Rebecca Godfrey

 3,9 Sterne bei 38 Bewertungen

Lebenslauf

Rebecca Godfrey (1967-2022) war eine preisgekrönte kanadische Romanautorin und Journalistin. Ihr Roman »The Torn Skirt« war Finalist für den Ethel Wilson Fiction Prize, ihr preisgekrönter True-Crime-Roman »Under the Bridge«, diente als Inspiration für eine Hulu-Serie. Godfrey lehrte Kreatives Schreiben an der Columbia University. Sie lebte mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Upstate New York. »Peggy« ist ihr letzter Roman, an dem sie bis zu ihrem Tod schrieb, und den sie fast vollständig hinterließ. Ihre Freundin, die Autorin Leslie Jamison, vollendete den Roman nach Rebeccas Aufzeichnungen.  

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Rebecca Godfrey

Cover des Buches Peggy (ISBN: 9783758700163)

Peggy

(38)
Erschienen am 26.03.2025
Cover des Buches Under the Bridge (English Edition) (ISBN: 9781399811002)

Under the Bridge (English Edition)

(0)
Erschienen am 09.11.2023

Neue Rezensionen zu Rebecca Godfrey

Cover des Buches Peggy (ISBN: 9783758700163)
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Rezension zu "Peggy" von Rebecca Godfrey

YukBook
Kunstsammlerin aus Leidenschaft

„Je reicher man ist, desto weniger darf man auffallen.“ Nach diesem Motto wächst  Peggy Guggenheim Anfang des 20. Jahrhunderts in einer der wohlhabendsten Industriellen-Familien Amerikas auf. Ihren Weg zur Kunstmäzenin können wir in dieser Romanbiografie verfolgen. 

Jeder Ortswechsel geht mit einem Wandel ihres Lebensstils einher. Mit Anfang 20 befreit sich die Erbin vom dekadenten Leben in New York und zieht nach Paris auf der Suche nach Freiheit und Selbstverwirklichung. Dort lernt sie neben bekannten Intellektuellen und Künstlern wie Djuna Barnes, Marcel Duchamp und Man Ray auch ihren künftigen Mann kennen. Doch weder als Ehefrau noch als Bohemienne findet sie Sinn und Erfüllung. Mehrere Schicksalsschläge haben tiefe Spuren hinterlassen. Erst als sie beginnt, sich mit zeitgenössischer Kunst zu beschäftigen und ihre erste Galerie in London eröffnet, entdeckt sie ihre wahre Bestimmung. 

Leslie Jamison hat das Manuskript ihrer Freundin Rebecca Godfrey, die früh verstarb, beendet. Für mich hat das Buch stark angefangen, aber im letzten Drittel leider nachgelassen. Statt der ausführlichen Beschreibungen ihrer Affären und Alltagsszenen hätte ich lieber mehr über Peggys Schaffen als Galeristin erfahren.

Cover des Buches Peggy (ISBN: 9783758700163)
L

Rezension zu "Peggy" von Rebecca Godfrey

Lenaa_Luu
Eine rebellische Geschichte

          „Peggy“ erzählt das Leben von Peggy Guggenheim in einer spannenden Erzählweise.  Peggy wächst in einer reichen, dysfunktionalen Familie auf und sucht ihr ganzes Leben nach Freiheit, Liebe und Kunst. Sie zieht durch die großen Städte Europas, trifft Künstler:innen und verfolgt dabei ihren ganz eigenen Weg.

Rebecca Godfrey schreibt bildhaft und gefühlvoll: man spürt Peggys Wut, ihren Mut und auch ihre Traurigkeit. Besonders eindrücklich ist, wie die Geschichte zeigt, dass Peggy nicht nur „die Frau von“ oder „die Sammlerin“ war, sondern eine echte Kämpferin: für sich, für die Kunst und gegen Vorurteile.

Ab und zu wurde es mit den historischen Personen und Orten etwas unübersichtlich, was mich aus dem Lesefluss gerissen hat. Insgesamt ist „Peggy“ ein starkes, mutiges Buch über eine Frau, die sich nie hat unterkriegen lassen.

Cover des Buches Peggy (ISBN: 9783758700163)
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Rezension zu "Peggy" von Rebecca Godfrey

_leserin_
Ein wirklich ungewöhliches Leben

Wow – dieser Roman hat mich sehr begeistert.

Es ist die erste (Roman-)Biografie, die ich über Peggy Guggenheim gelesen habe. Neben Reichtum musste sie viele Schicksalsschläge ertragen, wie dass ihr Vater bei dem Titanic Untergang ums Leben kam, ihr geliebte Schwester fünf Fehlgeburten erleben musste und dann bei der sechsten Schwangerschaft starb sowie dass ihre jüngere Schwester ihre Zwillinge auf dem Dach eines Hochhauses nicht mehr halten konnte und beide hinunterstürzten.

Auch bei Männern hatte Peggy nicht das richtige Händchen: gewalttätig, voller Minderwertigkeitskomplexe und Alkohol stand am Programm, so lässt sich wohl am besten der Charakter ihres ersten Ehemannes beschreiben, Der zweite starb früh und Samuel Beckett entschied sich dann doch für eine andere Frau.

Peggy Guggenheim selbst musste über 40 Jahre alt werden, bis sie wusste, welchen Platz sie in der Gesellschaft einnehmen sollte. Geboren wurde Peggy in ein reiches jüdisches Haus, umgeben von Nachbar*innen wie den Rockefellers und den Astors – das war nicht ihre Welt. Als sie in ihren Zwanzigern nach Paris ging, wollte sie zu den Bohemiens gehören – doch auch das war nicht ihr Platz. Mit dem großen Vermögen, dass sie erbte, war das einfach nicht authentisch. Erst als Kunstsammlerin fand sie ihre Bestimmung.

Ich fand den Roman großartig und bin nur so durch die Seiten geflogen. Ich habe viel Neues über Peggy Guggenheim erfahren. Zu schnell endete dann allerdings der letzte Teil. Gerne hätte ich mehr gelesen über ihre Ehe mit Max Ernst und ihre Zeit in Venedig.

Wer Frauenbiografien mag, für den ist das Buch genau das richtige – ich kann es wirklich sehr empfehlen.

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