelingt es vor allem die Mutter, Ursula Fugger zu beeinflussen, so dass sie zum Katholizismus konvertiert und schlussendlich einwilligt, dass die Kinder ins Kloster gebracht werden, wo sie als Erben außer Gefecht gesetzt wären. Anna kommt diesen Machenschaften auf die Spur. Auf den ersten Seiten wird einem schon sehr bald klar, dass es sich bei diesem Buch nicht ein einfaches Werk handelt, dass man so schnell nebenbei lesen kann. Man muss sich mit all seinen Sinnen auf die Geschichte einlassen. Immer mal wieder musste ich tief durchatmen, weil die detaillierten Schilderungen einen robusten Magen erfordern. Gerade das Augsburg, das wir an der Seite Kellenbenz’ präsentiert bekommen, riecht nicht immer nach Rosen. Auch gewisse Verhaltensweisen von Pater Canisius sind mehr als gewöhnungsbedürftig. Sprachlich musste ich mich anfangs erstmal an den Stil gewöhnen. Aber so nach den ersten zehn Seiten hat es mich richtig weiter gezogen. Das Buch ist in authentischer Sprache verfasst und beinhaltet dementsprechend hin und wieder unbekannte Ausdrücke, die man leicht hinten im Anhang nachschlagen kann. Die Autorin schafft es, nicht nur durch den Inhalt, sondern auch durch die Wahl der sprachlichen Ausdrucksmittel die passende Atmosphäre zu unterstreichen. Das Zusatzmaterial, eine Karte von Augsburg vorne und hinten ein Nachwort, ein Glossar, eine Liste der historisch verbürgten Personen sowie ausführliche Literaturangaben runden das Buch wunderbar ab, so dass man richtig in die Geschichte zu dieser spannenden Zeit der Gegenreformation eintauchen kann. Das Buch kann auch gut als Einstieg dienen, wenn man sich vertieft in das Thema einarbeiten möchte. Mir hat dieser durchwegs spannende und stellenweise eher sperrige Roman sehr gut gefallen. Ich bevorzuge Bücher, bei denen ich mich etwas anstrengen muss und wo ich mitdenken und miträtseln kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

    Im Labyrinth der Fugger
    starone

    starone

    26. August 2011 um 10:33

    Zum Inhalt: Die Autorin Rebecca Abe bringt den Leser in die Welt Ende des 16. Jahrhunderts in Augsburg. Der Roman handelt von der Familie Fugger und ihrem Tun und Wirken in dieser Zeit. Als Hauptperson fungiert hier Anna Jacobäa Fugger eine der Töchter des Georg Fugger, ein Mann der gerne experimentiert und Bücher sammelt. Die Familie ist sehr kinderreich. Durch den Tod des mächtigen Anton Fugger gilt es ein Millionenvermögen neu zu verteilen. Jeder soll seinen Anteil erhalten, dass gefällt dem Bruder von Georg Christoph Fugger überhaupt nicht. Deshalb plant er zusammen mit dem Jesuiten Pater Canisius erst einmal die Frau von Georg Ursula zum katholischen Glauben zu bringen, desweiteren sollen alle Kinder dann ins Kloster kommen. Durch einen Trick bei dem ein Kürschner mit Namen Kellenbenz und seine kleine Tochter Bianka auch ihren Teil dazu bei tragen. Ist plötzlich der Teufel im Hause Georg Fugger. Und so kommt es wie es kommen muß, der Pater Canisius bekehrt Ursula die eigentlich eine Protestantin zum katholischen Glauben, was zur Folge hat das Anna und ihre Geschwister ins Kloster geschickt werden. Bis auf die ältesten beiden Jungen Philipp und Octavian, sie dürfen nach Venedig um ihre Ausbildung im Kaufmannswesen zu machen. Die Tochter des Kürschners verschwindet plötzlich. Wie wird es den Kinder der Familie Fugger im Kloster ergehen? Welche Ziele verfolgen Christoph und der Pater noch? Wohin ist die Tochter des Kürschners verschwunden? Was wird mit der Liebe zu den Bücher und zu Heinrich, da Anna jetzt im Kloster ist?. Viele Fragen und die Antworten dazu hält das spannende Buch über das Leben einer Frau, die zu einer der interessantesten Familien im Augsburg des Mittelalters zählt. Ein Buch um die Macht der Kirche und ihrer Vertreter auf unserer Welt. Auch geht es darum, was im Namen der selbigen alles getan wurde..Folter..Hexenverbrennung usw. Vielfältig, spannend, interessant und z.T. auch sehr brutal. Mein Meinung: Die Autorin Rebecca Abe hat hier eine Roman geschaffen der etwas anderen Art, weg von den schöngefärbten Bildern die man in vielen ähnlichen Roman finde . Rauher Alltag mit viel z.T. auch brutalen Schilderungen an Menschen und Tieren. Aber ich denke mir, dass war das "normale" reale Leben im Mittelalter. Ich für meinen Teil fand, die plastischen Beschreibungen sehr gut. Bei all den Grausamkeiten wird gefühlvoll auch eine Liebesgeschichte mit eingeflochten, ebenso interessant auch die Detail der Farbherstellung für die schönen Zeichnung in den Büchern, welche Anna dann im Laufe ihrer Zeit im Kloster erstellt. Für mich ein gelungener Roman, der schön den Lebensweg der Anna Fugger und ihrer Welt nachgezeichnet hat mit allen Höhen und Tiefen . Werde ich auch gerne weiter empfehlen .

    Mehr
  • Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

    Im Labyrinth der Fugger
    irismaria

    irismaria

    24. August 2011 um 08:20

    Dieser Historische Roman spielt um 1570 in Augsburg, einer Zeit zwischen Augsburger Religionsfrieden und Dreißigjährigem Krieg und handelt von der berühmten Händlerdynsatie der Fugger. Die Hauptperson Anna Jacobäa Fugger wächst als Tochter von Georg Fugger in einer kinderreichen Familie auf, die dem protestantischen Teil der Fugger angehört. Seinem Bruder Christoph Fugger ist allerdings Anzahl der zukünftigen Fuggererben zu groß. So schmiedet zusammen mit dem fanatischen Jesuitenpater Petrus Canisius er einen teuflischen Plan. Canisius soll die Frau von Georg zum katholischen glauben bekehren und alle seine Kinder ins Kloster geben und damit vom Erbe auszuschließen. Canisius inszeniert einen Teufelsüberfall und kann damit die Familie so erschrecken, dass sich das Leben der Fugger grundlegend ändert. Anna versucht, sich zu widersetzen, doch auch sie kommt ins Kloster, wo ihr die Liebe zur Buchmalerei ein großer Trost wird. In „Im Labyrinth der Fugger“ gelingt es Rebecca Abe sehr gut, eine Geschichte rund um die historische Person Anna Fugger zu erzählen, die das Leben der damaligen Zeit schildert und zeigt, wie Machtgier und Fanatismus das Leben von Menschen zerstören können. Ein Minus für mich ist, dass viele brutale Gewaltszenen gegen Menschen und Tiere vorkommen.

    Mehr
  • Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

    Im Labyrinth der Fugger
    Bokmask

    Bokmask

    17. August 2011 um 09:32

    Mein Anreiz dieses Buch zu lesen, waren die Fugger im Titel dieses Buches. Ich interessiere mich sehr für die historischen Begebenheiten. Und ich kann jetzt schon sagen, dass mich die Autorin nicht enttäuscht hat. Anton Fugger segnet das Zeitliche, nun geht es ums Erbe für die anderen Familienmitglieder. Ein Bruder kann nicht genug bekommen, er plant, die Kinder seines Bruders beiseite zu schaffen. So würde seine Erbschaft beträchtlich steigen. Er spannt einen katholischen Pfarrer mit ein, um die Familie zum Konvertieren zu bewegen und die Kinder dann ins Kloster abzuschieben. Aber er hat die Rechnung ohne die zu Beginn 13jährige Anna Fugger gemacht. Diese will sich nicht fügen. Wird Anna ihrem Schicksal entgehen können? Wie das Ganze ausgeht, solltet ihr wirklich selber lesen. Diese sehr gut recherchierte historische Geschichte zog mich schon nach wenigen Seiten in ihren Bann. Schonungslos berichtet Rebecca Abe über die teils grausamen Machenschaften der damaligen Zeit. Frauen waren auch hier, wie so oft in vergangenen Zeiten, nur Mittel zum Zweck. Was der Pfarrer im Namen der Kirche für Gräueltaten verübt, wird einfach hingenommen von den Menschen. Etliche Figuren haben wirklich gelebt und werden im Anhang des Buches aufgezeigt. Diese Figuren wurden meisterlich mit Fiktion umwoben, sodass ein sehr spannender Roman dabei heraus kam. Geschrieben wurde dieses Werk aus der Sicht von Anna. Das Ende hat mich schlucken lassen, denn damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Ich vergebe vier von fünf Sternen.

    Mehr
  • Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

    Im Labyrinth der Fugger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. August 2011 um 20:15

    Im Labyrinth der Fugger – das sollten sie gelesen haben Rebecca Abe verfolgt mit ihrem neuen Buch “Im Labyrinth der Fugger“ ganz neue Wege. Weg vom Nationalsozialismus hinein in der 16.Jahrhundert heißt die Devise. Dem Leben, Leiden und Wirken der Herrscherdynastie Fugger hat sie sich angenommen und präsentiert dem Leser neben einer guten Geschichte einen wirklich tief greifenden Einblick in das Herrschergeflecht der Fugger. Mit wechselnden Personen und deren Sicht der Dinge, wird dem Leser ein realistisches Bild der damaligen Zeit vermittelt. Besonders ist daran meiner Meinung nach die Auswahl der Personen. Eine Sicht wird bestimmt durch das höhere Geschlecht in Form der Anna Fugger oder in Form des Klerus, während die andere Sicht auch aus dem niedrigen Volk in Form eines Kürschners oder anderen niederrangigen Personen stammt. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild aus jener Zeit, die Gefühle und Gedanken , ja auch ein Stück weit Alltag, die jenem Stand zugeordnet werden nicht ausgeschlossen. Damit gibt die Autorin meiner Meinung nach der Geschichte eine Seele, ja auch ein Stück weit ein Grundgerüst, um dem Leser das reale Leben mit all seinen Facetten dieser Zeit vor Augen führen zu können. Die Personen innerhalb des Romans sind sehr differenziert gestaltet, so hat man jedenfalls den Eindruck beim ersten Lesen. Das nicht jede Person bis in kleinste Detail ausstaffiert werden kann, soll nicht weiter erwähnenswert sein, dennoch fällt auf, das eine erstaunlich große Anzahl von Personen Entwicklungen durchlaufen. Die Hauptpersonen mehr denn die Randfiguren aber das liegt in der Natur der Sache. Interessant sind in dem Zusammenhang auch die Nebensächlichkeiten, die Randbemerkungen und das zwischen den Zeilen herauslesen können, das in diesem Roman sehr viel über die einzelnen Personen aussagt. Das manche Personen extrem gezeichnet sind, mag zunächst als störend empfunden werden aber ist schlussendlich der Geschichte dienlich, so das die Sicht wieder relativiert werden kann. Auch hier schafft Rebecca Abe es mit spielender Leichtigkeit Emotionen für oder gegen die Personen zu wecken, man fühlt mit, hält dagegen und kann so manche Entscheidung in erster Sekunde kaum begreifen. Das macht den Leser neugierig, hält ihn in der Geschichte ( ja fast wie im Labyrinth ) gefangen. Der Stil passt sich der Zeit an und macht die Geschichte auf den ersten Seiten zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig zu lesen. Das Glossar unterstützt den Leser aber bei seinem Verständnis tatkräftig und auch die durchgängige Strukturierung mittels einzelner Bücher und darin wieder einzelner Abschnitte lässt einen roten Faden erkennen. Besonders nett sind in dem Zusammenhang die Überschriften der einzelnen Abschnitte die noch mal das Geschehene kurz und knapp pointieren. Die skizzierte Karte ist dem Illustratorenherz der Autorin geschuldet die auch hier wahrlich ganze Arbeit geleistet hat und Liebe zum Detail bewiesen hat. Dadurch bleibt das Erleben in Augsburg und Umgebung nicht nur reines Kopf-Kino sondern erhält viel mehr ein Gesicht. Gleichzeitig lernt man eine der berühmtesten und ältesten Städte Deutschlands kennen, wird man doch netterweise aufgeklärt was sich heute an damaligen Stellen befindet. Das nicht alles Gold ist was glänzt wird dem Leser schon nach den ersten Kapiteln klar. So schreckt die Autorin weder vor realistischen noch deutlichen, ja manchmal sogar grausamen Beschreibungen zurück. Das macht es dem Leser einfach ein Gefühl für die Zeit zu entwickeln und sich Stück für Stück in diese hineinzuversetzen. Es gelingt der Autorin mit ihren Worten ein Bild des 16.Jahrhunderts zu skizzieren das realistischer für den Leser kaum sein könnte. Der Realismus ist dabei auch der echte „Thrill“ der diesen Renaissance -Thriller , so wird er angekündigt, begleitet. Wer hier den Thriller der breiten Masse erwartet wird bitter enttäuscht. Eher auf unscheinbarer , fast psychologischer Sicht und Ebene entsteht hier Spannung und verleitet den Leser tiefer in das Labyrinth des Geschehen einzutauchen. Das man im Labyrinth der Fugger so manchen Weg nicht voraus sehen kann, macht die Geschichte in sich noch reizvoller und für den Leser den Weg der Personen interessanter. Ebenfalls auf gleicher Ebene kommt es hin und wieder aber auch zu einem teilweise kurzfristigen Spannungsverlust, den man der Autorin aber auch gerne in Anbetracht des Gesamtwerkes nachsieht. FAZIT : Ein mit fast 500 Seiten nicht der dickste historische Roman des Jahres 2011 aber wohl einer der spektakulärsten und besten seines Jahrgangs. Die Mischung aus Historie, Personen und Spannung macht es zu einem der Besten seines Genre. Ich bin gespannt auf weitere Werke aus der Feder von Rebecca Abe.

    Mehr
  • Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

    Im Labyrinth der Fugger
    sabatayn76

    sabatayn76

    21. May 2011 um 11:26

    Horen, Hucker, Hübschlerinnen Inhalt: Augsburg im 16. Jahrhundert: Nach Anton Fuggers Tod wird sein Vermögen an alle Nachkommen verteilt. Christoph Fugger will sich bereichern und muss dafür möglichst viele Erben um ihren rechtmäßigen Anteil bringen. Dies gelingt ihm mit Hilfe des Jesuiten Canisius, der der Familie von Georg Fugger nach und nach den Katholizismus aufzwingt, Bücher verbrennt, Verbote aufstellt, Neues einführt - und schließlich dafür sorgt, dass die Kinder von Georg ins Kloster verbannt werden. Georgs Tochter Anna ist die Einzige, die die dunklen Machenschaften des Jesuiten durchschaut. Mein Eindruck: Mein erster Eindruck war durchaus positiv. Bald hatte ich jedoch den Eindruck, dass mir in Abes Roman die Struktur fehlt, dass viel zu viele Protagonisten auftreten. Auch sprachlich war der Roman meiner Meinung nach wenig authentisch. Zwar benutzt die Autorin viele altertümliche Begriffe (die im Anhang erklärt werden), aber oft empfand ich ihre Wortwahl als unpassend, es ergab sich für mich kein konsistentes Ganzes, das mich ins 16. Jahrhundert versetzen und ein authentisches Bild der damaligen Zeit zeichnen konnte. Mein Resümee: Für mich war 'Im Labyrinth der Fugger' leider keine spannende und unterhaltsame, sondern eher eine zähe Lektüre, bei der ich sehr viel weniger über die Fugger erfahren habe, als ich mir gewünscht und erhofft hatte.

    Mehr
  • Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

    Im Labyrinth der Fugger
    eifelmini

    eifelmini

    09. May 2011 um 21:30

    Als Anton Fugger in Augsburg stirbt, versucht sein Sohn Christoph mit Hilfe des Jesuiten-Paters Canisius die Kinder seines Bruders Georg aus der Welt zu schaffen. Denn das Erbe des Vaters soll unter allen Nachkommen aufgeteilt werden. Canisius schickt der Fuggerschen Familie den Teufel ins Haus und schafft es so Georgs Frau Susanne in seinen gläubigen Bann zu ziehen. Nur Georgs Tochter Anne ahnt, dass das nichts Gutes verheißen kann, denn sie war dabei, als der Teufel in das Hause Fugger einfuhr... Der Roman ist unterteilt in vier Teile (Bücher), die jeweils einen Abschnitt aus dem Leben der Anna Jakobäa Fugger beschreiben. In jedem Teil gibt es immer wieder Kapitel aus den Perspektiven anderer Protagonisten, sodass die Geschehnisse im Hause Fugger sehr lebendig und authentisch wirken. Die Geschichte spielt im 16. Jahrhundert. Trotzdem schreibt Rebecca Abe sehr modern und verständlich. Sie baut aber auch einige mittelalterliche Begriffe ein, mit denen heutzutage vermutlich kaum jemand noch etwas anfangen kann. Um Worte wie Oheim, Hübschlerin oder Franzosen-Krankheit besser nachvollziehen zu können, gibt es im Anhang des Buches Worterläuterungen, in denen der Leser die Bedeutungen der Fremdworte oder Begriffe nachlesen kann. Viele Worte erklären sich aber durch den Kontext oder ich konnte sie mir aus dem Lateinischen herleiten, sodass ich nur sehr selten etwas nachschlagen musste. Durch den mittelalterlichen Stadtplan vor dem Prolog, hat man als „Fremder“ die Möglichkeit sich in Augsburg zurecht zu finden und Szenen besser nachzuvollziehen. Der Roman scheint historisch sehr gut recherchiert zu sein, denn die Figuren sind größtenteils historisch belegbar. Außerdem werden am Ende des Buches die Literaturangaben angeführt, aus denen Rebecca ihre Informationen genommen hat. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und kann es absolut weiterempfehlen. Ich glaube, es eignet sich problemlos für Einsteiger in historische Romane. Die Geschichte ist sehr komplex, aber durch den angenehmen Schreibstil liest sich das Buch sehr flüssig. Ich hoffe, dass „Im Labyrinth der Fugger“ nicht der einzige historische Roman von Rebecca Abe bleiben wird.

    Mehr
  • Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

    Im Labyrinth der Fugger
    Colette

    Colette

    01. May 2011 um 22:57

    Also, eins direkt vorweg: Beste Freunde werden dieses Buch & ich mit Sicherheit nicht! Es war extrem schwierig in die Geschichte aus dem 16. Jahrhundert hinein zu kommen. Anfangs kämpfte ich sogar mit den Problem, dass nichts von dem Gelesenen bei mir hängen blieb und ich ständig, mehr oder weniger , von vorne beginnen musste. Nachdem einer der Hauptprotagonisten endlich hingerichtet war wurde es schlagartig um Längen besser und endlich stellte sich soetwas wie Lesevergnügen bei mir ein. (Da war ich aber auch bereits weit über die 200. Buchseite hinaus) Trotz des flüssigen und erklärenden Schreibstils, bleibt ständig das Gefühl bestehen, dass man im Dunkeln tapt wie ein Kleinkind. Sicher hält das auf gewisse Art die Spannung hoch, aber bei mir hinterließ dieser Umstand den Eindruck, dass der Roman einfach zu komplex ist. Am Ende blieb das Gefühl, dass ich mich vorher intensiv mit der Geschichte der Familie Fugger auseinander hätte setzten müssen. Vielleicht hätte es geholfen, wenn man die am Buchende aufgelisteten, historisch belegbaren Charaktere, an den Buchanfang gesetzt hätte?!? Könnte ich mir zumindest gut vorstellen. Was ich allerdings richtig toll an diesem Buch finde ist das, zum Buchcover passende, Lesezeichen. :D

    Mehr
  • Rezension zu "Im Labyrinth der Fugger" von Rebecca Abe

    Im Labyrinth der Fugger
    Lupus

    Lupus

    25. April 2011 um 09:35

    Dieser Historische Roman spielt in der Renaissance, zwischen Augsburger Religionsfrieden und Dreißigjährigem Krieg. Anna Jacobäa Fugger wächst behütet in einer kinderreichen protestantischen Familie auf. Auch ihr Vater hat weitere Geschwister, darunter zwei unverheiratete, ehrgeizige und katholische Brüder. Beide setzen alles daran, mittels eines skrupellosen Priesters, die Mutter Annas zu manipulieren: Denn das umfangreiche Fuggererbe soll möglichst nur von einem Familienmitglied verwaltet werden. Ein aufwändiger aber brillanter Plan, der allmählich fruchtet: Anna und ihre Geschwister werden systematisch aus dem Verkehr gezogen. Dem Autor ist ein wunderbarer historischer Roman gelungen, der die gesellschaftlichen Verhältnisse jener Zeit, am Beispiel der Familie Fugger, hervorragend darstellt.

    Mehr
  • Frage zu "Die Teeprinzessin" von Hilke Rosenboom

    Die Teeprinzessin
    CamCam

    CamCam

    Hallo ihr Lieben, in Geschichte nehmen wir grade die mittelalterlichen Handelsfamilien durch - wie z.B. die Fugger. Mich interessiert das sehr und ich würde gerne wissen, ob ihr vllt Bücher kennt, historische Bücher, am Besten noch Jugendbücher (muss aber nicht unbedingt sein) in denen es um die Fugger oder sonstige Handelsfamilien im Mittelalter geht. Es soll einfach irgendwas mit Kaufleuten o.ä. zu tun haben, mich interessiert das nämlich sehr. Am Besten sowas im Stile von "Die Teeprinzessin". Danke schon im Voraus! Liebe Grüsse, CamCam.

    Mehr
    • 13
  • weitere