Die fremde Königin

von Rebecca Gablé und Jürgen Speh
4,5 Sterne bei154 Bewertungen
Die fremde Königin
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Positiv (143):
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Toller Nachfolger zum ersten Band um König Otto I. So wird deutsche, bzw. europäische Geschichte lebendig!

Kritisch (5):
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Ein Gablé-Roman nach Schema W(aringham) - langatmig, spannungsarm und leider ohne interessante Charaktere

Alle 154 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die fremde Königin"

"Könige sind wie Gaukler. Sie blenden die Untertanen mit ihrem Mummenschanz, damit die nicht merken, dass das Reich auseinanderfällt"

Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. Auf ihrer Flucht verliebt er sich in Adelheid, aber sie heiratet König Otto.

Dennoch steigt Gaidemar zum Vertrauten der Königin auf und erringt mit Otto auf dem Lechfeld den Sieg über die Ungarn. Schließlich verlobt er sich mit der Tochter eines mächtigen Slawenfürsten, und der Makel seiner Geburt scheint endgültig getilgt. Doch Adelheid und Gaidemar ahnen nicht, dass ihr gefährlichster Feind noch lange nicht besiegt ist, und als sie mit Otto zur Kaiserkrönung nach Rom aufbrechen, droht ihnen dies zum Verhängnis zu werden ...

Rebecca Gablé, Bestsellerautorin und Schöpferin der populären Waringham-Saga, hat nun mit ihrem Historienepos "Otto der Große" ein weiteres Meisterwerk geschaffen. Nach "Das Haupt der Welt" ist "Die fremde Königin" der zweite Band der mittelalterlichen Romanreihe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783431039771
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:768 Seiten
Verlag:Ehrenwirth
Erscheinungsdatum:27.04.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 27.04.2017 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Caro_Lesemauss avatar
    Caro_Lesemausvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Die spannende Geschichte um Otto I. geht weiter
    Eine Reise in das 10. Jahrhundert

    Der deutsche Panzerreiter Gaidemar wird nach Italien geschickt, um die verwitwete Königin Adelheid aus ihrem Verlies zu befreien. Als sie auf König Otto trifft, macht dieser ihr ein Angebot, das sie nicht ausschlagen kann. Doch Gaidemar hat sich während der gemeinsamen Reise in Adelheid verliebt - eine Liebe, die aufgrund der standesgemäßen Unterschiede aussichtslos scheint. Auf König Otto und die Deutschen lauern derweil viele Feinde im In- und Ausland...


    Wie ich es von Rebecca Gablé gewohnt bin, ist auch dieser Roman wundervoll geschrieben. Nach wenigen Seiten steckt man voll in der Geschichte drin und kann das Buch kaum zur Seite legen. Die historischen Fakten sind sehr gut recherchiert und toll finde ich immer ihre Nachworte, in denen sie die historischen Tatsachen gegenüber ihren schriftstellerischen Interpretationen ins rechte Licht rückt. Das würde ich mir auch bei anderen historischen Romanen wünschen, da man so die Geschichte insgesamt noch besser für sich einordnen kann. Die Figuren sind lebendig und ich konnte zu ihnen schnell Nähe und Vertrautheit aufbauen - wobei natürlich auch eher negative bzw. unangenehme Charaktere vorkommen. Der Roman ist eine sehr gelungene Fortsetzung von "Das Haupt der Welt" (ich möchte sogar sagen, besser als der Vorgänger), man muss das Buch aber nicht unbedingt vorher gelesen haben, um dieser Handlung folgen zu können, die etwa 20 Jahre später einsetzt. Die Dinge, die eine Rolle für das aktuelle Buch spielen, werden nochmal im Laufe der Erzählung erläutert und die Romane sind in sich abgeschlossen. Dennoch denke ich, dass man sich mit Kenntnis des ersten Teiles in einige Emotionen besser hineinversetzen kann. Gaidemar war für mich ein sympathischer Protagonist, dem man seine Erlebnisse und Gefühle glaubt und sie nachvollziehen kann. 

    Fazit:
    "Die fremde Königin" empfehle ich allen weiter, die historische Romane auch nur ansatzweise mögen. Rebecca Gablé ist eine Meisterin ihres Faches und hat mit diesem zweiten Roman über Otto I. gezeigt, dass sie nicht nur über das englische Mittelalter schreiben kann.

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    raeubertochtervor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Großartige Rekonstruktion deutscher Geschichte!
    Großartige Rekonstruktion der Geschichte um Adelheid und Otto I.

    Rebecca Gablé hat es in Die fremde Königin wieder einmal geschafft, wahre geschichtliche Ereignisse so (mehr oder weniger subtil) mit Fiktion zu verweben, dass ein spannender Roman daraus entstand.

    Dennoch muss ich diesmal leider einen Stern abziehen (es wäre nur ein halber, wenn das möglich wäre), da ich mit dem fiktiven Panzerreiter Gaidemar zunächst nicht so richtig warm geworden bin. Das mag daran liegen, dass es mir im Anfang des Buches fast so vorkam, als hätte es jemand anders geschrieben. Der Schreibstil wich vollkommen von dem ab, was ich erst kurz zuvor in Das Haupt der Welt lesen durfte, und ich war zugegebenermaßen negativ überrascht. Diese seltsame Abweichung verschwand jedoch bald und von da an konnte ich die Handlung wieder mehr genießen.

    Auch Adelheid war mir jedoch nicht allzu sympathisch. Obwohl ich von ihrer Stärke und Klugheit überaus beeindruckt war, ist der Funke nicht so recht übergesprungen – was aber nicht der Autorin geschuldet ist, sonder einfach meine persönliche Wahrnehmung widerspiegelt.

    Im Großen und Ganzen ist dieser historische Roman jedoch definitiv eine Empfehlung mit viel Spannung und politischen Intrigen, ein wenig Gemetzel und einer guten Portion Liebe und Familienbande.

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    Hortensia13s avatar
    Hortensia13vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Gelungene Fortsetzung. Absolute Leseempfehlung für Fans von historischen Romanen.
    Gelungene Fortsetzung

    Im Jahr 951 muss Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, einen Geheimauftrag erfüllen: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. Der mittlerweile verwitwete König Otto nimmt sie zur Frau, nach dem er ihr durch Gaidemar zur Flucht vor einem böswilligen Thronräuber verholfen hatte. Gaidemar steigt Gaidemar zum Vertrauten der Königin auf und erringt mit Otto auf dem Lechfeld den Sieg über die Ungarn. Aber der gefährlichste Feind ist noch lange nicht besiegt ist, und als sie mit Otto zur Kaiserkrönung nach Rom aufbrechen, droht ihnen dies zum Verhängnis zu werden.

    Die Bestsellerautorin Rebecca Gablé setzt mit diesem Buch die mittelalerliche Romanreihe rund um "Otto den Grossen" fort. Die Erzählung setzt ca. 20 Jahre nach der Geschichte des Buches "Haupt der Welt" ein und verwebt hauptsächlich die Erlebnisse vom Panzerreiter Gaidemar und der Königin von Italien Adelheid in dem Setting bekannter Persönlichkeiten aus dem ersten Buch. Nach wie vor finde ich den Schreibstil der Autorin sehr packend, aber trotzdem gut zu verfolgen, wer was wann getan hatte. Es fällt generell schwer das Lesen zu unterbrechen. Eine absolute Leseempfehlung, wenn man ins Mittelalter abtauchen möchte.

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    Rike29s avatar
    Rike29vor 8 Monaten
    Ein guter Roman


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    Tauriels avatar
    Taurielvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Farbenprächtiger Erzählteppich
    Hinter einem erfolgreichen Mann...

    Hinter einem erfolgreichen Mann... Das Cover finde ich sehr ansprechend,die reich verzierte „strahlende“Krone auf dem schwarzen Hintergrund lässt sie noch mehr glänzen. Der Klappentext verspricht einen historischen Roman um König Otto der Große. König Otto beauftragt den Panzerritter Gaidemar,Königin Adelheid , aus dem Gefängnis in Garda zu befreien.Es beginnt eine abenteuerliche Flucht.Gaidemar verliebt sich in Adelheid .Doch Sie heiratet König Otto. Neid,Mißgunst und Intrigen sind an König Ottos Hof an der Tagesordnung. Otto versucht sein Reich zu Einen und macht sich nicht nur Feinde im angrenzenden Ausland,sondern auch innerhalb der eigenen Familie. Rebecca Gablé breitet in diesem Roman einen farbenprächtigen Erzählteppich aus,und lässt das Mittelalter und die Geschichte von König Otto lebendig werden.Durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil der Autorin kann ich der Geschichte gut folgen.Kopfkino pur.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein opulente Fortsetzung des Mittelalterepos' "Haupt der Welt" rund um Otto I. und seine Adelheid.
    Die Intrigen an Ottos Hof gehen weiter ...

    Mit dieser Fortsetzung zu „Haupt der Welt“, ist Rebecca Gablé wieder ein opulentes Mittelalterepos gelungen.

    Die (Lebens)Geschichte von Otto I. geht weiter. Wie in dieser Zeit üblich, reist er mit seinem Hofstaat von Stadt zu Stadt, um sich den Untertanen zu zeigen bzw. sich der Treue seiner Lehensmänner zu versichern. Die Autorin bleibt hart an der historischen Wahrheit. So treten eine Menge Personen und Persönlichkeiten auf, die auch tatsächlich gelebt haben: Von Adelheid bis zu Tugomir. Lediglich Gaidemar und die Personen rund um ihn herum sind erfunden. Doch könnten sich die Ereignisse so oder ähnlich zugetragen haben.
    Toll ist herausgearbeitet wie eng man noch an den Traditionen des versunkenen antiken römischen Reiches verhaftet ist: Gaidemar grüßt regelmäßig mit „rechter Faust auf der linken Brust“ – typisch für einen römischen Legionär.
    Gut gefällt mir auch der Sidestep zu den „Schwurjungfrauen“, die es auch heute noch (vor allem) in Albanien gibt. Auch in Afghanistan werden Mädchen als Jungen ausgegeben.

    Mir hat der zweite Band rund um Otto I. und seiner Familie sehr gut gefallen. Ich bin tief in das frühe Mittelalter und seine Lebensweise mit alle ihren Intrigen und Kriegen eingetaucht.

    Ob es einen dritten Teil geben wird?

    Fazit:
    Für alle jene, die gerne Geschichte und Geschichten aus dem Mittelalter lesen, ein absolutes Highlight. 5 Sterne.

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    Janinezachariaes avatar
    Janinezachariaevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Geschichte die in Deutschland spielt und im Jahr 951 beginnt
    Etwas langatmig, aber das hat nicht gestört

    951 in Deutschland

    Die italienische Königin Adelheit und ihre Tochter Emma sind in Gefangenschaft, nachdem ihr Ehemann vergiftet worden ist. Doch werden sie von dem Gefolgsmann des Königs Otto Gaidemar befreit und gerettet.

    König Otto der Große schlägt schließlich Adelheit vor, dass sie doch heiraten könnten und was anfangs wie ein Scherz geklungen hat, entpuppt sich als eine Verbindung, wie tatsächlich tiefer geht, als alles, was man sich vorgestellt hat.

    Zusammen haben sie natürlich auch Kinder … doch dann wird Adelheit von jemanden verflucht (keine Hexe, keine Sorge) und es geschehen traurige Dinge ….

    ***

    In diese Geschichte geht es fast nur um Gaidemar, der sehr viel für die Könige macht und dadurch ist oft sein eigenes Leben in Gefahr.

    Aber er kämpft sich durch und bekommt im Laufe der Zeit einen slawischen Sklavenjungen, den er zufällig zusammen mit dem Prinzen von einem ganz gemeinen Menschen befreit.

    Dieser slawische Junge hat viele tolle Momente in diesem Buch.

    ***

    Diese historische Roman hat mir sehr gefallen und ich bin froh, es dieses Jahr noch geschafft zu haben. Aber es liest sich flüssig.

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hervorragende Fortsetzung der Reihe - eine Geschichtsstunde mit Genuss
    Hervorragende Fortsetzung der Reihe - eine Geschichtsstunde mit Genuss

    Einen  ganz kleinen Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Dieses Buch ist eine sehr gelungene Fortsetzung der Reihe um den mittelalterlichen König Otto. Erneut versteht es die Autorin historische Ereignisse mit einer tollen fiktiven Geschichte zu verbinden. Das gelingt so gut, dass es dem Leser sehr schwer fällt zwischen Fiktion und historisch belegten Passagen zu unterscheiden.

    Im Anhang wird in Stichpunkten erklärt was real war - und was nicht. Da ist der Leser stellenweise schon überrascht, was alles den Tatsachen entspricht.

    Die Schreibweise ist bekannt locker, deutlich, manchmal derb und dem Genre und der Handlung angemessen. Trotz des Umfangs des Buches fliegt man nur so durch die Seiten. Zum Lesevergnügen tragen auch die diversen verschiedenen Sichtweisen auf das Geschehen positiv bei. Zwar erschwert die Vielzahl der Figuren manchmal den Überblick zu behalten - aber das ist der Komplexität der Handlung geschuldet und zu verschmerzen.

    Ein tolles Buch das mir ein paar sehr schöne Lesestunden bereitet hat und Lust auf mehr erzeugt hat.

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    Tanzmauss avatar
    Tanzmausvor einem Jahr
    "Könige sind wie Gaukler .."

    Garda, August 951: Die junge Königin Adelheid wird zusammen mit ihrer Magd Anna, ihrer Tochter Emma und dem Mönch Guido in einem Verlies gefangen gehalten. Sie soll in eine Ehe einwilligen, nachdem ihr Mann ermordet wurde. Doch Adelheid weigert sich standhaft.

     

    Im Gegenteil, zusammen mit ihren Mitgefangenen versucht sie das unmögliche und gräbt einen Tunnel aus ihrem Gefängnis. Am Ende des Tunnels wartet Gaidemar, ein Bastard aus vornehmer unbekannter Herkunft und zugleich Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion auf sie. Er gab ihr den Tipp mit dem Tunnel und führt sie nun in Sicherheit.

     

    Noch während ihrer abenteuerlichen Flucht muss Gaidemar erkennen, dass ihn die junge Königin fasziniert. Ja, er verliebt sich regelrecht in sie. Eine Liebe, die nicht sein kann und darf. Doch auf Adelheid wartet in Pavia König Otto mit einem Angebot, das sie wohl kaum ausschlagen kann…

     

    Gewiss schrecken die Bücher die von Rebecca Gablé einen Leser zunächst einmal ab. Mit 761 Seiten ist auch dieses Buch kein dünnes Werk, doch hat die Erfahrung gezeigt, dass man die Anzahl der Seiten bei Rebecca Gablé nicht wirklich merkt. Kaum hat man mit der Geschichte begonnen, steckt man in einem Fluss drin, der einen zum einen in jene Zeit von König Otto zurückkatapultiert, zum anderen die Seiten nur so dahinfliegen lässt.

     

    Es handelt sich bei dem Buch zwar um den zweiten Teil, jedoch kann er unabhängig vom ersten gelesen werden. Er ist in sich abgeschlossen und rund. Spannend erzählt, mit vielen Geheimnissen und Intrigen, baut Rebecca Gablé ein Bild von König Otto und dem Panzerreiter Gaidemar auf, das es dem Leser schwer macht, das Buch auch nur kurz zur Seite zu legen.

     

    Ich habe bisher schon viele Bücher von der Autorin gelesen und bin immer wieder aufs Neue begeistert, wie lebhaft sie ihre Figuren gestaltet und wie spannend ihre Geschichten sind, bei denen man auch viel von den historischen Begebenheiten mitnimmt, ohne es recht zu merken.

     

    Fazit:

    Wieder ein Buch der Autorin, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Man darf sich von der Dicke des Buches nicht abschrecken lassen, denn kaum hat man mit der Lektüre begonnen, ist man auch schon gefangen von den Ereignissen, die Gaidemar, Adelheid oder König Otto widerfahren. Gemütliche und spannende Lesestunden garantiert.

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    derMichis avatar
    derMichivor einem Jahr
    so muss Geschichte

    Auch dieses Mal gelingt der Autorin der stets schwierige Spagat zwischen eleganter Erzählung und einem authentisch gezeichneten Hintergrund. "Die fremde Königin" ist kein nachträgliche Abrechnung mit dem Mittelalter nach neuzeitlichen Maßstäben, sondern eine vergleichsweise ruhige Betrachtung von Individuen in historischem Kontext, die die plakativ inszenierten Gemetzel und Bettgeschichten der Konkurrenz nicht nötig hat. Gablé-Fans wird der Aufbau dennoch bekannt vorkommen: Ein junger Held im Umfeld der Macht, ein Gegner, der ihn leidenschaftlich hasst und eine bewegte Biografie mit viel Auf und Ab, an deren Ende mindestens ein lang ersehntes Ziel steht. Das und viele andere Elemente von Gaidemars Laufbahn hat man so oder so ähnlich schonmal gelesen, zumal ein gewisser Fiesling aus dem Vorgängerroman "Das Haupt der Welt" zusätzlich wieder einmal genau das tut, was man von ihm erwartet.

    Richtig interessant wird die Handlung jedoch durch die titelgebende "fremde Königin" Adelheid. Die zum Zeitpunkt ihrer Vermählung gerade einmal neunzehnjährige Fürstin (die zuvor schon mit Lothar von Italien vermählt war) erweist sich als ebenso schlagfertige wie überlegt handelnde Figur, die ihrem Ehemann längst nicht nur hilfreich zur Seite steht. Ihre Unsicherheit und die Notwendigkeit, in widrigen Situationen dennoch beherrscht aufzutreten, lässt Rebecca Gablé gekonnt in die Handlung einfließen. Dadurch wird das Ergebnis nicht nur weniger männerzentriert, Adelheid gerät außerdem zu ihrer interessantesten weiblichen Hauptfigur seit Blanche of Waringham. Apropos Männer: Gaidemar bekommt mit seinem slawischen Burschen Miro einen furchtlosen Sidekick zur Seite gestellt, der ein ganz besonderes Geheimnis mit sich herumträgt, das in engem Zusammenhang mit seinem Volk steht. Das und der Humor des Jungen macht ihn als Charakter fast noch interessanter als Gaidemar selbst. Spin-Off bitte!

    Die Slawen spielen wie schon im Vorgänger weiterhin eine Rolle, sogar Fürst Tugomir erhält einen kurzen Gastauftritt. Wer "Das Haupt der Welt" nicht gelesen hat, sollte mit der Handlung trotzdem zurechtkommen. Dem häufig zitierten Mythos von Otto dem Großen als Begründer des Deutschen Reiches (eine zweifelhafte Ehre, die auch schon Karl dem Großen und diversen anderen mittelalterlichen Herrschern nachgesagt wurde) stellt die Autorin geschickt die Unsicherheit des gar nicht so einheitlich befriedeten Reiches zu dieser Zeit entgegen. An allen Enden brodelt es, brechen Rebellionen aus, muss der zukünftige Kaiser für Ruhe sorgen.

    Löblich ist außerdem, dass viele Verleger historischer Romane in letzter Zeit von zeitlich unpassenden Gemälden mit gefühltem Vergangenheits-Flair auf dem Buchcover abrücken und stattdessen historisch passenderen Motiven Raum geben. Die langobardische Krone auf dem Titelbild stammt (ebenso wie die Heilige Lanze beim letzten Band) tatsächlich aus der Zeit der Handlung und vermittelt gleich ein besseres Gefühl für das was bevorsteht. Dazu verdeutlicht die Landkarte im Vorsatz, dass die Handlung dieses Mal weitere Teile des Reiches einschließt, der stilvolle Stammbaum am Ende veranschaulicht die Verwandtschaftsverhältnisse der Königsfamilie. Im Übrigen rekrutiert sich das handelnde Personal wieder einmal aus tatsächlich verbürgten Figuren, was angesichts ihrer Handlungen das Thema Geschichte einmal mehr als idealen Stoff für große und großartige Literatur empfiehlt.

    Seitenzahl: 768
    Format: 14,7 x 22,1 cm, gebunden
    Verlag: Lübbe
    Bonusmaterial: Stammbaum der Ottonen, Nachwort, Personenverzeichnis

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
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    Marina_Nordbrezes avatar

    "Könige sind wie Gaukler. Sie blenden die Untertanen mit ihrem Mummenschanz, damit die nicht merken, dass das Reich auseinanderfällt"


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    Über Rebecca Gablé
       
          
    Rebecca Gablé ist das Pseudonym der deutschen Schriftstellerin Ingrid Krane-Müschen, geboren am 25. September 1964 in Wickrath bei Mönchengladbach. Sie ist vor allem für mittelalterliche Ritterromane bekannt. Rebecca Gablé schließt 1984 die Schule mit dem Abitur ab. Nach der Schule macht sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau. In diesem Beruf arbeitet sie einige Jahre auf einem Stützpunkt der Royal Air Force, wo sie die englische Kultur und Sprache näher kennenlernt. 1991 beginnt Rebecca Gablé ein Studium der Anglistik und Germanistik mit den Schwerpunkten Literaturwissenschaft und Mediävistik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Dort arbeitet sie drei Jahre als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für mittelalterliche englische Literatur. lm Frühjahr 1996 schließt sie das Studium mit einem Magister ab. Gablé schreibt 1990 ihr erstes Buch, den Kriminalroman „Jagdfieber“. Viele Jahre suchte sie nach einem Verleger für ihren Erstling, der schließlich 1995 bei Bastei Lübbe erscheint – bis zum heutigen Tage Gablés Verlag

    Gemeinsam mit Bastei Lübbe vergeben wir in unserer Leserunde 40 Exemplare von "Die fremde Königin" für unser Lesewochende vom 27.04. bis 01.05.
    Was du tun musst, um dabei zu sein? Bewirb dich bis einschließlich 23.04. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantworte folgende Frage:
       

    Wie entspannst du am besten, wenn dein Alltag wieder besonders stressig wird?

    Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und freue mich schon auf das Lesewochenende mit euch! Vom 27.04. bis 01.05. freuen wir uns darauf, gemeinsam mit euch "Die fremde Königin" zu lesen und hier in der Leserunde sowie bei Facebook, Twitter und Instagram unter dem Hashtag #leseauszeit unsere Leseeindrücke zu teilen. Auf unserer Aktionsseite findet ihr Fotos und Tweets der anderen User.

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