„Je reicher man ist, desto weniger darf man auffallen.“ Nach diesem Motto wächst Peggy Guggenheim Anfang des 20. Jahrhunderts in einer der wohlhabendsten Industriellen-Familien Amerikas auf. Ihren Weg zur Kunstmäzenin können wir in dieser Romanbiografie verfolgen.
Jeder Ortswechsel geht mit einem Wandel ihres Lebensstils einher. Mit Anfang 20 befreit sich die Erbin vom dekadenten Leben in New York und zieht nach Paris auf der Suche nach Freiheit und Selbstverwirklichung. Dort lernt sie neben bekannten Intellektuellen und Künstlern wie Djuna Barnes, Marcel Duchamp und Man Ray auch ihren künftigen Mann kennen. Doch weder als Ehefrau noch als Bohemienne findet sie Sinn und Erfüllung. Mehrere Schicksalsschläge haben tiefe Spuren hinterlassen. Erst als sie beginnt, sich mit zeitgenössischer Kunst zu beschäftigen und ihre erste Galerie in London eröffnet, entdeckt sie ihre wahre Bestimmung.
Leslie Jamison hat das Manuskript ihrer Freundin Rebecca Godfrey, die früh verstarb, beendet. Für mich hat das Buch stark angefangen, aber im letzten Drittel leider nachgelassen. Statt der ausführlichen Beschreibungen ihrer Affären und Alltagsszenen hätte ich lieber mehr über Peggys Schaffen als Galeristin erfahren.






