Das Lächeln der Fortuna

von Rebecca Gablé 
4,6 Sterne bei1,291 Bewertungen
Das Lächeln der Fortuna
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (1169):
Odenwaldwurms avatar

Wieder eine tolle Story über die Waringham. Ich kann das Buch nur sehr empfehlen.

Kritisch (31):
Lannas avatar

Hab ich abgebrochen.

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Inhaltsangabe zu "Das Lächeln der Fortuna"

England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, zählt der zwölfjährige Robin zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft. Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404271368
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:1200 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:14.01.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.09.2004 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Makrias avatar
    Makriavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein spannender historischer Roman mit vielen echten Charakteren aus der damaligen Zeit und vielen neuen Emotionen.
    Ein packendes Schauspiel um Krone und Herz

    Rebecca Gablé schafft mit ihrem historischen Roman "Das Lächeln der Fortuna" einen spannenden Auftakt der Serie.

    Das Buch beginnt im Jahre 1360. Wir befinden uns in England und der Krieg tobt. Schon lange und noch umso länger. Mitten in diesem Geschehen wächst der zwölfjährige Robin im Laufe des Buches zu einem Mann heran. Viele Hürden muss er meistern und wie der Titel des Buches so schön erahnen lässt, dreht sich das Rad der Fortuna unaufhörlich und so erlebt auch Robin mit seinen Gefährten sehr positive und sehr negative Geschichten.

    Nachdem Robin dachte, sein Leben würde in seiner einstigen Heimat Waringham enden, muss er doch feststellen, dass er für Größeres bestimmt ist. Er erlebt Feldzüge, Liebe, Triumphe und Niederlagen. Und ständig sitzt ihm sein ärgster Feind im Nacken - Mortimer, Sohn des neuen Earl of Waringham. Dieser macht nicht nur Robin, sondern der ganzen Bevölkerung von Waringham das Leben schwer.

    Robin hingegen ist ein feinfühliger, hilfsbereiter und freundlicher Mann. Er verspürt einen großen Drang nach Gerechtigkeit und versucht stets richtig zu handeln. Er schildert das Geschehen aus seiner Perspektive. Nur ab und zu werden Gedanken und Empfindungen aus Sicht anderer Personen eingestreut, was dem Ganzen jedoch noch mehr Tiefe gibt, anstatt störend zu wirken.

    Rundum kann ich sagen, dass mich das Buch überzeugt hat. Die fast 1200 Seiten habe ich in drei Tagen gelesen, denn ich wollte stets wissen wie es weiter geht. Dadurch, dass das Buch in kleinere und größere Abschnitte unterteilt ist, lässt es sich auch sehr angenehm lesen. Es wird kein Geschehen künstlich in die Länge gezogen, sondern alles hat seine richtige Länge. Der sehr angenehme Schreibstil von Frau Gablé tut sein Übriges. Fazit: Daumen hoch!

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    I
    imsoinlovewithbooksvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach überwältigend gut! Ein muss für jeden, der Geschichte oder einfach gute Bücher mag.
    Das Lächeln der Fortuna - oder wie ich meine Liebe zu historischen Romanen entdeckte

    Ich war von der ersten Seite an im Jahre 1360 in England und habe Robin auf seinem Weg begleitet. Ich dachte ja immer, historische Romane seien trocken, aber dieses Buch trieft geradezu vor Spannung und Gefühl. Frau Gablés Schreibstiel treibt die Geschichte stetig voran und weiß, die Natur Englands auf eine Weise darzustellen, dass sie sich mir eingebrannt hat. 

    Und obwohl ich ein absoluter Snob bin, wenn es darum geht, mir Namen zu merken und diese den Figuren in Geschichten zuzuordnen, hat mich die Personenvielfalt überhaupt nicht überfordert. Ich wusste immer genau, wer wer war und zu wem er gehört. Die Charaktere waren einfach zu gut ausgearbeitet, als das man nicht fast alle hätte mögen können.

    Selbst die Abschnitte, in welchen es um Politik ging, haben mich nie gelangweilt und ich wollte immer weiter lesen.


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    Lee-Lous avatar
    Lee-Louvor 6 Monaten
    Hat ein paar Fehler - aber trotzdem wirklich gut

    Ich hätte bis vor ein paar Monaten niemals gedacht, dass ich irgendwann einmal zu historischen Romanen greifen würde. Die doch meist sehr hohe Seitenzahl schreckt mich immer wieder ab. Auch das ist nach wie vor der Grund, weshalb ich mir Outlander von Birgitta Assheuer vorlesen lasse.

    Eigentlich wollte ich das auch bei der Waringham-Saga so handhaben, allerdings gibt es Das Lächeln der Fortuna nur in gekürzter Form, weshalb mir sozusagen nichts anderes übrig blieb, als dieses Buch tatsächlich selbst zu lesen.

    Umso größer war die Überraschung, dass der Schreibstil mir keinerlei Schwierigkeiten machte. Er war und ist lediglich ein wenig gewöhnungsbedürftig, wenn man selten mit historischen Geschichten zu tun hat, sonst aber recht flüssig.

    Oft fiel mir gar nicht auf, dass ich in einem Rutsch gleich 60, 70 oder auch mal 150 Seiten weggelesen habe. Dadurch hatte ich auch nicht das Gefühl, dass ich ein knapp 1200-Seiten-Buch in der Hand halte.

    Auf nahezu jeder Seite findet eine Handlung statt, die die Geschichte auch vorantreibt. Die Autorin hält sich zudem auch nicht mit ewigen Be- und Umschreibungen auf, obwohl dennoch stellenweise Längen vorhanden sind, die man hätte vermeiden können. Allerdings ist das eher selten der Fall.

    Anfangs war ich von dieser Geschichte wirklich begeistert und ich freue mich auch schon sehr auf die nachfolgenden Teile, die ich gemeinsam mit einem guten Bekannten lesen werde.

    Allerdings sammelten sich mit der Zeit Punkte an, die die Begeisterung verringerten - die ich hier einmal aufführen möchte.

    Kapitel gibt es keine, lediglich nur Absätze und Zeitsprünge, die mehrere Jahre umfassen, wodurch man Robins und das Alter der anderen Figuren leicht aus den Augen verliert.

    Rebecca Gablé nutzt des Öfteren die gleichen Namen, wodurch man vor allem zum Ende hin vielleicht ein wenig den Überblick verliert. So wie es bei den Namen wenig Spielraum gibt, nutzt Gablé bestimmte Vokabeln, die sich auffällig oft wiederholen.

    So ausführlich die Autorin auch schreiben kann, gibt es trotzdem zwei, drei Stellen, an denen die Handlung derart verkürzt ist bzw. sprunghaft beschrieben wird, dass man beim Lesen das Gefühl hat, wichtige Informationen verpasst zu haben. Informationen, die auch tatsächlich gar nicht vorhanden sind. Was einen - jedenfalls mich - sehr irritieren kann.

    Meiner Meinung nach passte Robin nicht wirklich in diese Zeit, da er in vielen Dingen und Situationen eine zu tolerante Ansicht hat. Aber davon muss sich jeder Leser ein eigenes Bild machen.

    Abgesehen davon aber eine gelungene und vor allem unterhaltsame Geschichte!

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    sinaslesewelts avatar
    sinasleseweltvor 6 Monaten
    Das Lächeln der Fortuna

    Gablé hat mir bewiesen, dass das historische Genre gar nicht so trocken ist wie ich immer befürchtet habe. Ich verliebe mich immer mehr in dieses Genre und habe gerne die Geschichte rund um Robin verfolgt. Die Charaktere sind großartig und einfach wundervoll beschrieben. Eine spannende Geschichte - ich freue mich auf Teil 2!

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Grandioser Historien-Roman - bildgewaltig und von epischer Breite
    Grandioser Historien-Roman - bildgewaltig und von epischer Breite

    Einen knappen Einblick in das Geschehen gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Wenn man das Buch vor sich hat, erschreckt man sich zunächst ob des gewaltigen Umfanges von über 1100 Seiten! Aber - keine Sorge, sobald der Leser in das Buch eingestiegen ist, gibt es fast kein Entrinnen mehr.....! Man wird regelrecht in das Geschehen "hineingesogen" und mag sich nur mit Mühe zu einer Unterbrechung durchringen.

    Der Autorin gelingt es historische Ereignisse in faszinierender Weise mit einer fiktiven Geschichte zu verbinden. Das Leben und Wirken im 14. Jahrhundert wird in den Buchseiten lebendig, gleichzeitig werden die Protagonisten sehr detailreich und liebevoll gezeichnet. Immer wieder werden Spannungsspitzen an strategisch gut platzierten Stellen eingebaut, gerade wenn beim Leser das Gefühl aufkommt, das die Autorin Längen doch nicht vermeiden konnte. Und schon hat sich das Thema Längen erledigt; wenngleich meiner Meinung nach ab und zu etwas mehr "Kürze" durchaus mehr "Würze" erzeugt hätte.
    Aber das ist jammern auf höchstem Niveau..!

    Sie lässt kein Thema aus, das zu jener Zeit von Bedeutung war, weder die schrecklichen Schlachten im hundertjährigen Krieg, noch den Schrecken der Pest, noch die Intrigen bei Hofe. So ist ein hoch unterhaltsamer Einblick in das 14. Jahrhundert mit einem spannenden, bunten, bildgewaltigen Plot entstanden, der Unterhaltung der Spitzenklasse bietet. 

    Mir persönlich haben die beiden Bücher über die "Ottonen" ("Das Haupt der Welt" und "Die fremde Königin") noch ein klein wenig besser gefallen; aber das mag daran liegen, dass mir die deutsche Geschichte (und damit die historisch verbürgten Personen) besser geläufig ist. Einen Punktabzug kann ich aber aus dieser Tatsache nicht ableiten, also von mir für "Das Lächeln der Fortuna" volle Punktzahl und heftige Vorfreude auf den Folgeband "Die Hüter der Rose".

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    Alexandra1611vor einem Jahr
    Das Lächeln der Fortuna

    Inhalt (Klappentext)

    England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, zählt der zwölfjährige Robin zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft. Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...


    Meinung

    Obwohl mich der Klappentext zunächst nicht wirklich ansprach, habe ich diesen Roman letztendlich doch gelesen und bin auch wirklich froh darüber. Ich habe "Das Lächeln der Fortuna" als ebook in der ursprünglichen Fassung gelesen. Zunächst lässt sich sagen, dass das Buch wirklich sehr flüssig zu lesen ist. Man merkt kaum das es über 1000 Seiten sind. Rebecca Gablé hat, zumindest so weit ich das beurteilen kann, sehr gute Recherchearbeit geleistet. Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch in seinen Bann gezogen.

    Dank dem Protagonisten Robin bekommt man als Leser einen sehr guten Einblick in das Leben der damaligen Zeit. Wobei man sowohl die Ansichten und Lebensumstände des Adels  und die des einfachen Volkes kennen lernt. Es gibt zwar sehr viele Nebencharaktere, welche meiner Meinung nach die Handlung erst ausmachen. Ohne sie würde etwas fehlen. Wobei ich auch zugeben muss, dass man auf den ein oder anderen Charakter verzichten hätte können.

    Das Ende fand ich ebenfalls sehr gelungen und es bildete im Großen und Ganzen einen runden Abschluss. Wobei ich nur das ursprüngliche Ende gelesen habe. Ich wollte nicht in Versuchung kommen die beiden Enden miteinander zu vergleichen und dadurch letztendlich mit keinem zu frieden zu sein.

    Zum Schluss habe ich dann doch noch ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln. Wie bereits einige erwähnten sind die Charaktere von Robin und Mortimer tatsächlich ziemlich Schwarz/Weiß gemalt. Da aber niemand nur gut oder nur böse ist wären Grautöne authentischer gewesen. Der zweite Punkt der mich etwas störte, waren die doch recht großen Zeitsprünge zwischendurch. Teilweise gab es auch Abschnitte wo einfach nur einige Ereignisse aneinander gereiht wurden. Mir ist klar das sich die Handlung über sehr viele Jahre zieht, aber dennoch denke ich, dass man das ein wenig besser lösen hätte können.


    Fazit

    "Das Lächeln der Fortuna" ist trotz ein paar kleiner Schwächen ein sehr gelungener historischer Roman, den Fans dieses Genres unbedingt lesen sollten. 




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    Finesty22s avatar
    Finesty22vor 2 Jahren
    Das Lächeln der Fortuna

    Im 1. Teil der Waringham-Saga verfolgen wir den Lebens- und teilweise auch Leidensweg von Robin of Waringham, der durch eine Intrige an seinem Vater sein Adelstitel und seine Heimat verliert. Nun versucht er sich in der Pferdezucht die zu Waringham gehört als Stallknecht und arbeitet sich so nach und nach wieder hoch. Durch ein wenig Glück und gute Beziehungen erlangt er im laufe des Buches seinen Stand zurück und nimmt auch (meist unfreiwilig) Einfluss auf die englische Politik.

    Da es nun schon seit ungefähr 2009 auf dem SuB geschlummert hat wurde es tatsächlich mal Zeit es zu lesen. Mit 1200 Seiten ist es natürlich auch eine kleine Herrausforderung es anzufangen und auch Zeitnah zu beenden. Diese Sorge ist bei Gable zwar völlig unbegründet da man einfach nur so durch die Seiten fliegt, was ich ja eigentlich weiß da ich ja schon 5 andere von ihr gelesen habe, aber trotzdem greift man ja eher zu dünnerne Büchern.

    Immer wieder positiv ist der Schreibstil der Autoren, er ist flüssig und bringt einen Geschichtlicheereignise auf angenehme Weise nahe. Auch sind diese immer sehr gut Recherchiert so das man sich wirklich in die Zeit zurückdenken kann.

    In unserer Leserunde gingen die Meinungen ja sehr stark aus einander und ich glaube hätte ich es nur für mich gelesen wären mir so mansche Dinge gar nicht so kritisch aufgefallen (bis jetzt waren es immer 5 Sterne Bücher von ihr), aber wenn man gemeinsam liest sticht ein das ein oder andere dan doch ins Auge. So fand ich auch das die Gegenspieler Robin und Mortimer zu sehr schwarz und weiß gezeichnet waren und auch so mansches Wunder was Robin so gewirkt hat, etwas übertrieben. Zum Ende zu hatte ich etwas das Gefühl das die Autoren das Buch nur noch abschliessen will. Man wird auf einmal mit Namen überflutet, damit hatte ich eigentlich das ganze Buch über kein Problem, und auch wen viele das anders Sehen werden ich fand das Ende zu schnell abgehandelt. 
    Aber im Großen und Ganzen hat es mir wieder sehr gut gefallen daher gibt es auch von mir 4 Sterne.




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    AberRushs avatar
    AberRushvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Nervenzerrende Geschichte mit einem für mich nicht wirklich erkennbaren Plot. Eher eine Biografie.
    Waringham der Held

    „Das Lächeln der Fortuna“ ist der erste Teil der Waringham-Saga von Rebecca Gablé. Die zum Großteil positiven Meinungen zu diesem Buch und zur kompletten Reihe überschlagen sich ja mit Belobigungen. Ein Grund es mal in Angriff zu nehmen. Es handelt sich hier um einen 1200 seitigen Ritterepos. Es spielt zur Zeit des Rosenkrieges in England und wir sind mittendrin. Der Hauptprotagonist ist Robin Waringham und wir erleben seine Geschichte von klein auf bis hin ins reife Alter. Das Buch ist aufgebaut wie eine Biografie und der damit verbundenen chronologischen Abfolge der Geschehnisse zur Zeit des Krieges. Das Flair dieser Zeit wird sehr gut rübergebracht, von Zwangsehen, über Pest bis hin zu öffentlichen Hinrichtungen ist alles dabei. Die geschichtlichen Hintergründe sind hervorragend recherchiert und in einer verständlichen und angenehmen Sprache zu Papier gebracht. Trotzdem war das Buch für mich ein Krampf. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen die immer sich wiederholende Geschichte *KLEINE SPOILER*. Unser Held Robin macht sich auf zum Hofe des Herzogs, kämpft mit ihm und lernt an Erfahrung. Robin kommt zurück auf sein eigenes Anwesen mit all seiner Familie und Freunden. Dort ist jemand gestorben und irgendjemand ist schwanger. Außerdem hat ein Pferd gefohlt und jemand ist erkrankt. Robin geht wieder zum Hofe des Herzogs, kämpft und lernt. Robin kommt zurück. Neues Kind, neues Pferd, neue Krankheit, neuer Toter. Robin geht wieder zum Herzog … Das geht so gefühlte zehnmal hin und her. Es ist immer das gleiche. Es ändern sich nur die Namen der betroffenen Personen. Damit habe ich begonnen mich zu langweilen und es wurde zu einer nervenzerrenden Aufgabe das Buch zu Ende zu lesen. Zum Ende hin werden die Kinder immer mehr und die Toten stapeln sich. Die Namen der ganzen Kinder gaben mir dann den Rest. Dort heißt der eine Sohn wie der andere Großvater. Der eine Sohn wie der Herzog. Der Stiefsohn wie der Blutfeind. Das ist schon nervig. Es mag alles so gewesen sein und bestimmt hießen die Personen auch wirklich alle so, aber so etwas möchte ich nicht lesen, weil dabei meine Konzentration nachlässt und mir irgendwann egal war, wer wessen Kind ist. So kämpfte ich mich durch und ich blicke auf 1200 ellenlange Seite mit tausend Namen und der immer wieder gleichen Geschichte zurück. Leider keine Leseempfehlung. Es sind 2,5 Sterne geworden. Ich runde auf, weil mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat.

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    killerprincesss avatar
    killerprincessvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Im Rahmen einer Challenge habe ich dem Buch eher unfreiwillig eine Chance gegeben. Und ich bereue es in keinster Weise! Sehr begeistert!
    Das Lächeln der Fortuna

    Inhalt (lt. Lovelybooks)


    England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, zählt der zwölfjährige Robin zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft. Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...


    Meinung


    Ich kann mich noch erinnern, wie eine Freundin meiner Mutter auftrug, mir "Das Lächeln der Fortuna" zu empfehlen, weil ich doch so gerne und viel lese. Tja, damals war ich 14 Jahre alt. Ich glaube, damals hätte ich noch nicht ganz so viel Freude an dem Buch gehabt.
    Historische Romane lese ich äußerst selten, aus irgendeinem Grund schreckt es mich schon direkt ab, wenn ich zu Beginn eines Klappentextes lese "England 1360" (im Gegensatz zu "in einer unbekannten Galaxie 2360" -> Zukunft reizt mich irgendwie mehr). Auch komisch finde ich, dass historische Romane grundsätzlich wahnsinnig dick sind. Wenn man nicht so ein Fan ist und dann ständig 1000-Seiten-Brecher sieht, ist das irgendwie einschüchternd.
    Aber jetzt endlich zu diesem Buch: Ich freue mich sehr, es endlich gelesen zu haben! Ich habe es wirklich nicht bereut und ärgere mich auch nicht sehr darüber, es nicht früher getan zu haben. Das Buch ist nicht unbedingt schwierig, man braucht bloß ein sehr gutes Namensgedächtnis, aber man braucht auch etwas Durchhaltevermögen und Freude an vielen verschiedenen Persönlichkeiten und einer Geschichte, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt und somit manchmal ihre kleinen Durststrecken hat.
    Protagonist Robin of Waringham ist mir wahnsinnig ans Herz gewachsen. Ein ehrenhafter Ritter, der großzügig ist und stets an die Ärmsten denkt. Bis auf eine zu schnelle Zunge, die ihn in viele heikle Situationen manövriert und dem ein oder anderen Fehltritt, ist er schon ziemlich perfekt. Doch mir hat das viel Freude bereitet, ihn auf seinem Lebensweg zu begleiten. Seine Freunde und Familie wuchsen mir ans Herz und ich fieberte jedes Mal mit, wenn es wieder Zeit wurde, dass "Fortuna an ihrem Rad dreht". 
    Dank des tollen Schreibstils und manchmal auch echt witzigen Dialogen, vergehen die vielen Seiten doch wie im Flug. 
    Da ich das Buch als e-Book las, standen mir das Ende der Urfassung und das neue Ende zur Verfügung. Ich habe beide miteinander verglichen und hadere ein wenig mit mir, welches ich besser finde. Beide haben etwas Gutes, aber auch etwas Schlechtes an sich. Das etwas kürzere Ende, im wahrsten Sinne etwas "abgehackt" (haha, Wortwitz für alle, die das Ende kennen ;) ), soll, wenn ich es richtig verstanden habe, aus technischen Gründen genutzt worden sein. Irgendwie mussten 300 Seiten gekürzt werden, aber das war scheinbar nicht nur am Ende. So richtig nachvollziehen kann ich die Begründung nicht, unterscheiden sich die Ende nur in feinen Nuancen, die nicht so viel aus machen.


    Fazit


    Um mal zum Punkt zu kommen: ich war wirklich begeistert von der Geschichte und bin sicher, dass ich jetzt auch mit etwas mehr geschichtlichem Wissen durchs Leben gehe. Schön, mal so nebenbei etwas gelernt zu haben. Ich werde die Reihe definitiv weiter lesen!
    Ürbigens hatte ich beim Lesen häufig das Gefühl, dass hier eigentlich nur die Drachen fehlen, damit wir bei "Game of Thrones" sind ;) Also wer ein Fan von Geschichten mit vielen Personen, Rittern, Königen und Intrigen ist, wird hier auf seine Kosten kommen.

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    Insider2199s avatar
    Insider2199vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Englische Geschichte spielerisch vermittelt, jedoch als Roman leider nicht so perfekt wie der Held der Story (***)
    Englische Geschichte spielerisch vermittelt, jedoch als Roman leider nicht so perfekt wie sein Held

    Englische Geschichte spielerisch vermittelt, jedoch als Roman leider nicht so perfekt wie sein Held

    Die 1964 in Wickrath bei Mönchengladbach geborene deutsche Autorin schreibt unter Pseudonym, arbeite ein paar Jahre als Bankkaufrau in der Royal Air Force, machte 1996 ihren Magister in Anglistik und Germanistik (mit den Schwerpunkten Literaturwissenschaft und Mediävistik), veröffentliche 1990 ihr erstes Buch, einen Krimi, und ist nun auf historische Romane spezialisiert. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Mönchengladbach und auf Mallorca. Dieser erste Band der Waringham-Saga von 1997 ist mein erstes Buch der Autorin; auch sei noch erwähnt, dass ich History-Bücher nur sporadisch lese.

    Zum Inhalt (Klappentext): England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, zählt der zwölfjährige Robin zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft. Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...

    Meine Meinung: Ich fange gleich mal mit dem Positiven an, da relativ überschaubar: 1. Die Recherche ist gut, soweit ich das erkennen konnte (Grundvoraussetzung für einen historischen Roman) und 2. versteht es die Autorin durchaus, englische Geschichte auf eine spielerische Art und Weise zu vermitteln. Wer also seinen „trockenen“ Geschichtsunterricht etwas auflockern möchte, ist mit diesem Buch äußerst gut beraten.

    Der fiktive Held Robin ist überaus sympathisch, weil man sehr schnell Mitleid für seine missliche Lage empfindet, er hat es anfangs nicht leicht, sich durchzuschlagen. Aber mit der Zeit merkt man leider, dass die Figuren im allgemeinen und der Held im speziellen zu sehr an der Oberfläche bleiben: der Antagonist Mortimer wird zu negativ, der Held Robin zu positiv gezeichnet. Wobei „positiv“ hier noch stark untertrieben ist: Robin ist absolut perfekt, er hat so gut wie keine einzige Schwäche, was mich mit der Zeit furchtbar nervte! Statt dieser strikten Schwarz-/Weiß-Einteilung hätte ich mir bei den Charakteren mehr Grautöne und somit mehr Komplexität und Tiefgang gewünscht. Aber das ist bei einer so hohen Figurenanzahl natürlich schwierig. Weniger Figuren und dafür mehr Tiefgang wäre die Lösung gewesen.

    Sprachlich ist der Roman leichte Unterhaltung und trotz seiner 1.200 Seiten zügig zu lesen. Was mich jedoch irgendwann maßlos aufregte, waren die vielen Adjektive, die fast jedem Verb angehängt sind: „Er aß hungrig“, „Sie blickte angstvoll“, „Er trank gierig“ usw. Warum nicht einfach die Szenen und Dialoge für sich sprechen lassen? Ein Leser kann durchaus an dem, was eine Figur sagt oder tut, erkennen WIE sie es sagt oder tut.

    Der Geschichte hätte außerdem ein strikteres Editing gut getan. Ich habe keine Ahnung, warum Verlage oder Leser bei einem historischen Roman 1.200 streckenweise zähe, ausschweifende Seiten eher entschuldigen, als dies bei genrelosen Romanen der Fall ist.

    Viel schlimmer jedoch finde ich, dass bei genauer Betrachtung der Plot leider nur eine Aneinanderreihung von Ereignissen darstellt (wer heiratet wen, wer kriegt wann ein Baby etc.) und keine wirkliche Story ist, mit einer Dramaturgie, mit Plot Points und vor allen Dingen KONFLIKTEN (diese sind im Buch rar gesät: der Held muss zwar einige Hürden überwinden, die er aber aufgrund seiner Perfektion erstaunlich leicht meistert; für SEHR lange Zeit ist der Antagonist in den Plot gar nicht involviert; kurz vor Schluss taucht er dann rechtzeitig aus der Versenkung auf, so nach dem Motto: hallo, ich bin ja auch noch da). Sicher, auch hier hat es die Autorin nicht leicht, denn sie erzählt über einen Zeitraum von 40 Jahren, und bei so langen Zeiträumen ist eine Dramaturgie schwierig. Aber dass diese fehlt, fällt trotzdem leider negativ auf, mir zumindest.

    Und last but not least zum Schluss: da es in meiner e-Book-Fassung sowohl das veröffentlichte Ende als auch die Urfassung gibt, möchte ich hier noch eine Beobachtung loswerden, denn die Urfassung zeigt meines Erachtens leider, dass die Autorin – zumindest zu diesem Zeitpunkt – nicht ausreichend Ahnung davon hatte, wie eine Story funktioniert (vielleicht deswegen die fehlende Dramaturgie?). Denn sonst würde sie nicht den Antagonisten Mortimer am Ende mit einer Nebenfigur (was heißt Nebenfigur, es war eigentlich ein Statist, eine Figur, die nur ein Mal auftritt!) „kämpfen“ lassen. Es versteht sich doch von selbst, dass der Held den angefangenen Konflikt mit dem Bösewicht auch beenden muss, ein simples Story-Element. Der Verlag hat wohl – nehme ich zumindest an – hinsichtlich des Schlusses etwas Hilfestellung gegeben?

    Fazit: Englische Geschichte wird auf eine leichte, spielerische Art vermittelt, aber der Roman hat meines Erachtens einige handwerkliche Schwächen: Figuren zu schwarz/weiß gezeichnet, mit zu wenig Tiefgang; insgesamt zu konfliktarm, fehlende Dramaturgie; in sprachlicher Hinsicht zu viele Adjektive und tw. etwas ausschweifend. Ich vergebe 2,5 Sterne und werde wohl auch den zweiten Teil lesen, denn der Unterhaltungs- bzw. Lernfaktor ist ja dennoch gegeben. Auch durchaus empfehlenswert für History-Fans.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Insider2199s avatar
    Wir haben beschlossen in der  INSIDER-Voting-Challenge  zusammen "Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé zu lesen.

    Wir beginnen am  01.02.2017 (oder auch jetzt schon!) 

    Das Buch sollte bis zum 28.02.2017 beendet und rezensiert werden.
    Rezensieren ist keine Pflicht für die Leserunde, aber für die Challenge notwenig, um Lose zu bekommen. Kann also jeder selbst entscheiden.

    Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen!


    Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist. 

    Bei den Abschnitten gebe ich Prozente statt Seitenzahlen an, weil ich das e-Book lese. Die Kapitelanzahl dürfte aber alle Unklarheiten hoffentlich beseitigen. :)

    Viel Spaß uns allen :)
    Insider2199s avatar
    Letzter Beitrag von  Insider2199vor 2 Jahren
    klar, kann ich verstehen. ich verabschiede mich dann aus dieser LR
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    Lalapejas avatar
    Hallo liebe Lesefreunde!


    Seit einiger Zeit liegt das Buch "Das Lächeln der Fortuna" auf meinem SuB und ich würde es sehr gern mit anderen zusammen lesen. Sonst traue ich mich einfach nur schwer an solche dicken Schinken heran. :) Darum hier mein Aufruf an alle, die es noch nicht gelesen haben und sich für historische Romane begeistern können: Lest mit mir zusammen "Das Lächeln der Fortuna".


    England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, zählt der zwölfjährige Robin zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft. Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...


    Starttermin ist der 15.01.2013, völlig willkürlich gewählt. ;) Natürlich kann man auch später einsteigen, ich würde mich nur einfach freuen, wenn viele mitmachen würden.


    Teilnehmer:
    1. Lalapeja
    2. KimyT
    3. SitataTirulala
    4. Steinflut
    5. HeikeThb
    6. Annilane
    7. kornmuhme
    8. (Waldschrat)
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    Lesewutzs avatar
    So, da ich das erste Thema unter Neuigkeiten erstellt hatte und dies dann leider mit Unterthemen nicht mehr erweiterbar war, hab ich hier ne neue Runde erstellt. Dann kann es morgen munter losgehen...
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