Die Hüter der Rose

von Rebecca Gablé 
4,6 Sterne bei733 Bewertungen
Die Hüter der Rose
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Eine in jeder Hinsicht gelungene und würdige Fortsetzung. Man wird mit der berühmten Schlacht von Azincourt und Jeanne d'Arc belohnt.

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Kennste einen, kennste alle (von Gablé). Hat aber den Vorteil, dass auch dieser Historienschinken hält, was er verspricht.

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Inhaltsangabe zu "Die Hüter der Rose"

Etwas Furchtbares war in Gang gekommen, das nicht nur seine Familie betraf, sondern ebenso den König, das Haus Lancaster und ganz England. Ihnen allen schien der Blutmond. England 1413: Als der dreizehnjährige John of Waringham fürchten muss, von seinem Vater in eine kirchliche Laufbahn gedrängt zu werden, reißt er aus und macht sich auf den Weg nach Westminster. Dort begegnet er König Harry und wird an dessen Seite schon jung zum Ritter und Kriegshelden. Doch Harrys plötzlicher Tod stürzt England in eine tiefe Krise, denn sein Sohn und Thronfolger ist gerade acht Monate alt ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404270002
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:1113 Seiten
Verlag:Lübbe
Erscheinungsdatum:01.11.2009
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.2009 bei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    hankhausers avatar
    hankhauservor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine in jeder Hinsicht gelungene und würdige Fortsetzung. Man wird mit der berühmten Schlacht von Azincourt und Jeanne d'Arc belohnt.
    Blut und Ehre...

    Einziger Kritikpunkt wäre für mich gewesen, dass sich die immer gleichen Schauplätze auf Dauer etwas abnutzen, gäbe es da nicht den Krieg in Frankreich und die berühmte Schlacht von Azincourt. Und man nimmt Anteil am Schicksal von Jeanne d'Arc. Auch die Fortsetzung hat mich in ihren Bann gezogen und sie steht ihrem fast schon legendären Vorgänger in nichts nach. Das Szenario ist wieder breit und episch angelegt, und auch die neue Generation von Waringhams wächst einem schnell ans Herz. Ritterliche Ideale werden groß geschrieben, aber man braucht nicht lange auf die nächste Intrige zu warten und man fiebert und leidet förmlich mit.

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    Lee-Lous avatar
    Lee-Louvor 3 Monaten
    Habe mir deutlich mehr versprochen

    So begeistert ich beim ersten Band dieser Saga war, so enttäuscht bin ich vom Nachfolger.
    Ein Buch, das mir nicht nur die allgemeine Lust am Lesen geraubt, sondern auch die Motivation, überhaupt hier auf meinem Blog irgendwas zu posten.
    Wieso, weshalb, warum... versuche ich mal zu erklären.
    Obwohl ich gar nicht so genau weiß, wo ich anfangen soll.
    Aber in der Regel ja immer irgendwie positiv, deshalb versuche ich das jetzt mal beizubehalten.

    Gut ist nach wie vor ihr Schreibstil. Der ist nämlich auch im zweiten Band sehr flüssig und leicht, daher hervorragend für Einsteiger.
    Und auch hier findet auf nahezu jeder Seite eine Handlung statt, die die Geschichte vorantreibt.
    Kapitel, die mit einer Orts- und Zeitangabe gekennzeichnet sind, gibt es auch. Ein Punkt, den ich in Das Lächeln der Fortuna sehr kritisiert habe.
    Alles andere müsste ich mir auf Biegen und Brechen irgendwie aus den Fingern saugen, weil es einfach in meinen Augen keine anderen Punkte gibt, die man positiv hervorheben könnte.

    Die Hüter der Rose beginnt sehr vielversprechend. Doch das täuscht auf ganzer Linie.

    Ständig tauchen lange - wirklich lange - Durststrecken auf, die absolut langweilig sind, weil nichts passiert.
    Immer wieder gibt es 50, 60 oder auch 100 Seiten am Stück, die sich trotz Handlung ziehen wie ein Kaugummi.
    Viele Figuren wirken sehr oberflächlich und dadurch farblos. Zu diesen konnte ich daher auch kaum einen Bezug herstellen.
    Gablé neigt auch dazu immer mal wieder Protagonisten koplett aus dem Geschehen zu nehmen, die dann nach inhaltlichen 10 Jahren kurz wieder auftauchen und dann erneut sozusagen spurlos verschwinden.
    Eine Herangehensweise, die ich noch nie mochte.

    Erst auf den vielleicht letzten 200 Seiten kommt so richtig Fahrt auf und man will im Grunde gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören, wenn denn vorher nicht schon die Leseflaute die Hand nach einem ausstreckt.

    Ich möchte noch einmal auf den Schreibstil eingehen.
    Obwohl ich ihn lobe, gibt es eine Sache, die mich wirklich ganz extrem nervt!

    Die Autorin scheint kein Talent darin zu besitzen, Dinge auch mal anders zu beschreiben oder auszuformulieren. Ständig nutzt sie die gleichen Ausdrucksweisen bzw. Bezeichnungen.
    Einer Person, die Literaturwissenschaften studiert hat, dürfte das meiner Meinung nach alles andere als schwerfallen.
    Aber naja... jedenfalls habe ich mir fest vorgenommen beim dritten Band tatsächlich eine Strichliste zu führen, aus der ersichtlich ist, wie oft sie bestimmte Beschreibungen tatsächlich nutzt.
    Das wird mich zwar in meinem Lesefluss deutlich bremsen, aber das nehme ich einfach mal in Kauf.

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Der 2. Band der Waringhams unterhält gewohnt gekonnt mit historischen und unterhaltsamen Erlebnissen zur Zeit der Rosenkriege!
    Ein hervorragender historischer Roman

    Rebecca Gablés Trilogie um die Familie Waringham wurde im Jahr 2005 um den zweiten Band "Die Hüter der Rose" erweitert. Die Romanreihe erscheint im Bastei Lübbe Verlag.


    England 1413: Als der dreizehnjährige John of Waringham fürchten muss, von seinem Vater in eine kirchliche Laufbahn gedrängt zu werden, reißt er aus und macht sich auf den Weg nach Westminster. Dort begegnet er König Harry und wird an dessen Seite schon jung zum Ritter und Kriegshelden. Doch Harrys plötzlicher Tod stürzt England in eine tiefe Krise, denn sein Sohn und Thronfolger ist gerade acht Monate alt ...


    Während im ersten Teil der Reihe "Das Lächeln der Fortuna" Robin of Waringham die Hauptfigur ist, wird nun sein Sohn John der Protagonist. Sein Traum ist es Ritter am Hof des Königs zu werden, während sein Vater ihn beim Bischof Henry Beaufort unterbringen möchte. John reißt aus, schlägt sich an den Hof des Königs durch und kommt in den Dienst des jungen Königs Harry. Er zieht als Ritter in den noch andauernden Krieg mit Frankreich, sieht die Schattenseiten des Krieges und schließt dauerhafte Freundschaften mit Somerset und Owen Tudor. Der König schätzt ihn als guten Berater und nach seinem frühen Tod hält John schützend die Hand über den acht Monate alten Königssohn und übernimmt die Aufgabe, ihn für seine zukünftige Rolle als König vorzubereiten. Im Kampf um den Thron folgen Intrigen und Machtgerangel, die das Land in eine Krise stürzen.


    Nachdem ich den ersten Band regelrecht geliebt und verschlungen habe, musste ich unbedingt den Fortgang der Geschichte lesen. Die Familie Waringham und die Geschehnisse im mittelalterlichen England haben mich nicht losgelassen.


    John Waringham und Henry Beaufort sind sozusagen das Pendant zu Robin und Duke of Lancaster aus dem Vorband.

    Auch dieses Buch hat mich gefesselt, mir gefallen besonders die authentisch vorgebrachten Lebensbedingungen, die historischen Ereignisse und das Spiel um Gut und Böse und das Machtgerangel um den Thron.


    Rebecca Gablé haucht den Personen Leben ein, sie verbindet die historischen Figuren mit denen der fiktiven Familie Waringham und man glaubt ihr jedes Wort.

    Es ist ihr fesselnder Schreibstil, der mit bildhaften Elementen und einer spannenden Handlung gekonnt durch das Buch führt. Ob es die Schilderung vom Leben auf dem Gestüt oder am Königshofe ist oder mitten im Kriegsgetümmel ist, man kann sich dem Buch nicht entziehen.


    Die legendäre Schlacht von Agincourt wird mit blutrünstigen Szenen gezeigt. Man kann sich dann aber wieder ein wenig erholen, wenn es um die Pferdezucht der Waringhams geht. Gekonnt vermag die Autorin hier einen Wechsel zu vollziehen.

    Die Charaktere sind gegen den ersten Band ein wenig oberflächlicher, die Guten nur gut und die Schlechten nur schlecht und die Frauenrollen hätten ein wenig stärker dargestellt werden können.



    Ich gebe eine absolute Leseempfehlung für alle Fans der Waringhams und für Freunde der historischen Romane ebenso. Dennoch kann ich nicht die 5 Sterne vergeben, die für "Das Lächeln der Fortuna" vergeben habe.

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bildgewaltige Fortsetzung der Reihe - Geschichte spannend erzählt
    Bildgewaltige Fortsetzung der Reihe - Geschichte spannend erzählt

    Einen knappen Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Nach dem fulminanten Auftakt zur Reihe mit dem historischen Roman "Das Lächeln der Fortuna" hat es die Autorin geschafft einen absolut ebenbürtigen Nachfolgeband zu schreiben.

    Die bildgewaltige Sprache und die besonders
    liebevoll und detailliert gezeichneten Charaktere bescheren ein tolles Leseerlebnis. Wie schon im ersten Band gelingt es der Autorin historische Fakten und Personen mit einer sehr spannend erzählten fiktiven Geschichte zu verknüpfen. Diese hervorragende Mischung macht einen großen Anteil am Lesevergnügen aus und sucht seinesgleichen! Es ist schon erstaunlich wie anregend in dieser Form Geschichte sein kann! 

    Sehr gut fand ich auch, dass die Autorin im Anhang nochmal verdeutlicht hat, welche Personen oder auch Ereignisse "erfunden" und welche tatsächlich gelebt bzw. stattgefunden haben. Da war schon das eine oder andere Aha-Erlebnis dabei in der Form, dass Personen, die man eher der Fiktion zugerechnet hätte in der Tat echte historische Persönlichkeiten gewesen sind. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf Band 3 "Das Spiel der Könige"!

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    Kirschbluetensommers avatar
    Kirschbluetensommervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Guter Nachfolgeband, aber stellenweise etwas langatmig. 300 Seiten weniger hätten auch ausgereicht.
    Eine gelungene Forsetzung

    John of Waringham geht seinen eigenen Weg. Aus Furcht davor, von seinem Vater in eine kirchliche Laufbahn gedrängt zu werden, flüchtet er an den Hof des Königs und erlebt dort Schönes und Grausames mit. Eines Tages stirbt der König und sein kleiner Sohn - noch ein Baby - kommt auf den Thron...


    "Die Hüter der Rose" ist ein guter Nachfolgeroman von "Das Lächeln der Fortuna". Für mich ist es schon eine Weile her, dass ich den ersten Band gelesen habe. Nichtsdestotrotz kam ich aber gut in diesen zweiten Band rein.


    Positiv angetan hat mir die Zeichnung der Charaktere - auch wenn die Bösewichte ziemlich eindimensional blieben, so ist doch eine charakterliche Tiefe bei den Protagonisten umso deutlicher wahrnehmbar. Besonders Raymond of Waringham wurde mir im Verlauf der Geschichte immer sympathischer.


    Die Geschichte zeichnet sich durch immer wieder neue Spannungsbögen aus. Auch wenn es zwischen den einzelnen Spannungselementen auch einige "langweilige" Stellen gibt, so wird die Spannung doch kurz darauf wieder hochgehalten. Schöner hätte es ich es aber dennoch gefunden, wenn der Spannungsbogen konstant hoch geblieben wäre. Dafür hätte das Buch aber etwas gekürzt werden müssen.


    Alles in allem bietet das Buch einen wunderbaren Einblick in die englische Geschichte und der Leser kann wunderbar in diese andere Zeit eintauchen. Ein Muss für jeden Fan von historischen Romanen!

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    Zickemausis avatar
    Zickemausivor 2 Jahren
    LeseMaus liest


    🐁🐁🐁🐁🐁
    Rebecca Gablé
    Die Hüter der Rose
    1113 Seiten


    Auch als Reread konnte mich dieses Buch wieder begeistern. Es ist wie nach Hause kommen und sich wohlfühlen.

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    werderaners avatar
    werderanervor 2 Jahren
    Die nächste Generation

    Die Waringham Geschichte geht weiter!

    Diesmal dreht sich das ganze hauptsächlich um Robins jüngsten Sohn John der früh vor seinem Vater flieht und auf den Hof von König Harry gelangt. Dort wird er zum Ritter und zieht mit dem König in den Krieg.
    Als Harry unerwartet stirbt kommt auf ihn die Aufgabe zu sich um den erst 8-Monatigen Thronfolger Henry zu kümmern und ihn auf seine zukünftige Aufgabe als König zu kümmern. 
    Da es Leute gibt die nach den Thron spähen ist es keine leichte Aufgabe und er muss einiges erleiden.
     Privat muss er auch einige Widerstände beseitigen um seine frau zu Heiraten.

    Einige Personen die in ersten teil eine Rolle spielten sind ebenfalls mit von der Partie meist aber nur in einer Nebenrolle.

    Alles in allem hat mich das ganze überzeugt!
    Auch weißt es keinerlei längen trotz über 1000 Seiten auf!
    Eine klare Leseempfehlung.
    Werde demnächst den dritten teil lesen. 

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    Filzblumes avatar
    Filzblumevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender 2. Band um die Waringhams- der von 1413 und 1442 spielt.
    Weiter geht es mit den Waringhams und Englands Politik

    Die Hüter der Rose von Rebecca Gablé

    Dieser 2. Teil der Waringham - Saga hat mir persönlich besser gefallen, als sein Vorgänger.
    Sie ähneln sich zwar sehr, ich fand ihn aber spannender, als Band 1. Die Längen vom ersten Teil wiederholten sich hier kaum.
    Der Roman spielt  von 1413 bis 1442. Die Figuren sind aus Lächeln der Fortuna bekannt, einige kommen dazu, und einige werden gehen. Robin of Waringhams Sohn John und sein Bruder Raymond stehen im Dienste des Königs Henry den V, genannt Harry, der König von England ist und auch beinahe von Frankreich. Der Kardinal Beaufort, Onkel von Henry, ist der Bischof of Winchester, Kardinal, der reichste Mann Englands. Er hält die Zügel der Politik in seinen Händen, will eine Ehe mit Katherine de Valois und dem engl. König forcieren. John soll vermitteln. Beauforts Bemühen um Frieden und die Stärkung Englands werden immer wieder unterminiert, so das im Laufe der vielen Seiten wieder einige Intrigen gesponnen werden und Krieg geführt wird. Die Waringhams geraten so immer wieder ins Kreuzfeuer der Geschichte, John muss sich, wie einst sein Vater Robin mit Finsterlingen und rachedurstigen Rittern stellen. Schauplatz des Romans sind England und Frankreich. Die Jungfrau von Orleans hat auch eine Rolle in diesem Roman, aber deren Schicksal ist bekanntlich besiegelt; deren Ende bekannt.
    Mich hat der Roman sehr gefesselt, Die Charaktere sind spannend und ausgereift. Besonders facettenreich  ist die des Kardinal Beaufort. Immer etwas schwierig war es sich die vielen Namen der wichtigsten Figuren und historischen Personen zu merken. Ich hatte viel Freude am Lesestoff und vergebe 4 Sterne.

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    Sommermaedchen23s avatar
    Sommermaedchen23vor 3 Jahren
    Ein Buch mit Suchtfaktor

    Wir lernen John of Waringham das erste Mal 1413 kennen, als er gerade 13 Jahre alt ist. Er ist der jüngste gemeinsame Sohn von Robin und Blanche of Waringham. Er ist ein richtiger Waringham, ein absoluter Pferdenarr, denn in der Nacht als König Harry gekörnt wird, weil sein Vater König Henry IV verstorben ist schlägt der Blitz im Gestüt ein und John will die Pferde unbedingt retten. Selbst wenn er dadurch sein eigenes Leben in Gefahr bringt.
    Als der Bischof von Winchester, Henry Beaufort zu Besuch nach Waringham kommt befürchtet John sein Vater will ihn in die kirchliche Laufbahn drängen und verschwindet bei Nacht und Nebel, um auf eigene Faust an den Hof des Königs zu kommen. Sein größter Wunsch ist es wie seine zwei Brüder Raymond und Mortimer Ritter des Königs zu werden. Doch sein Weg dorthin ist von einigen Schwierigkeiten gespickt und als er endlich den König trifft muss er den ersten Ketzer brennen sehen. Denn es sind schwierige Zeiten in England angebrochen. Es gibt viele Lollarden unter König Harrys Untertanen. Am Hof des Königs lernt John den jungen Somerset, John Beaufort kennen und die beiden John’s werden Freunde. Schon bald lernt John den Umgang bei Hofe, die Rangfolge und auch die Machtverhältnisse kennen, meist versteht er die Zusammenhänge erst nachdem Somerset sie ihm erklärt hat, denn Somerset befindet sich schon sein halbes junges Leben bei Hofe. Durch einen Zufall trifft John bei Hofe Bischof Beaufort wieder. Dieser sichert ihm zu auf ewig ein guter Freund zu sein und sollte er Rat brauchen oder Unterstützung könne er sich immer an ihn wenden. Bischof Beaufort ist der jüngste Sohn von John of Gaunt, dem Duke of Lancaster und somit auch dem Hause Waringham freundschaftlich gesinnt. Wie schon sein Vater leitet Beaufort die Geschicke bei Hof und versucht immer im Sinne Englands zu handeln. Er steht Harry so wie dessen Sohn bei schwierigen Entscheidungen bei und versucht sich dabei selbst nie zu bereichern. Auch ihm wird nach Harry’s Tod eine schwierige Aufgabe zu teil. Er muss mit den anderen des Kronrates aus einem Kind einen guten König formen.
    Das Buch die Hüter der Rose ist in vier große Abschnitte unterteilt. Wir beginnen im Jahr 1413 und beenden die Geschichte im Jahre 1442. Zwischen den Abschnitten sind jeweils zwei bis vier Jahre vergangen ehe wir wieder in die Geschichte einsteigen. Ich bin fasziniert wie sich Rebecca Gablé mit den ganzen Namen der Duke’s und Earl’s und die Verwandtschaftsgeschichten dazu auskennt. Ich musste zwischenzeitlich ziemlich überlegen wer jetzt genau mit wem verwandt ist und wer jetzt dieser Earl oder Duke schon wieder ist. Ich hätte eine Tabelle gebraucht, um das alles relativ gut überblicken zu können. Auch in diesem Buch ist es ihr wieder gelungen Fiktion und Tatsachen miteinander zu verweben, so dass der Leser wie gefangen ist in diesem Buch.
    Auch in diesem Buch hat es mir wieder ein Lancaster angetan. Wie sollte es auch anders sein. Da Bischof Beaufort wie auch schon sein Vater alles daran setzt England und dem König zu dienen gewinnt auch er mit seiner Umsicht und Weitsichtigkeit meine Hochachtung. Ich finde es faszinierend wie schnell er Zusammenhänge herstellt, wo scheinbar keine sind und wie er seine Macht nie versucht zu missbrauchen, da kann ich über kleine Verfehlungen seinerseits hinwegsehen. Auch mir ist bewusst, dass ich diese Figur nur so toll finde, weil Rebecca Gablé ihn so für sich zurecht gebogen hat aus den Teilen, welche historisch belegt sind und aus dem was seine Kritiker über ihn sagen. Nur auf Grund der Entscheidung von Rebecca Gablé finde ich diesen Mann so symphatisch.

    Fazit
    Ein Buch mit Suchtfaktor. Die detailliebe und die tollen, realistisch beschriebenen Charakter lassen den Leser in eine längst vergangene Welt eintauchen und der Leser begleitet John of Waringham mit seinem losen Mundwerk und seiner liebe zu den Pferden. Er schummelt sich heimlich ins Herz und lässt es für Waringham höher schlagen. 

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 3 Jahren
    Rückkehr nach Waringham

    War es im ersten Teil Robin of Waringham, der im Mittelpunkt der Geschichte stand, so ist es nun sein Sohn John. Als Jüngster in einer ganzen Reihe von Geschwistern und Halbgeschwistern hat er es nicht leicht im Gestüt und auf der Burg. Er wünscht sich nichts sehnlicher als an den Hof des Königs zu kommen und Ritter zu werden.
    Aber Robin findet, er ist mit zwölf Jahren dazu noch zu jung und will ihn lieber in den Dienst des Bischofs Henry Beaufort schicken, einem Bruder des verstorbenen Königs Henry und somit Angehöriger der mächtigen Familie Lancaster. John ist entsetzt und reißt von zuhause aus. Ganz alleine schlägt er sich nach London durch und will sein Glück in Westminster versuchen.
    Im Dienst des jungen Königs Harry wird John schon früh zum Ritter und zieht für sein Land in den immer noch andauernden Krieg nach Frankreich, in dem schon sein Vater und seine Brüder gekämpft haben. Er lernt die dunklen Seiten des Krieges kennen, schließt aber auch Freundschaften, die ein Leben lang halten.
    Abseits des Schlachtfelds wird er ein wertvoller Berater des Königs. Und als Harry viel zu früh stirbt, versucht John sein Bestes, Harrys gerade mal acht Monate alten Sohn zu beschützen und auf seine Rolle als zukünftiger König vorzubereiten. Keine leichte Aufgabe, denn die Feinde sind nicht nur in Frankreich, auch in der eigenen Familie gibt es Intrigen und nicht wenige lauern auf den Thron. Aber zum Glück hat John in dem einflussreichen Bischof Beaufort einen Fürsprecher und Freund. Und einen Lancaster zum Freund zu haben, kann nie schaden...

    Rund 1200 Seiten habe ich nun wieder die Familie Waringham im mittelalterlichen England begleitet. Und es war keine Sekunde langweilig.
    Das Wiedersehen mit Robin of Waringham hat mich sehr gefreut, auch wenn im Laufe der Geschichte eher die nächste Generation in den Fokus rückte. Auch John mochte ich, denn er hat mich sehr an Robin erinnert. Ebenso wie Bischof Henry Beaufort mich an den Duke of Lancaster aus "Das Lächeln der Fortuna" erinnerte. Ähnlich entwickelte sich auch dann die Beziehung der beiden.
    Einige der Charaktere aus Teil 1, von denen ich mir gewünscht hätte, sie wären wieder dabei, waren es leider nicht mehr. Aber gut, wahrscheinlich wäre das Buch sonst 4000 Seiten stark geworden. *g*
    Und es gibt auch interessante neue Figuren wie z. B. Juliana, Johns Freunde Somerset und natürlich Owen Tudor. Kenner der englischen Geschichte horchen sicher auf, wenn der Name zum ersten Mal im Buch fällt. Ich musste jedenfalls schmunzeln.
    Wie immer gelingt es Rebecca Gablé die fiktive Familie der Waringhams mit den damaligen Ereignissen und historischen Figuren gekonnt zu verweben, so dass man denkt: Warum soll es nicht so gewesen sein?  Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, man hat immer das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein, sei es nun im Stall bei den Pferden in Waringham, im Krieg in Frankreich oder im Gemach des Königs in Westminster. Rebecca Gablé lässt das Mittelalter in England zur Ritterzeit wieder aufleben.
    Auch die Abwechslung zwischen Kriegsgeschehen, dem Leben am königlichen Hofe und dem bürgerlichen Leben in Waringham mit der Pferdezucht passt wieder. Ich mag keine historischen Romane, die kapitelweise nur auf dem Schlachtfeld spielen und wo die Körperteile nur so fliegen und das Blut aus den Seiten trieft.
    Interessant fand ich auch, wie die Autorin Jeanne von Domremy in die Geschichte eingebaut hat. In der Erklärung am Ende schreibt sie selbst, dass das nicht so ganz einfach für sie war. Aber ich finde, es ist ihr gut gelungen.

    Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für alle Fans der Waringhams und solche, die es werden wollen. Und es wird sicher nicht sehr lange dauern, bis ich in "Das Spiel der Könige" nach Waringham zurückkehren werde....

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Insider2199s avatar

    Wir haben beschlossen in der  INSIDER-Voting-Challenge  zusammen "Die Hüter der Rose" von Rebecca Gablé zu lesen. 

    Wir beginnen am  01.04.2017 (oder auch jetzt schon!)  

    Das Buch sollte bis zum 30.04.2017 beendet und rezensiert werden. 
    Rezensieren ist keine Pflicht für die Leserunde, aber für die Challenge notwenig, um Lose zu bekommen. Kann also jeder selbst entscheiden. 

    Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


    Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.  

    Bei den Abschnitten gebe ich Prozente statt Seitenzahlen an, weil ich das e-Book lese. :) 

    Viel Spaß uns allen :)
    Zur Leserunde
    antjemues avatar
    Hallo Zusammen, ich möchte gern eine Leserunde zum 2. Teil der Waringham-Saga "Die Hüter" von Rebecca Gable eröffnen. Losgehen soll es am 05.12.2011. Wer also Lust hat ist herzlich eingeladen..... Würde mich freuen. Eine Einteilung in Unterthemen werde ich in den nächsten Tagen vornehmen.
    Zur Leserunde

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