Der dunkle Thron

von Rebecca Gablé 
4,4 Sterne bei403 Bewertungen
Der dunkle Thron
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (349):
Odenwaldwurms avatar

Wieder eine tolle Story über die Familie Waringham. Ich kann das Buch nur sehr empfehlen. Ich liebe die Bücher von R. Gable.

Kritisch (11):
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Nicht spannende, zum x-ten Mal von Gablé durchgekaute Story mit klischeehaften Charakteren. Für mich ihr bisher schlechtestes Buch, leider.

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Inhaltsangabe zu "Der dunkle Thron"

London 1529: Nach dem Tod seines Vaters erbt der vierzehnjährige Nick of Waringham eine heruntergewirtschaftete Baronie - und den unversöhnlichen Groll des Königs Henry VIII. Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von der Königin scheiden zu lassen. Bald sind die "Papisten", unter ihnen auch Henrys Tochter Mary, ihres Lebens nicht mehr sicher. Doch in den Wirren der Reformation setzen die Engländer ihre Hoffnungen auf Mary, und Nick schmiedet einen waghalsigen Plan, um die Prinzessin vor ihrem größten Feind zu beschützen: ihrem eigenen Vater -

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404168439
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:1008 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:16.08.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.09.2011 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Beeindruckende Fortsetzung der Waringham-Saga, Lesespaß pur....!
    Beeindruckende Fortsetzung der Waringham-Saga, Lesespaß pur....!

    Einen knappen Einblick (einen sehr, sehr knappen) erhält der Leser hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Toll, dass es der Autorin auch im 4. Band der Reihe gelingt die Leserschaft zu fesseln. Immerhin hat man ja bis dahin schon über 3500 Seiten gelesen und nähert sich mit dem Ende dieses Bandes der 4600er Marke. Und trotzdem keinerlei Ermüdungserscheinungen! Das ist sehr bemerkenswert.

    Inhaltlich ist das Konzept natürlich immer weitestgehend gleich: Geschickt - ja geradezu meisterlich - schafft es die Autorin tatsächliche historische Ereignisse mit einer spannenden, abwechslungsreichen fiktiven Handlung zu vermischen. Das schafft sie so (scheinbar) mühelos und perfekt, dass es dem Leser überhaupt nicht auffällt. Im Gegenteil: Wie die Autorin im Nachwort selber anmerkt, sind es gerade oftmals die kuriosesten Begebenheiten, die den historischen Fakten entsprechen. Dankenswerterweise hat sie einige davon exemplarisch aufgeführt.

    Die Schreibweise ist flüssig und klar - man kann das Buch trotz des Umfangs gut lesen. Ich darf (hoffentlich) aus einer anderen Rezension eine Aussage zitieren die mir sehr passend erscheint:

    Das Buch ist zu lang, um es in einem Rutsch zu lesen, obwohl man gerne möchte. Und es ist zu kurz, weil man nicht genug davon bekommen kann.

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    RealMajos avatar
    RealMajovor 10 Monaten
    Spannendes Geschichtserlebnis

    Der dunkle Thron ist der vierte Teil der Waringham-Saga. Sie handelt von der erfundenden Adelsfamilie Waringham die von Rebecca Gable überaus spannend in die echte englische Geschichte eingebaut wurde. Da alle Teile zu unterschiedlichen Zeiten spielen ist es nicht erforderlich die vorherigen Teile zu kennen.
    Dieser Teil spielt zu Zeiten Henrys des VIII und handelt von Nicolas of Waringham und seinem Leben zwischen Glaubensstreitigkeiten, den intrigen am englischen Hof und den allgemeinen Problemen die man 16. Jahrhundert so hatte.

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    L
    Lesebegeistertevor einem Jahr
    ..toll..

    Endlich die Fortsetzung der Warningham Saga. Für Gable Fans ein absolutes Highlight! Der Roman spielt in der Zeit von Henry 8. Ich fand dieses Buch sehr spannend. Unbedingt Lesen!

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 2 Jahren
    Teil 4 der Waringham-Saga


    "Vielleicht sind Männer wie ich so überholt und überflüssig geworden wie Schlachtrösser, die meine Vorfahren einst gezüchtet haben. Aber kein Waringham hat sich je einem Tyrannen unterworfen. Und ich schwöre bei Gott, ich werde nicht der erste sein."


    London 1529: Nicholas of Waringham ist 14 Jahre alt, als sein Vater stirbt und er somit eine heruntergewirtschaftete Baronie in Kent erbt. Als neuer Earl muss er schnell erwachsen werden, denn er will um jeden Preis verhindern, dass Waringham seiner verhassten Stiefmutter und ihrem machtgierigen Bruder in die Hände fällt. Leider hat der Name Waringham bei König Henry VIII. keinen guten Stand und als er schließlich den Grund dafür erfährt, weiß Nick, dass er diesem König niemals loyal ergeben sein kann.   
    Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von seiner ersten Frau Catalina scheiden zu lassen, denn die Königin hat ihm bisher keinen männlichen Erben geschenkt. Außerdem hat Henry sich in die junge Anne Boleyn verguckt und will sie heiraten. Dafür ist ihm jedes Mittel recht und Catalina fürchtet um ihre Tochter Mary. Sie ringt Nick, dessen Mutter sie gut kannte, das Versprechen ab, sich für Mary einzusetzen und sie zu beschützen, zur Not auch gegen ihren eigenen Vater. 
    Aufgrund der Bemühungen Henrys die Kirche zu reformieren, sind die "Papisten", zu denen auch Mary gehört, ihres Lebens nicht mehr sicher. Aber die Engländer lieben "ihre Prinzessin" und daran können auch Henrys weitere Ehen und Kinder nichts ändern. Nick riskiert alles, damit Mary überlebt und doch noch eines Tages zu ihrem Recht kommt: Königin von England zu werden. Und dabei setzt er mehr als einmal sein eigenes Leben, das seiner Familie und Freunde sowie sein Zuhause in Waringham aufs Spiel...

    "Der dunkle Thron" ist der vierte Teil der großartigen Waringham-Saga von Rebecca Gablé. Dieses Mal spielt die Geschichte zur Zeit von Henry VIII und Nicholas ist bereits der Ur-Enkel von Julian of Waringham, den wir in "Spiel der Könige" kennengelernt haben. 
    Über einen Zeitraum von rund 20 Jahren begleiten wir Nick auf seinem Weg. Im Gegensatz zu den Vorbänden, gibt es kaum Kämpfe und Schlachten, denn die Zeit der Rosenkriege ist vorbei. Aber deswegen fand ich die Geschichte nicht weniger spannend oder interessant. Wie immer vermischt Rebecca Gablé gekonnt historische Fakten und Ereignisse mit Fiktion, nutzt "weiße Flecken" in der Historie und füllt sie glaubhaft. Und am Ende denkt der Leser: Genau so könnte es gewesen sein. Warum sollte es nicht eine neutrale Person gegeben haben, der Mary Tudor über die Jahre unterstützt hat? 
    Wir erleben König Henry und seine sechs Frauen, von denen zwei buchstäblich den Kopf verloren, weil er ihrer überdrüssig wurde. Er wird hier als ziemlich unsympathischer Tyrann dargestellt, aber ich finde es sehr glaubhaft, dass er tatsächlich so gewesen ist. 
    Auch die im Land stattfindende Reformation und die daraus resultierenden Folgen für die Menschen werden sehr gut dargestellt. 

    Was die Charaktere betrifft, so hatte ich zwischendurch ein paar Probleme mit Nick und zwar was das Verhalten Polly gegenüber betrifft. Natürlich war das damals eine andere Zeit, aber trotzdem fand ich sein Benehmen ziemlich gemein und arrogant. Mit der Zeit legte sich das aber wieder und zum Ende hin konnte ich ihm auch verzeihen. *g* Auf jeden Fall ist er ein typischer Warimgham, der sich mehr als einmal um Kopf und Kragen redet. 
    Besonders ins Herz geschlossen hatte ich Francis und musste oft schmunzeln bei der Vereinbarung der fünf Fragen. *g*
    Auch fand ich es schön, dass mit Madog und Owen zwei Figuren aus der Vergangenheit die Vorgeschichte wieder ein bisschen lebendiger machten. 
    Hinten im Buch findet man einen Stammbaum der Waringham, der sehr hilfreich war sowie eine Aufstellung der wichtigen Personen am Anfang. 

    Abschließend kann ich sagen, dass mir auch dieser Teil der Geschichte der Waringham sehr gut gefallen hat und ich mich gut unterhalten fühlte. Rebecca Gablé hat die wunderbare Gabe, Geschichte so lebendig werden zu lassen, als wäre man dabei gewesen. 

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    Postbotes avatar
    Postbotevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Geschichte um König Heinrich den achten, sein Lebensweg mit Gefolge, die Intrigen und Schaffote, genial verpackt.
    Geschichte gut verpackt.

    Einige Male habe ich schon England bereist. Auf meinen Entdeckungstouren wird einem die Geschichte von England dort sichtlich vorgestellt. Vor allem die Tudorzeit, hat ihre Spuren sichtlich hinterlassen.
    Da kommt so ein Roman gerade Recht.

    Nick Warringham liebt Pferde über alles. Auch hat er Beziehungen durch seine Familie zum Königshaus. Vor allem zu Heinrichs Ehefrau Nr.1, Katharina und ihrer Tochter Mary. Katharina ist besorgt um ihre Tochter Mary, da Heinrich sich entscheidet eine neue Beziehung mit Anne Boleyn einzugehen. Anne will ihm den erwünschten Sohn und Thronfolger gebären. Aber sie will nicht nur das, sie will alles, sie will Königin werden. Allerdings müsste sich Heinrich von Katharina scheiden lassen, das nicht so ohne Probleme geht, er bräuchte die Zustimmung vom Papst. Dieser willigt nicht ein.
     Mary wäre die eigentliche Thronfolgerin. Doch Anne hat Heinrich voll im Griff. Sie möchte erst schwanger sein, wenn sie Königin ist.
    Heinrich will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von seiner Königin scheiden zu lassen, alles nur für Anne.
    Katharina bittet Nick, auf Mary aufzupassen und zu beschützen. Sie sieht ihre Tochter in Gefahr. Mary hat ihren Vater als eigenen Feind im Nacken. Doch die Bevölkerung zeigt Sympathie für Mary, als Thronfolgerin.
    Nick begibt sich mit Mary auf eine gefährlichen Weg.

    Ein Buch mit 1000 Seiten hat mich ein wenig abgeschreckt. Doch beim lesen vergass ich die Anzahl der Seiten und vertiefte mich immer mehr und mehr in diesen sehr gut recherschierten Historischen Roman mit seinen brutalen Machtschaften von König Heinrich dem achten.
    Sein Leben, seine Ehefrauen, sein ewiger Druck einen Erben zu zeugen, seine Verleumdungen gegenüber seinen Töchter, die in seinen Augen nur Bastarde waren, wurden sehr reel beschrieben. Seine Brutalität gegenüber anderst, religiösen denkenden, auch Nick hat es zu spüren bekommen. Köpfen, Foltern und Intrigen lagen an der Tagesordnung. Ein König der Dir schnell zum Aufstieg verhalf, allerdings konnte er Dich genauso schnell fallen lassen. Die, die gefallen sind, hatten so gut wie ihr Totesurteil intus.
    Nick Waringham kommt aus einer Baronie, die allerdings sehr heruntergewirtschaftet war. Zudem hatte er eine Böse Stiefmutter und zwei genauso böse Stiefgeschwister, die ihm das Leben auch nicht leichter machen. Er widmet sich hingebungsvoll seinen Pferden und der Zucht.
    Da Heinrich dies nicht verborgen blieb das Nick, Mary beschützen soll, so hat er es auch von der Seite nicht einfach.
    Heinrich sperrt Mary ein.
    Nick geht einen steinigen Weg, um Mary gerecht zu werden.
    Deutlich werden die Nutzen beschrieben, wie bei den Boleyns, wenn man eine junge hübsche Tochter hat, wie Anne, zuvor ihre Schwester, wenn man gute Beziehungen zum König hat, vor allem übers Bett. So kann Aufstieg auch gelingen.
    Ein historischer Roman, der mich sehr gut unterhalten hat. Ich konnte mir sehr viele Szenen bildlich vorstellen. Habe mit den armen, oft unschuldigen Opfern, die geköpft wurden mitgelitten. Vor allem sah ich in Heinrich eigentlich einen sehr "armen König", getrieben von seiner Pflicht einen Erben zu zeugen, obwohl das Volk Mary akzeptiert hätte.
    Der Schreibstil war sehr flüssig, trotz der vielen Seiten konnte ich jeder Handlung, jedem Kapitel und Abschnitt, absolut gut folgen.
    Die Autorin hat zum Schluss noch erläutert, was an dem Roman erfunden war. Das fand ich sehr informativ. Vor allem war Nick eine Romanfigur.
    Der Rest der Protagonisten rund um Heinrich war echt reel, so habe ich es auch beim lesen empfunden.
    5 Punkte. 
     

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    letusreadsomebooksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Nicht spannende, zum x-ten Mal von Gablé durchgekaute Story mit klischeehaften Charakteren. Für mich ihr bisher schlechtestes Buch, leider.
    Der Tiefpunkt der Waringham Saga

    Nachdem im Jahr 1529 sein Vater stirbt, erbt Nicholas of Waringham neben einer heruntergewirtschafteten Baronie auch die Feindschaft von Henry VIII. Der König versucht sich von der katholischen Kirche loszusagen, um sich von seiner Frau Catalina von Aragon scheiden zu lassen. Schon bald müssen die „Papisten“, unter denen sich Mary, die Tochter des Königs befindet, um ihr Leben fürchten. In den Wirren der Reformation steht einzig Nicholas weiter treu zu Mary und schmiedet einen Plan, der die Prinzessin vor ihrem Vater schützen soll…

    In den letzten Jahren habe ich viele historische Romane von Rebecca Gablé gelesen und muss leider sagen, dass Der dunkle Thron mit Abstand ihr schwächstes Buch ist. Was mich am meisten gestört hat, ist vor allem der Hauptcharakter Nicholas of Waringham. Er war mir von Anfang an völlig unsympathisch, was vor allem daran liegt, dass er ständig hohe moralische Ansprüche an andere stellt, die er selbst in keiner Weise erfüllt. Seine Stiefmutter, die durchweg als bösartiger und gemeiner Charakter dargestellt wird und ständig versucht Nicholas zu behindern, beschreibt ihn als „hochmütig und selbstgefällig“ und hat damit völlig Recht. Damit wären wir auch schon bei einem weiteren Kritikpunkt, der Darstellung der Antagonisten. Diese sind eigentlich alle nur böse und egoistisch und besitzen keine nennenswerten positiven Charakterzüge. König Henry VIII. ist nicht mehr als ein fetter, selbstsüchtiger und etwas dümmlicher Monarch, der ab und zu in einer Szene vorkommt, dem Leser ansonsten nicht näher gebracht wird. Man fragt sich nach der Darstellung des Buches, wie er es eigentlich geschafft hat, England solange zu regieren. Auch Thomas Cromwell, eine prägende Figur der englischen Reformation, wird ebenso undifferenziert beschrieben. Er tritt vor allem dann auf, wenn es darum geht, „Papisten“ zu verhaften und zu foltern. Dass er ein sehr streitbarer Charakter ist, soll hier in keiner Weise beschönigt werden, aber sowohl er als auch Henry VIII. haben mehr Differenzierung verdient, als es die Autorin anscheinend für nötig gehalten hat. Im Anhang fällt zudem die Bemerkung, dass Frau Gablé keine Persönlichkeit so sehr gehasst hat wie Henry VIII., was der Handlung häufiger anzumerken ist. Der Versuch Nicholas Stiefmutter und Stiefschwester, von ihm liebevoll „Sumpfhexe“ und „Brechnuss“ genannt, als nur bösartig zu beschreiben, ist zumindest bei mir nicht aufgegangen. „Brechnuss“ ist eigentlich für mich der einzige Charakter, der nicht nur schwarz weiß gezeichnet ist und immer wieder Dinge tut, die mich überraschten. Neben Nicholas spielt vor allem die Prinzessin Mary eine große Rolle. Leider ist ihre Darstellung ebenso wenig differenziert wie die ihres Vaters. Generell wird alles was sie tut oder sagt von Nicholas stillschweigend akzeptiert oder sogar bewundert.

    Neben der Kritik an den Charakteren hat mich vor allem gestört, dass Nicholas häufig nicht dabei ist, wenn etwas Wichtiges geschieht, das die Handlung voranbringt. Als Charakter ist er zwar so angelegt, dass er sich dazu entscheidet, dem Hof fernzubleiben und sich politisch zu isolieren, aber als Leser war es doch langweilig, von großen Ereignissen oftmals nur durch die Berichte von anderen Personen zu erfahren.

    Der dunkle Thron ist für mich der Tiefpunkt um die fiktive Geschichte der Waringhams. Mit Nicholas hat die Autorin einen absolut unsympathischen „Helden“ geschaffen, der mich nach einiger Zeit nur genervt hat und dessen Ansprüche offensichtlich nicht für ihn selbst gelten. Da auch die historischen Persönlichkeiten wie Henry VIII., Thomas Cromwell und Prinzessin Mary nur sehr undifferenziert oder klischeehaft dargestellt werden und die Handlung letztlich nicht wirklich spannend ist, kann ich diesen Teil der Waringham Saga nicht empfehlen.

     



    (ACHTUNG, SPOILER!!!

    ...Verbunden mit Mary ist einer meiner größten Kritikpunkte: Das Ende des Buches. Das Ganze endet mit ihrer Krönung, soweit so gut. Dass sie von ihren Untertanen den Beinamen „die Blutige“ bekam, wird nur in den Anmerkungen kurz erwähnt. Ebenso kurz erwähnt wird, dass unter ihrer Herrschaft ca. 300 Personen, vor allem Protestanten, verbrannt wurden. Dieser Umstand wird von der Autorin lapidar damit erklärt, dass es damals eben so üblich war. Es wirkt seltsam auf mich, wenn die Autorin Henry so stark verurteilt und Mary so sehr verteidigt. Während Henrys 40 Regierungsjahren wurden ca. 80 Personen zum Tode verurteilt, seine Tochter brachte es, wie bereits gesagt, in fünf Jahren dann auf 300. Der Umstand, dass der Roman einfach mit der Krönung endet und die weiteren Entwicklungen von Mary Regierungszeit verschweigt, die ein spannender Stoff gewesen wären, ist mir unerklärlich. Vielleicht hätte es Nicholas dann auch endlich einmal geschafft, Umstände kritisch zu hinterfragen.)

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    LindyBookss avatar
    LindyBooksvor 3 Jahren
    Rezension zu "Der dunkle Thron" von Rebecca Gablé

    London 1529: Nach dem Tod seines Vaters erbt der 14-jährige Nick of Waringham eine heruntergewirtschaftete Baronie - und den unversöhnlichen Groll des Königs Henry VIII. Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von der Königin Katharina von Aragon scheiden zu lassen, bzw. die Ehe für ungültig erklären zu lassen, damit seine Tochter Mary Tudor (später Königin Mary I.) als Bastard gilt und nicht sein Thronerbe werden kann. Bald sind die "Papisten", unter ihnen auch Mary, ihres Lebens nicht mehr sicher. Doch die Wirren der Reformation setzen die Engländer ihre Hoffnungen auf Mary, und Nick schmiedet einen waghalsigen Plan, um die Prinzessin vor ihrem größten Feind zu beschützen: ihrem eigenen Vater...

    "Der dunkle Thron" ist Band Nummer 4 der Waringham-Saga und, obwohl es anfangs sehr gewöhnungsbedürftig war, dass bei den Waringhams zwei Generationen übersprungen wurde, dabei zeitlich aber gar nicht soo viel vergangen ist (die Menschen haben zu dieser Zeit noch nicht so lange gelebt), sodass man erst einmal ganz genau den Stammbaum ansehen muss, um nachvollziehen zu können, von wem die handelnden Personen abstammen und wie die familiären Beziehungen untereinander eigentlich sind. Weiterhin war gewöhnungsbedürftig, dass es gar nicht mehr im Mittelalter spielt, sondern in der Renaissance, man merkt also die Veränderungen. Es gibt keine richtigen Ritter mehr, die Reformation ist ein sehr großes Thema, Kinder gehen zur Schule, ... Aber trotzdem ist man schnell wieder in der Handlung drin, die "echte" Geschichte ist nach wie vor sehr interessant, vor allem mal über König Henry VIII. zu lesen, der ja für seine 6 Frauen sehr bekannt ist, und insgesamt war es wieder spannend von Anfang bis Ende und die Fiktion mit der Wahrheit wie immer gut miteinander verwoben.

    Ich bin schon sehr gespannt auf den 5. Band "Palast der Meere", das zum Glück direkt mit der nächsten Waringham-Generation weitergeht, alle Personen also einem schon bekannt und vertraut sind.

    Mal wieder ein sehr gelungener historischer Roman, es lohnt sich wirklich, die gesamte Waringham-Saga, von "Das Lächeln der Fortuna" an, zu lesen! 5 Sterne, was sonst... ;-)

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Der Waringham-Saga vierter Teil. Opulent wie seine Vorgänger. Trotzdem hat er mich nicht überzeugt
    Sympathieträger sehen anders aus ...

    Einige Generationen Waringhams wurden übersprungen.
    Der aktuelle Waringham ist Nicholas of Waringham, der gerade einmal 14 Jahre alt ist, als sein Vater hingerichtet wird. Wieder einmal haben es sich die Herren von Waringham mit ihrem König verscherzt.

    Die Baronie, die Nick 1529 nach dem Tod seines Vaters erbt, ist heruntergewirtschaftet. Als dramaturgische Draufgabe erhält er eine unliebsame Stiefmutter und eine zickige Stiefschwester, die ihm das Leben schwermachen.

    Auch Nicholas ist ein „echter“ Waringham. Es kann seinen Mund nicht halten, redet sich bei jeder Gelegenheit um Kopf und Kragen und politisches Fingerspitzengefühl ist ihm völlig fremd. Die Zahl seiner Feinde ist ansehnlich.

    Dazu kommt, dass Anne Boleyn das Herz Henrys erobert hat und dieser die Scheidung von seiner ersten Frau Katharina von Aragon begehrt.
    Dieses Ansinnen stürzt ganz Europa in ein Dilemma ungeahnten Ausmaßes. Das Ergebnis kennen wir.

    Ob aus puren Widerspruchsgeist oder Solidarität mit den Unterlegenen, ist für mich nicht zu spüren, Nick fühlt sich verpflichtet zu Henry in Opposition zu gehen.
    Dummerweise sitzt der König am längeren Ast …

    Dieser Band hat nicht mein ungeteiltes Wohlwollen. Üppige Bilder und weit verzweigte Verwandtschaft sind ja das Markenzeichen von Rebecca Gablés Büchern. Doch diesmal sind es eine Spur zu viele.

    Ich empfinde Nick als Spiegelbild des Königs - egozentrisch, selbstherrlich und Frauen verachtend. Sie sind für ihn nur Mittel zum Zweck.
    Leider kann ich wenig Sympathie für Nick entwicklen.

    Ich meine, dass die Waringhma-Saga als Trilogie bestens aufgestellt war. Der vierte Band wirkt auf mich nun doch ein wenig krampfhaft. Vieles wird, obwohl die Autorin eine Meisterin des Perspektivenwechsels ist, nur eindimsensional dargestellt. Schade!





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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein dunkler Teil der englischen Geschichte wird hier gut erzählt.
    Die Waringhams gehen in die vierte Runde

    Mit dem historischen Roman "*Der dunkle Thron*" schrieb "*Rebecca Gablé*" ihren 4. Band der englischen Waringham Saga. Die Erfolgsreihe erscheint im "*Bastei Lübbe Verlag*".

    London 1529: Nicholas of Waringham erlebt wie sein Vater an den Folgen der Folter im Tower von London stirbt. Der Verwurf gilt der Beteiligung an der Verbreitung von ketzerischen Schriften. Nick ist gerade mal 14 Jahre alt, als er die heruntergewirtschaftete Baronie Waringham erbt. Gleichzeitig zieht er sich mit seinem Namen den Groll Königs Henry VIII. auf sich. Der König will sich von der katholischen Kirche lossagen, um so die Scheidung von seiner Frau Katharina von Aragón möglich zu machen. Die "Papisten", zu denen auch Hernys Tochter Mary gehört, sind sich ihres Lebens nicht mehr sicher. Die Reformationsbewegung setzt ein. Der waghalsige Nicholas setzt sich für den Schutz Marys ein. Das zieht ihn in den Strudel der Politik und bringt seine Familie in Gefahr.


    In diesem Roman erlebt man das Zeitalter der aufkommenden Renaissance und verlässt die Szenerie der für mittelalterliche Romane üblichen Kampfeshandlungen. Die Autorin zeigt statt dessen die innenpolitischen Wirren Englands zur Zeit der Reformation und die willkürliche Herrschaft König Henry VIII. Seine grausame Regentschaft ist geprägt von seiner Lüsternheit und seinem Frauenverschleiss und so sind die Waringhams nicht mehr die engen Vertrauten des Königs. Sie stehen dafür loyal hinter der sympathisch dargestellten Prinzessin Mary, die Henry durch die Scheidung von ihrer Mutter von der Erbfolge auf den Rang eines Bastards degradiert.
     
    Nicholas of Waringham ist ein würdiger Spross seiner Familie. Er bleibt seinem Treueeid und seinen Prinzipien treu und lässt sich nicht beirren, Folter und Todesandrohungen zum Trotz. Gleichzeitig sorgt er für ein Aufblühen der Baronie, indem er die Pferdezucht von Schlachtrössern auf Reitpferde umstellt. Dabei macht ihm seine Stiefmutter das Leben schwer. Das er mit seiner Treue zu Königin Katharina von Aragón und ihrer Tochter Prinzessin Mary sich zum Ziel von Intrigen und Anfeindungen macht, ist im Roman der spannendste Handlungsstrang. Immer wieder gerät er in die Machtkämpfe des Königs oder in religiöse Fehden und dabei muss er mutig und intelligent einen Weg aus der Gefahr finden.

    Rebecca Gablé schildert diese Zeit der Renaissance und des Umbruchs zur Zeit Martin Luthers sehr anschaulich. Ihr Roman steht auf gut recherchierter Basis. Die Willkür von König Henry VIII. wird gut deutlich und die Autorin  erklärt die historischen Begebenheiten in der ihr üblichen authentischen Weise. Die Charaktere der Zeit umfassen nicht nur König Henry VIII., seine sechs Ehefrauen und Kinder, sondern auch Grössen wie Lord Chancellor Thomas Cromwell und Nick Waringhams Mentor Thomas More.
    Die Figuren wirken sehr lebendig und gerade das Umdenken durch die Reformierten macht diesen Roman unterhaltsam und erfüllend zu lesen.
     

    Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und auch so spannend beschrieben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, obwohl ich doch von den religiösen Fehden, Folterungen und Enthauptungen recht genervt war. Doch für die Historie kann man der Autorin keinen Vorwurf machen. Allein das positive Bild der Prinzessin Mary erscheint mir zu geschönt, macht sie sich doch in ihrer Regentschaft als "Bloody Mary" einen Namen, der alles andere als friedfertig gilt. 

    Für einen besseren Überblick runden Karten, Personenregister und ein interessantes Nachwort der Autorin das Buch ab.

    Wieder einmal hat es Rebecca Gablé geschafft, mich in ein historisches Abenteuer zu ziehen, das die Schwierigkeiten der damaligen Zeit anschaulich widerspiegelt. Ihr Held Nicholas Waringham ist ein ehrenhafter Nachfahre seiner Familie und macht diesen Roman so persönlich nachvollziehbar und interessant. Ein wunderbarer Roman mit spannenden Einblicken in das Leben König Henry VIII.

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    MissWatson76s avatar
    MissWatson76vor 3 Jahren
    Für mich das Beste der Waringhams

    Für mich persönlich bisher das düsterste aber auch das beste Buch aus der Reihe. Möglich dass es mit den geschichtlichen Ereignissen um Henry VIII und Anne Boleyn und seinen anderen Ehefrauen zusammenhängt, weil ich dieses Kapitel schon sehr spannend und düster finde. 

    Sehr sympathische Protagonisten und gute Story. 

    Hier muss man gar nicht viele Worte verlieren trotz der 1000 Seiten. Es ist gut aufgebaut, sehr lesenswert und macht Spaß! 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    L
    iSt der dunkle Thron von rebecca gable teil einer reihe? ich hab kein plan, aber ich will das buch meiner mum zum geburzstag schenken. wenn es eine reihe ist, wie ist die reihenfolge und was das erste buch oder ists keine reihe???ß
    Zum Thema
    antjemues avatar

    Hallo Zusammen, ich möchte hier eine Leserunde zum 4. Teil der Waringham-Saga "Der dunkle Thron" von Rebecca Gable eröffnen.

    Losgehen soll es am 05.11.2012.

    Innerhalb des letzten Jahres habe ich  die anderen drei Teile gemeinsam mit zwei anderen Userinnen gelesen und es hat uns eine Menge Spaß gemacht.

    Wer das Buch auf dem SuB hat oder sich das Buch noch besorgen und sich anschließen möchte ist herzlich eingeladen.

    Eine Einteilung in Unterthemen werde ich in den nächsten Tagen vornehmen.

    Lesewutzs avatar
    Letzter Beitrag von  Lesewutzvor 6 Jahren
    Wusst ich auch nicht, aber supi... :)
    Zur Leserunde
    Alesais avatar
    Hallo ihr Lieben, meine Mutter ist der totale Rebecca Gablé Fan. Jetzt kommt ihr neues Buch 'der dunkle Thron' raus. Hat jemand von euch schon vorab reinlesen können? Würde es gerne vorbestellen, aber meine Mutter hat schon im Juli Geburtstag und das wäre dann der absolute Blindkauf/Geschenk. Vielleicht also hat es hier schon jemand gelesen und kann sagen, ob ich es wagen kann. Danke Alesai
    Zum Thema

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