Rebecca Gablé Der dunkle Thron

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Inhaltsangabe zu „Der dunkle Thron“ von Rebecca Gablé

London 1529: Nach dem Tod seines Vaters erbt der vierzehnjährige Nick of Waringham eine heruntergewirtschaftete Baronie - und den unversöhnlichen Groll des Königs Henry VIII. Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von der Königin scheiden zu lassen. Bald sind die "Papisten", unter ihnen auch Henrys Tochter Mary, ihres Lebens nicht mehr sicher. Doch in den Wirren der Reformation setzen die Engländer ihre Hoffnungen auf Mary, und Nick schmiedet einen waghalsigen Plan, um die Prinzessin vor ihrem größten Feind zu beschützen: ihrem eigenen Vater -

Ich mag den Schreibstil und die Geschichte der Waringhams an der Seite der englischen Könige.

— Germania
Germania

Mein erster Roman von Rebecca Gable. Die Teile sind auch "einzeln" gut lesbar. Als Reihe gelesen, jedoch empfehlenswerter.

— Leseraupe
Leseraupe

Geschichte um König Heinrich den achten, sein Lebensweg mit Gefolge, die Intrigen und Schaffote, genial verpackt.

— Postbote
Postbote

Nicht spannende, zum x-ten Mal von Gablé durchgekaute Story mit klischeehaften Charakteren. Für mich ihr bisher schlechtestes Buch, leider.

— letusreadsomebooks
letusreadsomebooks

Der Waringham-Saga vierter Teil. Opulent wie seine Vorgänger. Trotzdem hat er mich nicht überzeugt

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Soapartige Famiiensaga auf historischer Folie. Die Handelnden sind oft zu modern, manchmal hölzern. Der Stil saust aber kurzweilig durch.

— Beust
Beust

Ich habe schon einige Heinrich Vlll Bücher gelesen. Auch dieses kann ich sehr empfehlen.

— Esther63
Esther63

Ein dunkler Teil der englischen Geschichte wird hier gut erzählt.

— sommerlese
sommerlese

Spannende Fortsetzung um Robin Waringham

— KatzeFerguson
KatzeFerguson

Bin immer wieder begeistert. Dieses Mal die Waringhams und die Durhams und Heinrich VIII. und seine sechs Frauen.

— Ansira
Ansira

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    Der dunkle Thron
    Lesebegeisterte

    Lesebegeisterte

    17. June 2017 um 09:08

    Endlich die Fortsetzung der Warningham Saga. Für Gable Fans ein absolutes Highlight! Der Roman spielt in der Zeit von Henry 8. Ich fand dieses Buch sehr spannend. Unbedingt Lesen!

  • Teil 4 der Waringham-Saga

    Der dunkle Thron
    Blackfairy71

    Blackfairy71

    10. June 2016 um 18:16

    "Vielleicht sind Männer wie ich so überholt und überflüssig geworden wie Schlachtrösser, die meine Vorfahren einst gezüchtet haben. Aber kein Waringham hat sich je einem Tyrannen unterworfen. Und ich schwöre bei Gott, ich werde nicht der erste sein."London 1529: Nicholas of Waringham ist 14 Jahre alt, als sein Vater stirbt und er somit eine heruntergewirtschaftete Baronie in Kent erbt. Als neuer Earl muss er schnell erwachsen werden, denn er will um jeden Preis verhindern, dass Waringham seiner verhassten Stiefmutter und ihrem machtgierigen Bruder in die Hände fällt. Leider hat der Name Waringham bei König Henry VIII. keinen guten Stand und als er schließlich den Grund dafür erfährt, weiß Nick, dass er diesem König niemals loyal ergeben sein kann.   Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von seiner ersten Frau Catalina scheiden zu lassen, denn die Königin hat ihm bisher keinen männlichen Erben geschenkt. Außerdem hat Henry sich in die junge Anne Boleyn verguckt und will sie heiraten. Dafür ist ihm jedes Mittel recht und Catalina fürchtet um ihre Tochter Mary. Sie ringt Nick, dessen Mutter sie gut kannte, das Versprechen ab, sich für Mary einzusetzen und sie zu beschützen, zur Not auch gegen ihren eigenen Vater. Aufgrund der Bemühungen Henrys die Kirche zu reformieren, sind die "Papisten", zu denen auch Mary gehört, ihres Lebens nicht mehr sicher. Aber die Engländer lieben "ihre Prinzessin" und daran können auch Henrys weitere Ehen und Kinder nichts ändern. Nick riskiert alles, damit Mary überlebt und doch noch eines Tages zu ihrem Recht kommt: Königin von England zu werden. Und dabei setzt er mehr als einmal sein eigenes Leben, das seiner Familie und Freunde sowie sein Zuhause in Waringham aufs Spiel..."Der dunkle Thron" ist der vierte Teil der großartigen Waringham-Saga von Rebecca Gablé. Dieses Mal spielt die Geschichte zur Zeit von Henry VIII und Nicholas ist bereits der Ur-Enkel von Julian of Waringham, den wir in "Spiel der Könige" kennengelernt haben. Über einen Zeitraum von rund 20 Jahren begleiten wir Nick auf seinem Weg. Im Gegensatz zu den Vorbänden, gibt es kaum Kämpfe und Schlachten, denn die Zeit der Rosenkriege ist vorbei. Aber deswegen fand ich die Geschichte nicht weniger spannend oder interessant. Wie immer vermischt Rebecca Gablé gekonnt historische Fakten und Ereignisse mit Fiktion, nutzt "weiße Flecken" in der Historie und füllt sie glaubhaft. Und am Ende denkt der Leser: Genau so könnte es gewesen sein. Warum sollte es nicht eine neutrale Person gegeben haben, der Mary Tudor über die Jahre unterstützt hat? Wir erleben König Henry und seine sechs Frauen, von denen zwei buchstäblich den Kopf verloren, weil er ihrer überdrüssig wurde. Er wird hier als ziemlich unsympathischer Tyrann dargestellt, aber ich finde es sehr glaubhaft, dass er tatsächlich so gewesen ist. Auch die im Land stattfindende Reformation und die daraus resultierenden Folgen für die Menschen werden sehr gut dargestellt. Was die Charaktere betrifft, so hatte ich zwischendurch ein paar Probleme mit Nick und zwar was das Verhalten Polly gegenüber betrifft. Natürlich war das damals eine andere Zeit, aber trotzdem fand ich sein Benehmen ziemlich gemein und arrogant. Mit der Zeit legte sich das aber wieder und zum Ende hin konnte ich ihm auch verzeihen. *g* Auf jeden Fall ist er ein typischer Warimgham, der sich mehr als einmal um Kopf und Kragen redet. Besonders ins Herz geschlossen hatte ich Francis und musste oft schmunzeln bei der Vereinbarung der fünf Fragen. *g*Auch fand ich es schön, dass mit Madog und Owen zwei Figuren aus der Vergangenheit die Vorgeschichte wieder ein bisschen lebendiger machten. Hinten im Buch findet man einen Stammbaum der Waringham, der sehr hilfreich war sowie eine Aufstellung der wichtigen Personen am Anfang. Abschließend kann ich sagen, dass mir auch dieser Teil der Geschichte der Waringham sehr gut gefallen hat und ich mich gut unterhalten fühlte. Rebecca Gablé hat die wunderbare Gabe, Geschichte so lebendig werden zu lassen, als wäre man dabei gewesen. 

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    • 8
  • Geschichte gut verpackt.

    Der dunkle Thron
    Postbote

    Postbote

    Einige Male habe ich schon England bereist. Auf meinen Entdeckungstouren wird einem die Geschichte von England dort sichtlich vorgestellt. Vor allem die Tudorzeit, hat ihre Spuren sichtlich hinterlassen. Da kommt so ein Roman gerade Recht. Nick Warringham liebt Pferde über alles. Auch hat er Beziehungen durch seine Familie zum Königshaus. Vor allem zu Heinrichs Ehefrau Nr.1, Katharina und ihrer Tochter Mary. Katharina ist besorgt um ihre Tochter Mary, da Heinrich sich entscheidet eine neue Beziehung mit Anne Boleyn einzugehen. Anne will ihm den erwünschten Sohn und Thronfolger gebären. Aber sie will nicht nur das, sie will alles, sie will Königin werden. Allerdings müsste sich Heinrich von Katharina scheiden lassen, das nicht so ohne Probleme geht, er bräuchte die Zustimmung vom Papst. Dieser willigt nicht ein.  Mary wäre die eigentliche Thronfolgerin. Doch Anne hat Heinrich voll im Griff. Sie möchte erst schwanger sein, wenn sie Königin ist. Heinrich will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von seiner Königin scheiden zu lassen, alles nur für Anne. Katharina bittet Nick, auf Mary aufzupassen und zu beschützen. Sie sieht ihre Tochter in Gefahr. Mary hat ihren Vater als eigenen Feind im Nacken. Doch die Bevölkerung zeigt Sympathie für Mary, als Thronfolgerin. Nick begibt sich mit Mary auf eine gefährlichen Weg. Ein Buch mit 1000 Seiten hat mich ein wenig abgeschreckt. Doch beim lesen vergass ich die Anzahl der Seiten und vertiefte mich immer mehr und mehr in diesen sehr gut recherschierten Historischen Roman mit seinen brutalen Machtschaften von König Heinrich dem achten. Sein Leben, seine Ehefrauen, sein ewiger Druck einen Erben zu zeugen, seine Verleumdungen gegenüber seinen Töchter, die in seinen Augen nur Bastarde waren, wurden sehr reel beschrieben. Seine Brutalität gegenüber anderst, religiösen denkenden, auch Nick hat es zu spüren bekommen. Köpfen, Foltern und Intrigen lagen an der Tagesordnung. Ein König der Dir schnell zum Aufstieg verhalf, allerdings konnte er Dich genauso schnell fallen lassen. Die, die gefallen sind, hatten so gut wie ihr Totesurteil intus. Nick Waringham kommt aus einer Baronie, die allerdings sehr heruntergewirtschaftet war. Zudem hatte er eine Böse Stiefmutter und zwei genauso böse Stiefgeschwister, die ihm das Leben auch nicht leichter machen. Er widmet sich hingebungsvoll seinen Pferden und der Zucht. Da Heinrich dies nicht verborgen blieb das Nick, Mary beschützen soll, so hat er es auch von der Seite nicht einfach. Heinrich sperrt Mary ein. Nick geht einen steinigen Weg, um Mary gerecht zu werden. Deutlich werden die Nutzen beschrieben, wie bei den Boleyns, wenn man eine junge hübsche Tochter hat, wie Anne, zuvor ihre Schwester, wenn man gute Beziehungen zum König hat, vor allem übers Bett. So kann Aufstieg auch gelingen. Ein historischer Roman, der mich sehr gut unterhalten hat. Ich konnte mir sehr viele Szenen bildlich vorstellen. Habe mit den armen, oft unschuldigen Opfern, die geköpft wurden mitgelitten. Vor allem sah ich in Heinrich eigentlich einen sehr "armen König", getrieben von seiner Pflicht einen Erben zu zeugen, obwohl das Volk Mary akzeptiert hätte. Der Schreibstil war sehr flüssig, trotz der vielen Seiten konnte ich jeder Handlung, jedem Kapitel und Abschnitt, absolut gut folgen. Die Autorin hat zum Schluss noch erläutert, was an dem Roman erfunden war. Das fand ich sehr informativ. Vor allem war Nick eine Romanfigur. Der Rest der Protagonisten rund um Heinrich war echt reel, so habe ich es auch beim lesen empfunden. 5 Punkte.   

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    • 3
  • Der Tiefpunkt der Waringham Saga

    Der dunkle Thron
    letusreadsomebooks

    letusreadsomebooks

    10. January 2016 um 12:59

    Nachdem im Jahr 1529 sein Vater stirbt, erbt Nicholas of Waringham neben einer heruntergewirtschafteten Baronie auch die Feindschaft von Henry VIII. Der König versucht sich von der katholischen Kirche loszusagen, um sich von seiner Frau Catalina von Aragon scheiden zu lassen. Schon bald müssen die „Papisten“, unter denen sich Mary, die Tochter des Königs befindet, um ihr Leben fürchten. In den Wirren der Reformation steht einzig Nicholas weiter treu zu Mary und schmiedet einen Plan, der die Prinzessin vor ihrem Vater schützen soll… In den letzten Jahren habe ich viele historische Romane von Rebecca Gablé gelesen und muss leider sagen, dass Der dunkle Thron mit Abstand ihr schwächstes Buch ist. Was mich am meisten gestört hat, ist vor allem der Hauptcharakter Nicholas of Waringham. Er war mir von Anfang an völlig unsympathisch, was vor allem daran liegt, dass er ständig hohe moralische Ansprüche an andere stellt, die er selbst in keiner Weise erfüllt. Seine Stiefmutter, die durchweg als bösartiger und gemeiner Charakter dargestellt wird und ständig versucht Nicholas zu behindern, beschreibt ihn als „hochmütig und selbstgefällig“ und hat damit völlig Recht. Damit wären wir auch schon bei einem weiteren Kritikpunkt, der Darstellung der Antagonisten. Diese sind eigentlich alle nur böse und egoistisch und besitzen keine nennenswerten positiven Charakterzüge. König Henry VIII. ist nicht mehr als ein fetter, selbstsüchtiger und etwas dümmlicher Monarch, der ab und zu in einer Szene vorkommt, dem Leser ansonsten nicht näher gebracht wird. Man fragt sich nach der Darstellung des Buches, wie er es eigentlich geschafft hat, England solange zu regieren. Auch Thomas Cromwell, eine prägende Figur der englischen Reformation, wird ebenso undifferenziert beschrieben. Er tritt vor allem dann auf, wenn es darum geht, „Papisten“ zu verhaften und zu foltern. Dass er ein sehr streitbarer Charakter ist, soll hier in keiner Weise beschönigt werden, aber sowohl er als auch Henry VIII. haben mehr Differenzierung verdient, als es die Autorin anscheinend für nötig gehalten hat. Im Anhang fällt zudem die Bemerkung, dass Frau Gablé keine Persönlichkeit so sehr gehasst hat wie Henry VIII., was der Handlung häufiger anzumerken ist. Der Versuch Nicholas Stiefmutter und Stiefschwester, von ihm liebevoll „Sumpfhexe“ und „Brechnuss“ genannt, als nur bösartig zu beschreiben, ist zumindest bei mir nicht aufgegangen. „Brechnuss“ ist eigentlich für mich der einzige Charakter, der nicht nur schwarz weiß gezeichnet ist und immer wieder Dinge tut, die mich überraschten. Neben Nicholas spielt vor allem die Prinzessin Mary eine große Rolle. Leider ist ihre Darstellung ebenso wenig differenziert wie die ihres Vaters. Generell wird alles was sie tut oder sagt von Nicholas stillschweigend akzeptiert oder sogar bewundert. Neben der Kritik an den Charakteren hat mich vor allem gestört, dass Nicholas häufig nicht dabei ist, wenn etwas Wichtiges geschieht, das die Handlung voranbringt. Als Charakter ist er zwar so angelegt, dass er sich dazu entscheidet, dem Hof fernzubleiben und sich politisch zu isolieren, aber als Leser war es doch langweilig, von großen Ereignissen oftmals nur durch die Berichte von anderen Personen zu erfahren. Der dunkle Thron ist für mich der Tiefpunkt um die fiktive Geschichte der Waringhams. Mit Nicholas hat die Autorin einen absolut unsympathischen „Helden“ geschaffen, der mich nach einiger Zeit nur genervt hat und dessen Ansprüche offensichtlich nicht für ihn selbst gelten. Da auch die historischen Persönlichkeiten wie Henry VIII., Thomas Cromwell und Prinzessin Mary nur sehr undifferenziert oder klischeehaft dargestellt werden und die Handlung letztlich nicht wirklich spannend ist, kann ich diesen Teil der Waringham Saga nicht empfehlen.   (ACHTUNG, SPOILER!!! ...Verbunden mit Mary ist einer meiner größten Kritikpunkte: Das Ende des Buches. Das Ganze endet mit ihrer Krönung, soweit so gut. Dass sie von ihren Untertanen den Beinamen „die Blutige“ bekam, wird nur in den Anmerkungen kurz erwähnt. Ebenso kurz erwähnt wird, dass unter ihrer Herrschaft ca. 300 Personen, vor allem Protestanten, verbrannt wurden. Dieser Umstand wird von der Autorin lapidar damit erklärt, dass es damals eben so üblich war. Es wirkt seltsam auf mich, wenn die Autorin Henry so stark verurteilt und Mary so sehr verteidigt. Während Henrys 40 Regierungsjahren wurden ca. 80 Personen zum Tode verurteilt, seine Tochter brachte es, wie bereits gesagt, in fünf Jahren dann auf 300. Der Umstand, dass der Roman einfach mit der Krönung endet und die weiteren Entwicklungen von Mary Regierungszeit verschweigt, die ein spannender Stoff gewesen wären, ist mir unerklärlich. Vielleicht hätte es Nicholas dann auch endlich einmal geschafft, Umstände kritisch zu hinterfragen.)

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  • Rezension zu "Der dunkle Thron" von Rebecca Gablé

    Der dunkle Thron
    LindyBooks

    LindyBooks

    13. December 2015 um 18:31

    London 1529: Nach dem Tod seines Vaters erbt der 14-jährige Nick of Waringham eine heruntergewirtschaftete Baronie - und den unversöhnlichen Groll des Königs Henry VIII. Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von der Königin Katharina von Aragon scheiden zu lassen, bzw. die Ehe für ungültig erklären zu lassen, damit seine Tochter Mary Tudor (später Königin Mary I.) als Bastard gilt und nicht sein Thronerbe werden kann. Bald sind die "Papisten", unter ihnen auch Mary, ihres Lebens nicht mehr sicher. Doch die Wirren der Reformation setzen die Engländer ihre Hoffnungen auf Mary, und Nick schmiedet einen waghalsigen Plan, um die Prinzessin vor ihrem größten Feind zu beschützen: ihrem eigenen Vater... "Der dunkle Thron" ist Band Nummer 4 der Waringham-Saga und, obwohl es anfangs sehr gewöhnungsbedürftig war, dass bei den Waringhams zwei Generationen übersprungen wurde, dabei zeitlich aber gar nicht soo viel vergangen ist (die Menschen haben zu dieser Zeit noch nicht so lange gelebt), sodass man erst einmal ganz genau den Stammbaum ansehen muss, um nachvollziehen zu können, von wem die handelnden Personen abstammen und wie die familiären Beziehungen untereinander eigentlich sind. Weiterhin war gewöhnungsbedürftig, dass es gar nicht mehr im Mittelalter spielt, sondern in der Renaissance, man merkt also die Veränderungen. Es gibt keine richtigen Ritter mehr, die Reformation ist ein sehr großes Thema, Kinder gehen zur Schule, ... Aber trotzdem ist man schnell wieder in der Handlung drin, die "echte" Geschichte ist nach wie vor sehr interessant, vor allem mal über König Henry VIII. zu lesen, der ja für seine 6 Frauen sehr bekannt ist, und insgesamt war es wieder spannend von Anfang bis Ende und die Fiktion mit der Wahrheit wie immer gut miteinander verwoben. Ich bin schon sehr gespannt auf den 5. Band "Palast der Meere", das zum Glück direkt mit der nächsten Waringham-Generation weitergeht, alle Personen also einem schon bekannt und vertraut sind. Mal wieder ein sehr gelungener historischer Roman, es lohnt sich wirklich, die gesamte Waringham-Saga, von "Das Lächeln der Fortuna" an, zu lesen! 5 Sterne, was sonst... ;-)

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  • Sympathieträger sehen anders aus ...

    Der dunkle Thron
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    Einige Generationen Waringhams wurden übersprungen. Der aktuelle Waringham ist Nicholas of Waringham, der gerade einmal 14 Jahre alt ist, als sein Vater hingerichtet wird. Wieder einmal haben es sich die Herren von Waringham mit ihrem König verscherzt. Die Baronie, die Nick 1529 nach dem Tod seines Vaters erbt, ist heruntergewirtschaftet. Als dramaturgische Draufgabe erhält er eine unliebsame Stiefmutter und eine zickige Stiefschwester, die ihm das Leben schwermachen. Auch Nicholas ist ein „echter“ Waringham. Es kann seinen Mund nicht halten, redet sich bei jeder Gelegenheit um Kopf und Kragen und politisches Fingerspitzengefühl ist ihm völlig fremd. Die Zahl seiner Feinde ist ansehnlich. Dazu kommt, dass Anne Boleyn das Herz Henrys erobert hat und dieser die Scheidung von seiner ersten Frau Katharina von Aragon begehrt. Dieses Ansinnen stürzt ganz Europa in ein Dilemma ungeahnten Ausmaßes. Das Ergebnis kennen wir. Ob aus puren Widerspruchsgeist oder Solidarität mit den Unterlegenen, ist für mich nicht zu spüren, Nick fühlt sich verpflichtet zu Henry in Opposition zu gehen. Dummerweise sitzt der König am längeren Ast … Dieser Band hat nicht mein ungeteiltes Wohlwollen. Üppige Bilder und weit verzweigte Verwandtschaft sind ja das Markenzeichen von Rebecca Gablés Büchern. Doch diesmal sind es eine Spur zu viele. Ich empfinde Nick als Spiegelbild des Königs - egozentrisch, selbstherrlich und Frauen verachtend. Sie sind für ihn nur Mittel zum Zweck. Leider kann ich wenig Sympathie für Nick entwicklen. Ich meine, dass die Waringhma-Saga als Trilogie bestens aufgestellt war. Der vierte Band wirkt auf mich nun doch ein wenig krampfhaft. Vieles wird, obwohl die Autorin eine Meisterin des Perspektivenwechsels ist, nur eindimsensional dargestellt. Schade!

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    • 3
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    11. December 2015 um 15:57
  • Die Waringhams gehen in die vierte Runde

    Der dunkle Thron
    sommerlese

    sommerlese

    Mit dem historischen Roman "*Der dunkle Thron*" schrieb "*Rebecca Gablé*" ihren 4. Band der englischen Waringham Saga. Die Erfolgsreihe erscheint im "*Bastei Lübbe Verlag*". London 1529: Nicholas of Waringham erlebt wie sein Vater an den Folgen der Folter im Tower von London stirbt. Der Verwurf gilt der Beteiligung an der Verbreitung von ketzerischen Schriften. Nick ist gerade mal 14 Jahre alt, als er die heruntergewirtschaftete Baronie Waringham erbt. Gleichzeitig zieht er sich mit seinem Namen den Groll Königs Henry VIII. auf sich. Der König will sich von der katholischen Kirche lossagen, um so die Scheidung von seiner Frau Katharina von Aragón möglich zu machen. Die "Papisten", zu denen auch Hernys Tochter Mary gehört, sind sich ihres Lebens nicht mehr sicher. Die Reformationsbewegung setzt ein. Der waghalsige Nicholas setzt sich für den Schutz Marys ein. Das zieht ihn in den Strudel der Politik und bringt seine Familie in Gefahr. In diesem Roman erlebt man das Zeitalter der aufkommenden Renaissance und verlässt die Szenerie der für mittelalterliche Romane üblichen Kampfeshandlungen. Die Autorin zeigt statt dessen die innenpolitischen Wirren Englands zur Zeit der Reformation und die willkürliche Herrschaft König Henry VIII. Seine grausame Regentschaft ist geprägt von seiner Lüsternheit und seinem Frauenverschleiss und so sind die Waringhams nicht mehr die engen Vertrauten des Königs. Sie stehen dafür loyal hinter der sympathisch dargestellten Prinzessin Mary, die Henry durch die Scheidung von ihrer Mutter von der Erbfolge auf den Rang eines Bastards degradiert. Nicholas of Waringham ist ein würdiger Spross seiner Familie. Er bleibt seinem Treueeid und seinen Prinzipien treu und lässt sich nicht beirren, Folter und Todesandrohungen zum Trotz. Gleichzeitig sorgt er für ein Aufblühen der Baronie, indem er die Pferdezucht von Schlachtrössern auf Reitpferde umstellt. Dabei macht ihm seine Stiefmutter das Leben schwer. Das er mit seiner Treue zu Königin Katharina von Aragón und ihrer Tochter Prinzessin Mary sich zum Ziel von Intrigen und Anfeindungen macht, ist im Roman der spannendste Handlungsstrang. Immer wieder gerät er in die Machtkämpfe des Königs oder in religiöse Fehden und dabei muss er mutig und intelligent einen Weg aus der Gefahr finden. Rebecca Gablé schildert diese Zeit der Renaissance und des Umbruchs zur Zeit Martin Luthers sehr anschaulich. Ihr Roman steht auf gut recherchierter Basis. Die Willkür von König Henry VIII. wird gut deutlich und die Autorin erklärt die historischen Begebenheiten in der ihr üblichen authentischen Weise. Die Charaktere der Zeit umfassen nicht nur König Henry VIII., seine sechs Ehefrauen und Kinder, sondern auch Grössen wie Lord Chancellor Thomas Cromwell und Nick Waringhams Mentor Thomas More. Die Figuren wirken sehr lebendig und gerade das Umdenken durch die Reformierten macht diesen Roman unterhaltsam und erfüllend zu lesen. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und auch so spannend beschrieben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, obwohl ich doch von den religiösen Fehden, Folterungen und Enthauptungen recht genervt war. Doch für die Historie kann man der Autorin keinen Vorwurf machen. Allein das positive Bild der Prinzessin Mary erscheint mir zu geschönt, macht sie sich doch in ihrer Regentschaft als "Bloody Mary" einen Namen, der alles andere als friedfertig gilt. Für einen besseren Überblick runden Karten, Personenregister und ein interessantes Nachwort der Autorin das Buch ab. Wieder einmal hat es Rebecca Gablé geschafft, mich in ein historisches Abenteuer zu ziehen, das die Schwierigkeiten der damaligen Zeit anschaulich widerspiegelt. Ihr Held Nicholas Waringham ist ein ehrenhafter Nachfahre seiner Familie und macht diesen Roman so persönlich nachvollziehbar und interessant. Ein wunderbarer Roman mit spannenden Einblicken in das Leben König Henry VIII.

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    • 2
  • Für mich das Beste der Waringhams

    Der dunkle Thron
    MissWatson76

    MissWatson76

    20. October 2015 um 19:32

    Für mich persönlich bisher das düsterste aber auch das beste Buch aus der Reihe. Möglich dass es mit den geschichtlichen Ereignissen um Henry VIII und Anne Boleyn und seinen anderen Ehefrauen zusammenhängt, weil ich dieses Kapitel schon sehr spannend und düster finde. Sehr sympathische Protagonisten und gute Story. Hier muss man gar nicht viele Worte verlieren trotz der 1000 Seiten. Es ist gut aufgebaut, sehr lesenswert und macht Spaß!

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  • "Der mit den 6 Frauen"

    Der dunkle Thron
    Kytoma

    Kytoma

    04. October 2015 um 17:57

    Im vierten Teil der Waringham-Saga geht es hauptsächlich um Heinrich VIII. "Der mit den 6 Frauen." Ich denke, diese Bezeichnung wird der gute Henry für alle Zeiten haben. Ich hatte schon mal ein anderes Buch über Heinrich VIII von einer anderen Autorin gelesen, das mich sehr fasziniert hat. Für mich kam es in jenem Buch einfach so rüber, das er sich verzweifelt einen Sohn gewünscht hat und als seine erste Gemahlin ihm keinen geschenkt hatte, war das quasi der Anfang vom Ende. Ganz so sympathisch kommt der alte Henry hier nicht weg. Er wirkt fast widerwärtig. Wie er wirklich war, kann aber sowieso niemand sagen. Aber egal in welcher Version, ich empfinde Heinrich VIII als einer der faszinierendsten Personen seiner Zeit. Und natürlich konnte mich Rebecca Gablé wieder völlig überzeugen. Ihre Bücher zu lesen fühlt sich an wie einen Teil der Geschichte zu erleben und zu fühlen. Nicholas, diesmal der handlungstragende Waringham, war für mich auch wieder sympathischer als sein Vorgänger Julian. Und ganz besonders schön fand ich es, einen Helmsby zu begegnen (Und mich dabei an Das zweite Königreich zu erinnern, einen anderen Roman der Autorin. Wer ihn gelesen hat, wird wissen, was ich meine).

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  • Die Waringhams sind in der Neuzeit angekommen

    Der dunkle Thron
    Rissa

    Rissa

    30. June 2015 um 14:04

    Inhalt Waringham, 1529: Mit vierzehn Jahren muss Nicholas of Waringham zusehen, wie sein Vater verhaftet wird. Ihm wird vorgeworfen, an der Verbreitung einer ketzerischen Schrift beteiligt zu sein. Im Tower stirbt er an den Folgen der Folter, aber nicht, ohne noch einmal mit seinem Sohn geredet zu haben. Zurück auf Waringham muss Nick nicht nur mit dem Tod seines Vaters zurechtkommen, auch die finanzielle Lage der Baronie und des Gestüts ist verheerend. Doch schon bald wird er in die Wirren der Politik einbezogen, denn was sein Vater ihm auf dem Totenbett mitgeteilt hat, kann schwerwiegende Folgen für das ganze Königreich haben… Meine Meinung Mit diesem vierten Roman über die Familie Waringham verlässt die Autorin das Mittelalter und beschreitet neue Wege. Auf Kampfbeschreibungen wird hier fast völlig verzichtet, obwohl es bestimmt die Möglichkeit gegeben hätte, Nicholas in den Krieg ziehen zu lassen. Stattdessen beschäftigt sich dieser Roman sehr viel mit der Innenpolitik des Landes, viel mehr, als es bei den vorhergehenden Bänden der Reihe der Fall ist. Schließlich geht es unter anderem um die Reformation in England sowie die Ehen von König Henry VIII. Es ist nicht zwingend notwendig, Vorkenntnisse zu dieser Zeit zu besitzen, um der Handlung zu folgen, doch hat dies das Lesen ein wenig erleichtert. Nicht selten rollen hier Köpfe, Anders als bei den anderen Englandromanen Gablés sind die Waringhams hier nicht Vertraute des Königs. Stattdessen ist es Prinzessin Mary, der Nicholas’ Loyalität gehört. Diese wurde überwiegend sympathisch und als Opfer ihres Vaters dargestellt, meiner Meinung nach ein wenig zu positiv, wenn man bedenkt, welchen Beinamen Mary Tudor im späteren Verlauf ihres Lebens erhalten hat. Trotz der Veränderungen, die Waringham in den letzten Jahren durchgemacht hat, ist Nicholas ein typischer Spross der Familie. Er ist hitzköpfig und handelt aus dem Bauch heraus, auch wenn er dadurch so manchen Leuten vor den Kopf stößt. Über den Verlauf des Romans, der immerhin 24 Jahre umfasst, lernt er allerdings in Bezug auf Zurückhaltung nichts dazu, was ihn das eine oder andere Mal in Schwierigkeiten bringt, auch hat er anscheinend seine Probleme, erwachsen zu werden. Die Spitznamen, mit denen er seiner Stiefmutter und Stiefschwester bedacht hat, sind nicht gerade schmeichelhaft und recht kindisch, werden allerdings bis zum Ende des Buches beibehalten, was mich nach einer Weile doch sehr genervt hat. Auch ist Nicholas Träger der Waringham’schen Gabe, durch die er ein besonderes Gespür für Pferde hat, jedoch spielt diese Gabe in diesem Roman nur eine untergeordnete Rolle. Schon im dritten Band über die Waringhams ist mir aufgefallen, wie sehr die Autorin sich doch auf Charaktere bezieht, die Nachkommen von Protagonisten ihrer anderen Romanen sind. Dies ist hier noch viel mehr der Fall, nicht nur, dass mehr als nur ein paar Cousins und Cousinen aus verschiedenen Nebenlinien der Waringhams gerade dann ins Spiel kommen, wenn sie gerade mal hilfreich sind, auch Durhams spielen eine wichtige Rolle, und selbst ein Helmsby hat einen kleinen Gastauftritt. Auch wenn ich es ganz nett finde, hier und da mal eine kleine Verbindung zwischen den einzelnen Büchern entdecken zu können, war mir das hier eindeutig zu viel. Nun kenne ich sämtliche Vorgänger, habe sie noch gut in Erinnerung und kann deshalb mit diesen Beziehungen etwas anfangen, doch für einen Neueinsteiger mag dies alles recht verwirrend sein, auch wenn ein Stammbaum der Waringhams dem Buch beigefügt ist. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und auch so spannend beschrieben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, obwohl ich doch das eine oder andere Mal von Nick und seinem gelegentlich kindischen Verhalten genervt war. Karten, Personenregister und ein ausführliches Nachwort runden das Buch ab. Fazit Auch wenn die Waringhams in der Neuzeit angekommen sind, handelt es sich hier um einen typischen Gablé-Roman. Wer die anderen Bücher der Autorin kennt, wird hier auch möglicherweise seine Freude haben, auch wenn Nick sich manchmal recht kindisch verhält, Neueinsteigern würde ich den Roman wegen der vielen Bezüge allerdings nicht empfehlen.

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  • Mittelalter Pur!!!

    Der dunkle Thron
    MaryKate

    MaryKate

    25. April 2015 um 21:13

    Klappentext: London 1529: Nach dem Tod seines Vaters erbt der vierzehnjährige Nick of Waringham eine heruntergewirtschaftete Baronie - und den unversöhnlichen Groll des Königs Henry VIII. Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von der Königin scheiden zu lassen. Bald sind die "Papisten", unter ihnen auch Henrys Tochter Mary, ihres Lebens nicht mehr sicher. Doch in den Wirren der Reformation setzen die Engländer ihre Hoffnungen auf Mary, und Nick schmiedet einen waghalsigen Plan, um die Prinzessin vor ihrem größten Feind zu beschützen: ihrem eigenen Vater Rezension: Das Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann  gezogen. Man ist sofort mittendrin im Mittelalter nachdem man den ersten Satz gelesen hat. Es geht bei diesem Buch um Nick of Waringham der gerade Latein bei Thomas Moore lernt. Nick ist einer der sagt was er denkt und keinen Hehl daraus macht was andere von seiner Meinung halten. Bei diesem Roman wird man in die Zeit enführt, in der Heinrich der achte regiert und geherrscht hat.  Er hat mit eiserne Hand geherrscht. Nick gerät ein bisschen zwischen die Fronten und heckt mit Mary der Tochter König Henrys einen waghalsigen Plan aus. Man wird in diesem Buch auch an bestimmte Schauplätze geführt wie den Tower der in diesem Buch eine bestimmte Rollle spielt. Die Charaktere sind super durchdacht und man rätselt selber wie Nick und Mary ihren Plan umsetzen werden.   Fazit: Ich bin schon so auf das nächste Buch gespannt.

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  • Die Geschichte der Warringham´s geht weiter!

    Der dunkle Thron
    YvetteH

    YvetteH

    22. April 2015 um 12:59

    Klappentext: London 1529: Der vierzehnjährige Nick of Waringham lebt im Internat des berühmten Humanisten Sir Thomas More. Als sein Vater in Verdacht gerät, Lutheraner und Häretiker zu sein, muss Nick nach Waringham zurückkehren. Dann wird der Earl wegen Ketzerei verhaftet, und Nick findet heraus, dass sein Vater Opfer einer Intrige geworden ist. Durch eine erzwungene Falschaussage soll die Annullierung der Ehe zwischen König Henry VIII. und seiner Ehefrau Catalina von Aragon ermöglicht werden. Doch Nicks Vater stirbt vor den Augen des Sohnes an den Folgen der Folter. Der Vierzehnjährige erbt eine Baronie in desolatem Zustand - und eine große Aufgabe: Er soll Prinzessin Mary, Catalinas einziges Kind, beschützen – auch vor ihrem eigenen Vater ... Meine Meinung: Dieses Buch ist ein sehr gut recherchierter Roman über den englischen Königshof mit seinen Höhen, Tiefen und vor allem Intrigen zu Zeiten König Henry´s VIII. Mit einem sehr eingängigen Schreibstil erzählt Rebecca Gablé ein Stück englischer Geschichte. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und man kann sich gut in sie hineindenken und Sympathien bzw. Antipathien entwickeln. Durch die eingeflochtene, fiktive Geschichte derer von Warringham ist das Buch an keiner Stelle langweilig und macht immer wieder neugierig, sodass man immer weiterlesen möchte. Mein Fazit: Gut recherchiert, kurzweilig geschrieben und ein Stück englische Geschichte. Auch das vierte Buch aus der Reihe der Warringham´s kann ich nur empfehlen. 5 Sterne

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  • wie immer Top!

    Der dunkle Thron
    Littletortoise

    Littletortoise

    Rezension auf meinem Blog Nick wird nach dem Tod seines Vaters mit gerade einmal 14 Jahren Earl of Waringham. Zwischen politischen wirren, Umbrüchen und Intrigen versucht er, das Beste aus seiner Situation herauszuholen... Dies ist der vierte Teil der Waringham-Saga und ich habe ihn ebenso verschlungen wie seine Vorgänger. Somit erübrigt sich auch die Frage, nach dem Warum zu diesem Buch... ich liebe jedes Buch von Rebecca Gablé. Wie immer hält mein hier ein Buch mit gut recherchierten historischen in den Händen mit liebvoll gestalteten Charakteren. Der Schreibstil ist wie immer angenehm zu lesen. Hier gibt es nicht viel zu sagen: auch wenn das Buch fast 1000 Seiten umfasst, habe ich es verschlungen, die Zeit vergeht im Flug. Für mich gab es keine Durststrecken oder sich langziehende Abschnitte. Auch wenn man die Vorgänger nicht kennt, kann man dieses Buch lesen. Lediglich Anspielungen auf Vorfahren versteht man dann vielleicht nicht, wenn man die Personen nicht kennt.

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  • Eine neue Ära für die Waringhams

    Der dunkle Thron
    Aleshanee

    Aleshanee

    Die Saga geht weiter: Nicholas Waringham in den Wirren der Reformation im London des 16. Jhds Klappentext London 1529: Nach dem Tod seines Vaters erbt der vierzehnjährige Nick of Waringham eine heruntergewirtschaftete Baronie – und den unversöhnlichen Groll des Königs Henry VIII. Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von der Königin scheiden zu lassen. Bald sind die „Papisten“, unter ihnen auch Henrys Tochter Mary, ihres Lebens nicht mehr sicher. Doch in den Wirren der Reformation setzen die Engländer ihre Hoffnungen auf Mary, und Nick schmiedet einen waghalsigen Plan, um die Prinzessin vor ihrem größten Feind zu beschützen: ihrem eigenen Vater … Meine Meinung Der vierte und vorerste letzte Teil der Waringham Saga. Man merkt sofort, dass seit dem letzten Band einige Zeit vergangen ist – in der Handlung, aber auch im Schreibstil. Da ich Band 3 ja grade erst gelesen habe, hat es einige Seiten gedauert, mich mit dem neuen Stil zurecht zu finden, denn auch wenn geschichtlich „nur“ ca. 70 Jahre vergangen sind, hat sich doch schon einiges anders entwickelt - vom Mittelalter zur Renaissance. Der Umgang der Menschen untereinander, die alten Adelsgeschlechter, die durch die Rosenkriege sehr dezimiert wurden, der lüsterne König Henry, mit einem wahrhaften Verschleiß an Gemahlinnen und natürlich die Kirchenreform, die sich in diesen Jahren immer mehr durchsetzt. Ich bin froh, die beiden Bände hintereinander gelesen zu haben, so dass ich die älteren Namens- und Verwandtschaftsverhältnisse noch im Kopf hatte und die kleinen Anmerkungen zu früheren Begebenheiten schnell einordnen konnte. Nicholas Waringham hat es nicht leicht, denn dieses Mal geht es bei den Intrigen und Machtkämpfen am Hof nicht um die Feinde außerhalb, sondern innerhalb des Landes. Als Nicks Vater, wegen Ketzerei angeklagt, im Tower of London landet, ahnt er schon, dass noch etwas anderes dahinter steckt. Und er wäre kein Waringham, wenn er nicht mit Ehre und Pflichtgefühl seinem Glauben treu bleiben und dem Königshaus, vor allem der jungen Prinzessin Mary, bis zum bitteren Ende beistehen würde. Stur und eigensinnig bleibt er seinen Prinzipien treu und es dauert nicht lange, bis er in das Visier des Königs gerät. Noch dazu muss er sich um das herunter gewirtschaftete Gut Waringham und die geliebte Pferdezucht kümmern, was nicht leicht ist, wenn die verhasste Stiefmutter ständig dazwischen pfuscht. Aber auch die anderen Charaktere sind wieder sehr anschaulich und authentisch. Der kränkliche König Henry, der Lord Chancellor Thomas Cromwell, der aufopfernde Mentor von Nick Waringham Thomas More, die aufsässige Prinzessin Mary, um nur einige zu nennen. Ein bunt gemischter Haufen in einer farbenprächtigen Zeit, in der viele Veränderungen und Neuerungen stattgefunden haben. Es herrscht große Umbruchstimmung zu der Zeit - die sog. "Ketzer" erheben das Wort, Martin Luther wird bekannt und viel Altbewährtes gerät mehr und mehr in den Hintergrund; einiges an Etikette und Bräuchen fällt dem "Fortschritt" zum Opfer. Gerade zwischen Teil 3 und 4 spürt man eine deutliche Entwicklung zu dieser Zeit. Einige Namen haben mich sofort an die Matthew Shardlake Reihe von C. J. Sansom erinnert. Die historischen Krimis spielen zur gleichen Zeit und viele Namen habe ich wiedererkannt, was ein besonderes Vergnügen für mich war :) Insgesamt wieder ein imposantes Werk aus einer Zeit, deren Umstände und Sitten wir uns kaum noch vorstellen können. Doch obwohl es strikte Vorschriften bezüglich des Standes und harte Sanktionen gab, schienen sich die Menschen besser als gedacht damit zu arrangieren. Jeder fügte sich in seine „gottgegebene“ Rolle in der Gesellschaft ein und versuchte, sie so gut es ging zu erfüllen. Ich freue mich sehr, dass ich auf der Website der Autorin gelesen habe, dass es mit der Saga weitergehen wird! Fazit Mal wieder hat es die Autorin gemeistert, uns eine schwierige, unbeständige Zeit im englischen Mittelalter in einem wunderbar spannenden Roman zu präsentieren. Mit einem König, der mit seinen ständig wechselnden Launen das Volk aufwiegelt, den Reformern, die einen Widerspruch zur christlichen Lehre fördern und den Papisten, die an den altbewährten Glaubensrichtlinien festhalten wollen – und mittendrin Nicholas Waringham, der seinen Ahnen mit Loyalität und Pflichtbewusstsein wieder alle Ehre macht. © Aleshanee http://blog4aleshanee.blogspot.de/2014/03/rezension-der-dunkle-thron-von-rebecca.html Band 1: Das Lächeln der Fortuna Band 2: Die Hüter der Rose Band 3: Das Spiel der Könige

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. January 2015 um 22:42
  • Spannend und überraschend

    Der dunkle Thron
    Curin

    Curin

    12. October 2014 um 11:36

    England 1529: Der junge Nicolas of Waringham wächst bei seinem Vater mit seiner Schwester und einer bösartigen Stiefmutter und deren Tochter auf. Das Geschlecht der Waringhams ist bei König Henry VIII. in Ungnade gefallen. Doch als der König Anne Boleyn zu Frau nehmen will und Nicolas Vater im Tower stirbt, bittet Königin Catalina ihn darum, ihrer Tochter Mary ein Freund zu sein und sie vor den Launen des Vater zu beschützen. Um dies zu bewerkstelligen, schmiedet Nick einen waghalsigen Plan... Dies ist der vierte Band von Frau Gable, der sich mit dem fiktiven Geschlecht der Waringhams beschäftigt. Obwohl ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe, konnte ich mich gut in die Geschichte hineinfinden und hatte keinerlei Verständnisprobleme. Die Figuren sind allesamt sehr genau und glaubhaft konstruiert und auch die, die es historisch gesehen nicht gegeben hat sind gut in die Handlung eingefügt. Mich hat besonders Nick Waringham beeindruckt, der vom Charakter her sicherlich viele Fehler hatte, aber dennoch für seine Überzeugungen gelebt hat und sich nicht scheute, hohen und gefährlichen Zeitgenossen die Meinung zu sagen. Besonders hat mir auch gefallen, dass man während des Lesens allen wichtigen geschichtlichen Themen der damaligen Zeit begegnet. So sieht man die religiösen Konflikte zwischen Reformern und Katholiken, die Klosterenteignung und die Gnadenwallfahrt, aber auch die politischen Machtkämpfe und natürlich auch alle sechs Frauen des Königs. Frau Gable schreibt flüssig und so spannend, dass ich das Buch sehr schnell durchlesen konnte. Es gelingt ihr immer wieder, mich mit unvorhersehbaren Wendungen zu überraschen. Insgesamt ist ,,Der dunkle Thron" ein tolles und spannendes historisches Buch, dass anderen Tudorgeschichten um kaum etwas nachsteht.

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