Von Ratlosen und Löwenherzen

von Rebecca Gablé 
4,2 Sterne bei153 Bewertungen
Von Ratlosen und Löwenherzen
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Englische Geschichte des Mittelalters, vergnüglich serviert!

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Super unterhaltsam und lehrreich!

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Inhaltsangabe zu "Von Ratlosen und Löwenherzen"

Schluss mit dem Mythos über die düstere Zeit willkürlicher Kriege, blutrünstiger Hexenverfolgungen und hygienischer Katastrophen - her mit dem Mittelalter, wie es auch war. In ihrem ersten Sachbuch erzählt uns die Bestsellerautorin Rebecca Gablé die Geschichte des englischen Mittelalters neu: kompetent und informativ, herrlich farbenprächtig - und immer mit einem Schmunzeln.

Mitreißend wie ein Roman!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404642427
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:25.09.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.08.2008 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    raeubertochtervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Super unterhaltsam und lehrreich!
    Spannendes englisches Mittelalter

    Obwohl es sich um eine reine Ansammlung historischer Fakten und Anekdoten handelt, gelingt es Rebecca Gablé, die Geschichte des englischen Mittelalters unglaublich unterhaltsam zu erzählen.

    Ihr Stil liest sich so gut wie ein Roman und dieses Sachbuch hat nichts von der Trockenheit alter Schulbücher, obwohl es genauso lehrreich ist.
    Wer Rebecca Gablés historische Romane liebt, dem wird auch Von Ratlosen und Löwenherzen gefallen.

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    Valentina75s avatar
    Valentina75vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Munterer Plauderton!
    Unterhaltsame Geschichtsstunde

    Geschichte hätte den meisten in der Schule wohl mehr Spaß gemacht, wenn sie so unterhaltsam erzählt worden wäre wie von Rebecca Gablé. Eine kenntnisreiche Reise durch die ziemlich blutige englische Geschichte. Einziger Kritikpunkt: Das Buch ist viel zu kurz, man hätte gern noch mehr gelesen. Vielleicht gibt es bald eine Fortsetzung?

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 2 Jahren
    Interessanter Einblick in englische Geschichte

    Rebecca Gablé zeigt in diesem Sachbuch, dass Geschichte nicht langweilig oder staubtrocken sein muss. Unterhaltsam und locker lässt sie über die Jahrhunderte die verschiedene englischen Könige aufmarschieren, angefangen im Jahr 1066 bei William dem Eroberer bis zu Henry VIII. Ja, das war der mit den vielen Frauen.

    Wie auch in ihren Romanen merkt man, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt und die englische Geschichte des Mittelalters ihre Leidenschaft ist. 

    Empfehlenswert für alle, die sich für englische Geschichte interessieren und sich bisher davor gescheut haben, entsprechende Literatur zu lesen. 

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    Kekes avatar
    Kekevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Interessanter "Kurz"-Einblick in die lange englische Geschichte
    Die Kennerin

    Die historischen Romane von Rebecca Gable´spielen meist in der englischen Geschichte zwischen 1066 und 1600. Hier ist die Autorin auch absolut daheim. Dieses Buch zeigt, sehr kurzweilig geschrieben,
    die wirkliche Geschichte hinter den Geschichten.
    Wer allerdings noch keinen englischen Geschichtshintergrund hat,
    kommt, bei den fast ausschließlichen 3 Königsnamen (William, Richard und Edward) in diesem Zeitraum,  leicht ins Schleudern.

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    A
    Anspruchsvollevor 3 Jahren
    Oberflächlich und trivial

    Die Autorin fasst die komplexe und ereignisreiche Zeitspanne von rund 1000 Jahren englischer Geschichte auf wenigen Seiten zusammen, indem sie kurz die Kriege und die Intrigen des Adels und des Klerus streift, die mit der jeweiligen Machtübernahme der Könige in dieser Zeit einhergehen. Politische, gesellschaftliche und kulturelle Hintergründe und Auswirkungen der veränderten Herrschaftsverhältnisse werden kaum angetönt. Zusammenhänge mit den gleichzeitig laufenden relevanten Vorgängen im restlichen Europa werden keine aufgezeigt. Die Autorin erwähnt höchstens das eine oder andere Stichwort (z.B. Investiturstreit) mit dem Hinweis, man solle doch bitte selber im Lexikon nachschauen. So bleibt die Schilderung dieser interessanten Epoche oberflächlich und langweilig. Leider fehlt auch jegliche Quellenangabe. Der Informationsgehalt ist somit gleich Null, denn was ich in diesem Buch erfahre, hätte ich ebenso auf Wikipedia recherchieren können - und erst noch gratis.

    Der flapsige, triviale Sprachstil lässt das ganze unseriös erscheinen. Mit abgedroschenen, immer wiederkehrenden Wendungen wie "die Nase gestrichen voll haben" oder "das Wasser stand ihm bis zur Halskrause, die noch gar nicht erfunden war", nervt Frau Gablé nur; mit Humor hat das gar nichts zu tun.

    Als geschichtsinteressierte Nichtakademikerin habe ich schon viele populärwissenschaftliche Werke von Historikern gelesen, die in einer gut verständlichen Sprache ein Thema anschaulich und ganzheitlich schildern, d.h. nicht nur die Ereignisse chronologisch aneinanderreihen, sondern diese auch in einem grösseren politischen Umfeld verorten, gesellschaftliche und kulturelle Hintergründe und Zusammenhänge aufzeigen und sich mit dem aktuellen Stand der Forschung, bzw. verschiedenen Lehrmeinungen auseinandersetzen. Nur so wird Geschichte lebendig, spannend und informativ.

    Ich weiss nicht, welches ZIel Frau Gablé mit ihrem "Sachbuch" verfolgt hat. Wenn es das war, "Unbedarften" (ein Wort, das sie selber braucht) Geschichte auf unterhaltsame und doch informative Art näher zu bringen, dann hat sie es meilenweit verfehlt. Eines weiss ich: nach der Lektüre dieses unseriösen Machwerks brauche ich keinen ihrer vielgerühmten sogenannten "historischen" Romane je zur Hand zu nehmen. Denn es kann sich dabei nur um Trivialliteratur der untersten Schublade handeln. 

     

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein humorvoller Streifzug durch Englands Geschichte
    Die Ergänzung zur "Waringham-Saga"

    Rebecca Gablé beschreibt in ihrem Sachbuch die englische Geschichte mit Augenzwinkern und Humor.

    Sie beginnt den historischen Bogen mit dem Abzug der römischen Truppen um 450 und beschließt ihn 1485 mit dem Ende der Rosenkriege.

    Das Buch ist in sechs übersichtliche Kapitel gegliedert:

    Kapitel 1 – Allgemeines und Einführung:

    Zu Beginn bietet die Autorin einige grundlegende Definitionen, die sich von der Einteilung der Epochen andernorts ein wenig unterscheiden. Gablé definiert das Mittelalter als Zeit zwischen 450 und 1485.

    Zeitrahmen 450–1066 Angelsachsen:

    Das Kapitel 2 befasst sich mit der Zeit der Angelsachsen vom Abzug der Römer bis zur Eroberung Englands durch die Normannen.

    Zeitrahmen 1066–1154 Normannen

    Im 3. Kapitel wird die Inbesitznahme der Inseln durch die Normannen unter William dem Eroberer und die damit verbundenen kulturellen Veränderungen in England beschrieben.

    Zeitrahmen 1154–1399 Plantagenet:

    Das 4. Kapitel ist der Dynastie der Plantagenets gewidmet und beginnt mit der Krönung von Henry II. und endet 1399.

    Zeitrahmen 1399-1461 Lancaster:

    Im 5. Kapitel wird die königliche Herrschaft des Hauses Lancaster behandelt, die 1461 mit dem Beginn der Rosenkriege endet.

    Zeitrahmen 1461-1485 York:

    Das 6. Kapitel beschäftigt sich mit dem Haus York, dessen Herrschaft mit dem Tod Richard III. in der Schlacht von Bosworth Field endete

    Das Buch beinhaltet zusätzlich eine Liste aller englischen Könige von 871 bis 1509, sowie eine Zeittafel des englischen Mittelalters.

    Ein sehr nützliches Buch, um sich in den Büchern der Waringham-Saga gut zu recht zu finden. Auch als Ergänzung zum Geschichtsunterricht zu verwenden.

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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 4 Jahren
    Geschichte geht auch unterhaltsam

    „Von Ratlosen und Löwenherzen – Eine kurzweilige, aber nützliche Geschichte des englischen Mittelalters“ - Auch wenn der Titel selbst eine Wertung gewissermaßen schon vorwegnimmt, möchte ich nicht die Gelegenheit versäumen, etwas näher auf Rebecca Gablé erstes Sachbuch zu verweisen, das die deutsche Autorin, welche mit bürgerlichen Namen eigentlich Ingrid Krane-Müschen heißt, in ihrer, mittlerweile üblichen zweijährigen Vorbereitungsphase für den nächsten Roman (Im Jahr 2008 zwischen „Das Spiel der Könige“ und „Hiobs Brüder“) kurzerhand aus dem Ärmel geschüttelt hat. Das wiederum beweist zweierlei: So etwas wie eine Auszeit scheint die gute Frau Gablé genauso wenig zu kennen, wie Schreibblockaden oder sonstige literarische Durchhänger – die gerade mal knapp 230 Seiten umfassende Abhandlung über das englische Mittelalter liest sich wie aus einem Guss und ist, ohne dabei an informativen Wert zu verlieren, höchst unterhaltsam. Hiermit sind wir allerdings auch gleich bei einem wichtigen Punkt angekommen, der, so scheint es bei vielen Rezensenten, oftmals missverstanden wird: „Von Ratlosen und Löwenherzen“ ist eben NICHT das Standardwerk für Schüler oder Studenten, sondern fungiert in erster Linie als begleitendes und ergänzendes Werk für Gablés epische Romane, die zwar die jeweiligen Epochen äußerst detailliert zum Leben erwecken, hinsichtlich der Personenvielfalt und gewissen Namensähnlichkeiten den Leser aber durchaus erschlagen können. Wer also zum Beispiel rückblickend die vielen Könige mit Namen Henry, Edward oder Richard auseinander halten oder nochmal den genauen Hergang der Rosenkriege im Überblick haben will, findet hier das ideale Nachschlagewerk.

    Da in Großbritannien das Mittelalter traditionell mit der Zeit von 450 bis 1485 n. Chr. angegeben wird (vom Abzug der römischen Truppen bis zur Schlacht von Bosforth, die gleichzeitig das Ende der Rosenkriege markiert), wählt auch Rebecca Gablé diesen zeitlichen Rahmen, welcher wiederum in sechs Kapitel gegliedert wird:

    Das 1. Kapitel dient gleichzeitig als Einleitung. In ihm geht Rebecca Gablé näher auf die Definition und den eigentlichen Zeitraum des englischen Mittelalters ein, den die Autorin wie folgt definiert: „(...) auch bei der Einteilung geschichtlicher Epochen gehen unsere Nachbarn auf der Insel eigene Wege und sagen: Bei „uns“ dauerte das Mittelalter von ziemlich genau 450 bis ziemlich genau 1485. Das ist keine unbestrittene, aber eine weit verbreitete Meinung, ich finde sie zumindest tauglich“.

    Im 2. Kapitel (450 – 1066) befasst sich Gablé mit der Zeit der Angelsachsen vom Abzug der Römer bis zur Schlacht von Hastings und der damit verbundenen Eroberung Englands durch die Normannen.

    Diese stehen wiederum im 3. Kapitel (1066 – 1154) im Mittelpunkt. Dieses konzentriert sich vor allem das Wirken von William dem Eroberer, dessen Herrschaft für einen Großteil der folgenden kulturellen Veränderungen verantwortlich zeichnete.

    Kapitel 4 (1154 – 1399) beginnt mit der Krönung von Henry II. und nimmt sich des königlichen Geschlechts der Plantagenets an.

    Im 5. Kapitel (1399 – 1461) wird die königliche Herrschaft des Hauses Lancaster behandelt, die mit dem Beginn der Rosenkriege endet.

    Das 6. und letzte Kapitel (1461 – 1485) bezieht sich schließlich auf das Haus York, dessen Herrschaft wiederum mit dem Tod Richard III. in der Schlacht von Bosworth Field ein Ende findet.

    Der Anhang enthält dann noch eine Zeittafel mit den wichtigsten Ereignissen des englischen Mittelalters sowie eine Liste aller englischen Könige von 871 bis 1509, deren Stammbaum der Leser zudem in einem wirklich schön gemachten Schutzumschlag der gebundenen Ausgabe vorfindet.

    Bereits diese Kapitelunterteilung deutet an, wie verwirrend und komplex sich der ständige Kampf um die Krone dargestellt und über wie viele Jahre England nicht nur mit seinen Nachbarn Wales, Irland, Schottland und Frankreich, sondern auch untereinander um die Macht gerungen hat. Herrschaftshäuser sind entstanden und verschwunden, Bündnisse geschlossen und gebrochen worden. Diese verworrenen Verhältnisse auf so wenigen Seiten derart abzubilden, dass man auch ohne größere geschichtliche Vorkenntnisse nicht von der Lektüre überfordert wird, hat Rebecca Gablé mit Bravour gemeistert. Schlüssig, klar strukturiert und immer mit einem Schuss ironischem Witz (Klischees werden aufgegriffen, um den Charakter des jeweils beschriebenen zu unterstreichen) bringt sie Ordnung in das Chaos, so dass die Logik, der rote Faden der historischen Ereignisse, für den Leser stets ersichtlich und – noch wichtiger – verständlich bleibt. Nie träge oder langatmig, immer forsch bis kess im Ton vermittelt Gablé Jahrhunderte englischer Geschichte und wartet zur Auflockerung dabei mit allerlei Kuriosa und Skurilitäten auf. Von der „Skandalnudel“ Eleonore von Aquitanien über den „bösen“ König John bis hin zum „heldenhaften“ Henry V. – den populärwissenschaftlichen Charakter des Buches verhehlt die Autorin an keiner Stelle. Im Gegenteil: Zum Zwecke der Unterhaltung bleibt Gablé erfrischend vage, weist oft daraufhin, dass nicht alles für bare Münze genommen werden muss, die Geschichtsschreibung sich in vielen Punkten oft nicht einig ist.

    Doch – wie oben schon erwähnt – hat „Von Ratlosen und Löwenherzen“ auch nicht den Anspruch, eine akademische Abhandlung sein zu wollen. Weder was Wahrheitsgehalt (wenngleich ich kein keinerlei falschen Fakten finden konnte), noch was den Umfang betrifft. Gablé konzentriert sich so zum Beispiel in erster Linie auf die Ereignisse rund um die Königshäuser und geht nur selten auf das einfache Volk ein, was schlichtweg der Tatsache geschuldet ist, dass es die Herrschaftshäuser und der ritterliche Adel waren, die dieser Epoche der englischen Geschichte ihren Stempel aufgedrückt haben. (Das diese auch in ihren Romanen die tragenden Rolle spielen, war für Gablés Fokus sicherlich ebenfalls nicht unwichtig)

    Zusammenfassend lässt sich also konstatieren: „Von Ratlosen und Löwenherzen“ ist die perfekte Begleitlektüre für Gablés historische Romane und ein äußerst unterhaltsames und aufschlussreiches Sachbuch in belletristischer Form, welches selbst Laien der Thematik die benötigten Informationen schlüssig und mühelos vermitteln kann. Freunde historischer Akkuratesse und Vollzeitakademiker kommen hier jedoch nicht auf ihre Kosten und sollten von einem Kauf eher Abstand nehmen, um Gablé nicht anschließend unberechtigterweise kritisieren zu müssen.

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    Feanorvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr kurzweiliger Einblick in die englische Geschichte
    Lesenswert für geschichtlich Interessierte

    Die Autorin vermittelt in sehr kurzweiligem Stil die Geschichte der englischen Könige im Mittelalter bis hin zu den Tudors. Ein Sachbuch das kein Sachbuch im eigentlichen Sinne ist. Die Abhandlung des Themas, das man normalerweise in trockenen Listen und Beschreibungen nachlesen kann (wenn man überhaupt will), wurde hier detailiert aber witzig erreicht.

    Vor allem der Bezug zur tatsächluchen Geschichte ohne in ausschweifende Erklärungen abzugleiten und verwirrende Beziehungsgeflechte zu erklären, ist sehr gut gelungen. Auch wenn der Hauptfokus auf den englischen Königen liegt, wird doch immer wieder auf das restliche Umfeld der damaligen Zeit eingegangen, was einen schönen Gesamtüberblick liefert.

    Aus meiner Sicht auch für Jugendliche geeignet, denen deutsche oder griechische Heldensagen gut gefallen. Wirklich sehr empfehlenswert.

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    Schokolatinas avatar
    Schokolatinavor 5 Jahren
    Lehrbuch zum Thema "Wer kloppt sich mit wem warum"

    Ich hatte mir das Buch gekauft, weil ich es satt hatte, mittelalterliche Krimis zu lesen, die in England spielen und in denen mit Namen Geschichtsträchtiger Personen um sich geworfen wird in der festen Überzeugung, das ein jeder Leser wisse, wer König Stephan und Kaiserin Maud war und welches ihr Anliegen (klar, die Englische Krone, aber warum kloppen die sich noch??? Warum gerade diese zwei?) oder wie nun denn der Rosenkrieg ausgegangen ist. Dieser Abriss über die englischen Könige, die Regenten, Bürgerkriegskontrahenten, den englischen Adel, mehr oder weniger selbstlos gute und gewieft egoistisch ehrgeizige Ratgeber ist sehr kurzweilig und amüsant zu lesen, schreibt ihn Rebecca Gablé doch in einem lockeren Erzählton. Henry folgt auf Henry, William – richtig! – auf William, irgendwann führen die Normannen der Einfachheit halber die Nummerierung ein, statt die Benutzung von Spitznamen zur besseren Unterscheidung. In lockerer Folge wird die Königswürde ererbt, erkämpft, erobert und der geneigte Leser wird unterhaltsam von der Autorin durch alle Widrigkeiten, Folter, Giftmord und Enthauptungen geführt. Angesichts der Vielzahl der englischen Könige, der unterschiedlichen Erblinien, der erhobenen Machtansprüche von Cousins und Bischöfen (die Cousins waren) verliert man relativ schnell die Übersicht, wenn man nicht am Ball bleibt. Manchmal werden mehrere Generationen in ein bis zwei Absätzen abgehandelt, da heißt es dann, konzentriert mitzählen, damit man ja nicht verpasst, dass nächste näher besprochene König nicht Sohn, sondern Urenkel ist (oder gar eine eingeheiratete Seitenlinie). Leider hilft da auch wenig der auf dem Cover so groß als Extra angepriesene Stammbaum auf der Innenseite des aufklappbaren Covers. Der ist zwar schön „mittelalterlich“ aufgemacht, nur verzeichnet er keine Brüder (sofern sie nie Regent oder doch noch König (nach Brudermord oder manchmal auch zufälligem Tod auf dem Schlachtfeld) waren und ausgerechnet bei William, dem Eroberer, dem ersten englischen König aus der Normandie, ausgerechnet bei ihm wird auf dem Stammbaum unterschlagen, dass er eigentlich ein Cousin vom damaligen König war, die Eltern werden gar nicht dargestellt. SOOO kann man natürlich keinen nachverfolgbaren Stammbaum malen. Kein Robin Hood, kein König Arthur und keine Tafelrunde, keine Gwynwyfer, dafür Römer, Sachsen, Dänen, Wikinger und Normannen, Schotten und Walliser. Fazit: sehr nett zu lesen, unterhaltsam informativ; wenn der Stammbaum detaillierter wäre, wäre es noch einfacher, dem Ablauf der König zu folgen. Aber dafür, dass Geschichte als sehr trocken gilt und es nur um Krone, Erbfolge, Kriege, Bügerkriege, Machtansprüche, Mord und Totschlag in der Familie geht, ist es sehr locker flockig gut zu rübergebracht. Manchmal, vielleicht auch unabsichtlich, etwas zu umgangssprachlich und manchmal auch etwas sozialgeschichtlich ungenau (selbst wenn die Vorstellung, dass man es nach Einbruch der Dunkelheit nur rege „miteinander trieb“, weil es ja (ohne Fernseher etc.) nicht viel zu tun gegeben hätte, amüsant sein mag, bei mir regt sich da leiser Widerspruch, weil die Hausfrau nach Einbruch der Dunkelheit garantiert mit Spinnen und Weben bzw. Sticken beschäftigt war, selbst wenn sie auch dem (damals neuen) gehobenerem Mittelstand angehörte), dennoch bestimmt eine gute Empfehlung, um überhaupt einmal einen Überblick über die wirre englische Geschichte zu bekommen.

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    MamaBuecherschranks avatar
    MamaBuecherschrankvor 5 Jahren
    Sachbücher können auch Spaß machen!

    Von Ratlosen und Löwenherzen ist eine kleine Einführung in die Englische Geschichte. Rebecca Gablè vermittelt dem interessierten Leser hier das nötige Grundwissen und wichtige Zusammenhänge, räumt aber auch gleichzeitig mit diversen Mythen auf. Selten habe ich ein so amüsantes Geschichtsbuch gelesen. Zwar behandelt Gablè die englische Geschichte hier nur oberflächlich, aber alle wichtigen Ereignisse werden hier auf eine interessante Art dargestellt. Besonders Gablès zynisch-ironischer Schreibstil, wie man ihn schon aus ihren Romanen kennt trägt hier zum Lesevergnügen bei. Da sieht man auch gerne mal über kleine "Respektlosigkeiten" hinweg, wo von "Skandalnudeln" geredet wird. Ein sehr amüsantes Buch, das doch gewisse Grundkenntnisse vermittelt!

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