Rebecca Gablé Das zweite Königreich

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Inhaltsangabe zu „Das zweite Königreich“ von Rebecca Gablé

England 1064: Ein Piratenüberfall setzt der unbeschwerten Kindheit des jungen Cædmon of Helmsby ein jähes Ende ein Pfeil verletzt ihn so schwer, dass er zum Krüppel wird. Sein Vater schiebt ihn ab und schickt ihn in die normannische Heimat seiner Mutter. Zwei Jahre später kehrt Cædmon mit Herzog William und dessen Eroberungsheer zurück. Nach der Schlacht von Hastings und Williams Krönung gerät Cædmon in eine Schlüsselposition, die er niemals wollte: Er wird zum Mittler zwischen Eroberern und Besiegten. In dieser Rolle schafft er sich erbitterte Feinde, doch er hat das Ohr des despotischen, oft grausamen Königs. Bis zu dem Tag, an dem William erfährt, wer die normannische Dame ist, die Cædmon liebt ...

Grandioses Historien-Epos

— Thommy28

Wieder ein tolles Buch von Rebecca Gable.

— Odenwaldwurm

Eines meiner Lieblingsbücher :-) Hat mich einfach gefesselt. Der Schreibstil war sehr locker.

— Sookie85

Dieses Buch hat Höhen und Tiefen, ist aber ein wirklich gut geschriebener historischer Roman. :)

— Bandelo

Toller Historien"schinken" mit viel Schlacht und viel Liebe

— Inge78

Faszinierend! Allerliebstes Buch.

— Asiyeah

Die Lebensgeschichte eines Engländers, der nach der Eroberung durch William I. zwischen zwei Fronten gerät, fesselnd erzählt

— Abbie

Die Queen of History hat mich wieder in ihren Bann gezogen!

— sommerlese

Fantastisch!

— Eliza08

Ein grandioser Mittelalter Roman von der Königin der Historischen Romane: Rebecca Gable.

— AgathaC

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    Das zweite Königreich

    Thommy28

    03. March 2018 um 16:33

    Einen knappen Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:Dies ist nun bereits das zehnte historische Buch der Autorin welches ich geniessen durfte. Von allen 9 Vorgängern war ich vorbehaltlos begeistert und so waren meine Erwartungen diesmal wieder sehr hoch. Aber was soll ich sagen: Ich würde wieder nicht enttäuscht.Es gelingt der Autorin immer wieder - fast möchte ich sagen mühelos - historische Fakten mit einer tollen fiktiven Geschichte zu verbinden. Da fehlt es an nichts, was sich der Leser von einem solchen Buch wünscht: Kampfgetümmel, sagenhafte Brutalitäten, tiefe Liebe, Intrigen und wahre Freundschaft. Mit überzeugender, geradezu bildhafter Sprache, wird das Leben mit all seinen Besonderheiten und Mühen zu jener Zeit zum Leben erweckt, sodass der Leser meint, mitten hinein zu tauchen. Man leidet mit den Protagonisten mit, man verflucht andere und an manchen Stellen muss man in der Tat mit seinen Gefühlen kämpfen...! Wie oben gesagt: GRANDIOS!

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  • Mittelpunkt steht Caedmon of Helmsby

    Das zweite Königreich

    Odenwaldwurm

    22. January 2018 um 17:45

    England 1064: Ein Piratenüberfall setzt der unbeschwerten Kindheit des jungen Cædmon of Helmsby ein jähes Ende ein Pfeil verletzt ihn so schwer, dass er zum Krüppel wird. Sein Vater schiebt ihn ab und schickt ihn in die normannische Heimat seiner Mutter. Zwei Jahre später kehrt Cædmon mit Herzog William und dessen Eroberungsheer zurück. Nach der Schlacht von Hastings und Williams Krönung gerät Cædmon in eine Schlüsselposition, die er niemals wollte: Er wird zum Mittler zwischen Eroberern und Besiegten. In dieser Rolle schafft er sich erbitterte Feinde, doch er hat das Ohr des despotischen, oft grausamen Königs. Bis zu dem Tag, an dem William erfährt, wer die normannische Dame ist, die Cædmon liebt ...  (Klappcovertext vom Buch).Ich bin sehr gut in die Geschichte gekommen. Der Schreibstil von R. Gable ist wieder einmal sehr gut zu lesen und flüssig geschrieben. Die Charaktere sind sehr bildlich dargestellt und man kann sich in die Personen gut hinein versetzen. Besonder gilt das für den im Mittelpunkt der Geschichte steht Caedmon of Helmsby, der als Sohn eines Angelsachsen und einer Normannin zunächst als Übersetzer, dann als Soldat und Adliger in William the Conquerers Dienst steht. Die Autorin bringt auch eine gute Spannung in die Geschichte, das man das Buch kaum aus den Händen legen kann. Auch in diesem Roman hat Rebekka Gablé es geschafft, mich mit ihrer unvergleichlichen historischen Recherche zu begeistern.Einfach wieder ein tolles Buch das ich nur empfehlen kann.

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  • England zur Zeit William dem Eroberer

    Das zweite Königreich

    Isar-12

    30. March 2017 um 07:56

    "Das zweite Königreich" von Rebecca Gablé ist schon ein etwas älterer Roman von ihr. Aber immer wieder greife ich in unserer Stadtbücherei auch gerne zu solchen Büchern und es hat sich gelohnt. In knapp 900 Seiten beschreibt die Autorin 23 Jahre aus dem Leben des königstreuen Übersetzers und Thane Cædmon zur Zeit von William dem Eroberer. Er ist einer der Ratgeber des Königs und Bindeglied zwischen dem eroberten Volk der Angelsachsen und den Normannen. Dabei weckt die Handlung bereits nach den ersten Seiten das Interesse des Lesers und die Spannung lässt im Verlauf nie nach. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet ohne damit allzu viele Seiten zu füllen. Ich konnte mir die ganze Geschichte beim Lesen wunderbar vorstellen und war öfter froh, nicht in dieser Zeit gelebt haben zu müssen. Eine Zeit, die ständig von Intrigen, Bündnissen, Kriege und Nöten zu tun hatte. Sogar der Protagonist fällt in Ungnade und verbringt dadurch einige Jahre seines Lebens immer wieder in Verliesen. Cædmon wirkt sympathisch, weil er nicht perfekt, sondern ein Mensch mit deutlichen Schwächen ist. Einer der aus Liebe zu einer Frau seinen besten Freund mutwillig hintergeht, sich dabei auch schuldig fühlt, aber doch nicht anders kann. Auch die historische Figur Wilhelms des Eroberers wird von der Autorin perfekt mit Leben gefüllt. Dargestellt als ein Mensch, der als König grausam, tyrannisch, unberechenbar und jähzornig war und nicht mal gegenüber seinen Kindern seine Gefühle zeigen konnte. Für mich war "Das zweite Königreich" ein Abtauchen in das 11. Jahrhundert Englands, das mir großes Lesevergnügen bereitete und ein Muss für jeden, der so wie ich gerne historische Romane aus dieser Region und Zeit liest.

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    • 5
  • Wer war William?

    Das zweite Königreich

    Abbie

    25. March 2016 um 21:36

    Will man die Zeit der Eroberung Englands durch die Normannen beschreiben, muss man das Geschehen von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachten. Das tut Rebecca Gablé in ihrem Roman "Das zweite Königreich", in dem sie die Geschichte des jungen Angelsachsen Cædmon erzählt, der als Sohn eines englischen Vaters und einer normannischen Mutter Kind zweier Welten ist. In die seines Vaters wird er hineingeboren; er wächst in Helmsby, einer Hundertschaft in East Anglia auf.Die Welt seiner Mutter lernt er erst mit vierzehn Jahren gezwungener Maßen kennen: Als er bei einem Überfall dänischer Piraten angeschossen wird und fortan hinkt, schickt sein Vater ihn mit dem berüchtigten Harold Godwinson in die Normandie zu Herzog William. Und Harold lässt ihn doch glatt dort, verbannt ihn für zwei Jahre in die Fremde und ermöglicht ihm so, eine ganze Reihe neuer Bekanntschaften zu machen. Die Welt der Normannen bestimmt Cædmons weiteres Leben und die Zukunft seiner Familie, denn nach der Eroberung Englands wird er als Williams Mund und Ohr zum Mittler zwischen den zwei Welten, in denen er lebt.Ein weiterer, vielleicht nicht ganz so offensichtlicher Blickwinkel ist der dänische, hier vertreten durch Cædmons Schwager Erik, jenen Piraten, dem er sein Hinken zu verdanken hat, und der noch teuer für den Überfall auf Helmsby bezahlt. Die Dänen sind ein wichtiger Bestandteil englischer Kultur, und deshalb ist auch ihre Sicht auf den Eroberer nicht unwichtig. Herzog William, später König William, ist, denke ich, einer der bekanntesten englischen Monarchen überhaupt, aber nicht vielleicht wegen seiner Sanftmut und Großzügigkeit, sondern weil er bereit war, hart durchzugreifen, wenn es erforderlich war. Zu hart, meiner Meinung nach. Aber seine Härte und Erbarmungslosigkeit hielten William nicht nur am Leben sondern auch auf seinem Thron.Im Roman dreht es sich im Grunde die ganze Zeit um den Widerstand, der William entgegenschlägt, und den gab es nicht ohne Grund. Die Engländer wollten sich ihr Land nicht wegnehmen, seine Barone und Söhne sich nicht in ihrer Macht einschränken lassen. Gute Gründe, aber auch William hatte gute Gründe für seine Entscheidungen. Und vor allem hat er am wenigsten Skrupel und das Recht des Königs auf seiner Seite.Rebecca Gablé zeigt unterschiedliche Seiten an William auf. Mal bemitleidet man ihn, ist verwundert über die plötzliche Anwandlung von Menschlichkeit, die ihn da doch tatsächlich dann und wann überkommt, aber meistens möchte man reinschlagen...Hinsichtlich seiner englischen Untertanen verbockt er Unmengen- und Cædmon darf dann seinen Unmut ausbaden, Tiraden über sich ergehen lassen, wenn er an die Vernunft seines Königs appelliert. Cædmon hat die Aufgabe, Normannen und Engländer einander näher zu bringen- theoretisch. Praktisch sieht das Ganze so aus, dass er, bei den gewaltsamen Versuchen der Normannen, die Engländer sich anzupassen, nur versuchen kann, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Und zum Dank für seine Mühen zweifelt William an seiner Ergebenheit und zeigt sich ganz und gar undankbar.Der Grund, weshalb mir dieses Buch so gut gefallen hat, ist, dass so viel passiert, dass es sehr lebendig und echt wirkt, eben wie ein richtiges Leben, das man auch nicht auf den ersten Blick durchschauen kann. Man muss das Ganze gliedern und sich länger damit beschäftigen, um alle Zusammenhänge zu erkennen, und das macht es so spannend, diesen Roman zu lesen. Man kann ihn einfach so verschlingen, man kann das Ganze aber auch langsamer angehen und versuchen, alles Schritt für schritt zu verstehen. Bei der Anzahl an Figuren (es sind knapp 80, Nebenfiguren alle mitgerechnet), hat das Werk schon fast epische Ausmaße. Ein weiterer Grund ist der Protagonist. Cædmon ist einer meiner liebsten Gablé-Helden, was schlichtweg an seinem Charakter liegt, und daran, wie er sich im Verlauf der Geschichte entwickelt. Zu Beginn ist er ein pubertär-desorientierter Junge, der schier vor Selbstmitleid über sein lahmes Bein vergeht, sich in seine Wut gegen den Piraten, der auf ihn geschossen hat, hineinsteigert, bis er erfährt, wie es diesem Piraten, einem Jungen, nur wenig älter als Cædmon selbst, in den Händen seines Vaters ergeht. Er ist verzweifelt, als sein Vater ihn fortschickt, glaubt, aufgrund seiner Behinderung minderwertig zu sein und macht in der Normandie und auf dem Weg dorthin einige scheußliche Erfahrungen, aber ebenso einige, die er nicht missen will. Er lernt seinen zukünftigen besten Freund Etienne kennen, der dann ausgerechnet das Mädchen heiratet, in das Cædmon sich auf den ersten Blick verliebt hat. Eine ziemlich unglückliche Fügung des Schicksals, zumal seine Zuneigung erwidert wird.Über die Jahre macht Cædmon sich. Er verliert sein Hinken, wird ein ziemlich guter Soldat und hat sogar das Ohr des Königs. Als Thane of Helmsby ist er immer einflussreich genug, um kein Niemand zu sein, und William vertraut ihm genug, um ihm seine Söhne anzuvertrauen, die er in englischer Sprache, Geschichte und Kultur unterrichtet. Cædmon hat Prinzipien und setzt die auch notfalls gegen den König durch. Er schwört, ihn bei allem zu unterstützen "was recht ist", denn er ist nicht Mund und Ohr Williams geworden, um ihm dabei zu helfen, das englische Volk zu knechten. Er ist loyal, aber nicht blind. Und zwischendurch zweifelt er an der Richtigkeit seiner Entscheidungen, manchmal hat er auch richtige Durchhänger. Das macht ihn sehr menschlich. Ein alles in allem sehr sympathischer Mensch, wenn auch hin und wieder mit ein paar Ecken und Kanten.Der nächste Grund ist, dass ich auch hier wieder ganz im Geschehen war. Ich denke, wenn man wirklich mit den Figuren in einem Roman mitfühlt und sich mit ihnen identifiziert, kann man wirklich von einem guten Buch sprechen. Eine meiner Lieblingsfiguren war Etienne (obwohl er eine ziemlich beschränkte Meinung über Frauen hat, das verzeihe ich ihm nicht), und eine der schlimmsten Szenen war für mich die, in der er Cædmon bittet, ihn zu töten und damit vor einem sehr viel grausigerem und schmerzvollerem Ende zu bewahren. Erst, nachdem ich diese Szene einigermaßen verdaut hatte, fing ich an, darüber nachzudenken, warum Rebecca Gablé Etienne hatte sterben lassen. Die Antwort war ziemlich eindeutig: Er steht zwischen Cædmon und Aliesa, seiner Frau, die sich lieben, wie ein Mensch wie Etienne es vermutlich nie verstehen könnte. Wenn die Geschichte also in dieser Hinsicht eine glückliche Wendung nehmen soll, dann muss er aus dem Weg. Eine Scheidung ist in diesem Fall ebenso unrealistisch wie unmöglich; es gibt also nur einen Weg. Etienne muss sterben. Eine rein logische und konsequente Überlegung. Erschüttert hat es mich trotzdem.Aus den oben genannten Gründen gebe ich fünf Sterne. Ich finde das Buch einfach klasse, auch, wenn ich an einigen Stellen auf ein paar faktische Ungereimtheiten gestoßen bin, die die Handlung allerdings nicht weiter beeinflussen. Es ist eine schöne, wie ich finde, und vor allem authentische Geschichte. Authentisch deshalb, weil sie eben von so vielen Sichtweisen berichtet und handelt, und von den Konflikten, vor die man gestellt wird, wenn man sich nicht auf eine Seite stellen kann, ohne, dass die Hälfte fehlt.

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  • Von William, dem Eroberer, der gleichzeitig ein gnadenloser Despot war

    Das zweite Königreich

    sommerlese

    England 1064: Ein Piratenüberfall setzt der unbeschwerten Kindheit des jungen Caedmon of Helmsby ein jähes Ende - ein Pfeil verletzt ihn so schwer, dass er zum Krüppel wird. Sein Vater schiebt ihn ab und schickt ihn in die normannische Heimat seiner Mutter. Zwei Jahre später kehrt Caedmon mit Herzog William und dessen Eroberungsheer zurück. Nach der Schlacht von Hastings und Williams Krönung gerät Caedmon in eine Schlüsselposition, die er niemals wollte: Er wird zum Mittler zwischen Eroberern und Besiegten. In dieser Rolle schafft er sich erbitterte Feinde, doch er hat das Ohr des despotischen, oft grausamen Königs. Bis zu dem Tag, an dem William erfährt, wer die normannische Dame ist, die Caedmon liebt ... Auch mit diesem Roman hat Rebekka Gablé es geschafft, mich mit ihrer unvergleichlichen historischen Recherche und genialen Schreibkunst zu packen. Nicht nur die Schilderungen von politischen Intrigen, königlichen Machtkämpfen und militärischen Streitigkeiten gehen ihr locker von der Hand, auch die Verknüpfung dieser geschichtsrelevanten Themen in einen unterhaltsamen Roman mit persönlichen Schicksalen und Problemen der armen Bevölkerung bringt sie ziemlich genau auf den Punkt und vermittelt dabei ein anschauliches Bild des damaligen Lebens. Die Lebensbedingungen werden hautnah erlebbar. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Caedmon of Helmsby, der als Sohn eines Angelsachsen und einer Normannin zunächst als Übersetzer, dann als Soldat und Adliger in William the Conquerers Dienst steht. Diese Figur hat Ecken und Kanten und man ist als Leser sofort auf seiner Seite. Wie er versucht, zwischen Engländern und Normannen zu vermitteln ist überaus lebendig und fesselnd beschrieben. Sein Kampf um die Liebe seines Lebens setzt noch Sympathiepunkte obendrauf. Dazu begeistert ein intensiver und mitreissender Schreibstil der Autorin, der diesen umfangreichen Roman in kürzester Zeit verschlingen lässt. Packende Unterhaltung, authentische Geschichtsinformationen und eine intensive Handlung: Mehr kann man von einem historischen Roman nicht erwarten. Daher vergebe ich 5 Sterne!

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    • 2
  • William the Conquerer und seine Zeit - gelungen nahe gebracht

    Das zweite Königreich

    PMelittaM

    1064: Der 14jährige Caedmon of Helmsby wird mit Harold Godwinson als Übersetzer an den Hof des normannischen Herzogs William gesandt, zwei Jahre später kehrt er mit Williams Eroberungsheer zurück und nimmt bald eine zentrale Stellung an dessen Hof ein. 1066, William the Conquerer, seit dem Schulunterricht ist mir das ein Begriff und ich freute mich darauf, einen Roman über diese Zeit, zu lesen. Rebecca Gablé hat, wie von ihr gewohnt, das Leben ihrer fiktiven Protagonisten, mit dem der realen historischen Persönlichkeiten und den geschichtlichen Geschehnissen gekonnt verwoben, als Leser erfährt man so eine Menge über die damalige Zeit, nicht nur, wie die Menschen gelebt haben, auch über Kulturelles und Politisches (mir persönlich hat z. B. die Einbeziehung der Entstehung des Teppichs von Bayeux sehr gut gefallen). Wir begleiten Caedmon über mehr als zwanzig Jahre, sein Leben steht im Mittelpunkt, nur kurz wird die Perspektive gewechselt und seine Schwester Hyld tritt ins Zentrum des Geschehens. Caedmon ist einem schnell sympathisch, man leidet, ärgert, zittert und freut sich mit ihm. Ich finde auch alle anderen Charaktere sehr gelungen, die Autorin zeichnet sie vielschichtig, mit Schwächen und Stärken, ohne dabei die historischen Überlieferungen außer Acht zu lassen. Erzählt wird sehr ausführlich, ich mag das sehr, auf Grund des großen Zeitraumes gibt es allerdings mehrere Zeitsprünge. Gleichzeitig erlebt man hautnah und sehr lebendig Geschichte.Die Autorin versteht es gut, jeweils die Beweggründe beider Seiten (König – Volk, Normannen – Angelsachsen, König – Verräter usw.) verständlich darzustellen und Emotionen wie Sympathie, Respekt aber auch Entsetzen beim Leser hervorzurufen. So wird man als Leser nicht nur in die Geschichte hineingezogen, sondern setzt sich auch mit ihr (im doppelten Sinne) auseinander. Ich wurde auch wieder angeregt, selbst zu recherchieren. Auch die Nachbemerkung der Autorin ist in diesem Zusammenhang sehr interessant. Neben der Nachbemerkung gibt es noch eine sehr nützliche Karte und ein Personenregister, in dem die historischen Persönlichkeiten besonders gekennzeichnet sind, allerdings fehlen – wohl aus Spoilergründen – einige fiktive Charaktere, z. B. solche, die erst im Verlauf der Handlung geboren werden. In Rebecca Gablés Romanen fühle ich mich immer schnell zu Hause, die Charaktere werden sehr vertraut, man meint sie wirklich zu kennen. Umso trauriger ist man, wenn der Roman beendet ist und man sich verabschieden muss. Auch diesen habe ich sehr genossen und wenn ich zukünftig „William the Conquerer“ höre, werde ich an Helmsby denken. Von mir erhält der Roman eine absolute Leseempfehlung.

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    • 6
  • Willkommen in Helmsby

    Das zweite Königreich

    Eliza08

    13. December 2015 um 10:55

    Über das Buch: England 1064: Ein Piratenüberfall setzt der unbeschwerten Kindheit des jungen Cædmon of Helmsby ein jähes Ende – ein Pfeil verletzt ihn so schwer, dass er zum Krüppel wird. Sein Vater schiebt ihn ab und schickt ihn in die normannische Heimat seiner Mutter. Zwei Jahre später kehrt Cædmon mit Herzog William und dessen Eroberungsheer zurück. Nach der Schlacht von Hastings und Williams Krönung gerät Cædmon in eine Schlüsselposition, die er niemals wollte: Er wird zum Mittler zwischen Eroberern und Besiegten. In dieser Rolle schafft er sich erbitterte Feinde, doch er hat das Ohr des despotischen, oft grausamen Königs. Bis zu dem Tag, an dem William erfährt, wer die normannische Dame ist, die Cædmon liebt ... (Quelle: www.basteiluebbe.de)   Über die Autorin: Rebecca Gablé wurde am 25. September 1964 in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren. Nach dem Abitur 1984 machte sie eine Lehre als Bankkauffrau. In diesem Beruf hat sie anschließend auch vier Jahre gearbeitet, meistens auf einem Stützpunkt der Royal Air Force, wo sie viel über England, seine Sprache und seine Menschen gelernt hat. Aber die Lust am Erzählen hatte Rebecca Gablé immer schon, und 1990, nachdem sie ihren ersten Roman geschrieben hatte, gab sie ihren erlernten Broterwerb auf, um aus der Lust einen Beruf zu machen. Sie begann ein Literaturstudium in Düsseldorf, dessen Schwerpunkt sich mehr und mehr zur Mediävistik - der Lehre vom Mittelalter - verlagerte. (Quelle: www.gable.de)   Meine Meinung: Für mich bleibt Rebecca Gablé die Königin des historischen Romans. Sie schafft es wie keine andere Autorin oder Autor Geschichte so lebendig zu beschreiben und ihre Leser auf eine unvergessliche Reise mitzunehmen. Nach den Waringham-Romanen habe ich mich nun dem ersten Helmsby-Roman gewidmet und bin nicht enttäuscht worden. Alles was wir bei Waringham so geliebt haben, finden wir auch bei  Caedmon und seinen Freunden. Hier wird englische und französische Geschichte lebendig, egal ob in den Exkursen über die dänischen Piraten, die Unterschiede zwischen Engländern und Normannen oder die Eroberungen Williams.  Für mich waren beim Lesen die Szenen in Helmsby  die Schönsten, jedes Mal war es ein klein wenig schöner, wenn wir mit Caedmon nach Hause kamen, denn wir trafen „alte Bekannte“ wieder, die wir ins Herz geschlossen hatten. Auch die Geschichte um Hyld und ihren Mann Erik hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern gleich mehrere, sodass es erstens nicht langweilig wird und jeder Leser somit seine eigene Lieblingsgeschichte innerhalb dieses Buches entdecken kann. Beim Lesen lebt und bangt, liebt und hofft man mit dem Protagonisten, sie wachsen einem ans Herz und wenn man die letzte Seite umgeblättert hat, ist man wie immer enttäuscht, dass die Geschichte schon zu Ende ist. Über 800 Seiten können lang sein, sehr lang, aber bei Rebecca Gablé sind sie dann doch wieder zu kurz und man kann sich nur trösten, indem man noch nicht alle Bücher der Autorin gelesen hat, oder man fängt halt wieder von vorne an. Wer zu bester historischer Unterhaltung greifen möchte, der kommt an der Königin des historischen Romans einfach nicht vorbei. Nur sie schafft es das Schicksal ihrer fiktiven Protagonisten mit den wahren historischen Figuren so zu verweben, dass für uns die Waringhams oder Helmsbys mit zur englischen Geschichte gehören, wie die großen englischen Könige. Von mir gibt es auch für diesen Roman von Rebecca Gablé wieder eine uneingeschränkte  Leseempfehlung!

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  • Das zweite Königreich

    Das zweite Königreich

    nasa

    21. January 2015 um 15:04

    Mit dem Roman „Das zweite Königreich“ entführt uns Rebecca Gablé in das 11 Jahrhundert nach England und der Normandie. Sie schafft es immer wieder aufs Neue, einem Geschichte schmackhaft zu machen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Die Geschichte ist sehr schön geschrieben. Zudem kommt dazu dass sich in ihren Büchern Fakten und Fiktionen gut kombinieren. Die historischen Persönlichkeiten und Geschehnisse sind immer sehr gut recherchiert. Auch wenn sie ab und zu dann doch mal davon abweicht und ein Ereignis in ein anderes Jahr verlegt, bleibt sie trotzdem bei den Tatsachen und es fällt auch kaum auf. In dem vorliegenden Roman geht es um William, der auch William der Bastard genannt wurde. Er besteht auf seinen Anspruch der neue König von England zu sein und erkämpft sich dieses recht schließlich auch. Doch ob es so gut für England war sei dahingestellt. Denn William kennt keine Gnade unter seinem Dienern und der Englischen Bevölkerung. Er überrollt das Land quasi wer sich gegen ihn stellt wird geblendet und kastriert, kommt in Gefangenschaft oder wird sogar gleich getötet. William regiert mit eiserener Hand über England und der Normandie. An allen Ecken trifft er auf Feinde. Er hat aber auch Freunde, aber diese haben es bei ihrem launischen König auch nicht sehr leicht. Caedmon of Helmsby wird bei einem Piratenangriff von einem Pfeil getroffen. Sein Bein erholt sich nicht mehr und er wird ein Krüppel. Sein Vater schickt ihn in die Normandie, in die Heimat seiner Mutter. Zwei Jahre verweilt er am Hof von Herzog William. Er wird ein treuer Diener des Herzogs und kehrt schließlich mit William und sein Eroberungsheer  zurück nach England. Nach der Schlacht von Hastings wird Caedmon zur Schlüsselfigur zwischen Engländern und Normanen – zwischen Eroberer und Besiegten. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Was mir immer sehr imponiert ist die Tatsache dass in den Büchern von Rebecca Gablé nicht lediglich um politische oder militärische Umstände geht. Nein sie schafft es dem Leser die persönlichen Lebensumständen und Verhältnisse der verschiedenen Schichten und Menschen näher zu bringen. So gewinnt man einen Einblick in das Leben im Mittelalter.

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  • Absolut gelungener Roman

    Das zweite Königreich

    Theoderich7976

    26. September 2013 um 20:27

    Der Roman "Das zweite Königreich" ist definitiv eines meiner Lieblingsbücher. Sorgfältig recherchiert Beschreibt Rebecca Gablé das Leben eines jungen Engländers im 11. Jahrhundert. Während dieser Hauptdarsteller und seine Familie fiktive Personen sind, kommen in dem Buch auch eine Vielzahl historisch belegter Persönlichkeiten, allen voran König Wiliam, Harold Godwinson oder Bischof Odo von Bayeux vor. Die Geschichte beginnt kurz vor der normannischen Invasion in England und beschreibt im weiteren Verlauf verschiedene historische Begebenheiten, wie die Schlacht bei Hastings. In diesem Buch geht es jedoch nicht nur um politische bzw. militärische Umstände dieser Zeit. Der Leser gewinnt durchaus einen Eindruck über die persönlichen Verhältnisse und Lebensumstände der Menschen im Mittelalter. Das Buch liest sich sehr flüssig und ist, was mir besonders gut gefällt, oftmals mit einer Spur Humor durchzogen.

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  • Fantastischer historischer Roman!

    Das zweite Königreich

    funne

    28. April 2013 um 10:47

    Der junge Caedmon wird von den Dänen angeschossen, sodass er zum Krüppel wird. Kurz darauf schickt ihn sein Vater mit Harold Godwinson auf eine Reise nach Frankreich. Schon beginnt ein gigantisches Abenteuer, das Caedmons gesamte Zukunft ausmacht. Dank seiner guten Beziehungen zum normannischen König William und seiner Zweisprachigkeit spielt er schon bald eine wichtige Rolle um Krieg zwischen Frankreich und England, und allein er kann die Gnade des rücksichtslosen Königs heraufbeschwören. Meine Meinung: Wie ich das hasse, einen Inhalt über ein Buch zu schreiben, das ein gesamtes Leben umfasst! xD Dafür sind genau diese Bücher meistens die Besten :3 Das liegt für mich vor allem daran, dass man die Personen im Laufe der Zeit absolut lieb gewinnt, denn die Hauptpersonen sind ja meistens sympathisch, und man folgt ihnen fast ihr ganzes Leben lang. Am Ende des Buches muss man sich von ihnen trennen und denkt „och männo, schon vorbei?“ Außerdem erinnert man sich dann an „damals“, als Caedmon angeschossen wurde, als wäre es tatsächlich schon Ewigkeiten her, obwohl es ganz einfach am Anfang des Buches war. Fantastisch! Natürlich spielt auch die Schreibweise dabei eine Rolle. Es gibt keine größere Qual als ein scheiße geschriebenes Buch, bei dem man sich vorgenommen hat, es zu Ende zu lesen. Zwar kann man es abbrechen, aber dann kann man das Buch ja in keiner Rezension damit bombardieren, wie schlecht es ist. Aber dieses Buch ist eben fantastisch, und man genießt jedes Wort der 875 Seiten, von vorne bis hinten! ^^ Noch ein nettes Detail ist, dass Caedmon es allein durch seinen Charakter bis zum Vertrauten des Königs geschafft hat. Nix da mit Verrat und Mord, um an den Posten zu kommen! Dafür, dass Caedmon nicht wie alle anderen vor dem König im Staub gekrochen, sondern ihm erhobenen Hauptes seine Meinung gesagt hat, lernte der König ihn zu respektieren – obwohl Caedmon am Anfang nicht mehr als der Sohn eines Thanes (= Besitzer einer Hundertschaft in England) war. Auch hat Caedmon eine niedliche Macke, er reibt nämlich, wenn er nervös ist, sein Kinn an der Schulter. Ich kann mir so was zwar irgendwie nicht vorstellen (ist doch eine sehr seltsame Geste), aber es ist niedlich, denn er merkt selbst nichts davon, bis seine Geliebte es ihm sagt. Das merk ich mir für meine zukünftigen Bücher: Mach die Hauptperson so niedlich wie möglich, damit die Leser nicht genug von ihm bekommen!

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  • Rezension zu "Das zweite Königreich" von Rebecca Gablé

    Das zweite Königreich

    Brauner

    02. December 2011 um 19:09

    Ist schon ein paar Jahre her seit ich dieses Buch gelesen habe und damals hätte ich vermutlich an dieser Stelle auch 5 Sterne gegeben. Aber heute weiß ich was Rebecca Gablé danach noch alles geschafft hat. Und das wurde noch besser als dieses Buch, welches mich überhaupt erst zu einem Fan von Rebecca Gablé werden ließ. Es wird von einem bunten frühen Mittelalter in England und Frankreich erzählt mit all seinen Machtschiebereien und gewaltigen Schlachten. Ich erinnere mich gut daran, dass ich dieses Buch kaum aus den Händen legen konnte!

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  • Rezension zu "Das zweite Königreich" von Rebecca Gablé

    Das zweite Königreich

    Penelope1

    04. November 2011 um 16:48

    Dieses Buch von Rebecca Gable führte mich ins England des 11. Jahrhundert. Ich sah zu, als William, auch "William, der Bastard" genannt, sich seinen Platz als König von England erkämpfte und welche Auswirkungen und Gefahren für Land und Leute damit verbunden waren. Dabei kennt er keine Gnade, rücksichtslos "überrollte" er das Land und hinterließ auf seinen Feldzügen Tod und Verwüstung. Doch dies hat seinen Preis: er kann niemandem vertrauen, selbst seine engsten Familienmitglieder werden zu Verrätern. Der Engländer Caedmon von Helmsby ist ihm seit seiner unfreiwilligen Ausbildung in Rouen ein Vertrauter geworden und scheinbar einer der wenigen, auf dessen Meinung er hin und wieder Wert legt. Da Caedmon sowohl Normannisch als auch Englisch kann, wird er zum "Mund" des Königs und ist ihm somit eine wertvolle Hilfe bei vielen Verhandlungen. Doch Caedmon wird immer tiefer in die politischen Intrigen und Machtkämpfe verstrickt, was für ihn mehr als einmal zum Verhängnis wird.. *** Eine unglaublich authentische und inhaltlich detailliert recherchierte Geschichte um das Königshaus in England, in der jedoch nicht der König, sondern sein unfreiwilliger englischer Vertrauter Caedmon die Hauptperson ist. Der junge Mann wird dem Leser bald vertraut, man lebt und leidet mit ihm. Dabei hat er nicht nur Stärken, sondern er weiß genau um seine Schwächen, die er jedoch nicht immer besiegen kann. Als er seine große Liebe kennenlernt, steht er vor einer großen Herausforderung. Seine Rolle als Übersetzer des Königs lässt uns an der Geschichte Englands teilhaben, dabei wurden die Zusammenhänge und Ursache-Wirkung unterhaltsam, aber sehr fundiert dargestellt. So macht Geschichte Spaß und das 11. Jahrhundert wurde lebendig. Am Ende des Buches erhält der Leser dann noch genauere Informationen über die historischen Personen und darüber, welche Schilderungen den Fakten entsprechen und welche fiktiv sind. Ein intensives Buch, großartig geschrieben, fundiert recherchiert und einfach nur empfehlenswert !

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  • Von William, dem Eroberer

    Das zweite Königreich

    Stefan83

    16. October 2011 um 09:48

    Drei Jahre hat es gedauert bis Rebecca Gablé ihrem Erstling und Überraschungserfolg "Das Lächeln der Fortuna" einen weiteren historischen Roman folgen ließ. Zeit, die sie unter anderem darauf verwandt hat, genaueste Recherchen über die englische Geschichte zu betreiben, um ihrem zweiten Werk noch mehr Authentizität und historische Tiefe zu verleihen. Nach Beendigung der Lektüre von "Das zweite Königreich" kann man wohl reinen Gewissens behaupten: Die Wartezeit für den Leser hat sich mehr als gelohnt. Nicht nur, dass Rebecca Gablé sich nun wesentlich kürzer fasst und den Handlungsrahmen strafft (ihr Vorgänger wirkt streckenweise aufgrund arg langatmiger Passagen etwas überladen), auch die Figuren sind um einiges vielschichtiger geworden und haben an Facettenreichtum gewonnen. War Robin of Waringham doch Zeit seines Lebens zielstrebig, tugend- und ehrenhaft, wartet die diesmalige Hauptfigur Caedmon of Helmsby auch mit einigen charakterlichen Schwächen auf. (Welche das im Einzelnen sind, soll der Leser selbst herausfinden). Im Jahre 1064 wird dieser bei einem Überfall der Dänen so schwer verletzt, dass er fortan hinkt und dadurch in den Augen seines Vaters zur Belastung wird. Als der Earl of Wessex, Harold Godwinson, für seine Reise in die Normandie einen Übersetzer sucht, wird Caedmon von seinem Vater kurzerhand mitgeschickt. Nach Umwegen am Hof des Herzogs William angekommen, bleibt er auch nach der Abreise Harold Godwinsons als Geisel dort und wird, wie alle Jungen seines Alters, im Kampf ausgebildet. Zwei Jahre gehen ins Land, in denen Caedmon nicht nur einige Freunde sondern auch seine große Liebe unter den Normannen findet. Als dann "Edward der Bekenner", der König von England, ohne Nachfolger stirbt, lässt sich Harold Godwinson kurzerhand selbst krönen, obwohl er zuvor unter Eid geschworen hatte, Williams eigenen Thronanspruch anzuerkennen. Außer sich vor Zorn ordnet William den Bau einer gewaltigen Flotte an, welche ihm zum Recht verhelfen soll. Als der Herzog an der englischen Küste landet und in der Schlacht bei Hastings die Armee von Harold Godwinson vernichtend schlägt, ist er plötzlich König eines ihm unbekannten Landes, dessen Sprache, Kultur und Lebensart er nicht versteht. Nun findet sich Caedmon unversehens in der Rolle des Vermittlers wieder, der den Eroberten die Angst vor den Normannen nehmen und eine Verständigung zwischen den Kulturen herbeiführen soll. Eine schwierige Aufgabe, ist England doch allerorts im Aufruhr und der neue König ein Despot mit einem Hang zu gefährlichen Zornesausbrüchen. Caedmon, der für die Normannen trotz seiner hohen Geburt als angelsächsischer Barbar gilt und für die Engländer ein Verräter am eigenen Volk ist, droht zwischen den Fronten zerquetscht zu werden. Wie oft ich diesen Roman nun schon gelesen habe, vermag ich nicht genau zu sagen. Drei oder viermal wird es aber sicherlich gewesen sein. Kein Wunder, übertrifft sich Rebecca Gablé auch hier wieder einmal selbst. Ob man will oder nicht: Für die Dauer der Lektüre ist man unrettbar im Mittelalter versunken, so bildreich, lebendig, intensiv und farbenfroh schildert die Autorin diesen Teil der englischen Geschichte. Und dank dieser Schilderungen ist es auch umso leichter ein Verständnis für die Menschen dieser Zeit zu entwickeln, für die Williams Eroberung entgegen ihrer eigenen Ansicht einen großen Fortschritt dargestellt hat. Gablés Portrait von William, dem Eroberer, ist ohnehin das Glanzstück dieses Romans und gehört zum Besten, was ich in diesem Genre bisher gelesen habe. Wie nah sie damit der wahren geschichtlichen Figur gekommen ist, darf gerne bezweifelt werden. Fakt ist aber: Gerade dieser vielschichtige (furchterregend und doch gleichzeitig majestätisch beeindruckend) Charakter, macht "Das zweite Königreich" so einzigartig. Eine starke Persönlichkeit, wie überhaupt der Großteil der von ihr beschriebenen Personen, die so vielschichtig und komplex wie die Geschichte selbst sind. Hinzu kommen die vielen Wendungen in der Story, die überraschen und nicht selten emotional berühren. Insgesamt ist "Das zweite Königreich" ein mitreißendes Meisterwerk, das bis zur letzten Seite für Lesevergnügen auf allerhöchstem Niveau sorgt. Fesselnd, atemberaubend und hervorragend recherchiert. Fans historischer Romane kommen an diesem Titel nicht vorbei.

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  • Rezension zu "Das zweite Königreich" von Rebecca Gablé

    Das zweite Königreich

    carolin_michalke

    04. October 2011 um 21:07

    Durch dieses Buch hat meine Gablé Vernarrtheit überhaupt nur begonnen. Ich habe es das erste Mal bei meiner Tante gelesen und war wirklich überrascht wie schnell ich das durch hatte denn 880 Seiten sind ja nicht gerade wenig, aber ich konnte es halt einfach nicht aus der Hand legen. Ich kann allerdings immernoch nicht genau sagen was mir an diesem Buch am besten gefällt. Die Liebesgeschichte zwischen Cædmon und Aliesa ist einfach unglaublich romantisch. Etwas Klischee ist auch dabei aber ohne kommt glaub ich keine gute Liebesgeschichte aus. William der Bastard ist auch wirklich faszinierend. Er ist grausam und manchmal voller Willkür und doch bin ich der Meinung das er England wirklich gut getan hat. Durch seine Politik, der Können als Herrscher und einfach die Verknüpfung der Normandie und England. Cædmon war teilweise Übersetzer und Berater und man merkt wirklich wie gefährlich das sein kann so zwischen die Fronten zu geraten. Jedoch nimmt sein Einfluss immer mehr zu und dadurch das er auch der Lehrer von Williams jüngeren Söhnen ist konnte er sie wirklich für England begeistern und zur Verständigung zwischen Normannen und Engländern sorgen, auch wenn er das selbst nie so gesehen hat. Es ist einfach ein fantastisches Buch über Liebe, Freundschaft, Macht und Ruhm. Mehr kann ich eigentlich dazu nicht sagen weil man es einfach lesen muss um das nachzuempfinden.

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  • Rezension zu "Das zweite Königreich" von Rebecca Gablé

    Das zweite Königreich

    arno

    19. July 2011 um 18:37

    Das Buch stand bei mir jahrelang ungelesen im Regal, weil es sich nicht zu den anderen Büchern einfügte, aber ich sagte mir bald kommt ein neuer Rebecca Gablé da muß das alte erst mal aufgearbeitet werden und siehe da es hat sich gelohnt. Ich habe das Buch in 2,5 Tagen ausgelesen einmal bis morgens um 3 Uhr. Eine Geschichte die in der Normannischen Braut eine paralelle findet. Ich kann dafür 5 Sternchen vergeben.

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