Rebecca Fleet

 3,3 Sterne bei 149 Bewertungen
Autorin von Das andere Haus, Die Stiefmutter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Rebecca Fleet

Spannung, Fiktion und Mystik auf hohem Niveau: Der Engländerin Rebecca Fleet gelang mit ihrem Erstlingswerk „The House Swap“ (2018) ein Senkrechtstart in der Branche. Keine drei Monate später lag das Buch schon unter dem Titel „Das andere Haus“ in deutscher Übersetzung vor. Weitere Verlagshäuser in Italien, Frankreich, Spanien, Dänemark und Polen reißen sich ebenfalls um den packend geschriebenen Psychothriller. Die Hauptfiguren, das Paar Caroline und Francis, tauschen für eine Woche ihr Haus. Zu diesem Zeitpunkt kriselt bereits ihre Ehe. Als sie zurückkehren, gerät Caroline in eine traumatische Situation. Schritt für Schritt offenbart sich, dass sie den Zwischenmieter des Hauses kennt. Mehr noch: Dieser weiß um ihre Geheimnisse, die sie glaubte, vergessen zu haben. In dieser angespannten Stimmung lotet der Krimi die Tragfähigkeit der Beziehung bis aufs Äußerste aus. Rebecca Fleet ist in Oxford ausgebildet, lebt und arbeitet in London. Ihr Geld verdient sie in der Marketingbranche. In Gedichten wie „The Unusual Cat“, „My Dad“ und „Trapped“ zeigte sich früh ihr Talent, Gefühle und Emotionen sensibel zu beschreiben und auszudrücken.

Alle Bücher von Rebecca Fleet

Cover des Buches Das andere Haus (ISBN: 9783442490073)

Das andere Haus

 (115)
Erschienen am 16.03.2020
Cover des Buches Die Stiefmutter (ISBN: 9783442492220)

Die Stiefmutter

 (30)
Erschienen am 14.02.2022
Cover des Buches Das andere Haus (ISBN: B07DVR4HSW)

Das andere Haus

 (3)
Erschienen am 17.08.2018
Cover des Buches The House Swap (ISBN: 9780857525475)

The House Swap

 (1)
Erschienen am 03.05.2018

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Neue Rezensionen zu Rebecca Fleet

Cover des Buches Das andere Haus (ISBN: 9783442490073)
A

Rezension zu "Das andere Haus" von Rebecca Fleet

Eine interessante, streckenweise auch spannende Romanhandlung, aber beileibe kein Psychothriller
AnnetteTraksvor einem Monat

Caroline und ihr Mann Francis haben in den letzten 2 Jahren eine schwere Zeit durchgemacht. Ursache sind vor allem Francis' schwere Tablettensucht und Carolines Affäre mit einem anderen Mann gewesen. Jetzt scheint er endlich clean zu sein und sie hat ihr Verhältnis beendet. Beide haben ihre Beziehung schließlich wieder in den Griff bekommen und freuen sich auf eine gemeinsame kurze Auszeit – das Angebot zu einem Haustausch kommt ihnen als kostengünstige Möglichkeit sehr gelegen.

Doch schon bald nachdem sie das äußerst spartanisch eingerichtete Quartier in der Nähe von London betreten haben, kommt Caroline einiges merkwürdig vor: Ein Blumenstrauß erinnert sie an die Zeit vor 2 Jahren, als sie eine Affäre mit ihrem Kollegen Carl hatte. Eine bereits abspielbereit eingelegte CD und ein spezielles Rasierwasser bestätigen ihren Verdacht, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Und dann erhält sie auf ihrem Handy auch noch verstörende Nachrichten.

Was hat das alles zu bedeuten? Wem gehört dieses Haus? Und vor allem: Wer wohnt zur Zeit in ihrem Heim? Hat ihr ehemaliger Liebhaber, den sie nie wiedersehen will, seine Finger im Spiel und sie hierher gelockt? Was führt Nachbarin Amber im Schilde, die sich Caroline geradezu aufdrängt?

Resümee: 

Die Handlung ist auf 2 Zeitebenen angesiedelt:

Der Gegenwartsstrang unter der Überschrift „Unterwegs“ spielt während der Zeit des Haustausches im Mai 2015 und wird kapitelweise von Caroline geschildert. Ein „Nachklapp“ schildert die Situation im September 2015.

Eingeschoben sind immer wieder „Zu Hause“ getitelte Rückblenden in die Zeit von Dezember 2012 bis August 2014. Sie werden in der Mehrzahl ebenfalls von Caroline, gelegentlich aber auch von ihrem Mann Francis erzählt.

Beide Stränge nähern sich im Verlauf der Handlung inhaltlich immer mehr an, bis die Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart schließlich miteinander verschmelzen.

Dem Leser stellen sich immer wieder die gleichen Fragen wie Caroline (siehe Inhaltsangabe), so dass man sehr viel Raum für Spekulationen hat. Schon bald glaubte ich, Zusammenhänge zu erkennen – doch weit gefehlt! Die Auflösung ist nämlich in vielerlei Hinsicht eine Überraschung, die sich vorher beim besten Willen nicht erahnen ließ. Denn die dafür verantwortliche Person taucht erst gegen Ende zum ersten Mal auf.

Die erste Hälfte des Buches ist extrem langweilig - gerade auch unter der Prämisse, dass man laut Cover einen Psychothriller erwarten darf: Ein Ehemann hat ein derart massives Problem mit Medikamenten-Missbrauch, dass er seinen Beruf als Psychologe kaum noch ausüben kann. Seine Ehe und das Familienleben geraten in eine gewaltige Schieflage, die Frau beginnt nicht nur eine Affäre, sondern spielt auch mit dem Gedanken, ihn mit dem gemeinsamen kleinen Sohn zu verlassen. So weit, so schlecht … aber doch leider irgendwie im Rahmen des Normalen.

Zu Beginn der Handlung scheint dann alles wieder im Lot zu sein, und nach den belastenden letzten 2 Jahren freut das Ehepaar sich auf eine einwöchige gemeinsame Auszeit. Diese beginnt jedoch mit ein paar Merkwürdigkeiten in der minimalistisch eingerichteten Unterkunft. Ja, es ist zugegebenermaßen eigenartig, wenn man einen speziellen Blumenstrauß dort vorfindet, eine CD, die in der Vergangenheit für Caroline eine Bedeutung hatte, bereits eingelegt ist und ein Rasierwasser dort steht, das auch der ehemaligen Geliebte benutzt hat.

Aber aufgrund des Kontextes kann man zunächst einmal an Zufälle glauben. Das macht zwar mäßig neugierig auf den weiteren Verlauf, aber Spannung kommt während des eher gemächlich dahin plätschernden Geschehens nicht auf.

Gelegentlich erwähnt die Autorin den Ort, an dem Caroline und ihr Geliebter sich zuletzt getroffen hatten, aber als Leser habe ich mich nicht gefragt, ob es dort möglicherweise auch ein für die Gegenwart bedeutendes Ereignis gab … schließlich hatte der Liebhaber schon vorher immer wieder gesagt, dass ihre Beziehung beendet werden müsse.

Erst in der zweiten Hälfte des Buches nimmt die Entwicklung plötzlich Fahrt auf. Es wird gegen Ende sogar richtig dramatisch, besonders als noch eine andere – um nicht zu sagen: die alles entscheidende - Person „ins Spiel“ kommt, von der vorher noch nicht die Rede gewesen ist, sodass der Leser keine Chance gehabt hat, auf die richtige Fährte zu kommen. Stattdessen läuft er gedanklich ständig in Sackgassen, dabei sehr wohl erkennend, dass die eigenen Spekulationen nicht ganz schlüssig sein können. Das ist auf Dauer frustrierend.

Fazit: eine psychologisch interessante, streckenweise auch spannende Romanhandlung, aber beileibe kein Psychothriller


 

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Cover des Buches Die Stiefmutter (ISBN: 9783442492220)
B

Rezension zu "Die Stiefmutter" von Rebecca Fleet

Spannender Thriller
Bemyberlinbabyvor einem Monat

Als Alex auf dem Heimweg ist, wird er nicht von einer gemütlichen Stube und einem nächtlichen Drink, sondern von gleißend hellen Flammen empfangen. Sein Haus brennt lichterloh und davor steht seine Frau, Natalie, panisch und aufgeregt. Seine Tochter Jade ist nach wie vor im Gebäude, Natalie konnte sie nicht finden. Als ein Feuerwehrmann sie rettet und ins Krankenhaus bringt, scheint alles wieder in Ordnung zu sein. Ein dummer Brand, aber alle würden sich davon erholen können. Als Jade aus der Bewusstlosigkeit erwacht, spricht sie von einem fremden Mann, der im Haus war, bevor das Feuer ausbrach. Natalie tut das als Hirngespinst eines Teenagers ab doch Alex lässt es keine Ruhe. Er kehrt zurück in die Ruinen seines alten Hauses und findet dort Unterlagen und ein Foto, mit dem er nichts anfangen kann. Sämtliche Papiere laufen auf einen fremden Namen. Als er Natalie zur Rede stellt, entpuppt sich ein tiefer Abgrund ihrer Vergangenheit, der noch lange nicht den Boden der Tatsachen erreicht. 

Wirklich spannend geschrieben, mit vielen Wendungen und Geheimnissen, die ans Licht kommen.

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Cover des Buches Die Stiefmutter (ISBN: 9783442492220)
Ninchen2s avatar

Rezension zu "Die Stiefmutter" von Rebecca Fleet

Als Spannungsroman OK, aber kein Thriller
Ninchen2vor 4 Monaten

SIE IST JETZT TEIL DEINER FAMILIE. IN GUTEN WIE IN SCHLECHTEN ZEITEN...


Alex und Natalie sind glücklich verheiratet. Natalie hat Alex nicht nur über den Tod seiner ersten Frau hinweggeholfen, sondern ist auch eine liebevolle Stiefmutter für seine Tochter Jade. Doch eines Abends bricht in Alex Abwesenheit ein Feuer im gemeinsamen Haus aus - und Jade überlebt nur knapp. Im Krankenhaus spricht sie von einem unheimlichen Mann, vor dem sie sich in dieser Nacht versteckt hat. Natalie bestreitet jedoch, dass ein Fremder im Haus gewesen sein könnte. Als Jade sich immer seltsamer verhält, beginnt Alex Nachforschungen anzustellen - ohne zu ahnen, dass dabei seine heile Welt in Flammen aufgehen könnte...


Cover und Klappentext haben mich neugierig gemacht, daher musste das Buch unbedingt bei mir einziehen..... ihr kennt das sicher.


Die Story startet sehr stark, direkt mit dem Brand des Hauses. Also flogen die ersten 50 Seiten beim Lesen schon einmal nur so dahin. Dann nimmt die Spannung etwas ab und es plätschert einige Zeit etwas dahin. Man hätte das ganze für meinen persönlichen Geschmack ein wenig kürzen können, um die gewonnene Spannung vom Anfang durchgehend aufrecht zu erhalten. Aber nun gut. Auch damit kann man klar kommen. Die Geschichte wird kapitelweise immer aus der Sicht von Nathalie, Jade oder dem Vater Alex erzählt. Das fand ich sehr gut, denn so konnte man den einzelnen Erzählsträngen wirklich sehr gut folgen. Die Kapitel sind dadurch zwar etwas länger, aber das machte mir nicht viel aus. 


Dann kamen jedoch Erzahlstränge aus der Vergangenheit von unterschiedlichen Personen hinzu, die mich ziemlich verwirrt haben. Ich hatte irgendwann den berühmten Faden verloren und musste mich etwas anstrengen, dem ganzen wieder folgen zu können. An dieser Stelle muss man durchhalten, denn auch dieses Chaos wird sich irgendwann wieder lichten. 


Die Spannung steigert sich dann wieder um am Ende in ein temporeiches und rasantes Finale zu gehen. Mit einem solchen Ende habe ich tatsächlich nicht gerechnet. Ich würde das Buch jedoch nicht als Thriller einstufen, sondern eher normal als "Spannungsroman" betiteln.


Trotz der ein oder anderen persönlichen Kritik, hatte ich dennoch spannende Lesestunden und habe das Buch gerne gelesen.

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