Rebecca Gablé Die Hüter der Rose

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Inhaltsangabe zu „Die Hüter der Rose“ von Rebecca Gablé

Die Fortsetzung von "Das Lächeln der Fortuna".§§England, 1413: Der dreizehnjährige John of Waringham leidet darunter, im Schatten seiner ruhmreichen erwachsenen Brüder zu stehen. Als er glaubt, sein Vater wolle ihn in eine kirchliche Laufbahn drängen, reißt er aus und macht sich allein auf den Weg nach Westminster, um in den Dienst des jungen Königs Harry zu treten. An dessen Seite erlebt er die Wiederbelebung des hundertjährigen Krieges und die legendäre Schlacht von Agincourt.§Doch Johns Gefangennahme setzt dem fröhlichen Ritterdasein ein jähes Ende. Kardinal Beaufort, des Königs Onkel und trickreichster Diplomat, kann ihn schließlich freikaufen. Der mächtige Kardinal ist seit jeher Johns väterlicher Freund, und selbst als John mit dessen Tochter Juliana durchbrennt und somit unerlaubt eine Lancaster heiratet, überdauert diese Freundschaft.§König Harrys plötzlicher Tod auf dem Höhepunkt seines Ruhms schafft jedoch ein gefährliches Machtvakuum, sodass niemand mehr sicher ist, der einen Tropfen Lancaster-Blut in den Adern hat. Und während auf den Schlachtfeldern Frankreichs eine Jungfrau auftaucht, die die englischen Besatzer aus dem Land jagen will, beginnt John zu begreifen, dass er nicht nur um das Leben des kleinen Thronfolgers Henry bangen muss, sondern auch um das seiner eigenen Kinder ...

Wer den ersten Teil mag, wird diesen hier auch mögen. Wer den ersten Teil doof fand, wird mit diesem hier auch nichts anfangen können...

— Bandelo
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  • John - Wie der Vorgänger

    Die Hüter der Rose
    Bandelo

    Bandelo

    25. April 2017 um 21:09

    Ich habe das Hörbuch von 2005 bei Spotify gehört. Wie im ersten Teil ist der Sprecher eigentlich ganz gut, aber leider nervt auch die Musik weiterhin... Entweder ist es weniger als im ersten Teil geworden oder ich habe mich dran gewöhnt. Zumindest hat die Musik nicht mehr so massiv gestört wie bei Teil 1, also eine kleine Besserung... Zur Geschichte ...brauche ich auch nicht soo viel zu sagen. Es geht im gleichen Stil weiter wie schon im ersten Teil. Mich hat die Story nicht mitgerissen, aber ich habe schon ab und zu mal die Ohre aufgesperrt wenn es spannend wurde. Bis auf den Protagonisten John hatte ich, wie immer, Mühe mir die Personen und zugehörigen Namen zu merken.Es passiert wieder viel schreckliches und schönes, sowie vorhersehbares und überraschendes. Ich mag es über die Zeit damals etwas zu erfahren, aber mir sind diese Romane zu lang, ich werde also eher nicht mit Teil drei weiter machen... Mein Fazit: Ein Hörbuch, was man so nebenbei hören kann, wenn man die Art von Romanen mag.

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  • Noch etwas besser als das erste Buch

    Die Hüter der Rose
    MissWatson76

    MissWatson76

    10. October 2015 um 21:50

    Den Inhalt des Buches wiederzugeben, würde jetzt vermutlich die Rezension sprengen.  Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich fand es auch noch besser als den ersten Teil. Der Sprecher des Hörbuches war sehr gut, aber ich muss sagen, dass ich mich erst an ihn gewöhnen musste. Aber man hatte beim Hören keine Probleme dem Inhalt zu folgen und war viel schneller am Ende als man es sich gewünscht hat.  Das Buch selbst ist von der Spannung her noch etwas besser als das erste Buch und besonders Beziehung der Brüder John und Raymond, die immer einen Dämpfer erhält und ist wirklich sehr spannend bis zum Ende. John macht ebenso wie Raymond eine spannende und interessante Entwicklung durch, nicht zuletzt durch die geschichtlichen Ereignisse, die um sie herum passieren.  Man sollte die Bücher von Rebecca Gable nicht unbedingt als Vorlage für einen Geschichtsaufsatz nehmen, denn einige ihrer Personen sind nur frei erfunden. Aber trotzdem erhält man einen guten Einblick dessen was während der Rosenkriege passiert und in die Geschichte Englands.  Ich fand es sehr gut erzählt und bin schon sehr gespannt auf das nächste Buch. 

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  • Das Leben des John of Waringham

    Die Hüter der Rose
    MelliSt13

    MelliSt13

    14. September 2014 um 20:40

    Das Hörbuch beginnt im Jahre 1413 und wir begleiten John of Waringham wie er in die Dienste des Königs tritt, da er aus seiner eigentlichen Bestimmung flieht und nach Westminster geht. Kurze Zeit später stirbt König Harry und sein Thronfolger Prinz Henry ist noch zu klein, um das Land zu regieren.England verfällt in eine Krise und man muß darum bangen, daß der Thron dem Falschen zugesprochen wird. Doch John gibt nicht auf und riskiert sein leben für den neuen König....   Ein wunderbares Hörbuch,auch wenn man mit diesem Band beginnt, kommt man wunderbar in die Geschichte rein(so wie in meinem Fall :). Manchmal sind es etwas viele Namen, die dann nie wieder auftauchen, aber die Hauptpersonen hat man dann doch schnell in petto. Kann man gut an regennassen Tagen hören :)  

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  • "Die Hüter der Rose"

    Die Hüter der Rose
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    28. October 2013 um 22:54

    England 1413: Der junge John of Waringham reißt von zu Hause aus, um in die Dienste des Königs zu treten. Es gelingt ihm, Knappe am Hof des Königs Harry zu werden. John wird zum treuen Gefährten des jungen Herrschers und beweist seine Tapferkeit auf den Schlachtfeldern von Frankreich. Seine Treue zum König verwickelt John immer wieder in Machtkämpfe um die englische Krone und lässt ihn zum Ziel von Intrigen werden. Meine Meinung zum Hörbuch: Grandios! Die Geschichte von John of Waringham ist so vielschichtig, so farbenprächtig und so komplex - ich hätte noch 10 CD´s mehr hören können! Man möchte einfach nicht, dass diese Geschichte endet. Rebecca Gablé schafft es wie keine andere, Geschichte wieder lebendig werden zu lassen. Sie verknüpft wahre Begebenheiten und Figuren mit fiktiven Personen aufs Meisterhafte. Auch die Erzählweise und Stimme des Sprechers Martin May möchte ich hervorheben. Es macht einfach Spaß, ihm zuzuhören. Dieses Hörbuch gehört mit zu den schönsten, die ich bisher gehört habe.  

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  • Rezension zu "Die Hüter der Rose" von Rebecca Gablé

    Die Hüter der Rose
    Arthanis

    Arthanis

    12. February 2012 um 21:59

    Absolut klasse gelesen, die Stimme von Martin May ist weltklasse! Dazu noch die spannende Geschichte von Rebecca Gable... rundum empfehlenswert.

  • Frage zu "Die Hüter der Rose" von Rebecca Gablé

    Die Hüter der Rose
    renatchen

    renatchen

    Ich habe einige Bücher von Rebecca Gablé in meinem Regal stehen (Lächeln der Fortuna, Hüter der Rose, Das zweite Königsreich) Gibt es eine Empfehlung, in welcher Reihenfolge die Bücher am besten zu lesen sind?

    • 3
    renatchen

    renatchen

    28. February 2011 um 19:45
  • Rezension zu "Die Hüter der Rose" von Rebecca Gablé

    Die Hüter der Rose
    Naturtrueb

    Naturtrueb

    29. December 2010 um 13:23

    Was - um alles in der Welt - hat sie nur geritten, diesen Versuch auch nur zu wagen? Rebecca Gablé, eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer Romane - sie hat es getan: Acht Jahre nach der Veröffentlichung ihres Bestsellers "Das Lächeln der Fortuna" hat sie eine Fortsetzung geschrieben: "Die Hüter der Rose". Ein mutiger Schritt, denn die Erwartungen an das Werk sind enorm hoch. Kann der zweite Teil des Ritter-Epos um die Familien Lancaster & Waringham an den Erfolg des ersten anknüpfen? Oder wird hier eine erfolgreiche Geschichte einfach nur ein zweites Mal aufgewärmt? Dazu alle entscheidenden Infos... NATURTRUEB’S GÄNZLICH NEBENSÄCHLICHE VORBEMERKUNG... Die Lesung des Buches erfolgte unter absoluten Idealbedingungen. "Die Hüter der Rose" wurde von Naturtrueb getestet in... • einem sturm-resistenten Strandkorb in Beerensdorf an der Ostsee • einem kleinen, hart bestuhlten Café an der Kieler Förde • einem - nach Feng Shui-Regeln eingerichteten - Hotelzimmer in Hamburg • einer weißen, weich gepolsterten Gartenbank auf meiner Terrasse • einem frisch bezogenen Holzrahmenbett mit Latexmatratze Test-Zeit war immer der Abend, irgendwann zwischen 19 Uhr und 1.43 Uhr. Einzige Ausnahme: Der Strandkorb. Für wohlwollens-fördernde Maßnahmen (sanftes Licht, frühzeitig dekantierter Rotwein) war in jedem Fall gesorgt. Ausnahme: Der Strandkorb. Genussvolles Lesen? Ja, wahrhaftig. Der zur Lektüre genossene Wein schmeckte nach alten Barrique-Fässern und Brombeeren, duftete nach Sonnenuntergang in der Toskana und Erde. Was definitiv dafür sorgte, die Abende mit den "Hütern der Rose" in vollen Zügen zu genießen. Wobei ich anmerken muss, das diese Formulierung irreführend ist, denn in "vollen Zügen" lässt sich grundsätzlich wenig genießen. Doch ich schweife ab. Ab jetzt nur noch Fakten! Alles zur Frau, die mir die Abende versüßte (Rebecca Gablé) und ihrem aktuellem Buch, welches mich wahrhaftig in eine andere Welt abtauchen lies. Eine Welt, in der beinahe alle Männer schön und ritterlich, die meisten Frauen blass, schutzbedürftig und zugleich eigensinnig, vor allem aber wunderschön sind. Und alle Bauern arm... WER HAT'S GESCHRIEBEN? Eine der interessantesten und erfolgreichsten Autorinnen, die Deutschland derzeit zu bieten hat: Rebecca Gablé (Künstlername) heißt eigentlich Ingrid Krane-Müschen und wurde 1964 in einem kleinen Ort am Niederrhein geboren. Nach dem Abitur machte sie zunächst eine Lehre als Bankkauffrau und arbeitete vier Jahre lang auf einem Stützpunkt der Royal Airforce. 1990 erschien ihr Debüt-Roman, dessen Titel sich aber nirgends finden lässt, nicht einmal auf ihrer eigenen Homepage. 1990 hängte Gablé ihren erlernten Job an den Nagel und begann ein Literaturstudium in Düsseldorf, dessen Schwerpunkt sich mehr und mehr zur Mediävistik - der Lehre des Mittelalters verlagerte. 1996 beendete Gablé ihre Studien, lehrte zwei Semester lang altenglische Literatur an der Uni Düsseldorf und arbeitet heute als freue Schriftstellerin und Literaturübersetzerin. Gemeinsam mit ihrem Mann lebt sie in Mönchengladbach, spielt gerne Klavier und soll angeblich sogar gelegentlich in einer Rockband singen. Dies offenbar allerdings nicht ganz so erfolgreich, wie in ihrem Traumberuf als Autorin... WORUM GEHT'S ? Wir schreiben das Jahr 1413. Henry Plantagenet, Duke of Lancaster und König von England ist tot. Und obwohl nie ein Friedensvertrag mit dem Gegner Frankreich geschlossen wurde, ruht der 100jährige Krieg. Seinem Sohn Henry, vom Volke "Harry" genannt, hinterlässt er ein weitestgehend gefestigtes Land. Dieser hat sich bereits einen Namen gemacht: Sowohl als Stammgast und "intimer" Kenner der Londoner Hurenhäuser, als auch durch geschickte und mutige Kriegsführung als Feldherr. Nicht weit von London, dem Sitz des königlichen Hofes, entfernt, wächst der 13jährige John auf. Als Sohn des königstreuen Ritters Robin of Waringham und Bruder zweier kampfgestählter Brüder, für ihre Tapferkeit und ihren Mut in vielen Schlachten gerühmt, hat John ein echtes Problem: Die Fußstapfen, in die er treten soll, sind einfach zu groß. Sein Traum, ebenfalls irgendwann selbst als Knappe an den Hof des jungen Königs berufen zu werden, droht zu zerplatzen, als sein Vater ihn in die Obhut des Bischofs Henry Beaufort geben will. Aus Angst, Priester werden zu müssen, flieht der Junge von der väterlichen Burg nach London, wo er prompt über die Füße seines trinkfesten Bruder Raymond stolpert. Raymond, der sich selbst als "Meister der Defloration" betrachtet und - außer der Kunst des Beischlafes und der Schwertführung - wenig tugendhaft scheint, liefert ihn bei König Harry ab, der Johns größten Wunsch erfüllt: Er nimmt den Knaben als Knappen in seinen Hofstaat auf. Das erneute Aufflammen des 100jährigen Krieges gibt John bald die Möglichkeit, aus dem Schatten seiner berühmten Rittersbrüder zu treten. An der Seite des charismatischen jungen Königs erlebt er die sagenumwogene Schlacht bei Agincourt, verliebt sich ausgerechnet in die "Sünde" Bischof Beauforts' (seine - natürlich - uneheliche Tochter Juliana) und brennt mit ihr durch... Doch dann passiert das Unfassbare: Auf dem Höhepunkt seiner Macht stirbt der König an der Ruhr. Sein Sohn und Erbe ist gerade einmal acht Monate alt. Plötzlich entsteht ein Machtvakuum, denn eines ist klar: Bis dieser Säugling den Thron auf eigenen Beinen besteigen und das Land regieren kann, wird noch viel Wasser die Themse runterfließen. Zeitgleich bringt eine junge Französin, bekannt als Johanna, die Jungfrau von Orléans (Jeanne d'Arc) ordentlich Bewegung in den nicht enden wollenden Krieg zwischen England und Frankreich. Alle Freunde und Getreuen des Hauses Lancaster - natürlich auch John und seine Familie - bemerken bald, dass nicht nur das Leben des jungen Königs, sondern auch ihr eigenes bedroht ist. So werden sie zu "Hütern der Rose", des Symbols des Hauses Lancaster... WIE ISSES? Gut geschrieben, soviel vorweg. Auch wenn hier nicht alles so gülden glänzt, wie erhofft. Rebecca Gablé hat - wie erwartet - gut recherchiert. Gekonnt verknüpft sie Fakten und Fiktion. Die Rahmenhandlung des Romans hält sich konsequent an die tatsächlichen Abläufe, ohne dabei je wie eine Geschichtsstunde zu wirken. Im Gegenteil: Das Mittelalter lebt in Rebecca Gablé's historischen Romanen regelrecht auf, wird greifbar. Sowohl in seinem Grauen, seiner Brutalität und Engstirnigkeit, als auch in seiner verklärten Romantik und Faszination. Die Mischung aus realen Protagonisten, die tatsächlich gelebt und gewirkt haben, sowie frei erfundenen Personen, welche - obwohl sie eigentlich nicht in die wahrhaftigen historischen Abläufe eingreifen können - die Geschichte "mitschreiben", ist erneut gelungen, lesenswert und von seltener stilistischer Perfektion. Natürlich: Bei "Die Hüter der Rose" handelt es sich um eine Fortsetzung, auch wenn Rebecca Gablé selbst betont, es handele sich um ein eigenständiges Buch, welches nur gewissen Personen des Erstlings "Das Lächeln der Fortuna" wieder aufgreift und ihre Geschichte weiterschreibt. Fortsetzungen haben ihr Gutes und ihr Schlechtes. Selbstverständlich erfreut es, bekannte Helden wieder zu treffen, mehr von ihnen zu erfahren, sie einfach ein Stück länger durch's Leben "begleiten" zu dürfen. Doch ebenso selbstverständlich stellt sich selbst der wohlwollendste Leser die Fragen 1. "Kann der Nachfolge-Roman die Qualität des ersten Teils halten? 2. Wird er den Erwartungen gerecht? 3. Gibt es genug Neues zu berichten, was eine Fortsetzung rechtfertigt?" Die Antwort auf alle drei Fragen fällt gleich aus! Ja, fast! Zunächst muss ich sagen: So sehr ich mich auch auf dieses Buch gefreut habe, so misstrauisch war ich anfangs. Was ist aus den "Helden" des ersten Teils geworden? Erkenne ich sie wieder? Zunächst überwog durchaus ein wenig die Enttäuschung. Da der Nachfolge-Roman die Geschichte des Erstlings nicht nahtlos fortsetzt, sondern einen gewaltigen Zeitsprung macht, sind viele der vertrauten Protagonisten bereits tot oder zumindest alt geworden. Die Hauptfigur - John of Waringham - ist Gablé-Lesern nur als Säugling bekannt...also eigentlich gar nicht. Sein älter Bruder Raymond - in Teil 1 ein sympathischer junger Ritter, scheint plötzlich zum durchaus netten aber rauflustigen Suffkopf mit sexueller Hyperaktivität verkommen zu sein. Schade. Doch immer mehr gelingt es der Autorin mich in den Bann einer "neuen" Story zu ziehen. In sofern hat Rebecca Gablé recht: So betrachtet ist "Die Hüter der Rose" keine reine Fortsetzung, sondern eine eigenständige Geschichte. Eine eigenständige Geschichte, die allerdings gelegentliche Déjà Vu's nicht verhindern kann. So hatte ich durchaus den Eindruck, vieles von dem, was ich hier las, bereits zu kennen, auch wenn es neu geschildert wird. Furchterregende Schlachten, politische Taktiererei und Intrige, das Werben um die unerreichbare Dame des Herzens, Gefangenschaft, persönliche Krisen, Rückschläge und Erfolge. Und besonders auffällig: Die "Gabe" des jungen John. Das "Verstehen" von Pferden, dem Gablé-Kenner bereits eingängig bekannt aus dem Handlungs-Vorgänger... Klar: Wer "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" guckt, erträgt genau diesen Umstand in jeder Folge, und das seit Jahren. Da passiert eigentlich auch immer das Gleiche. In Gablé's Roman hat es mich ebenso wenig wirklich gestört, wie die Fans besagter Fernseh-Serie. Auffällig bleibt es dennoch. Das Bild des Mittelalters, welches die Autorin vermittelt, ist sowohl detailgetreu und facettenreich, gut vorstellbar und berührend, zugleich aber - in meinen trüben Augen - manchmal etwas klischeebeladen. Ritterliche Rituale, wackere Männer, liebreizende und hoch-erotische Frauen und Verführerinnen, ketzerische Bauern und geschmähte Bastarde... als das ist schön zu lesen, gelegentlich wirkt es aber eine Spur zu flach. Denkt man darüber nicht nach, erhöht es den Genuss des Buches um ein Vielfaches. Ob es genug "Neues" zu erzählen gibt, um diese Fortsetzung zu rechtfertigen? Ja, schon! Schließlich spielt der Roman in einer der mitreißendsten und bewegtesten Epochen der englischen Geschichte. Dennoch - wie bereits geschildert - gibt es fiktiven Teil der Handlung einiges, was dem erfahrenen Gablé-Leser bekannt vorkommen mag. Was auffällt: Nebenfiguren bleiben in diesem Werk - im Gegensatz zu "Das Lächeln der Fortuna" deutlich blasser. Die Konzentration der Autorin gilt wesentlich deutlicher den wenigen Haupt-Protagonisten. UND? KAUFEN ODER NICHT? Ein klares "Ja"! Zwar überspringt der neueste Roman von Rebecca Gablé nur hauchdünn die Latte der Erwartungen, die durch "Das Lächeln der Fortuna" doch extrem hoch gehängt war, doch er reißt sie nicht. Das Buch ist gut. Nicht ganz so exzellent wie sein Handlungs-Vorgänger, doch nach wie vor mehr als lesenswert. Für Freunde des historischen Romans ebenso, wie für Gablé-risten. Besonders genussvoll wird die Lektüre - wie oben bereits angemerkt - natürlich durch ein gutes Glas Rotwein. Und in schwelgender Erinnerung an die schönen Abende mit Rebecca - oder vielmehr ihrem Buch - vergebe ich 8,5 von 10 möglichen Punkten, macht abgerundet vier von fünf Sternen.

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  • Rezension zu "Die Hüter der Rose" von Rebecca Gablé

    Die Hüter der Rose
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. September 2008 um 13:03

    Ein Buch, dem ich gerne mehr als 5 Sterne geben würde. Die Geschichte der Warringhams und die des Hauses 'Lancaster' aus "Das Lächeln der Fortuna" wird in der nächsten Generation weitererzählt. Historische Personen und Ereignisse werden mit den fiktiven Romanfiguren so verknüpft, das man beim lesen nie das Gefühl hatte 'hier passt was nicht zusammen'. Ganz großes Kino für den Kopf....