Helga, oder mit der al Qaida nach Sibirien

von Rebecca Hohlbein 
4,2 Sterne bei13 Bewertungen
Helga, oder mit der al Qaida nach Sibirien
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Positiv (10):
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Viele witzige Episoden und ein sehr unterhaltsames Buch. Kann zwar nicht alles halten, was es verspricht, ist aber trotzdem empfehlenswert

Kritisch (1):
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Hat mich echt enttäuscht & ich habe einige Male überlegt, dass Buch einfach abzubrechen. Hoffentlich sind die anderen Bücher von ihr besser

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Inhaltsangabe zu "Helga, oder mit der al Qaida nach Sibirien"

“Menscheskinners – wie sieht das denn hier schon wieder aus?” Helga, selbsternannte Gottkönigin über unsere kleine Reihenhaussiedlung, ist im Anmarsch – und damit beginnen viele weitere, schier endlosen Stunden meines ganz alltäglichen Elends zwischen Al Qaida und Kö, ALDI und Australien, Familie, Feuer und Wirbelsturm. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie und lakonischem Humor beschreibt die Ich-Erzählerin ihr Leben im „Rondell des Grauens“. Aber dann verschwindet Alleinherrscherin Helga plötzlich – und auf einmal ist alles noch viel, viel schlimmer …”

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783943378719
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:356 Seiten
Verlag:Burger, Ulrich
Erscheinungsdatum:10.12.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    santinas avatar
    santinavor 4 Jahren
    Mitten drin statt nur dabei

    Zum Inhalt:

    Ich glaube, ich habe mich noch nie so schwer getan, etwas zum Inhalt eines Buches zu schreiben. Bei den ersten Versuchen habe ich entweder zuviel über den Inhalt verraten oder ich habe nicht gespoilert, dann klang es viel zu langweilig. Nun hoffe ich, dass ich eine gute Mischung gefunden habe:

    Helga, das ist die selbsternannte Gottkönigin des “Rondell des Grauens”, einer Reihenhaussiedlung, in der die Ich-Erzählerin mit ihrem Kindern lebt – direkt neben ihren Eltern, ihren Geschwistern und natürlich besagter Helga. Helga taucht beispielsweise gerne bei den anderen zuhause auf und schaut ungefragt nach dem Rechten, sie gibt gerne gute Tipps (ungebeten, natürlich) oder sie nimmt auch schon mal die Post für ihre Nachbarn entgegen (um nachzusehen, was drin ist).

    Natürlich verfügt Helga auch über die anderen Bewohner, so werden die Ich-Erzählerin und ihre Schwägerin in spe regelmäßig für stundenlange Einkaufstouren in Anspruch genommen und müssen Helga in deren Wagen durch die Gegend kutschieren.

    Kein Wunder also, dass die ganze Sippschaft Freudentänze aufführt, als man Helga mitsamt ihren beiden Hunden Franz und Sissi, sowie der Stehlampe (die Hunde schlafen nur bei Dimmer-Beleuchtung), in einen Bus verfrachtet hat. Nach eigener Aussage will sie auf der Al Qaida gen Sibirien schippern. Die Daheimgebliebenen vermuten sie eher auf der Avida Richtung Sizilien. Aber wohin auch immer die Reise geht, der Punkt ist, das Rondell des Grauens muss eine zeitlang ohne ihre Gottkönigin auskommen. Und entgegen aller Erwartungen stehen diese Tage unter keinem guten Stern und es kommt richtig dick für die Bewohner der Reihenhaussiedlung. Da sind ein Hund, der nicht fressen will und eine Hochzeitsgesellschaft in Ballonseide noch die geringsten Übel.


    Meine Meinung zum Buch:

    Helga ist jemand, den man eigentlich nicht um sich haben möchte. Nicht nur, dass sie den gewohnten Tagesablauf auf den Kopf stellt, sie weiß alles (besser) und sieht und hört alles. Was Helga sagt, ist Gesetz und wenn Helga ruft, fügen sich alle. Doch erst, als Helga weg ist, wird allen klar, wie sehr sie fehlt. Denn eigentlich ist Helga auch diejenigen, die den ganzen Haufen zusammen hält. Beim Lesen habe ich Helga leibhaftig vor mir gesehen und während die Daheimgebliebenen endlich merken, was sie an ihr haben, hat sich auch mein Eindruck von ihr gewandelt.

    Rebecca Hohlbein hat hier eine völlig überspitzte Geschichte erschaffen, über die ich viel Schmunzeln konnte. Im Nachwort schreibt sie, dass sie alle Peinlichkeiten, die ihr und ihrem Umfeld je passiert sind, in dieses Buch gepackt hat. Den Schreibstil würde ich als “frei Schnauze” bezeichnen, salopp, humorvoll und unterhaltsam.

    Zu Beginn hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten, in die Geschichte hinein zu kommen, aber schon nach kurzer Zeit hatte ich das Gefühl, mich im Rondell zu befinden und konnte die Leute und die Situationen direkt vor mir sehen.

    Ich vergebe vier von fünf Sterne für ein Buch, das mich gut unterhalten und mir mehrfach ein Lachen ins Gesicht gezaubert hat.

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    buecherblogdanis avatar
    buecherblogdanivor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Viele witzige Episoden und ein sehr unterhaltsames Buch. Kann zwar nicht alles halten, was es verspricht, ist aber trotzdem empfehlenswert
    Helga überall

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Buch jetzt richtig gut finde oder nicht. Auf der pro-Seite stehen wahnwitzige Charaktere, irre Situationen und sehr, sehr unterhaltsame Dialoge. Auf der contra-Seite ... Habe ich von dem Buch einfach mehr erwartet. Ich kann gar nicht sagen, warum, aber am Ende war ich ein bisschen enttäuscht.

    Die Handlung beginnt vielversprechend: Wir befinden uns in einem Dorf, das unter der Fuchtel von Helga steht. Ihr gegenüber wohnt die (namenlose) Protagonistin, die sich als einzige noch ein bisschen gegen die Alleinherrschaft auflehnt. Oder sie versucht zumindest die Rebellion. Nebenbei muss sie sich um zwei Söhne kümmern (der jüngere ist ein wahnsinnig süßer Schlaumeier, der ältere ein fast immer unsichtbarer Ninja) und sich irgendwie mit ihrer Familie arrangieren, die auch in Dorf wohnt. Und alle miteinander haben einen gewaltigen Knall. Das kann dann schon mal in einer Feuerschlacht zwischen benachbarten Geschwistern enden.

    Man liest also über den täglichen Wahnsinn und dann - ist Helga weg, verschollen im Urlaub. Und wo zuerst die Freude über den Urlaub der Tyrannin war, folgt die Trauer über den Verlust derselben. Und ab diesem Punkt verliert das Buch für mich.

    Den Wandel von verhasst zu vermisst kann ich, speziell bei der Protagonistin, nicht ganz nachvollziehen; der Grund für Helgas Herrschaftsanspruch ist mir zu profan und die Auflösung am Ende zu abrupt. Dafür gefällt mir der Stil der Autorin und wie sie die Charaktere beschreibt. Allein dafür lohnt sich das Lesen schon.

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    Lesesumms avatar
    Lesesummvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Leichte Lektüre für zwischendurch.
    leichte Lektüre für zwischendurch

    ich vergebe 3 – 3,5 Sterne


    meine Buch- und Leseeindrücke:

    Auf dem Cover sieht man einen weißen Gartenzaun, einen kleinen Hund an der Leine, Knaller wie es den Anschein hat auf dem Rasen, eine Hand die eine weiße Fahne schwenkt wie man es normaler Weise zur Kapitulation macht.


    Die Rückseite des Buches wird ebenfalls vom Verlauf des Zaunes geziert. Ebenso wie mit einem sehr weiblichen Schattenbild und einem Papierflugzeug am Boden.


    Dies sind alles bereits kleine Hinweise um was es bei der Geschichte geht.


    Hat man einmal ins Buch gefunden, liest man, so denn einem der Humor zusagt, wahrscheinlich das Buch an einem Stück durch bzw. braucht nicht sehr lange um die 354 Seiten, die in einem lockerem Schreibstil verfasst sind, zu lesen.



    ein kleiner Einblick in die Handlung:

    Helga, die Gottkönigin vom Rondell des Grauens. So zumindest bezeichnet die Ich-Erzählerin im Buch Helga.


    Alle sind freundlich und hilfsbereit nur die Ich-Erzählerin empfindet sie als absolute Katastrophe und ein Grauen in der Nachbarschaft.


    Helga ist da und alles muss sich um sie und ihre Anliegen drehen, denn schließlich hat sie keinen Führerschein aber ein Auto mit dem sie natürlich gefahren werden will. Helga pfeifft und alle springen. So war es und so soll es immer sein.


    Selbst Sabine, die zukünftige Schwägerin der Ich-Erzählerin, hat immer ein freundliches Lächeln bis zum Tag X, der irgendwie dann doch alles verändert.



    meine ganz persönliche Meinung:

    Ich habe mir aufgrund der Buchbeschreibung etwas anderes an Humor erwartet. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich enttäuscht wurde aber das Buch entsprach einfach nicht dem, was ich unter schrägem Humor verstehe. Natürlich weiß ich, dass dies immer Auslegungssache ist und jeder etwas anderes darunter versteht/verstehen kann.


    Mir hat auch die regionale Sprache ab und an nicht wirklich zugesagt.


    Hier an dieser Stelle möchte ich noch einmal sagen, das ist meine ganz persönliche Meinung!


    Zum Glück haben wir alle einen anderen Geschmack, denn sonst wäre das Leben ja ziemlich fade und eintönig.


    Trotz alldem konnte ich viel schmunzeln und sogar 3 mal wirklich laut loslachen. Ansonsten war es für mich eine Geschichte, die zwar sehr zugespitzt erzählt wurde aber für mich immer den Anschein hatte als wenn alles was es geben könnte, ins Buch gebracht werden sollte.


    Wenn man wirklich eine solche Nachbarin hätte würde die Realität wahrscheinlich anders aussehen.


    Eins muss man der Erzählung aber lassen, sie zeigt einem ziemlich viele menschliche Abgründe auf. Es ist ein Spiegel von falschem Verhalten bzw. Nichtverhalten!


    Zum Beispiel, dass fast alle Protagonisten sich freundlich verhalten gegenüber der Gottkönigin weil sie einfach immer eine Gegenleistung erhalten haben, was irgendwann im Buch ans Tageslicht kommt. Durch diese Offenbarung fühlt sich dann die Ich-Erzählerin zurückgesetzt, bis sie dann doch merkt, dass auch sie ab und an bereits eine Zuwendung bekam.


    Schlussendlich bleibt aber alles beim Alten und ist doch irgendwie anders, Helga „herrscht“ und „regiert“.


    Mir persönlich hat das Nachwort und die Danksagung am besten gefallen weil es einen Einblick zur Entstehung des Buches gibt. Vielleicht wäre es sogar gut, wenn man dies an den Anfang des Buches setzt damit der Leser dies im Vorfeld bereits weiß. Ich hätte mich dann wahrscheinlich ganz anders auf dieses Buch eingelassen beim lesen.


    Fazit:  Ich gebe eine Leseempfehlung an Menschen die leichten Humor mögen und gerne auch Lektüre im regionalen Sprachstil lesen. Es ist ein Buch für unterwegs oder aber auch wenn man einfach mal nicht unbedingt die schwere „Kost“ an Lesestoff möchte sondern locker, leichte Unterhaltung.

    © by Lesesumm auf LB/Lesejury/mehrBüchermehr.... auf WLD?

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    irismarias avatar
    irismariavor 4 Jahren
    absolute Chaosnachbarschaft

    „Helga, oder mit der al Qaida nach Sibirien“ – wem dieser Titel abstrus vorkommt, der liegt ganz richtig, denn im Buch von Rebecca Hohlbein geht es um das verrückte Leben der Erzählerin, im "Rondell des Grauens", wo sie mit Söhnen, Geschwistern und der Nachbarin Helga lebt.  Wie man im Nachwort erfährt, enthält die Geschichte viel Autobiografisches, was kaum zu glauben ist, so chaotisch geht es dort zu. Da ist die Rede von Grillbattles, Einkaufsfahrten, Haustieren und anderen Mitbewohnern und Helgas Fahrt mit der al Qaida nach Sibirien (oder war es mit der Avida nach Sizilien?). Das Buch ist amüsant zu lesen, mir aber größtenteils zu überspitzt um richtig witzig zu sein.

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    Anne2801s avatar
    Anne2801vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Durchaus sehr lustig, aber mir teilweise einfach zu überspitzt und zu viel "Theaterstadl"
    Das berechnende und doch liebenswerte Nachbarschaftsmonster

    Inhalt
    Helga, ein Name der im "Rondell des Grauens" den ein oder anderen Charakter in der Geschichte erzittern lässt.
    Die Protagonistin (alles ist in der Ich-Perspektive geschrieben, wir erfahren jedoch nie den Namen der Erzählerin) beschreibt den ganz normalen Wahnsinn in ihrem Wohngebiet, wo sie mit ihren Eltern, Geschwistern, Kindern, Neffen,... und eben Helga Tür an Tür/Garten an Garten lebt. Helga beherrscht eindeutig die Gabe, sich alles und jeden in ihrem Umfeld zum Untertan zu machen und nach ihrer Pfeiffe tanzen zu lassen - dabei geht sie nicht gerade zimperlich mit ihren Mitmenschen um und es kommen herrlich witzige Situationen zustande.
    Doch als Helga "Urlaub in Sibirien" (oder wo auch immer) macht, merkt ihr Hofstaat erst einmal, was er an ihr hat.

    Meinung
    Das Buch von Rebecca Hohlbein hat mich gut unterhalten, anfangs musste ich aufgrund der so gut geschilderten Lage oft lachen, was sich aber im Laufe des Buches nur noch höchstens in ein Grinsen verwandelte.
    Die Erzählung ist lustig, aber eben sehr überspitzt dargestellt, was mich dann manchmal schon zu sehr an eine Art Theaterstadl mit übertriebenen und fast nicht mehr lustigen Späßen erinnert hat.
    Mir persönlich fehlt der Tiefgang, die "größere" Geschichte. Vieles ist vorhersehbar, oder einfach unrealistisch.
    Was mich auch gestört hat, waren auch die Formfehler: Da wurde dreimal ein halber Satz einfach doppelt und über die Seitenzahl am unteren Rand gedruckt, oder es haben sich durchaus einige Rechtschreibfehler eingeschlichen. Ja, Menschen machen Fehler - was Menschen auch sympathisch macht - aber in dieser Häufigkeit und Auffälligkeit ist mir das noch nicht untergekommen - nicht einmal bei einem Mängelexemplar (meine Ausgabe war kein Mängelexemplar)
    Für eine "Zwischendurch-Lektüre" ist Helga mit Sicherheit eine tolle Wahl, auch für Leute, die einfach nur unterhalten werden wollen, kann ich das Buch empfehlen. Wer aber mehr will als das, der ist vielleicht etwas enttäuscht bzw. ist es möglich, dass sich die anfängliche Euphorie im Laufe der Erzählung durchaus mindert.

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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Das Grauen hat einen Namen: Helga, selbsternannte Gottkönigin einer kleinen Siedlung. Immer dabei, wo was los ist - und am Kommandieren!
    "Da wird man ja plem von"

    meint Helga (S. 352) und wo man plem von wird, da hat sie keine Lust zu - das lässt sie ihre Sklaven machen. Und davon hat sie eine Menge, denn sie hat ihren eigenen Stil, die Menschen dazu zu bekommen und diesen lernt man beim Lesen dieses Buches aufs Ausgiebigste kennen. Denn auch wenn die Ich-Erzählerin in diesem Buch eine andere ist - Helga hat sie und ihre über mehrere Häuser verteilte Großfamilie gut im Griff. Immer, wenn man meint, man hätte mal ein Sekündchen für sich, dann kommt Helga. Und immer, wenn man etwas auf eine bestimmte Art und Weise machen will, weiß Helga es besser.

    Doch dann will Helga in Urlaub fahren: mit der Al Qaida nach Sibirien. Oder doch - wie ihre Nachbarn glauben - mit der Avida nach Sizilien? Alle können ihr Glück, kaum fassen. Das wahre Leben beginnt endlich. Wirklich? Nun, lesen sie selbst!

    Sehr humorvoll ist Rebecca Hohlbeins Nachbarschaftsdrama - denn anders kann man es kaum bezeichnen - des alltäglichen Wahnsinns. Originelle und lustige Ideen jagen sich quasi bzw. würden es tun, wenn es denn eine rasante, spritzige Story wäre. Leider ist sie stellenweise eher langatmig - finde ich jedenfalls - um einiges kürzer und knackiger wäre besser gewesen. Dass das Rondell von einem Haufen besonders redseliger Zeitgenossen bewohnt wird, wäre auch so klar geworden. Doch insgesamt ist es eine wirklich nette Geschichte, in der sicher jeder Parallelen zum eigenen Leben entdeckt - und sie beinhaltet sogar eine gewisse moralische Komponente, die sich dem Leser allerdings erst nach Vollendung der Lektüre offenbart.

    Jetzt wissen Sie also: Das Grauen hat einen Namen: Helga, selbsternannte Gottkönigin einer kleinen Siedlung. Immer dabei, wo was los ist (dafür sorgt sie schon) - und 24 Stunden täglich am Kommandieren!

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    esposa1969s avatar
    esposa1969vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Köstlich amüsant, amüsant köstlich!
    Menscheskinners aber auch ....

    Hallo liebe Leser,

    dieses Mal durfte ich wieder an einer Unterhaltungsroman-Leserunde teilnehmen

    == Helga, oder mit der al Qaida nach Sibirien ==

    Autorin: Rebecca Hohlbein


    == Buchrückentext: ==

    Menscheskinners – wie sieht das denn hier schon wieder aus?” Helga, selbsternannte Gottkönigin über unsere kleine Reihenhaussiedlung, ist im Anmarsch – und damit beginnen viele weitere, schier endlosen Stunden meines ganz alltäglichen Elends zwischen Al Qaida und Kö, ALDI und Australien, Familie, Feuer und Wirbelsturm.

    Mit einer gehörigen Portion Selbstironie und lakonischem Humor beschreibt die Ich-Erzählerin ihr Leben im „Rondell des Grauens“. Aber dann verschwindet Alleinherrscherin Helga plötzlich – und auf einmal ist alles noch viel, viel schlimmer …


    == Leseeindruck: ==

    Mit diesem Roman liefert die Autorin Rebecca Hohlbein ein unterhaltsames Lesevergnügen ab, das meine Lachmuskeln bis in die hinterste Faser strapazierte!

    Aus der Ego-Perspektive (der Autorin Rebecca nehme ich an) lernen wir die Charaktere kennen und das Leben im "Rondell des Grauens". Die Ich-Erzählerin ist hier zwar eine Protagonistin, aber nicht DIE Protagonisten, denn die ist Helga. Die alleinstehende Rentnerin Helga, hat sich selbst zur Gottkönigin des gesamten Rondells ernannt und ist eine wahre Quasselstrippe mit plattem Dialekt und einer sehr dominanten Ader. Helga weiß alles, Helga sieht alles, Helga hört alles. Aber Helga ist eigentlich eine ganz Nette!

    Die Erzählerin wurstelt sich als berufstätige, alleinerziehende Mutter und einer völlig durchgeknallten Familie so durch ihr Leben im Rondell des Grauens. Bis dahin passiert schon einiges, was Helgas normaler Alltag zu sein scheint, uns Leser aber skurril und aberwitzig vorkommt. Dann kommt der Tag an dem Helga mit der Avida nach Sizilien oder mit al Quaida nach Sibirien fliegt/ fährt oder was auch immer - sagt sie. Plötzlich ist das Rondell des Grauens auch noch das Rondell des Chaos´   und schlimmer geht's immer … und das dicke Ende kommt ja erst noch!

    Die Sprache ist witzig, umgangssprachlich und leicht verständlich verfasst. Stellenweise habe ich Tränen gelacht  über diesen Wortwitz und so viele lustige und humorvolle Sprüche gelesen, dass mein Jahresbedarf an Humor jetzt schon gedeckt ist. Ich war sofort in der Handlung drin und habe quasi mit im Rondell des Grauens gelebt während der Zeit des Lesens. Alle Figuren werden sehr anschaulich und auch charakterlich gut vorstellbar beschrieben. Ich mag Handlungen, die aus der Ego-Perspektive geschrieben sind, so dass man perfekt in deren Gedanken und Gefühle schlüpfen kann.

    Die insgesamt 31 Kapitel mit aussagekräftigen Überschriften verteilt auf 354 Seiten lasen sich angenehm kurz und kurzweilig. Die Schrift ist gerade noch groß genug verfasst, der gesamte Schreibstil brachte mich so oft zum Lachen, dass ich vor lauter Lachtränen in den Augen fast nicht weiterlesen konnte.

    Das Cover ist originell und witzig und macht definitiv neugierig!

    Alles Szenen werden gut vorstellbar und detailliert beschrieben. Insgesamt habe ich mich wunderbar unterhalten gefühlt und vergebe für diesen Unterhaltungsroman sehr gerne 5 von 5 Sternen.

    ©esposa1969


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    0VELVETVOICE0s avatar
    0VELVETVOICE0vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Hat mich echt enttäuscht & ich habe einige Male überlegt, dass Buch einfach abzubrechen. Hoffentlich sind die anderen Bücher von ihr besser
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Der ganz normale Wahnsinn. Ein urkomisches Buch, das mich sehr unterhalten hat.
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    Sundis4s avatar
    Sundis4vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Dieses Buch bringt meinen Mann und mich so viel zum kichern. Seit Jahren haben wir mal wieder Lust uns gegenseitig etwas vor zu lesen.
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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Uli_Bs avatar
    Bis Jahresende kann man sich für diese Leserunde von Rebecca Hohlbeins neuem Buch bewerben:
    "Helga, oder mit der al Qaida nach Sibirien"
    Ein herrlich sarkastischer Roman!

    Bitte nur mitmachen, wenn eure Bewerbung ernstgemeint ist und wenn ihr dazu bereit seid eure Rezension auch auf amazon einzustellen. Das wäre wirklich super-nett!!

    Lasst also das Jahr gut beginnen ;-)
    Start der Leserunde ist dann offiziell der 10.01.2015

    Hier mal der Klappentext:
    "Menscheskinners - wie sieht das denn hier schon wieder aus?" Helga, selbsternannte Gottkönigin über unsere kleine Reihenhaussiedlung, ist im Anmarsch – und damit beginnen viele weitere, schier endlosen Stunden meines ganz alltäglichen Elends zwischen Al Qaida und Kö, ALDI und Australien, Familie, Feuer und Wirbelsturm. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie und lakonischem Humor beschreibt die Ich-Erzählerin ihr Leben im „Rondell des Grauens“. Aber dann verschwindet Alleinherrscherin Helga plötzlich - und auf einmal ist alles noch viel, viel schlimmer ..."

    ###YOUTUBE-ID=xiykSZw_ZCU###
    • Broschiert: 356 Seiten
    • ISBN: 978-3-943378-71-9
    • Preis: 12,90 €

    0VELVETVOICE0s avatar
    Letzter Beitrag von  0VELVETVOICE0vor 4 Jahren
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    Uli_Bs avatar

    “Helga, oder mit der al Qaida nach Sibirien”

    Rebecca Hohlbein

    Klappentext:

    “Menscheskinners – wie sieht das denn hier schon wieder aus?” Helga, selbsternannte Gottkönigin über unsere kleine Reihenhaussiedlung, ist im Anmarsch – und damit beginnen viele weitere, schier endlosen Stunden meines ganz alltäglichen Elends zwischen Al Qaida und Kö, ALDI und Australien, Familie, Feuer und Wirbelsturm. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie und lakonischem Humor beschreibt die Ich-Erzählerin ihr Leben im „Rondell des Grauens“. Aber dann verschwindet Alleinherrscherin Helga plötzlich – und auf einmal ist alles noch viel, viel schlimmer …”

    ISBN-13: 978-3-943378-71-9

    Preis: 12,90 €  /  Kindle: 5,89 €

    Broschiert: 356 Seiten

    Verlag: UBV

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