Rebecca Gablé , Jürgen Speh Die fremde Königin

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Inhaltsangabe zu „Die fremde Königin“ von Rebecca Gablé

"Könige sind wie Gaukler. Sie blenden die Untertanen mit ihrem Mummenschanz, damit die nicht merken, dass das Reich auseinanderfällt"

Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. Auf ihrer Flucht verliebt er sich in Adelheid, aber sie heiratet König Otto.

Dennoch steigt Gaidemar zum Vertrauten der Königin auf und erringt mit Otto auf dem Lechfeld den Sieg über die Ungarn. Schließlich verlobt er sich mit der Tochter eines mächtigen Slawenfürsten, und der Makel seiner Geburt scheint endgültig getilgt. Doch Adelheid und Gaidemar ahnen nicht, dass ihr gefährlichster Feind noch lange nicht besiegt ist, und als sie mit Otto zur Kaiserkrönung nach Rom aufbrechen, droht ihnen dies zum Verhängnis zu werden ...

Rebecca Gablé, Bestsellerautorin und Schöpferin der populären Waringham-Saga, hat nun mit ihrem Historienepos "Otto der Große" ein weiteres Meisterwerk geschaffen. Nach "Das Haupt der Welt" ist "Die fremde Königin" der zweite Band der mittelalterlichen Romanreihe.

Mein erster historischer Roman und er hat mich begeistert!

— Sarahamolibri

Hervorragende Fortsetzung der Reihe - eine Geschichtsstunde mit Genuss

— Thommy28

Zu wenig Ecken und Kanten, zu wenig tiefe Gefühle und ein zu geraffter Zeitstrang ließen ein leicht gehetztes Gefühl zurück.

— quatspreche

Mit Rebecca Gable in die Geschichte einzutauchen, war wieder mal ein Genuss, super recherchiert. Ich bin begeistert!

— Hopeandlive

Ein Gablé-Roman nach Schema W(aringham) - langatmig, spannungsarm und leider ohne interessante Charaktere

— lacrimosadiesilla

sehr gut recherchiert, auch wenn es kaum Quellen gibt. Ein hervorragendes Buch

— Johanna0504

sehr kompakte und geballte Handlung, die zu Lasten von Tiefe und Spannung geht

— Engel1974

genauso klasse wie der 1. Teil !

— Skyhawksister

Kurzweilige Mittelalterunterhaltung die mich begeistert hat.

— Susen-Gudrun

Trotz seiner Länge fliegen die Seite beim Lesen nur so vorüber - so hätte ich mir früher Geschichtsunterricht gewünscht. ;)

— SillyT

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  • Der LovelyBooks Advent - Buchverlosung bis zum 24.12.2017 zu euren Wunschbüchern

    LovelyBooks Spezial

    Marina_Nordbreze

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    • 24. December 2017 um 23:59
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2017: 30 Buchpakete zu gewinnen!

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

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  • Hervorragende Fortsetzung der Reihe - eine Geschichtsstunde mit Genuss

    Die fremde Königin

    Thommy28

    23. October 2017 um 16:22

    Einen  ganz kleinen Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:Dieses Buch ist eine sehr gelungene Fortsetzung der Reihe um den mittelalterlichen König Otto. Erneut versteht es die Autorin historische Ereignisse mit einer tollen fiktiven Geschichte zu verbinden. Das gelingt so gut, dass es dem Leser sehr schwer fällt zwischen Fiktion und historisch belegten Passagen zu unterscheiden.Im Anhang wird in Stichpunkten erklärt was real war - und was nicht. Da ist der Leser stellenweise schon überrascht, was alles den Tatsachen entspricht.Die Schreibweise ist bekannt locker, deutlich, manchmal derb und dem Genre und der Handlung angemessen. Trotz des Umfangs des Buches fliegt man nur so durch die Seiten. Zum Lesevergnügen tragen auch die diversen verschiedenen Sichtweisen auf das Geschehen positiv bei. Zwar erschwert die Vielzahl der Figuren manchmal den Überblick zu behalten - aber das ist der Komplexität der Handlung geschuldet und zu verschmerzen.Ein tolles Buch das mir ein paar sehr schöne Lesestunden bereitet hat und Lust auf mehr erzeugt hat.

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  • "Könige sind wie Gaukler .."

    Die fremde Königin

    Tanzmaus

    17. October 2017 um 11:31

    Garda, August 951: Die junge Königin Adelheid wird zusammen mit ihrer Magd Anna, ihrer Tochter Emma und dem Mönch Guido in einem Verlies gefangen gehalten. Sie soll in eine Ehe einwilligen, nachdem ihr Mann ermordet wurde. Doch Adelheid weigert sich standhaft.   Im Gegenteil, zusammen mit ihren Mitgefangenen versucht sie das unmögliche und gräbt einen Tunnel aus ihrem Gefängnis. Am Ende des Tunnels wartet Gaidemar, ein Bastard aus vornehmer unbekannter Herkunft und zugleich Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion auf sie. Er gab ihr den Tipp mit dem Tunnel und führt sie nun in Sicherheit.   Noch während ihrer abenteuerlichen Flucht muss Gaidemar erkennen, dass ihn die junge Königin fasziniert. Ja, er verliebt sich regelrecht in sie. Eine Liebe, die nicht sein kann und darf. Doch auf Adelheid wartet in Pavia König Otto mit einem Angebot, das sie wohl kaum ausschlagen kann…   Gewiss schrecken die Bücher die von Rebecca Gablé einen Leser zunächst einmal ab. Mit 761 Seiten ist auch dieses Buch kein dünnes Werk, doch hat die Erfahrung gezeigt, dass man die Anzahl der Seiten bei Rebecca Gablé nicht wirklich merkt. Kaum hat man mit der Geschichte begonnen, steckt man in einem Fluss drin, der einen zum einen in jene Zeit von König Otto zurückkatapultiert, zum anderen die Seiten nur so dahinfliegen lässt.   Es handelt sich bei dem Buch zwar um den zweiten Teil, jedoch kann er unabhängig vom ersten gelesen werden. Er ist in sich abgeschlossen und rund. Spannend erzählt, mit vielen Geheimnissen und Intrigen, baut Rebecca Gablé ein Bild von König Otto und dem Panzerreiter Gaidemar auf, das es dem Leser schwer macht, das Buch auch nur kurz zur Seite zu legen.   Ich habe bisher schon viele Bücher von der Autorin gelesen und bin immer wieder aufs Neue begeistert, wie lebhaft sie ihre Figuren gestaltet und wie spannend ihre Geschichten sind, bei denen man auch viel von den historischen Begebenheiten mitnimmt, ohne es recht zu merken.   Fazit: Wieder ein Buch der Autorin, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Man darf sich von der Dicke des Buches nicht abschrecken lassen, denn kaum hat man mit der Lektüre begonnen, ist man auch schon gefangen von den Ereignissen, die Gaidemar, Adelheid oder König Otto widerfahren. Gemütliche und spannende Lesestunden garantiert.

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  • so muss Geschichte

    Die fremde Königin

    derMichi

    27. September 2017 um 16:14

    Auch dieses Mal gelingt der Autorin der stets schwierige Spagat zwischen eleganter Erzählung und einem authentisch gezeichneten Hintergrund. "Die fremde Königin" ist kein nachträgliche Abrechnung mit dem Mittelalter nach neuzeitlichen Maßstäben, sondern eine vergleichsweise ruhige Betrachtung von Individuen in historischem Kontext, die die plakativ inszenierten Gemetzel und Bettgeschichten der Konkurrenz nicht nötig hat. Gablé-Fans wird der Aufbau dennoch bekannt vorkommen: Ein junger Held im Umfeld der Macht, ein Gegner, der ihn leidenschaftlich hasst und eine bewegte Biografie mit viel Auf und Ab, an deren Ende mindestens ein lang ersehntes Ziel steht. Das und viele andere Elemente von Gaidemars Laufbahn hat man so oder so ähnlich schonmal gelesen, zumal ein gewisser Fiesling aus dem Vorgängerroman "Das Haupt der Welt" zusätzlich wieder einmal genau das tut, was man von ihm erwartet.Richtig interessant wird die Handlung jedoch durch die titelgebende "fremde Königin" Adelheid. Die zum Zeitpunkt ihrer Vermählung gerade einmal neunzehnjährige Fürstin (die zuvor schon mit Lothar von Italien vermählt war) erweist sich als ebenso schlagfertige wie überlegt handelnde Figur, die ihrem Ehemann längst nicht nur hilfreich zur Seite steht. Ihre Unsicherheit und die Notwendigkeit, in widrigen Situationen dennoch beherrscht aufzutreten, lässt Rebecca Gablé gekonnt in die Handlung einfließen. Dadurch wird das Ergebnis nicht nur weniger männerzentriert, Adelheid gerät außerdem zu ihrer interessantesten weiblichen Hauptfigur seit Blanche of Waringham. Apropos Männer: Gaidemar bekommt mit seinem slawischen Burschen Miro einen furchtlosen Sidekick zur Seite gestellt, der ein ganz besonderes Geheimnis mit sich herumträgt, das in engem Zusammenhang mit seinem Volk steht. Das und der Humor des Jungen macht ihn als Charakter fast noch interessanter als Gaidemar selbst. Spin-Off bitte!Die Slawen spielen wie schon im Vorgänger weiterhin eine Rolle, sogar Fürst Tugomir erhält einen kurzen Gastauftritt. Wer "Das Haupt der Welt" nicht gelesen hat, sollte mit der Handlung trotzdem zurechtkommen. Dem häufig zitierten Mythos von Otto dem Großen als Begründer des Deutschen Reiches (eine zweifelhafte Ehre, die auch schon Karl dem Großen und diversen anderen mittelalterlichen Herrschern nachgesagt wurde) stellt die Autorin geschickt die Unsicherheit des gar nicht so einheitlich befriedeten Reiches zu dieser Zeit entgegen. An allen Enden brodelt es, brechen Rebellionen aus, muss der zukünftige Kaiser für Ruhe sorgen.Löblich ist außerdem, dass viele Verleger historischer Romane in letzter Zeit von zeitlich unpassenden Gemälden mit gefühltem Vergangenheits-Flair auf dem Buchcover abrücken und stattdessen historisch passenderen Motiven Raum geben. Die langobardische Krone auf dem Titelbild stammt (ebenso wie die Heilige Lanze beim letzten Band) tatsächlich aus der Zeit der Handlung und vermittelt gleich ein besseres Gefühl für das was bevorsteht. Dazu verdeutlicht die Landkarte im Vorsatz, dass die Handlung dieses Mal weitere Teile des Reiches einschließt, der stilvolle Stammbaum am Ende veranschaulicht die Verwandtschaftsverhältnisse der Königsfamilie. Im Übrigen rekrutiert sich das handelnde Personal wieder einmal aus tatsächlich verbürgten Figuren, was angesichts ihrer Handlungen das Thema Geschichte einmal mehr als idealen Stoff für große und großartige Literatur empfiehlt.Seitenzahl: 768Format: 14,7 x 22,1 cm, gebundenVerlag: LübbeBonusmaterial: Stammbaum der Ottonen, Nachwort, Personenverzeichnis

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  • Die fremde Königin

    Die fremde Königin

    quatspreche

    01. September 2017 um 13:18

    Die fremde Königin von Rebecca Gablé, erschienen beim Lübbe Verlag, ist mein erster Roman der erfolgreichen Schriftstellerin. Vor allem ist sie durch ihre Romane über das britische Mittelalter bekannt, doch der Roman, den ich las, spielte im Frühmittelalter in Mitteleuropa. Die sehr junge italienische Prinzessin Adelheit wurde entführt und ein ganz besonderer Ritter wird ausgesandt um sie aus ihrem Gefängnis zu befreien. Adelheit von Burgund ist erst 19 Jahre, als sie und ihre kleine Tochter von dem Mörder ihres Mannes (König Lothar von Italien) entführt und gefangen gehalten wird. Sie entkommt und heiratet kurz darauf Otto von Pavia, der auch Otto der Große genannt wird. In Gablés Roman verhilft ihr ein junger Krieger mit festen Grundsätzen zur Flucht und wird fortan ihr Schatten, um sie vor allem Bösen zu bewahren. Gaidemar, der selbst eine verworrene Geschichte mit sich herum trägt, hadert mit seinem Schicksal und dem seiner Königin. Der charmante Krieger ist der eigentliche Protagonist des Romans, denn auch wenn der Titel auf die Königin schließen lässt, so spielt sie nur eine größere Nebenrolle. Ich erhielt mehr Einblick in das Gefühlsleben des Gaidemar, denn von Adelheit, die ich ein wenig wie aus der Ferne wahrnahm. Dadurch konnte ich aber von Beginn an Gaidemars Sicht und Gefühle besser nachvollziehen und verstehen. Gablé versteht es ihren Charakteren ein schillerndes Gewand anzulegen, das größtenteils absolut natürlich wirkt. Die etwa 1000 Seiten kamen mir nicht sehr lang vor. Der Schreibstil und die Übersetzung sind fabelhaft, vital und spannend. Jedoch blieb mir die ganze Geschichte nicht sehr in Erinnerung. Zu wenig Ecken und Kanten, zu wenig tiefe Gefühle und ein zu geraffter Zeitstrang ließen ein leicht gehetztes Gefühl zurück. Lieber hätte ich die Charaktere besser kennen gelernt und Einblick in ihr Seelenleben erhalten, als geschichtliche und  verworrene Ereignisse miteinander verknüpft zu wissen. Es ist ein guter Roman, keine Frage. Ich werde sicherlich auch die anderen Bücher dieser Reihe von ihr lesen, vielleicht ergibt sich dann ein vollständigeres Bild. Originalbeitrag: Die fremde Königin

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  • Erhellend!

    Die fremde Königin

    Lizzy_Curse

    20. August 2017 um 20:19

    „Könige sind wie Gaukler. Sie blenden die Untertanen mit Mummenschanz, damit sie nicht merken, dass das Reich auseinander fällt.“ Der junge Gaidemar, ein Panzerreiter aus dem Heer Otto I und ein Bastard, hat einen wichtigen Auftrag. Er soll die junge Adelheid aus der Gefangenschaft befreien und stößt nicht auf ein wimmerndes Bündel mit Kind im Arm, sondern auf eine entschlossene junge Frau. Gemeinsam gelingt ihnen eine entbehrungsreiche Flucht und Gaidemar spürt, dass aus Bewunderung mehr wird. Doch Der König hat andere Pläne mit Adelheid … Ein neuer Gablè! Ein neuer Gablé fernab von England und den Lancasters, Tudors und Yorks! Mir gefiel der erste Roman, der auf deutschem Grund und Boden spielte, von der Autorin schon ausnehmend gut. Deshalb gehört es praktisch schon zum guten Ton, dass ich auch dieses Buch verschlang. Das besondere in Rebecca Gables Büchern ist jedes Mal aufs neue die Anziehungskraft der Geschichte. Schon nach wenigen Seiten hat sie es geschafft, dass ich an den Zeilen klebe, von Wort zu Wort hüpfe und mich diesmal im Jahre 951 wieder fand und plötzlich an der Seite von Gaidemar und Adelheid auf der Flucht war, und diese Flucht war entbehrungsreich und rasant. Ich wurde praktisch in die Seiten gezogen. So sollte es bei guten historischen Romanen sein! Gaidemar befand sich in seiner Rolle als Panzerreiter und später dann als Ritter der Königin immer nah an der politischen Spitze, und doch konnte ich genauso das Leben spüren, das um ihn herum tobte. Er geriet immer wieder in Intrigen hinein (den Marionettenspieler der meisten Intrigen hätte ich höchstpersönlich an den Daumen in den Kerker hängen können - das ist nicht übertrieben!), fand Freunde, Verbündete, Verräter - und ich habe es schlicht und einfach genossen, Gaidemar durch seine Abenteuer zu geleiten. Wodran lags? Ich denke, es lag an der Art und Weise, wie Gablé es immer wieder versteht, historische Persönlichkeiten aus verstaubten geschichtlichen Abhandlungen und Meterdicken Biographien zum Leben zu erwecken, 3 Dimensional werden zu lassen und sie so handeln zu lassen, dass sie zumindest mir immer vorkommen, als wären sie real. Gaidemar ist für mich zu einem Freund geworden, den ich immer wieder besuchen mag. Er trägt sein Herz auf dem rechten Fleck und trotz seiner ruppigen Art habe ich schnell Zugang zu seinem Charakter gefunden. Meine Lieblinge waren aber eindeutig Miro, der einen festen Platz in Gaidemars sowie in meinem Herzen gefunden hat, und Willhelm, Ottos Sohn und der Erzbischof von Mainz, der sich nur schwerlich mit seinem vom Vater vorherbestimmten Leben abfinden kann und sich selbst damit arrangiert. Manchmal verleitete es mich wirklich zum Schmunzeln. Spannung war auf jeden Fall vorhanden! Und das nicht zu knapp. Blutige Schlachten wurden geschlagen und auch außerhalb des Kriegsgetümmels gab es für Gaidemar einige gefährliche Situationen zu meistern. Für einige mag es vielleicht zu schlachtenlastig gewesen sein, aber da man immer dem Protagonisten folgen konnte und nicht nur eine Aneinanderreihung von Kriegshandlung war, fand ich dies sehr spannend und informativ. Informativ? Ja! Rebecca Gable hat für mich ein Stück deutscher und wichtiger Geschichte erhellt, das für mich bis vor kurzem noch im Dunkeln lag. Natürlich hat man von Otto ! schon einmal etwas gehört, doch detailliert hatte ich diese Zeitspanne nicht auf dem Schirm. Alles in allem bleibt mir nur noch eines: Danke zu sagen: Danke, für das Stück Geschichte, das wundervoll aufgearbeitet wurde. Danke, für die vielen spannenden Stunden. Ich war fasziniert. Dafür vergebe ich sehr gerne fünf funkelnde Sterne.

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    • 2
  • Die ewige Wiederkehr des Gleichen

    Die fremde Königin

    lacrimosadiesilla

    23. July 2017 um 19:37

    Meiner Rezension muss ich vorausschicken, dass ich ein großer Fan der ersten drei Waringham-Romane der Autorin bin. Besonders gelungen fand ich dabei stets die Einbettung der Charaktere in das bunt und genau geschilderte historische Panorama.Die beiden letzten Bände der Reihe fand ich nicht mehr so gelungen. Das lag zum einen daran, dass es intensivere Romane über die Tudor-Zeit gibt (z.B. von Sansom, Mantel oder Parris). Zum anderen ist aber m. E. auch etwas deutlich geworden, das ich einmal „Schema W“ nenne möchte, wobei das „W“ für „Waringham“ steht. Die Grundstruktur dieser Romane, die Plotlinien, die Konflikte der Charaktere sind nämlich im Grunde genommen immer die gleichen. Es geht um Generationenkonflikte innerhalb einer Adelsfamilie, die mit den Herrschenden der Zeit enge Verbindungen pflegen. In den ersten Bänden war dies wie gesagt noch spannend, in den letzten beiden waren mir die Charaktere und ihre Motive nicht mehr eigenständig genug. Ich hatte das Gefühl, alles schon einmal gelesen zu haben.Deswegen war ich auch sehr erfreut darüber, dass sich Rebecca Gablé inzwischen einer neuen Epoche zugewandt hat, dem Zeitalter der Ottonen. In „Das Haupt der Welt“ erleben wir die ersten Regierungsjahre Ottos I. aus der Sicht des Slawen Tugomir. Ich fand den Roman ziemlich gelungen, die Figur des hinkenden Heilers Tugomir war mir jedoch ein wenig zu sehr an den damals noch sehr populären „Dr. House“ angelehnt.Nun ist mit „Die fremde Königin“ ein zweiter Teil dieser Reihe erschienen. Und leider hat mich dieser so gar nicht begeistern können. Schon während des Lesens war ich mehrmals nahe daran, das Buch abzubrechen, einmal aufgrund einer m.E. ziemlich furchtbaren Erotikszene („Er pflügte in sie hinein“ – Hallo gehts noch?), die anderen Male aber, weil ich sowohl mit dem Plot als auch mit den Perspektivfiguren meine Probleme hatte.„Die fremde Königin“ wird aus der Sicht von drei Charakteren erzählt: Königin Adelheid, Luidolf (Ottos Sohn) und Gaidemar, ein Bastard. Während die ersten beiden historische Figuren sind, ist der letztere fiktiv. Schon die Wahl der Königin und des Königssohnes als Perspektivfiguren hat aus meiner Sicht negative Auswirkungen auf die Gestaltung der Handlung. Schicksal und Handlungen einer historischen Figur sind zu beinahe 100 Prozent festgelegt. Und so ist dann der Roman auch leider nur eine vorhersehbare Parade von bekannten Ereignissen von Adelheids Flucht über Luidolfs Rebellion zur Lechfeldschlacht und schließlich zu Ottos Italienfeldzug. Der Plot ist von vornherein determiniert, es gibt keine Überraschungen.Ein Großteil der Handlung spielt sich direkt in der Königsfamilie ab. Und zwar nach Schema W. Ich hatte ganz oft den Eindruck, einen Waringham-Roman zu lesen. Luidolf ist als ein klassischer Waringham-Rebell angelegt, seine Schwiegermutter entspricht ebenfalls dem Frauentyp dieser Werke. Auch die Geistlichkeit könnte mit wenigen Änderungen in „Das Lächeln der Fortuna“ vorkommen. Was jedoch in der ursprünglichen Reihe funktioniert, stößt hier an Grenzen. Die Waringhams sind eine fiktive Familie. Ihre Schicksale, Gedanken, Worten und Taten waren relativ frei gestaltbar. Die Ottonen waren real. Und hier funktioniert Schema W einfach nicht mehr.Man kann reale Figuren zu Protagonisten historischer Romane machen. Das haben sowohl Hilary Mantel als auch Alexandre Dumas meisterhaft bewiesen. Zwar sind Dumas Figuren eher Kinder seiner eigenen Zeit, doch durch das Stilmittel der romantischen Ironie schafft der Erzähler die notwendige Distanz und macht aus einem reinen historischen Bericht ein literarisches Werk, z.B. in „La reine Margot“. Dass er auch anders kann, zeigt er v.a. in „Die drei Musketiere“. Dort setzt er historische Figuren nur sehr sparsam ein, wirklich einprägsam sind die fiktiven Figuren.Hilary Mantel arbeitet noch wesentlich kunstvoller. Die psychologische Durchdringung ihrer Figuren ist m.E. beispiellos. Zudem arbeitet sie mit verschiedenen Zeitebenen und setzt ganz viel (teils recht sarkastische) Ironie ein. Bei Rebecca Gablé fehlt diese Distanz zwischen Erzähler und Figuren. Wir bekommen ohne viel Beiwerk die Taten und Gedanken der Protagonisten serviert. Bei den Waringham Romanen funktioniert das gut, weil wir dadurch unmittelbar in die mittelalterliche Welt eintauchen. Bei den Otto-Romanen scheitert dieses Vorgehen m.E. völlig. Sowohl Luidolf als auch Adelheid bleiben blass und austauschbar und noch schlimmer: vorhersehbar.Leider kann auch Gaidemar nichts mehr an diesem Eindruck ändern. Er ist zwar fiktiv, erinnert aber so sehr an das schwarze Schaf nach Schema W, dass auch sein eng an die Herrscherfamilie geknüpftes Schicksal mich nicht mehr packen konnte. Zudem ist er m.E. einer der unsympathischsten Charaktere im Werk von Rebecca Gablé.Das alles führt auch dazu, dass bei mir nie das Gefühl aufkam, in die spezifische Epoche des 10. Jahrhunderts einzutauchen. Wenn man die Namen und historische Details ändern würde, könnte der Roman auch im späteren Mittelalter spielen. Und das habe ich schmerzlich vermisst, denn gerade bei den ersten Waringham-Romanen ist mit dieses Eintauchen in die Epoche wunderbar gelungen.Für den nächsten Roman der Reihe würde ich mir wünschen, dass Rebecca Gablé Schema W einmal vollkommen über Bord wirft und sich auf fiktive Charaktere fokussiert. Dass sie auf diese Weise einen wunderbaren historischen Roman schreiben kann, hat sie mit dem überraschenden und packenden „Hiobs Brüder“ bewiesen.

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  • in den Top Ten in meinem Bücherregal

    Die fremde Königin

    Johanna0504

    20. July 2017 um 17:11

    sehr gut recherchiert, auch wenn es kaum Quellen gibt. Ein hervorragendes Buch

  • sehr kompakte und geballte Handlung, die zu Lasten von Tiefe und Spannung geht

    Die fremde Königin

    Engel1974

    20. July 2017 um 10:04

    „Könige sind wie Gaukler. Sie blenden mit ihrem Mummenschanz, damit die Untertanen nicht merken, wenn das Reich auseinanderfällt:“ Mit ihrem Roman „Die fremde Königin“ lädt die Autorin Rebecca Gablé ihre Leser zu einer historischen Zeitreise ein. Die Autorin gehört mit einer Gesamtauflage von 5,5 Mio. Buchexemplaren zu den erfolgreichsten Autoren im historischen Genre auf dem deutschen Buchmarkt und erobert im Sturm die Bestsellerlisten. „Die fremde Königin“ ist mit einer Startauflage von 100.000 Exemplaren im Lübbe Verlag erschienen. Die Vorliebe für das englische Mittelalter und deren Geschichte führt Rebecca Gablé auf ihr Literaturstudium zurück. Verständlich das sie ihre Leser mit diesem Roman dann auch wieder in dieses Zeitalter „entführt“. Es gibt Begegnungen mit Otto I, Adelheid von Burgund und vielen anderen geschichtlichen Persönlichkeiten. Doch nun erst einmal der Reihe nach. Um was geht es? Im vorliegenden Roman werden wir nach Garda ins Jahr 951 entführt. Die italienische Königin Adelheid, hat gerade ihren Mann, der einem Giftanschlag zum Opfer gefallen ist, verloren. Nun wird sie von Berengar von Ivera gefangen gehalten, da sie seinen Sohn ehelichen soll. Seine Absicht ist so die Königswürde auf seine Familie zu übertragen. Doch Adelheid will davon nichts wissen, schließlich ist es Berengar gewesen, der ihren Mann auf dem Gewissen hat. Nach über viermonatiger Gefangenschaft gelingt ihr mit Hilfe von Gaidemar, ein Bastard unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, die Flucht. Sein Auftrag ist es Adelheid nach Pavia zu bringen, wo König Otto bereits auf sie wartet. Auf der gemeinsamen „Reise“ verliebt sich Galdemar in Adelheid, doch diese bekommt ein Angebot von König Otto, das sie nicht ablehnen kann ... Meinung: In ihrem sehr kompakten Roman vermischt die Autorin gekonnt tatsächliche historische Begebenheiten mit Fiktion, wobei die Handlung um Gaidemar dem fiktiven Part zu zuordnen ist. So nimmt die Handlung allerdings auch einen anderen Verlauf, als den ich mir ursprünglich gewünscht hätte. Die Handlung bezieht sich auf ca. 11 Jahre und erzählt von König Ottos Heirat mit der italienisch verwitweten Königin und seiner Kaiserkrönung, es wird aber auch von Kriegen sowie politischen und kirchlichen Macht und Ränkespielen erzählt. Letztere kommen in diesem Roman nicht zu kurz, was man auch an den 755 Seiten des Romans sehen kann. Dabei holt die Autorin sehr weit aus und vermag sich leider nicht immer am Wesentlichen zu orientieren. So ist beim Lesen schon etwas mehr Konzentration gefragt, um den Faden nicht zu verlieren. Die Charaktere beleuchtet die Autorin aus verschiedenen Perspektiven und so schwankte ich bei vielen von ihnen hin und her und manchmal wusste ich gar nicht ob ich sie nun sympathisch oder unsympathisch finden sollte. Auf alle Fälle ist es der Autorin aber hervorragend gelungen ein sehr realistisches Zeitbild ihrer Hauptprotagonisten zu liefern. Gaidemar ist mir dabei sofort sympathisch gewesen, er wirkt sanftmütig, edel und prinzipientreu, so war ich enttäuscht, dass seine Rolle so manches Mal doch sehr ins Abseits gedrängt wurde. Der Schreibstil liest sich flüssig, ist für meinen Geschmack allerdings zu oberflächlich, zu weitausholend und manche Szene sehr detailreich. Dies hat zwar den Vorteil dass man sich auf der einen Seite ein gutes Bild der damaligen Zeit machen kann, wobei man sich viele Szenen sehr gut vorstellen kann. Auf der anderen Seite fehlt dann aber die Tiefe und der Spannungsfaktor, der den Handlungsverlauf manchmal etwas zäh werden ließ und den Unterhaltungswert minderte. Fazit: Rebecca Gablé schafft es hervorragend Einblicke in die damalige Zeit zu geben, dabei beleuchtet sie einen langen historischen Zeitraum und hat ihn in einem sehr kompakt wirkenden Roman verarbeitet. Ich hätte mir statt der geballten Handlung mehr Tiefe, gerade im zwischenmenschlichen Bereich, und mehr Raum für einige mir lieb gewordene Hauptprotagonisten gewünscht.

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  • Liebe, Macht, Intrigen, Krieg, eine breite Palette

    Die fremde Königin

    deidree

    10. July 2017 um 12:01

    Vorweg möchte ich mich bei Bastei Lübbe AG bedanken, da ich das Buch im Rahmen einer Verlosung gewonnen habe. Rebecca Gablé nimmt uns in ihrem zweiten Teil zu König Otto I. in „Die fremde Königin“ mit in die Jahre 951 – 962. Es stört nicht, wenn man – so wie ich - den ersten Teil nicht gelesen hat. Man findet ohne Probleme in die Geschichte. Der Roman beginnt mit der Gefangenschaft von Königin Adelheid. Durch den Tipp eines ihr Unbekannten kann sie samt ihrer kleinen Tochter Emma, ihrer Zofe Anna und ihrem Kaplan Bruder Guido entkommen. Der Unbekannte stellt sich als Gaidemar vor, ein Bastard, seiner Herkunft ungewiss, doch seinen eigenen Vermutungen nach, mit Verbindungen zu König Otto´s Familie. Die beschwerliche und ungewisse Flucht lässt ein freundschaftliches Band zwischen Königin Adelheid und Gaidemar wachsen, welches all die Jahre andauern wird. Soviel nur zum Inhalt der ersten Seiten. Den Fortgang der Geschichte zu beschreiben, würde hier den Rahmen sprengen. Erwähnt sei, dass der Inhalt sich großteils an die Geschichte Otto I. und Adelheids hält, mit ein paar schriftstellerischen Freiheiten, ohne die kein Roman entstehen könnte. Diese werden ganz zum Schluss von der Autorin sehr gut zusammengefasst und ihr Standpunkt nochmals dargelegt. Auf alle Fälle lesenswert. Ich konnte das Buch zügig lesen. Teilweise wirklich mit dem Gefühl, was kommt da jetzt? Ich muss unbedingt weiterlesen. Andere Passagen waren mir dann wieder etwas zu flach und lang. Gaidemar ist mir sofort ans Herz gewachsen. Es gefällt mir, was er aus seinem Leben gemacht hat, in einer Welt die seine bloße Existenz als Zumutung empfindet, und dabei trotzdem nicht völlig verbittert und herzlos wird. Bei Adelheid war ich mir bis zum Schluss nicht im Klaren, mit welchen Karten sie spielt. Aber auch ihre Rolle ist gut erzählt und ihre Handlungen – mit damaliger Logik betrachtet – nachvollziehbar. Eine Sonderstelle hat bei mir Mirogold eingenommen. Er war der versklavte Bursche von Gaidemar. Vielleicht weil auch er, genau wie Gaidemar, in ein Leben gezwängt wurde, das er in der Form nie frei gewählt hat, so steht er Gaidemar stets loyal, hilfreich und auch lebensrettend zur Seite. Abschließend ein durchaus interessanter Roman mit sehr guter Recherchearbeit und manchen unerwarteten Wendungen. Von mir gibt es 4 Sterne.

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    Die fremde Königin

    SillyT

    03. July 2017 um 19:30

    Achtung: da Band 2 könnte es in der Inhaltsbeschreibung zu Spoilern kommen. Wir schreiben das Jahr 951 nach Christus. Nachdem der Ehemann von Königin Adelheid einem Giftanschlag zum Opfer fiel, wird die junge Frau nebst ihrer Tochter, ihrer Magd und dem Priester und Benediktiner Bruder Guido in einem Turm gefangen gehalten. Doch durch einen Tipp durch einen jungen Mann, gelingt ihnen die Flucht und ihnen wird durch dem Panzerreiter Gaidemar, der zu ihrer Befreiung gesandt wurde, geholfen. So gelangt Adelheid an König Ottos Hof und auch an seine Seite. Gaidemar, der übrigens ein Bastard ist, dessen Herkunft erst später Aufklärung findet, schlägt noch so manch eine Schlacht an der Seite Ottos und seiner Königin.Meine Meinung: Dieses Buch besticht durch ein wunderschönes Äußeres, das mich magisch anzog und da ich in letzter Zeit doch ein wenig auf den Geschmack historischer Romane gekommen bin, war ich auch hier sehr neugierig. Auch wenn es sich hier um den zweiten Band rund um König Otto und seiner Geschichte handelt, kann dieses Buch durchaus auch eigenständig gelesen werden, da man immer wieder Einblicke erhält, was zuvor geschah. Sprachlich konnte mich Frau Gablé schon von der ersten Seite an in ihre Geschicht ziehen, so bleibt es durchaus der Zeit, in der der Roman spielt angepasst und trotzdem so leicht und flüssig, dass selbst dieser umfangreiche Roman viel zu schnell wieder vorbei war. Die Autorin vermischt hier perfekt historische Begebenheiten mit fiktiven Charakteren und Situationen und man fühlt sich einfach in die Zeit des Mittelalters versetzt. So lebendig, wie alles geschildert wird, macht es einfach Spaß, dieses Buch zu lesen. Auch die Spannung ist hier vom ersten Moment an gegeben und so lebt dieses Buch regelrecht von Intrigen, Verrat, Spannung, Liebe, Treue, Kämpfe und noch vielem mehr. Man merkt einfach, dass hier gut recherchiert wurde und die historischen Ereignisse geschickt mit eingebaut und verflochten wurden. So erleben wir hier sehr lebendig, wie König Otto zu seiner zweiten Frau, der italienischen Königin Adelheid kam. Wie dieser mit ihr an seiner Seite bis zur Kaiserkrönung gelangt und mit welchen Schwierigkeiten er zu kämpfen hat. So gibt es immer wieder Krieg mit Ungarn oder Slawen, Missgunst und Neid in der eigenen Familie und Intrigen.  Die Geschichte erleben wir aus verschiedenen Perspektiven, Adelheid, Otto, Gaidemar, Luidolf und noch einige mehr werden hier in den Mittelpunkt gerückt. Dadurch wird die Geschichte noch einmal mehr lebendig und fesselte bis zum Schluss. Ja, ich gebe durchaus zu, dass ich so manches Mal, gerade zu Beginn, überlegen musste, wer da gerade erzählte, bzw. wo ich diese Person einzuordnen hatte, doch je mehr die Geschichte fortschritt, desto vertrauter wurde ich auch mit den Personen. Richtig gelungen sind hier wieder die Verknüpfungen zwischen fiktiven und realen Charakteren. So gab es schnell Charaktere, denen man verfiel und natürlich auch Charaktere, die man gar nicht mag. Adelheid hat mich vom ersten Moment an beeindruckt und sie ist ja auch durchaus als eine der einflussreichsten Frauen in die Geschichte eingegangen. Sie ist eine sehr kluge Frau und hat eine ganz eigene Art, geschickt die Menschen in ihrer Umgebung zu lenken. Mag sein, dass sie dadurch an manch einer Stelle eher kalt wirkt, jedoch war dieses Auftreten für mich niemals fragwürdig, sondern eher sehr glaubwürdig. Mein Held der Geschichte ist dann der fiktive Charakter Gaidemar geworden. Dieser ist ein Mann, der einfach alles mitbringt, um ein wahrer Held zu sein. Seine Entwicklung von einem Panzerreiter zu einem regelrechten königlichen Berater war interessant mitzuerleben und ich hätte mir vorstellen können, dass es Gaidemar wirklich gegeben hat. Trotz aller Rückschläge oder Fehlschlägen kämpft er weiter und wächst dadurch. Auch sonst gibt es hier natürlich noch eine große Anzahl weiterer Charaktere, die auf die Handlung Einfluss nehmen und auf das Geschehen einwirken. Jeder einzelne davon wirkt glaubwürdig und lebendig und man sieht sie direkt vor sich. Mein Fazit: Ein wirklich toll erzählter Roman, der sehr geschickt historisches mit fiktivem vermischt und ein großartiges Epos entstehen lässt. Gut verständlich wird der Leser in die Zeit des Mittelalters katapultiert und nimmt an dem Leben damals teil. Ich bin in der Geschichte dieser Zeit nur wenig bewandert, waren mir doch diese ganzen Ausführungen im Unterricht doch viel zu trocken, doch Rebecca Gablé erzählt alles Geschehene so lebendig, dass es einfach Spaß macht. Ach, wäre doch der Unterricht früher auch so lebendig gewesen, ich hätte einfach viel mehr von historischen Begebenheiten gehalten. Eine klare Leseempfehlung für diesen wundervollen Roman!

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  • Leidenschaftlich gut erzählt...

    Die fremde Königin

    FarinaKavin

    03. July 2017 um 12:42

    Der Bastard Gaidemar ahnt, dass er väterlicherseits Bande zur Königsfamilie hat, weiß aber nicht, wer seine kurz nach der Geburt verstorbene Mutter gewesen ist. Ohne eigenes Land oder finanzielle Mittel und ohne einen klangvollen Namen, kann er nur seine herausragende Leistung als Panzerreiter für sich sprechen lassen. Von König Otto I. wird er schließlich ausersehen, Adelheid, die verwitwete Königin von Italien, aus einer misslichen Lage zu befreien und zu ihm zu bringen. Während Gaidemar sich Hals über Kopf in die edle, für ihn unerreichbare Dame verliebt, heiratet diese recht bald den König selbst. Was anfangs eine kalkulierte Verbindung gewesen sein mag, wird schnell zu einer harmonischen Ehe, in der sich Adelheid und Otto gegenseitig durch kluge politische Schachzüge unterstützen. Liudolf, der Erstgeborene aus Otto’s erster Ehe, kann sich für seine Stiefmutter nur bedingt erwärmen und glaubt, dass sein Vater ihm das Erbrecht für die Königswürde vielleicht vorenthalten könnte. Es entsteht ein Familienstreit, wie er wahrscheinlich für die damalige Zeit nicht unüblich gewesen ist. Als schließlich die gefürchteten Ungarn und Slawen ins Reich einfallen, spitzt sich die Situation immer mehr zu. Mit „Die fremde Königin“ hat Rebecca Gablé nun den zweiten Band ihrer Reihe um Otto I. geschrieben. Schon der Vorgänger „Das Haupt der Welt“ stellte für mich eine grandiose Erzählung von Historischem vermischt mit dezenter Fiktion dar und auch in diesem Buch ist dieses Zusammenspiel wieder deutlich spürbar. Da „Das Haupt der Welt“ eine für sich abgeschlossene Geschichte ist, kann man beide Teile unabhänigig voneinander lesen. Kennt man den ersten Teil nicht, erscheint Tugomir als ein sympathischer Nebencharakter, klein aber fein, für all die, die ihn aus dem vorrigen Buch allerdings kennen, ist sein späteres Erscheinen ein Highlight. Auch diesmal hat es Gablé geschafft mich mit ihrem einzigartigem Schreibstil und dieser unglaublichen Art und Weise wie sie ihren Charakteren Leben einhaucht, in ihren Bann zu ziehen und völlig einzunehmen. Gaidemar bekleidet von Anfang an die Rolle des Helden par exellance. Er ist seinem König und seiner Königin treu ergeben – auch wenn er dafür den besten Freund fallen lassen muss. Er ist mutig und ritterlich, selbstlos und zurückhaltend, dabei gutaussehend (hehe), stark und nie überheblich. Ein toller Mann, der leider ziemlich lange der unerfüllten Liebe seiner Königin nachhängt. Doch auch für ihn ergeben sich schließlich andere Perspektiven.Mein Fazit: Ich habe das Buch wie auch schon seinen Vorgänger in seiner ganzen Fülle verschlungen. Es war im besten Sinne spannend, unterhaltsam und lehrreich zugleich. Rebecca Gablé hat es wieder einmal geschafft, mich mit ihrem historischen Roman von sich und vor allem von Otto I. zu überzeugen.

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  • Die Fremde Königin

    Die fremde Königin

    Susen-Gudrun

    02. July 2017 um 15:37

    Die fremde Königin ist Rebecca Gablés zweiter Roman rund um Otto den Großen und seine Zeit. Im Mittelpunkt stehen Adelheid, Ottos zweite Frau die sich in Garda in Gefangenschaft befindet, und der Bastard Gaiedmar, der Adelheid aus der Gefangenschaft befreien soll.Die Geschichte beginnt spannend während der Gefangenschaft Adelheits und enthält alles, was ein so epischer Mittelalterroman beinhalten sollte. Spannung und Intrigen, enttäuschte Liebe und Drama. Aber all dies ohne schnulzig oder übertrieben zu wirken und die Protagonisten werden vollumfassend dargestellt um sie fast leibhaftig vor sich zu sehen.Der Schreibstil ist klar und lebendig und alle Szenen werden detailliert genug beschrieben um  sich die Szene genau vorstellen zu können. Mir hat das Buch sehr gefallen und ich kann es nur jedem der historische Romane mag sehr ans Herz legen.

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  • Sehr gute Fortsetzung zu "Das Haupt der Welt"

    Die fremde Königin

    schafswolke

    24. June 2017 um 10:26

    Nach dem Tod ihres Mannes Lothar, befindet sich sich die italienische Königin Adelheid in Gefangenschaft von Berengar von Ivrea.  Der junge Panzerreiter Gaidemar bekommt den Auftrag Adelheid zu retten und sie König Otto zu übergeben. Und so verschlägt es die fremde Königin an den Hof von König Otto, der schnell beabsichtigt sie auch zu heiraten. Gaidemar wird der Vertraute von Adelheid, auch wenn er gerne mehr wäre. Aber er ist Otto sehr ergeben und kämpft tapfer an seiner Seite, wenn es notwendig ist.Doch Gaidemar, Adelheid und Otto haben viele Neider und können sich nie sicher sein, ob sie wirklich nur Vertraute an ihrer Seite haben, denn die Zwistigkeiten in Ottos Familie scheinen kein Ende nehmen zu wollen."Die fremde Königin" schließt ca. 10 Jahre später an "Das Haupt der Welt" an. Ich habe das Buch direkt im Anschluß an den ersten Teil gelesen, aber auch wenn ein wenig Zeit zwischen den Büchern liegen sollte, müsste es kein Problem sein, schnell wieder den Anschluß zu finden. Vorkenntnisse aus dem ersten Buch sind nicht zwingen notwendig, da aber König Otto und seine Familie in beiden Bänden den Mittelpunkt darstellen, würde ich empfehlen zuerst "Das Haupt der Welt" zu lesen.Gaidemar ist sehr sympathisch und die tragende Figur in dieser Geschichte, schade, dass er wohl nicht so existiert hat. Er ist eine treue Seele und hat viel zu durchleiden. Stets ist er auf der Suche nach seiner Herkunft, denn als Bastard bleiben ihm immer wieder Türen verschlossen.Adelheid hätte ich mir noch ein wenig präsenter gewünscht, denn sie scheint eine einflußreiche und interessante Frau gewesen zu sein.Otto hat einiges zu tun um, seine Macht zu halten bzw. zu stärken. Politische Intrigen sind wieder an der Tagesordnung, dabei bleibt es aber nicht nur bei friedlichen Verhandlungen. Rebecca Gablé schafft es immer wieder mich mit ihren Büchern in eine frühere Zeit zu versetzen, auch hier ist ihr es wieder sehr gut gelungen. Ob sie die Geschichte noch weiterführen wird? Ich könnte es mir gut vorstellen, denn der geschichtliche Ausblick am Ende des Buches würde doch genügend Stoff liefern können;-)Wieder einmal 4 Sterne für Rebecca Gablé und ihre Erzählkunst.

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