Hiobs Brüder

von Rebecca Gablé 
4,5 Sterne bei514 Bewertungen
Hiobs Brüder
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Positiv (468):
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Gewohnt Wortgewaltig <3

Kritisch (5):
katzekatzekatzes avatar

Die Handlung wäre diesmal in der Hälfte der Seitenanzahl besser aufgehoben gewesen.

Alle 514 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Hiobs Brüder"

"Was dachte Gott sich nur dabei, das geschehen zu lassen? War es eine Prüfung? Hatte Gott sich überlegt: Ich schlage dich mit einem Gebrechen, das dich zum Außenseiter macht, und dann schaue ich tatenlos zu, wie die Menschen Schindluder mit dir treiben, um zu sehen, wie fest dein Glaube ist? Waren sie alle, die von der Insel entkommen waren, Hiobs Brüder?"

Er weiß nicht, wer er ist, und so nennen sie ihn Losian. Mit einer Handvoll anderer Jungen und Männer lebt er eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung vor der Küste Yorkshires. Als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet, wagen sie die Flucht zurück aufs Festland. Ein Abenteuer beginnt und eine Suche – und Losian muss fürchten, dass er den grauenvollen Krieg verschuldet hat, unter dem ganz England leidet.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404160693
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:907 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:20.05.2011
Teil 2 der Reihe "Helmsby"
Das aktuelle Hörbuch ist am 09.10.2009 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    SarahCepins avatar
    SarahCepinvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Gewohnt Wortgewaltig <3
    Fantastischer Roman!

    Mit 'Hiobs Brüder' hat Rebecca Gablé hier einmal mehr einen fantastischen Roman gezaubert!
    Ihre Art zu erzählen ist einfach einzigartig!

    Zur Handlung:
    Bis auf schreckliche Träume ist Losian nichts geblieben. Ausgestoßen lebt er mit einer Handvoll Sonderlingen auf einer abgeschiedenen Insel. Als ihnen ein Sturm den Weg in die Freiheit ebnet, wagen sie den Ausbruch.
    Am Festland angekommen, beginnt für die einen die Suche nach einer Zukunft - und für Loisan die nach seiner Vergangenheit.

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Erneut ein Meisterwerk - Geschichte spannend und farbig erzählt
    Erneut ein Meisterwerk - Geschichte spannend und farbig erzählt

    Einen ganz kleinen Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Dies ist nun schon der elfte historische Roman der Autorin den ich lesen und geniessen durfte. 

    Wieder einmal ist es ihr gelungen historische Fakten mit einer wundervollen fiktiven Geschichte zu verbinden. Unnachahmlich ihr Vermögen mittelalterliche Kulisse und liebevoll gezeichnete Protagonisten im Kopf des Lesers zum Leben zu erwecken.

    Ein paar kleinere Längen sind in Anbetracht der farbigen, turbulenten Handlung leicht zu verschmerzen.

    Ich will nicht all das wiederholen, was ich schon zu den anderen Büchern gesagt habe - nur so viel noch: Ich bin momentan ein wenig traurig, denn dies war leider der bislang letzte historische Roman der Autorin, den ich noch nicht gelesen hatte. Es bleibt zu hoffen, dass recht bald ein weiterer folgt.
     

    Kommentare: 1
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    Kirschbluetensommers avatar
    Kirschbluetensommervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend geschrieben mit kleineren Längen gegen Ende. Die Charaktere sind wie immer faszinierend und vielschichtig.
    Spannend mit interessanten Charakteren

    Losian weiß nicht wer er ist. Er hat sein Gedächtnis verloren und leidet unter schlimmen Albträumen. Eines Tages findet er sich auf einer Insel wieder, wohin ihn ein paar Priester nach einem Exorzismus verbannt hatten. Er ist auf der Insel der Geächteten gelandet und meistert von da an zusammen mit ein paar anderen Ausgestoßenen sein Leben. Eines Tages eröffnet sich ihnen die Möglichkeit der Flucht und die Reise in Losians Vergangenheit beginnt. 


    Rebecca Gablé ist auch mit "Hiobs Brüder" ein spannender Roman gelungen. Wie gewohnt verwebt sie gekonnt Fakten mit Fiktion und schafft so eine spannende Geschichte aus Englands Mittelalter.


    Abgesehen von ein paar Längen im hinteren Teil des Buches, ist auch dieser Roman sehr spannend geschrieben und man bekommt einen guten Einblick in die damalige Zeit - in die Konflikte zwischen Juden und Christen, in das Leben behinderter und psychisch kranker Menschen.


    Die Charaktere sind gut und authentisch gezeichnet - besonders Losian überzeugt, auch wenn die Wiedererlangung seines Gedächtnisses fast schon unspektakulär in der Mitte des Buches erfolgt.


    Alles in allem handelt es sich um einen gelungenen historischen Roman, den man unbedingt gelesen haben sollte.

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    Odenwaldwurms avatar
    Odenwaldwurmvor einem Jahr
    Kurzmeinung: das Buch war etwas schwächer als die anderen Bücher der Autorin. Die alles super toll sind.
    Historische Roman mit leichten schwächen

    Das Cover ist wie üblich toll und versprich ein tolles Rebecca Gable Buch. 


    Leider ist dieses das erste und auch bis her das einzige Buch das leichte schwächen hat. Bisher bin ich immer sehr gut von Anfang an in die Geschichte gekommen. Nur bei diesem Buch kam ich erst nach sehr sehr viele Seite in die Geschichte. Am Schluss hat mir das Buch dann doch sehr gut gefallen und es wurde ein typisches Rebecca Gable Buch. Fazit durchhalten bis zum Schluss es lohnt sich.


    Eine Gruppe von weggesperrten und dem Tod geweihten "Behinderten" macht sich auf den Weg in eine Freiheit, die voller Ungewissheit ist, aber zumindest nicht den sicheren Tod bedeutet. Die Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein: U:a. ein adliger Krieger von hohem Rang, der komplett sein Gedächtnis verloren hat und viele andere Personen deren Freundschaft mit der Herausforderung im Laufe des Romans wächst. 








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    LaDragonias avatar
    LaDragoniavor 2 Jahren
    Rezension zu "Hiobs Brüder" von Rebecca Gablé

    Zum Inhalt:

    „Ausgeburt der Hölle“, so nennen die Mönche Simon de Clare, als sie ihn zur Isle of Whitholm vor der Küste Englands bringen. Dort soll Simon mit einigen anderen Ausgestoßenen sein ärmliches Dasein fristen. Und das nur weil sein Onkel ihn wegen seiner Fallsucht verstoßen hat.

    Schnell lernt er in den ersten Tagen die restlichen Bewohner der Insel kennen, denen zum Teil allen ein ähnliches Schicksal widerfahren ist, als Simon. Doch noch während er mit seinem Schicksal hadert, bekommen die Gefährten durch einen schrecklichen Sturm die Möglichkeit zur Flucht, zurück aufs Festland. Einer der Gefährten, hat sein Gedächtnis verloren und deshalb nennen sie ihn Losian. Er wird zum Anführer der Truppe und führt sie in das Abenteuer quer durch England. Doch für Losian ist es nicht nur ein Abenteuer sondern auch eine Suche, nach seinem Gedächtnis und seinen Wurzeln. Denn er scheint für England weitaus wichtiger zu sein, als seine Freunde auch nur in ihren kühnsten Träumen vermuten.


    Meine Meinung.

    „Hiobs Brüder“ ist ein wahnsinnig gut recherchierter historischer Roman, der deutschen Autorin Rebecca Gablé. Sehr gut gefallen hat mir vor allem ihre Beschreibungen, wie leider zur damaligen Zeit oft mit Menschen die eine Behinderung hatten, umgegangen wurde. Sie waren einfach nichts wert. Wobei das ja selbst in der heutigen Zeit oft noch nicht von der Hand zu weisen ist.

    Sehr gute beschrieben sind auch die größtenteils sehr großen Zwiste zwischen Christen und Juden. Die es ja ebenfalls auch in der Neuzeit immer wieder mal gegeben hat.

    Gablés Charaktere sind, wie ich es auch schon aus „Das Lächeln der Fortuna“ kenne, wunderbar gezeichnet und obwohl das vorliegende Buch ebenfalls wieder ein endlos dicker Schmöker ist, muss ich doch sagen, das er mir persönlich zu keiner Zeit zu langatmig wurde. Ganz im Gegenteil, ich war so gefesselt von der Geschichte um diese wunderbaren Schicksalsgefährten, das mir das weglegen oft wirklich mehr als schwer fiel. Ein grandioses Buch, das ich wirklich jedem Historikfan weiter empfehlen kann.

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    Traubenbaers avatar
    Traubenbaervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Lehrreicher Lesegenuss
    Rezension zu "Hiobs Brüder"

    "Hiobs Brüder" von Rebecca Gablé ist ein historischer Roman. Er spielt in England um 1100. Das Land ist durch Krieg gebeutelt, da sich Kaiserin Maude und der König von England eine erbitterte Schlacht um die Herrschaft über die Insel liefern. Von all dem bekommen die Männer um Losian recht wenig mit: Sie wurden wegen Krankheiten und Gebrechen verschiedener Art von Mönchen eingesperrt. Nach einem verheerenden Unwetter gelingt ihnen die Flucht aus dem Exil. Dafür finden sie sich mitten in den politischen Machenschaften wieder.
    Der Roman ist gut geschrieben: Man kann ihn flüssig lesen und er ist sehr kurzweilig. Obwohl er sehr viele Seiten hat, bleibt er doch die ganze Zeit über spannend. Das liegt vor allem an den Charakteren, die liebevoll und realistisch beschrieben sind. Am besten ist jedoch, dass man beim Lesen etwas über die Geschichte lernt, denn die Autorin hat historische Ereignisse sehr sorgfältig rechachiert. Ereignisse die für den Roman erfunden oder verändert wurden, werden im Prolog richtiggestellt. Lesegenuss mit Lerneffekt also.

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    BeckyBs avatar
    BeckyBvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr gut recherchierter und aufwühlender Mittelalterroman mit vielen geschichtlichen Fakten aber leider auch Längen.
    England im Mittelalter

    Acht von der Gesellschaft ausgestoßene Männer treffen im mittelalterlichen England schicksalhaft aufeinander. 

    Der Roman ist sehr gut recherchiert und enthält viele interessante geschichtliche Fakten. Auch erhält der Leser einen guten Einblick, wie im mittelalterlichen Westeuropa mit behinderten/kranken Menschen umgegangen wurde und was es hieß, ein Adeliger oder aber ein Bauer zu sein. Auch der damalige Umgang von Katholiken und Juden miteinander wird an einigen sehr konkreten Beispielen plastisch verdeutlicht. Mich hat die Geschichte zwischendurch sehr aufgewühlt. 

    Ich fand gelungen, dass die Krankheiten der acht Hauptcharaktere - dem Leser aus heutiger Sicht bekannt - nicht eindeutig beim Namen genannt werden (bis auf Simons Krankheit, deren damaliger Name auftaucht), sondern diese aus Sicht eines im Mittelalter lebenden Menschen beschrieben werden. 

    Leider hat das Buch ungefähr in der Mitte seine Längen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, es zu Ende zu lesen, da es im letzten Drittel nochmals richtig spannend wird - und das bis zur letzten Seite.

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    Lila-Buecherweltens avatar
    Lila-Buecherweltenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wie jedes Gablé-Buch ist auch 'Hiobs Brüder' mehr als gelungen. Ein wahrerer Lesegenuss!
    Ein weiteres Highlight der Königin der historischen Romane

    Zum Schreibstil von Frau Gablé muss man nicht viel sagen, denn er ist einfach unglaublich. Ich kenne keinen Autor/in, der/die so großartig schreiben kann, ohne dass auch nur eine Seite langweilig wird, obwohl das Buch 900 Seiten hat. Sie schafft es die Handlung spannend zu halten und voranzutreiben und flechtet nebenbei so geschickt die historischen Hintergründe ein, dass man während des Lesen unheimlich viel lernt ohne es wirklich zu merken. Keine kann historische Fakten so geschickt und interessant mit einer tollen Handlung verknüpfen wir Rebecca Gablé.

    "Hiobs Brüder" fängt völlig anders an als die anderen ihrer Romane. Ich fand den Einstieg in die Geschichte sehr mutig und dazu noch überaus gelungen. Zwar hätte ich mir vielleicht gewünscht Simons Reise bis zu der Insel - wo die Handlung beginnt - mitverfolgen zu dürfen, um gleich noch mehr in die Geschichte hineinzukommen, aber das tut dem Ganzen keinen großen Abbruch.
    Die Idee ein Buch zu schreiben, in dem es vornehmlich um Menschen mit Behinderungen oder Geisteskrankheiten geht, ist einfach toll, da man so auch einmal einen Einblick bekommt wie es für diese Menschen im Mittelalter gewesen sein muss.

    Die Nebencharaktere, die Frau Gablé erschafft, sind auch in diesem Roman wieder mehr als gelungen und wachsen einem ebenso (oder sogar noch mehr) ans Herz wie die Protagonisten. Das ist meiner Meinung nach neben dem Einweben von historischen Fakten, das größte Talent der Autorin. Sie schafft so lebendige Figuren, so vielschichtige, komplexe und alles andere als schwarz-weiße Charaktere, die den Leser berühren. Vor allem King Edmund und die Zwillinge seien hier genannt, die ich wirklich lieb gewonnen habe.

    Neben ihren erfunden Figuren kann Frau Gablé aber auch den historischen Größen wie in diesem Fall Henry Plantagenet oder Aliénor von Aquitanien, Leben verleihen, sodass sie authentisch und überzeugend wirken. Genau so wie diese zwei lebenshungrigen, entschlossenen und außergewöhnlichen Menschen beschrieben werden, habe ich sie mir anhand der historischen Überlieferungen auch vorgestellt. Toll!

    Ein winziger Kritikpunkt wäre für mich, dass sich vieles an Handlung aus anderen Romanen der Autorin wiederfindet. Es tauchen immer wieder Juden auf, die eine große Rolle spielen (was ich sehr interessant finde, aber es wiederholt sich eben sehr), Protagonisten landen zwangsläufig irgendwann im Kerker usw.
    Insgesamt gesehen wiegt diese Kritik aber nicht so schwer, da das Buch als Ganzes einfach so brillant geschrieben ist.

    Fazit:
    Mit einem Roman von Rebecca Gablé macht man niemals etwas verkehrt und das ist auch hier der Fall. Mit ihrem einzigartigen und absolut wundervollen Schreibstil, ihrem Talent Daten und Fakten interessant zu verpacken und dem, auch kleineren Figuren so viel Leben einzuhauchen, dass man sie lieben muss, wird "Hiobs Brüder" zu einem tollen Lesegenuss. 

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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 3 Jahren
    Gute Freunde kann niemand trennen

    Worin die größte Kunst beim Schreiben eines guten Buches besteht, darüber mag man sicherlich trefflich streiten bzw. hat ein jeder, seine eigene Meinung. Im Falle des historischen Romans begegnen uns – geschuldet unter anderem den geschichtlichen Entwicklungen, welche sich über Jahrzehnte hinweg vollzogen haben – nicht selten Schmöker von bis zu 1000 Seiten. Natürlich spielt in diesen Fällen dann auch der Erzähldrang des Autors eine gewichtige Rolle. Und hiermit kommt man direkt zu dem Punkt, dem ich persönlich größte Wichtigkeit beimesse und der auch letztlich die Qualität und die Kunstfertigkeit der vorliegenden Lektüre maßgeblich beeinflusst: Der Aspekt der Unterhaltung. Ein Wort, das, wie mir scheint bedingt durch die triviale Unterhaltungsliteratur der Jetztzeit, inzwischen enorm an Wert verloren hat und nicht selten gänzlich kritisch beurteilt wird. Kurzum: Ein Buch, das nur unterhält, kann keinerlei tieferen literarischen Wert in sich bergen, hält keinerlei genauerer Betrachtung stand. Inwieweit man damit den Dan Browns, Ken Folletts oder Stieg Larssons dort draußen Unrecht tut, sei dahingestellt. Aber Fakt ist: Ganz von der Hand zu weisen, ist diese (natürlich sehr oberflächliche) Analyse jedenfalls auch nicht. Es gibt allerdings ebenso Fälle, wo es gerade die dauerhafte Kurzweil ist, welche das Werk über die Masse der anderen hebt. Und damit hätte ich dann auch wieder den Bogen zu den dicken Schwarten im Genre des historischen Romans vollzogen, für die hierzulande vor allem die deutsche Autorin Rebecca Gablé verantwortlich zeichnet.

    Im Hinblick auf eine wahre Geschichte (aufgearbeitet von „stern“-Autor Jan Christoph Wiechmann) über siebzehn psychisch kranke und drogenabhängige Männer, die zusammen vor dem Hurrikan Katrina aus einem Obdachlosenasyl in New Orleans geflohen waren und während ihrer langen Odyssee so gut aufeinander achtgegeben hatten, wie sie eben konnten, schreibt Gablé im Nachwort des vorliegenden Romans „Hiobs Brüder“: „Ich wünschte, ich könnte so großartige Geschichten in so knapper Form schreiben, aber wie man an diesem Buch hier wieder einmal unschwer erkennen kann, ist es mir einfach nicht gegeben, mich kurzzufassen.“

    Ein ehrliches Geständnis, das aus dem Munde eines anderen Schriftstellers vielleicht für Schweißperlen auf der Stirn des Lektors sorgen dürfte – nicht so jedoch bei Rebecca Gablé. Denn so wenig sie in der Lage ist, den Umfang ihrer Geschichten auf weniger Seiten zu begrenzen, so wenig vermag sie es auch – trotz des epischen Ausmaßes – an irgendeiner Stelle zu langweilen. Eine banale Feststellung, der ich aber höchsten Wert beimesse. Besonders im Beispiel von „Hiobs Brüder“, das auf den ersten Blick zwar für mich alle Voraussetzungen mitbringt, um die übliche, hundertfach wiedergekäute Gutmenschen-Helden-Geschichte zu erzählen, dann aber doch mit einer Mischung aus Innovation und altbekannten Gablé-Tugenden einmal mehr auf ganzer Länge überzeugt und von der ersten bis zur letzten Seite unterhält. Eine auch deswegen bemerkenswerte Leistung, weil die Autorin mit einer traumwandlerischen Sicherheit und Selbstverständlichkeit nun bereits seit über zehn Jahren dieses hohe Niveau im Zweijahres-Rhythmus abliefert.

    Doch nun näher zum Buch, welches den Leser abermals ins englische Mittelalter entführt, genauer gesagt ins Jahr 1147. Eingesperrt in einer verfallenen Festung auf der Isle of Whitholm vor der Küste von Yorkshire fristen sie ein menschenunwürdiges Dasein, weil sie nicht zu den Kindern Gottes zählen: Simon de Clare hat die Fallsucht. Edmund hält sich selbst für den gleichnamigen toten Märtyrerkönig. Godric und Wulfric sind an der Hüfte zusammengewachsen. Oswald hat das Down-Syndrom. Luke glaubt, eine Schlange in seinem Bauch zu haben. Regy ist ein soziopathischer Mörder und so gefährlich, das er an einer Kette gehalten werden muss. Und Losian hat sein Gedächtnis und seine Vergangenheit verloren. Ausgerechnet Letzteren fällt die Führung dieser sonderbaren Gemeinschaft zu, als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet.

    Losian bringt die kleine Schar zurück in die „wirkliche“ Welt, wo Hunger, Not und Rechtlosigkeit herrschen. Auf ihrer Reise durch das vom Bürgerkrieg (als „Anarchy“ in die Geschichte eingegangen) gebeutelte England gelangt er zu erschreckenden Erkenntnissen über den Mann, der er einmal war. Und gerade als er einer Frau begegnet, mit der ein Neuanfang möglich scheint, beginnt Losian zu ahnen, dass er die Schuld an dem furchtbaren Krieg trägt, der das Land zugrunde zu richten droht...

    Mit „Hiobs Brüder“ vollzieht Autorin Rebecca Gablé bisweilen meisterhaft den Spagat zwischen den an sie gestellten Erwartungen und dem Gehen neuer Wege abseits der bisher von ihr genutzten Routen. So kehren wir auf der einen Seite ins englische Mittelalter zurück, um, wie im Nachwort zu ihrem Roman „Das zweite Königreich“ angekündigt, „die seltsamen Begebenheiten um Henrys Regentschaft und was es mit dem Weißen Todesschiff („White Ship“) auf sich hatte (...)“, näher zu beleuchten. Auf der anderen Seite befinden wir uns diesmal zu Beginn weit weg vom Umfeld der Mächtigen, den Königen und Rittern, um uns stattdessen verstärkt mit den damaligen Verlierern der Gesellschaft zu befassen, welche, separiert von dieser, nicht besser als Tiere behandelt und selbst von kirchlicher Barmherzigkeit gänzlich ausgeschlossen werden. Ein gewagter Schritt seitens Gablé, so zumindest mein erster Gedanke, da ich besonders für den weiteren Verlauf die Gefahr gesehen habe, diese äußerst ungewöhnliche und in ihren Fähigkeiten ja auch limitierte Gemeinschaft als Helden zu installieren, welche größeren Einfluss auf die Geschicke anderer nehmen könnten. Nun, ich hätte es natürlich besser wissen sollen – Gablé meistert auch diese Herausforderung mit Bravour.

    Ganz im Stil von Tolkiens „Der Herr der Ringe“ – nicht zufällig auch Gablés Lieblingsbuch – begibt sich der Leser an der Seite der vermeintlich Schwachen auf die Reise, die, einem mittelalterlichen Roadtrip gleich, nicht nur dazu dient, um die ausweglose Lage der Figuren zu unterstreichen, sondern diese dem Leser gleichzeitig auch näher zu bringen. Auffällig hier ist, dass die Autorin diesmal ein wenig länger dafür braucht, das Profil der Protagonisten, allen voran das von Simon und Losian, zu schärfen. Im Falle des Letzteren ist dies aber natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass dieser seine eigene Vergangenheit und damit seinen ursprünglichen Platz im Gefüge des englischen Adels vergessen hat. Dass er diesem angehört, kann er nur aufgrund der Tatsache schlussfolgern, weil er mit einem Kreuzfahrermantel bekleidet auf der Insel das Bewusstsein erlangt hat. Dennoch – es dauert ein bisschen länger als die übliche Zeit, bis man warm wird mit ihm und seinen merkwürdigen Freunden. Das scheint vielleicht auch Gablé bemerkt zu haben, welche nach dem ersten Drittel nach und nach in die adligen Kreise – und damit auch auf sicheres, weil altbekanntes Terrain – zurückkehrt.

    Nach „Die Säulen der Erde“ ist „Hiobs Brüder“ erst der zweite von mir gelesene historische Roman, der sich eingehend mit der vielleicht dunkelsten Zeit im englischen Mittelalter, der „Anarchy“, beschäftigt. Eine Epoche, ausgelöst durch den Untergang des „White Ship“ und den damit verbundenen Tod des rechtmäßigen Thronfolgers William, geprägt vom langjährigen Bürgerkrieg zwischen König Stephen und Kaiserin Maud, von immer wieder wechselnden Bündnissen und anhaltender Gesetzeslosigkeit. Rebecca Gablé gibt diese Zeit eindringlich wieder, ohne sich dabei in drastischen Schilderungen zu verlieren oder allzu übermäßige Brutalität zu zelebrieren. Im Gegenteil: Es sind die ruhigen Momente, die uns inne halten und das Ausmaß des Schreckens erkennen lassen, für die dieser Bürgerkrieg bis heute berüchtigt ist und dem schließlich selbst die Beteiligten irgendwann überdrüssig wurden. Der Glaube eine Entscheidung oder den Sieg in diesem Konflikt herbeizuführen – er war irgendwann auf beiden Seiten ins Wanken geraten. Und es ist diese Hoffnungslosigkeit, welche Gablé, besonders beim Beispiel der Belagerung von Wallingford, haargenau einfängt.

    Obwohl Stephen und Maud die wichtigen Rollen in diesem Krieg ohne wirkliche Grenzen verkörpern, nehmen sie jedoch verhältnismäßig wenig Raum im Roman ein. Stattdessen konzentriert sich „Hiobs Brüder“, abgesehen von der ungewöhnlichen Gemeinschaft, vor allem auf den jungen Heißsporn Henry Plantagenet, der nichts unversucht lässt, um den englischen Thron zu erobern und später eine der mächtigsten Herrscherdynastien begründen wird. Gablés besonderes Händchen für historische Figuren – es kommt auch hier wieder hervorragend zum Tragen. Nach William, dem Eroberer („Das zweite Königreich“), John of Gaunt („Das Lächeln der Fortuna“) und  Henry Beaufort („Die Hüter der Rose“) ist Henry FitzEmpress die nächste geschichtliche Person, die von Gablé, mit viel Sympathie, Witz, Charme, aber auch historisch belegten Eigenschaften bedacht, zum Leben erweckt wird. Wenn man ihr denn überhaupt hinsichtlich der Figurenzeichnung einen Vorwurf machen will, dann den, dass doch die meisten herrschenden Adligen äußerst gut wegkommen. Einen richtigen Unsympathen gibt es in „Hiobs Brüder“ nicht. Genauso wenig wie einen durchgängigen Antagonisten, der Losian und seinen Freunden das Leben schwer macht. Hier hätte ich mir dann doch manchmal einen William Hamleigh (aus Folletts „Die Säulen der Erde“) gewünscht. Auch weil Losian bzw. seine später wiedergewonnene Identität ein wenig zu stark daherkommt, um glaubhaft zu sein oder ein gewisses Gefahrenmoment zu befeuern.

    Stattdessen wird die Gemeinschaft Losians durch die Einschränkungen und Krankheiten der einzelnen immer wieder auf die Probe gestellt, geht die Gefahr eher von gesellschaftlichen Begebenheiten als von feindlichen Rittern aus. Das muss besonders Losian feststellen, der sich in ein jüdisches Mädchen verguckt und das schwere Los ihres Volkes an der eigenen Haut erfahren muss. Die Abschnitte von ihm und dem jüdischen Arzt Josua gehören für mich eindeutig zu den Höhepunkten des Buches, wenngleich mir da manch eine Figur für mittelalterliche Verhältnisse dann doch zu modern und aufgeklärt reagiert. Aber ganz ohne künstlerische Freiheit kann halt auch ein historischer Roman seine Wirkung nicht entfalten.

    So bleibt am Ende wieder mal die Erkenntnis: Selbst eine in einer gewissen Routine verfangene Rebecca Gablé thront immer noch weit über der im Genre ansässigen Konkurrenz. Wie keine andere vermag sie Geschichte – und in dem Zusammenhang natürlich dann auch geschichtsträchtige Figuren und Momente – lebendig zu machen und gleichzeitig einen Plot zu zimmern, dem man nur mit größten Unwillen den Rücken kehren will. „Hiobs Brüder“ ist ein über die volle Distanz mitreißendes Epos, das trotz des düsteren Kontextes den Wert von Freundschaften über alle Einschränkungen hinaus überaus warmherzig vor Augen führt und ein Loblied auf die Treue singt, welches vor allem auf den letzten Seiten den Leser durchaus zu ergreifen weiß. Denn wie Gimli schon einst sagte: „Treulos ist, wer Lebewohl sagt, wenn die Straße dunkel wird.“

    Meine Lektüre beende ich äußerst zufrieden und mit der Hoffnung, dass die darauffolgende Epoche noch eines Tages von Rebecca Gablé in Angriff genommen wird. Zwischen 1154 und 1330 ist jedenfalls noch eine Menge Platz für ein oder zwei Romane. Wenn sie also so freundlich wären ...

    Kommentare: 5
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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr ungewöhnliche Charaktere dieses Mal - spannend, rätselhaft und sehr unterhaltsam! :)
    Wie immer beste Unterhaltung!

    Zum Inhalt

    Anno 1147, an der Küste von England

    Simon de Clare ist 15 Jahre alt, als er von den Mönchen des St. Pancras Klosters auf die "Insel der Verdammten" verfrachtet wird. In der dortigen, leerstehenden Festung werden die Ausgestoßenen eingesperrt, all diejenigen, die von der Bevölkerung und vom Adel als nicht würdig betrachtet werden, unter dem Volk zu leben.
    Simon hat die "Fallsucht", zu vergleichen mit Epilepsie, was zur damaligen Zeit oft mit Bessenheit verwechselt wurde und viele Menschen in Furcht und Schrecken versetzt hat. Doch während Simon selbst verzweifelt und voller Angst hinter den verschlossenen Mauern auf der Insel landet, wird er entgegen seiner Befürchtungen freundlich aufgenommen.

    Mit ihm zusammen fristen 16 Menschen dort ihr Dasein: Narren, Krüppel und Mißgeburten, von der Gesellschaft weggesperrt und dazu verdammt, ihr restliches Leben hinter den kargen Mauern zu fristen. Es ist ein bunt gemischter Haufen, der es trotz der aussichtslosen Lage geschafft hat, eine Art Gemeinschaft zu führen - soweit es unter diesen Umständen möglich ist.

    Vor allem Losian hat es Simon angetan. Er ist etwa 10 Jahre älter als der junge Bursche und scheint von höherer Herkunft zu sein. Doch Losian hat sein Gedächtnis verloren - er kann sich an nichts aus seiner Vergangenheit erinnern. Trotzdem respektieren ihn alle anderen, sie vertrauen ihm, denn er schafft es, unter ihnen für ein gewisses Maß an Ordnung zu sorgen.

    Aber dann passiert eines Tages ein großes Unglück, das einigen von ihnen zur Freiheit verhelfen könnte - doch nicht jeder von ihnen hat den Mut, diese Chance zu ergreifen.

    Meine Meinung

    Endlich wieder ein historischer Roman und dann auch noch von Rebecca Gablé. Ich liebe ihre Bücher und dieser Einzelband steht den anderen in nichts nach!
    Von Anfang an konnte ich wunderbar in die Geschichte eintauchen, die aus den Perspektiven von Losian und Simon erzählt wird. Der Schreibstil ist wieder wunderbar an die Zeit von damals angepasst und ist sehr angenehm zu lesen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was mich daran immer so fesselt, aber sie schafft es jedes Mal, mich von der ersten Seite an mitzureißen.

    Die Charaktere, die hier auf der Insel zusammengepfercht leben müssen, sind sehr skurril und lebendig erzählt.
    Die beiden Hauptfiguren sind der junge, etwas arrogante Simon de Clare und Losian, der nur aufgrund seines fehlenden Gedächtnisses in dem Gefängnis gelandet ist.
    Simon hält sich wegen seiner Herkunft für etwas besseres, kann sich aber recht schnell in diese ungewöhnliche Gesellschaft einfügen und will sich lange nicht eingestehen, dass er die anderen doch ins Herz geschlossen hat. Sein hilfloser Zorn macht ihn stark und zeigt eine große Entwicklung, die nicht nur für die anderen, sondern für ganz England eine große Bedeutung haben wird.
    Losians Vergangenheit ist ein Rätsel und so gern er ihr auch auf den Grund gehen würde, macht sie ihm Angst. Manchmal überraschen ihn Kleinigkeiten, die er an sich bemerkt und die er mit einer Selbstverständlichkeit ausführt, die ihn erschreckt. Es sind keine vertrauten Gefühle, eher Instinkte, die seine Handlung oftmals beeinflussen und ihm den Menschen, der er einmal war, bekannter und abschreckender machen. Da er keine Erinnerung hat ist er sehr unbedarft und erfrischend ehrlich und stößt damit so manchem vor den Kopf, was ihn mir sehr sympathisch macht!
    Die Offenbarung der Wahrheit wird für Losian schließlich ein harter Schlag und es wird nicht leicht für ihn, sich seinem früheren Selbst anzunähern.

    Aber auch die anderen Figuren sind sehr interessant und hinter jeder Fassade steckt ein Kampf, ein Hadern mit dem Schicksal, eine Last aus der Vergangenheit.
    Da wären zum Beispiel die Zwillinge Wulfric und Godric, die an der Hüfte zusammen gewachsen sind. Sie haben sich gut mit ihrem harten Los arrangiert und zeigen viel Humor und Bereitschaft, für die anderen einzustehen.
    Der selbsternannte "King Edmund" ist der geistliche Beistand der Gruppe, ein Prediger, der sich für den verstorbenen, angelsächsischen Märtyrerkönig hält, den die Heiden vor langer Zeit abgeschlachtet haben - doch er hält so manche Weisheit für die Gefährten bereit.
    Luke, ein alter Mann, der die feste Überzeugung hat, dass sich eine Schlange in seinem Bauch eingenistet hat, die ihn jederzeit von innen auffressen könnte und Oswald, dessen geistige Behinderung dem Down-Syndrom ähnelt.
    Aber auch ein sehr schlauer, gefährlicher Mann befindet sich unter ihnen, Reginald de Warenne, ein Vergewaltiger und Serienmörder, vor dem sich jeder ständig in Acht nehmen muss.

    "Der Normanne an der Kette war ihnen der unheimlichste an dieser eigentümlichen Schar. Er sprach wie ein Lord und sah aus wie ein verrückter Eremit." S. 113

    Die Zukunft dieser unterschiedlichen Charaktere hält nicht das bereit, was sie erwartet hatten. Auf ihrem Weg begegnen ihnen viele Hindernisse, aber auch Menschen, die ihnen wohlgesonnen sind und weiterhelfen.
    Ich fand es sehr schön, wie die Autorin hier zeigt, dass auch außergewöhnliche Menschen mit einem Handicap etwas Besonderes sind, das Herz am rechten Fleck haben und viel zum Leben beitragen können.
    Auch das Verhältnis der Juden und Christen zur damaligen Zeit spielt eine Rolle und zeigt, wie wenig wir doch in diesen vielen Jahrhunderten dazu gelernt haben und macht gleichzeitig Mut, weil es immer wieder Menschen gibt, die aufeinander zugehen, ganz gleich, welches Aussehen man hat oder welcher Religion man angehört.

    Einiges war vorhersehbar, aber es gibt auch viele überraschende Wendungen. Ich konnte wieder mal richtig in diese mittelalterliche Welt eintauchen, die die Autorin mit viel Hintergrundwissen und Liebe zum Detail erzählt. Die Spannung steigt durchweg an und hab bis zum Schluss mitgefiebert, auch wenn mir das Ende schon klar war.

    Fazit

    Wieder ein wunderbar berührender und spannender Ausflug ins Mittelalter, den Rebecca Gablé so meisterlich zu erzählen versteht. Farbenprächtig und grausam zeichnet sie inmitten der historischen Kriege Schicksale, die mich gefesselt und bewegt haben. Ein Muss für alle Mittelalter Fans!
    Bewertung

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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