Rebecca Drake

 3.8 Sterne bei 59 Bewertungen
Autor von Und bist du nicht willig ..., Still sollst du sterben und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rebecca Drake

Und bist du nicht willig ...

Und bist du nicht willig ...

 (27)
Erschienen am 01.01.2008
Still sollst du sterben

Still sollst du sterben

 (17)
Erschienen am 06.02.2009
Seelendunkel

Seelendunkel

 (7)
Erschienen am 20.03.2017
Niemand hört dein Schreien

Niemand hört dein Schreien

 (7)
Erschienen am 05.05.2010
Seelendunkel: Thriller

Seelendunkel: Thriller

 (0)
Erschienen am 20.03.2017
The Next Killing

The Next Killing

 (1)
Erschienen am 01.09.2007

Neue Rezensionen zu Rebecca Drake

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Rezension zu "Seelendunkel" von Rebecca Drake

Die Liebe einer Mutter
Fascinationvor 2 Jahren

Als Jill Lassiter mit der kleinen Sophia zum Spielplatz im nahegelegenen Park spaziert, ahnt sie nicht, dass ihr jemand Böses will. Sie verliert zwar die Dreijährige kurze Zeit aus den Augen, es hat jedoch den Anschein, als sei die Tochter lediglich unbedacht einem Hund gefolgt. Drei Monate später ist die Sachlage allerdings ernster. Sophia kommt nicht in aller Herrgottsfrühe ins Schlafzimmer der Eltern gestürmt, sie liegt nicht zwischen Decken und Kissen in ihrem Bett, macht kein Frühstück für Stoffhund Blinky und auch vor dem Fernseher im Wohnzimmer sitzt sie nicht. Jill durchsucht sämtliche Räume, sogar den Garten. Aus Unbehagen wird Panik, schließlich Gewissheit: Das Mädchen wurde mitten in der Nacht aus ihrem Haus entführt!

REBECCA DRAKE teilt SEELENDUNKEL in zwei Abschnitte, davor und danach. Zunächst werden Sophias harmlos erscheinendes Verschwinden vom Spielplatz und außerdem die Bemühungen einer betagten Frau, ein neues Heim für ihre Zwecke zu finden, verfolgt. Kurz darauf, ist das Mädchen auch schon verschwunden.

Die Lassiters sind viel beschäftigte Leute. Jill arbeitet als Fotografin, David ist angehender Partner einer renommierten Anwaltskanzlei. Stress ist ein ständiger Begleiter. Probleme in der Ehe liegen auf der Hand. Nichtsdestotrotz lieben sie Sophia mit Leib und Seele. Jill würde alles dafür geben, das Mädchen wieder wohlbehalten in ihre Arme zu schließen. Die Ermittlungen der Detectives Ottilo und Finley konzentrieren sich dennoch auf die Eltern. Es folgen Pressekonferenzen und Interviews. Die Herangehensweise kennt man bereits aus anderen Büchern dieser Art. Der wahre Täter hat unterdes leichtes Spiel, Beweise zu manipulieren und Jill Lassiter ans Messer zu liefern. Parallel hierzu gewährt die Autorin regelmäßig Einblicke in ein Tagebuch einer jungen Frau aus früheren Jahren.

Das erwartete Überraschungsmoment geht nicht nur für geübte Thriller-Konsumenten gleich zu Beginn verloren, wer hinter dem Verbrechen steckt ist kein Geheimnis. Dennoch bleiben vor allem die Hintergründe und Zusammenhänge weiterhin interessant und bereichern das Geschehen. Verschiedene Handlungsstränge laufen zwangsläufig über kurz oder lang ineinander. Der flüssige Schreibstil sorgt dabei für konstant angeregte Lektüre. REBECCA DRAKE gelingt es mühelos, Emotionen glaubhaft darzustellen. Schritt für Schritt setzt sich ein Puzzle zusammen. Im Fokus steht stets die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Darum herum gibt es Vorhersehbares, aber auch kleine Wendungen, die den Leser bei Laune halten. Ein wenig konnte ich die Motive des Täters verstehen. Zeitweilig habe ich sogar einen Hauch Sympathie empfunden, wenngleich die Umstände die Tat natürlich weder rechtfertigen noch entschuldigen.

SEELENDUNKEL erscheint als handliches Taschenbuch im Goldmann Verlag.
Das Covermotiv ist recht minimalistisch gestaltet. Im Mittelpunkt: Eine Libelle. Im Volksglauben kommen dem Libellenwesen verschiedene Bedeutungen zu, über die sich an dieser Stelle im Zusammenhang mit dem Romaninhalt spekulieren ließe. Sie könnte beispielsweise eine kürzlich verstorbene Seele darstellen …

Fazit:

SEELENDUNKEL ist ein solider Psychothriller in ungewöhnlicher Herangehensweise. REBECCA DRAKE konzentriert sich auf Emotionen und Hintergründe des Verbrechens. Im Zentrum steht die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Die Ereignisse sind hier und da vorhersehbar, nichtsdestotrotz fesselnd erzählt!

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Rezension zu "Seelendunkel" von Rebecca Drake

Von Geheimnissen, Verlust und Verrat....
tinstampvor 2 Jahren

Der Klappentext zu diesem Psychothriller hat mich wahrlich angesprochen und deshalb freute ich mich umso mehr, als ich dieses Buch in meiner Bücherei entdeckt habe. Die Autorin ist mir noch unbekannt und so ging ich gänzlich unvoreingenommen an den Roman heran.

Die Geschichte startet rasant mit dem Verschwinden der 3-jährigen Sophie. Jill Lassiter, die Mutter des Mädchens, hat sie nur kurz aus den Augen gelassen, um einer anderen Frau zu helfen. Nachdem die Polizei gerufen wird, taucht Sophie jedoch wieder auf. Alle sind froh und glücklich, dass das kleine Mädchen wieder gesund und munter zurückgekommen ist, nur ihre Mutter bleibt wachsam. Und trotzdem geschehen in den darauffolgenden Wochen einige ungewöhnliche Dinge im Lassiterhaus: umgeschmissene Blumentöpfe, offene Fenster oder durchwühlte Schränke - Dinge, die man bemerkt, aber eher abtut und an sich selbst zweifelt. Doch es gibt eine Person, die auf Rache sinnt und diese hat bereits eine Möglichkeit gefunden, sich Zutritt zum Haus zu verschaffen....und sie ist geduldig. Drei Monate nach dem ersten Verschwinden liegt die kleine Sophie plötzlich nicht in ihrem Bettchen, als sie ihre Mutter frühmorgens aufwecken möchte. Das ist der Beginn eines Alptraumes.....

Nach diesem dramatischen Einstieg lässt die Spannung allerdings ziemlich nach, jedoch benötigt der Leser diesen Abschnitt, um die Personen näher kennenzulernen. Die Autorin geht dabei besonders auf die Gefühle und Emotionen der Eltern ein und auf die darauffolgenden Spannungen und Schuldzuweisungen. Die sehr einseitige Ermittlung der Polizei, die sich eindeutig auf das Elternpaar fokusiert und die nicht besonders geglückte Pressekonferenz tun das Übrige. Die Lassiters werden auf Schritt und tritt von den Medien verfolgt und von den Menschen in ihrem Umfeld verurteilt. Der Fokus beginnt sich mit der Zeit immer mehr auf Jill zu richten, die durch ihre eher kühl wirkende Art nicht die Herzen der Zuschauer und der Ermittler gewinnt.
Die Emotionen und Gefühle, die vorallem die Mutter durchmachen muss, sind hervorragend und sehr bewegend geschildert. Ehrliche Gefdanken über Erziehung und Ehe, sowie den Schmerz des Verlustes und des Verrates werden so real und intensiv beschrieben, dass mich der Thriller in seinen Bann hielt.
Generell lebt die Geschichte von den unterschwelligen Gefühlen, Vorwürfen, Geheimnissen und Vorurteilen. Die Autorin zeigt auf, wie schnell wir mit einer vorgefertigten Meinung bei der Hand sind und Menschen verurteilen, die wir kaum kennen. Viel zu selten hinterfragen wir Dinge und nehmen sie als gegeben hin.

Obwohl man schon sehr früh weiß, wer hinter der Entführung steckt, (was doch einige Leser sehr gestört hat, wie ich aus einigen Rezensionen herauslesen konnte) erfährt man erst nach und nach die Hintergründe dazu. Und man lernt auch diese Person und ihre Art zu denken besser kennen. Hier hat der Leser den Vorteil, denn die Polizei und die Eltern tappen völlig im Dunkeln.
Ab der Hälfte des Buches beginnt der Spannungsbogen wieder kontinuierlich anzusteigen. Die Autorin hat einige überraschende Wendungen eingebaut, die mich an den Seiten kleben ließen. Mit einem runden Abschluss undeinem schlüssigen Ende klappte ich das Buch zufrieden zu.

Schreibstil:
Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, der sich besonders durch die grandios beschrieben Emotionen der Charaktere hervorhebt. In abwechselnden Handlungssträngen, die tief in das Seelenleben der drei Hauptprotagonisten blicken lassen, erleben wir ein Auf und Ab an Gefühlen.

Fazit:
Mir hat dieser Thriller, obwohl man den Täter sehr früh weiß, was auch beabsichtigt ist, sehr gut gefallen. Denn hier spielen vorallen die Emotionen und Geheimnisse, die alle Beteiligten haben, eine große Rolle und lassen die Spannung ansteigen. Einige überraschende Wendungen und ein schlüssiges Ende runden diesen Thriller perfekt ab.

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Rezension zu "Seelendunkel" von Rebecca Drake

Wo ist Sophia?
Igelavor 2 Jahren

Jill Lassiter besucht an einem heissen Sommertag mit der drei jährigen Sophia einen Spielplatz. Sie dreht sich kurz um...und Sophia ist weg. Nach einer bangen halben Stunde taucht das kleine Mädchen wieder auf, kann jedoch keine Angaben darüber machen, wo sie war. Einzig eine Einstichwunde gibt Rätsel auf. Drei Monate später, Jill und David haben den Vorfall auf dem Spielplatz schon fast wieder vergessen,verschwindet Sophia erneut. Sie wird nachts aus ihrem Bett entführt, doch diesmal bleibt sie verschwunden. Da alle Ermittlungen ins Leere laufen, geraten die Lassiters in den Mittelpunkt des Verdachtes. Haben sie der dickköpfigen und schwierigen Sophia etwas angetan?

Die Geschichte ist  in zwei Teile gegliedert. Davor und Danach , das heisst vor der Entführung und danach.Zudem wurden immer wieder kursiv geschriebene Tagebucheinträge, eingeschoben. Diese haben mich bis Mitte Buch rätseln lassen...ich konnte die Person, die sie geschrieben hat, nicht einordnen. Die Identität des Täters  war eigentlich ziemlich schnell klar, da man als Leser in einem Strang bei der Planung und Entführung hautnah dabei ist. Doch in diesem Buch dreht sich die grosse Frage nicht darum , wer der Täter  ist, sondern um die Gründe für die Tat. Puzzleteil für Puzzleteil setzt sich die Antwort darauf zusammen. Spannend ist vor allem zu Beginn nicht die Tatsache, dass Sophia entführt wird, sondern wann und wie sie entführt wird. Da empfand ich den Spannungsbogen doch als sehr hoch. Zwar flacht dieser gegen Mitte etwas ab, doch da hat mich die Story um die Familie Lassiter schon so gepackt, dass ich trotzdem atemlos weiter lesen musste. Das Grauen, dass ein Kind entführt wird ,steigert sich nur noch in der Tatsache, dass die Eltern verdächtigt werden. Da man als Leser  den Täter kennt, hat mich diese Verdächtigung doch emotional mitgenommen. Die Autorin hat es dennoch geschafft mich bis gegen Schluss mit einigen sehr überraschenden Wendungen zu fesseln.

Ich habe das Buch verschlungen, für mich war es genau die richtige Mischung von Spannung , Thrill und Familiengeschichte.

Sehr authentisch empfand ich die Figuren. Man merkt, dass die Charakterisierung durchdacht und durchgeplant wurde. Gerade die kleine Sophia wirkt in Sprache und Benehmen wie ein drei jähriges Kind und nicht wie eine Figur , die spricht wie eine Erwachsene. Die Verzweiflung, Trauer und Wut von den Eltern ist sehr gut getroffen und wirkt nie aufgesetzt oder überzeichnet.



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