Rebecca Gablé , Jürgen Speh Die fremde Königin

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Inhaltsangabe zu „Die fremde Königin“ von Rebecca Gablé

"Könige sind wie Gaukler. Sie blenden die Untertanen mit ihrem Mummenschanz, damit die nicht merken, dass das Reich auseinanderfällt" Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. Auf ihrer Flucht verliebt er sich in Adelheid, aber sie heiratet König Otto. Dennoch steigt Gaidemar zum Vertrauten der Königin auf und erringt mit Otto auf dem Lechfeld den Sieg über die Ungarn. Schließlich verlobt er sich mit der Tochter eines mächtigen Slawenfürsten, und der Makel seiner Geburt scheint endgültig getilgt. Doch Adelheid und Gaidemar ahnen nicht, dass ihr gefährlichster Feind noch lange nicht besiegt ist, und als sie mit Otto zur Kaiserkrönung nach Rom aufbrechen, droht ihnen dies zum Verhängnis zu werden ... Rebecca Gablé, Bestsellerautorin und Schöpferin der populären Waringham-Saga, hat nun mit ihrem Historienepos "Otto der Große" ein weiteres Meisterwerk geschaffen. Nach "Das Haupt der Welt" ist "Die fremde Königin" der zweite Band der mittelalterlichen Romanreihe.

Ein Gablé-Roman nach Schema W(aringham) - langatmig, spannungsarm und leider ohne interessante Charaktere

— lacrimosadiesilla
lacrimosadiesilla

sehr gut recherchiert, auch wenn es kaum Quellen gibt. Ein hervorragendes Buch

— Johanna0504
Johanna0504

sehr kompakte und geballte Handlung, die zu Lasten von Tiefe und Spannung geht

— Engel1974
Engel1974

genauso klasse wie der 1. Teil !

— Skyhawksister
Skyhawksister

Kurzweilige Mittelalterunterhaltung die mich begeistert hat.

— Susen-Gudrun
Susen-Gudrun

Trotz seiner Länge fliegen die Seite beim Lesen nur so vorüber - so hätte ich mir früher Geschichtsunterricht gewünscht. ;)

— SillyT
SillyT

Ein Buch, das man nicht beiseite legen mag.

— Marvey
Marvey

Großartig und brillant inszeniert und ein Muss für jeden Rebecca Gablé Fan.

— cyirah
cyirah

Eine Geschichte über eine Königin die am Ende nicht mehr fremd zu sein sein scheint.

— MaryKate
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deutsche Historie mit einer spannenden Story

— detlef_knut
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    Die fremde Königin
    lacrimosadiesilla

    lacrimosadiesilla

    23. July 2017 um 19:37

    Meiner Rezension muss ich vorausschicken, dass ich ein großer Fan der ersten drei Waringham-Romane der Autorin bin. Besonders gelungen fand ich dabei stets die Einbettung der Charaktere in das bunt und genau geschilderte historische Panorama.Die beiden letzten Bände der Reihe fand ich nicht mehr so gelungen. Das lag zum einen daran, dass es intensivere Romane über die Tudor-Zeit gibt (z.B. von Sansom, Mantel oder Parris). Zum anderen ist aber m. E. auch etwas deutlich geworden, das ich einmal „Schema W“ nenne möchte, wobei das „W“ für „Waringham“ steht. Die Grundstruktur dieser Romane, die Plotlinien, die Konflikte der Charaktere sind nämlich im Grunde genommen immer die gleichen. Es geht um Generationenkonflikte innerhalb einer Adelsfamilie, die mit den Herrschenden der Zeit enge Verbindungen pflegen. In den ersten Bänden war dies wie gesagt noch spannend, in den letzten beiden waren mir die Charaktere und ihre Motive nicht mehr eigenständig genug. Ich hatte das Gefühl, alles schon einmal gelesen zu haben.Deswegen war ich auch sehr erfreut darüber, dass sich Rebecca Gablé inzwischen einer neuen Epoche zugewandt hat, dem Zeitalter der Ottonen. In „Das Haupt der Welt“ erleben wir die ersten Regierungsjahre Ottos I. aus der Sicht des Slawen Tugomir. Ich fand den Roman ziemlich gelungen, die Figur des hinkenden Heilers Tugomir war mir jedoch ein wenig zu sehr an den damals noch sehr populären „Dr. House“ angelehnt.Nun ist mit „Die fremde Königin“ ein zweiter Teil dieser Reihe erschienen. Und leider hat mich dieser so gar nicht begeistern können. Schon während des Lesens war ich mehrmals nahe daran, das Buch abzubrechen, einmal aufgrund einer m.E. ziemlich furchtbaren Erotikszene („Er pflügte in sie hinein“ – Hallo gehts noch?), die anderen Male aber, weil ich sowohl mit dem Plot als auch mit den Perspektivfiguren meine Probleme hatte.„Die fremde Königin“ wird aus der Sicht von drei Charakteren erzählt: Königin Adelheid, Luidolf (Ottos Sohn) und Gaidemar, ein Bastard. Während die ersten beiden historische Figuren sind, ist der letztere fiktiv. Schon die Wahl der Königin und des Königssohnes als Perspektivfiguren hat aus meiner Sicht negative Auswirkungen auf die Gestaltung der Handlung. Schicksal und Handlungen einer historischen Figur sind zu beinahe 100 Prozent festgelegt. Und so ist dann der Roman auch leider nur eine vorhersehbare Parade von bekannten Ereignissen von Adelheids Flucht über Luidolfs Rebellion zur Lechfeldschlacht und schließlich zu Ottos Italienfeldzug. Der Plot ist von vornherein determiniert, es gibt keine Überraschungen.Ein Großteil der Handlung spielt sich direkt in der Königsfamilie ab. Und zwar nach Schema W. Ich hatte ganz oft den Eindruck, einen Waringham-Roman zu lesen. Luidolf ist als ein klassischer Waringham-Rebell angelegt, seine Schwiegermutter entspricht ebenfalls dem Frauentyp dieser Werke. Auch die Geistlichkeit könnte mit wenigen Änderungen in „Das Lächeln der Fortuna“ vorkommen. Was jedoch in der ursprünglichen Reihe funktioniert, stößt hier an Grenzen. Die Waringhams sind eine fiktive Familie. Ihre Schicksale, Gedanken, Worten und Taten waren relativ frei gestaltbar. Die Ottonen waren real. Und hier funktioniert Schema W einfach nicht mehr.Man kann reale Figuren zu Protagonisten historischer Romane machen. Das haben sowohl Hilary Mantel als auch Alexandre Dumas meisterhaft bewiesen. Zwar sind Dumas Figuren eher Kinder seiner eigenen Zeit, doch durch das Stilmittel der romantischen Ironie schafft der Erzähler die notwendige Distanz und macht aus einem reinen historischen Bericht ein literarisches Werk, z.B. in „La reine Margot“. Dass er auch anders kann, zeigt er v.a. in „Die drei Musketiere“. Dort setzt er historische Figuren nur sehr sparsam ein, wirklich einprägsam sind die fiktiven Figuren.Hilary Mantel arbeitet noch wesentlich kunstvoller. Die psychologische Durchdringung ihrer Figuren ist m.E. beispiellos. Zudem arbeitet sie mit verschiedenen Zeitebenen und setzt ganz viel (teils recht sarkastische) Ironie ein. Bei Rebecca Gablé fehlt diese Distanz zwischen Erzähler und Figuren. Wir bekommen ohne viel Beiwerk die Taten und Gedanken der Protagonisten serviert. Bei den Waringham Romanen funktioniert das gut, weil wir dadurch unmittelbar in die mittelalterliche Welt eintauchen. Bei den Otto-Romanen scheitert dieses Vorgehen m.E. völlig. Sowohl Luidolf als auch Adelheid bleiben blass und austauschbar und noch schlimmer: vorhersehbar.Leider kann auch Gaidemar nichts mehr an diesem Eindruck ändern. Er ist zwar fiktiv, erinnert aber so sehr an das schwarze Schaf nach Schema W, dass auch sein eng an die Herrscherfamilie geknüpftes Schicksal mich nicht mehr packen konnte. Zudem ist er m.E. einer der unsympathischsten Charaktere im Werk von Rebecca Gablé.Das alles führt auch dazu, dass bei mir nie das Gefühl aufkam, in die spezifische Epoche des 10. Jahrhunderts einzutauchen. Wenn man die Namen und historische Details ändern würde, könnte der Roman auch im späteren Mittelalter spielen. Und das habe ich schmerzlich vermisst, denn gerade bei den ersten Waringham-Romanen ist mit dieses Eintauchen in die Epoche wunderbar gelungen.Für den nächsten Roman der Reihe würde ich mir wünschen, dass Rebecca Gablé Schema W einmal vollkommen über Bord wirft und sich auf fiktive Charaktere fokussiert. Dass sie auf diese Weise einen wunderbaren historischen Roman schreiben kann, hat sie mit dem überraschenden und packenden „Hiobs Brüder“ bewiesen.

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  • in den Top Ten in meinem Bücherregal

    Die fremde Königin
    Johanna0504

    Johanna0504

    20. July 2017 um 17:11

    sehr gut recherchiert, auch wenn es kaum Quellen gibt. Ein hervorragendes Buch

  • sehr kompakte und geballte Handlung, die zu Lasten von Tiefe und Spannung geht

    Die fremde Königin
    Engel1974

    Engel1974

    20. July 2017 um 10:04

    „Könige sind wie Gaukler. Sie blenden mit ihrem Mummenschanz, damit die Untertanen nicht merken, wenn das Reich auseinanderfällt:“ Mit ihrem Roman „Die fremde Königin“ lädt die Autorin Rebecca Gablé ihre Leser zu einer historischen Zeitreise ein. Die Autorin gehört mit einer Gesamtauflage von 5,5 Mio. Buchexemplaren zu den erfolgreichsten Autoren im historischen Genre auf dem deutschen Buchmarkt und erobert im Sturm die Bestsellerlisten. „Die fremde Königin“ ist mit einer Startauflage von 100.000 Exemplaren im Lübbe Verlag erschienen. Die Vorliebe für das englische Mittelalter und deren Geschichte führt Rebecca Gablé auf ihr Literaturstudium zurück. Verständlich das sie ihre Leser mit diesem Roman dann auch wieder in dieses Zeitalter „entführt“. Es gibt Begegnungen mit Otto I, Adelheid von Burgund und vielen anderen geschichtlichen Persönlichkeiten. Doch nun erst einmal der Reihe nach. Um was geht es? Im vorliegenden Roman werden wir nach Garda ins Jahr 951 entführt. Die italienische Königin Adelheid, hat gerade ihren Mann, der einem Giftanschlag zum Opfer gefallen ist, verloren. Nun wird sie von Berengar von Ivera gefangen gehalten, da sie seinen Sohn ehelichen soll. Seine Absicht ist so die Königswürde auf seine Familie zu übertragen. Doch Adelheid will davon nichts wissen, schließlich ist es Berengar gewesen, der ihren Mann auf dem Gewissen hat. Nach über viermonatiger Gefangenschaft gelingt ihr mit Hilfe von Gaidemar, ein Bastard unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, die Flucht. Sein Auftrag ist es Adelheid nach Pavia zu bringen, wo König Otto bereits auf sie wartet. Auf der gemeinsamen „Reise“ verliebt sich Galdemar in Adelheid, doch diese bekommt ein Angebot von König Otto, das sie nicht ablehnen kann ... Meinung: In ihrem sehr kompakten Roman vermischt die Autorin gekonnt tatsächliche historische Begebenheiten mit Fiktion, wobei die Handlung um Gaidemar dem fiktiven Part zu zuordnen ist. So nimmt die Handlung allerdings auch einen anderen Verlauf, als den ich mir ursprünglich gewünscht hätte. Die Handlung bezieht sich auf ca. 11 Jahre und erzählt von König Ottos Heirat mit der italienisch verwitweten Königin und seiner Kaiserkrönung, es wird aber auch von Kriegen sowie politischen und kirchlichen Macht und Ränkespielen erzählt. Letztere kommen in diesem Roman nicht zu kurz, was man auch an den 755 Seiten des Romans sehen kann. Dabei holt die Autorin sehr weit aus und vermag sich leider nicht immer am Wesentlichen zu orientieren. So ist beim Lesen schon etwas mehr Konzentration gefragt, um den Faden nicht zu verlieren. Die Charaktere beleuchtet die Autorin aus verschiedenen Perspektiven und so schwankte ich bei vielen von ihnen hin und her und manchmal wusste ich gar nicht ob ich sie nun sympathisch oder unsympathisch finden sollte. Auf alle Fälle ist es der Autorin aber hervorragend gelungen ein sehr realistisches Zeitbild ihrer Hauptprotagonisten zu liefern. Gaidemar ist mir dabei sofort sympathisch gewesen, er wirkt sanftmütig, edel und prinzipientreu, so war ich enttäuscht, dass seine Rolle so manches Mal doch sehr ins Abseits gedrängt wurde. Der Schreibstil liest sich flüssig, ist für meinen Geschmack allerdings zu oberflächlich, zu weitausholend und manche Szene sehr detailreich. Dies hat zwar den Vorteil dass man sich auf der einen Seite ein gutes Bild der damaligen Zeit machen kann, wobei man sich viele Szenen sehr gut vorstellen kann. Auf der anderen Seite fehlt dann aber die Tiefe und der Spannungsfaktor, der den Handlungsverlauf manchmal etwas zäh werden ließ und den Unterhaltungswert minderte. Fazit: Rebecca Gablé schafft es hervorragend Einblicke in die damalige Zeit zu geben, dabei beleuchtet sie einen langen historischen Zeitraum und hat ihn in einem sehr kompakt wirkenden Roman verarbeitet. Ich hätte mir statt der geballten Handlung mehr Tiefe, gerade im zwischenmenschlichen Bereich, und mehr Raum für einige mir lieb gewordene Hauptprotagonisten gewünscht.

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  • Liebe, Macht, Intrigen, Krieg, eine breite Palette

    Die fremde Königin
    deidree

    deidree

    10. July 2017 um 12:01

    Vorweg möchte ich mich bei Bastei Lübbe AG bedanken, da ich das Buch im Rahmen einer Verlosung gewonnen habe. Rebecca Gablé nimmt uns in ihrem zweiten Teil zu König Otto I. in „Die fremde Königin“ mit in die Jahre 951 – 962. Es stört nicht, wenn man – so wie ich - den ersten Teil nicht gelesen hat. Man findet ohne Probleme in die Geschichte. Der Roman beginnt mit der Gefangenschaft von Königin Adelheid. Durch den Tipp eines ihr Unbekannten kann sie samt ihrer kleinen Tochter Emma, ihrer Zofe Anna und ihrem Kaplan Bruder Guido entkommen. Der Unbekannte stellt sich als Gaidemar vor, ein Bastard, seiner Herkunft ungewiss, doch seinen eigenen Vermutungen nach, mit Verbindungen zu König Otto´s Familie. Die beschwerliche und ungewisse Flucht lässt ein freundschaftliches Band zwischen Königin Adelheid und Gaidemar wachsen, welches all die Jahre andauern wird. Soviel nur zum Inhalt der ersten Seiten. Den Fortgang der Geschichte zu beschreiben, würde hier den Rahmen sprengen. Erwähnt sei, dass der Inhalt sich großteils an die Geschichte Otto I. und Adelheids hält, mit ein paar schriftstellerischen Freiheiten, ohne die kein Roman entstehen könnte. Diese werden ganz zum Schluss von der Autorin sehr gut zusammengefasst und ihr Standpunkt nochmals dargelegt. Auf alle Fälle lesenswert. Ich konnte das Buch zügig lesen. Teilweise wirklich mit dem Gefühl, was kommt da jetzt? Ich muss unbedingt weiterlesen. Andere Passagen waren mir dann wieder etwas zu flach und lang. Gaidemar ist mir sofort ans Herz gewachsen. Es gefällt mir, was er aus seinem Leben gemacht hat, in einer Welt die seine bloße Existenz als Zumutung empfindet, und dabei trotzdem nicht völlig verbittert und herzlos wird. Bei Adelheid war ich mir bis zum Schluss nicht im Klaren, mit welchen Karten sie spielt. Aber auch ihre Rolle ist gut erzählt und ihre Handlungen – mit damaliger Logik betrachtet – nachvollziehbar. Eine Sonderstelle hat bei mir Mirogold eingenommen. Er war der versklavte Bursche von Gaidemar. Vielleicht weil auch er, genau wie Gaidemar, in ein Leben gezwängt wurde, das er in der Form nie frei gewählt hat, so steht er Gaidemar stets loyal, hilfreich und auch lebensrettend zur Seite. Abschließend ein durchaus interessanter Roman mit sehr guter Recherchearbeit und manchen unerwarteten Wendungen. Von mir gibt es 4 Sterne.

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  • Lebendiges Mittelalter

    Die fremde Königin
    SillyT

    SillyT

    03. July 2017 um 19:30

    Achtung: da Band 2 könnte es in der Inhaltsbeschreibung zu Spoilern kommen. Wir schreiben das Jahr 951 nach Christus. Nachdem der Ehemann von Königin Adelheid einem Giftanschlag zum Opfer fiel, wird die junge Frau nebst ihrer Tochter, ihrer Magd und dem Priester und Benediktiner Bruder Guido in einem Turm gefangen gehalten. Doch durch einen Tipp durch einen jungen Mann, gelingt ihnen die Flucht und ihnen wird durch dem Panzerreiter Gaidemar, der zu ihrer Befreiung gesandt wurde, geholfen. So gelangt Adelheid an König Ottos Hof und auch an seine Seite. Gaidemar, der übrigens ein Bastard ist, dessen Herkunft erst später Aufklärung findet, schlägt noch so manch eine Schlacht an der Seite Ottos und seiner Königin.Meine Meinung: Dieses Buch besticht durch ein wunderschönes Äußeres, das mich magisch anzog und da ich in letzter Zeit doch ein wenig auf den Geschmack historischer Romane gekommen bin, war ich auch hier sehr neugierig. Auch wenn es sich hier um den zweiten Band rund um König Otto und seiner Geschichte handelt, kann dieses Buch durchaus auch eigenständig gelesen werden, da man immer wieder Einblicke erhält, was zuvor geschah. Sprachlich konnte mich Frau Gablé schon von der ersten Seite an in ihre Geschicht ziehen, so bleibt es durchaus der Zeit, in der der Roman spielt angepasst und trotzdem so leicht und flüssig, dass selbst dieser umfangreiche Roman viel zu schnell wieder vorbei war. Die Autorin vermischt hier perfekt historische Begebenheiten mit fiktiven Charakteren und Situationen und man fühlt sich einfach in die Zeit des Mittelalters versetzt. So lebendig, wie alles geschildert wird, macht es einfach Spaß, dieses Buch zu lesen. Auch die Spannung ist hier vom ersten Moment an gegeben und so lebt dieses Buch regelrecht von Intrigen, Verrat, Spannung, Liebe, Treue, Kämpfe und noch vielem mehr. Man merkt einfach, dass hier gut recherchiert wurde und die historischen Ereignisse geschickt mit eingebaut und verflochten wurden. So erleben wir hier sehr lebendig, wie König Otto zu seiner zweiten Frau, der italienischen Königin Adelheid kam. Wie dieser mit ihr an seiner Seite bis zur Kaiserkrönung gelangt und mit welchen Schwierigkeiten er zu kämpfen hat. So gibt es immer wieder Krieg mit Ungarn oder Slawen, Missgunst und Neid in der eigenen Familie und Intrigen.  Die Geschichte erleben wir aus verschiedenen Perspektiven, Adelheid, Otto, Gaidemar, Luidolf und noch einige mehr werden hier in den Mittelpunkt gerückt. Dadurch wird die Geschichte noch einmal mehr lebendig und fesselte bis zum Schluss. Ja, ich gebe durchaus zu, dass ich so manches Mal, gerade zu Beginn, überlegen musste, wer da gerade erzählte, bzw. wo ich diese Person einzuordnen hatte, doch je mehr die Geschichte fortschritt, desto vertrauter wurde ich auch mit den Personen. Richtig gelungen sind hier wieder die Verknüpfungen zwischen fiktiven und realen Charakteren. So gab es schnell Charaktere, denen man verfiel und natürlich auch Charaktere, die man gar nicht mag. Adelheid hat mich vom ersten Moment an beeindruckt und sie ist ja auch durchaus als eine der einflussreichsten Frauen in die Geschichte eingegangen. Sie ist eine sehr kluge Frau und hat eine ganz eigene Art, geschickt die Menschen in ihrer Umgebung zu lenken. Mag sein, dass sie dadurch an manch einer Stelle eher kalt wirkt, jedoch war dieses Auftreten für mich niemals fragwürdig, sondern eher sehr glaubwürdig. Mein Held der Geschichte ist dann der fiktive Charakter Gaidemar geworden. Dieser ist ein Mann, der einfach alles mitbringt, um ein wahrer Held zu sein. Seine Entwicklung von einem Panzerreiter zu einem regelrechten königlichen Berater war interessant mitzuerleben und ich hätte mir vorstellen können, dass es Gaidemar wirklich gegeben hat. Trotz aller Rückschläge oder Fehlschlägen kämpft er weiter und wächst dadurch. Auch sonst gibt es hier natürlich noch eine große Anzahl weiterer Charaktere, die auf die Handlung Einfluss nehmen und auf das Geschehen einwirken. Jeder einzelne davon wirkt glaubwürdig und lebendig und man sieht sie direkt vor sich. Mein Fazit: Ein wirklich toll erzählter Roman, der sehr geschickt historisches mit fiktivem vermischt und ein großartiges Epos entstehen lässt. Gut verständlich wird der Leser in die Zeit des Mittelalters katapultiert und nimmt an dem Leben damals teil. Ich bin in der Geschichte dieser Zeit nur wenig bewandert, waren mir doch diese ganzen Ausführungen im Unterricht doch viel zu trocken, doch Rebecca Gablé erzählt alles Geschehene so lebendig, dass es einfach Spaß macht. Ach, wäre doch der Unterricht früher auch so lebendig gewesen, ich hätte einfach viel mehr von historischen Begebenheiten gehalten. Eine klare Leseempfehlung für diesen wundervollen Roman!

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  • Leidenschaftlich gut erzählt...

    Die fremde Königin
    FarinaKavin

    FarinaKavin

    03. July 2017 um 12:42

    Der Bastard Gaidemar ahnt, dass er väterlicherseits Bande zur Königsfamilie hat, weiß aber nicht, wer seine kurz nach der Geburt verstorbene Mutter gewesen ist. Ohne eigenes Land oder finanzielle Mittel und ohne einen klangvollen Namen, kann er nur seine herausragende Leistung als Panzerreiter für sich sprechen lassen. Von König Otto I. wird er schließlich ausersehen, Adelheid, die verwitwete Königin von Italien, aus einer misslichen Lage zu befreien und zu ihm zu bringen. Während Gaidemar sich Hals über Kopf in die edle, für ihn unerreichbare Dame verliebt, heiratet diese recht bald den König selbst. Was anfangs eine kalkulierte Verbindung gewesen sein mag, wird schnell zu einer harmonischen Ehe, in der sich Adelheid und Otto gegenseitig durch kluge politische Schachzüge unterstützen. Liudolf, der Erstgeborene aus Otto’s erster Ehe, kann sich für seine Stiefmutter nur bedingt erwärmen und glaubt, dass sein Vater ihm das Erbrecht für die Königswürde vielleicht vorenthalten könnte. Es entsteht ein Familienstreit, wie er wahrscheinlich für die damalige Zeit nicht unüblich gewesen ist. Als schließlich die gefürchteten Ungarn und Slawen ins Reich einfallen, spitzt sich die Situation immer mehr zu. Mit „Die fremde Königin“ hat Rebecca Gablé nun den zweiten Band ihrer Reihe um Otto I. geschrieben. Schon der Vorgänger „Das Haupt der Welt“ stellte für mich eine grandiose Erzählung von Historischem vermischt mit dezenter Fiktion dar und auch in diesem Buch ist dieses Zusammenspiel wieder deutlich spürbar. Da „Das Haupt der Welt“ eine für sich abgeschlossene Geschichte ist, kann man beide Teile unabhänigig voneinander lesen. Kennt man den ersten Teil nicht, erscheint Tugomir als ein sympathischer Nebencharakter, klein aber fein, für all die, die ihn aus dem vorrigen Buch allerdings kennen, ist sein späteres Erscheinen ein Highlight. Auch diesmal hat es Gablé geschafft mich mit ihrem einzigartigem Schreibstil und dieser unglaublichen Art und Weise wie sie ihren Charakteren Leben einhaucht, in ihren Bann zu ziehen und völlig einzunehmen. Gaidemar bekleidet von Anfang an die Rolle des Helden par exellance. Er ist seinem König und seiner Königin treu ergeben – auch wenn er dafür den besten Freund fallen lassen muss. Er ist mutig und ritterlich, selbstlos und zurückhaltend, dabei gutaussehend (hehe), stark und nie überheblich. Ein toller Mann, der leider ziemlich lange der unerfüllten Liebe seiner Königin nachhängt. Doch auch für ihn ergeben sich schließlich andere Perspektiven.Mein Fazit: Ich habe das Buch wie auch schon seinen Vorgänger in seiner ganzen Fülle verschlungen. Es war im besten Sinne spannend, unterhaltsam und lehrreich zugleich. Rebecca Gablé hat es wieder einmal geschafft, mich mit ihrem historischen Roman von sich und vor allem von Otto I. zu überzeugen.

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  • Die Fremde Königin

    Die fremde Königin
    Susen-Gudrun

    Susen-Gudrun

    02. July 2017 um 15:37

    Die fremde Königin ist Rebecca Gablés zweiter Roman rund um Otto den Großen und seine Zeit. Im Mittelpunkt stehen Adelheid, Ottos zweite Frau die sich in Garda in Gefangenschaft befindet, und der Bastard Gaiedmar, der Adelheid aus der Gefangenschaft befreien soll.Die Geschichte beginnt spannend während der Gefangenschaft Adelheits und enthält alles, was ein so epischer Mittelalterroman beinhalten sollte. Spannung und Intrigen, enttäuschte Liebe und Drama. Aber all dies ohne schnulzig oder übertrieben zu wirken und die Protagonisten werden vollumfassend dargestellt um sie fast leibhaftig vor sich zu sehen.Der Schreibstil ist klar und lebendig und alle Szenen werden detailliert genug beschrieben um  sich die Szene genau vorstellen zu können. Mir hat das Buch sehr gefallen und ich kann es nur jedem der historische Romane mag sehr ans Herz legen.

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  • Sehr gute Fortsetzung zu "Das Haupt der Welt"

    Die fremde Königin
    schafswolke

    schafswolke

    24. June 2017 um 10:26

    Nach dem Tod ihres Mannes Lothar, befindet sich sich die italienische Königin Adelheid in Gefangenschaft von Berengar von Ivrea.  Der junge Panzerreiter Gaidemar bekommt den Auftrag Adelheid zu retten und sie König Otto zu übergeben. Und so verschlägt es die fremde Königin an den Hof von König Otto, der schnell beabsichtigt sie auch zu heiraten. Gaidemar wird der Vertraute von Adelheid, auch wenn er gerne mehr wäre. Aber er ist Otto sehr ergeben und kämpft tapfer an seiner Seite, wenn es notwendig ist.Doch Gaidemar, Adelheid und Otto haben viele Neider und können sich nie sicher sein, ob sie wirklich nur Vertraute an ihrer Seite haben, denn die Zwistigkeiten in Ottos Familie scheinen kein Ende nehmen zu wollen."Die fremde Königin" schließt ca. 10 Jahre später an "Das Haupt der Welt" an. Ich habe das Buch direkt im Anschluß an den ersten Teil gelesen, aber auch wenn ein wenig Zeit zwischen den Büchern liegen sollte, müsste es kein Problem sein, schnell wieder den Anschluß zu finden. Vorkenntnisse aus dem ersten Buch sind nicht zwingen notwendig, da aber König Otto und seine Familie in beiden Bänden den Mittelpunkt darstellen, würde ich empfehlen zuerst "Das Haupt der Welt" zu lesen.Gaidemar ist sehr sympathisch und die tragende Figur in dieser Geschichte, schade, dass er wohl nicht so existiert hat. Er ist eine treue Seele und hat viel zu durchleiden. Stets ist er auf der Suche nach seiner Herkunft, denn als Bastard bleiben ihm immer wieder Türen verschlossen.Adelheid hätte ich mir noch ein wenig präsenter gewünscht, denn sie scheint eine einflußreiche und interessante Frau gewesen zu sein.Otto hat einiges zu tun um, seine Macht zu halten bzw. zu stärken. Politische Intrigen sind wieder an der Tagesordnung, dabei bleibt es aber nicht nur bei friedlichen Verhandlungen. Rebecca Gablé schafft es immer wieder mich mit ihren Büchern in eine frühere Zeit zu versetzen, auch hier ist ihr es wieder sehr gut gelungen. Ob sie die Geschichte noch weiterführen wird? Ich könnte es mir gut vorstellen, denn der geschichtliche Ausblick am Ende des Buches würde doch genügend Stoff liefern können;-)Wieder einmal 4 Sterne für Rebecca Gablé und ihre Erzählkunst.

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  • Otto und der Kampf um sein Reich

    Die fremde Königin
    anke3006

    anke3006

    23. June 2017 um 21:43

    Könige sind wie Gaukler. Sie blenden die Untertanen mit ihrem Mummenschanz, damit die nicht merken, dass das Reich auseinanderfällt" Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. Auf ihrer Flucht verliebt er sich in Adelheid, aber sie heiratet König Otto. Dennoch steigt Gaidemar zum Vertrauten der Königin auf und erringt mit Otto auf dem Lechfeld den Sieg über die Ungarn. Schließlich verlobt er sich mit der Tochter eines mächtigen Slawenfürsten, und der Makel seiner Geburt scheint endgültig getilgt. Doch Adelheid und Gaidemar ahnen nicht, dass ihr gefährlichster Feind noch lange nicht besiegt ist, und als sie mit Otto zur Kaiserkrönung nach Rom aufbrechen, droht ihnen dies zum Verhängnis zu werden ... Rebecca Gable schafft es wieder wunderbar das Mittelalter auferstehen zu lassen. Ihre Beschreibungen vom Leben und Kämpfen in der damaligen Zeit und am Hof von Otto sind wirklich sehr genau. Man kann es sich alles sehr gut vorstellen. Die Autorin hat wieder hervorragend recherchiert und rund herum eine tolle Geschichte erzählt. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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  • Die fremde Königin

    Die fremde Königin
    cyirah

    cyirah

    21. June 2017 um 12:36

    Kurzbeschreibung "Könige sind wie Gaukler. Sie blenden die Untertanen mit ihrem Mummenschanz, damit die nicht merken, dass das Reich auseinanderfällt"Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. Auf ihrer Flucht verliebt er sich in Adelheid, aber sie heiratet König Otto.Dennoch steigt Gaidemar zum Vertrauten der Königin auf und erringt mit Otto auf dem Lechfeld den Sieg über die Ungarn. Schließlich verlobt er sich mit der Tochter eines mächtigen Slawenfürsten, und der Makel seiner Geburt scheint endgültig getilgt. Doch Adelheid und Gaidemar ahnen nicht, dass ihr gefährlichster Feind noch lange nicht besiegt ist, und als sie mit Otto zur Kaiserkrönung nach Rom aufbrechen, droht ihnen dies zum Verhängnis zu werden ... Rezension Rebecca Gable entführt uns in die Zeit Otto I um 951, die harte raue Lebensweise der Menschen, Kriege und Machtansprüche machen das Leben zu einer Herausforderung denen viele nicht gewachsen sind. Rebecca Gablés Bücher Leben förmlich oder man lebt vielmehr in ihnen. Die Sprache und die großartig recherchierten und umgesetzten Settings, erwecken eine Welt die in diesem Umfang nur von wenigen umgesetzt werden können. Ich finde es immer wieder großartig in diese weit entfernte Zeit eintauchen zu können und Gablé schaffte es jedes Mal mich zu begeistern. Ihr Liebe zu den Detailreichen geschichtlichen Aspekten ihrer Bücher, sind sowohl lehrreich als auch packend. Die Entwicklungen die die einzelnen Charaktere durchleben, fesseln und  halten den Leser lange Zeit gefangen. Ihre Figuren verfolgen meist dasselbe Muster. Schicksalsschläge oder familiärer Stand prägen die Figuren und geben ihnen Charaktereigenschaften, wie Loyalität, Mut und hegen den Wunsch etwas in der Welt verändern zu können. So auch in „Die fremde Königin“. Gaidemar unser Protagonist und Bastard eines Edelmanns, hat alles was ein guter Gablé Charakter haben muss. Auch wenn Gaidemar im Gegensatz zu vielen anderen Figuren ein fiktiver Charakter ist, bekommt er so viel Leben eingehaucht das man fast meinen könnte diese Figur hätte tatsächlich existiert.  Viele der Charaktere haben sich in Richtungen Entwicklung die mich sehr überrascht haben. Im Gegensatz zu Band 1 und auch der Waringham-Saga konnte ich den Hauptprotagonisten manchmal nicht recht greifen. Ich hätte mir, in dem doch 768 starken Buch, dass ein oder andere Mal gewünscht etwas mehr über diese fiktive Figur zu erfahren. Andere Figuren wie Adelheid, mit ihrem Mut und Scharfsinn, konnten mich da mehr begeistern.  Trotz allem ist „Die fremde Königin“ von Rebecca Gablé ein Lesevergnügen. Großartig und brillant inszeniert und ein Muss für jeden Rebecca Gablé Fan.

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  • Der Kampf um das Reich Otto des Großen geht in die zweite Runde...

    Die fremde Königin
    Isar-12

    Isar-12

    18. June 2017 um 17:12

    "Die fremde Königin" ist der zweite Roman rund um Otto den Großen von Rebecca Gablé. Rund 10 Jahre nach den Ereignissen in "Das Haupt der Welt" knüpft die Geschichte an die Ereignisse rund um den Königshof von Otto dem I. an. Dabei rückt diesmal der junge Bastardssohn Gaidemar in den Mittelpunkt des Geschehens. Schon der erste Band hatte mir sehr gut gefallen und ich war auch diesmal beim Lesen gleich wieder voll im Geschehen der Intrigen. König Otto muss auch diesmal sich all den politischen Verwirrspielen stellen. Die Feinde bedrohen sein Reich nicht nur an den Außengrenzen, auch in der eigenen Familie bilden sich Widersacher. Und inmitten all dieser Geschehnisse Gaidemar, der Königin Adelheid treu ergeben ist sowie zum Hauptmann der Panzerreiter aufsteigt. Dabei begegnet er immer wieder Neid und Missgunst, der er sich erwehren muss. Rebecca Gablé schafft in diesem Roman wieder geschickt historische Geschichte mit Fiktion zu verknüpfen. Auch diesmal tauchte ich wieder in die Welt des 10. Jahrhunderts ab und genoss das Buch, denn der Schreibstil ist flüssig, bildgewaltig und angenehm zu lesen. Das Buch bietet wieder alles, was für mich einen guten historischen Mittelalterroman ausmacht: Helden und Bösewichte, Krieg und Bündnisse, Hass und Liebe...Obwohl für mich der erste Band eine kleine Nuance besser war als "Die fremde Königin", ist auch dieser Roman eine absolute Empfehlung für alle, die sich für historische Romane interessieren und mehr über König Otto den Großen erfahren wollen.

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    • 5
  • Die fremde Königin

    Die fremde Königin
    anne_fox

    anne_fox

    16. June 2017 um 18:18

    Der neue Roman der Autorin konnte mich übehaupt nicht überzeugen, Es kommt keine Spannung auf und alles viel zu langatmig, das ich das Buch nach 360 Seiten ausgegeben habe. Schade Frau Gable kann es viel besser

  • Große Männer und noch großartigere Frauen der Geschichte

    Die fremde Königin
    HamsterHerkules

    HamsterHerkules

    16. June 2017 um 11:34

    Allgemmeines Mit „Die fremde Königin“ setzt Rebecca Gablé ihre Reihe um die Ottonen fort. Es ist nach „Das Haupt der Welt“ der zweite Teil und behandelt Otto den Großen während seiner Regierungszeit und seiner Ehe mit Königin Adelheid. Rebecca Gablé dürfte den meisten bekannt sein, durch ihre Waringham-Reihe, in der sie über England im Mittelalter schreibt. Titel wie „Das Lächeln der Fortuna“ oder „Der dunkle Thron“ sind Bestseller und lassen Fans voller Sehnsucht auf Neues von der Autorin hoffen. Nun, in der neuen Reihe, hat sie England verlassen und schreibt über Deutsche Geschichte im Mittelalter. Die Autorin hat ihren Status als Bestseller-Autorin von Historischen Romanen wirklich verdient. Ihre Wälzer sind gut recherchiert, voller Irrungen und Wirrungen und machen vor allem Lust auf Geschichte!     Inhalt Zum Inhalt der Geschichte möchte ich ungerne ins Detail gehen. Wer sich etwas mit der Geschichte der Ottonen, mit Otto dem Großen und Adelheid auskennt, wem die Schlacht auf dem Lechfeld ein Begriff ist, dem sollte der Inhalt des Buches bekannt sein. Wenn nicht, lasst euch faszinieren von der Welt – sie ist großartig, spannend, interessant und hält eigentlich für jeden etwas Passendes bereit. Die Geschichte wird erzählt aus der Perspektive des fiktiven Gaidemar, einem Bastard aus dem königlichen Hause, aus der Perspektive der nicht fiktiven Adelheid, sowie von Otto dem Großen. Des Weiteren lernt man das Schicksal von Ottos Söhnen und Brüdern näher kennen. Viele Charaktere wachsen einem schnell ans Herz, da sie äußerst lebensnah und eindrucksvoll gezeichnet sind. Genauso schnell lernt man jedoch auch einige Figuren richtig hassen, wie beispielsweise Henning, Bruder Ottos, der mit jedem Mist durchkommt. Leider konnte mich Gaidemar, der Protagonist, nicht für sich einnehmen und auch von Adelheid hatte ich mir mehr erhofft…   Meinung Ich bin ein Fan von Rebecca Gablé und habe mich einen riesigen Keks gefreut, als ich von Lovelybooks das Leseexemplar gewonnen habe und an der Leserunde teilnehmen durfte. Als Fan ist man süchtig nach der Version von Geschichte, die die Autorin für einen kreiert. Und so muss man einfach jedes Buch von Rebecca Gabé haben. Mit der Waringham-Reihe war ich bereits fasziniert, doch noch viel mehr, habe ich mich gefreut, von ihr eine Reihe über die Deutschen Könige zu lesen. Der erste Teil „Das Haupt der Welt“ konnte mich restlos überzeugen! Und umso größer war die Vorfreude auf Teil zwei. Doch leider… Das was ich am ersten Buch spannend fand – eine Welt, die es heute überhaupt nicht mehr gibt – die Welt von Slavenfürsten, ihren Göttern und Bräuchen, die taucht im zweiten Teil nur am Rande auf. Mir kam „Die fremde Königin“ teils vor, wie eine Aneinanderreihung von Schlachten und Intrigen, von denen ich nach kürzester Zeit übersättigt war. Für mich hätten es wesentlich weniger Kampf- und Schlachtfeldszenen, dafür mehr Adelheid, Residenzbauten, Kultur und Gebräuche sein können. Zur gleichen Zeit habe ich mir die Waringham-Reihe als Hörbuch noch einmal zu Gemüte geführt und damit war die Übersättigung vollkommen. Mir ist aufgefallen, wie sehr sich Charaktere und Handlungsstränge doch ähneln, die stereotyp vieles angelegt ist – gerade Intrigen und Bösewichte – und wie schnell einen das nerven kann. Einiges war vorhersagbar und wie Handlungsbausteine, die man hätte beliebig von Buch zu Buch vertauschen können. In der Mitte des Buches musste ich mich ein bisschen quälen, da es sich zog. Und auch als es dann endlich wieder zu meinen geliebten Slaven ging, konnten mich die Kapitel nicht überzeugen. Vielleicht ist Kaiser Otto nicht unbedingt Rebeccas Liebling? Ich bin gespannt auf Teil drei und werde die Reihe, allerdings mit Pausen, weiter verfolgen, hoffe jedoch sehr auf individuellere Kulturszenen und weniger Schlachten und Intrigen. Zu guter Letzt möchte ich noch kurz auf das Nachwort eingehen. Dieses finde ich stets sehr interessant, da Rebecca Gablé dort über ihre Recherche, ihre Gedanken und Interessen spricht, aber auch über Fakt und Fiktion. Den Teil empfehle ich jedem: NICHT überspringen! Hier weckt Rebecca Geblé noch einmal aufs Neue das Interesse an Geschichte, den Figuren und, wie in diesem Fall, stellt einiges richtig und verdeutlicht ihren Ansatz.  

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  • Eine Fremde Köngin die am Ende nicht mehr fremd zu sein scheint

    Die fremde Königin
    MaryKate

    MaryKate

    13. June 2017 um 17:24

    Inhalt:"Könige sind wie Gaukler. Sie blenden die Untertanen mit ihrem Mummenschanz, damit die nicht merken, dass das Reich auseinanderfällt"Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. Auf ihrer Flucht verliebt er sich in Adelheid, aber sie heiratet König Otto.Dennoch steigt Gaidemar zum Vertrauten der Königin auf und erringt mit Otto auf dem Lechfeld den Sieg über die Ungarn. Schließlich verlobt er sich mit der Tochter eines mächtigen Slawenfürsten, und der Makel seiner Geburt scheint endgültig getilgt. Doch Adelheid und Gaidemar ahnen nicht, dass ihr gefährlichster Feind noch lange nicht besiegt ist, und als sie mit Otto zur Kaiserkrönung nach Rom aufbrechen, droht ihnen dies zum Verhängnis zu werden ...Meine Meinung: Die Geschichte beginnt damit das Gaidemar den Auftrag hat Adelheid aus ihrer Gefangenschaft zu befreien.  Er ist ein Mann ohne Titel oder großen Namen.  Er verliebt sich in Adelheid während ihrer Flucht, doch sie wird König Otto heiraten. Er macht sich aber als herausragender Krieger einen Namen. Als er schließlich Anführer der königlichen Panzerereiter wird.  Als er sich eine Tochter eines Slawenfürsten heiraten soll, scheint alles perfekt zu sein. Dennoch kommt es anders als gedacht da Feinde das Herzogtum und die Herrschaft König Ottos bedrohen. Denn Otto hat eine Misson er will sich um Kaiser krönen lassen.  Diese soll in Rom stattfinden, doch es scheint das er bis dahin das eine oder andere Hinderniss überwinden muss, um sein Ziel zu erreichen.  Beide Charakter füllen das Buch gut aus und lassen aber auch den Nebencharaktern genug Platz sich zu zeigen. Adelheid ist stark und selbstbewusst und weiß wie sie ihren guten Einfluss  auf Otto geltend machen kann. Er nimmt ihre Meinung ernst und respektiert sie. Er weiß das er eine kluge hat Ehefrau auf die man hören sollte, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Der Schreibstil ist wie immer flüssig, so wie man es von der Autorin gewohnt ist.  Der zweite Band knüpft nathlos an den ersten an.  Das Buch ist eine gellungene Fortsetzung die beide Bücher gut miteinander verknüpft.  Es macht mir eine große Freude ihre Bücher zu lesen und in eine andere Welt abzutauchen . Beide Charakter finden im Laufe des Buches ihren Weg und wissen wo die Steine liegen, die sie gekonnt umgehen können. Auch wenn es manchmal etwas dauert  bis beide wissen, wem am Hof  zu trauen  ist oder nicht.

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  • deutsche Historie mit einer spannenden Story

    Die fremde Königin
    detlef_knut

    detlef_knut

    08. June 2017 um 16:25

    Dieser Roman ist der Folgetitel von "Das Haupt der Welt", der im Mittelalter Deutschlands spielt und nichts mit den Waringham-Romanen zu tun hat.  Die Autorin beweist wieder einmal ihren Einfallsreichtum bei der Ausschmückung der historischen Fakten mit einer fiktiven, sehr unterhaltsamen Handlung. Es geht um König Otto im 10. Jahrhundert. Insofern schließt der Roman an seinem Vorgänger an. Die italienische Königin Adelheid, die nach dem Tod ihres Mannes zusammen mit ihrer Tochter festgesetzt worden war, um die Herrschaft über ihr Reich zu ergaunern, wird von einem Mann König Ottos befreit. Der zuverlässige Panzerreiter Gaidemar wurde von Ottos Sohn Wilhelm für diese Aufgabe vorgeschlagen. Das ist Otto recht, denn sollte der Plan schief gehen, dann verliert er nur einen unbedeutenden Neffen. Sollte die Befreiung aber glücken, dann kann er seine eigenen Pläne umsetzen und durch die Hochzeit mit Adelheid die Macht über das Königreich Italien erlangen. Dieser Plan geht dank Gaidemar auf. Da er aber ein ungeliebter Bastard ist, wird ihm seitens Otto kein großes Lob zuteil. Doch es wächst eine Freundschaft zwischen Adelheid und Gaidemar als auch zwischen ihm und Wilhelm heran. Mit viel Detailtreue versieht Gablé die einzelnen Szenen in der über mehrere Jahre laufenden Handlung. Ihre bildreiche Sprache, die passenden Vergleiche und Metaphern lassen ein tiefes Eintauchen in die Zeit am Hofe König Ottos zu. Besonders hervorheben möchte ich das Kapitel mit der Schlacht gegen die Ungarn im Lechfeld. Dies wird von ihr Freud und Leid ganz nah aneinander erzählt und seitenlang überzog eine Gänsehaut meine Arme. Dieser Roman erhält die volle Punktzahl und sollte spätestens zu Weihnachten in jedem Bücherregal stehen. Schließlich bietet er deutsche Historie mit einer spannenden Story. © Detlef Knut, Düsseldorf 2017

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